18 08 08 Maastricht 3Am 07.02.1992 unterzeichneten im niederländischen Maastricht die Außen- und Finanzminister der Europäischen Gemeinschaften den Geburtsvertrag der Europäischen Union, mit dem die Integration der europäischen Staaten auf eine neue Stufe gehoben wurde. Herzstücke dieses Vertragswerks waren die Unionsbürgerschaft, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik sowie die geplante Einführung des Euro im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion, für die der Vertrag einen genauen Zeitplan und detaillierte Regeln aufgestellt hatte, welche im Jahr 2011 aufgrund der Staatsschuldenkrise nochmals verschärft wurden.

Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine kostenlose Fahrt zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten „Statenzaal" im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg („Het Gouvernement aan de Maas").

Gemeinsam ging es vom Aachener Hauptbahnhof mit dem öffentlichen Bus Arriva 350 nach Maastricht. Zunächst erklärte Winfried Brömmel den 15 Teilnehmenden die Bedeutung des Vertrags von Maastricht.

18 08 08 Maastricht 4Danach besuchte die Gruppe das Gebäude der Provinzregierung Limburg, wo Eric Lemmens die Arbeit der Provinzregierung vorstellte. Dabei erläuterte er auch in welchen Bereichen in der Euregio länderübergreifend zusammenarbeitet. Welche große Bedeutung der Austausch und die Kooperation über Landesgrenzen hinweg für die Provinz Limburg hat, lässt sich auch daran erkennen, dass Limburg eine längere Außengrenze mit Deutschland und Belgien hat, als mit dem Rest der Niederlande. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Teilnehmer noch Fragen an Herrn Lemmens stellen.

18 08 08 Maastricht 2Nach dem Vortrag gab es eine Führung durch das Gebäude der Provinzverwaltung, welches allein schon aufgrund der modernen Architektur einen Besuch wert ist. Überall im Gebäude befinden sich zudem zeitgenössische Kunstwerke von regionalen Künstlern, zu denen während der Führung eine Hintergrundgeschichte erzählt wurde.
Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit eine kleine Ausstellung über die Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht zu besichtigen. Dort ist u.a. die Kopie des Vertrags mit seinem Gewicht von sieben Kilogramm zu sehen.
Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Plenarsaals ("Statenzaal"), in dem 1992 der Vertrag von Maastricht unterzeichnet wurde.

EUROPE DIRECT bot den 15 Teilnehmer somit die Möglichkeit ein Stück europäische Geschichte, am Ort der Unterzeichnung, nachvollziehen zu können.

18 07 17 Bierverkostung 300Eine bierige Tour durch Europa organisierte das EUROPE DIRECT Büro heute als letzte Veranstaltung vor der Sommerpause in der Reihe "Europa am Dienstag".

Im "Hopfen und Malz" in Aachen trafen sich zehn am Bier interessierte Teilnehmer und probierten Biere aus Dänemark, Spanien, Großbritannien, Deutschland, Österreich und Frankreich. Biersommelier Christian Küppers führte durch das Programm, erläuterte, wie ein Biertasting abläuft und erzählte viele interessante Fakten zu den verschiedenen Brautraditionen in Europa.

Dass es überhaupt so viele verschiedene Biersorten gibt, obwohl bis heute die meisten Biere nach deutschem Reinheitsgebot (nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe als zulässige Zutaten) gebraut werden, liegt unter anderem daran, dass allein mit diesen Zutaten unzählige verschiedene Sorten gebraut werden können. Es gibt unterschiedliche Malze, die unterschiedlich geröstet werden können, variantenreich auch der Hopfen und sogar das Wasser spielt eine große Rolle.

