18 09 27 VHS Infoabend 1Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro einen Informationsabend für 10 interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Europäischen Union, ihre Geschichte und Aufbau, die Handlungsweisen und den Einfluss auf das tägliche Leben.

Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, führte in das EUROPE DIRECT Netzwerk ein. Daraufhin wurden die geschichtlichen Anfänge der EU, die Gründe für die Zusammenarbeit sowie das schrittweise Fortschreiten der Integration erläutert.

Im Anschluss beschrieb Winfried Brömmel die Funktions- und Handlungsweisen der Europäischen Union und erklärte dabei beispielsweise den Unterschied zwischen der Europäischen Rat und dem Rat der EU und die Aufgaben der EU-Kommission.
Neben dem institutionellen Apparat der EU stellte Herr Brömmel außerdem die alltäglichen Einflussgebiete der EU im Leben der Bürgerinnen und Bürger vor. Dazu gehörten unter anderem die Freizügigkeit, der europäische Binnenmarkt und der Verbraucherschutz.

Trotz der fortgeschrittenen Zeit gab es rege Beteiligung von den Zuhörern, welche interessiert Fragen stellten und neben kritischen Anmerkungen zur EU insbesondere aktuelle Themen in die Diskussion einbrachten.

18 Bürgerinnen und Bürger lernten innerhalb von drei Tagen die Funktionsweise und die Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union kennen. Das von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen und von EUROPE DIRECT Aachen organisierte Seminar fand in Aachen und Brüssel statt.

18 09 25 EUSeminar 300Unter dem Seminartitel 'Europa 2018 - was ist und wie wird es weiter gehen?' erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union. Die ersten anderthalb Tage fanden in klassischer Seminarform im Grashaus in Aachen statt. Richard Stock, Direktor des Centre Européen Robert Schuman in Metz, zeichnete die Geschichte der Europäischen Union nach, machte eine Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Lage und schilderte Zukunftsperspektiven der EU. Den Teilnehmenden wurde sowohl theoretisches Grundwissen zu Funktionen, Strukturen und Kompetenzen der Union vermittelt, als auch die Möglichkeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit vergangenen und zukünftigen Herausforderungen der europäischen Integration geboten.

Am zweiten Tag ging es mittags für das Seminar mit dem Reisebus in das sonnige Brüssel. Ein sympathischer Reiseführer stellte sein Brüssel mit all den bekannten Sehenswürdigkeiten, wie das Atomium und dem Grand Place, vor. Den Abend hatten die Teilnehmenden zur freien Gestaltung, bevor es am dritten Tag hieß: Willkommen bei den EU-Institutionen.

EU Kommission Gebäude 300Hier hatten die Teilnehmenden in Brüssel die Gelegenheit das erlangte Wissen mit Mitarbeiter/innen der europäischen Institutionen zu diskutieren. Den Anfang machte die Europäische Kommission. Die Teilnehmenden stiegen gleich in eine lebendige Diskussion ein und fragten, wie sich die Union besser verkaufen und den Bürger besser einbinden könne. Kritisch fragten die Teilnehmenden wie das Verhältnis zwischen Lobbyisten von Unternehmen und der Zivilgesellschaft aussieht. Der Mitarbeiter der Kommission ging auf die Fragen ein und berichtete vom Transparenzregister und den Prinzipien der Kommission.

Ebenso interessant ging es im Europäischen Parlament zu. Bevor der Abgeordnete Arndt Kohn (Stolberg) seine Tätigkeit erklärte und Fragen entgegennahm, wurde die Arbeitsweise des Parlamentes und besonders die schwierige Arbeit der Dolmetscher anschaulich dargestellt. Nach dem Abgeordneten-Gespräch konnte das Seminar dann selbst Platz im Plenarsaal nehmen. Auf der Besucherterrasse konnten sie einen Blick auf die Reihen der Abgeordneten werfen und selbst der Arbeit der Dolmetscher lauschen.

Hochpolitisch ging es in der dritten und letzten Institution weiter. Dort wo sonst die Minister/innen der Europäischen Mitgliedstaaten sitzen, nahmen die Teilnehmenden des Seminares Platz und hörten einem Fachreferat zum Thema Brexit zu. Eine slowenische Mitarbeiterin, die täglich mit der Angelegenheit Brexit betraut ist, nahm sich Zeit und erklärte auf Deutsch die Geschichte, die aktuelle Situation und erwartbare Lösungen.

Nach einer Abschlussrunde unter der Leitung der Studienleiterin Corinna Radermacher von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen ging es nach spannenden Tagen wieder zurück nach Aachen. EUROPE DIRECT Aachen begleitete das Seminar und stellte kostenloses EU-Informationsmaterial zur Verfügung. Da viele Seminarteilnehmer/innen gerne über die angesprochenen Themen weiter debattieren wollen, wies EUROPE DIRECT Aachen auf die Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" hin, da es mit dieser eine Plattform für lebendige Diskussion in Aachen gibt.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte zum achten Mal eine kostenlose Exkursion zur EASA (European Aviation Safety Agency) in Köln.

