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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

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Flagge Polen 300Die EU-Kommission hat am Mittwoch, 19. Juli, ihre tiefe Besorgnis über die Unabhängigkeit der Justiz in Polen zum Ausdruck gebracht und forderte die polnische Regierung zum Stopp der neuen Gesetze auf. Sollten die geplanten polnischen Gesetze in ihrer jetzigen Form umgesetzt werden, hätten diese Gesetze nach Auffassung der Kommission erhebliche negative Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der polnischen Justiz.

Das Kollegium der Kommissare befasste sich auf seinem Treffen am Mittwoch mit den möglichen rechtlichen und politischen Konsequenzen. Diskutiert wurden eine dritte Empfehlung zur Rechtsstaatlichkeit, die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren sowie die Möglichkeit eines Verfahrens nach Artikel 7 des EU-Vertrags. Der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans kündigte an, das Kollegium werde auf seiner Sitzung am kommenden Mittwoch über weitere Schritte entscheiden.

Auf Initiative von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erläuterte der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans dem Kollegium der Kommissare heute die jüngsten Entwicklungen im polnischen Justizsystem und informierte über den aktuellen Stand beim Dialog zur Rechtsstaatlichkeit, den die Kommission seit 13. Januar 2016 mit Polen führt. Bei der Diskussion über die jüngsten Entwicklungen brachte das Kollegium seine schwerwiegenden Bedenken zum Ausdruck und befassten sich mit den rechtlichen und politischen Optionen, die der Kommission als Hüterin der Verträge wegen ihrer Bedenken jüngsten Entwicklungen im polnischen Justizsystem zur Verfügung stehen. Dabei wurde die Möglichkeit einer dritten Empfehlung zur Rechtsstaatlichkeit an Polen, die Einleitung von Vertragsverletzungen wegen des Verstoßes gegen EU-Recht sowie die Einleitung des Verfahrens nach Artikel 7 des EU-Vertrags diskutiert.

Die Kommissare werden auf ihrer Sitzung kommenden Mittwoch auf der Grundlage einer umfassenden rechtlichen Analyse über weitere Schritte entscheiden. Die Kommission ruft die polnischen Behörden eindringlich dazu auf, die neuen Gesetze zu stoppen und den laufenden Dialog zur Rechtsstaatlichkeit mit dem Ersten Vizepräsident Timmermans wiederaufzunehmen.

Weitere Informationen:

Logo On y va 300

Sie planen ein gemeinnütziges, transnationales Austauschprojekt? Sie beabsichtigen eine Zusammenarbeit mit einem Team, bestehend aus drei Partnern (Deutschland,
Frankreich und einem weiteren EU-Land)? Sie können die Kosten Ihres Projekts abschätzen,
sind aber noch auf der Suche nach einer Fördermöglichkeit?

Dann ist der Ideenwettbewerb "On y va" genau das Richtige für Sie.

Erneut gibt es die Möglichkeit, im Rahmen des Ideenwettbewerbs „On y va – auf geht’s – let’s go!", organisiert von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutsch-Französischen Institut, eine Förderung in Höhe von 5.000€ zu erhalten.
Gesucht werden Teams bestehend aus drei Partnern – einem deutschen, einem französischen und einem aus einem dritten EU-Mitgliedsstaat, die gemeinsam ein gemeinnütziges Austauschprojekt organisieren. Bewerbungsschluss ist der 04.10.2017.
 

EU Flagge in Falten 300Mit einer kurzweiligen und interessanten Umfrage mit dem Titel "ReflectingEU" macht derzeit der Ausschuss der Regionen auf sich aufmerksam - und jeder kann teilnehmen.

Die Umfrage, die sich damit beschäftigt, welche Themen den EU-Bürgern in Ihrer Region derzeit besonders wichtig sind und die auch die Möglichkeit gibt, kurze, eigene Statements zu verfassen, regt zum Nachdenken und zum konstruktiven Dialog an.

Mindestens genauso interessant sind auch die bereits veröffentlichten Ergebnisse, die einen guten Einblick in die bisherigen Ergebnisse aus allen Ländern der EU geben; überraschende, spannende und ermunternde Zahlen inklusive. Ein Blick lohnt sich.

EU Flagge Menschen 300Noch nie waren so viele Menschen in der EU erwerbstätig wie heute. Die Arbeitslosenquote hingegen ist auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Das geht aus dem am Montag, 17. Juli, von der Kommission vorgelegten Jahresbericht zur Beschäftigung und zur sozialen Lage in Europa hervor.

Trotz der positiven Trends wird deutlich, dass es die jüngeren Generationen deutlich schwieriger haben: Sie finden nur mit Mühe einen Arbeitsplatz und arbeiten häufiger in atypischen und prekären Beschäftigungsformen, was zu einem geringeren Sozialschutz führen kann. Deshalb liegt der Schwerpunkt des Beschäftigungs- und Sozialberichts 2017 auf der Generationengerechtigkeit.

Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, sagte: „Dieser Jahresbericht macht erneut deutlich, dass wir uns auf dem Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum befinden. Allerdings wird es den jungen Menschen von heute und ihren Kindern möglicherweise schlechter gehen als ihren Eltern. Das wollen wir nicht und deshalb müssen wir rasch handeln. Durch die europäische Säule sozialer Rechte wollen wir unsere sozialen Standards und Lebensbedingungen für künftige Generationen erhalten und verbessern.“

In der diesjährigen Ausgabe werden die positiven arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Trends sowie ein anhaltendes Wirtschaftswachstum bestätigt. Mit über 234 Millionen Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis war die Beschäftigungsquote in der EU noch nie so hoch wie heute. Seit 2013 wurden in der EU 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen.

Der Bericht macht deutlich, dass junge Menschen trotz einer stetigen Verbesserung der Lebensstandards in der EU im Vergleich zu den älteren Generationen nicht im gleichen Ausmaß von dieser positiven Entwicklung profitieren. Zudem ist auch der Anteil der jüngeren Altersgruppen am Erwerbseinkommen stetig gesunken. Derartige Herausforderungen wirken sich auch auf die privaten Entscheidungen junger Menschen aus, wenn es etwa darum geht, Kinder zu bekommen und ein Haus zu kaufen. Dies könnte sich wiederum negativ auf die Geburtenrate und somit letztendlich auch auf die Tragfähigkeit der Rentensysteme und auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

Darüber hinaus wird die Erwerbsbevölkerung voraussichtlich bis 2060 jedes Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen. Dies bedeutet, dass weniger Arbeitnehmer das derzeitige Wachstum weiter gewährleisten müssen. Zugleich werden somit weniger Menschen in die Rentensysteme einzahlen und oft niedrigere bzw. unregelmäßige Beiträge leisten, die nicht einer Vollzeit- bzw. Standardbeschäftigung entsprechen, während es zugleich mehr Rentenbezieher gibt. Die heutigen und künftigen Generationen von jungen Arbeitnehmern sehen sich daher mit einer doppelten Belastung konfrontiert, die sich aus dem demografischen Wandel und der Notwendigkeit ergibt, die Tragfähigkeit der Rentensysteme zu gewährleisten.

Wie geht es weiter?

Für die politischen Entscheidungsträger gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich auf diese Entwicklungen vorzubereiten und sie abzufedern. Zuerst einmal müssen wir das Humanpotenzial auf dem Arbeitsmarkt in vollem Umfang nutzen, indem bei allen Generationen wichtige Kompetenzen aktiviert und gefördert werden und sichergestellt wird, dass das Verhältnis zwischen der Dauer des Arbeitslebens und der Lebenserwartung ausgewogen ist. Maßnahmen zur Anhebung der Geburtenrate und eine wirksame Steuerung von Migration können hierzu ebenso beitragen wie die Förderung von Innovationen und die Steigerung von effizienten Investitionen in die Kompetenzen und die Aus- und Weiterbildung von jüngeren wie älteren Menschen.

Schließlich können die Sozialpartner einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Kluft zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern leisten, um einen gerechteren Arbeitsmarkt für alle Generationen zu fördern. Dies umfasst unter anderem die Förderung des lebenslangen Lernens, die Bereitstellung von Sozialschutzleistungen und die Mitwirkung bei der Entwicklung und Umsetzung von Rechtsvorschriften zum Beschäftigungsschutz und von aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen.

Hintergrund

In dem jährlich erscheinenden Europäischen Beschäftigungs- und Sozialbericht („Employment and Social Developments in Europe“) werden die neuesten Trends im Beschäftigungs- und Sozialbereich analysiert und Überlegungen zu sich abzeichnenden Problemen und möglichen politischen Reaktionen darauf angestellt. Dieser Bericht ist der wichtigste Bericht der Europäischen Kommission zur Dokumentation und Analyse sowie zur Auswertung von Trends und bevorstehenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt.

