Auf Initiative und Einladung der Studierenden-Vertretung des Weiterbildungskollegs der StädteRegion Aachen hat das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen – ein Angebot des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen - anlässlich der am 26 Mai stattfindenden Europawahl 2019 einen Workshop in Kooperation mit dem CIVIC Institute Düsseldorf mit Studierenden des IV. Semesters des Bildungsgangs Kolleg veranstaltet.


19 04 10 WBK ZukunftEuropa 300Die TeilnehmerInnen,- junge Erwachsene und oftmals ErstwählerInnen bei der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament - erwarben Grundlagenwissen zu Europa, entwickelten in interaktiven Methoden ihre eigenen Ideen zu Europa und formulierten Wünsche für die Zukunft der Europäischen Union.
Auch hatten die Teilnehmenden die Chance, vor und nach der Veranstaltung ihre Stimme abzugeben und zu zeigen, in welchem Europa sie in der Zukunft leben möchten. Sabina Becker-Lelabi, Leiterin des Bildungsgangs Kolleg und Lehrerin für Volkswirtschaftslehre, unterstützte die Dozenten von EUOPE DIRECT und die Studierenden.
Zum Abschluss und als Höhepunkt des Europatags am WBK hatte Armin Goffin, Studierendensprecher des WBK und Moderator der Veranstaltung, Politiker aus der StädteRegion Aachen eingeladen, miteinander über unsere Zukunft in Europa zu diskutieren und Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Zu Gast im bis auf den letzten Platz gefüllten Forum in Würselen waren Daniel Freund (Die Grünen), Christian Arnd (Die Linke), Hendrik Schmitz (CDU), Patrick Schunn (FDP) und Norbert Spinrath (SPD).
Alle Politiker verwiesen engagiert auf die Errungenschaften der Europäischen Union seit ihrer Gründung und machten den jungen Studierenden deutlich, dass der Frieden in Europa ein kostbares Gut ist, dass es zu bewahren gilt. Auch verwiesen sie auf die Errungenschaften des europäischen Binnenmarktes, der den EU-Bürgern ein Leben und Arbeiten in den 28 EU-Mitgliedsstaaten ohne Grenzen eröffnet hat. Unterschiedliche Akzente wurden bei der Behandlung von Themen wie einer gemeinsamen Umweltpolitik und einer EU-Wirtschaftspolitik gesetzt. Einig waren sich die Politiker, dass mit dem Gang zur Wahl am 26. Mai 2019 auch über ein Ja oder Nein zu einem Europa abgestimmt werden wird, das sich gegen Nationalismus und Rechtspopulismus in Stellung bringt. Die Kollegiaten stellten den Politikern im Anschluss an die Podiumsdiskussion viele auch unbequeme Fragen, vor allem zu den Einflussmöglichkeiten der Kandidaten im Parlament und zu der Position der Mitgliedsstaaten zu den Brexit-Verhandlungen und zu Möglichkeiten und Grenzen eines gemeinsamen Umweltschutzes. Auch wurden die Politiker nach ihren Positionen zur Digita-lisierung und zum Thema „Uploadfilter“ gefragt.
Eine Umfrage unter den Studierenden des WBK vor und nach dem Workshop und der Podiumsdiskussion, welche Partei sie bei der Europawahl wählen würden, ergab interessanterweise ein unterschiedliches Meinungsbild. So hatten sich die jungen Kollegiaten ausgiebig mit den Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt und sich zum Teil um entschieden.
Kollegleiterin Marliese Schopen und Armin Goffin, Sprecher der Studierenden-vertretung am Kolleg, zeigten sich sehr erfreut über die große Resonanz der Veranstaltung.

 

Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/WBKZukunftEuropa

Braucht Europa eine Verfassung und könnte damit die Demokratie auf europäischer Ebene gestärkt werden? Ist es nach dem gescheiterten Versuch von 2004 an der Zeit einen neuen Anlauf zu wagen? Über diese und andere Fragen diskutierten 40 Gäste zusammen mit Richard Stock, Generaldirektor des Europazentrums Robert Schuman in Scy-Chazelles, Frankreich.

19 04 09 EaD 300Nachdem der Leiter des Grashauses, Andreas Düspohl, die Anwesenden begrüßt hatte, begann Herr Stock mit einem historischen Überblick über den Werdegang Europas, von der altgriechischen Sage Europa's, über die Zeit der Weltkriege bis heute. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf dem Weg der europäischen Integration und der Rolle der Völker in dieser.

So baut sich die Europäische Union auf ein Wertesystem auf, dass aus fünf Säulen besteht:
Zuerst die griechische Tradition einer Regierung des Volkes, für das Volk und durch das Volk, die germanische Tradition der Treue zu Stamm und Bund, der römischen Tradition der Gleichheit aller vor dem Gesetz, dem normativen Wertesystems des Christentums und den Menschen- und Bürgerrechten der Französischen Revolution.

Er zeigte außerdem auf, dass die europäische Integration eine wirtschaftliche und erst im Anschluss eine soziale war, wobei er insbesondere die "Europäische Säule sozialer Rechte" von 2017 hervorhob. So betonte er die Probleme sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit innerhalb der Europäischen Union und sprach sich für ein europäisches Sozialmodell aus.

Er umfasste das Spannungsfeld einer europäischen Verfassung als Aushandlungsprozesse zwischen Wettbewerb und Solidarität, Freiheit und Sicherheit, Exklusivität und Integration und Innovation und Bewahrung. Als wichtigste Bedingung sieht er jedoch eine nachhaltige Entwicklung und Frieden in und für Europa.

