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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
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EU Kerze 300Sind Sie noch auf der Suche nach neuen Rezepten für Ihre Weihnachtsbäckerei? Im digitalen Adventskalender „Europa backt“ der Europa-Abteilung im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung werden süße kleine Versuchungen aus allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union vorgestellt – vom Anisbrot aus Frankreich bis zu Zimtsternen aus Deutschland.

Dieser Adventskalender ist ein echter "Blick über den Tellerrand": Hinter jedem Kalendertürchen verbirgt sich ein typisches Weihnachtsrezept für Plätzchen, Lebkuchen oder Gebäck aus einem anderen Mitgliedstaat. Dazu werden die EU-Länder vorgestellt – weihnachtliche Geschichten und Anekdoten eingeschlossen.

Was feiern die Schweden etwa am 13. Dezember? Wer ist die Befana? Wozu schleifen die Esten einen Eichenklotz durch die Dörfer? All das erzählt ab 1. Dezember dieser Adventskalender – doch wie immer bei Europa geht es um viel mehr.

Auch beim Plätzchenbacken zeigt sich, dass die Europäer Vieles eint. Da wäre zum Beispiel diese kleine Schwäche für Pfefferkuchen, den es in dutzenden Varianten gibt. Mancher Rezept-Klassiker gehört nun mal keinem Land ganz allein. Klar ist auch, dass es nicht nur um Kekse gehen soll. Auch die Mitgliedstaaten, der gemeinsame europäische Gedanke verdienen einen genaueren Blick.

Schienen 300In knapp drei Stunden von Berlin nach Nürnberg: Am 8. Dezember wurde die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nürnberg und Berlin eingeweiht, in die die Europäische Union in den vergangenen Jahren fast 380 Mio. Euro investiert hat. Diese neue Bahntrasse wird für mehr Wettbewerb im Schienenverkehr sorgen, nicht nur in Deutschland, sondern entlang des gesamten Skandinavien-Mittelmehrkorridors des EU-Verkehrsnetzes.

Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Crețu erklärte: „Die EU investiert in schnellere, umweltfreundlichere und reibungslosere Verbindungen in ganz Europa, die dem Bürger unmittelbaren Nutzen bringen. Die offizielle Eröffnung dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke ist eine gute Nachricht.“ Die für Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc sagte: „Diese Strecke wird den Fahrgästen spürbare Vorteile bringen, da sie die Fahrzeit von Berlin nach München um zweieinhalb Stunden verkürzt. Sie wird auch die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahnen in Europa stärken. Mehr denn je brauchen wir einen starken und offenen Eisenbahnsektor, um unsere ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen und zu einer emissionsarmen Mobilität überzugehen.“

Die EU-Mittel für dieses Projekt stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (320,6 Mio. Euro) und aus dem Verkehrsförderprogramm TEN-V (57,7 Mio. Euro), dem Finanzierungsmechanismus der EU zur Unterstützung von Infrastrukturnetzen, der 2014 durch die Connecting Europe Facility ersetzt wurde.

Global Handel 300EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Japans Premierminister Shinzo Abe haben am 8. Dezember die Einigung über das seit 2013 verhandelte Wirtschaftsabkommen bekanntgegeben. Beim EU-Japan-Gipfeltreffen im vergangenen Juli hatten sich beide Seiten bereits auf eine gemeinsame politische Vereinbarung geeinigt. Nun haben sich Handelskommissarin Cecilia Malmström und der japanische Wirtschaftsminister über die letzten noch offenen Punkte verständigt. Damit kann das größte jemals von der EU ausgehandelte bilaterale Freihandelsabkommen nach Zustimmung durch Europäischem Parlament und Mitgliedstaaten möglicherweise schon 2019 in Kraft treten.

Juncker begrüßte die Einigung als starke Botschaft gegen Protektionismus und für offenen Handel. „Das ist die EU von ihrer besten Seite. Die EU und Japan senden eine starke Botschaft zur Verteidigung eines offenen, fairen und regelbasierten Handels. Das Abkommen verankert gemeinsame Werte und Prinzipien und bringt spürbare Vorteile für beide Seiten, während es die jeweiligen Empfindlichkeiten berücksichtigt.“

„Genau zur rechten Zeit – wir halten unser Versprechen, das Win-Win-Abkommen noch in diesem Jahr abzuschließen. Die EU und Japan teilen eine gemeinsame Vision von einer offenen und regelbasierten Weltwirtschaft, die höchste Standards garantiert. Das Potenzial des Abkommens ist enorm und ich freue mich, dass die EU und Japan auf gutem Weg sind, das Abkommen nächstes Jahr zu unterzeichnen“, fügte Malmström hinzu.

EU-Firmen exportieren jährlich Waren im Wert von über 58 Milliarden Euro und Dienstleistungen im Wert von mehr als 28 Milliarden Euro nach Japan. Europäische Unternehmen stehen jedoch beim Export nach Japan vor Handelshemmnissen, die ihnen den Wettbewerb erschweren. Das Handelsabkommen mit Japan hat daher zum Ziel diese Hemmnisse zu beseitigen, zur Ausgestaltung globaler Handelsregeln beizutragen, die unseren hohen Standards und unseren gemeinsamen Werten gerecht werden und ein deutliches Signal dahin gehend auszusenden, dass zwei der größten Volkswirtschaften der Welt Protektionismus ablehnen.

Parallel dazu verhandelt die EU auch über ein strategisches Partnerschaftsabkommen mit Japan.

EU Puzzle 370„Die Verhandlungen sind nicht einfach, aber uns ist jetzt ein erster Durchbruch gelungen. Ich sehe mit Genugtuung, dass wir einen fairen Deal mit dem Vereinigten Königreich erzielt haben. Wenn sich die 27 Mitgliedstaaten unserer Bewertung anschließen, ist der Weg frei, damit wir sofort die zweite Phase der Verhandlungen in Angriff nehmen können“, sagte Kommissionspräsident Juncker nach einem Frühstück mit Theresa May in Brüssel.

Jetzt ist der Europäische Rat (Artikel 50) am Zug: Er muss am 15. Dezember 2017 entscheiden, ob ausreichende Fortschritte erzielt worden sind, damit die zweite Verhandlungsphase beginnen kann. Ratspräsident Donald Tusk legte den Staats- und Regierungschefs umgehend seinen Entwurf der Leitlinien für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen vor.

Die Bewertung der Kommission beruht auf einem Gemeinsamen Bericht der Unterhändler der Kommission und der britischen Regierung, der von Premierministerin Theresa May bei einem Treffen mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gebilligt wurde. Nach Überzeugung der Kommission sind in allen drei Bereichen, die in den Leitlinien des Europäischen Rates vom 29. April 2017 als wesentlich genannt wurden, ausreichende Fortschritte erzielt worden: bei den Rechten der Bürgerinnen und Bürger, beim Dialog über Irland/Nordirland und bei der finanziellen Einigung. Der Unterhändler der Kommission hat sichergestellt, dass die Lebensentscheidungen der im Vereinigten Königreich lebenden EU-Bürgerinnen und -Bürger respektiert werden. Auch nach dem Brexit werden im Vereinigten Königreich lebende EU-Bürger und in der EU-27 lebende Briten ihre heutigen Rechte unverändert behalten. Die Kommission hat auch durchgesetzt, dass die im Vereinigten Königreich lebenden EU-Bürger keine teuren und komplizierten Verwaltungsverfahren auf sich nehmen müssen.

Der Chefunterhändler der Kommission, Michel Barnier, erklärte: „Grundlage für die Bewertung der Kommission sind die realen, echten Fortschritte bei allen unseren drei Prioritäten. Wenn wir uns hierauf verständigen und einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, können wir den Blick nun nach vorn richten und voller Vertrauen und Zuversicht über unsere künftigen Beziehungen reden.“

Gelangt der Europäische Rat (Artikel 50) zu dem Schluss, dass ausreichende Fortschritte erzielt worden sind, können die Unterhändler der Europäischen Kommission und der britischen Regierung damit beginnen, auf Basis eines gemeinsamen Berichts und der Verhandlungsergebnisse bei anderen Brexitfragen ein Austrittsabkommen nach Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union auszuarbeiten. Gemäß den Leitlinien vom 29. April 2017 und sobald die Mitgliedstaaten der Kommissionsbewertung zugestimmt haben, kann die Kommission sofort dazu übergehen, etwaige Übergangsregelungen auszuarbeiten und Sondierungsgespräche über die künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich aufzunehmen.

Waage 300Die Europäische verklagt die Tschechische Republik, Ungarn und Polen vor dem Europäischen Gerichtshof, weil diese Länder ihren rechtlichen Verpflichtungen bei der Umverteilung von Flüchtlingen nicht nachkommen. 

Am 15. Juni 2017 hatte die Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen die Tschechische Republik, Ungarn und Polen eingeleitet. Da die Antworten der drei Mitgliedstaaten nach Ansicht der Kommission nicht zufriedenstellend ausfielen, leitete die Kommission daraufhin die nächste Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens ein und übermittelte am 26. Juli 2017mit Gründen versehene Stellungnahmen.