Je nach Land kommt es dabei auch zu unterschiedlichen Ansprüchen an das Bier. So ist Deutschland eine richtige Pilsnation, in Großbritannien sind die (roten) Ales die Vorreiter und in Tschechien – wenn es auch kein tschechisches Bier zum Probieren gab – dürfen Biere sogar ein bisschen buttrig schmecken. Vieles im Bereich der Bierbrauerei und auch des Biertrinkens selbst ist Tradition. Ob den Teilnehmern nun eher das mit Atlantikwasser gebrauchte spanische Bier oder das stark nach Hopfen schmeckende dänische IPA (India Pale Ale) gefallen hat, schlussendlich gingen alle mit viel neuem Wissen über Biertraditionen in Europa nach Hause.

Mit "Europa am Dienstag" geht es nach den Sommerferien weiter. 

18 07 05 RS Patternhof 1Foto: Peter SilbernagelJahresabschlussfahrt der Französisch-Klasse – Jahrgangsstufe 9
Auf den Spuren Europas

Europa "hautnah" zu erleben, das gelang dem Französisch-Kurs der Jahrgangsstufe 9 der Realschule Patternhof. Mit ihrer Lehrerin, der Schulleiterin Michaela Silbernagel, besuchten die Schülerinnen und Schüler zum Ende des letzten Schuljahres das Europäische Parlament in Straßburg.

Die Fahrt war eine Kooperation von EUROPE DIRECT Aachen mit dem Europaverein GPB e.V. und natürlich der Realschule Patternhof in Eschweiler. Ins Boot holten die Planerinnen Michaela Silbernagel und Annelene Adolphs die Aachener Europaabgeordnete Sabine Verheyen und ihr Team.

Zunächst war das Europaviertel der Gegenstand des Interesses. Mit dem Europarat, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und insbesondere dem Europäischen Parlament ist Straßburg Sitz von drei bedeutenden europäischen Institutionen. Allein der Gebäudekomplex des Parlaments zählt über 1.100 Büros für 750 Parlamentarier aus 28 Nationen.

Zu den Höhepunkten der Exkursion gehörte das Erleben eines atemberaubend schnellen Abstimmungsmarathons im Plenarsaal. Hunderte von Abgeordneten wechselten rasant zwischen Handabstimmungen, elektronischen und namentlichen Abstimmungen, wobei alle per Kopfhörer das Geschehen in ihrer jeweiligen Landessprache verfolgen konnten.

Die Europaabgeordnete Frau Sabine Verheyen stellte sich im Anschluss den Fragen der 15 Schülerinnen und Schüler. Sie schilderte die umfänglichen Anstrengungen in den vorbereitenden Fachkommissionssitzungen, für entsprechende Mehrheiten zu sorgen und berichtete von ihren persönlichen Bemühungen, faire Handelsbeziehungen beispielsweise zu Südafrika zu erreichen und zu sichern.

Der Französisch-Kurs zeigte sich beeindruckt von den vielen Themen, die nur auf gesamteuropäischer Ebene zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger angegangen werden können. Die Schülerinnen und Schüler erhielten auf diese Weise Einblick in die Komplexität der Zuständigkeiten einer Europäischen Union und in die Grundsätze der Subsidiarität.

Nach einer Stadtbesichtigung und einer Bootsfahrt bildete eine Schnitzeljagd "Auf den Spuren Europas" (ausgearbeitet von EUROPE DIRECT Straßburg) den Abschluss der 2-tägigen Exkursion. Spielerisch konnten mehrere Gruppen ihr Wissen über europäische Institutionen vertiefen. Die unmittelbaren Erfahrungen vor Ort eröffneten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen, bis dahin unbekannten Blick auf die politische Arbeit in und für Europa.

18 07 11 AEGEE 1Im Rahmen der AEGEE Summer University waren 18 Studierende aus ganz Europa zu Gast im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

Die AEGEE Summer University ist ein Projekt für den Dialog und kulturellen Austausch zwischen jungen Europäern. AEGEE Aachen e.V. nimmt an diesem Projekt bereits seit 1992 erfolgreich teil und hat auch dieses Jahr Studierende nach Aachen eingeladen. Über einen Zeitraum von 16 Tagen haben die Teilnehmer aus ganz Europa die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse bei einem 40 stündigen Sprachkurs zu verbessern und zusätzlich von einem kulturellen Programm in Aachen, der Euregio und der umliegenden Region zu profitieren.

