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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

EU Flagge hinter Weltkugel 300Sie organisieren ein Projekt? Mit oder ohne einem europäischen Partner? Sie würden sich gerne für Europäische Fördermittel bewerben, wissen aber nicht genau wie und wo? Dann sind Sie beim Infoseminar am 26.04. in Eupen genau richtig!

Die Europäische Union bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Projekte in unterschiedlichen Bereichen finanziell zu unterstützen. Da den Überblick zu behalten, fällt oft schwer. Daher organisiert das EUROPE DIRECT Büro Eupen in Kooperation mit dem ostbelgischen Ministerium und dem Jugendbüro ein Infoseminar.

Es werden Fragen geklärt wie zum Beispiel:

Welches Projekt fällt in welches EU-Programm? Welche Kriterien müssen erfüllt werden? Welche Fristen sind zu beachten? Und vor allem wer darf einen Antrag stellen? Dabei gibt es nützliche Tipps zur Antragstellung.

Noch keine Idee für ein mögliches Projekt? Kein Problem schauen Sie vorbei und lassen Sie sich von Projekten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft inspirieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Aus organisatorischen wird um eine Anmeldung bei EUROPE DIRECT Eupen bis zum 20. April gebeten.

 

EUWeltkarteUnter dem Motto "Don't be divided - Stay UNITED" findet dieses Jahr vom 18. bis zum 26. März die Europäische Aktionswoche gegen Rassismus statt. Die Leute sind aufgerufen, sich durch verschiedene Aktionen an der Kampagne zu beteiligen.

Die Ereignisse der vergangenen Jahre zeigen ein Europa, das gespalten ist. Die Unterschiede zwischen arm und reich, jung und alt, Minderheiten und Mehrheiten dominieren Schlagzeilen und haben große Auswirkungen auf politische Prozesse. Die Kampagne will zeigen, dass Europa nur gemeinsam stark genug ist, dem Rasssimus entgegen zutreten.

Die AEGEE Aachen beteiligt sich mit einem Video, in dem einige Mitglieder bekannte Persönlichekeiten zitieren und sich so gegen den Rassismus aussprechen.

 

JapanEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk haben am Dienstag, 21. März den japanischen Ministerpräsidenten in Brüssel empfangen. Dabei standen die laufenden Verhandlungen über ein gemeinsames Freihandelsabkommen im Mittelpunkt der Gespräche.

„Unsere Verhandlungen mit Japan befinden sich nun in einer entscheidenden – und hoffentlich finalen – Phase. Nach den heutigen Diskussionen bin ich sehr zuversichtlich, dass wir damit den Weg bereitet haben für eine zügige Einigung in diesem Jahr“, so Kommissionspräsident Juncker. „Dieses Abkommen ist notwendig, weil wir an einen freien, fairen und auf Regeln basierenden Handel glauben. Und so werden wir auch weiterhin auf die Welt schauen, anstatt zurückzukehren zum Isolationismus. Die EU ist ein offener, fairer Geschäftspartner.“

Präsident Juncker sagte ein hohes Maß an Transparenz für den weiteren Verhandlungsprozess zu. Die nächste Verhandlungsrunde findet im April in Tokio statt.  

Die verstärkte Zusammenarbeit mit Japan im Bereich der Datenwirtschaft stand im Mittelpunkt der gestrigen Gespräche von Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für die Digitale Agenda, und Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung, auf der IT-Messe CeBIT in Hannover. Ansip und Jourová trafen dazu hochrangige japanische Vertreter aus Politik und Wirtschaft und starteten einen Dialog zu Datenschutz und freien Datenfluss mit Japan.

Weitere Informationen:

datenschutz 370Immer mehr Verbraucher beschweren sich bei den Verbraucherschutzbehörden über Betrug bei der Nutzung von sozialen Medien sowie über Nutzungsbedingungen, die gegen das EU-Verbraucherrecht verstoßen. Facebook, Twitter und Google+  werden nun in spätestens vier Wochen Maßnahmen vorlegen, wie sie dagegen in ihren sozialen Netzwerken vorgehen werden. Das ist das Ergebnis eines Treffens der EU-Kommission mit den betroffenen Unternehmen am Donnerstag.

„Angesichts der zunehmenden Bedeutung der sozialen Netzwerke im Internet muss nun dafür gesorgt werden, dass unsere strengen EU-Vorschriften, die die Verbraucher vor unlauteren Praktiken schützen sollen, auch in diesem Bereich eingehalten werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verbraucher in der EU nur ein Gericht in Kalifornien anrufen können, um Streitigkeiten beizulegen. Außerdem können wir nicht akzeptieren, dass Nutzern das Recht vorenthalten wird, von einem Online-Einkauf zurückzutreten. Darüber hinaus müssen Social-Media-Unternehmen mehr Verantwortung bei der Bekämpfung betrügerischer Machenschaften auf ihren Plattformen übernehmen“, sagte Kommissarin Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung.

Klarstellung der Nutzungsbedingungen oder Entfernung gesetzeswidriger Begriffe

Die Bedingungen der sozialen Medien für die Nutzung ihrer Dienstleistungen sollten mit dem europäischen Verbraucherrecht in Einklang gebracht werden. So gelten gemäß der Richtlinie über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen Standardvertragsklauseln, die ein erhebliches Missverhältnis der vertraglichen Rechte und Pflichten der Vertragspartner zum Nachteil des Verbrauchers verursachen, als missbräuchlich und damit ungültig (Artikel 3 der Richtlinie). Darüber hinaus schreibt die Richtlinie vor, dass Vertragsklauseln in klarer und verständlicher Sprache abgefasst sein müssen (Artikel 5), damit die Verbraucher in klarer und verständlicher Weise über ihre Rechte informiert sind.

Dies bedeutet in der Praxis u. a. Folgendes:

  • Soziale Medien dürfen Verbraucher nicht um das Recht bringen, in ihrem Wohnsitzmitgliedstaat vor Gericht zu gehen.
  • Soziale Medien dürfen von Verbrauchern nicht verlangen, auf zwingende Rechte zu verzichten, z. B. das Recht auf Rücktritt vom Kauf im Internet.
  • Gesponserte Inhalte dürfen nicht versteckt werden, sondern müssen als solche erkennbar sein.
  • Social-Media-Netzwerke können nicht einseitig die Geschäftsbedingungen ändern, ohne die Verbraucher eindeutig über die Gründe zu informieren und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, den Vertrag innerhalb einer angemessenen Frist zu kündigen.
  • Vertragskündigungen durch die Betreiber sozialer Medien sollten klaren Regeln unterliegen; sie sollten nicht ohne Grund einseitig beschlossen werden dürfen.

