Welche Akzente setzen die Stadt Aachen und die Karlspreisstiftung im Karlspreisrahmenprogramm? Welche Preisträger und Personen hinterließen einen besonders bleibenden Eindruck und woher stammt eigentlich die Idee für ein kulturpolitisches Rahmenprogramm? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen, den 21 Gästen im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses.

19 05 21 EaD Olaf MüllerOlaf Müller, der schon das erste Rahmenprogramm des Karlspreises 1991 mitorganisierte, begann seinen Vortrag mit einer kurzen Auflistung der Preisträger seit 1991. Er stellte die jeweiligen Preisträger kurz vor und berichtete von den jeweiligen Besonderheiten der Rahmenprogramme. So erzählte er beispielsweise vom Jahr 2004 in dem nicht nur der Karlspreis an Patrick Cox verliehen wurde, sondern auch ein außerordentlicher Karlspreis an Papst Johannes Paul II verliehen wurde.

Im Anschluss daran erläuterte Olaf Müller den Gästen die Geschichte und die Idee des Karlspreisrahmenprogrammes: Vom Vorschlag des OB a.D. Jürgen Linden die Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen, bis zum heutigen Rahmenprogramm mit ca. 50 Veranstaltung die sich über 4 Wochen erstrecken. Zusätzlich berichtete er von einzelnen Veranstaltungen die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind, so z.B. die Vorführung des Films "Before Flying Back to the Earth" von Arunas Matelis und die anschließende Übergabe der gesammelten Spenden an die Kinder-Krebsstation in Vilnius.

In der Anschließenden lebhaften Diskussion stellte sich Olaf Müller den Fragen der Gäste: Es wurde nicht nur über vergangene und nicht-gewählte Preisträger, wie Michail Gorbatschow diskutiert, sondern auch über das Rahmenprogramm an sich sowie die Ausgestaltung und Wahrnehmung des Rahmenprogrammes durch Veranstalter und Besucher.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Olaf Müller und den Gästen für einen lehrreichen Abend und eine spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 04.06.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Europa hat gewählt - was kommt jetzt?"

EUROPE DIRECT Aachen lud heute Isabel Hohmann vom CIVIC Institute ein, 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Europaschule Langerwehe zu besuchen. Im Rahmen der Frage "Die Daten sind frei?" wurde dort ein Workshop zur Datenschutzgrundverordnung und dem Gesetzgebungsprozess der Europäischen Union durchgeführt.

19 05 17 Vermittlungsausschuss 300Der Workshop begann mit einer kurzen Vorstellung der für den Gesetzgebungsprozess relevanten Institutionen durch Frau Hohmann. So stellte sie insbesondere die Kommission, die Fraktionen des Europäischen Parlaments und den Europäischen Rat vor.

Im Anschluss an die Einführung wurden die Schülerinnen und Schüler zufällig auf die drei Institutionen und in ihre jeweiligen Räume verteilt. Nachdem in der ersten Phase die Schüler der Kommissions-Gruppe einen Entwurf der DSGVO erstellten, stellten sie diesen Entwurf jeweils dem Europäischen Rat und den Vertretern des Europäischen Parlaments vor. Beide berieten daraufhin intern über die, von der Kommission vorgeschlagenen Artikel und bereiteten Änderungsanträge vor. Der Workshop endete feierlich, als durch den Vermittlungsausschuss eine Einigung gefunden werden konnte.

Das Spiel hat vor allem verdeutlicht, wie schwierig und langwierig ein kompliziertes Gesetzesvorhaben wie die DSGVO ist, wenn verschiedene Institutionen und ihre Mitglieder einen tragfähigen Kompromiss finden müssen. Insbesondere durch die Unterschiedliche Gewichtung der Landesvertreter im Europäischen Rat und der Fraktionen im Europäischen Parlament wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich wie schwer es sein kann stabilen Mehrheiten für Vorschläge zu auszuhandeln.

In der abschließenden Feedback Runde konnte dann das spielerisch gelernte auf die Realität übertragen und ein gemeinsames, von allen Seiten positives, Fazit des Workshops gezogen werden.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für die gelungene Durchführung!

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen hat heute im Rahmen des Europafestes eine Fahrt zum Tag der offenen Tür der EU-Institutionen nach Brüssel durchgeführt. 56 Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Aachen nutzten ihre Chance, einen Tag lang einen Eindruck von den EU-Institutionen und dem EU-Viertel in Brüssel zu erhalten.

19 05 04 BruesselParlament 300Nach der gemeinsamen Busfahrt und dem Passieren der Sicherheitskontrollen im EU-Parlamentsgebäude hatten die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit den Mitarbeitern von EUROPE DIRECT die Möglichkeit zu einem Austausch mit Niels Fischer aus Aachen, der Referatsleiter in der EU-Parlamentsverwaltung ist. Herr Fischer konnte spannende Hintergründe aus dem Arbeitsalltag des Europäischen Parlaments erläutern und die vielen Fragen der Bürger beantworten. Vielen Dank dafür!

Anschließend stand es den Teilnehmern offen, das Europa-Viertel auf eigen Faust zu erkunden und die zahlreichen Veranstaltungen und Infostände vor und in den EU-Institutionen selbst zu besuchen. Diese informierten zum Bespiel über Praktikumsmöglichkeiten, EU-Förderungen, politische Vereinigungen und aktuelle Arbeitsbereiche der EU-Institutionen.

