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Soziale Medien

Europawahl

  • Wer hat bei der Europawahl wie abgeschnitten? Was bedeuten die Wahlergebnisse für ihre jeweiligen Länder und die Europäische Union und wer wird künftig die EU-Kommission führen und die EU nach außen vertreten? Diese und viele weitere Fragen beantwortete der Politologe Siebo Janssen gestern im Rahmen der von Jochen Leyhe moderierten Veranstaltung "Europa hat gewählt - was kommt jetzt?" den 25 anwesenden Gästen.

    19 06 04 EaD Europawahl 300Siebo Janssen begann seine Analyse mit einem kurzen Überblick über die deutschen Wahlergebnisse und beleuchtete daraufhin insbesondere die Ergebnisse von SPD und CDU: Beide Parteien haben, so Janssen, in der Vergangenheit diejenigen Themenbereiche nicht genügend besetzt, welche die deutsche Wahl maßgeblich beeinflusst haben, nämlich Klima und Umweltschutz. Mittel- bis langfristig prognostizierte er, dass beide Parteien als "Mittelparteien" mit Wahlergebnissen zwischen 15 und 20 Prozent weiter bestehen werden, die Fragmentierung der deutschen Parteienlandschaft jedoch ein bleibendes Phänomen sei.

    In Bezug auf die übrigen europäischen Länder betonte er sowohl die länderübergreifenden Themen, wie z.B. der Wettbewerb zwischen EU-Befürwortern und Gegnern, wie auch nationale Besonderheiten; so war die Wahl etwa in Frankreich auch ein direkter Wettstreit zwischen dem amtierenden Präsident Macron und seiner aussichtsreichsten Herausforderin Marine Le Pen. Ebenfalls beleuchtete Siebo Janssen einzelne Sonderfälle wie Portugal, in dem es bis heute keine erfolgreiche Rechtspopulistische Partei gibt, sowie die nicht-europäischen Reaktionen auf die EU-Wahl.

    Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Siebo Janssen, Jochen Leyhe und den Gästen für einen lehrreichen Abend sowie die spannende Diskussion bedanken.
    Europa am Dienstag findet am 09.07.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Bullerbü war einmal? - Der Norden der EU"

  • EU-Nachrichten Nr. 10

    Europawahl 2019
    Bürger haben die politischen Weichen gestellt
    Gut 400 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, bei der Europawahl über den künftigen politischen Kurs der EU abzustimmen. Über die Hälfte (50,97 Prozent) davon haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht – eine höhere Wahlbeteiligung hat es zuletzt vor 25 Jahren gegeben.

    Kurz & Knapp
    Abkommen unterzeichnet
    Neue Chancen für EU-Fluggesellschaften in China

    Im Fokus
    Ein Jahr DSGVO
    EU-Kommission zieht positive Bilanz

    Erasmus+
    Auslandserfahrungen helfen bei der Jobsuche


    Sie finden die EU-Nachrichten auch als Flipbook unter diesem Link

  • Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert: Insgesamt wurde er mehr als 71 Millionen Mal genutzt.

    Rotstift Kreuz 300Der "Wahl-O-Mat" der bpb vermittelt Politik auf spielerische Weise. Er ist ein Frage-und-Antwort-Spiel mit 38 Thesen, das zeigt, welche zur Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht.

    VoteMatch Europe 2019
    Zur Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai 2019 können die Nutzer und Nutzerinnen des Wahl-O-Mat in Deutschland neben dem üblichen Vergleich der eigenen politischen Position mit den Positionen deutscher Parteien, 16 der 38 Wahl-O-Mat Thesen mit den Positionen der Parteien in anderen EU-Mitgliedstaaten vergleichen.

    Dafür spielen die User und Userinnen wie gewohnt, den deutschen Wahl-O-Mat mit 38 Thesen. Am Ende können sie zunächst abgleichen, welche in Deutschland zur Wahl stehenden Parteien ihren Positionen am Nächsten stehen.

