2018 10 11 Workshop Civic InstitutZu wissen wie die Europäische Union funktioniert, wird gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Was hat die Europäische Union mit mir zu tun? Wie und wo bestimmt die EU meinen Alltag? Welche Fragen der EU berühren mich als Jugendlichen am meisten?

Mit diesen Fragestellungen und weiteren europäischen Themen setzten sich heute, 11.10.2018, die Schülerinnen und Schüler  des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen , Klasse 13 der Fachoberschule für Gestaltung im Fach Gesellschaftslehre/Geschichte, in einem vierstündigen „Europa-Workshop“ auseinander.

Nach einem Brainstorming rund um das Thema Europa erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die wichtigsten Institutionen der EU, spezieller die gemeinsame Gesetzgebung sowie die Rolle des Europäischen Parlaments.

Anschließend diskutierten die Schülerinnen und Schüler darüber, inwieweit die EU unser Leben heute beeinflusst und welche gesellschaftspolitischen Themen für sie Priorität haben. Fragen des Binnenmarktes, des gemeinsamen Datenschutzes bis hin zur Flüchtlingspolitik kamen dabei zur Sprache.

Der Workshop diente dazu, die Europakompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Jugendlichen auf die am 26. Mai nächsten Jahres anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament vorzubereiten. Zudem wurde der Wokshop auch genutzt, um Ideen und Wissen für den Europäischen Wettbewerb, dieses Jahr mit dem Thema "Yourope - Es geht um dich!" zu sammeln.

Durchgeführt wurde der Workshop von Sandra Peters, Mitarbeiterin des Civic-Instituts. Das Civic-Institut für Internationale Bildung, mit Sitz in Düsseldorf und Wien, veranstaltet  in Zusammenarbeit mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen seit  Jahren regelmäßig am Berufskolleg für Gestaltung und Technik  Workshops zu europäischen Themen und bringt den Schülerinnen und Schüler durch innovative, kreative Unterrichtsmethoden das Thema „Europa“ anschaulich und lebendig näher.

2018 10 10 Workshop Maria Montessori 300Am heutigen Mittwoch, dem 10. Oktober 2018, haben die EuroTeachers die Maria Montessori Gesamtschule besucht. Die Schule hatte die EuroTeachers im Rahmen eines Projektkurses eingeladen.

Der Jahrgangsstufe 12 wurden verschiedene Themenbereiche angeboten. 19 Schüler interessierten sich für das Thema Europa, ausgewählt wurde das Unterthema "Culture and Identity". Nach einer kurzen Einführung zu den Institutionen und Aufgabenbereichen der EU sollten die Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit ihrer eigenen und einer europäischen Identität auseinandersetzen.   

Zuerst machten die Schülerinnen und Schüler sich Gedanken darüber mit welchen Werten, Dingen, Menschen und Aktivitäten sie sich selbst identifizieren. Danach überlegten die Workshopleiter gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern unter welchen abstrakteren Begriffen man die genannten Aspekte beschreiben könnte. Dabei ergaben sich Begriffe wie Familie, Freunde, Sprache, Religion und Selbstständigkeit.

Anschließend erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Ideen, was für sie eine europäische Kultur ausmacht. Die Ergebnisse präsentierten die Schüler und Schülerinnen anschließend vor der gesamten Gruppe. Der Workshop wurde mit einer Diskussion zum Thema "Europäische Identität" abgeschlossen. Es war anhand der begeisterten Mitarbeit der Schüler zu merken, dass sie sich wirklich für die EU interessieren.

"Wieso sollte ich wählen gehen? Macht doch nichts aus, ist nur eine Stimme :o"

Diese Frage stellte ein Schüler und zeigte damit, wieso sich die Veranstaltungsreihe 'Meine Stimme zählt' lohnen kann.