Obwohl der Gerichtshof der Europäischen Union in seinem Urteil vom 6. September die Gültigkeit der Umverteilungsregelung bestätigt hat, verstoßen die Tschechische Republik, Ungarn und Polen weiterhin gegen ihre rechtlichen Verpflichtungen. Ihre Antworten auf die Stellungnahmen wurden erneut als nicht zufriedenstellend befunden, und es gibt keine Hinweise darauf, dass die drei Länder ihren Beitrag zur Durchführung des Umverteilungsbeschlusses leisten werden. Aus diesem Grund hat die Kommission beschlossen, die nächste Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens einleiten und die drei Mitgliedstaaten vor dem Gerichtshof der EU zu verklagen.

Nach den Ratsbeschlüssen sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, alle drei Monate verfügbare Plätze zuzusagen, um eine zügige und geordnete Umverteilung zu gewährleisten. Während alle anderen Mitgliedstaaten in den vergangenen Monaten Umverteilungen durchgeführt oder Zusagen geleistet haben, ist Ungarn seit Beginn der Umverteilungsregelung in keiner Form tätig geworden, und Polen hat seit Dezember 2015 Umverteilungen weder vorgenommen noch zugesagt. Die Tschechische Republik hat seit August 2016 keine Umverteilungen mehr durchgeführt und seit über einem Jahr keine Zusagen mehr gemacht.

Mogherini 300 2Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini hat sich besorgt über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump geäußert, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Jetzt sei wichtig, dass alle Seiten sich friedlich verhielten und zu einer Deeskalation beitrügen, sagte Mogherini am 7. Dezember bei einer Pressekonferenz in Brüssel. „Die Position der EU habe sich nicht geändert. Die Ansprüche beider Seiten müssen erfüllt und über Verhandlungen muss ein Weg gefunden werden, um den Status von Jerusalem als künftige Hauptstadt beider Staaten zu klären.“

Mogherini appellierte an alle Akteure in der Region, Ruhe zu bewahren und von Eskalationen abzusehen. Sie habe mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas telefoniert und ihm versichert, die EU halte an ihrer Zweistaatenlösung zur Befriedung des Nahen Ostens fest. Es sei wichtig, sich auf ernsthafte Verhandlungen über den endgültigen Status von Jerusalem zu konzentrieren, so Mohgerini weiter.

US-Präsident Donald Trump hatte ám 6. Dezember bekanntgegeben, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen.

Digitaler Binnenmarkt 1 300Die Kommission begrüßt die von den EU-Finanzministern erzielte Einigung über eine Reihe von Maßnahmen, die das Mehrwertsteuersystem für Online-Unternehmen in der EU vereinfachen sollen. Das neue System macht es Verbrauchern und Unternehmen, insbesondere Start-ups und KMU, leichter, Waren grenzüberschreitend online zu verkaufen und zu kaufen. Das hilft auch den Mitgliedstaaten, die derzeit auf 5 Mrd. Euro jährlich veranschlagten Mehrwertsteuerverluste bei Online-Umsätzen zu verhindern.

Andrus Ansip, Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, sagte: „Dies ist ein weiterer Schritt zur Förderung des elektronischen Handels in Europa. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Abkommen erzielt, mit dem ungerechtfertigtes Geoblocking verhindert wird, durch das die Verbraucher beim Online-Kauf benachteiligt werden. Unternehmen, die ihre Waren im Ausland vertreiben, unterliegen den gleichen Mehrwertsteuerpflichten wie bei Verkäufen im Inland. Dadurch werden öffentliche Dienstleistungen effizienter, und auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird verbessert.“

Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, erklärte dazu: „Schritt für Schritt schaffen wir ein neues Mehrwertsteuersystem, das seinen Zweck erfüllt und grenzüberschreitend tätigen Online-Unternehmen zum Erfolg verhilft. Zugleich stellen wir sicher, dass Unternehmen in Drittländern, die ihre Waren direkt und über Online-Marktplätze an Verbraucher in der EU verkaufen, nicht bevorzugt werden. Die heute erzielte Einigung ebnet auch den Weg für die so dringend benötigte grundlegendere Reform des Mehrwertsteuersystems in der EU.“

Durch die neuen Vorschriften ist gewährleistet, dass die Mehrwertsteuer in dem Mitgliedstaat entrichtet wird, in dem der Endverbraucher ansässig ist, was zu einer gerechteren Verteilung der Steuereinnahmen zwischen den EU-Mitgliedstaaten führt. Sie werden dazu beitragen, einen neuen Ansatz für die Erhebung der Mehrwertsteuer in der EU, der bereits für den Verkauf von elektronischen Dienstleistungen etabliert ist, zu festigen und eine der wichtigsten Zusagen im Rahmen der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt in Europa zu erfüllen. Die erzielte Einigung ist überdies ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer endgültigen Lösung für einen einheitlichen europäischen Mehrwertsteuerraum, wie in den jüngsten Vorschlägen der Kommission für eine Reform des Mehrwertsteuersystems in der EU dargelegt.

datenschutz 370Am 15. Januar 2018 startet der Europäische Ausschuss der Regionen seinen neuen Online-Kurs, der sich mit der Frage beschäftigt, wie sich die EU-Mittel mit dem größtmöglichen Nutzen für die Regionen und Städte der EU einsetzen lassen. Der Kurs bietet einschlägige Informationen zu aktuellen und künftigen Politiken und Programmen der EU sowie praktische Instrumente und Beispiele für vorhandene Finanzierungsmöglichkeiten auf der regionalen und lokalen Ebene.

Sie können den Kurs in Englisch, Französisch oder Deutsch verfolgen. Nach Abschluss des Kurses erhalten Sie ein kostenloses Abschlusszertifikat! Der Kurs ist kostenlos und offen für alle, die an der EU sowie an regionalen und lokalen Themen interessiert sind, und über alle Geräte zugänglich.

Der Kurs wird über die Online-Lernplattform Iversity angeboten und umfasst Videos, Informationsblätter, Infografiken sowie im Internet übertragene Live-Debatten mit Fragerunden der Kursteilnehmer. Darüber hinaus haben die Kursteilnehmer über ihre Lerntagebücher die Möglichkeit zur Interaktion auf der Kursplattform.

Der Kurs wird sechs Wochen dauern (15. Januar - 23. Februar 2018). Jede Woche widmet sich einem anderen Thema. Der zeitliche Lernaufwand beträgt ca. 1,5 Stunden pro Woche. Das Kursmaterial bleibt ein Jahr lang online verfügbar. Selbst wenn Sie nicht alle Kapitel im Januar und Februar abschließen können, haben Sie die Möglichkeit, das Kursmaterial in Ihrem eigenen Tempo zu bearbeiten.

Durchgeführt wird der Kurs vom Europäischen Ausschuss der Regionen gemeinsam mit mehreren Partnern: vier Generaldirektionen der Europäischen Kommission (Regionalpolitik und Stadtentwicklung, Haushalt, Beschäftigung, Soziales und Integration, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung), Eurostat, sowie die Europäische Investitionsbank, Interreg Europe und Urbact.

Für wen ist dieser Kurs?
Dieser Kurs richtet sich an alle, die sich für die EU und ihre regionalen und lokalen Angelegenheiten interessieren, insbesondere an Beamte der regionalen und lokalen Verwaltungen, die an EU-Angelegenheiten beteiligt sind. Darüber hinaus richtet sich der Kurs auch an Studenten, Lehrer, lokale Journalisten und Bürger im Allgemeinen.

Was werde ich lernen?
In diesem Kurs lernen Sie, wie die EU-Institutionen funktionieren und zusammenarbeiten, wie der EU-Haushalt vorbereitet wird und welche Auswirkungen dies auf Politik und Aktivitäten auf regionaler und lokaler Ebene hat. Es werden aktuelle und zukünftige EU-Programme sowie Statistiken, praktische Beispiele und Erfolgsgeschichten konkreter EU-finanzierter Projekte auf dem gesamten Kontinent vorgestellt.

  • Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Anmeldung und weitere Informationen
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/region-online

KlimawandelDie Europäische Union und ihre Partner in der Arktis (Kanada, China, Dänemark, Japan, Korea, Norwegen, Kanada, die Russische Föderation und die Vereinigten Staaten) haben am 30.11.2017 ein Abkommen geschlossen, um unregulierte kommerzielle Fischerei in der arktischen Hochsee zu verhindern.

Das Abkommen tritt in Kraft, sobald alle zehn Vertragsparteien das Abkommen unterzeichnet und ratifiziert haben. Es gilt solange, bis ausreichend wissenschaftliche Informationen für die nachhaltige Nutzung der Fischbestände in der Region verfügbar sind.

Die arktische Region erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was zu einer Veränderung der Größe und Verteilung der Fischbestände führt. Infolgedessen wird die arktische Hochsee mittel- bis langfristig für die kommerzielle Fischerei attraktiver.