Im ganzen EU-Viertel wurden zudem eine Vielzahl von weiteren Attraktionen für Besucher und Besucherinnen jeden Alters angeboten. So präsentierten sich z.B. einzelne Regionen aus der EU auf kulturelle Weise mit typischem Essen, Tänzen oder einer Darstellung der landschaftlichen Höhepunkte.
Somit war für jeden etwas dabei und je nach Interesse konnten auch individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.
Wie auch in den letzten Jahren kehrten die Teilnehmer mit vielen Eindrücken und Taschen voller Informationsmaterial über die Akteure der Europäischen Union nach Aachen zurück.

19 05 09 Hallo Europa 1Heute organisierte EUROPE DIRECT für 12 Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklasse des Rhein-Maas-Gymnasiums (Aachen) einen Workshop zum Thema "Hallo Europa, Hallo Demokratie?".

Das Gymnasium ist Teil des Bündnisses "Schule ohne Rassismus". In diesem Jahr gibt es deshalb für alle Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Aktionen zu dem Oberthema Respekt. In dieses Themenfeld gehört auch die Auseinandersetzung mit Fragestellungen wie Demokratie, Grundrechte, Gleichberechtigung.
Hinsichtlich der Europäischen Union wurden Beispiele für Solidarität erarbeitet. Ein Schüler: "Solidarität meint Zusammenhalten. Sie sind so wie eine Familie oder eine Mannschaft. So machen sie Europa stark und die EU sorgt dafür, dass es keinen Krieg gibt."
 
Die Aufbereitung dieser sehr komplexen Themengebiete speziell für diese Zielgruppe durch den Museumspädagogischen Dienst empfanden sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler als sehr ansprechend. Die unterschiedlichen Sprachniveaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden durch die verschiedenen Aufgabenstellungen genauso berücksichtigt wie die persönlichen Erfahrungen der Einzelnen. .

19 05 09 Hallo Europa 2Das Gebäude mit seiner Geschichte hat ebenso beeindruckt, wie auch die offene Arbeits- und Lernatmosphäre. Es wurde sehr offen diskutiert und auch von den Schülerinnen und Schülern empfundene Ungerechtigkeiten in der deutschen Gesellschaft konnten offen angesprochen und diskutiert werden. Auch die selbst erarbeiteten Vorträge zeigen, wie intensiv die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist. Oft wurde nach neuen Wörtern gesucht, um sich differenziert ausdrücken zu können. Die Jugendlichen gewinnen an Ausdrucksvermögen, lernen ihre Gedanken zu besser verbalisieren. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für demokratische Prozesse.

Was ist Europa: das Bindeglied zwischen Karamellbonbonvorschriften, griechischer Mythologie und dem Friedensnobelpreis? Es gibt bessere Antworten - und noch mehr Fragen: Wer ist Europa? Wer gestaltet den Kontinent und die Europäische Union? Und welchen Einfluss hast Du persönlich? Bei EuropaGestalten wurden auf diese Fragen Antworten gesucht.

19 05 03 EuropaGestalten 2Der Tag bestand aus einem vielseitigen Programm: Vom Kneipequiz über Kunst und Musik bis hin zu Poetryslams rund um die europäische Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieses Angebot, speziell für junge Menschen, die sich mit dem Thema Europa auseinanderzusetzen wollten, wurde vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen in Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen organisiert.

Über 70 junge Leute kamen am Abend im Café & Bar Zuhause zusammen, lernten sich kennen und stellten sich den Fragen der Quizmaster. "An wechem Tag findet die Europawahl in den Niederlanden statt?" war eine von vielen Fragen in den vier Runden des Kneipenquiz.

Zwischen den Runden des Kneipenquiz fand eine Mischung aus Kunst und Kultur statt. Den Anfang machten zwei junge, kosovarische Musiker, die mit heimischen Instrumenten ihre Lieder zum Besten gaben und mit der "Ode an die Freude" den krönenden Abschluss spielten. In der zweiten Pause des Kneipenquiz stellte Alfred Mevissen von Art moves Europe e.V. seine ausgestellten Kunstwerke vor und erläuterte dem Publikum den Bezug seiner Kunst zu Europa.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Poetry Slammer Florian Schreiber und Paul Bank das Wort und faszienierten das Publikum mit ihren Texten über Europa. Den Abschluss machten die Partnerorganisationen, die sich und ihre Arbeit in kurzen Vorträgen vorstellten.

Am Ende der Veranstaltung hatten sich drei der 15 Gruppen im Kneipenquiz abgesetzt und gewannen Gutscheine der Café & Bar Zuhause aber auch der letzte Platz ging nicht leer aus und wurde mit einem großen Paket an Informationsmaterialien über die Europäische Union für das nächste europäische Kneipenquiz unterstützt.

Patnerorganisationen: AEGEE Aachen, JEF Aachen, Koordinationsstelle Jugendpartizipation, Hochschulradio Aachen, Studentischer Arbeitskreis für Außen- und Sicherheitspolitik, EuroPeers, Pulse of Europe Aachen, Karlpreisstiftung, Schülerinnen der Maria Montessori Gesamtschule Aachen, Boxhorn, Art Moves Europe e.V.