18 09 05 EASADie EASA steht im Mittelpunkt der Luftverkehrspolitik der Europäischen Union. Ziel ist die Harmonisierung und Förderung gemeinsamer Sicherheits- und Umweltstandards in der Zivilluftfahrt.

Heute fuhren 27 Europainteressierte zusammen mit EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel zum Konrad-Adenauer-Ufer in Köln, wo sich seit Juni 2016 der Sitz der EASA befindet. Mit dabei waren besonders viele Studierende der Luft- und Raumfahrttechnik der RWTH und FH Aachen.

Michael Singer, von der Abteilung Triebwerkszulassung, nahm sich für die EUROPE DIRECT Gruppe Zeit und hielt einen Vortrag zu den Arbeitsverfahren und Aufgabenbereichen der EASA. Der mit einer reichen Praxiserfahrung ausgestattete Fachmann hielt einen spannenden Vortrag und beantwortete viele fachspezifische Fragen. Zudem gewährte er Einblicke in die Zukunft der zivilen Luftfahrt und behandelte Themen wie künstliche Intelligenz, Flugtaxis und 3D-Drucker.

18 09 05 EASA2Zum Abschluss zeigte er anhand kurzer Videos gängige Testverfahren der EASA, z.B. zur Notevakuierung von Flugzeugen innerhalb weniger Minuten. Die Tests dienen dazu nach dem EASA-Motto "Your safety is our mission - Ihre Sicherheit ist unser Auftrag", den EU-Bürgern die höchstmöglichste Flugsicherheit zu bieten.

An ihrem Standort in Köln beschäftigt die EASA derzeit mehr als 800 Luftfahrtexperten und Verwaltungsfachleute aus 22 Mitgliedsstaaten. Der Referent wies besonders auf Traineeships und Praktikumsplätze hin.

Nach dem Vortrag nahm sich der Referent Zeit für Fragen der Studierenden. Auf der Dachterrasse des Gebäudes konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von EUROPE DIRECT die Veranstaltung bei Kaffee und Tee und einem schönen Blick auf Dom und Rhein ausklingen lassen.

 

 

Nach der Sommerpause wird die Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" mit einem Vortrag von Dr. Ines Soldwisch, Privatdozentin am Historischen Institut der RWTH Aachen, fortgesetzt.

Europa am Dienstag Text1 300Andreas Düspohl, Leiter des Grashauses, begrüßte zu Beginn die Anwesenden, bevor sich Soldwisch den ersten Stunden des Parlaments widmete.

Soldwisch betonte das Bemühen der ersten Parlamentarier um Anerkennung und deren Wunsch nach einem eigenen Parlamentsgebäude; insbesondere wegen des Symbolcharakters eines eigenen Gebäudes. Sie zeichnete den Wettkampf zwischen den Städten Straßburg, Brüssel und Luxemburg um den Gewinn des Parlamentssitzes nach und stellte historische und aktuelle Parlamentsgebäude vor. Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Auseinandersetzung zwischen neuen und alten Abgeordneten, da sich die Abgeordnetenzahl nach der Direktwahl von 1979 mehr als verdoppelte und sich Aufgaben und Funktionen änderten. Auch heute noch ist es so, dass rund 50 Prozent der Abgeordneten nach einer Wahl erstmalig im Europaparlament sitzen.

Im Dialog mit den Zuhörerinnen und Zuhörern kam Soldwisch auch darauf zu sprechen, dass die erste Europawahl, im Gegensatz zu heute, viel Politprominenz als Kandidaten anbot, darunter Willy Brandt und Otto von Habsburg, letzterer blieb bis 1999 im Europaparlament. Auch auf die Wahrnehmung des Europäischen Parlaments und der Europawahlen kam die Historikerin zu sprechen. Sie griff den bekannten Spruch "hast du einen Opa, schick ihn nach Europa" auf, erklärte seinen Ursprung und setzte sich in diesem Zusammenhang mit dem Bild und den Rollen der Parlamentarier auseinander.

Nächste Veranstaltung: Mehr Demokratie wagen?! - Die EU und das Demokratiedefizit

Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, den 09.10.2018 statt und wird sich mit der Frage auseinandersetzen, ob die Europäische Union die Bürger ausreichend repräsentiert.

Aachen zeigt sich bunt. Am 02.09.2018 öffneten sich die Türen des Eurogress für die Kulturen der Welt.

18 09 02 TagderIntegration 1 300Während der Showeinlagen von asiatischen Löwentänzern bis hin zu spanisch-klassischem Flamenco lagen köstliche Düfte von bulgarischer bis hin zu eritreischer Küche in der Luft. Mitten drin - der Informationsstand von EUROPE DIRECT Aachen.

Am Stand informierte das Team von EUROPE DIRECT zwischen 12 und 17 Uhr über die Europäische Union im Allgemeinen und auch speziell über Themen wie Asyl, Flucht, Rechte der Bürger in der EU und Auslandsaufenthalte. Besonders beliebt: EU-Fahnen und Broschüren für Kinder.

Das Team von EUROPE DIRECT Aachen warb auch für kommende Veranstaltungen, wie beispielsweise den Vortrag über die Geschichte des EU-Parlaments am 18.09.2018 im Grashaus.