13-10-18-Newcomer-Days-1EUROPE DIRECT begrüßte die Neuankömmlinge in Aachen

Wie in jedem Jahr kamen in diesem Oktober wieder viele junge Menschen in unsere Stadt, um ein Studium an einer der Aachener Hochschulen zu beginnen. Doch auch neue Fachkräfte an Hochschulen und in Unternehmen werden wie immer von der Stadt Aachen mit offenen Armen empfangen.

Aus diesem Grund fanden in diesem Jahr am 18. (ab 12 Uhr) und 19. Oktober (ab 11 Uhr) für alle neuen Wahl-Aachenerinnen und Aachener die ersten "Aachen Newcomer Days" im Rathaus statt. Neben vielen anderen war das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen mit einem Infostand präsent.

Im EU-Jahr der Bürgerinnen und Bürger informierten EUROPE DIRECT Mitarbeiter Anne Hein, Kim Heinrichs und Winfried Brömmel vor allem über die Rechte und Möglichkeiten im Rahmen der Unionsbürgerschaft. Die vielen hundert Interessenten haben sich beim Infostand für kostenlose Studienfahrten zu EU-Institutionen angemeldet, ihr Europa-Wissen mit unserem Quiz getestet und sich über die aktuelle EU-Politik und die EU-Bürgerrechte informiert.

13-10-14-VHS-Gelsenkirchen-1Vortrag und Diskussion mit Bildungsgruppe aus dem Ruhrgebiet

Heute waren 30 Besucher im Sitzungssaal des Haus Löwensteins zu Gast, die sich im Rahmen der Arbeitnehmerweiterbildung "Leben an der Grenze - mitten in Europa" der VHS Gelsenkirchen über den Aufbau der EU, die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros und die Europastadt Aachen informierten.

Der Leiter des EUROPE DIRECT Büros, Winfried Brömmel, präsentierte die Ursprünge der Stadt Aachen als Kaiserstadt und ihre grenzüberschreitende Vernetzung und Zusammenarbeit mit den umliegenden Städten in der Euregio Maas-Rhein. Er erläuterte an konkreten Beispielen die vielfältigen und positiven Auswirkungen für die Bürger der Euregio, die das Recht auf Freizügigkeit sehr aktiv leben und erleben.

Bei der Einführung in Aufgaben und Arbeitsweise der EU entwickelte sich eine rege Diskussion um die Zukunft Europas und den aktuellen Stand des Integrationsprozesses. Zum Ende der Veranstaltung wurde das ausgelegte Informationsmaterial rege in Anspruch genommen und vollendete einen sehr interessanten Vormittag.

13-09-27 Couven Bruessel-1Studienfahrt zum Europaparlament

"East meets West" lautet der Titel des aktuellen Projektkurses für den Jahrgang Q1, in dessen Rahmen das Couven Gymnasium in Aachen bereits zum zweiten Mal Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrer aus Aachens türkischer Partnerstadt Istanbul-Sariyer empfing. Auf dem Programm standen Exkursionen rund um Aachen und Gespräche, die um die Begegnung zwischen Ost und West, Morgenland und Abendland kreisten. Wann und wo kam es zu den ersten Begegnungen? Welches waren die Höhe-, welches die Tiefpunkte im Laufe der letzten Jahrhunderte? Wie ist das Verhältnis heute zwischen westlicher und arabischer Welt? Wie funktioniert das Zusammenleben? Ist die Türkei, als Brückenstaat zwischen Ost und West, auf dem Weg in die Europäische Union?

Informationen aus erster Hand gab es für die rund 40 Teilnehmer bei zahlreichen Anlässen: am Couven Gymnasium, bei einem Rundgang durch das Ostviertel der Stadt, Besuchen beim Partnerschaftskommittee Aachen-Sariyer, bei Oberbürgermeister Marcel Philipp, bei Aytex, einem türkisch-deutschen Textilunternehmen, dessen Gründer auch der Gründer der Couven-Partnerschule in Sariyer ist, dem Ali Akkanat Anadolu Lisesi und nicht zuletzt im täglichen Umgang der türkischen Schüler in ihren deutschen Gastfamilien.

Die Frage nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der EU und der Türkei stellte sich vor allem am letzten Tag des Austausches, an dem die Reisegruppe in Kooperation mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen das Europaparlament in Brüssel besuchte. Ist also die Türkei auf dem Weg in die Europäische Union? Der Besucherdienst dort beantwortete die Frage mit einem klaren "Jein". Die Schule bleibt am Thema dran...

 

13-10-11-Luxemburg1EUROPE DIRECT Aachen in Luxemburg

Heute veranstaltete das EUROPE DIRECT Büro Aachen zum dritten Mal eine Studienfahrt zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg.

