19 08 02 AEGEE Workshop 1Spannender Workshop mit internationalen Teilnehmenden

Unter dem Titel "Von Westen nach Osten: Trampen wie eine Bestie" organisieren die pro-europäischen Studentenvereinigungen AEGEE-Leiden (NL), AEGEE-Aachen und AEGEE-Dresden eine mehrtägiges Event. In diesem Rahmen lud EUROPE DIRECT Aachen heute die 28 Teilnehmenden in Grashaus zu einem Workshop ein.

Die jungen Leute kamen aus vielen Landern der EU, aber auch aus der Türkei und Russland. Der Workshop im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses behandelte mit vielfältigen Methoden die Themen Identität, interkulturelle Zusammenhänge und die soziale Situation in Europa.

19 08 02 AEGEE Workshop 2Neben vielen Gemeinsamkeiten bezüglich der Geschichte und Kultur auf dem europäischen Kontinent wurden jedoch auch die großen Unterschiede in sozialen Bereichen deutlich, zum Beispiel im Arbeitsmarkt, der sozialen Sicherheit und den Lebenshaltungskosten. Auch Differenzen bei Pressefreiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für Minderheiten wurden thematisiert, vor allem im Vergleich von EU-Ländern mit Nicht-EU-Ländern. Die Strategien der EU zur posititven Weiterentwicklung des sozialen Europas wurden vorgestellt und besprochen.

Für die meisten der jungen Teilnehmenden ist Europa und die EU der Rahmen und die Hoffnung auf eine gute und sichere Zukunft in einer globalisierten Welt.
Im Anschluss an den Aufenthalt in Aachen reist die Gruppe per Anhalter nach Dresden.

Im Rahmen der AEGEE Summer University waren 20 Studierende aus ganz Europa zu Gast im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

19 07 10 AEGEE Summer UniversityDie AEGEE Summer University ist ein Projekt für den Dialog und kulturellen Austausch zwischen jungen Europäerinnen und Europäern. AEGEE Aachen e.V. nimmt an diesem Projekt bereits seit 1992 erfolgreich teil und hat auch dieses Jahr Studierende nach Aachen eingeladen. Über einen Zeitraum von 16 Tagen haben die Teilnehmenden aus ganz Europa die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse bei einem 40-stündigen Sprachkurs zu verbessern und zusätzlich von einem kulturellen Programm in Aachen, der Euregio und der umliegenden Region zu profitieren.

Als Teil dieses Programms organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen im Europäischen Klassenzimmer einen einstündigen Vortrag über die EU und die EU-Flüchtlingspolitik für die Studierenden. Dabei erfuhren die Teilnehmenden zunächst etwas über die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros in Aachen. Außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Auch aktuelle Herausforderungen für die EU, wie die schwindende Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, wurden im Vortrag angesprochen.

Anna-Louisa Lobergh vom EUROPE DIRECT Team informierte die Studierenden schließlich über die Flüchtlingspolitik der EU. Dabei ging sie besonders auf die weltweiten Auswirkungen der Flüchtlingskrise ein. Außerdem gab sie einen Überblick über verschiedene Fluchtursachen und über bisherige Maßnahmen der EU zur Reduzierung illegaler Migration wie das EU-Türkei-Abkommen. Die Teilnehmenden brachten ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten aus den jeweiligen Länderperspektiven ein.

Im Anschluss an den Vortrag von EUROPE DIRECT nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers zum Thema "Migration und Grenzen in Europa" teil. Innerhalb von zwei Stunden erarbeiteten sie in den Räumen des Grashauses Informationen zu den Grenzen Europas, der Asyl- und Migrationspolitik der EU und der Entwicklungshilfe der EU. Unter anderem recherchierten sie dazu im Urkundensaal des Grashauses.

Um den Studierenden auch über diese Workshops hinaus Informationen mitzugeben, steuerte das EUROPE DIRECT Büro Aachen passende Infomaterialien bei.

Am 25. Juni konnten wir Prof. Dr. Hauke Brunkhorst zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion vor ca. 30 Personen begrüßen. Der Titel dieses Vortrags war "Die Wiederkehr der Politik - Hoffnungsschimmer für Europa". Der Vortrag war zugleich die Abschlussveranstaltung der Reihe "Europäische Horizonte".

19 06 25 Brunkhorst 300Die Reihe "Europäische Horizonte" war eine Initiative von fünf Kooperationspartnern in Aachen, Bonn und Essen, die durch gemeinsame Veranstaltungen und Veröffentlichungen in regelmäßiger Folge zentrale Zukunftsfragen Europas erörterte. Das Ziel der Partner, zu denen sich auch EUROPE DIRECT Aachen zählen kann, war es, politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen im europäischen Einigungsprozess zu thematisieren, die angesichts der Dominanz drängender politischer und ökonomischer Probleme leicht in den Hintergrund rücken.

Prof. Brunkhorst, der zurzeit als Seniorprofessor für Soziologie an der Europa-Universität Flensburg tätig ist, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Weltwirtschaftskrise von 2008 und den Umgang der Politik mit ihr.

Brunkhorst begann seinen Vortrag mit einer historischen Einbettung der jeweiligen Akteure. Er beschrieb eine Ordo-Liberale Haltung der relevante Akteure im Vorhinein der Krise: Der Europäische Binnenmarkt diene zur Befriedigung des Kapitalinteresses und die, von den Staaten losgelöste, EZB, die Marktkräfte an Stelle von politischem Willen stellt. Er nahm in diesem Kontext Bezug zu Hayek, der von einer Einbettung der Demokratie in die Märkte sprach und in einflussreiche Investoren, die die Wirtschaft eher als Naturgesetz, denn als politisches Konstrukt sahen.