In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere betont, dass eine europäische Verfassungsgebung die Bevölkerung mit einbeziehen muss und nicht nur von Seiten der Politik ausgehen dürfe. Hierfür bräuchte man jedoch nicht nur eine europäische Öffentlichkeit, sondern auch eine Diskussion die auch für "normale" Bürger verständlich ist.

19 03 26 Dokulive 1Bedeutung des Europaparlaments

Die nächste Wahl zum Europäischen Parlament findet am 26. Mai 2019 statt und sie steht unter besonderen Vorzeichen. Großbritannien wird die EU nach jetzigem Stand verlassen haben und europaweit sind antieuropäische und populistische Kräfte Teil unserer Wirklichkeit.

Bei der heutigen Veranstaltung konnten 90 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium St. Leonhard, die zum ersten Mal bei einer Europawahl ihre Stimme abgeben dürfen, über das Europaparlament informiert werden.

In diesem Rahmen konnten wir in Zusammenarbeit mit der Schule und dem Europaministerium des Landes NRW eine so genannte "Dokulive" präsentieren. Es handelte sich um eine innovative Multimadia-Dokumentation zum Thema "Das Europäische Parlament - Stimme der Bürger!?" von und mit Ingo Epenschied. Der Referent ist Diplom-Politologe, ausgewiesener Experte für europäische Politik und freier Journalist.

19 03 26 Dokulive 3Ingo Espenschied berichtete live und spannend zu der von Ihm entwickelten Dokumentation, die auf einer großen Leinwand professionelle Projektions- und Tontechnik gezeigt wurde. Für die Dokulive begab sich der Politologe Ingo Espenschied in Straßburg und Brüssel auf Spurensuche, sprach mit Abgeordneten verschiedenster Parteien und schaute den Parlamentariern wie auch der Verwaltung bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter.

Im Anschluss an die "Dokulive"-Präsentation (60 Minuten) kamen auf dem Podium drei verschiedene Europa-Akteure mit Herrn Espenschied und mit den Schülerinnen und Schülern in einen Austausch. Auf der Bühne standen Gabriele Tetzner (Europa-Union Aachen und NRW), die ZDF-Reporterin Linda Kierstan und mit Robert von Eisern ein Vertreter von 'Pulse of Europe' Aachen Rede und Antwort. Somit kamen die Schülerinnen und Schüler intensive über die Europawahl, die Bedeutung des Europaparlaments und die Themen "Werte in Europa" und "Zukunft der EU" ins Gespräch und wurden für die Stimmabgabe zu motiviert.

19 03 28 Bild 2 300Heute kamen 16 Studenteninnen und Studenten von der Hochschule Osnabrück nach Aachen, um vorbereitend auf eine Fahrt nach Brüssel Informationen über Europa und die Europäische Union zu bekommen.

Nach einer Begrüßung durch den Leiter des EUROPE DIRECT Büros, Winfried Brömmel, begann Eva Onkels den Workshop. Zunächst sollten alle Teilnehmer einen Gegenstand, den sie bei sich führen, auf den Tisch legen und erläutern, warum sie dieser Gegenstand mit Europa verbindet. Verschiedene Gegenstände, wie Geld, Klamotten oder verschiedene Pässe waren für die Anwesenden Zeichen für Europa.

Winfried Brömmel erläuterte nach der spielerischen Einführung die Aufgaben und Funktionen des EUROPE DIRECT Büros, um den Studenten zu verdeutlichen, wie vielseitig die Aufgaben des Büros sind. Anschließend wurde das Europa-Wissen der Teilnehmer getestet. Sie bekamen in Kleingruppen ein "Europa-Puzzle". Jede Gruppe musste die Aufgaben, Merkmale und Funktionen des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und des Rats der Europäischen Union richtig zuordnen und so das Puzzle lösen.

Nachdem die Gruppen das Puzzle gelöst hatten, bekamen sie von Eva Onkels Arbeitsblätter mit verschiedenen Themen und Aufgaben. Die verschiedenen Arbeitsblätter behandelten die Themen Geschichte der EU, Aufgaben des EU-Parlaments, Klimapolitik, Migrationspolitik, Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Alle Gruppen bearbeiteten die Aufgaben und konnten so den anderen Gruppen in einer abschließenden Vortragsrunde ihr Thema erläutern. Die Teilnehmer lernten so viele Themen und auch Probleme in verschiedenen Bereichen der EU kennen und konnten durch kreative Aufgabenstellungen z.B. zur Klimapolitik oder zur Erweiterung der EU ihre Vorstellungen den Kommilitonen vorstellen.

Die 16 Studenten und Studentinnen haben viel zu Europa gelernt und fahren nun mit vielen Informationen nach Brüssel, um sich dort die Institutionen anzuschauen.

 

19 03 27 Diesmalwaehleich 300Auftakt einer regionalen Gruppe der Kampagne "Diesmal wähle ich"

Das EU-Parlament unterstützt mit seiner Kampagne "Diesmal wähle ich" Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa dabei, die Wahlbeteiligung bei den nächsten Europawahlen möglichst zu erhöhen.

Es gibt eine Online-Plattform, über die sich Engagierte vernetzen können. In Aachen hatte Sascha, ein Unterstützer der Kampagne, zu einem ersten Treffen eingeladen und wurde dabei unterstützt von Winfried Brömmel und dem EUROPE DIRECT Büro im Grashaus.

Sieben Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt überlegten gemeinsam, wie sie im privaten oder beruflichen Umfeld positiv auf die Europawahl aufmerksam machen können. Es wurden Pläne diskutiert, Infomaterialien besprochen und ein Netzwerk geknüpft.

EUROPE DIRECT Aachen präsentierte eine Zusammenstallung von Fakten und Hintergründen und stellte zudem eine Online-Plattform zum weiteren Austausch bereit.