18 04 24 Europakonzeptionen1 300Wie soll die Zukunft für Europa aussehen? Brauchen wir ein Europa der Regionen, das Projekt 'Kerneuropa' oder gar die Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der USA? Um diese und andere Fragen drehte sich die von Jochen Leyhe moderierte Diskussionsrunde zwischen Historiker und Politologe Siebo Janssen und den über 40 anwesenden Europa-Interessierten in der, von EUROPE DIRECT organisierten, Reihe 'Europa am Dienstag'.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Andreas Düspohl, Leiter des Grashauses und Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, begann Siebo Jansen mit einer kurzen und pointierten Einführung in die verschiedenen Europakonzeptionen. Dabei ging es vor allem um die großen Entwürfe und Zukunftsmodelle, aber auch um die vielen dafür nötigen kleineren Schritte, die zu gehen sind.

18 04 24 Europakonzeptionen2 300Im Anschluss öffnete Jochen Leyhe die Diskussion für das Publikum. Dabei ging vor allem um die im Rahmen der Karlspreisverleihung oft thematisierte "Initiative für Europa" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Diese und viele weitere Ideen wurden von den Teilnehmenden kontrovers und engagiert diskutiert. Aufgrund der vielen Wortbeiträge aus dem Publikum und der sympathischen Moderation durch das Duo Leyhe/Janssen erlebten alle Anwesenden einen spannenden und kurzweiligen Abend im Grashaus.

Umweltverschmutzung 300Über die Mitverantwortung der EU an der Lösung der drängensten Probleme des Klimaschutzes sprach Prof. Dr. Christoph Schneider von der Humboldt-Universität Berlin heute vor rund 300 Studierenden im C.A.R.L. Hörsaalzentrum der RWTH.

Unter dem Titel "Planet Earth First" ging der Klimaexperte der Frage nach, wie die UN-Klimaziele mit unseren Lebens- und Wirtschaftsweisen in Einklang gebracht werden können.

Ein stabiles Weltklima zähle den Eigenschaften der Erde, die für die menschliche Zivilisation unabdingar seien, so Schneider. Die wichtigste Aufgabe des 21. Jahrhunderts sei es deshalb Wege zu finden um unsere moderne Lebens- und Wirtschaftsweise mit den globalen Grenzen der geoökologischen Entwicklung in Einklang zu bringen. Dazu seien die Nachhaltigkeitsziele der UNO ein guter Anfang, der einen vernünftigen Rahmen für die Entwicklung weiterer Ziele bildet.

Doch Ziele allein reichten nicht aus, so Schneider. Besonders in der Umsetzung der Ziele und der Anpassung der Lebensweisen spiele die EU eine entscheidende Rolle. Nur durch die gemeinsame Anstrengungen der gesamten Europäischen Gemeinschaft sei eine entsprechende Entwicklung zu gewährleisten.

SAM 3648 300Im Rahmen der diesjährigen Karlspreisverleihung lud das Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen zu seiner traditionellen Podiumsdiskussion ein. Dabei wurden, bereits im dritten Jahr in Folge, Themen und Probleme rund um die Europäische Union diskutiert. In diesem Jahr waren die Initiatoren von 'Pulse of Europe Aachen' und EUROPE DIRECT zu Gast.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch eine Einführung von Herrn Zimmermann, der - als Schulleiter - verschiedene Symptome des "fiebrigen Patienten EU" aufzeichnete. Auch Herr Pilgram vom Karlspreisdirektorium griff diese Analogie auf. Dabei stellte er besonders die Erfolge von Bewegungen, wie 'Pulse of Europe', hervor, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den 'Patienten Europa' zu behandeln. Im Anschluss daran nutzten die Initiatoren von 'Pulse of Europe' die Gelegenheit um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Hierbei wurde insbesondere auf die überraschend schnelle und positive Entwicklung der Bewegung eingegangen, die vor allem vielen engagierten jungen Pro-Europäerinnen und Pro-Europäern zu verdanken ist.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion hatten dann die Schülerinnen und Schüler des GSG die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen. Dabei ging es vor allem um Möglichkeiten noch mehr junge Menschen für die EU und die Kundgebungen von 'Pulse of Europe' begeistern zu können. Gerade in Zeiten, in denen EU-Kritiker und Nationalisten wieder Wahlen und Referenden gewinnen, sei es umso wichtiger, dass sich junge Leute verstärkt für eine europäische Zukunft einsetzten, so die Veranstalter.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten dann alle Schülerinnen und Schüler an einer kleinen Kundgebung auf dem Schulhof teilnehmen. Dabei hatten auch sie die Gelegenheit einige Gedanken pro Europa am offenen Mikrofon zu äußern. Ihre Wünsche für die Zukunft in der EU konnten die Schülerinnen und Schüler auch auf Postkarten formulieren, die - beim abschließenden Singen der Europahymne - an Heliumballons in die Ferne geschickt wurden.