Beseitigung von Betrug und Verbraucherirreführung

Social-Media-Unternehmen müssen sämtliche Betrugsversuche und Täuschungen von ihren Websites entfernen, die den Verbraucher irreführen könnten, sobald sie von solchen Praktiken Kenntnis erlangen. In diesem Zusammenhang sollten die nationalen Verbraucherschutzbehörden über einen unmittelbaren und standardisierten Kommunikationskanal verfügen, um solche strafbaren Handlungen den Betreibern sozialer Medien zu melden (z. B. einen Verstoß gegen die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken oder die Richtlinie über die Rechte der Verbraucher) und zu erreichen, dass entsprechende Inhalte entfernt werden, sowie um Informationen über die für die Gesetzesverstöße verantwortlichen Händler zu erlangen. Dies steht im Einklang mit dem EU-Verbraucherschutzrecht und mit der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr, was den Mitgliedstaaten die Möglichkeit bietet, Verfahren festzulegen, um rechtswidrige Informationen zu entfernen oder den Zugang zu ihnen zu sperren.

Nachfolgend einige Beispiele bekannter Praktiken:

  • Betrügereien, bei denen es um Zahlungen von Verbrauchern geht.
  • Abo-Fallen: Verbrauchern wird die Anmeldung zu einem kostenlosen Test angeboten, ohne dass sie klare und ausreichende Informationen erhalten.
  • Vermarktung gefälschter Waren.
  • Irreführende Werbeaktionen

14 02 24 FlaggeGiftiges Spielzeug, Kinderbekleidung mit Strangulationsgefahr oder fehlerhafte Autos: Im vergangenen Jahr haben die EU-Staaten über das EU-Schnellwarnsystem 2.044 Mal vor gefährlichen Produkten auf dem europäischen Markt gewarnt, das ist ein leichter Anstieg zu 2015. Die meisten Warnungen kamen aus Deutschland. Ein immer höherer Anteil der im Schnellwarnsystem gemeldeten gefährlichen Produkte wird über das Internet vertrieben.

Der Großteil der gemeldeten gefährlichen Produkte stammten aus weiterhin aus China, die Zahl der von dort eingeführten gefährlichen Produkte ging allerdings um 9 Prozentpunkte zurück. Diese Zahlen hat die EU-Kommission am Donnerstag in ihrem Jahresbericht zum EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte veröffentlicht.  

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, erklärte: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen vor gefährlichen Produkten geschützt werden. Dieser Schutz muss sowohl online als auch offline greifen. Deswegen begrüße ich, dass wir uns mit Amazon, Ebay und Alibaba geeinigt haben, gemeinsam auf eine Entfernung von über das Schnellwarnsystem gemeldeten Produkten von ihren Webseiten hinzuwirken, und rufe andere Anbieter auf, diesem Beispiel zu folgen."

Die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern hat sich intensiviert. In zunehmendem Ausmaß greifen sie auf das Schnellwarnsystem zurück, um dafür zu sorgen, dass gefährliche Produkte auch in anderen europäischen Ländern rasch vom Markt genommen werden. 2016 wurden über das Schnellwarnsystem von den zuständigen nationalen Behörden mehr als 2044 Warnungen vor gefährlichen Produkten übermittelt. Deutschland hat meldete die meisten gefährlichen Produkte, insgesamt 319 im letzten Jahr.

Viele der im Schnellwarnsystem gemeldeten gefährlichen Produkte werden auch über das Internet vertrieben, das die Verbraucher Waren in zunehmendem Ausmaß online erwerben. 2016 galten 244 Warnmeldungen dieser Produktkategorie. Mehrere Mitgliedstaaten haben deshalb bereits spezialisierte Stellen eingerichtet, die Internetseiten beobachten und dort online vertriebene gefährliche Produkte aufspüren. Amazon, eBay und Alibaba haben ferner zugestimmt, sich intensiver um eine Entfernung der von den EU-Behörden als potentiell unsicher oder nicht normgerecht identifizierten Produkte aus ihren Internet-Seiten zu entfernen. Dazu haben die Online-Anbieter eine zentrale Kontaktstelle für die Behörden eingerichtet.

Von welchen Produkten gehen die größten Risiken aus?

2016 entfiel die größte Anzahl an Warnmeldungen auf Spielzeuge (26 Prozent), gefolgt von Kraftfahrzeugen sowie Bekleidungs-, Textil- und Modeartikeln (13 Prozent).

Bei den gemeldeten Risiken lagen 2016 die Verletzungsrisiken an erster Stelle (25 Prozent), gefolgt von chemischen Risiken (23 Prozent).

Aus welchen Ländern stammten die gefährlichen Produkte im Jahr 2016?

Die meisten gemeldeten gefährlichen Produkte stammten aus Ländern außerhalb der EU. In 53 Prozent der Fälle (1069 Produkte) wurde China als Herkunftsland angegeben. Die Zahl der Warnungen von Produkten aus der Volksrepublik China ging um 9 Prozentpunkte von 62 Prozent im Jahr 2015 auf 53 Prozent im Jahr 2016 zurück. In 488 Fällen (23 Prozent) kamen gefährliche Produkte aus Europa.

Über das Schnellwarnsystem können seit 2003 Informationen über gefährliche Non-food-Erzeugnisse, die irgendwo in Europa vom Markt genommen bzw. zurückgerufen wurden, schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission ausgetauscht werden. Dies wiederum ermöglicht, dass EU-weit geeignete Folgemaßnahmen (Verbot/Einstellung des Verkaufs, Rücknahme, Rückruf oder Einfuhrverweigerung durch die Zollbehörden) ergriffen werden können. 31 Länder nehmen derzeit am System teil. Das Schnellwarnsystem funktioniert dank der täglichen, kontinuierlichen engen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten.