Im Moment der Krise konstatiert Brunkhorst den angelsächsischen Akteuren eine Kehrtwende: So haben nicht nur der US-Präsident und der britische Premier, sondern auch die jeweiligen Chefs der Zentralbanken die "revolutionäre Idee" des "Flutens der Wirtschaft mit Geld" und der Rolle der 'Federal Reserve Bank' als letztem Kreditgeber für Banken den nötigen Raum gegeben um die Wirtschaft weltweit zu stabilisieren.
Im Gegensatz dazu haben die entsprechenden Akteure der Europäischen Union, so Brunkhorst, das Problem nicht erkannt und wurden nicht durch eigene, sondern durch die Maßnahmen der US-Regierung gerettet.

Zum Abschluss seines Vortrags und als Ausblick für die Zukunft zeichnete Hauke Brunkhorst ein Bild, in dem durch den, nun nicht mehr vorherrschenden Zwang eines "Naturgesetzes des Marktes" Raum für eine politische Gestaltung der globalen Wirtschaft. Er widerspricht hierbei explizit Wolfgang Streek, der eine Re-Nationalisierung der Politik fordert und sieht stattdessen eine Trans-Nationalisierung als beste Möglichkeit: Er fordert nicht nur eine europäische Sozialpolitik und eine politisch beeinflussbare Zentralbank, sondern auch das offene Austragen von politischen Konflikten. Insbesondere durch Konflikte sieht Brunkhorst die Chance einer Re-Politisierung der europäischen Gesellschaften und eine Wiederkehr der Politik.

Publikationen zum Thema:

Griechenland näher vorzustellen war das Ziel der Veranstaltung aus der Reihe "Europäisches Forum". Die 40 Teilnehmenden konnten sich auf einen länderkundlichen Abend mit Kurzvorträgen, Musik und Tanz freuen.

19 06 27 Quiz Sieger 300Holger Dux führte durch den Abend, der mit einer Einführung in das griechische Alphabet begann. VHS–Dozentin Sotiria Savrakidu zeigte den Teilnehmenden spielerisch, dass es gar nicht so schwierig ist, die griechische Sprache zu lernen. Am Ende des Abends konnten sich alle Anwesenden auf Griechisch vorstellen: Με λένε … (me léne).

Einen kurzen Einblick in die griechische Mythologie, Sagenwelt und antike Kultur gab Andreas Düspohl. Er brachte den Gästen die lebhafte Götterwelt näher. In der griechischen Philosophie unterscheidet man gemeinhin zwischen Vorsokratikern – also Philosophen, die vor Sokrates gewirkt haben – und klassischen Philosophen. Den Anfang letzterer machte Sokrates, der Wissen und Glauben trennte. Leider ist von der griechischen Philosophie nur ein Bruchteil der Schriften erhalten, sodass einige Denker lediglich unvollständig überliefert wurden. Natürlich darf im Zusammenhang mit Griechenland nicht vergessen werden, Demokratie zu erwähnen: Athen gilt als Wiege unserer modernen Demokratie in Europa.

In einem kurzen historischen Abriss wies Holger Dux auf die griechische Bau- und Architekturgeschichte hin und machte darauf aufmerksam, dass das Aachener Theater sowie der Elisenbrunnen mit Vorbau und Säulen nach den Vorbildern in Griechenland erbaut wurden. Sie sind ein Zeichen dafür, dass selbst im frühen 19. Jahrhundert u. a. Reiseliteratur die Sehnsucht erweckte, das Land der Hellenen zu besuchen.

Maria Riga und Elisavet Pachatyroglu erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen damit, wie es war, als junge Frauen aus der griechischen Diktatur der 70er Jahre nach Aachen auszuwandern, um dort studieren zu können. Sie waren und sind bis heute angetan von der Gastfreundschaft, mit der sie hier empfangen wurden. Diese erinnert sie an die Großherzigkeit der griechischen Kultur.

Durch den Abend hinweg leiteten Mona Nymphius und Eva Onkels ein interaktives Pub–Quiz, welches den Gästen Wissen in den Disziplinen "Geografie", "Kultur und Politik" und "Leute" abverlangte. Es wurde in Gruppen gerätselt und über mögliche Antworten diskutiert. Am Ende wurden drei Siegergruppen geehrt, welche sich über ein Buch zur griechischen Mythologie, ein mediterranes Kochbuch oder ein anderes interessantes Buch freuen durften.

Wir von EUROPE DIRECT bedanken uns bei den Gästen und unseren Partner für einen gelungenen und unterhaltsamen Abend.

Schülerinnen und Schüler des Juliusz Słowacki Liceum Chestochowa (Polen) waren in der Zeit vom 12.-19.06.2019 zu Gast im Aachener Couven Gymasium. In Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen konnte die Gruppe gemeinsam heute das Europäische Parlament in Brüssel besuchen.

Der Besuch setzte den deutsch-polnischen Austausch im Rahmen des Projektkurses „Klima.Kohle.Knete – Braunkohleförderung und die Folgen für Mensch und Umwelt“ unter der Leitung von Andrea Genten und Axel Huppertz fort. Wie schon beim Besuch der Couven-Schülerinnen und Schüler im März in Polen ging es auch in Aachen darum, „den Blick zurück nach vorn“ zu richten, um gemeinsame Zukunftsperspektiven von Jugendlichen in Deutschland und Polen für eine gerechte und nachhaltige Welt im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) in einem vereinten Europa zu entwickeln.

Die Notwendigkeit einer europäischen bzw. globalen Perspektive zum Schutz des Klimas wurde beim Gespräch mit der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen im Europaparlament in Brüssel deutlich. Sabine Verheyen unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen für den Klimaschutz nicht nur der europäischen Staaten sondern der internationalen Staatengemeinschaft auf globaler Ebene. Explizit nannte sie hier China und die USA.