Bislang waren die meisten arktischen Hochseegebiete jedoch von keinem internationalen Erhaltungs- und Bewirtschaftungsregime erfasst. Das Abkommen, das in Washington in der fünften und letzten Verhandlungsrunde erzielt wurde, wird ein erster Schritt zur Schaffung regionaler Fischereiorganisationen für den zentralen Arktischen Ozean sein, um sicherzustellen, dass die künftige Fischerei nachhaltig betrieben wird.

Karmenu Vella, Kommissar für Umwelt, Fischerei und maritime Angelegenheiten erklärte: „Das Engagement und die Führungsstärke aller Parteien haben es ermöglicht, zu dieser historischen Vereinbarung zu gelangen, die das maritime Ökosystem für künftige Generationen bewahrt.“

Das Abkommen steht im Einklang mit der Position der Europäischen Union, dass keine kommerzielle Fischerei in der Arktis beginnen sollte, bevor nicht ein wissenschaftlich fundiertes Bewirtschaftungssystem eingeführt wurde. Die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der hohen See hat eine herausragende Stellung in der Arktispolitik der EU und in der Internationalen Meerespolitik.

pulse of europe aachen 300Seit März trefft sich die Bürgerinitiative #PulseofEurope nun schon in Aachen, sie ist in kurzer Zeit eine feste Institution im städtischen Leben geworden. Und wofür ist Aachen neben Rathaus, Karl dem Großen und Printen noch bekannt? Für den Weihnachtsmarkt. Damit auf dem Markt zwischen Katschhof und Rathaus sowie Glühwein und Weihnachtsmusik Europa nicht vergessen wird, trifft sich #PulseofEurope am Sonntag, 03. Dezember um 14 Uhr auf der Katschhof-Bühne des Aachener Weihnachtsmarkts.

Der Aachener Weihnachtsmarkt ist selbst ein Ort, an dem Menschen aus ganz Europa und der Welt zusammenkommen, wo also besser für Europa demonstrieren? "Von Weihnachtsfrieden ist in Europa noch nicht viel zu spüren", schreibt das Aachener #PulseofEurope-Team. In Deutschland versuchen Politiker nach wie vor eine Regierung zu bilden und streiten auch über europäische Themen. In Osteuropa ging neulich eine große Zahl Nationalisten auf die Straße und demonstrierten. Es steht zu befürchten, dass diese Kräfte noch stärker werden. Für #PulseofEurope ist klar: es gilt anzupacken und die dringend benötigten Reformen innerhalb der EU umzusetzten.

Weihnachten, so verschieden es auch in den unterschiedlichen Ländern der EU gefeiert wird, verbindet doch Europa- und auch weltweit viele verschiedene Menschen. Deshalb wird das Programm am kommenden Sonntag auch adventlich: Mitgesungen werden darf nicht nur bei der Europahymne sondern ist auch bei Weihnachtsliedern erwünscht. Unterstützt wird #PulseofEurope dabei von der Streicherklasse der Viktoriaschule. Prof. Emanuel Richter, Professor für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen sowie Dieter Philipp, Präsident der Handwerkskammer Aachen und Mitglieded des Karlspreis-Direktoriums werden sprechen. Klaas Wolters, Vorsitzender des Märkte und Aktionskreises der City wird zum Thema "Was wäre Weihnachten ohne Europa?" interviewt werden. Natürlich kann aber auch jeder Gast und Zuhörer selbst zum Mikrofon greifen. Dazu kann man entweder vor Ort versuchen einen Platz auf der Bühne zu ergattern oder sich vorher bereits hier anmelden.

Das 5. Gipfeltreffen von EU und Afrikanischer Union (AU) in Abidjan endete am 29. November mit einem Bekenntnis zu mehr Investitionen in Bildung und nachhaltiges Wachstum in Afrika. Bei dem zweitägigen Treffen sprachen 55 Regierungsvertreter der Afrikanischen Union und 28 Staats- und Regierungschefs der EU über ihre strategische Partnerschaft, Migration, die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Perspektiven für junge Menschen in Afrika. Vor dem Hintergrund der Berichte über Sklavenhandel in Libyen haben die EU, die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen bereits am 28. November die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, um Migranten besser vor Übergriffen und Schleppern zu schützen.

Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker sagte im Anschluss an das Treffen: „Wir haben beim Gipfel viel über junge Menschen gesprochen. Bereits heute ist der Großteil der afrikanischen Bevölkerung unter 25 Jahre alt und bis Mitte dieses Jahrhunderts wird einer von vier Menschen auf der Welt Afrikaner sein. Aber diese demografische Dividende kann nicht ohne kluge Investitionen aufgehen. Genau aus diesem Grund richten wir unsere Investitionen auf Bildung, Infrastruktur, Frieden und Sicherheit und auch in gute Regierungsführung, was wiederum im Gegenzug ein gute Geschäftsumfeld schafft und dringend benötigte Beschäftigung und Wachstum erzeugt.“

In ihrer Abschlusserklärung führten die Gipfelteilnehmer vier Kernbereiche ihrer künftigen Zusammenarbeit auf. Dazu zählen die Mobilisierung von Investitionen für Afrikas strukturelle und nachhaltige Transformation, Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Technologie und Wissen, Stärkung von Widerstandsfähigkeit, Frieden, Sicherheit und Regierungsführung sowie die Handhabung von Mobilität und Migration.

Die Arbeit der EU-AU-UN-Arbeitsgruppe konzentriert sich entlang der Fluchtrouten und insbesondere in Libyen. Dabei soll es auch um eine beschleunigte Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer auf freiwilliger Basis gehen.

Geflüchtete mit Anspruch auf internationalen Schutz sollen dagegen umgesiedelt werden. „Die Maßnahmen erweitern, beschleunigen und bauen auf der bestehenden Arbeit der Herkunftsländer und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) auf, die auf EU-Förderung basiert. Dies hat seit Januar bisher 13 000 geflüchteten die Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglicht“, so das gemeinsame Statement der drei beteiligten Partner.

Die Arbeitsgruppe wird sich dabei eng mit den lybischen Behörden abstimmen.

Um bei der Umsetzung des Pariser Übereinkommens von 2015 über Klimaänderungen und umweltfreundliche Praktiken im weiteren Sinne enger mit den großen Volkswirtschaften zusammenzuarbeiten, hat die Europäische Union neue strategische Partnerschaften ins Leben gerufen. Dazu gehört ein vom Partnerschaftsinstrument zur Förderung der grundlegenden Interessen der EU (20 Mio. Euro) und von der Deutschen Internationalen Klimaschutzinitiative (link is external) mit 5 Mio. Euro kofinanziertes Programm zur Förderung der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich des Klimawandels und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Auf dem EU-Indien-Gipfel  Anfang Oktober wurde zudem die strategische Bedeutung Indiens als wichtiger Partner der Europäischen Union in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt, Klimawandel und Urbanisierung unterstrichen. Die EU hat außerdem ein Programm mit dem Titel „Business Support to the EU-India Policy Dialogues“ im Wert von 3,8 Mio. Euro angenommen, um die Partnerschaft zwischen der EU und Indien durch die Förderung nachhaltiger Energie, Urbanisierung und umweltfreundlicher Praktiken mit technischen Lösungen von EU-Unternehmen weiter auszubauen. Dies wird auch zu einer verstärkten und diversifizierten Präsenz von EU-Unternehmen auf dem indischen Markt beitragen.

Der Berufungsausschuss zur Zulassung von Glyphosat hat am 27. November getagt, um die Erneuerung der Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat zu erörtern. Nach dem Meinungsaustausch und der Abstimmung der Vertreter der Mitgliedstaaten über den Vorschlag der Kommission zur Verlängerung der Zulassung von Glyphosat um fünf Jahre kam der Berufungsausschuss zu dem Ergebnis, dass der Vorschlag mit qualifizierter Mehrheit angenommen wurde.

Eine qualifizierte Mehrheit ist dann erreicht, wenn eine Mehrheit von 55 Prozent der Staaten, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren, für (oder gegen) den Kommissionvorschlag stimmen. Bei der gestrigen Abstimmung haben sich 18 Vertreter der Mitgliedstaaten für eine Verlängerung ausgesprochen, neun waren dagegen und es gab eine Enthaltung. Die 18 Mitgliedstaaten repräsentieren über 65 Prozent der Bevölkerung, somit wurde eine qualifizierte Mehrheit erreicht.

Der für Lebensmittelsicherheit zuständige Kommissar Andriukaitis kommentierte die Abstimmung wie folgt: „Die heutige Abstimmung zeigt, dass wir, wenn wir alle wollen, in der Lage sind, unsere kollektive Verantwortung bei der Entscheidungsfindung zu übernehmen.“

Der verabschiedete Vorschlag genießt die größtmögliche Unterstützung der Mitgliedstaaten und gewährleistet gleichzeitig ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Einklang mit den EU-Rechtsvorschriften.