    Mit einem weiteren Klick auf der Wahl-O-Mat Ergebnisseite können die User des Wahl-O-Mat ihre Positionen zu 16 gemeinsame EU-Thesen mit den Parteien aus Europa vergleichen: sie erhalten ein europaweites Ranking mit immer jener Partei pro EU-Land mit der sich die größte Übereinstimmung haben.

  • Sind Sie am 26.05. verhindert, möchten aber trotzdem an der Wahl teilnehmen? Wahlberechtigte können ihr Wahlrecht ohne Vorliegen eines besonderen Grundes durch Briefwahl ausüben.

    Wahlbenachrichtigung 300Sie möchten die Briefwahlunterlagen zur EU-Parlamentswahl beantragen? Die Stadt Aachen informiert auf der Seite "Informationen zur Briefwahl" über alle Möglichkeiten zur Beantragung der entsprechenden Unterlagen.

  • Facebook, Google und Twitter gehen im Vorfeld der Europawahlen verschärft gegen falsche und irreführende Informationen vor. Das zeigen die jüngsten Berichte der drei Online-Plattformen, die die Europäische Kommission veröffentlicht hat. Insbesondere gibt es weitere Fortschritte bei der Kenntlichmachung von politischer Werbung. Zugleich mahnt die Kommission einen besseren Informationsaustausch von Methoden und Daten zu gefälschten Konten an, um Forschern und Faktencheckern die Bewertung von Online-Desinformation zu erleichtern. Die drei Unternehmen hatten vergangenes Jahr einen Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Desinformation unterzeichnet und sich verpflichtet, monatlich über ihre Maßnahmen vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 zu berichten.

    Digitales Sicherheit 300„Wir begrüßen die Bemühungen von Facebook, Google und Twitter, die Transparenz vor den Europawahlen zu erhöhen. Wir begrüßen, dass die drei Plattformen weitere Maßnahmen ergriffen haben, um ihren Verpflichtungen aus dem Kodex nachzukommen. Alle von ihnen haben damit begonnen, politische Werbung auf ihren Plattformen zu kennzeichnen. Insbesondere Facebook und Twitter haben die Bibliotheken für politische Werbung öffentlich zugänglich gemacht, während die Bibliothek von Google in eine Testphase eingetreten ist. Dies bietet der Öffentlichkeit mehr Transparenz über politische Anzeigen. Weitere technische Verbesserungen sowie der Austausch von Methoden und Datensätzen für gefälschte Konten sind jedoch erforderlich, damit externe Experten, Faktenprüfer und Forscher eine unabhängige Bewertung durchführen können. Gleichzeitig ist es bedauerlich, dass Google und Twitter noch keine weiteren Fortschritte bei der Transparenz der themenbezogenen Werbung gemeldet haben, d.h. bei Themen, die bei Wahlen wichtige Debatten auslösen“, sagten die Kommissare Andrus Ansip, zuständig für den Binnenmarkt, Věra Jourová, zuständig für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Julian King, zuständig für die Sicherheitsunion, und Mariya Gabriel, zuständig für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, in einer gemeinsamen Erklärung.

    „Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit im Rahmen des Verhaltenskodex Facebook, Google und Twitter ermutigt hat, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Integrität ihrer Dienste zu gewährleisten und bösartige Bots und gefälschte Konten zu bekämpfen. Insbesondere begrüßen wir die verstärkte Zusammenarbeit von Google mit Fact-Checking-Organisationen und -Netzwerken. Darüber hinaus haben alle drei Plattformen Initiativen zur Förderung der Medienkompetenz durchgeführt und Journalisten und Kampagnenpersonal geschult. Die freiwilligen Maßnahmen der Plattformen sind ein Schritt nach vorn, um transparente und integrative Wahlen zu unterstützen und unsere demokratischen Prozesse besser vor Manipulationen zu schützen, aber es bleibt noch viel zu tun. Wir freuen uns auf die nächsten Berichte vom April, die weitere Fortschritte im Vorfeld der Europawahlen zeigen", heißt es weiter in der Erklärung.