Es gibt viele konkrete Beispiele dafür, wie die Kommission die in den jährlichen Berichten aufgezeigten Probleme angeht. So dient beispielsweise die europäische Säule sozialer Rechte als Indikator für faire und reibungslos funktionierende Arbeitsmärkte. Sie soll sicherstellen, dass unsere Sozialmodelle für das 21. Jahrhundert gerüstet sind, insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und der Digitalisierung. Mit Begleitinitiativen wie den Konsultationen der Sozialpartner zur Modernisierung von Arbeitsverträgen und dem Zugang zu Sozialversicherungssystemen sollen klar festgelegte Arbeitsbedingungen und soziale Schutzmechanismen auch für Menschen mit atypischen Beschäftigungsformen sichergestellt werden.

In Menschen zu investieren und sie in die Lage zu versetzen, qualitativ hochwertige Beschäftigungschancen zu nutzen, sind zentrale Aspekte der „Europäischen Agenda für neue Kompetenzen“. Mit der Agenda sollen die Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger verbessert und sie so auf die sich wandelnde Arbeitswelt vorbereitet werden.

Auch die Bemühungen der Kommission um eine Verringerung der Arbeitslosigkeit im Allgemeinen und der Jugendarbeitslosigkeit im Besonderen tragen Früchte. Im Vergleich zum Höhepunkt der Krise im Jahr 2013 sind in der EU inzwischen 1,8 Millionen junge Menschen weniger arbeitslos und 1 Millionen ehemalige junge NEET („Not in Employment, Education or Training“) haben inzwischen eine Arbeit oder eine schulische oder berufliche Ausbildung gefunden. Mit der Verlängerung der Jugendgarantie, der Aufstockung der Mittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und der kürzlich vorgestellten Initiative für weitere Investitionen in Europas Jugend will die Kommission den jungen Menschen möglichst viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.

Weitere Informationen:

KoFlagge Großbritannien 300mmende Woche wird die zweite Verhandlungsrunde zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU in Brüssel stattfinden. Worum es in dieser zweiten Runde geht, hat EU-Chefverhandler Michael Barnier nun erklärt. Er wolle sicherstellen, dass die EU und das Vereinigte Königreich auf der gleichen Basis und mit den gemeinsamen Zielen arbeiten. Die EU habe bereits neun Positionspapiere vorgelegt.

„Wir müssen jetzt die britische Position zu jeder einzelnen dieser Fragen erfahren, um Fortschritte machen zu können“, sagte Barnier. Zu den künftigen Rechten der EU-Bürger in Großbritannien hat das Vereinigte Königreich bereits eine Position formuliert. Derzeit sehe es so aus, als würde die britische Position den betroffenen Bürgern nicht ermöglichen, ihr Leben weiter so zu leben wie bisher.

Es gebe zahlreiche Unterschiede in den Ambitionen, wie zum Beispiel die Frage nach dem für EU-Bürger in Zukunft geltenden Recht. Nach dem Willen der Briten solle für europäische Bürger britisches Recht gelten. Diese aber sei mit Einschränkungen verbunden, zum Beispiel für die Familienzusammenführung, kritisiert Barnier und fordert gleiche Rechte für Bürger auf beiden Seiten. Außerdem will Barnier die die Rechte der europäischen Bürger im Vereinigten Königreich direkt im Austrittsvertrag festschreiben und nicht im britischem Recht, das sich mit der Zeit ändern könnte, wodurch die Rechte nicht langfristig garantiert werden würden. Außerdem soll der Europäische Gerichtshof der höchste Garant der Rechte der Bürger bleiben. Verhandlungsziel der EU ist auch, dass für die europäischen Bürger in Großbritannien klare und einfache Verwaltungsverfahren garantiert werden.

Die Europäische Kommission hat dem Vereinigten Königreich bereits ihre Positionspapiere zur Frage der Rechte der Bürgerinnen und Bürger und zur Frage der finanziellen Abwicklung übermittelt; beide Texte wurden im Einklang mit der Transparenzpolitik der Kommission am 12. Juni veröffentlicht.

Schweißen 300Die EU-Kommission hat am Dienstag, 11. Juli,  die Einigung von EU-Parlament und Rat zur Festlegung neuer oder strengerer Arbeitsplatzgrenzwerte für mehrere krebserregende chemische Stoffe begrüßt, zum Beispiel den auf Baustellen verbreiteten Quarzfeinstaub.

„Durch Krebs sterben mehr Arbeitnehmer als durch jede andere berufsbedingte Erkrankung; in vielen Familien entsteht dadurch enormes Leid“, sagte Sozialkommissarin Marianne Thyssen. „Die heute erzielte Einigung ist daher ein Meilenstein im Arbeitsschutz, vor allem im Hinblick auf arbeitsplatzbedingte Krebserkrankungen.“

Das Europäische Parlament und der Ministerrat haben eine Einigung über den ersten Vorschlag der Kommission zur Änderung der Richtlinie über Karzinogene und Mutagene erzielt. Die Arbeit der Kommission ist damit allerdings nicht getan. Sie hat bereits begonnen, einen Vorschlag für die nächste Gruppe von chemischen Stoffen vorzubereiten, den sie Anfang nächsten Jahres vorlegen will. Die Kommission fordert das Europäische Parlament und den Rat jetzt auf, sich rasch auf einen zweiten Vorschlag zu einigen, den die Kommission im Januar 2017 vorgelegt hat.

Zudem hat die Kommission im Januar 2017 eine breiter angelegte Initiative zur Förderung des Arbeitsschutzes in die Wege geleitet. Wenn alle EU-Organe mit vereinten Kräften vorgehen und entschlossen handeln, können der Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Arbeitnehmer in der EU einen entscheidenden Schritt vorangebracht werden.

Die Kommission möchte allen Verhandlungspartnern für ihre gemeinsamen Anstrengungen danken, vor allem der Berichterstatterin des Parlaments Marita Ulvskog und den Schattenberichterstattern, sowie dem maltesischen Ratsvorsitz und den vorangegangenen Ratsvorsitzen.

Flüchtlinge Serbien 300Die EU-Kommission hat am Montag, 10. Juli, weitere Soforthilfe zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen auf den griechischen Inseln und in Bulgarien bereitgestellt. Nach Griechenland fließen weitere 6,48 Mio. Euro, nach Bulgarien 1,22 Mio. Euro.

Mit der zusätzlichen Soforthilfe wird das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen die beiden Länder bei der Verpflegung, Unterbringung, Gesundheits- und Schulversorgung von Flüchtlingen unterstützen. Die Soforthilfe für Griechenland soll die Situation auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios verbessern. Insgesamt hat Griechenland seit Anfang 2015 rund 361,8 Mio. Euro an Soforthilfe erhalten, zusätzlich zu den bereits veranschlagten 509,5 Mio. Euro aus dem Asyl- Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) sowie dem Fonds für innere Sicherheit (ISF) von 2014-2020. 

In Bulgarien werden die zusätzlichen Sofortmittel u.a. zur Bereitstellung von rechtlicher, psychologischer und psychsozialer Unterstützung, insbesondere für Flüchtlingskinder, eingesetzt. Bulgarien hat damit seit Oktober 2016 rund 170 Mio. Euro an Soforthilfe erhalten, zusätzlich zu den bereits veranschlagten 91 Mio. Euro aus dem Asyl- Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) sowie dem Fonds für innere Sicherheit (ISF) von 2014-2020.

Juncker 2 300Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk vertraten die Europäische Union auf dem G20-Gipfel am 7. -8. Juli in Hamburg. Gastgeber des Gipfels war Deutschland, das 2017 die rotierende G20-Präsidentschaft innehat. Juncker hat den G20-Gipfel in Hamburg genutzt, um das anhaltende Engagement der EU für die Verteidigung unserer gemeinsamen Werte – Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit – weltweit einzutreten. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um zu dem simplen Mittel des Protektionismus zurückzukehren“, sagte Juncker am Freitag zum Auftakt des G20-Gipfels.

Er hob das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen hervor, das die EU und Japan erst einen Tag zuvor als klares Signal für ihren Einsatz für eine offene, regelbasierte Wirtschaftsordnung abgeschlossen hatten. Präsident Juncker zeigte sich erschüttert über die sinnlose Gewalt von Randalierern dankte den Sicherheitskräften für ihren unermüdlichen Einsatz. „Konstruktiv Politik mitgestalten können nur diejenigen, die gemeinsam etwas aufbauen, nicht diejenigen, die wutgetrieben zerstören“, sagte Juncker den Zeitungen der Funke-Gruppe.

Die Bekämpfung des Terrorismus ist und bleibt eine der Prioritäten der G20-Staaten. Als Zeichen der Solidarität haben die Gipfelteilnehmer eine Erklärung zur Terrorismusbekämpfung unterzeichnet. Damit haben sie gezeigt, dass sie fest entschlossen sind, vereint ihren internationalen Verpflichtungen nachzukommen, der Finanzierung des Terrorismus einen Riegel vorzuschieben, jeder Form von Radikalisierung, die zu Terrorismus führen könnte, durch präventive Maßnahmen entgegenzutreten und der Verwendung des Internet für terroristische Zwecke den Kampf anzusagen.