Die nächste Kundgebung von 'Pulse of Europe Aachen' findet am Sonntag, den 05. Mai um 14 Uhr auf dem Katschhof statt.

18 04 18 Europa gestalten 1Europa gestalten! - Wie soll deine Zukunft in Europa aussehen?

Workshops und eine Party, ein Angebot, speziell für junge Menschen, sich mit dem Thema Europa auseinanderzusetzten. In Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen, die Veranstaltung 'Europa gestalten - Wie soll Dein Europa in Zukunft aussehen?'. Der Tag bestand aus einem vielseitigen Programm bei dem die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv zur Mitarbeit aufgerufen wurden.

Die Veranstaltung begann am Nachmittag mit zwei Workshops. Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ersten Workshop sich zum Thema 'Demokratie und Verantwortung in Europa' im Grashaus austobten, bot der zweite Workshop im 'Centre Charlemagne' die Möglichkeit sich mit der Frage 'Was verbindet mich mit Europa' kreativ auseinanderzusetzen.

18 04 18 Europa gestalten 2Am Abend bot dann das 'KingzCorner' die Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen der anderen Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer. In lockerer Atmosphäre konnten dabei rund 40 junge Engagierte in verschiedenen Interviewrunden mit den unterschiedlichen Europa-Organisationen in Kontakt kommen und viele interessante Aspekte ihrer jeweiligen Arbeit erfahren. Dadurch wurde ein umfassender und vielfältiger Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten sich in Aachen pro-europäisch zu engagieren aufgezeigt.Viel Spaß bereite den Gästen vor allem auch das, von der JEF (Junge Europäische Förderalisten) organisierte, Pub-Quiz. Hierbei konnte jeder nochmal sein Wissen über die Europäische Union und die verschiedenen Fassetten ihrer Ausgestaltung aus den grauen Zellen hervorkramen.

Zum Abschluss des Abends hatten alle Gäste die Gelegenheit sich bei kalten Getränken, warmem Essen sowie guter Musik noch weiter auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

IMG 0224 300Heute organisierte EUROPE DIRECT FÜR 25  Schülerinnen und Schüler Klasse 10c der Maria Montessori Gesamtschule (Aachen) in Begleitung von zwei Lehrerinnen einen Workshop zum Thema "Demokratie und Verantwortung - was heißt das für die heutige Gesellschaft".

Die Schülerinnen und Schüler gingen vordergründig der Frage nach wie Demokratie sich auf Europa und ihr Leben auswirkt und wie man als Bürgerin und Bürger einen demokratischen Einfluss auf das Handeln von Konzernen nehmen kann. Zum Einstieg sollten die Schülerin und Schüler das Treppenhaus des Grashaus näher betrachten. Dieser Gebäudeteil wurde durch einen Künstler mit Bildern rund um Europa gestaltet. Die jungen Menschen konnten viele der gemalten Symbole und Bilder zuordnen sowie mit Europa und Demokratie in Verbindung setzen.

Danach ging es in die Arbeitsphase in der die Klasse gefordert war, selbständig Aspekte von Demokratie und
Europa zu erarbeiten und diese in der Gruppe zu präsentieren. Das Spektrum der zu bearbeitenden Themen war sehr weiterreichend: So sollte zum Beispiel eine fiktive kommunale Bürgerinitiative gegründet werden, die den Schutz einer bedrohten Tierart verfolgt. Eine seltne Hamsterart würde durch den Bau eines Schwimmbads bedroht. Eine andere Schülergruppe sollte die wirtschaftlichen Interessen vertreten, die dann vor allem auf die möglichen Einnahmen durch das Schwimmbad hinwiesen. Ebenso wurde auch erarbeitet, wie Wahlen funktionieren und welche Unterschiede es in Europa gibt.

In der Abschlussdiskussion wurde gemeinsam überlegt, wie Einfluss auf große Konzerne genommen werden kann. Hier wurde vor allem deutlich, dass durch das Bewusstsein für nachhaltige Produktion sowohl Umwelt, als auch Menschen profitieren. Hieraus schlossen die Teilnehmenden man solle bereits beim Einkauf berücksichtigen, woher die Produkte stammen und unter welchen Umständen sie produziert worden sind. Intensiv wurde es als die Schülerinnen und Schüler diskutierten, auf welche Menschenrechte man am ehesten verzichten könne. Nach einiger Diskussion konnte man sich aber nicht darauf einigen, dass bestimmte Rechte weniger wichtiger waren als andere. Letztendlich könne eine demokratische Gesellschaft nur dann funktionieren, wenn alle Rechte gleichermaßen berücksichtigt werden.