Die Kommission wird die Entscheidung nun vor Ablauf der derzeitigen Zulassung am 15. Dezember erlassen, wie in den geltenden EU-Rechtsvorschriften vorgesehen. Das Kollegium der Kommissare wird am 12. Dezember offiziell der Entscheidung zustimmen, sich zur Bürgerinitiative „Stop Glyphosate“ äußern und weitere Vorschläge machen. Anschließend wird die Entscheidung über die Verlängerung der Zulassung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, wie z. B. Glyphosat-basierte Produkte, sowie deren Verwendungsbedingungen im Hoheitsgebiet fallen weiterhin in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Die Mitgliedstaaten müssen für jedes Produkt eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der klimatischen und landwirtschaftlichen Bedingungen in ihrem Hoheitsgebiet durchführen. Die Kommission hat stets die vollständige Umsetzung der Richtlinie über die nachhaltige Verwendung von Pestiziden, die Einführung von Pestiziden mit geringem Risiko und von Bio-Pestiziden gefordert, ebenso das Verbot bestimmter Beistoffe, die in Produkten auf Glyphosatbasis verwendet werden.

Euro 600Fühlen Sie sich nicht wohl, wenn Sie Zahlungsverkehr im Internet abwickeln oder mittels elektronischer Hilfsmittel im Geschäft bezahlen müssen? Die EU möchte Abhilfe schaffen. Die Kommission hat am Montag, 28. November, Vorschriften verabschiedet, die elektronische Zahlungen in Geschäften und im Internet sicherer machen sollen. Gleichzeitig sollen Verbraucher auch auf bequemere, kostengünstigere und innovativere Lösungen von Zahlungsdienstleistern zurückgreifen können.

Mit diesen Vorschriften wird die unlängst überarbeitete EU-Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD2) konkretisiert. Die verabschiedeten Vorschriften ermöglichen es den Verbrauchern, innovative Dienste von Drittdienstleistern, sogenannten FinTech-Unternehmen, zu nutzen und gewährleisten zugleich strikten Datenschutz und Sicherheit für Verbraucher und Unternehmen in der EU. Zu diesen Diensten gehören Zahlungslösungen und Instrumente zur Verwaltung der persönlichen Finanzen, mit denen sich Informationen aus verschiedenen Konten zusammenfassen lassen.

Ein wesentliches Ziel der PSD2 ist die Erhöhung der Sicherheit und des Vertrauens bei elektronischen Zahlungen. Mit der PSD2 werden die Zahlungsdienstleister insbesondere verpflichtet, eine starke Kundenauthentifizierung zu entwickeln. Die heutigen Vorschriften enthalten konsequente integrierte Sicherheitsbestimmungen, die den Betrug im Zahlungsverkehr erheblich eindämmen und die Vertraulichkeit der Finanzdaten der Nutzer schützen sollen, insbesondere bei Online-Zahlungen. Sie sehen eine Kombination aus mindestens zwei unabhängigen Elementen vor: kombiniert werden kann beispielsweise ein physischer Gegenstand – Karte oder Mobiltelefon – mit einem Passwort oder einem biometrischen Merkmal (z. B. Fingerabdruck). Erst dann kann eine Zahlung erfolgen.

Mit der PSD2 wird auch ein Rahmen für neue Dienste im Zusammenhang mit Verbraucherkonten geschaffen, z. B. die sogenannten Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste. Diese innovativen Dienste werden in vielen EU-Ländern bereits in einer sicheren Umgebung angeboten, aber dank der PSD2 werden sie den Verbrauchern jetzt in der gesamten EU unter strengen Sicherheitsanforderungen zur Verfügung stehen. In den Vorschriften sind die Anforderungen an gemeinsame, sichere Standards für die Kommunikation zwischen Banken und FinTech-Unternehmen festgelegt.

Nach Annahme der technischen Regulierungsstandards durch die Kommission haben das Europäische Parlament und der Rat drei Monate Zeit, um diese zu prüfen. Die neuen Vorschriften werden vorbehaltlich des Prüfungszeitraums im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Banken und andere Zahlungsdienstleister haben dann 18 Monate Zeit, um die Sicherheitsmaßnahmen und Kommunikationsinstrumente einzuführen.

Technische Standards legen fest, wie eine starke Kundenauthentifizierung auszusehen hat 

Die heutigen technischen Regulierungsstandards wurden von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank entwickelt. Sie legen fest, wie eine starke Kundenauthentifizierung auszusehen hat.

Die einfache Bereitstellung eines Passworts oder Angaben auf einer Kreditkarte werden in den meisten Fällen nicht mehr ausreichen, um eine Zahlung zu tätigen. In bestimmten Fällen wird ein Code, der nur für eine bestimmte Transaktion gültig ist, zusammen mit den beiden anderen unabhängigen Elementen erforderlich sein. Ziel ist es, das derzeitige Betrugsausmaß bei allen Zahlungsmethoden, insbesondere bei Online-Zahlungen, erheblich zu verringern und die Vertraulichkeit der Finanzdaten der Nutzer zu wahren.

In den Vorschriften wird jedoch auch anerkannt, dass ein akzeptables Zahlungssicherheitsniveau in einigen Fällen auf andere Weise erreicht werden kann als durch die Verwendung der beiden für die starke Kundenauthentifizierung erforderlichen unabhängigen Elemente. So können Zahlungsdienstleister hiervon befreit werden, wenn sie Wege zur Bewertung der Risiken von Transaktionen entwickelt haben und betrügerische Transaktionen erkennen können. Ausnahmen bestehen auch für kontaktlose Zahlungen und Transaktionen für kleine Beträge sowie für bestimmte Arten von Zahlungen, beispielsweise für Beförderungsleistungen im Stadtverkehr oder Parkgebühren. Dank dieser Ausnahmen können Zahlungsdienstleister eine bequeme Zahlung ohne Gefährdung der Zahlungssicherheit gewährleisten.

Verbraucher können von ihren Banken nicht gehindert werden, neue Dienste zu nutzen

Geregelt werden auch die Pflichten von Banken und Anbietern innovativer Zahlungslösungen und Kontoinformationsinstrumente. Verbraucher, die diese neuen Dienste nutzen wollen, können von ihren Banken nicht daran gehindert werden. Jede Bank, die einen Online-Zugang zu Konten anbietet, muss auch mit FinTech-Unternehmen oder anderen Banken zusammenarbeiten, die diese neuen Dienste anbieten. Dazu müssen die Banken sichere Kommunikationskanäle einrichten, über die Daten übermittelt und Zahlungen veranlasst werden können.

Die Verbraucher werden bei der Bezahlung von online erworbenen Waren und Dienstleistungen von einem breiteren Angebot an Zahlungslösungen und einem stärkeren Wettbewerb profitieren. Sie werden zudem in der Lage sein, ihre persönlichen Finanzen effizienter über Anwendungen zu verwalten, über die Informationen von ihren bei verschiedenen Banken unterhaltenen Konten zusammengefasst werden.

Das fünfte Gipfeltreffen von Europäischer und Afrikanischer Union findet am Mittwoch und Donnerstag, den 29. und 30. November 2017 in Abidjan in der Elfenbeinküste statt. Die EU-Kommission wird durch Präsident Jean-Claude Juncker, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und den Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, vertreten. Juncker hob vor seiner Abreise die beiderseitige Abhängigkeit bei der Bewältigung von drängenden Fragen wie Migration und Sicherheit hervor: „Was in Afrika geschieht, betrifft Europa und was in Europa geschieht, betrifft Afrika. Unsere Partnerschaft ist eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe, bei der wir uns gegenseitig unterstützen und dabei helfen, zu wachsen und die Welt zu einem sicheren, stabileren und nachhaltigeren Ort  zum Leben machen.“

Die EU ist der wichtigste Partner Afrikas. Das Gipfeltreffen steht unter dem Motto „Jugend“ und widmet sich auch den besseren Berufschancen für junge Menschen auf dem Kontinent. Dies ist für Afrika und die EU eine zentrale Priorität, da 60 Prozent der Bevölkerung Afrikas jünger als 25 Jahre sind. Der Gipfel schließt damit an den Jugendgipfel vom 9. bis 11. Oktober in Abidjan an, bei dem sich junge Delegationsmitglieder mit konkreten Forderungen an die Staats- und Regierungschefs gewandt haben. Daraus ging die gemeinsame Initiative „AU-EU Youth Plug-In" hervor.

Ziel des Gipfels ist die Intensivierung der Beziehungen, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, den Frieden und Sicherheit zu stärken und für eine bessere  Zukunftsperspektive der Menschen die Investitionen in Afrika anzustoßen. Kommissionspräsident Juncker hat die Palette der traditionellen Kooperationsinstrumente um neue, innovative Instrumente erweitert und somit einen bedeutenden Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika ermöglicht.

Darüber hinaus finden verschiedene Begleitveranstaltungen im Vorfeld des Gipfeltreffens statt. So auch das 6. Wirtschaftsforum EU-Afrika am 27./28. November 2017 in Abidjan, an dem Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip teilnehmen wird. Unternehmer, Investoren innovative Startups und auch Unternehmerinnen haben hier eine Plattform zum Austausch und für Geschäftsinvestitionen.

Unter Präsident Junckers Führung hat die Kommission ihre traditionellen Kooperationsinstrumente um neue, innovative Instrumente erweitert und so die Zusammenarbeit der EU mit Afrika auf ein neues Niveau gebracht.