MSZ Plenum 300Mit Blick auf die Europawahlen 2019 führt die Europäische Kommission in 11 EU-Grenzregionen länderübergreifende Veranstaltungen und Bürgerdialoge durch. Damit junge Leute aus Belgien und Deutschland über die Zukunft der Europäischen Union ins Gespräch kommen und sich für die Europawahl begeistern, organisieren die EUROPE DIRECT Informationszentren von Eupen und Aachen drei Veranstaltungen, die sich gezielt an Erstwähler bei der Europawahl 2019 richten.

Die erste Veranstaltung der Reihe mit dem Titel 'Die EU heute' fand heute in Eupen statt. 110 Schüler/innen aus Belgien und Deutschland nahmen teil und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag. Neben der Europawahl befassten sich die Teilnehmer/innen mit der Frage, wie die EU ihren Alltag beeinflusst.

Nach einer Begrüßung durch die Veranstaltungsleiter Elena Schommers und Winfried Brömmel hieß Marie-Therese Duffy-Häusler von der EU-Kommission die Teilnehmenden willkommen und erklärte anhand eines Videos die Pläne der EU-Kommission. Danach referierte Judith Schilling von der EU-Kommissionsvertretung in Bonn über die Arbeitsweise der EU.

Im Anschluss daran konnten die Schüler/innen selbst aktiv werden. In mehreren Workshops lernten sie die EU näher kennen. So gab es ein Europa-Bingo und ein Institutionenpuzzle, bei dem die Gruppen spielerisch wesentliche Begriffe zu den europäischen Institutionen vermittelt bekamen. Im Workshop "Was ist wichtig in Europa?" wählten und diskutierten die Teilnehmenden drei Europa Themen, die ihnen am wichtigsten sind. Dazu gehörten Gleichberechtigung, Bildung und Angebote für die Jugend.

Anschließend wurden die Teilnehmenden mit den unterschiedlichen Fraktionen im Europäischen Parlament vertraut gemacht. Sie lasen die verschiedenen Positionen und simulierten dann die Wahl zum Europäischen Parlament.

MSZ EU Workshop 300Nach der „Europawahl“ beantwortete Judith Schilling die Fragen der Schüler/innen. Besonders interessierten sie sich für die Erweiterungspolitik der EU, ob zum Beispiel die Türkei oder Bosnien in die EU aufgenommen werden sollten. Bei den Fragen kam die Website sli.do zum Einsatz. Sli.do erlaubt den Teilnehmenden an Umfragen teilzunehmen und Fragen (anonym) einzureichen. Die Veranstaltungsreihe „Meine Stimme zählt“ verwendet diese Möglichkeit um den Schüler/innen während der Veranstaltung die Chance zu geben ihre Meinungen auszudrücken.

Die Teilnehmenden können auch nach der ersten Veranstaltung weiterhin auf sli.do Fragen stellen und ein Feedback abgeben. Die gestellten Fragen werden in der nächsten Veranstaltung am Mittwoch, den 14. November 2018 aufgegriffen. Darüber hinaus können dann die Schüler/innen an „World-Café“-Tischen ihre Meinung sagen und über Werte, die Außenpolitik und die Erweiterungspolitik uvm diskutieren. Ein Bürgerdialog mit dem Titel "Nachdenken über Europa" mit Frans Timmermans (Erster Vizepräsident der EU-Kommission), Karl-Heinz Lambertz (Präsident Ausschuss der Regionen) und Oliver Paasch (Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft) wird die zweite Veranstaltung abrunden.

18 10 09 DemokratiedefizitDem Vorwurf, undemokratisch zu sein oder ein Demokratiedefizit zu besitzen, muss sich die EU immer wieder stellen. Doch gibt es das berüchtigte Demokratiedefizit überhaupt und wenn ja, wie ist es ausgestaltet und wer ist eigentlich in der Lage, es zu beheben? Diesen Fragen widmete sich in die Reihe "Europa am Dienstag heute im Grashaus.

Winfried Brömmel, Leiter des EUROPE DIRECT Büros Aachen, begrüßte zu Beginn die 20 Anwesenden, bevor Referentin Eva Onkels, Promovendin am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, mit ihrem Vortrag begann.