Die G20-Mitglieder befürworteten den Hamburger Aktionsplan und bekräftigten ihr Engagement für die verstärkte Einbeziehung aller Bürger, für Gerechtigkeit und Chancengleichheit beim Streben nach Wirtschaftswachstum und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, wobei die Vorteile der Globalisierung allen gleichermaßen zugutekommen sollen. Dies kommt auch im Reflexionspapier der Kommission „Die Globalisierung meistern“ zum Ausdruck.

In Bezug auf den Klimaschutz nahmen die Gipfelteilnehmer den Beschluss der Vereinigten Staaten von Amerika, aus dem Pariser Übereinkommen auszusteigen, zur Kenntnis, wobei die Vertreter der übrigen G20-Staaten betonten, das Übereinkommen sei unumkehrbar.

Die Gipfelteilnehmer unterstrichen auch ihre feste Absicht, die Koordinierung und die Zusammenarbeit in Sachen Vertreibung und Migration zu intensivieren. Präsident Juncker hob den hohen Stellenwert der Partnerschaft mit Afrika hervor und erinnerte daran, dass die Kommission bereits eine Investitionsoffensive gestartet hat, die darauf ausgerichtet ist, 44 Mrd. Euro zu mobilisieren, damit die eigentlichen Ursachen der Migration vor Ort gelöst werden können.

Am Rande des Gipfels führte Präsident Juncker ein bilaterales Gespräch mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin. Die Präsidenten Juncker und Tusk führten außerdem bilaterale Gespräche mit Nguyễn Xuân Phúc, dem Premierminister von Vietnam, Lee Hsien Loong, dem Premierminister von Singapur, Malcolm Turnbull, dem Premierminister von Australien, und Mauricio Macri, dem Präsidenten von Argentinien, das noch in diesem Jahr die rotierende Präsidentschaft der G20 von Deutschland übernehmen wird. Präsident Juncker und der kanadische Premierminister Justin Trudeau haben sich am Rande des G20-Treffens auf den 21. September 2017 als Datum für den Beginn der vorläufigen Anwendung des EU-Kanada-Handelsabkommens geeinigt.

Nach dem Abschluss des G20-Gipfels nahm Juncker in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe auch Stellung zu den Krawallen in Hamburg und den politischen Folgen. „Ich höre gern zu, wenn mir Menschen etwas zu sagen haben. Das ist eine Selbstverständlichkeit, denn Politik hat den Menschen zu dienen. Im Namen aller, die sich für eine bessere Zukunft engagieren und friedlich demonstrieren, bin ich allerdings erschüttert über die Gewalt, die so unverständlich wie sinnlos ist. Brennende Autos und fliegende Gullideckel mögen laut sein, aber ihre Botschaft erstickt im Lärm und Krawall“, sagte Juncker. „Konstruktiv Politik mitgestalten können nur diejenigen, die gemeinsam etwas aufbauen, nicht diejenigen, die wutgetrieben zerstören."

Hamburg sei als Austragungsort für Weltgipfel geeignet gewesen, unterstrich Juncker. „Vergessen Sie nicht, dass bei einem G20-Gipfel etwa 10,000 Delegierte untergebracht werden müssen. Das geht schlecht in einem Dorf oder auf einer Nordseeinsel. Darüber hinaus war der Gipfel – aller Gewalt zum Trotz – ausgezeichnet vorbereitet. Angela Merkel, aber auch den engagierten Polizisten und Sicherheitskräften gebührt Dank dafür, dass sie sich von den Ausschreitungen nicht vom Kurs haben abbringen lassen.“

Juncker lobte die Polizei und die Hamburger auch noch einmal in einer offiziellen Erklärung. „Ich möchte mich bei der Hamburger und der deutschen Polizei für ihren Einsatz beim G20 bedanken. Die nachbetrachtende Kritik daran ist nicht gerechtfertigt und nicht nachvollziehbar. Jeder Polizist hat Kopf und Kragen riskiert. Das verdient Anerkennung, und nicht Kritik. Auch die Hamburger Bürger, die am Sonntag bei der Aufräumungsarbeit Hand mitangelegt haben, verdienen Respekt und Anerkennung: Hamburg at its best!“

EU Kommission Gebäude 300Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Opel durch den französischen Autobauer Peugeot genehmigt. Nach eingehender Prüfung genehmigte die Kommission das Vorhaben ohne Auflagen, da es auf den betroffenen Märkten keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Mit der Übernahme von Opel erwirbt Peugeot S.A. ("PSA") alle mit Opel verbundenen Vermögenswerte und Beteiligungen und erlangt damit die alleinige Kontrolle über die Gesamtheit von Opel. Da sowohl PSA als auch Opel in der Herstellung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen tätig sind, hat die Kommission die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf die Automobilmärkte sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene und für die Bereiche Groß- und Einzelhandel von Pkw und Nutzfahrzeugen geprüft.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die Marktanteile der beiden Unternehmen bei Herstellung und Verkauf von Kraftfahrzeugen auf allen betroffenen Märkten vergleichsweise gering sind. Nur auf den Märkten in Estland und Portugal erreichen die Unternehmen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge einen Marktanteil von mehr als 40%, jedoch bei einem Zuwachs von unter 5%. Das aus dem Zusammenschluss hervorgegangene Unternehmen hat zudem weiterhin einen starken Wettbewerb seitens anderer internationaler Hersteller. Was die Groß- und Einzelhandelsmärkte betrifft, schloss die Kommission aus, dass das Vorhaben nachteilige Auswirkungen haben könnte, da PSA und Opel unterschiedliche Vertriebskanäle nutzen und unabhängige Einzelhändler, Importeure und Händler haben.

Die Übernahme wurde der Kommission am 30. Mai 2017 zur Genehmigung vorgelegt und auf Grundlage der Fusionskontrollverordnung genehmigt.

JapanDie Europäische Union und Japan haben am Donnerstag, 06. Juli, eine grundsätzliche Einigung über die wesentlichen Elemente eines Wirtschaftspartnerschaftsabkommens erzielt. Nach vierjährigen Verhandlungen ist damit der Weg für eines der weltweit größten Handelsabkommen mit einem speziellen Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzübereinkommen geebnet.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Ratspräsident Donald Tusk und der japanische Premierminister Shinzo Abe verkündeten die grundsätzliche Einigung auf dem heutigen EU-Japan-Gipfeltreffen in Brüssel. Kommissionspräsident Juncker begrüßte die Einigung als ein Zeichen für freien und fairen Handel. „Gemeinsam senden wir die klare Botschaft an die Welt, dass wir für offenen und fairen Handel stehen. Nur wenn wir Hand in Hand arbeiten, werden wir in der Lage sein, weltweit hohe Maßstäbe zu setzen. Das ist die Botschaft, die die EU und Japan morgen gemeinsam den Staats-und Regierungschefs der G20 übermitteln werden“, sagte Juncker.

Juncker verwies zudem auf die über die reine Handelspolitik hinausreichende Signalwirkung der Einigung. „Heute haben wir eine grundsätzliche Einigung über ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen erzielt, dessen Wirkung weit über unsere Grenzen hinausreicht. Mit diesem Abkommen bekennen sich die EU und Japan zu ihren gemeinsamen Werten und zur Einhaltung höchster Standards in Bereichen wie Arbeit, Sicherheit, Umwelt- und Verbraucherschutz“, so Juncker.
EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström fügte hinzu: „Dieses Abkommen ist nicht nur von enormer wirtschaftlicher Bedeutung, sondern wird uns auch einander näher bringen. Wir zeigen damit ganz deutlich, dass die EU und Japan, zwei demokratische und offene internationale Partner, an den freien Handel glauben und daran, dass es besser ist, Brücken zu bauen statt Mauern zu errichten. Da Japan die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist und großes Interesse an europäischen Produkten zeigt, birgt dieses Abkommen für Europa ein gewaltiges Potenzial. Wir rechnen mit einem starken Anstieg der Ausfuhren in zahlreichen Wirtschaftszweigen der EU.“

Japan ist einer der größten Handelspartner der EU. Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen beseitigt den Großteil der von EU-Unternehmen zu entrichtenden Zölle, die sich auf jährlich 1 Mrd. Euro belaufen. Es öffnet den japanischen Markt für wichtige Agrarausfuhren der EU und schafft in zahlreichen Branchen neue Geschäftsmöglichkeiten. Dabei werden höchste Standards in den Bereichen Arbeit, Sicherheit, Umwelt und Verbraucherschutz gesetzt. Öffentliche Dienstleistungen werden weiterhin vollumfänglich geschützt und es wird ein eigenes Kapitel über nachhaltige Entwicklung aufgenommen. In Bezug auf den Schutz personenbezogener Daten wird auf den hohen Standards aufgebaut, die sowohl die EU als auch Japan erst kürzlich in ihren Datenschutzvorschriften verankert haben, wodurch diese noch bekräftigt werden. EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan sagte dazu: „Das ist eine Win-win-Situation für beide Partner, aber ein besonders großer Gewinn für das ländliche Europa. In puncto Landwirtschaft ist das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EU-Japan ist das bedeutendste und weitreichendste Abkommen, das je geschlossen wurde. Heute setzen wir neue Maßstäbe für den Handel mit Agrarerzeugnissen. Für den österreichischen Tiroler Speck, das deutsche Münchener Bier, den belgischen Jambon d‘Ardenne, den Polska Wodka sowie für mehr als 200 weitere geografische Angaben der EU wird von nun an in Japan dasselbe Schutzniveau gelten wie in Europa.“

Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen wird zu einer Steigerung der EU-Exporte führen und großen wie kleinen europäischen Unternehmen sowie Arbeitnehmern und Verbrauchern neue Chancen eröffnen. Der Wert der Ausfuhren aus der EU könnte um einen Betrag von 20 Mrd. Euro steigen. Dadurch könnten mehr Möglichkeiten und Arbeitsplätze in zahlreichen Branchen der EU geschaffen werden, beispielsweise in der Landwirtschaft, bei Lebensmitteln, Lederwaren, Schuhen und Bekleidung, Arzneimitteln, Medizinprodukten und in anderen Bereichen.

