17 03 30 StudisMaastricht1Heute waren 25 Studierende der Hogeschool Zuyd des Studiengangs "European Studies" aus Maastricht im Rahmen des Projekts "Zukunft Deutschland" bei EUROPE DIRECT Aachen zu Gast.

Im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus stellte der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen, Winfried Brömmel, zunächst das Konzept von EUROPE DIRECT vor.

Anschließend wurde den Gästen ein Überblick über die Europäische Union gegeben: Unter anderem wurden die Anfänge der EU, die wichtigsten Etappen ihrer Geschichte, die Werte und Ziele sowie die Struktur der Europäischen Union wurde näher erläutert. Ergänzt wurde der Vortrag durch konkrete Beispiele, die veranschaulichten, wie Europa jedem Einzelnen im Alltag begegnet. Dabei ging es beispielsweise um Themen wie Mobilität, Krankenversicherung oder Telefon- und Datenroamingkosten im europäischen Ausland.

Infomaterial2Winfried Brömmel vermittelte den Bachelorstudenten außerdem einen Eindruck von der Europastadt Aachen. So wurde zum Beispiel die Vernetzung mit den Grenzregionen in den Niederlanden und Belgien erklärt, u.a. durch den "Runden Tisch der Bürgermeister", durch die Kooperation der MAHHL-Städte und nicht zuletzt durch die Euregio Maas-Rhein.

Zum Abschluss folgte eine spannende Fragerunde und ein interessanter Austausch von Perspektiven. Bevor die Studierenden EUROPE DIRECT wieder verließen, um einen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweisen der Agentur für Arbeit in Aachen zu erhalten, bot sich für sie noch die Möglichkeit, speziell für sie bereitgestelltes EU-Informationsmaterial mitzunehmen. Dieses soll nicht nur das Wissen über die Europäische Union vertiefen, sondern vor allem Deutsch-Kenntnisse erweitern und praktische Tipps für ihre Studienlaufbahn liefern.

17 03 27 EDIC Treffen NürnbergJahrestreffen des EUROPE DIRECT Netzwerks in Nürnberg

Zum diesjährigen Jahrestreffen aller EUROPE DIRECT Netzwerkpartner in Deutschland reiste der Aachener Leiter Winfried Brömmel vom 27. bis 29.03. nach Nürnberg.

Neben der Möglichkeit zum kennen Lernen, zum Austausch und zur Klärung organisatorischer Fragen griff das diesjährige Treffen auch wieder aktuelle europäische Themen, Entwicklungen und Netzwerke auf.

Auf dem Programm standen unter anderem ein Austausch mit EUROPE DIRECT Zentren (kurz: EDICs) aus Frankreich, Ungarn und Belgien, zudem Informationen über die Sicherheitspolitik der EU, 60 Jahre Römische Verträge - Europa im Wandel, welche Zukunft für das soziale Europa und ein Kurztraining zum Umgang mit Populismus und Hasskommentaren Online und Offline.

Eingeladen hatten die EU-Kommissionsvertretungen in Berlin, München und Bonn. Jürgen Boden, Koordinator für das deutsche EUROPE DIRET Netzwerk, blickte auf die letzten Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit mit 57 Trägereinrichtungen, die in Deutschland ein EUROPE DIRECT Informationszentrum betreiben.

Gymnasium Siegburg300Heute besuchten 43 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Allestrasse das Grashaus, um mehr über die EU und das Leben in der Grenzregion zu erfahren. 21 der Teilnehmer kamen aus Frankreich und waren im Rahmen eines Schüleraustauschs zu Besuch in Deutschland.

Der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen, Winfried Brömmel, hielt in den Räumlichkeiten des Europäischen Klassenzimmers einen gut einstündigen Vortrag für die Schülerinnen und Schüler, welche zudem viele Fragen stellten. Zu Beginn des Vortrags wurde das EUROPE DIRECT Netzwerk und die Arbeit des Informationsbüros in Aachen vorgestellt.

Anschließend wurde den Schülerinnen und Schülern ein Überblick über die Geschichte der Europäischen Union und die Zuständigkeiten der verschiedenen EU-Institutionen gegeben. Mit kurzen Filmen wurden diese Themenbereiche näher veranschaulicht. Schließlich konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen teilen, wie ihnen Europa in ihrem Alltag begegnet. Das Team von EUROPE DIRECT ergänzte dies mit weiteren konkreten Beispielen. Sinkende Telefonie- und Roamingkosten, europaweit geltende Fluggastrechte oder die Europäische Krankenkassenkarte waren nur einige der Beispiele, die angesprochen wurden.

Danach vermittelte Herr Brömmel die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck der Stadt Aachen als Europastadt und ging auch auf das Leben in der Grenzregion ein. So wurde ihnen zum Beispiel die Vernetzung mit den Grenzregionen in den Niederlanden und Belgien erklärt. Es wurden viele Fragen zum Leben in der Euregio gestellt, beispielsweise: Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschen, Belgiern und Niederländern? Welchen Problemen und Herausforderungen sieht sich die Euregio gegenüber? Gibt es sprachliche Barrieren, die das Zusammenleben erschweren?

Zum Schluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch Infomaterialen in deutscher und französischer Sprache mit nach Hause nehmen.