13 07 23 LandwirtschaftVytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, hat das Votum des Europäischen Parlaments am Mittwoch für strengere Kontrollen in der Lebensmittelkette begrüßt. Nach Betrugsfällen wie dem Pferdefleischskandal vor einigen Jahren hatte die Kommission unter anderem vorgeschlagen, dass Kontrolleure der EU-Mitgliedstaaten gezieltere und unangekündigte amtliche Kontrollen bei Herstellern durchführen sollten.

Strafen hängen künftig vom Umsatz der betroffenen Unternehmen ab. „Die EU-Bürger werden von sicheren Produkten und einem effektiveren und transparenteren Kontrollsystem entlang der Lebensmittelkette profitieren“, erklärte Andriukaitis.

Die neuen Regeln seien zudem einfacher als die derzeit geltenden und verfolgten einen klar risikobasierten Ansatz, so Andriukaitis weiter. „Zudem werden die nationalen Kontrollstellen mit den Kompetenzen und Instrumenten ausgestattet, die sie brauchen, um ihre Aufgaben noch effizienter zu erfüllen.“

Die am Mittwoch angenommene Verordnung ist Teil eines Gesetzespakets, das die Kommission im Mai 2013 vorgeschlagen hatte. Damit werden die EU-Rechtsvorschriften zur Regelung der Lebensmittelkette von rund 70 verschiedenen Rechtsakten auf fünf verschlankt. Auch der bürokratische Aufwand, der den Landwirten, Züchtern und Lebensmittelunternehmern (Erzeuger, Verarbeiter und Händler) durch die Abläufe und Verfahren entsteht, wird verringert.

Die Verordnung tritt zwanzig Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft; ihre einzelnen Vorgaben beginnen in den kommenden Jahren schrittweise zu greifen. Nachdem sowohl Parlament als auch die EU-Staaten der Verordnung zugestimmt haben, wird die Kommission nun die spezifischen Vorgaben ausarbeiten, die sich aus der Verordnung ergeben.

 

Flagge Türkei EU 300Ungeachtet der jüngsten Äußerungen türkischer Spitzenpolitiker hält die EU an der EU-Türkei-Vereinbarung fest und setzt sie weiter um. Die EU bleibt der Umsetzung der EU-Türkei-Erklärung verpflichtet“, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas am Donnerstag in Brüssel. Wir erwarten, dass beide Seiten ihre Verpflichtungen einhalten werden, wie es auch im Interesse beider Seiten und der syrischen Flüchtlinge ist.“

So hat die Europäische Kommission heute ihr bislang größtes humanitäres Programm für Bildung in Notsituationen gestartet, um rund 230.000 Flüchtlingskindern in der Türkei den Schulbesuch zu ermöglichen. Das Projekt wird in Partnerschaft mit dem Kinderhilfswerk UNICEF und seinem Partner vor Ort, dem Türkischen Roten Halbmond, durchgeführt. Bedürftige Flüchtlingsfamilien, deren Kinder regelmäßig die Schule besuchen, werden ab Mai 2017 alle zwei Monate finanzielle Hilfe für die Schulbildung erhalten. Die Geldmittel des mit 34 Mio. Euro ausgestatteten Projekts sind an bestimmte Bedingungen für Bildungsleistungen geknüpft.

„Die EU engagiert sich nachdrücklich für Flüchtlingskinder, in der Türkei und anderswo. Bildung in Notsituationen ist eine der Hauptprioritäten der EU. Es ist unsere moralische Pflicht, diese Generation von Flüchtlingskindern zu retten und in ihre Zukunft zu investieren. Damit dieses Programm ein echter Erfolg wird, arbeiten wir mit erfahrenen humanitären Organisationen zusammen“, erklärte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides.

Das neue Bildungsprojekt baut auf dem Programm „Soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen“ (Emergency Social Safety Net – ESSN) auf, das im September 2016 von der Europäischen Kommission eingeleitet wurde. Bei diesem Programm erhalten die bedürftigsten Flüchtlinge eine Debitkarte, mit der sie zur Deckung ihres Grundbedarfs z. B. Nahrungsmittel und Unterkunftskosten bezahlen können.

Der Präsident des Türkischen Roten Halbmondes, Kerem Kinik, fügte hinzu: „Ich danke der Europäischen Union und UNICEF für ihre gemeinsamen Anstrengungen zugunsten syrischer Schulkinder in der Türkei. Wenn wir verhindern wollen, dass in unserer Region eine verlorene Generation heranwächst, dann muss die ganze Welt alles in ihrer Macht Stehende unternehmen. Hierzu leistet dieses Projekt meiner Auffassung nach einen sehr wichtigen Beitrag.“

In der Türkei halten sich derzeit mehr als drei Millionen Flüchtlinge auf, nahezu die Hälfte von ihnen sind Kinder. Der Zugang zur Bildung für Kinder im Schulalter gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben. Landesweit sind 500 000 Flüchtlingskinder offiziell eingeschult (in türkischen Schulen und in provisorische Bildungseinrichtungen), während schätzungsweise 370 000 nach wie vor keine Schule besuchen. Der Vertrag mit UNICEF kommt zu dem Betrag von 517 Mio. Euro hinzu, der bereits für humanitäre Hilfe vertraglich gebundenen ist. Damit wurden im Rahmen der Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei mittlerweile für humanitäre und nicht humanitäre Maßnahmen Verträge im Wert von insgesamt 1.5 Mrd. Euro geschlossen. Von diesem Betrag wurden 777 Mio. Euro bereits ausgezahlt.

Cyberkriminalität 300Die Kommission hat am Mittwoch mit dem Start des Programms zur Stärkung der Zivilgesellschaft einen weiteren Schritt zur Bekämpfung von terroristischen Inhalten im Internet gemacht. Das neue Programm zur Stärkung der Zivilgesellschaft (Civil Society Empowerment Programme – CSEP), das die Kommission mit einer anfänglichen Finanzausstattung von 10 Mio. Euro an den Start bringt, wurde auf dem EU-Internetforum vorgestellt.

Beim EU-Internetforum, das heute und morgen stattfindet, kommen Vertreter der Zivilgesellschaft, Internetunternehmen wie Google, Facebook und Twitter, das Europäische Netzwerk für strategische Kommunikation sowie Kommunikations- und Marketingexperten zusammen, um Ideen für alternative Argumentationskampagnen gegen online Terror-Propaganda zu entwickeln.

