EU Flagge 2 300Der Brexit steht vor der Tür, der Nationalismus ist im Vormarsch, die EU steckt tief in der Krise. Die BürgerInnen stehen nicht im Zentrum der Europäischen Demokratie, wird immer wieder als Begründung herangeführt. Könnten europäische Vereine ein Ausweg sein? Das Berliner European Democracy Lab und We are Europe aus Düsseldorf laden am 12.02.2019, um 18 Uhr ins Aachener „Forum M“ zur Diskussion.

Los geht es um 18 Uhr mit dem Startschuss für die Kampagne „Yes, we are a European Association – YEA!“, die We are Europe entwickelt hat. Anschließend findet um 19 Uhr, im Rahmen der Dialogreihe “Europa ja, aber wie?”, ein vom European Democracy Lab moderiertes Gespräch mit Expertinnen und Experten unter dem Titel “Europäische Vereine - Türöffner für die europäische Zivilgesellschaft?” statt.

Bis heute existieren Vereine, rechtlich gesehen, nur in ihrem Sitzland. Der europäische Verein aber wäre, wie die europäische Aktiengesellschaft, EU-weit anerkannt. Im Zentrum der Diskussion steht also die Frage: Würden Vereine die Form des europäischen Vereins, würde die EU sie anbieten, nutzen? Und könnte sie dazu beitragen, das Zusammengehörigkeitsgefühl der EuropäerInnen zu stärken, quasi als „Türöffner“ für eine europäische Zivilgesellschaft? Dass das Thema gerade für eine Grenzregion wie Aachen von Bedeutung ist, liegt auf der Hand.

Über das European Democracy Lab e.V.:
Das European Democracy Lab ist ein Think Tank, der sich der Entwicklung innovativer
Ideen für Europa widmet. Wir fördern das europäische Gemeinwohl jenseits des
Nationalstaats. Die Entwicklung eines transnationalen Paradigmas und die Erforschung
alternativer Konzepte für die politische Ordnung Europas sind dabei das Hauptanliegen des
Labs. Wir verbinden Forschung, Aktivismus und Kultur.

Über We are Europe! e.V.:
We are Europe ist eine 2012 in Düsseldorf gegründete Nichtregierungsorganisation. Ihr
Ziel ist die transnational-europäische Demokratie, d.h. eine EU, in der sich alle
Unionsbürgerinnen und -bürger auf europäischer Ebene, losgelöst von den
Beschränkungen ihres jeweiligen Heimatlandes, frei organisieren, zusammenschließen
und engagieren können.

Antonio Guterres 300Der neue Karlspreisträger steht fest: UN-Generalsekretär António Guterres.
Die überraschende Entscheidung des Karlspreisgremiums wurde am Dienstag, 29. Januar, von Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Jürgen Linden, Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, bekannt gegeben.

"Alles, wonach wir als menschliche Gemeinschaft streben – Würde, Hoffnung, Fortschritt und Wohlstand -, ist abhängig vom Frieden. Aber der Frieden ist abhängig von uns", diesen Satz sagte Guterres zu Beginn seiner Amtszeit am 01. Januar 2017. Den Wahrheitsgehalt dieses Satzes kann man unter anderem auch am großen Friedensprojekt "Europäische Union" erkennen.

Die Werte, die Guterres als UN-Generalsekretär vertritt, sind in vielen Fällen kongruent zu denen der Europäischen Union: Pluralismus, Toleranz und Dialog, grenzüberschreitende Kooperation und insbesondere Frieden, Freiheit und Demokratie.

Doch der Karlspreis kann in diesem Jahr auch als Mahnung betrachtet werden, als Mahnung daran, dass Europa ebenso von den großen globalen Herausforderungen betroffen ist wie alle anderen Staaten auch und sich nicht zurückhalten kann und darf. Die Globalisierung macht nicht vor Europa halt und "spätestens die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass Politik in Europa nicht mehr losgelöst von Konflikten und Kriegen im Mittleren Osten ist", wie ist in der Begründung des Direktoriums heißt. In seiner Zeit als UN-Generalsekretär hat sich Guterres besonders in Fragen der Flüchtlings- und Migrationspolitik stark gemacht, aber auch sein Plädoyer zum Klimawandel, welches er bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz hielt, machte weltweit Eindruck.

Der Karlspreis setzt in diesem Jahr ein Zeichen, das weit über die Grenzen Europas hinauswirken soll: "Die Wahl des Europäers Guterres zum UN-Generalsekretär soll auch als ein Bekenntnis der Weltgemeinschaft gelten, sich stärker noch als bisher der großen Aufgabe zu stellen, den Menschen auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Hunger und Elend eine Perspektive zu geben, gleichzeitig die Fluchtursachen in den Herkunftsländern wirksam zu bekämpfen und die weltweite Migration insgesamt zu steuern."

Als Nachfolger von Ban Ki-Moon ist António Guterres seit 2017 UN-Generalsekretär. In der Politik ist Guterres kein Unbekannter: von 1981 bis 1983 war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und beschäftigte sich dort intensiv mit Fragen der Migrations- und Flüchtlingspolitik. 1995 wurde er Ministerpräsident in Portugal und führte dort erfolgreich eine stabile Minderheitenregierung. 2001 trat er als Reaktion auf die Kommunalwahlen in Portugal von seinem Amt als Ministerpräsident zurück. 2005 ernannte ihn der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Guterres ist nach über 30 Jahren der erste Europäer, der der UN vorsitzt.