EU übernimmt weltweite Führungsrolle bei Investitionen in die Menschen in Afrika

Die EU ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe. Bei der EU-Hilfe geht es nicht um Wohltätigkeit, sondern um eine konkrete Investition in Menschen, die im gegenseitigen Interesse liegt. Allein die Europäische Kommission wird im Zeitraum 2014-2020 insgesamt 31 Mrd. Euro an öffentlicher Entwicklungshilfe für Afrika bereitstellen. Mit dieser Unterstützung soll die Wirtschaft Afrikas gefördert werden, damit junge Menschen die Möglichkeit haben, sich eine Zukunft aufzubauen. Ferner geht es darum, die Nahrungsmittelsicherheit und den Zugang zu Energie sicherzustellen sowie eine gute Regierungsführung und die Wahrung der Menschenrechte fest zu verankern. So hat die EU-Entwicklungshilfe beispielsweise 18 Millionen Menschen in Afrika den Zugang zu Energie ermöglicht.

EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika

In seiner Rede zur Lage der Union 2015 hat Präsident Juncker die Einrichtung dieses speziellen Fonds angekündigt, um die Ursachen von Instabilität und irregulärer Migration durch die Förderung von Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie der Sicherheit und Entwicklung anzugehen. Zwei Jahre später ist der mit 2,7 Mrd. Euro ausgestattete Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika mit insgesamt 117 Programmen voll in Funktion. Sein Schwerpunkt liegt bislang auf den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen, Regierungsführung, Ernährungssicherheit und Gesundheitsfürsorge sowie Migrationssteuerung. Präsident Juncker hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, ergänzend zu dem Beitrag aus dem EU-Haushalt ebenfalls Mittel in Höhe von 2,7 Mrd. Euro bereitzustellen, doch bislang wurden nur 227,7 Mio. Euro zugesagt und 152,5 Mio. Euro bereitgestellt. Die Kommission hat ihre Maßnahmen zur Finanzierung auf den Tisch gelegt. Nun ist es an den Mitgliedstaaten, dasselbe zu tun.

Investitionsoffensive für Drittländer

Die Investitionsoffensive für Drittländer bietet moderne, neue Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Investitionen in Afrika und der Europäischen Nachbarschaft. Mit einem Beitrag von 4,1 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt und dem Europäischen Entwicklungsfonds wird die Investitionsoffensive für Drittländer innovative Garantien und vergleichbare Instrumente zur Förderung privater Investitionen unterstützen, wodurch Investitionen von insgesamt bis zu 44 Mrd. Euro mobilisiert werden sollen. Wenn die Mitgliedstaaten und andere Partner ebenso viel beitragen wie die EU, könnten 88 Mrd. Euro mobilisiert werden. Die Investitionen werden in erster Linie darauf ausgerichtet sein, die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur zu verbessern, beispielweise die kommunale Infrastruktur und bürgernahe Dienste, sowie darauf, kleine und mittlere Unternehmen sowie Projekte zur Mikrofinanzierung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für junge Menschen, zu unterstützen.

Unterstützung der Jugend

Bei ihrer Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern legt die Europäische Union einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Jugend zu stärken und zu unterstützen. Dies umfasst Jugendförderprogramme im Rahmen bilateraler und regionaler Zusammenarbeit und das Intra-AKP-Programm für akademische Mobilität, mit dem die Zusammenarbeit in der Hochschulbildung zwischen den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP) unterstützt wird. Ziel dabei ist es, die Ausbildung und Qualifikation hochkarätiger Fachkräfte und somit letztlich die nachhaltige Entwicklung und die Armutsbekämpfung zu fördern. Das Projekt „Young People Across Borders, Cultures and Diversities“ zielt beispielsweise darauf ab, die Solidarität und die Toleranz unter jungen Menschen sowohl auf europäischer als auch auf internationaler Ebene zu fördern.

EU-Beitrag zu Frieden und Stabilität

Im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU werden derzeit sieben Operationen und Missionen auf dem afrikanischen Kontinent durchgeführt, um Afrika bei der Friedenserhaltung, der Konfliktverhütung, der Förderung der Rechtsstaatlichkeit sowie bei der Bekämpfung der Piraterie und des Menschenhandels zu unterstützen.

Die EU ist auf gutem Weg, die Energieunion zu verwirklichen. In Deutschland bleibt jedoch der Ausbau des Stromübertragungsnetzes eine wichtige Herausforderung. Das zeigt der am 24. November von der EU-Kommission veröffentlichte dritte Bericht zur Energieunion, der ausführliche Analysen für die 28 Mitgliedstaaten enthält. Nachdem der Schwerpunkt der EU-Förderung für den Netzausbau zuletzt auf Gasprojekten für die Versorgungssicherheit im Baltikum und Südosteuropa lag, investiert die EU jetzt verstärkt in die Stromnetze: Die Kommission hat dazu eine neue Liste mit Vorhaben für wichtige Stromverbundnetze vorgestellt. So werden Verbindungsleitungen zwischen Dänemark nach Deutschland sowie die Südlink-Windstromleitung als Projekte von gemeinsamem Interesse durch die EU gefördert.

Zu dem Bericht erklärte Maroš Šefčovič, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für die Energieunion: „Die Energieunion wird nur dann ein Erfolg, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Ziel ist, unserer Verpflichtung zur Vollendung der Energieunion bis zum Ende der Amtszeit dieser Kommission nachzukommen. Im Jahr 2019 darf die Energieunion nicht mehr länger nur auf dem Papier stehen, sondern muss tägliche Realität sein, die jedem EU-Bürger zugute kommt. Hier ist in allen Teilen der Gesellschaft mehr Eigenverantwortung gefragt Deshalb steht das nächste Jahr für mich im Zeichen des Engagements.“

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, sagte: „Die europäische Energiewende ist auf gutem Weg - der Anteil der erneuerbaren Energien ist auf Rekordhöhe, bei gleichzeitig rasch sinkenden Kosten. Aber die europäische Energieinfrastruktur muss sich in gleichem Tempo in dieselbe Richtung entwickeln, um diese Energiewende zu unterstützen. Deshalb haben wir eine neue Liste mit Vorhaben für wichtige Stromverbundnetze und für intelligente Netze vorgeschlagen. Die heute beschlossenen Schritte zur Förderung der Infrastruktur für saubere Energie sind ein weiterer wichtiger Vorstoß für mehr Nachhaltigkeit, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Sicherheit im Energiesystem und schaffen einen echten europäischen Mehrwert.“

Der am 24. November veröffentlichte dritte Bericht über die Lage der Energieunion gibt einen Überblick über die Fortschritte, die im vergangenen Jahr nach Veröffentlichung des zweiten Berichts über die Lage der Energieunion vom Februar 2017 erzielt wurden, und enthält eine Vorschau auf das kommende Jahr.

Außerdem hat die Kommission die dritte Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse verabschiedet. In den ersten drei Jahren wurde der Schwerpunkt stärker auf Gasprojekte gelegt, die für die Beendigung der Abschottung der Energieversorgung im östlichen Ostseeraum und die Versorgungssicherheit in Südosteuropa entscheidend waren.

Ab 2017 konzentriert sich die EU-Förderung mehr auf Projekte in den Bereichen Stromversorgung und intelligente Netze, wobei es darum geht, erneuerbare Energiequellen grenzüberschreitend einzubinden, Innovationen und die Digitalisierung voranzutreiben und das Netz „intelligenter“ zu machen.

Analyse zu Deutschland:

Im Jahr 2002 hatte der Europäische Rat alle Mitgliedstaaten aufgefordert, bis 2020 einen Verbundgrad von mindestens 10 Prozent ihrer vorhandenen Stromerzeugungskapazität zu erreichen. Das bedeutet, dass jeder Mitgliedstaat seine Stromleitungen so auslegen sollte, dass mindestens 10 Prozent des in den jeweiligen Kraftwerken erzeugten Stroms grenzüberschreitend in Nachbarländer weitergeleitet werden kann.

Zwischen 2014 und 2017 ist der Stromverbund in Deutschland von 10 auf 8,9 Prozent gesunken und liegt damit hinter dem Ziel von 10 Prozent für 2020. Dennoch ist das Land auf dem Weg, das 10 Prozent-Ziel bis 2020 durch die Fertigstellung der derzeit laufenden Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) zu erreichen. Dazu gehören unter anderem die inländische Verbindungsleitung zwischen Audorf und Hamburg/Nord oder die Verbindung zwischen Wilster in Deutschland und Tonstad in Norwegen.

Interne Engpässe im deutschen Stromübertragungsnetz stellen sowohl innerhalb Deutschlands als auch in den benachbarten Mitgliedstaaten nach wie vor eine Herausforderung dar. Es werden beträchtliche Anstrengungen unternommen, um die internen Netzwerke zu verbessern, aber die Verzögerungen bei wichtigen Projekten sind beträchtlich, auch wegen des politischen Widerstands. Netzüberlastung erfordert zunehmende Eingriffe von Übertragungsnetzbetreibern. Darüber hinaus wurde ein Reservesystem eingeführt, um die internen Engpässe vorübergehend zu beheben, bis das interne Netz ausreichend entwickelt ist.