Bisher konnten über das EU-Internetforum mehrere konkrete Ergebnisse erzielt werden, so wurde u.a. ein Referenzmechanismus entwickelt, an dem auch das Europäische Polizeiamt Europol beteiligt ist, um Inhalte aus dem Internet zu entfernen. Die Internetbranche entwickelte einen Prototyp für eine Hash-Datenbank, um eine gemeinsame Datenbank zum Aufspüren potenzieller terroristischer Inhalte in sozialen Medien zu schaffen und das Wiederauftauchen dieser Inhalte auf anderen Plattformen zu verhindern. Das Programm zur Stärkung der Zivilgesellschaft ist ein weiterer Baustein in der EU-Initiative gegen Terror-Propaganda im Netz.

Seit dem Start des EU-Internetforums im Dezember 2015 wurden mehrere konkrete Schritte unternommen, um den Missbrauch des Internets durch internationale terroristische Gruppierungen zu stoppen. Die Ergebnisse sind messbar. Rund 90 Prozent der Inhalte, die Europol Internetunternehmen gemeldet hat, wurden aus dem Netz entfernt. Während jedoch die Inhalte einiger terroristischer Gruppierungen zurückgehen, versuchen andere extremistische Organisationen, ihre Präsenz im Internet zu verstärken. Diese Herausforderung zu meistern und gleichzeitig die Meinungsfreiheit als Grundwert der Union zu schützen, steht im Zentrum der EU-Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung.

Zu den Arbeitsbereichen des Internetforums gehören der Zugang zu elektronischen Beweismitteln, Forschung bezüglich Cybersicherheit, Verschlüsselung und die Erforschung von Radikalisierung über das Internet.

Mogherini 300Der seit sechs Jahren anhaltende Krieg in Syrien hat trotz verschiedener Vermittlungsversuche durch die Europäische Union zu keiner Besserung der Lage geführt. Um den sich verschärfenden Konflikt einzudämmen und eine dauerhafte Friedenslösung für das Land zu entwickeln, will die EU eine stärkere Rolle bei der Krisenbewältigung spielen.

Das Kollegium der EU-Kommissare hat am Dienstag, 14. März, in Straßburg über eine europäische Strategie zur Befriedung und zum Wiederaufbau Syriens beraten. „Es gibt eine Menge, was die Europäische Union tun kann, gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft“, sagte Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für die Außen- und Sicherheitspolitik. Die Strategie zeigt auf, wie die Europäische Union im Rahmen der UN eine stärkere Rolle bei der nachhaltigen politischen Lösung in Syrien spielen kann. Es geht unter anderem um Hilfslieferungen für die über 13 Millionen hilfsbedürftigen Menschen in Syrien, aber auch um die Frage, wie man Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge unterstützen kann, sollte es eines Tages möglich sein, dass diese Menschen in ein friedliches und sicheres Syrien zurückkehren können. Die Strategie wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt.
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bereits in seiner Rede zur Lage der Union im vergangenen September eine europäische Strategie für Syrien angemahnt.

Federica Mogherini hat für den 4. und 5. April eine Geberkonferenz in Brüssel einberufen, an der neben der EU auch Deutschland, Norwegen, Katar, Kuwait, Großbritannien und die Vereinten Nationen beteiligt sind. Ziel ist es, Vertreter aus 70 Ländern, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, um für eine dauerhafte Lösung und Geld für den Wiederaufbau des Landes zu werben.

Im European Studies Centre der ehrwürdigen Universität Oxford hat der britische Historiker und Publizist Prof. Timothy Garton Ash dem Direktorium des Internationalen Karlspreises zu Aachen auch im persönlichen Gespräch am 10. März gerne bestätigt, dass er sich auf die Karlspreisverleihung freue.

"Ich bin bewegt von dieser Auszeichnung, sie ist für einen überzeugten englischen Europäer Ehre und Verpflichtung zugleich", sagte Garton Ash. Der Historiker ist ein weltweit gefragter Experte für Europäische Gegenwartsgeschichte, seine Hauptwirkungsstätte ist das St. Antony’s College der Universität Oxford.

Ein angenehmes Gespräch in Oxford
Der Direktoriumsvorsitzende, Dr. Jürgen Linden, und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp wussten bei der anschließenden Pressekonferenz sichtlich erfreut von einem angenehmen Gespräch zu berichten - mit ersten festgezurrten Fakten: Timothy Garton Ash wird bereits zeitig am Vortag der Preisverleihung anreisen. "Ich möchte Zeit für die Begegnung mit ganz vielen Menschen in Aachen haben", sagte Garton Ash. So wird er am 24. Mai Gast des Europa-Forums im Alten Kurhaus sein, er wird eine Rede vor Studierenden an der RWTH halten, den Dom besuchen und sich auch beim Open-Air-Fest "Karlspreis live" auf dem Katschhof den Aachenern und ihren europäischen Gästen zeigen.

Garton Ash analysiert messerscharf
Timothy Garton Ash, der bereits im Jahre 2013 in Aachen mit der Karlsmedaille für europäische Medien, die "Médaille Charlemagne pour les Médias Européens", ausgezeichnet worden ist, ist ein Mann des Wortes. Er analysiert messerscharf und findet die richtigen Wege, seine Botschaften nachvollziehbar zu kommunizieren. Einen solchen Preisträger, einen Wissenschaftler, einen Intellektuellen, einen Nicht-Politiker, habe das Direktorium gesucht, sagte Vorsitzender Linden.

Er kennt sich qua Profession in der jüngeren Geschichte Europas aus, doch sein großes Anliegen ist Europas Zukunft. "Tatsächlich ehrt das Direktorium Timothy Garton Ash wegen seines herausragenden wissenschaftlichen und publizistischen Werks", sagte Direktoriumsvorsitzender Linden. "Er ist ein überzeugter und bedeutender englischer Europäer und europäischer Engländer. Für ihn zählt das Vereinigte Königreich ganz klar zur europäischen Wertegemeinschaft."