Direkt zu Beginn stellte sie klar, dass sich auf die Frage, ob die EU ein Demokratiedefizit hat oder nicht, nur schwer eine zufriedenstellende Antwort finden lässt. Nach einer kurzen Einführung in die grundlegenden Aspekte von Demokratie, sowohl bezüglich der demokratischen Kriterien als auch der Probleme, die die meisten Demokratien innewohnt, widmete sich Onkels einer Reihe von klassischen Vorwürfen, die im Zuge der Diskussion immer wieder auftreten.

Schnell wurde deutlich, dass einige Kritikpunkte zwar an die EU gerichtet werden, aber ebenso auf nationale Parlamente zutreffen, wie beispielsweise der Vorwurf der Intransparenz bei Entscheidungen. Diese Intransparenz ist auf der einen Seite der hohen Komplexität von Politik geschuldet, die den Bürgerinnen und Bürgern manchmal nur schlecht vermittelt wird, andererseits dem Fakt, dass viele zwischenstaatliche Entscheidungen hinter geschlossenen Türen getroffen werden (müssen), um die eigenen Interessen zu schützen. Andere Kritikpunkte, wie etwa die Stellung des Ministerrats oder auch das Verhältnis von Kommission und Parlament sind zwar valide, werden aber häufig auf Basis von veraltetem Wissen geführt oder auch falschen Vorstellungen der Arbeitsweisen der unterschiedlichen EU-Institutionen.

Gleichzeitig seien viele Kritikpunkte von der EU selbst gar nicht zu lösen. In vielen Punkten seien vor allem die Nationalstaaten gefragt (Gesetzesinitiativrecht für das Parlament oder auch die Festlegung auf einen Standort), deren Zukunftsvorstellungen zur EU deutlich divergieren und ohne deren einstimme Zustimmung es zu keiner großen Veränderung kommen kann.

Die anschließende Diskussion mit den Zuhörern und Zuhörerinnen gestaltete sich lebhaft, aber durchweg sachlich und freundlich. Insbesondere diskutiert wurden die Rolle der Wahlen und die Frage, wie man mit Staaten umgeht, die selbst die demokratischen Kriterien nicht mehr erfüllen.


Der nächste Vortrag in der Reihe "Europa am Dienstag" wird am Dienstag, 20.11. stattfinden. Das Thema dann: Die Zwischenwahlen in den USA. Gestaltet wird der Abend von Dr. Jared Sonnicksen und Siebo Janssen, die Moderation übernimmt Jochen Leyhe.

18 10 04 Bürger Europas 1Europa in meiner Stadt!

Heute hat das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen knapp 60 Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Einhard-Gymnasiums Europa näher gebracht.

Der Rahmen war eine Veranstaltung der Bürger Europas e.V., die den Leiter von EUROPE DIRECT Aachen eingeladen hatten, über die EU, Europa im Alltag und Europa in Aachen zu berichten.

Winfried Brömmel veranschaulichte den interessierten jungen Leuten im Auditorium des Centre Charlemagne, wie die EU aufgebaut ist und was Europa mit dem alltäglichen Leben der Teilnehmenden zu tun hat.
Neu war für die Schülerinnen und Schüler (und Lehrkräfte) vor allem, dass es in Aachen vielfältige Aktivitäten gibt, die teilweise mit EU-Fördergeldern an der Integration Europa entlang der hiesigen Grenzen arbeiten. So stellte Brömmel die Euregio Maas-Rhein, den Grenzinfopunkt und die Charlemagne Grenzregion vor. Auch Interreg-Projekte, z.B. im Bereich des grenzüberschreitenden Katastrophenschutzes, wurden erläutert und mit Videoclips verdeutlicht.

EUROPE DIRECT lud die jungen Menschen ein, bei der dreiteiligen Veranstaltungsreihe 'Meine Stimme zählt!' in Eupen und Aachen mitzumachen.