Für das deutsche Netz ergeben sich neue Anforderungen, auch im Hinblick auf die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Erneuerbarer Strom wird dezentral erzeugt und gehört. Große Offshore-Projekte, die in Nord- und Ostsee geplant sind, dürften den Bedarf an Netzmanagement erhöhen.

Außerdem wird im dritten Bericht über die Lage der Energieunion bestätigt, dass ohne Anpassung der Infrastruktur an die Erfordernisse des zukünftigen Energiesystems eine Energiewende nicht möglich ist. Die Energie-, Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastrukturen sind immer stärker miteinander verknüpft. Lokale Netze gewinnen im täglichen Leben der EU-Bürger — die zunehmend auf Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung und Laststeuerung setzen — immer mehr an Bedeutung. Dabei wurden bereits beachtliche Fortschritte erzielt, aber insbesondere im Elektrizitätsbereich treten weiterhin Engpässe auf.

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Kommission am 24. November eine Mitteilung zum Stromverbundziel von 15 Prozent für 2030 angenommen.

Junge Leute 2 300Du engagierst dich leidenschaftlich, parteipolitisch oder überparteilich für Europa und die europäische Idee? Du kommst aus NRW und suchst nach anderen Europabegeisterten, um dich über Europapolitik auszutauschen, deine eigene Organisation, deinen Verband oder dein Projekt vorzustellen und dich mit anderen pro-europäischen Jugendorganisationen zu vernetzen? Dann bist du beim „Jungen Netzwerk für Europa“ genau richtig.

Auch dieses Jahr treffen sich wieder junge europapolitische Akteure im Rahmen der erfolgreichen Reihe „Junges Netzwerk für Europa“, um sich auszutauschen und über europäische Themen zu diskutieren. Die Staatskanzlei des Landes NRW und die Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn organisieren zusammen mit den Jungen europäischen Föderalisten (JEF) NRW dieses Netzwerktreffen. Dabei kannst du die Gelegenheit nutzen, dich mit bis zu 40 jungen Menschen aus europapolitischen Jugend­organisationen und Jugendparteien zu vernetzen. Wenn auch du Teil des Netzwerkes sein willst oder deine Organisation vorstellen möchtest, dann merke dir den 14. und 15. Dezember 2017 vor. Dieses Mal findet das Netzwerktreffen in der größten Stadt des Landes statt - in Köln. Das Netzwerktreffen beginnt am Donnerstag, 14. Dezember um voraussichtlich 9.00 Uhr und dauert bis Freitagnachmittag, 15. Dezember.

Die Kosten für zwei Übernachtungen in Köln inkl. Verpflegung sowie für die An- und Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr werden von der EU-Kommission übernommen.

Bereits jetzt kannst du dich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! voranmelden. Die Voranmeldung ist für dich unverbindlich, erleichtert jedochdie Planung. Nach der Voranmeldung erhältst du, wenn das Programm im Detail vorliegt, eine Mail mit weiteren Infos und dem Link zur Onlineanmeldung. Falls du noch Fragen hast, zögere nicht, uns einfach anzuschreiben.

EU-Kommissar Oettinger hat am 23. November im Hinblick auf wichtige Entscheidungen auf europäischer Ebene in den kommenden Wochen und Monaten die Bedeutung einer handlungsfähigen deutschen Regierung betont. „Wir Europäer werben Deutschland gegenüber für eine mögliche rasche Bildung einer handlungsfähigen Bundesregierung. Denn interimsweise kann man bei den anstehenden großen europäischen Themen nur eingeschränkt mitwirken“, sagte  Kommissar Oettinger in Brüssel. „Wir sind im europäischen Mandat auf der Zielgerade, die europäische Wahl kommt im Juni 2019, 2018 bis Ostern 2019 ist die letzte große Arbeitsperiode.“

Oettinger erklärte nach einem Treffen mit den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann weiter: „Wir werden im Dezember und Anfang des Jahres zum Thema Brexit weitreichende Entscheidungen treffen müssen, das Thema der Vertiefung der Europäischen Währungsunion steht unmittelbar an und ich benötige in diesen Wochen dringend eine Liste von Erwartungen, Prioritäten, aber auch Grenzen für den europäischen Haushaltsrahmen für das nächste Jahrzehnt, den ich im nächsten Mai vorstellen soll. Die Harmonisierung des Asylrechts und eine gemeinsame Migrationspolitik sind weitere Stichworte, wo man eine handlungsfähige deutsche Regierung benötigt.“

Waldbrände, Stürme, Fluten und Erdbeben – angesichts der immer komplexeren und häufigeren Naturkatastrophen will die EU-Kommission, dass alle betroffenen EU-Staaten in Zukunft schnell und unkompliziert Hilfe erhalten. Sie hat dazu am 23. November einen Vorschlag vorgelegt, mit dem sie das bestehende System überarbeiten und eine neue europäische Reserve von Katastrophenschutzkapazitäten (rescEU) einrichten sowie Naturkatastrophen EU-weit besser vorbeugen will. Allein 2017 starben in der EU 200 Menschen bei Naturkatastrophen und mehr als eine Million Hektar Wald wurde vernichtet.

„Europa darf nicht tatenlos zusehen, wenn unsere Mitgliedstaaten von Naturkatastrophen heimgesucht werden und Hilfe benötigen. Naturkatastrophen sind zum traurigen Normalfall geworden, kein Land in Europa ist davor gefeit. Tritt eine Katastrophe ein, so möchte ich, dass die Europäische Union mehr tut, als nur ihr Beileid auszusprechen. Europa ist ein Kontinent der Solidarität. Wir müssen uns besser als bisher vorbereiten und unseren Mitgliedstaaten schneller an vorderster Front zu Hilfe kommen“, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

„Die Tragödien des vergangenen Sommers und der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unser derzeitiges auf Freiwilligkeit beruhendes Katastrophenbewältigungssystem an seine Grenzen stößt. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, haben sich weiterentwickelt – wir müssen es auch. Es ist eine Frage der Solidarität und der geteilten Verantwortung auf allen Ebenen. Das ist es, was die europäischen Bürger von uns erwarten. Nun liegt es an den europäischen Regierungen und dem Europäischen Parlament, diesem Vorschlag zuzustimmen“, so Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Der Vorschlag der Kommission beruht auf zwei einander ergänzenden Aktionsfeldern:

1. Stärkung der europäischen Kapazitäten für die Katastrophenabwehr: rescEU

rescEU wird Ressourcen wie Löschflugzeuge und Wasserpumpen umfassen, die die nationalen Kapazitäten ergänzen. Alle Kosten und Kapazitäten von rescEU sollen vollständig von der Europäischen Union finanziert werden, wobei die Kommission die operative Kontrolle über die Ressourcen behält und auch über ihren Einsatz entscheidet.

Außerdem wird die Kommission, die bisher nur die Transportkosten übernommen hat, durch Finanzierung von Anpassungs- Reparatur-, Transport- und Betriebskosten die Mitgliedstaaten bei der Stärkung ihrer nationalen Kapazitäten unterstützen. Die entsprechenden Kapazitäten sollen dann Teil des Europäischen Katastrophenschutz-Pools sein und im Katastrophenfall zur Verfügung gestellt werden.

2. Verstärkte Katastrophenprävention und -vorsorge

Mitgliedstaaten sollen ihre nationalen Strategien zur Katastrophenprävention und -vorsorge austauschen, um mögliche Lücken zu ermitteln und zu beseitigen. Die EU-Kommission will Abstimmung und Kohärenz mit bestehenden EU-Politikbereichen verbessern, in denen die Katastrophenprävention und -vorsorge ebenfalls ein Thema ist. Hierzu gehören beispielsweise die EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds, der Solidaritätsfonds, Umweltvorschriften (z. B. Pläne für das Hochwassermanagement und ökosystembasierte Lösungen), Forschung und Innovation sowie Maßnahmen zur Bewältigung schwerwiegender grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren.

Außerdem sollen Verwaltungsverfahren gestrafft werden, um den Zeitaufwand für die Bereitstellung lebensrettender Hilfe zu reduzieren.