Eine pro-europäische Haltung
Für ihn selbst, so sagte Garton Ash, stellten sich für die nahe Zukunft wichtige Aufgaben, die in einem gewissen Spannungsverhältnis stünden: Nachdem sich das britische Volk für den Brexit entschieden habe, wolle er alles daransetzen, „den Schaden für dieses Land zu beschränken. Da wir in bestem Glauben vorhergesagt haben, dass der Brexit katastrophale Folgen haben werde, liegt es nun an uns, sicherzustellen, dass wir nicht Recht behalten." Die pro-europäische Haltung, die gerade in diesen Tagen viele Briten zur Schau stellten, mache ihn zuversichtlich, sagte er.

Oberbürgermeister Marcel Philipp beschrieb Garton Ash, den das Direktorium einstimmig im Januar gewählt hatte, als Wissenschaftler, der den europäischen Integrationsprozess nicht nach kurzfristigen oder tagespolitischen Ereignissen bewerte.

Für eine offene Debattenkultur und die Verteidigung der Wahrheit
Garton Ash, der ein kritischer Begleiter Europas ist, stellt die Frage nach dem Funktionieren der künftigen Gesellschaft, er hat deshalb am St. Antony’s College in Oxford eine inzwischen weltweit greifende Debatte über die Redefreiheit angestoßen: Wissenschaftliche Einrichtungen und Journalisten, Nichtregierungsorganisationen, Privatpersonen und vor allem seine Studenten, kurzum, Teilnehmer aus der ganzen Welt diskutieren Konflikte, die aus der Kollision unterschiedlicher Überzeugungen entstehen.

Diese Debatte lieferte dem Forscher den Stoff für sein 2016 unter dem Titel „Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt" erschienenes Werk, in dem er zehn Grundprinzipien der Kommunikation in einer vernetzten Welt vorschlägt. Oberbürgermeister Philipp sagte: "Das ist die hochaktuelle Antwort eines großen Wissenschaftlers auf ,fake news' und Hasspredigten, auf Populismus und Vereinfachung; ein flammendes Plädoyer für die Freiheit des Wortes, den offenen Diskurs."

11 01 03 eu flaggenDie Europäische Kommission hat am Montag einen Bericht über die Kennzeichnung alkoholischer Getränke mit Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration angenommen. Sie fordert die Branche darin auf, innerhalb eines Jahres selbst einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen. Einige Produzenten stellen diese Informationen schon jetzt auf freiwilliger Basis bereit.

Der für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis sagte dazu: „Dieser Bericht bekräftigt das Recht der Menschen in der Europäischen Union, umfassend darüber informiert zu werden, was sie trinken. Er gelangt außerdem zu dem Schluss, dass es keine objektiven Gründe für das Fehlen eines Zutatenverzeichnisses und einer Nährwertdeklaration auf alkoholischen Getränken gibt.“

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung, die seit Dezember 2014 gilt, enthält Bestimmungen zur Angabe der Zutaten und zur Bereitstellung einer Nährwertdeklaration. Diese Bestimmungen sind für alle Lebensmittel verbindlich. Es gibt jedoch eine Ausnahmeregelung für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent.

Einige Produzenten stellen diese Informationen dennoch schon jetzt auf freiwilliger Basis bereit. Außerdem haben mehrere Mitgliedstaaten nationale Maßnahmen beibehalten, beschlossen oder vorgeschlagen, die für alle oder bestimmte alkoholische Getränke zusätzliche Kennzeichnungspflichten zu den enthaltenen Zutaten vorsehen.

Die Branche soll nun binnen Jahresfrist einen abgestimmten Vorschlag für die Unterrichtung der Verbraucher über die Zutaten von alkoholischen Getränken und deren Nährwert unterbreiten. Die Kommission wird den Selbstregulierungsvorschlag bewerten. Sollte sie ihn als unzureichend einstufen, würde sie eine Folgenabschätzung vornehmen, um zu prüfen, welche weiteren Optionen im Einklang mit den Grundsätzen für eine bessere Rechtsetzung bestehen.

13 07 24 EuroDie Europäische Union hat am Montag mit Algerien drei Abkommen über Finanzhilfen zur Förderung erneuerbarer Energien, der öffentlichen Finanzen und der Wirtschaftsentwicklung in Höhe von 40 Mio. Euro unterzeichnet. Die auf der Tagung des Assoziationsrates EU-Algerien in Brüssel beschlossene Unterstützung dient mit 10 Mio. Euro dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz.

Weitere 10 Mio. Euro helfen bei der Reform der öffentlichen Finanzen und 20 Mio. Euro sind für die Umsetzung des Assoziierungsabkommen geplant.

„Algerien ist ein wichtiger EU-Partner in unserer Nachbarschaft. Das heute unterzeichnete EU-Maßnahmenpaket für Algerien wird zur Diversifizierung der algerischen Wirtschaft und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen sowie die Modernisierung der öffentlichen Finanzen fördern. Wir wollen so Algerien bei der Bewältigung seiner wirtschaftlichen Herausforderungen unterstützen und seine Beziehungen zu europäischen Unternehmen stärken", sagte Johannes Hahn, EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen.

Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, Kommissar Johannes Hahn und der algerische Außenminister Ramtane Lamamra unterzeichneten das Abkommen. Bei dem Treffen werden beide Seiten ferner die regionale Lage in Libyen, Mali und der Sahelzone erörtern. Sie werden sich zudem über die Integration des Maghreb und die regionale Zusammenarbeit sowie die Prävention und Bekämpfung von Terrorismus und Radikalisierung austauschen.

Seit 2011 hat die EU Algerien mit Finanzhilfe in Höhe von insgesamt 273,3 Mio. Euro unterstützt. Das wichtigste Finanzinstrument für die Zusammenarbeit der EU mit Algerien ist das Europäische Nachbarschaftsinstrument (ENI). Zusätzlich zu der bilateralen und regionalen Unterstützung im Rahmen des ENI wird Algerien auch mit anderen thematischen Programmen und Instrumenten gefördert, wie dem Europäischen Instrument für Demokratie und Menschenrechte (EIDHR) und dem Programm für Organisationen der Zivilgesellschaft und lokale Behörden (CSO-LA), das aus dem Instrument für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI) finanziert wird.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit der EU mit Algerien im Zeitraum 2014 - 2017 stehen die Reform des Justizwesens, die Stärkung der Bürgerbeteiligung am öffentlichen Leben, die Förderung der Arbeitsmarktreform und der Beschäftigung sowie die Diversifizierung der Wirtschaft. Im Zeitraum 2018-2020 wird sich die Zusammenarbeit vor allem auf die vereinbarten neuen Schwerpunkte der Partnerschaft konzentrieren. Dies umfasst vor allem den politischen Dialog, Governance, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Grundrechte sowie den strategischen Dialog, Sicherheitsfragen und Migration und Mobilität.