Das Abkommen öffnet außerdem die Dienstleistungsmärkte, insbesondere in den Bereichen Finanzdienstleistungen, E-Commerce, Telekommunikation und Verkehr, stellt für EU-Unternehmen den Zugang zu den großen Beschaffungsmärkten Japans in 48 Großstädten sicher und beseitigt bestehende Hemmnisse bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im wirtschaftlich bedeutenden Bereich der Eisenbahn auf nationaler Ebene. Es schützt sensible Wirtschaftszweige der EU – etwa den Automobilsektor – durch Übergangsfristen bis zur Marktöffnung.
Zudem wird das Abkommen die Führungsrolle Europas bei der Gestaltung der Globalisierung und der Regeln des globalen Handels stärken und die Möglichkeit bieten, hierbei unsere Grundwerte einzubringen. Die Interessen und besonderen Anliegen der EU werden ebenfalls gewahrt. Damit trägt das Abkommen dazu bei, einige der Herausforderungen anzugehen, die im von der Kommission im Rahmen des Weißbuch-Prozesses vorgelegten Reflexionspapier Die Globalisierung meistern dargelegt sind.

Die heutige Grundsatzeinigung erstreckt sich auf die meisten Teile des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens. In manchen Kapiteln müssen noch technische Details geklärt werden und es gibt auch Kapitel, die nicht unter die Grundsatzvereinbarung fallen – beispielsweise der Investitionsschutz. Die EU hat ihr reformiertes Investitionsgerichtssystem ins Spiel gebracht und wird auf all ihre Partner – einschließlich Japans – zugehen, um auf die Einrichtung eines multilateralen Investitionsgerichtshofs hinzuarbeiten. Andere Bereiche, in denen weitere Arbeiten erforderlich sind, umfassen die Zusammenarbeit in Regulierungsfragen sowie die Kapitel mit den allgemeinen und den institutionellen Bestimmungen. Auf der Grundlage der heutigen Grundsatzvereinbarung werden beide Seiten ihre Arbeit fortsetzen, um die verbleibenden technischen Fragen zu klären und Ende des Jahres eine endgültige Fassung des Abkommens vorliegen zu haben. Dann wird die Kommission das Abkommen rechtlich prüfen, in alle Amtssprachen der EU übersetzen und schließlich den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament zur Genehmigung vorlegen.

EU Flagge Menschen 300"Die europäische Union ist in der Krise", ein Satz der in den letzten Jahren immer wieder zu hören war. Ein Europa, das an Krücken geht, eine Ehe die mehr zerstritten ist als harmonisiert. Viele Menschen sehen die EU als bürokratisches Monster, als Union, die vor allem durch Uneinigkeit und wirtschaftliche Streitigkeiten auffällt und "den kleinen Mann" nicht mehr vertritt. Brüssel und Straßburg sind für manche Bürger weiter weg als der Mond.

Dabei ist die Europäische Union das Resultat einer Idee, die für den Kontinente Europa die seit Beginn der Geschichtsschreibung längste anhaltende Friedenszeit brachte, eine Idee, die für Kooperation und Miteinander, statt Krieg und Gegeneinander, sorgte. Ein gekeimter Samen der Hoffnung auf Frieden und Völkerverständigung. Seit 60 Jahren stehen die EU und ihre Vorgängerorganisationen, die Montanunion (EWG) und die Europäische Gemeinschaft (EG), für den Erfolg dieses Strebens nach Frieden und friedlicher Koexistenz. 1957 schlossen sich sechs Nationen zusammen (Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande) und unterzeichneten die Römischen Verträge: die Grundlage dessen, was wir heute als Europäische Union kennen. Diese Verträge sind Ausdruck und Sicherung dessen, was eigentlich der wichtigste Aspekt der Europäischen Union ist: der Friede zwischen den Nationen Europas.

Mit kleinen Filmen möchte das Europe Direct Informationszentrum (EDIC) Dresden mit seinem Projekt "closEUp!" ein Gegenbild entwerfen zu den ganzen kritischen Bildern und Stimmen, denen die Europäische Union immer wieder ausgesetzt wird. Sie möchte auf die "errungenen demokratischen Werte" aufmerksam machen, "Europa als Friedensprojekt" darstellen und schlussendlich zeigen, dass es um das kleine, persönliche Europa geht, in dem jeder einzelne die Freiheiten, Chancen und Möglichkeiten nutzen kann, die die EU bietet. In Frieden, Sicherheit und gemeinsamer Zusammenarbeit.

EU Flagge hinter Weltkugel 300In einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs im Vorfeld des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg haben Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk die Prioritäten der Europäischen Union für das G20-Treffen dargelegt.

In ihrer Vorbemerkung betonen die beiden EU-Spitzenpolitiker die weltweit wachsende Bedeutung der Europäischen Union und des europäischen Wertesystems: „Europas Rolle in der Welt und unsere Verantwortung auf internationaler Ebene wachsen in diesen turbulenten Zeiten. Mehr denn je ist die EU zu einem weltweiten Referenzpunkt für all jene geworden, die die Prinzipien von liberaler Demokratie und Menschenrechten, freiem und fairen Handel oder konkreten Maßnahmen in globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Armut, Terrorismus und irreguläre Migration wertschätzen. Eine starke und entschlossene Union ist der beste Weg, um unsere Interessen und Werte zu verbreiten, ein regelbasiertes multilaterales System zu unterstützen und letztlich unsere Bürger zu beschützen und zu verteidigen. In diesem Sinne werden wir in dieser Woche am G20-Gipfel in Hamburg teilnehmen.“

Tusk und Juncker formulieren in ihrem Brief folgende neun Ziele der Europäischen Union für den G20-Gipfel:

  1. Für wirtschaftlichen Wohlstand für alle Menschen sorgen
  2. ein regelbasiertes, offenes und faires Handelssystem fördern
  3. ambitionierte Klimamaßnahmen als Wachstums- und Jobankurbelung vermitteln
  4. das Potenzial der digitalen Revolution erschließen
  5. den Kampf gegen Steuerflucht und-vermeidung verstärken
  6. die Bemühungen im Kampf gegen Terrorismus und dessen Finanzierung intensivieren
  7. ein widerstandsfähigeres Geld- und Finanzmarktsystem anstreben
  8. die Verantwortung für Flüchtlinge und Migranten teilen
  9. mit Afrika als Partner Investitionen, Wachstum und Beschäftigung verwirklichen

Urlaub EU 300Nächsten Freitag beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Für viele bedeutet Ferienzeit auch Reisezeit, daher haben wir für Sie auf unserer Website eine Reihe von Informationen und Informationsquellen zusammengestellt, die Fragen zum Reisen im EU-Ausland beantworten.

Bereits im letzten Jahr haben wir einige Fragen zum Reisen innerhalb der EU beantwortet und auf Dinge verwiesen, die beachtet werden sollten.
In den meisten Bereichen haben sich die EU-Reglungen nicht verändert, allerdings sind seit dem 15.06.2017 die Roaming-Gebühren, die beim Telefonieren und der Nutzung des mobilen Internets anfielen, abgeschafft. Die SIM-Karten können nun ohne zusätzliche Gebühren in den EU-Mitgliedsländern genutzt werden, das betrifft Anrufe aus dem EU-Ausland, SMS und auch das Datenroaming. Bei Anrufen aus dem Heimatland, bzw. dem Land, in dem die SIM-Karte registriert ist (z.B. in Deutschland,) in ein anderes EU-Land (z.B. die Niederlande), können allerdings noch erhöhte Kosten anfallen.
Einen billigeren Handy-Vertrag im Ausland abzuschließen ist aber nicht ohne Weiteres möglich: In der Neuregelung ist eine sogenannte „Fair-Use-Grenze“ enthalten, die die Nutzung des Roaming-Angebots begrenzt - für die meisten Urlauber ist diese Grenze aber großzügig bemessen.

Links zu den weiteren Themen finden Sie hier:

Weitere nützliche Hinweise erhalten Sie auf der Website des Zentrums für europäischen Verbraucherschutz (ZEV) oder in den Informationsbroschüren, die wir für Sie im Eingangsbereich des Bürgersservice am Katschhof auslegen oder die Sie sich während der Öffnungszeiten bei uns im Büro abholen können.
Einen Überblick über alle Broschüren des ZEV finden Sie hier (Link).

