18 05 16 AEGEE 1 300Was ist die Europäische Union? Wer macht was in Brüssel und Straßburg? Und was hat EUROPE DIRECT eigentlich damit zu tun? Diese und viele weitere Fragen wurden beim Infoabend für Mitglieder der Studierendenvereinigung AEGEE beantwortet.

Rund 20 junge Studierende aus Aachen und Umgebung lauschten einer spannenden Präsentation über die Organisation, Aufgaben und Arbeit der verschiedenen Institutionen Europas. Dabei gab es sowohl einen Überblick über die historische Entstehung der EU, als auch einen Einblick in die zentralen Entscheidungskompetenzen Europäischer Institutionen. Für viele der anwesenden wurden dadurch Vorurteile über die Arbeit der EU und deren Entscheidungskompetenzen aufgehoben.

18 05 16 AEGEE 2 300Natürlich durfte an diesem Abend auch die Vorstellung von EUROPE DIRECT und der Europaarbeit der Stadt Aachen und Euregio Maas-Rhein nicht zu kurz kommen. So wurde für die Studierenden ein weiterer Einblick geboten, wie Europa auch im Kleinen gut funktionieren kann.

18 05 09 Karlspreisfest 2EUROPE DIRECT beteiligt sich mit einem Stand mit Infomaterial, Europaquiz und Kinder-Malecke am Karlspreisfest

In diesem Jahr wurde die Verleihung des Karlspreises wieder mit einem großen Fest auf dem Katschhof gefeiert. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wurde am Himmelfahrtstag mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.

Das Karlspreisfest fand wieder am Vorabend und am Tag der Verleihung statt. EUROPE DIRECT war mit seinem Informationsstand im großen Zelt an beiden Tagen vertreten und durch die Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten kaum zu verfehlen. Angeboten wurden fast 60 verschiedene Informationsmaterialien zu unterschiedlichen Themenfeldern, wie den EU-Institutionen, Währung, Umwelt- und Grenzschutz, aber auch Ratgebern zu Verbraucherfragen, die natürlich kostenlos von den Bürgerinnen und Bürgern mitgenommen werden konnten.

Am Donnerstag versammelten sich bereits um 11.00  die Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz, um die Übertragung des Festaktes im Krönungssaal des Rathauses auf einer Video-Großleinwand zu verfolgen. Anschließend folgte auf dem Katschhof ein buntes Kulturprogramm aus Tanz, Musik und Diskussionen, welches bis in den Abend hinein dauerte.

18 05 09 Karlspreisfest 3Wie sehr die Aachener Bevölkerung die europäische Idee angenommen hat zeigte sich nicht nur durch die Begeisterung für den diesjährigen Preisträger, sondern auch durch den großen Andrang am EUROPE DIRECT Stand. Dort konnten Fragen gestellt und Diskussionen zu Europa geführt werden.

Beim EUROPE DIRECT Infostand gab es u.a. ein großes Interesse an Informationen zu Auslandsaufenthalten und -praktika. Die Broschüren und Hefte richteten sich jedoch nicht nur an Erwachsene. Auch die Angebote für Kinder, darunter spannende Hefte wie "Europa kinderleicht", "Sophie und Paul entdecken Europa" und diverse Malbücher, waren sehr begehrt.
Das EUROPE DIRECT Team tauschte sich auch mit einigen Lehrern aus, die großes Interesse an den vielseitigen Unterrichtsmaterialien zeigten, welche in Grundschulen und weiterführenden Schulen Verwendung finden können.

Neben der Vielzahl an Informationsmaterialien gab es am Stand noch ein Europa-Quiz, um das eigene Wissen zu testen und eine Kinder-Malecke, in der sich die jüngsten Europäerinnen und Europäer kreativ austoben konnten.

18 05 09 RM Workshop Kultur 300Aachen befindet sich nicht nur im Herzen Europas, das Rhein-Maas-Gymnasium ist zugleich Europaschule und möchte dazu beitragen den europäischen Gedanken zu leben.

Am Europatag 2018 war, organisiert durch EUROPE DIRECT Aachen, Frau Dr. Frensch dort zu Gast, um zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5b verschiedenen Kulturepochen Europas kennenzulernen. Mit einer speziellen Zeitkette hat die Klasse eine historische Orientierung in Europa erlebt. Die Schülerinnen und Schüler haben unter Anleitung ihr Wissen zusammengetragen und dieses in den historischen Kontext der Kette eingeordnet. Im Verlauf der Arbeitsphasen wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass die Bilder auf den Rückseiten der Euroscheine für verschiedene Kulturepochen stehen. Das Wissen wurde anschließend durch Vorträge der Teilnehmenden zu den einzelnen Epochen vertieft.

Nachdem sich die Schüler das theoretische Grundwissen zu den europäischen Kulturepochen angeeignet hatten, war es an der Zeit, die Zeugen der Epochen in der Aachener Altstadt zu suchen. Bei bestem Wetter untersuchten sie die historischen Bauwerke und fanden viele Hinweise auf unterschiedliche Kulturepochen.