    Die heutigen Berichte beziehen sich auf Maßnahmen, die von Online-Plattformen im März 2019 ergriffen wurden. Sie ermöglichen es der Kommission zu überprüfen, ob vor den Europawahlen im Mai 2019 wirksame Maßnahmen zur Gewährleistung der Integrität der Wahlprozesse getroffen wurden.

    Die Kommission wird bis Ende 2019 eine umfassende Bewertung des ersten Zwölfmonatszeitraums des Kodex durchführen. Sollten sich die Ergebnisse als unbefriedigend erweisen, kann die Kommission weitere Maßnahmen vorschlagen, auch regulatorischer Art.

  • Wahl 300Vor der Europawahl am 26. Mai hat Richard Kühnel, der Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, am 18.02.2019 in Berlin die nationalen Ergebnisse aus der jüngsten Eurobarometer-Umfrage vorgestellt.

    „70 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass ihre Stimme in der EU zählt. Im Frühjahr 2016 lag dieser Wert noch bei 47 Prozent, seitdem ist ein ermutigender Anstieg von plus 23 Prozentpunkten zu verzeichnen“, sagte Kühnel. Den Deutschen sei die Bedeutung der Europawahl also sehr bewusst. „Es ist höchste Zeit, dass der Wahlkampf beginnt“, so Kühnel. Die Europawahl sei ebenso wichtig wie die Bundestagswahl. Erste EU-weite Sitzberechnungen des Europäischen Parlaments auf Basis aktueller

    EU-weit ist das Vertrauen in die Union auf dem höchsten Stand seit Herbst 2010. Es sei nach wie vor höher als das Vertrauen in die nationalen Regierungen oder Parlamente, sagte Kühnel. 54 Prozent der Deutschen vertrauen der Europäischen Kommission und 60 Prozent dem Europäischen Parlament. Damit ist das Vertrauen in das Europäische Parlament höher als in den Bundestag, dem 58 Prozent vertrauen.

    Die Europäische Union ist für die Befragten ein selbstverständlicher Teil ihres Alltages. Als Bürger der Europäischen Union fühlen sich in Deutschland 86 Prozent, europaweit 71 Prozent. 71 Prozent der Deutschen wissen nach eigener Einschätzung über ihre Rechte als EU-Bürger Bescheid, 67 Prozent würden allerdings gerne noch mehr über ihre Rechte wissen.

    „In vielen Mitgliedstaaten haben Kräfte Zulauf, die auf nationale politische Lösungen setzen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Wählerinnen und Wähler 2019 ihr Stimmrecht nutzen. Es geht nicht um für oder gegen Europa, sondern darum, wie die EU die Globalisierung zum Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger gestalten kann“, sagte Kühnel.

  • 13-11-18-RMG-Europawahl-1Europa? Was zählt, sind wir!
    Workshops zur Europawahl 2019 für Jugendliche

    Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen bietet von Januar bis Mai 2019 einigen Schulen im Einzugsgebiet einen kostenlosen Workshop an. Das Angebot ist nur begrenzt verfügbar.

    Hintergründe: Die nächste Europawahl findet am 26. Mai 2019 statt.
    Die EU hat einen großen Einfluss auf das tägliche Leben ihrer rund 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Trotzdem nehmen immer weniger EU-Bürgerinnen und -Bürger ihr aktives Wahlrecht wahr. Auch in Deutschland blieb die Wahlbeteiligung bei der letzten Europawahl hinter den Erwartungen zurück.
    Bildungseinrichtungen sehen es als Aufgabe an, junge Leute und vor allem Erstwählerinnen und Erstwähler für die europäische Idee zu begeistern und zu zeigen, dass jede – auch ihre Stimme zählt!

    Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 10

    Zeitbedarf: 5½ oder 3¼ Zeitstunden, nach Absprache

    Gruppengröße:zwischen 12 und 24 Teilnehmenden; größere Gruppen ggf. nach Rücksprache

    Ziele des Workshops:In angebotenen Workshop zur Europawahl 2019:

    • erwerben die Teilnehmenden auf spielerische Weise Grundlagenwissen zu Europa,
    • entwickeln in interaktiven Methoden ihre eigenen Ideen zu Europa und
    • formulieren ihre Wünsche für die Zukunft der EU.