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Die Ausschreibung für den Europäischen Karlspreis für die Jugend 2019 ist verlängert. Erneut sind 15.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

2019 Jugendkarlspreis 300Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen wird auch im kommenden Jahr wieder der Europäische Jugendkarlspreis vergeben. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Karlspreisstiftung bereits zum zwölften Mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Wer kann sich bewerben?

Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder Personengruppen Projekte vorzustellen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation von Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Geldpreise in Höhe von 15.000 Euro

Aus den eingereichten Projekten werden im März 2019 in einem ersten Schritt in allen EUMitgliedstaaten
nationale Gewinner gewählt. Aus diesen Projekten wählt später eine europäische Jury den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und Drittplatzierten, die mit Geldpreisen in Höhe von insgesamt 15.000 € prämiert werden. Dem Hauptgewinner winken 7.500 €, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 5.000 € beziehungsweise 2.500 €.

Zur Preisverleihung am 28. Mai 2019 in Aachen sind Vertreter aller nationalen
Gewinnerprojekte eingeladen. Im Rahmen ihres viertägigen Aufenthaltes in der Kaiserstadt
werden die Jugendlichen unter anderem auch an der Verleihung des traditionsreichen
Internationalen Karlspreises am Christi Himmelfahrtstag teilnehmen. Zudem erwartet die drei
Hauptgewinner ein Besuch im Europäischen Parlament.

Hintergrund

Der Jugendkarlspreis geht auf eine gemeinsame Initiative des früheren Präsidenten des
Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering, und des damaligen Vorsitzenden der Karlspreisstiftung, André Leysen, zurück. In den vergangenen Jahren wurden über 3.000 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Europa, an denen mehrere Zehntausend Jugendliche beteiligt waren, für die Auszeichnung eingereicht.
Bewerbungen zum Jugendkarlspreis können ab sofort online eingereicht werden.

Einsendeschluss

Die notwendigen Formulare, Teilnahmeregeln und weitere Informationen sind im Internet unter
www.charlemagneyouthprize.eu verfügbar. Einsendeschluss ist der 18. Februar 2019.

 

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Launch of the 2019 European Charlemagne Youth Prize Competition

2019 Jugendkarlspreis 300The competition for next year’s European Charlemagne Youth Prize has been launched on
Thursday, 11 October. The prize is awarded to young people who have developed projects to foster understanding between people from different European countries. The deadline for submissions is 18 February 2019.

The Charlemagne Youth Prize is organised jointly by the European Parliament and the Foundation of the International Charlemagne Prize of Aachen and awarded each year for projects run by people aged between 16 and 30.

The winning projects should
- promote European and international understanding,
- foster the development of a shared sense of European identity and integration,
- serve as a role model for young people living in Europe and offer practical examples of
Europeans living together as one community.

Past winners include youth events, youth exchanges and online projects with a European
dimension.

Prize money of €15,000

The three winning projects (chosen from the 28 projects nominated by national juries in the
individual EU member states) will be awarded €7,500, €5,000, and €2,500 respectively. Their
representatives will be invited to visit the European Parliament in Brussels or Strasbourg in
autumn.

Representatives of the 28 national winning projects will be invited to the Charlemagne Youth Prize award ceremony and the International Charlemagne Prize of Aachen award ceremony two days later during a four-day trip to Aachen in May 2019.

Logo On y va 300Sie planen ein gemeinnütziges, transnationales Austauschprojekt? Sie beabsichtigen eine Zusammenarbeit mit einem Team, bestehend aus drei Partnern (Deutschland, Frankreich und einem weiteren EU-Land)? Sie können die Kosten Ihres Projekts abschätzen, sind aber noch auf der Suche nach einer Fördermöglichkeit?

Dann ist der Ideenwettbewerb "On y va" genau das Richtige für Sie.

Erneut gibt es die Möglichkeit, im Rahmen des Ideenwettbewerbs „On y va – auf geht’s – let’s go!", organisiert von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutsch-Französischen Institut, eine Förderung in Höhe von 5.000€ zu erhalten.
Gesucht werden Teams bestehend aus drei Partnern – einem deutschen, einem französischen und einem aus einem dritten EU-Mitgliedsstaat, die gemeinsam ein gemeinnütziges Austauschprojekt organisieren. Bewerbungsschluss ist der 13. März 2019.
 

Workshop zur Europäischen Kulturstraße für Karl den Großen

Die Europa-Union Aachen und die KreaScientia gGmbH möchten von Aachen ausgehend einen neuen Blick auf das kulturelle Erbe Europas und das Weltkulturerbe (Aachener Dom) werfen und nach dem Potential für die Herausforderungen der modernen Gesellschaft fragen.

Die Veranstaltung beginnt am 23. Februar 2019 um 11 Uhr mit einer Domführung und wird anschließend im „Europäischen Klassenzimmer“ (Grashaus, Fischmarkt 3) fortgesetzt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerplätze wird um eine Anmeldung per E-Mail bis zum 14.02.2019 an Tobias Schneider (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gebeten.

In Aachen wird dem kulturellen Erbe von Karl dem Großen für die Stadtentwicklung und für Europa viel Bedeutung beigemessen. Jedoch fehlt eine ausgearbeitete Darstellung, worin diese große Bedeutung liegt und wie dieses Erbe konkret für die Zukunftsgestaltung der Stadt und der Europäischen Union genutzt werden kann.

Das Anliegen wird in den Kontext der Bewegung „Europa eine Seele geben“ gestellt. Die regionale Veranstaltung unter der Leitfrage „Wie können wir Ressourcen der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft nutzen?“ ist der Startpunkt für das 3-Jahres-Programm zur lokalen und europäischen Gestaltung der Kulturstraße Via Charlemagne.