18 05 09 GaW 300Am 9.5.2018 feierte das Wirteltor-Gymnasium Düren den diesjährigen Europatag. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 erfuhren an diesem Tag viel Neues zu den Institutionen der Europäischen Union. Es wurden organisiert von EUROPE DIRECT deutsch- und englischsprachige Workshops angeboten und Planspiele durchgeführt.

Wie entstehen Gesetze, die für die ganze EU Gültigkeit haben? Die Antwort auf diese Frage erhielten die 25 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Differenzierungskurses im Rahmen des Planspiels „Destination Europe“, das von Frau Sandra Peters vom Institut für internationale Bildung (CIVIC) in fünf Schulstunden durchgeführt wurde. Den Kontakt zu dieser Einrichtung sowie die Finanzierung des Projekts wurde durch EUROPE DIRECT ermöglicht.

Jeder Teilnehmer des Planspiels übernahm eine Rolle, d.h. er musste ein Land im Europaparlament vertreten oder gar dessen Vorsitz übernehmen. Es ging darum, Gesetze zur Flüchtlingspolitik zu verabschieden. Dabei war es wichtig, sich mit den individuellen Gegebenheiten und Interessen der einzelnen Nationen auseinanderzusetzten und sich mit deren Sichtweisen zu identifizieren. Das fiel nicht allen Schülerinnen und Schülern leicht, denn die Positionen die sie vertreten mussten, stimmten oft nicht mit ihrer persönlichen Überzeugung überein. Dennoch ermöglichte der erforderliche Perspektivwechsel viele neue Einblicke. Wie stehen die einzelnen Länder zur Verteilung der Flüchtlinge innerhalb Europas, zum Familiennachzug, zur Abschiebung, zur Identifizierung der Eingereisten mit Hilfe von Fingerabdrücken?

Wie aufwändig und langwierig die Verabschiedung von europäischen Gesetzten sein kann, erfuhren die Teilnehmer des Planspiels am eigenen Leibe. Sie mussten die Gesetzesvorschläge der Kommission im Parlament erörtern und ihren Text dem Rat vorlegen, der die Wünsche in „erster Lesung“ nicht billigte und seinerseits einen „gemeinsamen Standpunkt“ erarbeitete, um diesen zur „zweiten Lesung“ erneut dem Parlament vorzulegen. Dass es letztendlich zu keiner Gesetzesänderung kam, spiegelt die Realität wieder, denn auch hier dauert ein solcher Prozess oft Jahre.

Vielen Schülerinnen und Schüler, die am Planspiel „Destination Europe“ teilgenommen haben, machte dieses Erleben europäischer Politik Spaß und ermöglichte ihnen einen Zugang zu den komplexen Mechanismen der EU.

18 05 07 Digitalisierung 1Wie gestaltet Europa die Digitalisierung in Zeiten, in denen der digitale Wandel zur Herausforderung für unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften wird? Wird sie zur Chance oder zum Wagnis?

Unter dem Titel "Europa und Digitalisierung - Chance oder Wagnis?" wurden diese Fragen heute vor gut 300 Gästen im digitalHUB Aachen @Digital Church (Jülicher Straße 72a in Aachen) thematisiert.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart (MdL und Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) sowie Prof. Dr. Gunter Dueck (Freier Schriftsteller, Philosoph, Business Angel und Speaker) leiteten mit Impulsvorträgen in das Thema ein.

Gunter Dueck hielt ein Plädoyer für die Digitalisierung und erklärte den seiner Meinung nach vorherrschenden Grund für die lahmende Entwicklung in Deutschland: Digitale Neuerungen würden von Deutschen zunächst belächelt. Würde es dann ernst und Innovationen entpuppten sich als solide Geschäftsmodelle, reagieren viele Deutsche mit Angst vor der Neuerung.

18 05 07 Digitalisierung 2NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart stellte in seinem Vortrag die Frage, wie NRW es schaffen könne, digitaler Vorreiter zu werden. Auf dem Weg dorthin gelte es zunächst, Grundlagen vorzubereiten, so z.B. Breitbandausbau oder Mobilfunknetze.

An der darauffolgenden Diskussion beteiligten sich zudem Moderator Dr. Oliver Grün (Vorstandsvorsitzender digitalHUB Aachen e.V., Präsident der European DIGITAL SME Alliance) und die Gesprächspargtner Andera Gadeib (Vorständin des Bundesverband IT-Mittelstand), Michael F. Bayer (Vorstand des digitalHUB Aachen e.V., Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen) und Prof. Dr. Malte Brettel (Vorstand des digitalHUB Aachen e.V, Prorektor der RWTH Aachen).

Diskutiert wurden u.a. einige Thesen Emmanuel Macrons: Wie kann Europa zur Zugspitze der digitalen Innovation werden? Wie können wir die nötigen Talente dafür gewinnen?
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Die Lösung dafür kann nur europäisch sein.