03 Header 600

Europa im Aufbruch?
Junge Perspektiven auf einen alten Kontinent.
PodiumThe Base e V Lazar Bochvarov 300Foto: Lazar Bochvarovsgespräch, Kneipenquiz, Livemusik und mehr

In vielen Demokratien Europas ist der Nationalismus auf dem Vormarsch, so z.B. die AfD in Deutschland, die PVV in den Niederlanden oder der Front National in Frankreich. Fremdenfeindlichkeit und Protektionis mus bestimmen die politische Agenda von nationalkonservativen Akteuren. Auf der anderen Seite gibt es die Hoffnung, dass die nächste (Politiker-)Generation aufgrund ihrer Erfahrungen viel europäischer denken wird.

Das Schwerpunktthema 'Europa im Aufbruch?' wird in mehreren Unterthemen aufgegriffen:

  • Europa im Alltag
    Wie war Europa früher, wie ist es heute?
    Was bringt uns Europa ganz persönlich und im Alltag?

  • Nationalismus in Europa
    Was können wir gegen Nationalismus in Europa tun?
    Schreitet mit der neuen Generation die europäische Integration weiter voran oder wird Europa künftig in isolierte Nationalstaaten zurückfallen?

  • Zukunft Europas
    Wie wird Europa in 10 Jahren aussehen: Soll Europa größer, kleiner, anders werden?
    Vereint uns Europa zu einer neuen Kultur?

Vertreter/innen der Jugendorganisationen der im Landtag und Bundestag vertretenen Parteien und junge Leute, die sich für Europa einsetzen, werden auf das Podium kommen.
Von zwei Parteien haben wir leider keine Zusagen erhalten.

Auf dem Podium sind:

  • Halice Kreß-Vannahme, Vorsitzende Jusos Aachen
  • Annika Fohn, Vorsitzende Junge Union Aachen
  • Janis Fifka, stellv. Vorsitzender Europäisches Jugendparlament Deutschland
  • Laura Beemelmanns, Redakteurin Aachener Nachrichten
  • Carsten Gerards, Vorstand JEF Köln
  • Florian Schunk, ehemaliger Sprecher der Grünen Jugend Aachen
  • linksjugend-AktivistIn, Linksjugend Aachen

Moderation (Hochschulradio Aachen)

  • Laura Kosanke
  • Thiemo Rudolph

Bei einem unterhaltsamen Podiumsgespräch erwarten wir spannende Einblicke. Dabei sind eure Meinungen und Fragen sehr erwünscht!
Zwischendurch sorgen lockere Kneipenquizrunden zu europäischen Themen für Abwechslung. Europäisches Wissen wird natürlich belohnt.
Stonedrifter 300Foto: Stonedrifter Die Band Stonedrifter aus Berlin bietet dazu British Indie Rock vom Feinsten. Der Leadsänger Gary Ferguson, stammt aus der Nordenglischen Arbeiterstadt Billingham und der Drummer Sebastian Gross ist selbst ein Aachener. Sie werden euch abdriften lassen.

Veranstalter: Karlspreisstiftung, EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen, AEGEE-Aachen e.V., Europäisches Jugendparlament in Deutschland e.V., JEF Aachen, The Base e.V., Digitales Aachen e.V., TalentSchmiede Aachen, Hochschulradio Aachen

17 03 13 TürkeiNach der Eskalation des Streits über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Europa am Wochenende ruft die EU die Türkei zur Mäßigung auf. „Nach den Spannungen dieser letzten Tage zwischen der Türkei und einigen EU-Mitgliedstaaten ist es unerlässlich, eine weitere Eskalation zu vermeiden und Wege zu finden, um die Situation zu beruhigen“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, und EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn im Namen der Europäischen Union.

„Die Europäische Union fordert die Türkei auf, überzogene Aussagen und Aktionen zu unterlassen, die die Situation weiter verschärfen.“ Mogherini und Hahn nahmen dabei auch Stellung zu den  geäußerten Bedenken der Venedig-Kommission des Europarates hinsichtlich der beim Referendum in der Türkei zur Abstimmung stehenden Verfassungsänderungen.

Kommissionspräsident Juncker hatte bereits vergangene Woche Nazi-Vergleiche türkischer Spitzenpolitiker als „Frechheit“ zurückgewiesen. Präsident Juncker, der Erste Vizepräsident Timmermans und die Hohe Vertreterin Mogherini sind im laufenden telefonischen Kontakt mit hochrangigen Politikern auf allen Seiten. „Strittige Angelegenheiten können nur durch offene und direkte Kommunikationskanäle gelöst werden“, heißt es in der Erklärung von Mogherini und Hahn. Die EU werde weiter ihre Vermittlungsdienste im Interesse der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei anbieten.

„Entscheidungen über die Durchführung von Treffen und Veranstaltungen sind Sache des betreffenden Mitgliedstaats - gemäß den geltenden Bestimmungen des internationalen und nationalen Rechts“, so Mogherini und Hahn.

Bezüglich des Verfassungsreferendums in der Türkei hat die Venedig-Kommission des Europarates, in dem die Türkei Mitglied ist, am Montag Stellung genommen. „Die Bemerkungen der Venedig-Kommission zu den vorgeschlagenen Verfassungsänderungen zeigen ernste Bedenken bei der übermäßigen Konzentration von Befugnissen in einem Amt - mit ernsthaften Auswirkungen auf die notwendige Gewaltenteilung und auf die Unabhängigkeit der Justiz. Es ist auch besorgniserregend, dass der Prozess der Verfassungsänderung unter dem Notstand stattfindet“, so Mogherini und Hahn.

