Symbol für den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa

Nachdem für das vergangene Jahr Tallinn (Estland) und Turku (Finnland) als Europäische Kulturhauptstädte ernannt worden sind, dürfen im Jahr 2012 die Städte Guimarães aus Portugal und Maribor aus Slowenien diese Bezeichnung tragen. Seit nunmehr 27 Jahren steht diese Initiative für den Reichtum und die Vielfalt an unterschiedlichen Kulturen in Europa. Verbunden mit einem herausragenden Veranstaltungsprogramm, soll das jeweils einjährige Projekt "Europäische Kulturhauptstadt" vor allem dazu beitragen, Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern mit anderen Kulturen in Kontakt zu bringen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und ein Gefühl für die europäische Bürgerschaft entstehen zu lassen.

12-01-23-mariborDie Stadt Maribor ist mit etwa 150.000 Bewohnern die zweitgrößte Stadt Sloweniens und liegt im Nordosten des Landes. Sie veranstaltete bereits am 14. Januar ihre Eröffnungszeremonie und lässt in diesem Jahr, zusammen mit den Partnerstädten, mehrere tausend Projekte und Kulturevents folgen, die zusammen das größte Kulturprogramm bilden, dass jemals in Slowenien stattgefunden hat.

12-01-23-GuimaraesDie zweite Kulturhauptstadt 2012 Guimarães in Portugals Norden gilt als die Geburtsstätte des Landes, denn sie war im 12. Jahrhundert unter König Alfons dem Eroberer erste Hauptstadt Portugals. Sie gliedert ihr Kulturprogramm in die Bereiche Stadt, Gemeinschaft, Gedanken und Kunst und eröffnete am 21. Januar das Jahr mit zehntausenden Menschen in den Straßen der historischen Altstadt, die seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sprach bei der offiziellen Eröffnungsfeier seinen krisenerschütterten Landsleuten Mut zu und sagte: "Die Europäische Kulturhauptstadt soll auch zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Ländern beitragen, in denen sie stattfindet".