Falls Sie beim Reisen mit der Bahn, Bus oder dem Flugzeug einmal Probleme haben sollten und auf ihre Beschwerde beim Verkehrsunternehmen nicht oder nicht zufriedenstellend reagiert wird, kann Ihnen das Eisenbahn Bundesamt (EBA) weiterhelfen. Das EBA ist die deutsche Durchsetzungsstelle, die sich um die gesetzlichen Ansprüche von Reisenden kümmert und diese gewährleistet.

Flaggen Dreiländereck DE NL BEDie Euregio Maas-Rhein (EMR) ist eine Wissensregion. 2000 Schulen, 19 Fachhochschulen und fünf Hochschulen stehen für rund 3,9 Millionen Menschen in der EMR bereit – eine der größten Wissensinfrastrukturen in der Gruppe der EU-Regionen. Grenzüberschreitendes Lernen, Arbeiten und Leben ist für immer mehr Menschen in der EMR zum Alltag geworden.

Das Programm der "Euregioprofilschule", durchgeführt durch die den Zweckverband "region aachen" und die "taal: unie" möchte dafür sorgen, dass grenzüberschreitendes Lernen und interkulturelle Erfahrungen schon in der Grundschule und auch in der weiterführenden Schule erlebbar und Teil des Lehrplans werden. Mittlerweile sind 23 Grundschulen und elf weiterführende Schulen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien am Programm beteiligt. 

In drei wesentlichen Bereichen werden Schülerinnen und Schüler gefördert: Sprachkompetenz, Schüleraustausch und Euregiokenntnisse. Schulen erhalten bei der Umsetzung der Programm Unterstützung, beispielsweise durch das Heft "Auf die Plätze, klaar, partez!" Dieses Heft soll auf spielerische Weise zur Vermittlung der französischen und niederländischen Sprache beitragen. Der Wortschatz orientiert sich an der Alltags- und Erlebniswelt sowie an den Interessen der Kinder.

Das Euregio-Heimatkundebuch "Euregio - Vis-á-vis" erklärt in 46 verschiedenen Kapiteln die unterschiedlichen Regionen und Eigenarten der EMR, setzten sich mit der Kultur und dem Alltag der Nachbarn auseinander. Es gibt Kapitel zum Thema Stauseen und Talsperren, Fritten, Märchen und Legenden, Schlösser, Fußball und vieles, vieles mehr. Die größten Städte der Euregio, Aachen, Maastricht, Lüttich/Liège, Hasslet  und Eupen werden ebenso vorgestellt, wie Mundarten, Religionen und Flughäfen.

"Euregioprofilschule zu sein, bedeutet: den euregionalen Gedanken im schulischen Alltag zu verankern und zu leben, ein lebendiges Kennenlernen einer der beiden Nachbarsprachen (französisch oder niederländisch) zu ermöglichen, den persönlichen Kontakt mit den Nachbarländern zu suchen, im Sach- und Fachunterricht für ein grenzüberschreitendes, interkulturelles Bewusstsein zu sensibilisieren, seinen Schülerinnen und Schülern den Erwerb eines Euregiokompetenz-Zertifikats zu ermöglichen und seine euregionalen Aktivitäten jährlich zu dokumentieren", so heißt es in der Informationsbroschüre. Wer Euregioprofilschule werden möchte, müssen eine kurze Auskunft darüber vorlegen, in welcher Form sie das Euregioprofil an ihrer Schule umsetzten möchten. Dabei steht die Euregionalisierung vorhandener Kompetenzen im Forderung. Die Verantwortlichen des Zweckverbandes stehen in diesem Prozess gerne beratend zur Seite.

Wer gerne einen Blick in die entsprechenden Broschüren werfen möchte oder diese für seine Klasse bestellen will, kann dies gerne im EUROPE DIRECT Büro Aachen machen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

JapanNach ihrem Besuch in Japan hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström den Abschluss der Verhandlungen zum EU-Japan-Gipfel am Donnerstag, 06. Juli, als machbar bezeichnet.

Malmström sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag, 01. Juli, in Tokio: „Wir sind fast da. Wir haben ausreichend Übereinstimmung, so dass unsere Beamten in den kommenden Tagen die verbleibenden Details bereinigen können. Ich bin daher ganz zuversichtlich, dass sich unsere Regierungschefs beim Gipfel auf ein Paket einigen können, wenn sie sich am 6. Juli treffen. Dann haben wir eine politische Einigung über unser Handelsabkommen.“

Cecilia Malmström und EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatten am Freitag, 30. Juni, und Samstag, 01. Juli, in Japan intensive Gespräche geführt, um die Differenzen bei Agrarprodukten und im Automobilsektor aus dem Weg zu räumen. Zuvor hatte das Verhandlerteam der EU-Kommission in Japan die technischen Grundlagen für die Treffen der Politiker ausgearbeitet.

Malmström zeigte sich optimistisch, dass Zölle auf Agrarprodukte, die bis zu 150 Prozent betragen können, weitgehend reduziert oder abgeschafft werden könnten. „Wir hoffen, dass wir unsere Agrarexporte verdreifachen können, was für unsere Landwirte enorm wäre“, sagte Malmström.

Mit Blick auf den Investitionsschutz verwies Malmström auf die Notwendigkeit weiterer Gespräche im Herbst. Hier arbeite man noch mit der japanischen Seite, um das neue europäische System für einen Investitionsgerichtshof zu erläutern, sagte Malmström.

Die EU strebt ein Handelsabkommen mit Japan an, um Handelshemmnisse zu beseitigen. Vor dem G20-Gipfel in Hamburg soll eine politische Einigung mit Japan auch ein deutliches Signal aussenden,  dass zwei der größten Volkswirtschaften der Welt Protektionismus ablehnen.

Ein Handelsabkommen zwischen der EU und Japan würde nicht nur die Wirtschaft auf beiden Seiten ankurbeln. Es geht auch um die Gestaltung der Globalisierung,  bei der die hohen Sicherheits- Umwelt- und Sozialstandards beibehalten werden.

Beide Seiten hatten in 2013 mit der Aufnahme der Verhandlungen begonnen. Die Mitgliedstaaten der EU hatten zuvor der EU-Kommission das Mandat erteilt, in ihrem Auftrag die Verhandlungen zu führen.

estland ratspräsidentschaft 300Zum 01. Juli 2017 hat Estland erstmalig den Vorsitz im Rat der Europäischen Union - kurz die EU-Ratspräsidentschaft - übernommen.

Estland ist der erste Staat der Trio-Ratspräsidentschaft bestehend aus den Estland (Juli 2017 – Dezember 2017), der Bulgarien (Januar 2018 – Juni 2018) und Österreich (Juli 2018  – Dezember 2018). Gemeinsam hatten diese Länder sich Ziele gesetzt, die während ihrer jeweiligen Ratspräsidentschaft verfolgt werden sollten. Darüber hinaus konnte jedes Land eigene Prioritäten setzten.

Das gemeinsame Achtzehnmonateprogramm des Trios umfasst im Einzelnen folgende Thematiken:
1) Eine Union der Arbeitsplätze, des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit
2) Eine Union, die jeden ihrer Bürger befähigt und schützt
3) Auf dem Weg zu einer Energieunion mit einer zukunftsorientierten Klimapolitik
4) Eine Union der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
5) Die Union als starker globaler Akteur

Wie auch schon dem vorherigen Trio aus der Niederlanden, der Slowakei und Malte steht auch Estland keine einfache Ratspräsidentschaft bevor, denn die Probleme der EU sind derzeit besonders groß.

Die wesentlichen Prioritäten der estnischen Ratspräsidentschaft sind

  1. Eine offene und Innovative europäischen Wirtschaft
  2. Ein sicheres und geschütztes Europa
  3. Ein digitales Europa und Datenfreizügigkeit
  4. Ein inklusives und nachhaltiges Europa

Eine offene und Innovative europäische Wirtschaft
Estland möchte sich für den Ausbau eines Geschäftsumfeldes einsetzen, welches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa fördert. Wichtig sind dafür der Schutz der vier Grundfreiheiten - der freie Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr. Neben der Vereinfachung von Unternehmensneugründungen und der Möglichkeit zur Erbringung von Dienstleistungen will sich Estland für die Schaffung von neuen Finanzierungsmöglichkeiten, sowie für den Ausbau eines stabilen und funktionierendes Strommarktes einsetzen. Ein weiter Punkt ist die Verhinderung von Steuerumgehungen, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Ein sicheres und geschütztes Europa
Um die Sicherheit der Einwohner und eine Erfüllung der internationalen Rolle der Europäischen Union zu gewährleisten wird der Fokus der estnischen Ratspräsidentschaft in diesem Bereich auf eine verbesserte Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Terrorismus und organisierte Kriminalität und eine bessere Steuerung der Migrationskrise gelegt. Dazu soll das bisherige europäische Asylsystem reformiert werden. Des Weiteren will sich Estland für eine Unterstützung der Länder der Östlichen Partnerschaft und deren Näherbringung an die EU einsetzen, sowie einen Ausbau der Partnerbeziehung zwischen der EU und NATO und eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben.

