Anlaufstelle für Bürger und Kollegen - direkt auf der deutsch-niederländischen Grenze

Im Eurode-Business-Center (EBC) wurde vor acht Jahren eine deutsch-niederländische Polizeiwache mit eigenem Bürgerbüro eingerichtet. Dieses ist montags und mittwochs von 11 bis 13 Uhr, dienstags und und freitags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

Der gemeinschaftliche Dienst deutscher und niederländischer Polizisten fördert die grenzübergreifende Zusammenarbeit und dient als Ansprechpartner für Bürger beider Nationen.

Das 2001 eingeweihte EBC war das erste auf einer Staatsgrenze liegende Dienstleistungszentrum in Europa und wurde daher von der EU im Rahmen des Förderprogrammes INTERREG finanziell unterstützt. Partner des Projektes sind die beiden Städte Kerkrade und Herzogenrath sowie die beiden regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften AGIT (für den IHK-Bezirk bzw. die Regio Aachen) sowie die limburgische Wirtschaftsförderungsgesellschaft LIOF.

Banner_EuregioEuregio Maas-Rhein wird umgebaut

Gerade rechtzeitig vor dem Wechsel des Vorsitzes in der Euregio Maas-Rhein (EMR), haben die Vorstandsmitglieder der Euregio Maas-Rhein die Strukturreform der Organisation zugestimmt. Ab Januar 2010 wird der Gouverneur der Provinz Belgisch-Limburg Herman Reynders der neue Vorsitzender der Euregio Maas-Rhein.

Vor zwei Jahren beschlossen die fünf Partnerregionen, die Zusammenarbeit in 7 wichtigen Themenbereichen zu vertiefen und zu beschleunigen. "Bewegung in diesen Prozess bringen" lautet der Auftrag, den EMR-Direktor Hans Niessen in diesem Zusammenhang bekommen hat. In Abstimmung mit allen Partnerregionen wurde der neuen Struktur Form gegeben.

Um die Tatkraft der EMR-Gremien zu verbessern, werden verschiedene Änderungen in der Organisation vorgenommen, für Details siehe die Pressemitteilung. Hierdurch soll aktuellen Herausforderungen in der EMR wie die EMR als Modellregion im Kampf gegen den Klimawechsel oder der demographischer Wandel in der EMR begegnet werden.

76 Siegerprojekte innerhalb des NRW-EU Ziel 2 Programms

Wachstum und Beschäftigung durch Innovationen und eine wissensbasierte Wirtschaft – dies ist das Ziel des NRW-EU Ziel 2 Programms 2007-2013. Ein Förderinstrument, das wie geschaffen ist für die technologie- und innovationsorientierte Entwicklung in der Region Aachen. Dies jedenfalls zeigen die Erfolge in den bisherigen Förderwettbewerben des Landes eindrucksvoll.

Unter dem Titel "Zukunft aus Aachen: Chancen für eine innovationsorientierte Strukturpolitik in NRW und Europa" fand heute im Technologiezentrum am Europaplatz eine hochkarätige Tagung statt.

Im NRW-EU Ziel 2 Programms 2007-2013. geht es um 1,283 Milliarden Euro an EU-Mitteln und noch ein fast gleich hoher Betrag vom Land und den verschiedenen Projektträgern. Keine andere Region ist so erfolgreich im Wettbewerb um diese Förderung  wie die Region Aachen. Dies untermauerte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben mit Zahlen. Im laufenden Ziel2-Programm 2007 bis 2013 wurden in NRW 36 Wettbewerbe in 16 Clustern ausgeschrieben. Aus den bislang 2000 eingereichten Projektskizzen wurden bislang über 500 Siegerprojekte ausgewählt. Allein 76 davon mit über 250 Kooperationspartnern kommen aus der Region Aachen.

Dass die Veranstaltung gerade jetzt stattfand, hat einen guten Grund. Denn in Brüssel laufen bereits die Vorgespräche darüber, ob und wie die Gelder für ein neues Förderprogramm über 2013 hinaus verteilt werden sollen. Da gibt es Stimmen, die vor allem die schwachen EU-Länder bevorzugt sehen wollen. Jedoch stemmt sich das Land NRW dagegen. Aber auch in Richtung Bundesregierung geht ein Signal, die Verteilung der Fördergelder nicht zentral zu organisieren, sondern die föderalen Kompetenzen beizubehalten.

Herausragendes Projekt des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung

Kaufmännische Assistenten mit der Fachrichtung Informationsverarbeitung des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung an der Lothringerstraße wurden für ihr "eTwinning-Projekt" ausgezeichnet. Sie erhielten das begehrte nationale und europäische eTwinning Qualitätssiegel.

Die Initiative "eTwinning" ist eine Aktion zur Förderung von virtuellen Schulpartnerschaften in Europa und wird im Rahmen des E-Learning-Programms von der Europäischen Kommission unterstützt. Über das europäische "eTwinning"-Portal können Schulen eine Partnerschule in einem europäischen Nachbarland finden. Der Bonner Verein "Schulen ans Netz" agiert als nationale Koordinierungsstelle für eTwinning. Derzeit sind ca. 70.000 aktive Mitglieder und 2.700 Europaprojekte bei "eTwinning" registriert, davon ungefähr 500 allein in Deutschland.

Handel und Logistik zwischen den Ländern der Europäischen Union - eine Simulation von Export- und Importgeschäften zwischen Schülern aus Pamplone Nijmegen und Aachen stand im Mittelpunkt des preisgekrönten Projekts, an dem das Aachener Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung sich beteiligte. Die Schülergruppen nahmen abwechselnd die Rolle der Exporteure/ Importeure ein; jede Schülergruppe exportiert ein typisches Produkt, das in der jeweiligen Region hergestellt wird. Seit Juni 2008 haben die Aachener Schülerinnen und Schüler ein ganzes Schuljahr dienstags in der ersten und zweiten Stunde über das Internet Export- und Importgeschäfte zwischen den beteiligten Partnerländern simuliert. Dabei wurde vieles über wirtschaftliche Beschaffungsprozesse gelernt und Erfahrungen mit Klassenkameraden aus Europa gesammelt.

Kandidatur Maastrichts als Kulturhauptstadt Europas 2018

Die Städte Maastricht, Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich, Sittard-Geleen, die Provinzen Niederländisch-Limburg, Belgisch-Limburg sowie Lüttich und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens haben am Mittwoch, 25. November im Rathaus der Stadt Maastricht eine Absichtserklärung zur Kandidatur Maastrichts als Kulturhauptstadt Europas 2018 unterzeichnet.

Darin erklären sie, im Rahmen der Kandidatur eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren, eine gemeinsame Organisations- und Finanzierungsstruktur sowie ein Bidbook zu entwickeln und das Projekt Kulturhauptstadt Europas 2018 gemeinsam umzusetzen. Vorsitzender der dazugehörigen Stiftung ist übrigens Dr. Jürgen Linden aus Aachen.

Die Regio Aachen schließt sich dieser Erklärung durch Unterzeichnung einer Unterstützungsbekundung an. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Guido Wevers das Künstlerische Konzept „Via 2018”, das den inhaltlichen Kurs der Kandidatur festlegt.