Als Teil dieses Programms organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen im Europäischen Klassenzimmer einen einstündigen Vortrag über die EU und die EU-Flüchtlingspolitik für die Studierenden. Dabei erfuhren die Teilnehmer zunächst etwas über die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros in Aachen. Außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Auch aktuelle Herausforderungen für die EU, wie eine alternde Bevölkerung oder die schwindende Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, wurden in dem Vortrag angesprochen.

18 07 11 AEGEE 3Eva Onkels vom EUROPE DIRECT Team informierte die Studierenden schließlich über die Flüchtlingspolitik der EU. Dabei ging sie besonders auf die weltweiten Auswirkungen der Flüchtlingskrise ein. Außerdem gab sie einen Überblick über die verschiedenen Ansichten der EU-Mitgliedstaaten im Hinblick auf Verteilungsquoten und über bisherige Maßnahmen der EU wie den EU-Türkei-Pakt. Die Teilnehmer brachen ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten aus den jeweiligen Länderperspektiven ein.

Im Anschluss an den Vortrag von EUROPE DIRECT nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers zum Thema "Migration und Grenzen in Europa" teil. Innerhalb von zwei Stunden erarbeiteten sie in den Räumen des Grashauses Informationen zu den Grenzen Europas, der Asyl- und Migrationspolitik der EU und der Entwicklungshilfe der EU. Unter anderem recherchierten sie dazu im Urkundensaal des Grashauses.

Um den Studierenden auch über diese Workshops hinaus Informationen mitzugeben, steuerte das EUROPE DIRECT Büro Aachen passende Infomaterialien bei.

18 06 28 KKG Workshop 1Intensiver Workshop zu Migration, Flucht und EU-Politik

Der Erdkunde Leistungskurs Q1 des Kaiser-Karls-Gymnasiums besuchte heute auf Einladung des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen den Workshop "Migration und Grenzen in Europa" im Grashaus. Dieser außerschulische Lernort ist als Station "Europa" Teil der Route Charlemagne.

Inhaltlich hatte sich der Kurs bereits im Unterricht seit mehreren Wochen mit dem Thema Migration auseinandergesetzt. Dabei wurde Europa als Ausgangspunkt von Migration in der Geschichte und als Ziel von Migration in der Gegenwart gegenübergestellt. Vergleichend setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der deutschen, der australischen und der kanadischen Einwanderungspolitik auseinander.

18 06 28 KKG Workshop 2Der Workshop "Migration und Grenzen in Europa" eröffnete den 21 Schülerinnen und Schülern und 2 Begleitern nun die Möglichkeit wichtige Aspekte zu vertiefen und Gelerntes in einem neuen Kontext zu betrachten. So lernten einige beispielsweise anhand der Schilderung eines Flüchtlings aus Afghanistan die Hürden und Risiken der Flüchtlingsroute über den Balkan bis nach Deutschland kennen. Andere Schüler erarbeiteten die Rolle von Frontex beim Schutz der europäischen Außengrenzen oder verglichen anhand von internationalen Pässen die verschiedenen Reisebedingungen. Methodisch bot der Workshop eine Vielzahl an Möglichkeiten wie z.B. die Arbeit mit Originaltexten im sogenannten Urkundensaal, die Erstellung von eigenen Videos, das Kartieren von Fluchtrouten, das Zeichnen von Symbolen zum Thema und vieles mehr. Anregend war die Atmosphäre auch bereits bei Betreten des Treppenhauses, wo beim Besucher durch die Zeichnungen eines Berliner Künstlers an der Wand mehrdeutige Assoziationen zum Thema Europa geweckt werden.

Frau Haake, die begleitende Lehrerin, stellt abschließend fest: "Der Workshop ermöglicht inhaltlich eine sehr tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Thema "Migration". Methodisch bietet er vielfältige Herangehensweisen und aufgrund der Fülle an Arbeitsmaterialien stellt er ein sehr motivierendes Lernangebot dar."