Die EU hat anlässlich der Verurteilung von Ratko Mladić, am Mittwoch 22. November, an die Opfer der Verbrechen im ehemaligen Jugoslawien gedacht und alle Beteiligten zur Versöhnung aufgerufen. „Das heute vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien verkündete Urteil im Fall Ratko Mladić erinnert an die dunkelsten und tragischsten Ereignisse in Bosnien und Herzegowina, den westlichen Balkanstaaten, in der jüngeren Geschichte Europas, einschließlich des Völkermords in Srebrenica. Gerechtigkeit zu schaffen und Straflosigkeit für die schrecklichsten Verbrechen zu bekämpfen, ist eine grundlegende humane Pflicht“, erklärte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

„Unsere Sympathien gelten denen, die überlebt haben und denen, die ihre Angehörigen verloren haben. Obwohl wir keine Einzelurteile kommentieren, respektieren wir die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien und unterstützen seine Arbeit.“

In der Erklärung heißt es weiter: „Wir bekräftigen nachdrücklich die Notwendigkeit einer uneingeschränkten Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und seinem Nachfolgemechanismus für internationale Strafgerichtshöfe. Die Europäische Union vertraut darauf, dass alle Länder der Region entschlossen und engagiert sind, auf Versöhnung, regionale Zusammenarbeit und gute Nachbarschaftsbeziehungen hinzuarbeiten. Wir erwarten von allen politischen Führern in der Region, dass sie die Opfer ehren, indem sie diese Verpflichtungen fördern und einhalten.“

Jugendkarlspreis2018 300Der Europäische Karlspreis für die Jugend 2018 ist ausgeschrieben. Erneut sind 15.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen wird auch im kommenden Jahr wieder der Europäische Jugendkarlspreis vergeben. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Karlspreisstiftung jetzt bereits zum zehnten Mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Wer kann sich bewerben?
Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder Personengruppen Projekte vorzustellen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation von Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Geldpreise in Höhe von 15.000 Euro
Aus den eingereichten Projekten werden im März 2018 in einem ersten Schritt in allen 28 Mitgliedstaaten nationale Gewinner gewählt. Aus diesen 28 Projekten wählt später eine europäische Jury den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und Drittplatzierten. Dem Hauptgewinner winken 7.500 €, die Zweit- und Drittplatzierten werden mit 5.000 € beziehungsweise 2.500 € prämiert.

Zur Preisverleihung am 08. Mai 2018 in Aachen sind Vertreter aller nationalen Gewinnerprojekte eingeladen. Im Rahmen ihres viertägigen Aufenthaltes in Aachen werden die Jugendlichen unter anderem auch an der Verleihung des traditionsreichen Internationalen Karlspreises am Christi Himmelfahrtstag teilnehmen. Zudem erwartet die drei Hauptgewinner ein Besuch im Europäischen Parlament.

Der Jugendkarlspreis geht auf eine gemeinsame Initiative des früheren Präsidenten des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering, und des damaligen Vorsitzenden der Karlspreisstiftung, André Leysen, zurück. In den vergangenen Jahren wurden rund 3.000 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Europa, an denen mehrere Zehntausend Jugenldiche beteiligt waren, für die Auszeichnung eingereicht.

Bewerbungen zum Jugendkarlspreis können ab sofort online eingereicht werden. Die notwendigen Formulare und weitere Informationen sind im Internet unter www.charlemagneyouthprize.eu verfügbar. Einsendeschluss ist der 29. Januar 2018.

 

_____ENGLISH VERSION_____

Jugendkarlspreis englisch2018 300Launch of the 2018 European Charlemagne Youth Prize Competition

The competition for next year’s European Charlemagne Youth Prize was launched on Friday, 22. November. The prize is awarded to young people who have developed projects to foster understanding between people from different European countries. The deadline for submissions is 29 January 2018.

The Charlemagne Youth Prize is organised jointly by the European Parliament and the Foundation of the International Charlemagne Prize of Aachen and awarded each year for projects run by people aged between 16 and 30.

The winning projects should provide models for young people living in Europe and offer practical examples of Europeans living together as one community. Past winners include youth exchange programmes and artistic and internet projects with a European dimension.

Prize money of €15,000
The three winning projects (chosen from the 28 projects nominated by national juries in the individual EU member states) will be awarded €7,500, €5,000, and €2,500 respectively. Their representatives will be invited to visit the European Parliament in Brussels or Strasbourg in the autumn.

Representatives of the 28 national winning projects will be invited to the Charlemagne Youth Prize award ceremony and the International Charlemagne Prize of Aachen award ceremony two days later during a four-day trip to Aachen in May 2018.

Contact for general queries: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Europäische Kommission begrüßte die am 20. November auf der Tagung des Rates „Allgemeine Angelegenheiten“ (Artikel 50) erzielte Einigung über die Verlegung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) nach jeweils Amsterdam und nach Paris. Bisher haben beide Agenturen ihren Sitz in London. Die Kommission wird nun die notwendigen rechtlichen Maßnahmen vorbereiten und zu diesem Zweck Legislativvorschläge zur Änderung der Gründungsverordnungen für die beiden Agenturen ausarbeiten.

Die Verlegung der beiden Agenturen ist eine direkte Folge – und das erste sichtbare Ergebnis – der dem Europäischen Rat am 29. März 2017 mitgeteilten Entscheidung des Vereinigten Königreichs, aus der Europäischen Union auszutreten. Die EMA und die EBA sind zwei wichtige Regulierungsagenturen für den EU-Binnenmarkt und von wesentlicher Bedeutung für die Zulassung von Arzneimitteln und die Bankenregulierung. Sie müssen über März 2019 hinaus reibungslos und störungsfrei funktionieren.

Das Verfahren der Abstimmung basiert auf den Kriterien die von Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission und Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, festgelegt und von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der EU-27 auf der Tagung des Europäischen Rates (Artikel 50) vom 22. Juni 2017 gebilligt worden sind. Die Europäische Kommission hat am 30. September eine objektive Bewertung der bei den Mitgliedstaaten eingegangenen Bewerbungen vorgenommen.

Nächste Schritte: Die Kommission wird nun die notwendigen rechtlichen Maßnahmen vorbereiten und zu diesem Zweck Legislativvorschläge zur Änderung der Gründungsverordnungen für die beiden Agenturen ausarbeiten. Diese Vorschläge werden sich ausschließlich mit der Verlegung befassen. Kommission und Rat haben vereinbart, diese Legislativvorschläge vorrangig zu behandeln. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Agenturen während des Verlegungsprozesses weiterarbeiten können. Die Kommission wird diesen Prozess eng begleiten und die Agenturen erforderlichenfalls im Rahmen ihrer Befugnisse in Fragen, die den EU-Haushalt, die Vorschriften für die Vergabe öffentlicher Aufträge, Personalfragen usw. betreffen, unterstützen.

Hintergrund

Der Beschluss über die Verlegung der EMA und der EBA unterlag der Zuständigkeit der Regierungen der Mitgliedstaaten der EU-27. Er ist nicht Teil der Brexit-Verhandlungen und war eine ausschließlich unter den Mitgliedstaaten der EU-27 zu erörternde Angelegenheit.

PulseofEurope 300Anlässlich des Abbruchs der Sondierungsgespräche zwischen der Union CDU/CSU, Bündnis 90/ die Grünen und FDP, zeigt sich "PulseofEurope" sehr besorgt und fürchtet um den europäischen Gedanken und die Stabilität Europas.

Die bekannte Bürgerbewegung Pulse of Europe, welche sich für eine aktive Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Grundrechte, Frieden und Freiheit einsetzt, ist in 21 europäischen Ländern vertreten. Jeden ersten Sonntag im Monat finden in zahlreichen europäischen Städten PulseofEurope-Veranstaltungen statt. Es gibt fest eingeplante Redebeiträge, aber auch engagierte Zuschauer können zu Wort kommen. Mit Infoständen und Kundgebungen wird Präsenz gezeigt. Ziel ist, die Idee Europa zu erhalten, Missstände aufzuzeigen und zu beheben.

In Deutschland sind aktuell die gescheiterten Koalitionsverhandlungen von Union CDU/CSU, FDP, und Bündnis 90/Die Grünen ein großes Thema für PulseofEurope. In den Gesprächen, aber auch im vorherigen Wahlkampf, sei kein klares Bekenntnis zu einer starken und geeinten EU erkennbar gewesen. Da neben Frankreich auch Deutschland als Führungskraft in Europa agiert, müsse sich Deutschland politisch mehr zu Europa bekennen.

Um ein Zeichen zu setzen, treffen sich am Samstag, 25. November, unter dem Motto #OureuropeNow Aktivisten und Europainteressierte in vielen europäischen Hauptstädten. Von Aachen aus ist der nächstgelegene Veranstaltungsort Luxemburg. Alle Aachener Aktivisten sind eingeladen sind. Es werde auch Aktivisten aus Köln, Düsseldorf und Koblenz erwartet. Neben PulseofEurope werden auch andere pro-europäische Organisationen, wie "Stand up for Europe", die "Jungen Europäern", die "Europäische Bewegung" und vielen mehr die Demonstrationen organisieren.