    Besonders spannend: Die Teilnehmenden haben die Chance ihre Stimme abzugeben und zu zeigen, in welchem Europa sie in Zukunft leben möchten!

    Ablauf:

    Der Ablauf ist abhängig von den Zielen und der zeitlichen Begrenzung.
    Es werden zwei Varianten angeboten (in deutscher Sprache):

    Kurze Variante (3¼ Zeitstunden)

    30 Min. Einführung: Ablauf des Workshops und Warm-Up
    30 Min. Silent Table Talk
    90 Min. Creative Scenario Workshop (und integrierte Pause)
    30 Min. European Future: Welche Zukunft will ich für EUROPA?
    15 Min. Blitzlicht Feedback und Abschluss

    Längere Variante (5½ Zeitstunden)

    30 Min. Einführung: Ablauf des Workshops und Warm-Up
    30 Min. Silent Table Talk
    90 Min. Creative Scenario Workshop (und integrierte Pause)
    90 Min. Scouting EUROPE: Europäische Positionen im Parlament
    30 Min. Mittagspause
    30 Min. Was zählt, sind wir! Meine "Europawahl 2019"
    30 Min. Blitzlicht Feedback und Abschluss

     

    CIVIC-Institut für internationale Bildung:

    Der Workshop wird konzipiert und durchgeführt vom CIVIC-Institut für internationale Bildung, das seit vielen Jahren zu gesellschaftlichen Inhalten im internationalen Kontext arbeitet. Das Bildungsinstitut bietet einzelne Seminarbausteine, umfassende und speziell zugeschnittene Maßnahmen sowie Lehrmittel, u.a. im Themenspektrum "Europakompetenz".

    Das erfahrene Team verwendet und entwickelt auch neue, kreative Ansätze und Methoden.
    Das CIVIC-Institut für internationale Bildung ist überparteilich, nicht konfessionell oder religiös gebunden und unabhängig.

    Informationen unter www.civic-institute.eu .

     

    Interesse?

    Nehmen Sie gerne Kontakt mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen auf, wenn Sie diesen Workshop an Ihrer Schule durchführen möchten.

    Tel. 0241 / 432-7627, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • EU BevoelkerungSie haben an der öffentlichen Konsultation der EU zur Zeitumstellung teilgenommen? Sie würden gerne Ihre Meinung häufiger einbringen und einen Beitrag zur Zukunft und zur Politik der EU leisten? Dann werfen Sie doch einen Blick auf die vielen anderen Bürger-Konsultationen -  die EU ist an Ihrer Meinung interessiert!

    Es dauert meist nur wenige Minuten, an einer solchen Konsultation teilzunehmen und es geht bequem vom heimischen Sofa aus. Man kann sich Zeit lassen und über ein Thema auch erst informieren, denn die Frist für Online-Konsultationen beträgt mindestens einen Monat, meist sogar zwei oder drei. Prinzipiell kann es zu allen Themenbereichen der EU Konsultationen geben; von den Maritimen Angelegenheiten und Fischerei über den Klimaschutz und das Gesundheitswesen bis hin zur Steuerpolitik, Drogenpolitik oder Nachbarschaftspolitik.

    Die Online-Konsultationen dienen verschiedenen Zwecken und dauern unterschiedlich lang. Die sogenannten "Öffentlichen Konsultationen" dienen dem Sammeln von Informationen und dauern in aller Regel 12 Wochen. Bürgerinnen und Bürger können sich auch zu Legislativvorschlägen, sprich: neuen Gesetzesvorschläge der Kommission äußern. Die Frist für die Rückmeldung beträgt hier acht Wochen. Im Anschluss werden die Beiträge an das Parlament und den Rat weitergeleitet.

