13-05-03-Planspiel-2Das Spiel auf dem Klavier der Demokratie muss geübt werden

Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union war das Thema von 60 Schülerinnen und Schülern der Herzogenrather Europaschule, die unter fachkundiger Moderation die Situation im Europäischen Parlament nachstellten. Die Veranstaltung des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen fand zur Europawoche 2013 in Kooperation mit der Europaschule und der Stadt Herzogenrath statt.

„Der Beitritt der Türkei in die Europäische Union" so lautete das Thema, mit dem sich rund 60 Schülerinnen und Schüler der Europaschule Herzogenrath einen Tag - unter fachkundiger Moderation - auseinander setzten. Unter Anleitung von Birgit Ladwig-Tils und Ralf Hell (vom Rednerteam der Europäischen Kommission) wurde das in den Medien vieldiskutierte Thema aufbereitet.

Ziel der Veranstaltung war neben der inhaltlichen Auseinandersetzung auch ein besseres Verständnis für die Gremienarbeit im Europäischen Parlament zu erreichen. Die Thematik wurde in den Sozialwissenschaftskursen von den Fachlehrern Dr. Silke Dormeier, Elisabeth Durst-Gül und Jens Klein vorbereitet.

Wie in einer realen Anhörung wurden die Schülerinnen und Schüler in Gruppen aufgeteilt und die Situation eines Referendums nachgestellt. Dabei wurden Fragen an die Vertreter der Türkei gestellt, die der Entscheidungsfindung dienten, ob die Türkei Mitglied der EU werden soll.

„Was hält die Türkei von Atomkraft?", „Wie steht die Türkei zum Rassismus und zum Schutz von Minderheiten?", „Wie soll die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Türkei aussehen, um ein stabiles Wirtschaftswachstum zu erreichen?", „Ist Ihnen Bildung wichtig?", „Wie wollen Sie die EU-Wirtschaft vor billigen Agrarprodukten aus Ihrem Land schützen?", „Erwarten Sie Konflikte aufgrund der sehr unterschiedlichen Weltanschauungen?", „Wie stehen Sie zu der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen?", „Wie ist Ihre Haltung zu Zypernkonflikt?" ...

Diesen und vielen weiteren Fragen mussten sich die Schülerinnen und Schüler stellen, die die Türkei in der Anhörung vertraten. Keine leichte Aufgabe, da trotz der Vorbereitung im Unterricht die Fragen ein großes inhaltliches Hintergrundwissen erforderten. Dennoch stellten sich die Teilnehmer der Herausforderungen und engagierten sich mit vollem Einsatz.

Zum Schluss wurde von der Gruppe „Europäische Kommission" die vorbereitete Entscheidungsvorlage verlesen und eine Abstimmung durchgeführt. Das Ergebnis war fast wie im „wahren" Leben: Es wurde keine Entscheidung getroffen, das Ergebnis zu einem möglichen Beitritt der Türkei blieb offen.

Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit die Veranstaltung zu bewerten. Die Resonanz war durchweg positiv, da sie mit der Organisation und dem Rollenspiel sehr zufrieden waren. Auch die Moderatoren waren sich einig: „Für die kurze Vorbereitungszeit haben die Schüler das Planspiel ganz hervorragend gemeistert. Sie haben Verhandlungsgeschick bewiesen und kamen schnell in ihre Rollen", so Ralf Hell.

Dr. Silke Dormeier: Wir haben die Rolle der Türkei in ca. 8 Unterrichtsstunden vorbereitet. Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Solche Planspiele sind eine andere Form von Unterricht, in der Schlüsselkompetenzen noch gezielter geschult werden können.

Schulleiter Daniel Bick bedankt sich beim EUROPE DIRECT Informationsbüro, das diese Aktion ermöglicht hat. „Das Büro hat Fachleute an der Hand, mit denen wir ein höheres Niveau für solche Veranstaltungen erreichen können. Die Schüler haben ihre Rollen sehr ernst genommen. Das Spiel auf dem Klavier der Demokratie kann mit solchen Aktionen gut eingeübt werden."

Eine gelungene Veranstaltung zur Europawoche 2013, die dank dem Einsatz aller Beteiligten sicherlich das Verständnis für die Arbeit in der Europäischen Union stärken kann.

13-04-30-Planspiel-2EU-Planspiel „Teller oder Tank" am Berufskolleg in Aachen

Heute simulierten rund 100 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen in mehreren Gruppen die Entstehung einer EU-Richtlinie zum Thema Biokraftstoffe. Die zentrale Frage war dabei, welche positiven oder negativen Auswirkungen die Produktion von entsprechenden Grundstoffen aus Pflanzen etwa für die Entwicklungsländer und die weltweiten Nahrungsmittelpreise hat. Die Veranstaltung wurde vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen durchgeführt.

In insgesamt jeweils acht Spielgruppen stellten die Teilnehmenden eine Anhörung nach, in der die Europäische Kommission Vertreter unterschiedlicher Verbände nach ihrer Haltung zu Biokraftstoffen befragte, um eine entsprechende Richtlinie vorzubereiten.