Die Kölner Gruppe hat zwei Busse angemietet, welche am 25. November um 10 Uhr von der Komödienstraße am Hauptbahnhof abfahren. Die Rückfahrt erfolgt am selben Tag um 18 Uhr. Wenn Interesse an der Fahrt besteht, kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Events in anderen Hauptstädten:

- Paris, 15 Uhr auf der Place de la Republique
- Wien, 14 Uhr, vor dem österr. Parlament
- Prag, 15 Uhr, Mustek, Wenzelplatz/GrabenEuropäische Bewegung
- Berlin, 15 Uhr Washingtonplatz am Hbf
- Lissabon, 15 Uhr, Praca do Principe Real
- Rom, 15 Uhr, Largo dei Lombardi / Via del corso
- Tirana, 10 Uhr, Sheshi Skenderbeij

 

Die diesjährige, 23. UN-Klimakonferenz in Bonn schloss am 18. November mit dem Beschluss konkreter Schritte für die Umsetzung des Pariser Abkommens. Fast 200 Länder kamen auf der Klimakonferenz zusammen, die unter dem Vorsitz Fidschis stand. Die Parteien haben konkrete Fortschritte bei der Umsetzung des historischen Abkommens von 2015 erzielt und Vorbereitungen für die UN-Klimakonferenz im kommenden Jahr in Kattowitz getroffen. Im Rahmen des Pariser Abkommens hat sich die EU verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 (Stand 1990) um mindestens 40 Prozent zu reduzieren.

Das Pariser Abkommen legt einen globalen Rahmen für Klimaschutzmaßnahmen und den notwendigen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft fest, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Wie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Union 2017 erklärte, will die EU im Kampf gegen den Klimawandel weltweit führend bleiben. Um dieses Engagement für ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen zu bekräftigen, wird Präsident Juncker die Kommissionsdelegation auf dem „One Planet Summit" leiten, das am 12. Dezember in Paris von dem französischen Präsidenten Emanuel Macron, den Vereinten Nationen und der Weltbank ausgerichtet wird.

Der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete, erklärte: „Der Geist von Paris ist sehr lebendig. In Bonn haben wir in den für die EU wichtigen Fragen Fortschritte erzielt, wie zum Beispiel beim Pariser Arbeitsprogramm. Aber wir müssen in den kommenden Monaten weiter auf dieser Dynamik aufbauen, denn es liegt noch viel Arbeit vor uns, bevor wir uns im nächsten Jahr in Kattowitz treffen. Das Hauptziel muss es sein, die vor zwei Jahren in Paris vereinbarten Kurs zu halten."

Die EU spielte auch in den zweiwöchigen Klimaverhandlungen in Bonn wieder eine zentrale Rolle. Als Zeichen der Führungsrolle bei Klimafragen hat die EU am Donnerstag angekündigt, dass sie beabsichtigt, den Doha-Abänderungsantrag des Kyoto-Protokolls bis Ende dieses Jahres zu ratifizieren. Die Doha-Änderung betrifft die zweite Periode des Kyoto-Protokolls, in der die Vertragsparteien verpflichtet werden, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Die EU hat ihre Ziele für 2020 bereits 2016 übertroffen, indem sie ihre Emissionen um 23 % gesenkt hat.

Konkrete Fortschritte wurden auch beim Arbeitsprogramm zur Umsetzung des Pariser Abkommens erzielt. Die Ausgestaltung des sogenannten Talanoa-Dialogs wurde in Bonn vereinbart, um eine solide Grundlage für ehrgeizige globale Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu schaffen. Der Dialog soll einen Raum für die Darstellung von Fortschritten und den Austausch bewährter Praktiken bei der Bekämpfung des Klimawandels bieten und Beiträge aus allen Teilen der Gesellschaft sammeln.

Nächste Schritte

Im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz (COP24) im Dezember 2018 in Kattowitz (Polen) wird die EU eine aktive Rolle bei einer Reihe wichtiger hochrangiger Klimaveranstaltungen spielen, beginnend mit dem "One Planet Summit" im kommenden Monat in Paris.

Die EU wird im nächsten Jahr gemeinsam mit Kanada und China Gastgeberin des zweiten Ministertreffens über Klimaschutzmaßnahmen (MoCA) in Brüssel sein und am Petersberger Klimadialog 2018 teilnehmen.

Am 17. November haben führende EU-Politiker auf dem Sozialgipfel im schwedischen Göteborg feierlich die europäische Säule sozialer Rechte proklamiert. Die Säule war von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erstmals in seiner Rede zur Lage der Union 2015 angekündigt und im April 2017 von der Kommission präsentiert worden. Am Freitag den 17. November wurde sie von Präsident Juncker für die Europäische Kommission, von Präsident Tajani für das Europäische Parlament und von Ministerpräsident Ratas für den Rat der Europäischen Union unterzeichnet. Zu diesem Anlass erklärte Präsident Juncker: „Dies ist ein entscheidender Moment für Europa. Unsere Union ist im Grunde schon immer ein soziales Projekt gewesen. Sie ist mehr als nur ein Binnenmarkt, es geht um mehr als Geld, um mehr als den Euro. Es geht um unsere Werte und um die Art, wie wir leben wollen.

"Das europäische Sozialmodell ist eine Erfolgsgeschichte und hat Europa zu einem erstklassigen Lebens- und Arbeitsort gemacht. Heute bekennen wir uns zu unseren gemeinsamen Werten und verpflichten uns auf ein Paket von 20 Grundsätzen und Rechten. Vom Recht auf faire Löhne und Gehälter bis zum Recht auf Gesundheitsversorgung, vom lebenslangen Lernen, von besserer Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben über die Gleichstellung der Geschlechter bis hin zum Mindestlohn – mit der europäischen Säule sozialer Rechte tritt die EU für die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger in einer sich rasch wandelnden Welt ein."

Die Proklamation der Säule auf dem Sozialgipfel in Göteborg erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Verankerung einer ausgeprägten sozialen Dimension in der Zukunft der Europäischen Union. Dieser Zeitpunkt wurde mit Bedacht gewählt und macht die soziale Ausrichtung Europas zu einem ersten Meilenstein auf unserem Weg nach Sibiu.

In Zeiten tief greifenden Wandels – sei es im Leben oder in der Politik – liegt es nahe, sich auf das zu besinnen, was uns ausmacht und uns zusammenhält. Daher bin ich froh, dass wir uns alle in weniger als einem halben Jahr nach dem Vorschlag der Kommission auf die europäische Säule sozialer Rechte einigen konnten. Diese gemeinsame Verpflichtungserklärung ist eine starke Demonstration europäischer Einigkeit.

Wie stark die Säule – und Europas gesamte soziale Ausrichtung – wird, liegt in unserer Hand. Diese gemeinsame Verantwortung beginnt auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Sozialpartner und die Zivilgesellschaft. Daher respektieren und akzeptieren wir zwar die unterschiedlichen Konzepte, die in ganz Europa bestehen, müssen nun aber Zusagen in konkretes Handeln umsetzen. Das sind wir den Europäerinnen und Europäern schuldig.“

Schwerpunkte des Sozialgipfels für faire Arbeitsplätze und Wachstum sind die Bewältigung der gemeinsamen Herausforderungen für die Arbeitsmärkte und die gegenwärtigen und künftigen Wohlstandsmodelle. Der Gipfel bietet den wichtigsten Interessenträgern eine einzigartige und aktuelle Gelegenheit, die soziale Dimension der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu erörtern.

Arbeitsmärkte und Gesellschaften entwickeln sich schnell; die Globalisierung, die digitale Revolution, sich wandelnde Arbeitsmodelle und gesellschaftliche und demografische Entwicklungen bringen sowohl neue Chancen als auch neue Herausforderungen mit sich. Die Herausforderungen, z. B. erhebliche Ungleichheit, Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit oder die Solidarität zwischen den Generationen, sind in den verschiedenen Mitgliedstaaten oft ähnlich, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt.

Europa hat bei der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise seine Entschlossenheit gezeigt, und durch dieses entschiedene Handeln ist die Wirtschaft der Union jetzt stabiler, das Beschäftigungsniveau ist so hoch wie nie zuvor und die Arbeitslosigkeit geht kontinuierlich zurück. Die sozialen Folgen der Krise – von Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit bis zum Armutsrisiko – sind jedoch weitreichend; hier besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf.

Die europäische Säule sozialer Rechte soll neue und wirksamere Rechte für die Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Sie soll ein Kompass für effiziente beschäftigungspolitische und soziale Ergebnisse werden, die unmittelbar die wesentlichen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen, und sie soll als Richtschnur dazu beitragen, dass soziale Rechte besser in konkrete Rechtsvorschriften umgesetzt und angewandt werden.

In der europäischen Säule sozialer Rechte kommen Grundsätze und Rechte zum Ausdruck, die im Europa des 21. Jahrhunderts für faire und gut funktionierende Arbeitsmärkte und Sozialsysteme unerlässlich sind. Es werden einige Rechte bekräftigt, die bereits Teil des Besitzstands der Union sind. Zudem kommen neue Grundsätze hinzu, die auf die Herausforderungen abzielen, die sich aus gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ergeben. Damit die Grundsätze und Rechte rechtlich durchsetzbar sind, müssen zuerst auf der geeigneten Ebene entsprechende Maßnahmen oder Rechtsvorschriften angenommen werden.

Die Grundsätze, die in der europäischen Säule sozialer Rechte verankert sind, betreffen Unionsbürgerinnen und -bürger und Drittstaatsangehörige mit rechtmäßigem Wohnsitz in der EU. Wenn sich ein Grundsatz auf Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer bezieht, betrifft er alle erwerbstätigen Personen, unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus und den Modalitäten und der Dauer ihrer Beschäftigung.

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