    Auch zu den sogenannten "delegierten Rechtsakten" oder den "Durchführungsrechtsakten" können die Bürger und Bürgerinnen innerhalb von vier Wochen Rückmeldung geben. Es handelt sich dabei, vereinfacht, um Rechtsvorschriften, die die Kommission unter bestimmten Umständen und in nicht wesentlichen Elementen auch ohne das Parlament ändern kann.

    Auch im Bereich Bürokratieabbau können Bürgerinnen und Bürger aktiv werden und Vorschläge einbringen, Initiativen oder sogar Rechtsvorschriften einfacher und weniger bürokratisch zu gestalten.

    Schon rund ein Jahr vor der nächsten Europawahl heißt es also: Bringen Sie sich ein – es lohnt sich.

  • YOUrope – es geht um dich!

    2019 ist ein entscheidendes Jahr für Europa, denn durch den Brexit und die Europawahl werden die europäischen Karten neu gemischt. Nicht nur in Großbritannien stellen viele die EU in Frage, auch in anderen Mitgliedstaaten gewinnen kritische Stimmen an Einfluss. Die Entscheidung über die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments ist auch eine Entscheidung über die Zukunft der Union.

    Der 66. Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass Kritiker wie Befürworter des europäischen Projektes zu Wort kommen. "YOUrope – es geht um dich!" – das Motto ist eine Einladung an Schülerinnen und Schüler in Deutschland, sich aktiv für die Zukunft Europas einzusetzen. Die 13 Aufgabenstellungen bieten dafür vielfältige Anregungen und ermutigen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, sich einzumischen: Wofür setzt du dich ein? Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist?

    Schülerinnen und Schüler gestalten Kampagnen für die Europawahl und setzen sich mit politischer Kommunikation im digitalen Zeitalter auseinander: Welche Rolle spielen Influencer, Fake News und Social Bots in der Meinungsbildung? Wer die eigene Meinung lieber kreativ ausdrücken möchte, kann dies mit Street Art oder Protestsongs tun.

    Die Veranstalter freuen sich auf ein buntes Kaleidoskop an Ideen und Meinungen!

  • Wahl 300

    Die nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament sollen vom 23. bis 26. Mai 2019 stattfinden. Das hat der Rat bekannt gegeben. Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden alle fünf Jahre statt. Der Rat hat beschlossen, das Parlament zum Entwurf eines Ratsbeschlusses zur Festsetzung dieses Termins für die nächsten EP-Wahlen zu konsultieren. Die förmliche Annahme des Beschlusses durch den Rat wird – nach Eingang der Stellungnahme des Parlaments – voraussichtlich vor Ende Juni erfolgen.

    Gemäß dem Wahlakt von 1976 sollten die nächsten EP-Wahlen vom 6. bis 9. Juni 2019 stattfinden. Da die Mitgliedstaaten diesen Termin jedoch für "unmöglich" hielten, ist der Rat im Einklang mit dem Wahlakt einstimmig übereingekommen, einen anderen Zeitraum für die Wahlen festzusetzen.

    Die letzten Wahlen zum Europäischen Parlament fanden vom 22. bis 25. Mai 2014 statt.

  • EU-Kommissar Oettinger hat am 23. November im Hinblick auf wichtige Entscheidungen auf europäischer Ebene in den kommenden Wochen und Monaten die Bedeutung einer handlungsfähigen deutschen Regierung betont. „Wir Europäer werben Deutschland gegenüber für eine mögliche rasche Bildung einer handlungsfähigen Bundesregierung. Denn interimsweise kann man bei den anstehenden großen europäischen Themen nur eingeschränkt mitwirken“, sagte  Kommissar Oettinger in Brüssel. „Wir sind im europäischen Mandat auf der Zielgerade, die europäische Wahl kommt im Juni 2019, 2018 bis Ostern 2019 ist die letzte große Arbeitsperiode.“