13-04-30-Planspiel-1Nach einer kurzen inhaltlichen und methodischen Einführung durch Birgit Ladwig-Tils und Dr. Ralf Hell, die das Planspiel als Mitglieder des Rednerteams Europa der Europäischen Kommission moderierten, arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Rollen ein. Anschließend ging es zügig in die Verhandlungen. Wie in echten Anhörungen ging es lebendig und konträr zur Sache. So wurden Koalitionen geschmiedet und Absprachen getroffen. Dabei gelang es den beteiligten Verbänden in unterschiedlichem Maße ihre Interessen durchzusetzen.

Am Ende der Simulation nahm die Europäische Kommission viele Anregungen der Verbände auf und formulierte eine Initiative, in der u. a. der Aspekt der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit bei der Produktion von Pflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen verankert wurde.

Ausstellung über Konrad Adenauer und die Europäische Integration

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen präsentierte vom 15. bis 25.04.2013 zusammen mit der Hochschule für Musik und Tanz in Aachen und der Karlspreisstiftung die Ausstellung "Konrad Adenauer und die Europäische Integration".

Die Ausstellung konzentrierte sich auf die ersten Jahre der Europäischen Integration (Einigung) von 1950 (Schuman-Plan) bis 1957 (Römische Verträge) und die Rolle, die Bundeskanzler Konrad Adenauer dabei gespielt hat. Konrad Adenauer gilt neben Robert Schuman und Alcide de Gasperi als einer der "Gründungsväter Europas".

Die Ausstellung dokumentierte, wie Adenauer für die Europäische Integration gekämpft hat, insbesondere nach Krisen (Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954), wie er persönlich in die europäischen Verhandlungen eingegriffen hat, die dann zum Erfolg führten. Dazu wurden bisher unveröffentlichte Dokumente gezeigt. Zudem wurde der Bogen zur Gegenwart geschlagen, von der Entwicklung der EWG bis hin zur aktuellen Entwicklung der Europäischen Union.

Die Ausstellung "Konrad Adenauer und die Europäische Integration" wurde am 15.04.2013 mit einer Rede von Dr. Jürgen Rüttgers eröffnet und war bis zum 25.04.2013 zu den Öffnungszeiten der Hochschule für Musik und Tanz in Aachen von Mo. bis Fr. von 8 bis 22 Uhr und Sa. und So. von 9 bis 21 Uhr frei zu besichtigen.

Am Donnerstag 25.04. wurde zum Abschluss der Ausstellung der Film "Schuman – Monnet – Adenauer: Gründungsväter Europas" von Ingo Espenschied gezeigt.

13-04-25-Bild 4-webWinfried Brömmel und Prof. Herbert Görtz leiten den Film einFilm "Schuman – Monnet – Adenauer: Gründungsväter Europas"  - Finissage der Ausstellung

Heute abend lud das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen zur Finissage der Ausstellung "Konrad Adenauer und die Europäische Integration" in die Hochschule für Musik und Tanz in Aachen ein, die mit dem Film "Schuman – Monnet – Adenauer: Gründungsväter Europas" abgeschlossen wurde.

In dem vom Diplom-Politologen Ingo Espenschied erstellten Film aus dem Jahr 2010 wird die frühe Geschichte der europäische Einigung skizziert.

Der Dokumentarfilm legt den Schwerpunkt auf das historische Zusammenwirken der drei Männer, die damals unser heute geeintes Europa möglich gemacht haben: Robert Schuman, Konrad Adenauer und Jean Monnet. Die Verkündigung des Schuman-Plans, dem Grundstein unserer heutigen Europäischen Union, die Beziehungen zwischen Schuman und Adenauer und der Beginn der deutsch-französischen Aussöhnung Anfang der 50er Jahre wurden für die rund 40 Zuschauer noch einmal lebendig.

13-04-25-Bild 1-webRund um den Infostand von EUROPE DIRECT versammelten sich nach Ende des Films die Besucher bei Knabbereien, Getränken und vielen Gesprächen, informierten sich über die Arbeit von EUROPE DIRECT Aachen und besichtigten nochmals die Ausstellung, die das Informationsbüro zusammen mit der Hochschule für Musik und Tanz in Aachen und der Karlspreisstiftung präsentierte.

Film als DVD ausleihen

Schulen und andere Bildungsträger können die DVD bei EUROPE DIRECT Aachen kostenlos ausleihen.
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13-04-24-Klaus-Regling-w-1Handwerkskammer begrüßt Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus

Über 130 Besucher kamen heute in der Handwerkskammer in Aachen zusammen. Der Geschäftsführende Direktor des Europäischen Stabilisierungsmechanismus, Klaus Regling, schilderte warum wir den ESM brauchen, wie der "Rettungsschirm" funktioniert und wie wir Europa krisenfest machen.

Die Moderation übernahmen der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, Peter Deckers und Handwerkskammer-Präsident Dieter Philipp.

Im Anschluss fand eine interessante und rege Diskussionsrunde statt. Nach der Veranstaltung, die von EUROPE DIRECT Aachen unterstützt wurde, tauschten sich die Gäste bei Getränken weiter aus.

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