Ein digitales Europa und Freizügigkeit
Um beim technologischen Fortschritt mithalten zu können sollen die grenzüberschreitenden digitalen Dienstleistungsangebote einfacher für die Verbraucher zugänglich gemacht werden, um das alltägliche Leben zu erleichtern.

Ein Inklusives und nachhaltiges Europa
Ein weiteres Thema ist die Schaffung von Chancengleichheit zur Förderung von Fähigkeiten, der Beschäftigung und der Zugang zu Dienstleistungen. Dazu sollen Richtlinien zur Freizügigkeit und Mobilität von Arbeitnehmern erneuert und sich für die Schaffung eines nachhaltigeren  Lebensumfeldes vorangetrieben werden.

Besondere Gedanken zum Logo:

Das Logo der estnischen Ratspräsidentschaft entstand, wie auch zuvor das Logo der Slowakei und von Malta, auf dem Wege einer öffentlichen Ausschreibung. Der Entwurf stammt von der Agentur Identity in Tallinn. Als Basis dient das Obelus-Symbol, ein Geteiltzeichen. Die Bedeutung des Logos wird in der Pressemitteilung so beschrieben: "Gleichgewicht ist von unermesslichem Wert für die Rolle des Vorsitzes – in der Mitte des Symbols – um einen verlässlichen Konsens zwischen verschiedenen Ansichten zu erreichen. Heute, mehr denn je, ist Einigkeit im Bezug auf Werte, Ideen und Taten für Europa unerlässlich. Um Europa gemeinsam voranbringen und die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung voll ausschöpfen zu können, müssen wir ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Meinungen, Interessen und Visionen der verschiedenen Mitgliedstaaten herstellen. Das Symbol des Vorsitzes reflektiert den Wunsch nach Gleichgewicht."

Mehr Informationen zur Ratspräsidentschaft finden Sie auch auf unserer Seite (Link)

Studieren 2 370Die EU-Kommission hat 38 weitere internationale Studiengänge im Rahmen des Gemeinsamen Masterabschlusses von Erasmus Mundus ausgewählt. In Deutschland bietet zum Beispiel die Technische Universität München einen Erasmus Mundus Masterabschluss im Bereich Kartographie zusammen mit der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Dresden und der Universität im niederländischen Twente an.

Erasmus Mundus Joint Master Degrees richten sich an Studierende aus der ganzen Welt. Bildungskommissar Tibor Navracsics sagte: „Die Gemeinsamen Masterabschlüsse im Rahmen von Erasmus Mundus zeigen, wie gut Universitäten grenzüberschreitend zusammenarbeiten können – sowohl innerhalb Europas als auch außerhalb. Sie bieten innovative und hochwertige Absolventenprogramme, immer mit dem Fokus auf die Beschäftigungsfähigkeit der Graduierten.“

Die aktuelle Auswahl umfasst Studiengänge an 186 Partner-Universitäten und fast 600 assoziierten Organisationen aus 84 verschiedenen Ländern und aus verschiedensten Bereichen, wie Nano-Chemietechnik, Dokumentarfilmerstellung und Sozialarbeit bis hin zu Forstwirtschaft in den Tropen.

Ein Gemeinsamer Erasmus Mundus-Masterabschluss ist ein internationaler Studiengang, der von einem Konsortium von Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Ländern und gegebenenfalls weiteren Partnern mit einschlägigem Fachwissen und besonderem Interesse an dem Studiengang durchgeführt wird. Für die Studiengänge werden EU-finanzierte Stipendien an die besten Studierenden vergeben, die sich im Rahmen jährlicher Auswahlrunden bewerben. Das Studium muss in mindestens zwei Programmländern stattfinden. Wenn eine Hochschuleinrichtung in einem Partnerland an dem Programm teilnimmt, kann ein Teil des Studiums auch in Partnerländern stattfinden. Die Dauer beträgt mindestens 12 und höchstens 24 Monate.

Bewerben können sich Studierende auf Master-Niveau aus der ganzen Welt. Sie müssen bereits über einen ersten Hochschulabschluss verfügen oder einen nach den Rechtsvorschriften und Verfahren der Länder, die den Abschluss verliehen haben, als gleichwertig zu betrachtenden Bildungsabschluss erworben haben.

Das Stipendium deckt die Teilnahmekosten ab, darunter Studiengebühren, Bibliotheks- und Laborkosten, vollständigen Versicherungsschutz und andere mit einer Teilnahme am Masterstudiengang verbundenen Abgaben; es leistet außerdem einen Beitrag zu Reise- und Einrichtungskosten und beinhaltet eine monatliche Pauschale zur Deckung der Lebenshaltungskosten während der gesamten Laufzeit des Studienprogramms. Der Gesamtbetrag Ihres Stipendiums ist von der Dauer des Studiengangs und der Staatsangehörigkeit abhängig (Studierende aus Nicht-EU-Ländern erhalten höhere Stipendien).

Studieren 3 300Um das Grundwissen über die Europäische Union, ihre Werte, Geschichte, Politik und die Vorteile der europäischen Einigung für die Menschen zu fördern, hat die EU-Kommission den Altiero Spinelli-Preis zur Verbreitung von Wissen über Europa ausgeschrieben. Um den Preis, benannt nach einem der Vordenker der europäischen Integration, können sich zum Beispiel Forscher, Wissenschaftler, Schriftsteller, Journalisten oder Künstler bewerben.

 Eingereicht werden können Werke, die deutlich machen, wofür die EU heute und in Zukunft steht. Bildungskommissar Tibor Navracsics wies darauf hin, dass die Vorteile und Errungenschaften der EU den Bürgern näher gebracht werden sollten. Der Altiero Spinelli-Preis werde hochwertige Arbeiten anerkennen, die effektiv und kreativ das Wissen über Europa verbreiten.

Die Initiative ergänzt die über das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ geförderten Jean-Monnet-Aktionen zu Lehre und Forschung im Bereich der Europäischen Union. Es werden sechs erste, sechs zweite und zehn dritte Preise verliehen, die mit jeweils 60.000 Euro, 30.000 Euro bzw. 20.000 Euro dotiert sind. Interessenten, die eine Bewerbung abgeben wollen, müssen sich bis zum 16. August 2017 registrieren.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 2. Oktober 2017.

Der italienische Politiker Altiero Spinelli zählt zu den Gründervätern der Europäischen Union. Er war maßgeblich an dem im Europäischen Parlament ausgearbeiteten Vertragsentwurf zur Gründung einer föderalen Europäischen Union beteiligt, der nach ihm „Spinelli-Entwurf“ genannt wurde. Der Entwurf wurde 1984 mit überwältigender Mehrheit vom Parlament angenommen und hatte starken Einfluss auf die Gestaltung der EU-Verträge in den 1980er und 1990er Jahren.

PulseofEurope 300Am Sonntag den 02.07 fährt die Tour de France durch Aachen. Daher kann eine reguläre Pulse of Europe Veranstaltung nicht, wie gewohnt, am ersten Sonntag des Monats auf dem Katschhof stattfinden. Stattdessen soll der Kreisverkehr an der Kreuzung Adenauerstraße/Hauptstraße in 52146 Würselen (Nähe XXXL Pallen) in europablau dekoriert werden.

Die Tour de France führt in diesem Jahr durch Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland. Zu diesem Anlass planen viele Pulse of Europe-Städte entlang der Route einen europäischen Gruß in die Welt zu schicken.

Der gemeinsame Treffpunkt ist direkt am Kreisverkehr und das Aachener Pulse of Europe Team wird ab 10.00 vor Ort sein, um die Mitte des Kreisverkehrs zu dekorieren und alle Unterstützer zu empfangen. Es wird darum gebeten sich möglichst in blau zu kleiden und Europa-Flaggen mitzubringen. Es kann auch Essen und Trinken mitbringen, um mit anderen bei einem Picknick ins Gespräch zu kommen, bei gutem Wetter wird es einen Grill geben, der mit genutzt werden kann.

Ab 13:50 Uhr wird die Werbekarawane erwartet. Das Fahrerfeld kommt um ca. 15:32 Uhr.

Personen, die mit dem Auto kommen müssen über Verlautenheide bzw. über die Autobahn A544 anfahren. Parkmöglichkeiten sind im Gewerbegebiet östlich des Kreisverkehrs, das letzte Stück muss dann zu Fuß gegangen werden, da der Kreisverkehr und die Strecke (Hauptstraße) ab 10 Uhr für Fahrzeuge gesperrt sind.

62 europäischer Wettbewerb 169In diesem Jahr fand zum 64. Mal der Europäische Wettbewerb statt, in dem sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen kreativ mit europäischen Themen auseinandersetzen. Ziel ist es das europäische Bewusstsein junger Menschen zu stärken.

Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe Europas und entstand 1953 in Frankreich. Im Laufe der Zeit schlossen sich immer mehr europäische Länder an. Seit 1955 nehmen alle Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland am Wettbewerb teil.
Seit vier Jahren beteiligen sich auch Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung zum Mediengestalter des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen (GuT) mit Beiträgen in unterschiedlichen Modulen - und das überaus erfolgreich. Wie auch schon in den letzten Jahren gewannen die Schülerinnen und Schüler Preise auf Landes- und Bundesebene; insgesamt gingen in diesem Jahr sieben Preise an das GuT, Rebecca Kniepen und Rebecca Krüger gewannen mit ihrer Arbeit den Preis der Bundeskanzlerin

"Goldener Käfig Europa" -
unschuldig schuldig am Sterben der Demokratie
Ein Kommentar von Jens Baumanns

Der Vorjahresgewinner des Bundestagspräsidentenpreises Jens Baumanns, ebenfalls Schüler der GuT, erhielt für seinen Kommentar "Goldener Käfig Europa"  einen Platz im Europaseminar der Friedrich-Ebert Stiftung in Straßburg. In seinem Text rief er die junge Generation auf, ihre Mitgliedschaft im "Eliteclub Europa" und die damit verbunden Privilegien, wie "Bildung, Gesundheit, Internet und Smartphones, Reisefreiheit" und Frieden, nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Man müsse "wieder lernen für unsere Werte zu kämpfen, für Demokratie auf die Straße zu gehen, laut zu sein", um den Rechtspopulismus zu entlarven. Denn "keine 100 Jahre zuvor [führten] gerade Souveränität und Nationalismus zu einem der fatalsten Ereignisse unserer Geschichte […]: Den Ersten Weltkrieg."

Den vollständigen Text finden Sie hier, weitere Beiträge lassen sich auf der Website des Europäischen Wettbewerbs einsehen.

Im Vorfeld der Teilnahme am Wettbewerb wurde das Berufskolleg für Gestaltung und Technik durch EUROPE DIRECT Aachen durch einen Workshop unterstützt.

Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wurde von CDU und FDP unterzeichnet. Neben den gemeinsamen Vorhaben in länderpolitischen Themen finden sich in dem Vertragswerk auch Pläne, die die Zusammenarbeit zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union bzw. den EU-Nachbarländern betreffen.

Nordrhein-Westfalen profitiert besonders von der europäischen Einigung, den einheitlichen Industriestandards und dem freien Personen- und Warenverkehr, daher planen die CDU und FDP gemeinsam die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und seinen Institutionen, sowie den EU-Mitgliedsstaaten in verschiedenen Bereichen zu verbessern.

Im Koalitionsvertrag finden sich hinsichtlich der grenzüberschreitenden und regionalen Zusammenarbeit in den Bereichen Arbeit, Bildung, Medizin, Katastrophenschutz, Verkehr und Sicherheit eine Reihe von konkreten Vorhaben, die während der Regierungszeit umgesetzt werden sollen.
Beispielsweise sollen grenzübergreifende Bildungsprogramme ausgebaut, die Kooperation bei Katastrophen besser koordiniert und die polizeiliche Zusammenarbeit mit den Benelux-Ländern verstärkt werden.

Des Weiteren setzt sich die Landesregierung für die Abschaltung der Kernkraftwerke in Tihange und Doel ein, dafür sollen gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien Konzepte entwickelt werden, durch die die Energieversorgung trotz der Abschaltung der belgischen Atomkraftwerke gewährleistet werden soll.

Beschäftigung Arbeitsplätze Wachstum 300Projektideen von sieben kleinen und mittleren Unternehmen aus Halle (Saale), Wiernsheim, Karlsruhe, Ingolstadt, Saarbrücken, Hamburg und Herscheid wurden in der aktuellen Verfahrensrunde der EU-Forschungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen ausgewählt. Für diese Phase des so genannten KMU-Instruments erhalten die Unternehmen für Projekte aus den Bereichen Verkehrstechnik, Energie und IT je 50.000 Euro und können damit ihre Projektideen zu einem Konzept weiterentwickeln.

Für die in dieser Verfahrensrunde ausgewählten 129 Unternehmen aus 25 Ländern stehen 6,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die meisten erfolgreichen Anträge stammen aus dem Bereich der Informationstechnologie (30 Projekte).

Mit etwa 3 Milliarden Euro über sieben Jahre gehört das KMU-Instrument zu den größeren Instrumenten des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020. Mit Hilfe des Instruments können KMU konkrete Ideen zur Marktreife entwickeln. Es vereint schnelle Förderentscheidungen mit weitgehend themenoffener Förderung. Die Förderung erfolgt phasenweise entlang des Innovationszyklus und gliedert sich in drei Phasen:

  • Machbarkeit - Von der Idee zum Konzept (Phase 1)
  • Umsetzung - Vom Konzept zur Marktreife (Phase 2) und
  • Markteinführung - Kommerzialisierung (Phase 3).

In der Phase 1 wird eine Machbarkeits- oder Durchführbarkeitsstudie mit einer Dauer von rund sechs Monaten pauschal mit 50.000 Euro gefördert. Das Ziel in Phase 1 ist eine Bewertung des Projektvorschlags. Im Fokus dieser Machbarkeitsstudie steht die kommerzielle Umsetzung. Das Ergebnis von Phase 1 soll ein konkreter Businessplan sein, der eine Bewerbung für Phase 2 ermöglicht. Begleitet wird Phase 1 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu drei Tagen.

Flüchtlinge zu Fuß 300Die EU hat weitere 275 Mio. Euro Hilfsgelder für syrische Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften in Aussicht gestellt. Das Geld geht an Hilfsprojekte in der Türkei, in Libanon, in Jordanien, in Irak, in den westlichen Balkanstaaten und in Armenien.

Der Schwerpunkt der Projekte wird auf den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterstützung der lokalen Gemeinschaft, soziale Inklusion und Gleichstellung der Geschlechter liegen. Mit dem neu angenommenen Hilfspaket beläuft sich die Gesamtmittelausstattung des EU-Treuhandfonds auf mehr als 1 Mrd. Euro.

In einer gemeinsamen Erklärung zum Weltflüchtlingstag sagten der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans, die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, und die Kommissare Johannes Hahn, Neven Mimica, Dimitris Avramopoulos und Christos Stylianides: „Heute sind über 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat aufgrund von Konflikten, Gewalt, Naturkatastrophen oder den Auswirkungen des Klimawandels zu verlassen.“ Die EU gehöre zu den größten Gebern weltweit und habe inzwischen fast 10 Mrd. Euro für die Unterstützung von vor dem Krieg in Syrien geflohenen Menschen zur Verfügung gestellt. Es bedürfe aber des globalen Handelns der internationalen Gemeinschaft, um Sicherheit, Würde und Menschrechte der Flüchtlinge zu gewährleisten, so die Kommissare.

Bei der Vorstellung der zusätzlichen Hilfsgelder für syrische Flüchtlinge betonte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, die langfristige Ausrichtung der EU-Unterstützung. „Wir bieten Millionen von Syrern innerhalb des Landes und in der gesamten Region einen Rettungsanker und tragen somit dazu bei, den syrischen Flüchtlingen und deren Aufnahmegemeinschaften eine Zukunft zu sichern. Indem Mädchen und Jungen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung erhalten, wollen wir verhindern, dass infolge des Syrien-Konflikts eine verlorene Generation von Kindern heranwächst. Es ist unsere moralische Pflicht und es ist auch die klügste Investition, die wir in Fragen der Sicherheit, Stabilität und Wohlstand unserer eigenen Region machen können. Es ist letztendlich eine Investition in unsere Zukunft“, sagte Federica Mogherini.

Autobahn LKW 300Die EU-Kommission hat am Mittwoch, 21, Juni, Geldbußen in Höhe von 26,744 Mio. Euro gegen Automotive Lighting und Hella wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell im Bereich der Fahrzeugbeleuchtung verhängt. Gegen Valeo wurde keine Geldbuße festgesetzt, da das Unternehmen die EU-Kommission von dem Kartell in Kenntnis gesetzt hat. Alle Unternehmen räumten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten dem Vergleich zu.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Die Kommission hat ein weiteres Kartell in der Automobilindustrie sanktioniert. Drei Hersteller von Fahrzeugbeleuchtungssystemen haben PKW- sowie Nutzfahrzeughersteller durch ihre Absprachen geschädigt, anstatt miteinander zu konkurrieren. Mit dem heutigen Beschluss wird verdeutlicht, dass wir Kartelle, die den europäischen Markt beeinträchtigen, nicht akzeptieren.“

Fahrzeugbeleuchtungssysteme umfassen Teile wie Scheinwerfer oder Tagfahrlicht. Das Kartell betraf die Lieferung solcher Teile an PKW- sowie Nutzfahrzeughersteller nach dem Ende der Serienherstellung eines Fahrzeugmodells. Aus der Untersuchung der Kommission ging hervor, dass Automotive Lighting, Hella und Valeo ihre Preise und andere Handelsbedingungen für die Lieferung von Fahrzeugbeleuchtungssystemen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) über mehr als drei Jahre koordinierten.