    Oettinger erklärte nach einem Treffen mit den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann weiter: „Wir werden im Dezember und Anfang des Jahres zum Thema Brexit weitreichende Entscheidungen treffen müssen, das Thema der Vertiefung der Europäischen Währungsunion steht unmittelbar an und ich benötige in diesen Wochen dringend eine Liste von Erwartungen, Prioritäten, aber auch Grenzen für den europäischen Haushaltsrahmen für das nächste Jahrzehnt, den ich im nächsten Mai vorstellen soll. Die Harmonisierung des Asylrechts und eine gemeinsame Migrationspolitik sind weitere Stichworte, wo man eine handlungsfähige deutsche Regierung benötigt.“

  • EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag den 25. September in einem Glückwunschschreiben und in einem Telefonat zu ihrem vierten Wahlsieg in Folge bei einer  Bundestagswahl herzlich beglückwünscht. Angesichts großer globaler Herausforderungen brauche Europa jetzt mehr denn je eine stabile Bundesregierung, die tatkräftig an der Gestaltung unseres Kontinents mitwirke, so Juncker. Der Kommissionspräsident drückte seine Überzeugung aus, dass die anstehenden Koalitionsverhandlungen dazu beitragen werden.

    Auf die Frage, ob die Kommission durch den Aufstieg der AfD besorgt sei, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas Montag Mittag vor Journalisten in Brüssel: „Die Kommission hat Vertrauen in die Demokratie. Präsident Juncker hat wiederholt auf die Notwendigkeit verwiesen, Selbstzufriedenheit zu vermeiden und zwischen denen zu unterscheiden, die die Rolle und die Politik der Europäischen Union kritisch hinterfragen – und denen, die die EU schlicht zerstören wollen.“ Die Politik müsse echte Lösungen für echte Probleme bieten, sich dem populistischen Diskurs entgegenstellen und Europa besser erklären. „Die Juncker-Kommission ist entschlossen, die Arbeit an all diesen Fronten fortzusetzen“, sagte Schinas.

  • Flaggen vor EU Kommission 300Den Wahl-O-Maten von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) dürften die meisten internetaffinen und politikinteressierten Menschen in Deutschland mittlerweile kennen. Beim Wahl-O-Maten werden die politischen Positionen und Standpunkte des Nutzers mit dem der zur Wahl stehenden Parteien, darunter auch Klein- und Kleinstparteien. Die Themen sind zwar vielfältig, aber häufig auf Deutschland begrenzt.Einen anderen Weg geht der europapolitische Wahlkompass des Webblogs "Der (europäische Föderalist)".

    So, wie die Politik und die Entscheidungen der Europäischen Union Einfluss auf das Leben in Deutschland nehmen, so ist auch die Wahl in Deutschland für Europa wichtig. Die Nationalregierungen haben nach wie vor großen Einfluss auf die Europäische Union, sie nominieren die Mitglieder der Europäischen Kommission und spielen eine zentrale Rolle in der europäischen Gesetzgebung. Bei vielen Entscheidungen haben die nationalen Regierungen ein Vetorecht und auch die Frage, wie es mit der EU in Zukunft weitergehen wird, hängt maßgeblich an den nationalen Regierungen und Parlamenten.

    Der Wahlkompass konzentriert sich auf europapolitische Fragen, beispielsweise zur Rechtsstaatlichkeit ("Bei Verstößen gegen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sollen Mitgliedstaaten leichter von der EU sanktioniert werden können), zur Rüstungsbeschaffung ("Die EU-Mitgliedstaaten sollen bei der Rüstungsbeschaffung enger zusammenarbeiten") oder zum Unionsbürger-Wahlrecht ("EU-Bürger, die in einem anderen Mitgliedsland leben, sollen dort auch an regionalen und nationalen Wahlen teilnehmen dürfen). Wie auch beim Wahl-O-Maten kann man der These zustimmen, sie neutral bewerten oder sie ablehnen.

    Zum Schluss zeigt die Software, wie groß die Übereinstimmung mit den Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, den Grünen und den Linken ist. Die Macher fragten auch bei der AfD an, erhielten aber keine Antwort.

    Den Wahlkompass kann man ab sofort ausprobieren, der Wahl-O-Mat geht am 30. August online.