17 03 22 Populismus Bild 4Wie umgehen mit dem Populismus? Diese Frage war die Ausgangsfrage, die sich die Teilnehmer des Workshops "Wie Sie Populisten die Stirn bieten können", stellten. Im Grashaus trafen sich anlässlich des Workshops am Mittwoch, 22. März, um 18.30 Uhr 35 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Unter fachkundiger Anleitung von Sven Pastoors und seinen Mitarbeitern gelang ein runder Workshop mit viel Diskussion - aber auch vielen neuen Ideen.

Zu Anfang hielt Pastoors einen kleine Vortrag: Was ist Populismus? Wie funktioniert Populismus? Zunächst hielt er fest, dass Populismus nicht eingegrenzt sei, er kann rechts, links, liberal oder sogar klerikal sein, er kann auch verschiedene Formen mischen.
Der Populismus funktioniert, in dem er vorgibt, eine "volksnahe, demagogische Politik" zu betreiben, der Populist dramatisiert die aktuelle politische Lage und ist versucht, die "Gunst der Massen zu gewinnen", so 17 03 22 Populismus Bild 2Pastoors. Eine der wesentlichen Grundlagen für das Gedeien des Populismus seien Angst, aber auch ein Mangel an überzeugenden Visionen auf der anderen Seite oder ein Mangel an Antworten auf dringende Fragen.
Wichtig ist auch, dass Populisten sich in aller Regel selbst auf Seiten der Verlieren sehen, wobei diese "Verlierer" häufig eine homogene Gruppe darstellen, beispielsweise die Vorstellung eines homogenen Volkes (was eher dem rechten Populismus entspricht) oder die Vorstellung einer homogenen Arbeiterklasse (was eher linker Populismus wäre). Egal ob linker, rechter, klerikaler oder liberaler Populismus, ihnen allen ist gemein, dass sie auf einer ausschließenden Basis funktionieren. Wer sich gegen das Interesse des Populismus ausspricht, gehört nicht mehr zur definierten Gruppe hinzu, egal, ob er Arbeiter ist und zur Arbeiterschaft zählen würde, oder ob er als deutscher Staatsbürger auch zum deutschen Volks gehört.

17 03 22 Populismus Bild 3Im Anschluss bildeten sich drei Gruppen, die sich zunächst mit der Frage beschäftigten, was die Basis des Populismus ist. Genannt wurden vor allem: Angst, das Streben nach Macht, Unzufriedenheit, Komplexitätsprobleme und fehlende Bildung. Im Anschluss wurden Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme diskutiert, für die dann auf lokaler Ebene umsetzbare Maßnahmen überlegt wurden. Darunter beispielsweise kleiner Klassen, mehr Partizipation, eine finanzielle Förderung für Schüler, Auszubildende und Studenten und vieles mehr.

Zum Schluss der rund dreistündigen Veranstaltung wurde der Referent von allen Teilnehmern noch einmal deutlich für sein Engagement gelobt, auch die Konzeption des Workshops selbst wurde hervorgehoben. Man habe viel gelernt, so die Mehrzahl der Teilnehmer.

17 02 21 Stolberg Bild1

Spannende Simulation von Entscheidungsprozessen auf europäischer Ebene

Heute haben 21 Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftskurses der EF des Goethe-Gymnasiums in Stolberg in einem spannenden hochaktuellen Planspiel das Gesetzgebungsverfahren der EU kennengelernt. In dem von EUROPE DIRECT Aachen angebotenem Planspiel „Destination Europe: Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU“ simulierten die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang die Arbeit der EU-Organe in der EU-Asylpolitik. Dafür wurden im EU-Parlament, im Rat der Europäischen Union und in der EU-Kommission an einem Gesetzesvorschlag gefeilt und entsprechende Artikel ausgehandelt.

Jede Schülerin und jeder Schüler hatte zunächst Zeit, sich in die zugewiesene Rolle eines Mitglieds des Europäischen Parlaments oder eines Innenministers im Ministerrat einzuarbeiten. Zwei freiwillige Schüler erarbeiteten als Präsident und Vizepräsident der Kommission einen Gesetzesvorschlag, der anschließend abwechselnd in Parlament und Rat verändert wurde. Nach zwei Lesungen und einer Sitzung des Vermittlungsausschusses konnten der Parlamentspräsident und der Vorsitzende des Ministerrats das fertige Gesetz unterschreiben.

17 02 21 Stolberg Bild2Die Schülerinnen und Schüler konnten in recht hitzigen Diskussionen und Abstimmungen ihre zugewiesenen Rollen vertreten und versuchen, für ihr Land und ihre Position die beste Formulierung des Gesetzes auszuhandeln. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler großes Interesse an politischen Aushandlungsprozessen bewiesen. Sie konnten in diesem Planspiel ihr Wissen über die EU und den dort stattfindenden Gesetzgebungsprozess vertiefen und durch eine Simulation an einem Praxisbeispiel anwenden. Als Alternative zum „normalen“ Unterricht wurde das Planspiel von den Schülerinnen und Schüler als willkommene Abwechslung begrüßt. Hierzu trug insbesondere die Referentin, Frau Isabel Hohmann vom Civic-Institut, bei, die für einen reibungslosen Ablauf des Planspiels und mithilfe umfassender Materialien dafür sorgte, dass die Schülerinnen und Schüler sich bestmöglich in ihre Rollen einarbeiten konnten.