In Luxemburg war das Historische Museum der Stadt der erste Zwischenhalt. Im Anschluss fuhr die Gruppe zum Europäischen Gerichtshof. Nach der Begrüßung durch Herrn Rumpf vom Besuchsdienst wurde zum Einstieg in die Thematik ein Informationsfilm gezeigt, der die Arbeitsweise und Alltag am Gerichtshof anschaulich erläuterte. Den 30 Teilnehmern wurde bewusst, wie hoch der Aufwand ist, um einen reibungslosen Ablauf des hochkomplexen Gerichtsbetriebs zu gewährleisten. Aufgrund der 24 offiziellen Amtssprachen der EU ist viel Übersetzungsarbeit nötig, um die europäische Mehrsprachigkeit sicher zu stellen. Dies erfordert die meiste Zeit zwischen Anklage und Urteilsverkündung.

Die Aufgabe des Gerichtshofs der Europäischen Union besteht seit seiner Errichtung im Jahr 1952 darin, "die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung" der Verträge zu sichern. Zu dieser Aufgabe gehört, dass der Gerichtshof der Europäischen Union die Rechtmäßigkeit der Handlungen der Organe der Europäischen Union überprüft und darüber wacht, dass die Mitgliedstaaten den Verpflichtungen nachkommen, die sich aus den Verträgen ergeben und auf Ersuchen nationaler Gerichte das Unionsrecht auslegt.

13-10-11-Luxemburg2Nach dem Einführungsfilm erläuterte Herr Ost, Verwaltungsrat in der Abteilung Presse und Information die Arbeitsweise des EuGH und gab anschauliche Beispiele für die Funktionsweise und Urteile. Er beantworte zudem die zahlreichen Fragen der Bürger.

Abschließend leitet Herr Rumpf vom Besuchsdienst die Studiengruppe durch das Ancien Palais und den Großen Saal und versorgte diese mit interessanten Hintergrundinformationen. Zusammen mit einem ausführlichen Informationspaket über den EuGH trat die Gruppe danach die Heimfahrt nach Aachen an.

13-09-26-Maastricht3Foto: N. KrüsmannVertrag von Maastricht - eine Studienfahrt

Am 07.02.1992 unterzeichneten im niederländischen Maastricht die Außen- und Finanzminister der Europäischen Gemeinschaften den Geburtsvertrag der Europäischen Union, mit dem die Integration der europäischen Staaten auf eine neue Stufe gehoben wurde. Herzstücke dieses Vertragswerks waren die Unionsbürgerschaft, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik sowie die geplante Einführung des Euro im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion, für die der Vertrag einen genauen Zeitplan und detaillierte Regeln aufgestellt hatte, welche im Jahr 2011 aufgrund der Staatschuldenkrise nochmals verschärft wurden.

13-09-26-Maastricht2Dirk Plees, Foto: N. KrüsmannHeute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen wieder eine kostenlose Fahrt zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten "Statenzaal" im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg ("Provinciehuis" oder "Gouvernement").

Mit dem öffentlichen Bus Veolia 50 ging es gemeinsam nach Maastricht. Dort erläuterte Maike Sieben den 20 Teilnehmenden die Bedeutung des Vertrags von Maastricht.

Es folgte eine interessante deutschsprachige Einführung in die Europa- und Euregio-Aktivitäten der niederländischen Provinz Limburg von Dirk Plees von der Abteilung Wirtschaftsförderung / Internationale Kontakte. Er stellte sehr anschaulich bisherige Entwicklungen und aktelle Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein dar und beantwortete die zahlreichen Fragen der Gäste.

Der Besuchsdienst der Provinzregierung führte anschließend durch das Gebäude der Provinzverwaltung, in dem die Architektur, viele zeitgenössische Kunstwerke von regionalen Künstlern und die Verwaltungs- und Repräsentationsaufgaben der Regierung eine gelungene Einheit bilden.

13-09-26-Maastricht1Foto: N. KrüsmannEin Höhepunkt des Besuchs war die Besichtigung des Plenarsaals ("Statenzaal"), in dem der Vertrag von Maastricht 1992 unterzeichnet wurde, und einer kleinen Ausstellung über die Vertragszeichnung. Dort ist u.a. der Vertrag von Maastricht in einer Kopie mit seinem Gewicht von über 7 Kilogramm zu sehen.

EUROPE DIRECT bot den Bürgerinnen und Bürgern somit die Möglichkeit, einen bedeutenden und historischen Schritt für die europäische Geschichte nachzuempfinden. Die Studienfahrt soll wegen ihres Erfolgs im nächsen Jahr für andere Interessenten wieder angeboten werden.