Die drei Unternehmen trafen sich - meist bilateral - auf Messen, am Rande von Veranstaltungstagen der Lieferanten, die von Kunden organisiert wurden, während Kundenbesuchen, aber auch außerhalb solcher Veranstaltungen.

Die Unternehmen besprachen Ausschreibungsquoten und Verhandlungsstrategien und tauschten Informationen über den Stand der Verhandlungen mit Kunden in Bezug auf Preiserhöhungen sowie andere Informationen aus. Darüber hinaus einigten sich die Parteien darauf, dass sie nach dem Ende der Serienherstellung spezifischer Fahrzeugmodelle Preiserhöhungen für Ersatzteile anstreben sollten. Auch koordinierten sie die Beendigungsfrist für die Gewährleistung der vertraglichen Verfügbarkeit der besagten Ersatzteile.

Geldbußen

Ausschlaggebend für die Höhe der Geldbußen waren der Umsatz der Kartellmitglieder bei den im EWR verkauften Ersatzteilen für Fahrzeugbeleuchtungssysteme mit PKW- sowie Nutzfahrzeugherstellern nach dem Ende der Serienherstellung eines Fahrzeugmodells. Die Kommission berücksichtigte zudem die Schwere der Zuwiderhandlung, die geografische Reichweite des Kartells und seine Dauer.

Nach der Kronzeugenregelung der Kommission aus dem Jahr 2006:

  • wurde Valeo die Geldbuße, die über 30.5 Mio. Euro betragen hätte, vollständig erlassen, da das Unternehmen die Kommission über die Existenz des Kartells informiert hatte.
  • Für Automotive Lighting und Hella wurden die Geldbußen ermäßigt, um ihre Zusammenarbeit mit der Kommission bei der Untersuchung zu berücksichtigen. Die Höhe der Ermäßigung richtet sich danach, wann die Unternehmen ihre Zusammenarbeit angeboten haben und inwieweit die von ihnen vorgelegten Beweismittel zum Nachweis des Kartells beigetragen haben.

Darüber hinaus ermäßigte die Kommission die verhängten Geldbußen nach ihrer Mitteilung über Vergleichsverfahren aus dem Jahr 2008 um 10 %, da die Unternehmen ihre Beteiligung am Kartell einräumten und die Verantwortung dafür übernahmen.

Für Valeo bedeutet dies, dass keine Strafe gezahlt werden muss, Automotive Lightning muss 16,34 Millionen Euro zahlen, Hella 10,39 Millionen.


Hintergrund

Beleuchtungssysteme umfassen Scheinwerfer (mit LED-, Xenon- oder Halogentechnologie), Tagfahrlicht (mit LED- oder traditionellen Glühbirnen), Rücklichter und hochangebrachte Bremsleuchten (mit LED- oder traditionellen Glühbirnen), Nebelscheinwerfer und Nebenlichter. Nicht dazu gehören elektronische Bestandteile wie Ausleuchtungs- sowie Kontroll- und Belastungsanzeigen.

Der heutige Beschluss zu den Beleuchtungssystemen ist Teil einer Reihe umfangreicher Untersuchungen von vermuteten Kartellen in der Automobilzulieferindustrie. Die Kommission hat bereits Geldbußen gegen Anbieter von Kfz-Wälzlagern, von Kfz-Kabelbäumen, von Weichschaum, der unter anderem in Autositzen verwendet wird, von Kfz-Standheizungen, von Generatoren und Anlassern und von Klimatisierungs- und Motorkühlsystemen verhängt. Weitere laufende Untersuchungen betreffen beispielsweise Sicherheitssysteme für Fahrzeuginsassen.

Hintergrundinformationen zum Verfahren

Nach Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) und Artikel 53 des EWR-Abkommens sind Kartelle und andere wettbewerbswidrige Verhaltensweisen verboten.

Die Untersuchung der Kommission in dieser Sache begann mit einem Antrag von Valeo auf Erlass der Geldbuße.

Sobald alle Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Daten geklärt sind, werden weitere Informationen zu diesem Kartellfall unter der Nummer 40013 im öffentlich zugänglichen Register der Kommission auf der Website der Generaldirektion Wettbewerb veröffentlicht. Weitere Informationen über die Maßnahmen der Kommission gegen Kartelle finden sich auf ihrer Website unter der Rubrik Kartelle.

Schweißen 300Zum Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen hat die EU-Kommission hat ein neues Instrument vorgestellt, das Kompetenzen und Qualifikationen von Drittstaatsangehörigen darstellen und ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt leichter machen soll. Konkret handelt es sich um einen Off-/Online-Webeditor, der es Drittstaatsangehörigen ermöglicht, ihre Kompetenzen und Qualifikationen so darzustellen, dass sie EU-weit für Arbeitgeber, Bildungsanbieter und Organisationen, die mit Migranten arbeiten, gut verständlich sind.

Das Kompetenzprofil-Instrument soll es Aufnahmezentren und öffentlichen Arbeitsverwaltungen ermöglichen, den betreffenden Menschen bei der  Anerkennung ihrer Qualifikationen zu helfen und ihnen Orientierungshilfe zu Bildung oder Beschäftigung anzubieten.

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin, Marianne Thyssen, erklärte dazu: „In der heutigen Arbeitswelt muss jeder seine Kompetenzen auf unseren Arbeitsmärkten uneingeschränkt einsetzen können. Die Fähigkeiten von Drittstaatsangehörigen dürfen nicht ungenutzt bleiben. Unser Kompetenzprofil-Instrument wird ihnen den Weg zur Arbeit ebnen. Es wird zudem den nationalen Behörden ermöglichen, sich ein genaues Bild von ihren Kompetenzen und Qualifikationen zu machen, sodass die Verwaltungen Problemen begegnen und Möglichkeiten für die Eingliederung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und anderen Migranten in den Arbeitsmarkt ausloten können. Das ist ein Gewinn für alle Beteiligten.“

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, ergänzte: „Die Migranten kommen mit ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu uns, die für unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften eine echte Bereicherung sein können. Investitionen in eine frühzeitige Eingliederung in den Arbeitsmarkt sind daher äußerst wichtig. Einer erfolgreichen Integration kommt eine zentrale Rolle zu, wenn die Migration zu einer Chance für alle Beteiligten werden soll. Unser Kompetenzprofil wird für neu angekommene Drittstaatsangehörige den Weg in die Beschäftigung verkürzen, indem es ihre persönlichen Kompetenzen klar darstellt.“

Hintergrund

Mit dem Instrument soll das Ungleichgewicht zwischen Kompetenzen und Arbeitsplatzangebot für Drittstaatsangehörige behoben werden. Zielgruppe sind sowohl Drittstaatsangehörige mit einem hohen Bildungsniveau – die möglicherweise Hilfe bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen brauchen –, als auch Drittstaatsangehörige mit einem niedrigem Bildungsniveau, die weitergebildet werden müssen, um die auf unserem Arbeitsmarkt geforderten Kompetenzen zu erwerben.

Außerdem hemmen die mangelnden Kenntnisse einiger Drittstaatsangehöriger in der/den Sprache/n des Aufnahmelandes ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Das Instrument wird bei der Identifizierung dieser Lücken helfen. Es ergänzt andere Tools zur Gewährleistung der Transparenz von Kompetenzen, wie den Europass und den Europäischen Qualifikationsrahmen, die beide im Rahmen der neuen Agenda für Kompetenzen überarbeitet worden sind, um den Arbeitgebern, Bildungsanbietern und zuständigen Behörden die Möglichkeit zu geben, nationale Qualifikationen auf EU-Ebene und auf internationaler Ebene miteinander zu vergleichen.

Das Kompetenzprofil-Instrument der EU steht auch in Einklang mit dem Aktionsplan der Europäischen Kommission für die Integration von Drittstaatsangehörigen, der ebenfalls vor einem Jahr auf den Weg gebracht wurde, um die Mitgliedstaaten bei der Integration der 20 Millionen Drittstaatsangehörigen, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, zu unterstützen. Die Kommission hat seitdem verschiedene Initiativen für eine verbesserte Eingliederung von Drittstaatsangehörigen in den Arbeitsmarkt ergriffen, zuletzt die Initiative „Arbeitgeber gemeinsam für Integration“, mit der die Bemühungen von Arbeitgebern zur Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und anderen Migranten gefördert werden.

Zum heutigen Start des Kompetenzprofil-Instruments besuchte die Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, Marianne Thyssen, ein Aufnahmezentrum für Asylbewerber der Föderalen Agentur für die Aufnahme von Asylbewerbern (Fedasil) in Brüssel. Hier konnte sie sich persönlich ein Bild davon machen, wie Sozialarbeiter und -betreuer das Instrument zur Unterstützung von Flüchtlingen und Asylsuchenden einsetzen können, um sie bei ihrem Integrationsprozess zu begleiten. Dieser Besuch kann auf EbS verfolgt werden. Außerdem finden in Brüssel eine Auftaktveranstaltung und eine Networking-Konferenz statt.