Erweiterungs- und Nachbarschaftskommissar Hahn nahm am Wochenende in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur auch Stellung zu den im Rahmen des EU-Beitrittsprozesses gezahlten Heranführungshilfen. „Solange die Verhandlungen formell laufen, gibt es auch die EU-Vorbeitrittshilfen. Dies macht auch Sinn, da wir hiermit auch Maßnahmen im Bereich der Grundrechte, der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratieentwicklung, der Bildung und Wissenschaft sowie insbesondere die Zivilgesellschaft unterstützen. Immerhin ein Drittel der Mittel wird bereits auf meine Anweisung hin in diese Bereiche investiert - und diese Umorientierung läuft weiter. Zweitens sind die Zahlungen selbstverständlich an strikte Bedingungen gebunden, deren Einhaltung wir strengstens kontrollieren. Wir haben bereits einzelne Programme eingestellt, wo es keine entsprechenden Fortschritte gab, etwa im rechtsstaatlichen Bereich. Generell könnten die Vorbeitrittshilfen aber nur eingefroren werden, wenn gleichzeitig auch die Verhandlungen an sich gestoppt werden“, sagte Hahn.

Als beim Referendum am 23. Juni 2016 eine knappe Mehrheit der Briten für den sogenannten Brexit stimmte, waren viele Europäer geschockt. Viele fragen sich, was der Austritt Großbritanniens aus der EU für die anderen Mitgliedstaaten bedeutet und welche wirtschaftlichen und politischen Folgen er nach sich ziehen wird.

Beim Referendum stimmte vor allem die ältere Bevölkerung für einen Austritt. Bei den jungen Leuten war die Wahlbeteiligung vergleichsweise niedrig. Doch was sagen junge Menschen aus ganz Europa über den Brexit? Ist dies das Ende der Europäischen Union? Welche Folgen hat das für Europa und wie haben die Medien in den verschiedenen Ländern darüber berichtet?
Diese und weitere Fragen hat die AEGEE-Aachen e.V. bei ihrem Network Meeting im Herbst 2016 Leuten aus ganz Europa im Rahmen des Video-Projektes "Europe At Eye Level" gestellt - hier sind ihre Antworten!

Juncker 300Vor dem Europäischen Rat  in Brüssel hat Kommissionspräsident Juncker sich am Donnerstag entschieden gegen „Isolationismus und Protektionismus“ gewandt. Die europäische Industrie sei wegen ihrer internationalen Vernetzung „von freiem, fairem und nachhaltigem internationalem Handel abhängig“, schrieb Juncker in einem Gastbeitrag für den Kölner Stadt-Anzeiger und eine Reihe weiterer europäischer Publikationen. „Ich bin aber kein naiver Verfechter des Freihandels. Wir müssen weiterhin unsere Zähne zeigen und gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen, wie es zum Beispiel mit der Einführung von Antidumpingzöllen auf chinesischen Stahl, auf Mais aus Thailand oder Biodiesel aus den USA, Argentinien und Indonesien getan haben“, so Juncker.

 „Wenn die EU-Staats- und Regierungschefs heute in Brüssel zusammenkommen, dann werden sie genau prüfen, wie gut es Europas gelungen ist, Arbeitsplätzen und Wachstum zu schaffen sowie unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dabei spielt die europäische Industrie, auf die fast 20 Prozent der Bruttowertschöpfung und mehr als 15 Prozent der Arbeitsplätze entfallen, eine Schlüsselrolle.

Mein Vater war ein stolzer Stahlarbeiter. Wie in vielen anderen Orten Europas auch waren die Fabriken der Umgebung der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhielt. Sie waren der größte Arbeitgeber und der Motor der lokalen Wirtschaft.

Die Fabriken von heute sehen anders aus als diejenigen, die mein Vater kannte. Dennoch hat die europäische Industrie nichts an Bedeutung verloren. Unsere Unternehmen sind führend auf den globalen Märkten. Sie beschäftigen mehr als 50 Millionen Menschen in Europa. Zu ihnen zählen Innovatoren mit brillanten Ideen und Unternehmer, die neue Chancen erschließen“, schrieb Juncker weiter.

„Wir werden auch künftig Investitionen aus dem Ausland benötigen. Und deshalb müssen wir offen für Unternehmen bleiben und dafür sorgen, dass ausländische Märkte für die europäischen Unternehmen offen bleiben.“ 

Juncker verwies auch auf das von ihm in der vergangenen Woche vorgelegte Weißbuch zur Zukunft Europas, das mögliche Wege für ein gemeinsames Vorangehen der EU27 aufzeigt. „Ich hoffe, dass wir auf dieser Grundlage offen und ehrlich darüber diskutieren können, wie viel die EU tun kann und tun sollte, um die Industrie zu unterstützen und die Globalisierung in die richtigen Bahnen zu lenken, zum Beispiel in der Steuer-, Bildungs- oder Sozialpolitik.

Eines ist mir vollkommen klar: Ich sehe kein Szenario, in dem wirtschaftlicher Nationalismus mit der Idee von Europa oder mit dem Wohlstand seiner Bevölkerung vereinbar wäre. Ich glaube an ein Europa mit einer gemeinsamen, soliden Industriepolitik, die auch in schwierigen Zeiten erfolgreich ist. Diese Politik spielt eine zentrale Rolle in dem Europa, für das ich kämpfe. “

 

14 04 17Die Vermittlung interessierter junger Menschen an Organisationen mit Solidaritätsprojekten ist angelaufen. Die Datenbank, über die Organisationen Teilnehmer für Aufgaben des Solidaritätskorps suchen können, ist seit Mittwochabend online. Bereits in diesem Frühjahr stehen den Teilnehmern mehrere Hundert Plätze zur Verfügung, und in den kommenden Monaten werden Tausende weitere hinzukommen.

Seit dem Beginn der Initiative am 7. Dezember 2016 haben sich schon über 23.000 junge Europäerinnen und Europäer zwischen 17 und 30 Jahren für das Europäische Solidaritätskorps registriert. Sie sind bereit, zwei bis zwölf Monate lang freiwillig bei einer anerkannten Hilfsorganisation, einer lokalen oder nationalen Behörde oder einem Unternehmen für die Allgemeinheit zu arbeiten, dort ein Praktikum oder eine Ausbildung zu machen oder eine befristete, bezahlte Stelle anzutreten.

Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, sagte: „Das Europäische Solidaritätskorps nimmt immer mehr Gestalt an. Organisationen und Partner, die Einsatzmöglichkeiten anbieten, erhalten ab heute Zugriff auf die Online-Datenbank, sodass die Mitglieder des Europäischen Solidaritätskorps in Kürze konstruktiv vor Ort tätig werden und zugleich wertvolle Kompetenzen für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg erwerben können.“

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Es macht mich stolz, dass bereits viele junge Menschen dem Korps beigetreten sind und sich dadurch bereit erklärt haben, etwas zu bewegen. Jetzt ermutige ich die Organisationen, diesem Beispiel zu folgen und so viele Plätze wie möglich anzubieten.“

Organisationen, die Aufgaben für Solidaritätskorps-Mitglieder anbieten, können jetzt mit der Auswahl geeigneter junger Leute beginnen. Die Organisationen wurden von der EU-Kommission überprüft und registriert. Ziel ist es, dass bereits in diesem Frühjahr die ersten Einsätze beginnen können und dass sich bis Ende 2020 etwa 100.000 Europäerinnen und Europäer zwischen 18 und 30 Jahren dem Europäischen Solidaritätskorps anschließen. Jede teilnehmende Organisation muss sich der Aufgabenbeschreibung und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps verschreiben und die Charta des Europäischen Solidaritätskorps achten, in der die Rechte und Pflichten in allen Phasen der Solidaritätserfahrung festgehalten sind.

Das Online-System des Europäischen Solidaritätskorps ermöglicht es, die Organisationen direkt mit jungen Menschen zusammenzubringen, die an einem Solidaritätseinsatz interessiert sind. Zusätzlich zu ihren personenbezogenen Daten können die jungen Menschen auch Angaben zu ihren Fähigkeiten und Erfahrungen, ihrer Verfügbarkeit, ihren Präferenzen und ihrer Motivation machen und ihren Lebenslauf hochladen. Interessierte Organisationen können so leichter die am besten für ihre Projekte geeigneten Kandidaten finden.

Für die Teilnehmer ist es eine Chance, zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn wertvolle Erfahrungen zu sammeln und wichtige Kompetenzen zu erwerben, während sie gleichzeitig einen der Grundwerte der EU, die Solidarität, fördern und stärken.

Mitmachen können alle jungen Leute, die Staatsangehörige eines EU-Staates oder von Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei oder der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien sind oder sich rechtmäßig dort aufhalten. Sie müssen sich, genau wie die Organisationen, für die sie sich engagieren, zu Werten wie Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Vielfalt, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Solidarität und Gleichheit bekennen.

 

14 03 12 zoelleAachen liegt an der Grenze zu zwei Nachbarländern, Belgien und den Niederlanden. Anders als heute gab es dort früher Drahtzäune, Schlagbäume und Zollkontrollen. In den 1930er bis 1950er Jahren war das Aachener Grenzgebiet eine Drehscheibe des Schmuggels. Viele Menschen versuchten die Grenzen "schwarz" zu überqueren, um sich im Nachbarland unter anderem mit preiswerteren Lebens- oder Genussmittelnmittel wie Kaffee, Kakao oder Tabak einzudecken.

Mehrmals entstanden Reportagen, Dokumentar- und Spielfilme über das Unterlaufen der Grenzkontrollen. Die wichtigsten dieser Filme enthalten Appelle für eine Überwindung der Grenzen.

Dr. Thomas Müller, Leiter des Zollmuseums Aachen, beleuchtet in seinem Vortrag im Grashaus „Gegen die Grenze – Schmuggelfilme und Europadiskurs im Aachener Grenzland“ die Filme und stellt den illegalen Grenzübertritt, den Bewohner an der Grenze massenhaft praktizierten, in den Kontext der europäischen Einigung.

  • Wann? Mittwoch. 15. März, 19:00 Uhr
  • Wo? Grashaus, Fischmarkt 3, 52062 Aachen
  • um Anmeldung wird gebeten: +49 241 432-4998 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Pressemitteilung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Schmuggelvortrag-Grashaus

Europa und Menschen Zeichnung 300„Comics“, „Mangas“, „Graphic Novels“, die Bezeichnungen sind fast so vielfältig wie die Gattungen und Formate, die sich mit der Verbindung von Texten und Bildern entwickeln lassen. Die Bandbreite reicht von lustigen Cartoons und kurzen Strips über Comic-Tagebücher bis hin zu epischen Fantasy-Abenteuern. Obgleich Kinofilme etwa zeitgleich mit dem modernen Comic erfunden wurden und sich beide in ihren Erzähltechniken gegenseitig beeinflusst haben, können Comics auch durch Einzelpersonen und ohne finanziellen Aufwand entstehen.

Die Vertretung der Europäischen Komission in Bonn bietet in Koorperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit e.V. eine ganz besonderen Workshop für Schüler/innen, Studierende und alle, die am Zeichnen und Malen Interessiert sind. Geleitet wird der Workshop von Kilian und Lukas Wilde, die beide 2013 im Finale des Animate Europe-Wettbewerbs standen. Sie führen die Teilnehmer durch das Vokabular der Comic-Ausdruckmittel. Die Teilnehmer entwickeln Schritt für Schritt eigene Figuren, Szenen und Sequenzen und schließlich eine Idee für eine Geschichte. Anhand zahlreicher Beispiele lässt sich schnell sehen: man muss kein Zeichnergenie sein, um etwas aufs Papier zu bringen, das einem unter den Nägeln brennt. Ziel des Workshops ist die Entwicklung der ersten Seite eines eigenen Comics.

Im Rahmen der „Animate Europe“-Projektreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird seit 2013 versucht, die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums "Comic" auszuloten. Dabei wird nach neuen Geschichten und Bildern und unseren Ideen von „Europa“ gefragt. Es zeigte sich, dass Comics ein wunderbares Medium sind um sich niederschwellig mit politischen Themen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Aber wie kommt man eigentlich von der leeren Seite zur Geschichte?

Workshop findet an zwei Terminen statt: Donnerstag, den 6. April und Freitag, den 7. April 2017. Die Teilnahme ist kostenlos Die Anmeldung ist noch bis zum 03. April möglich!

17 03 08 GleichberechtigungZum Internationalen Frauentag am Mittwoch bekräftigt die Europäische Kommission ihr Engagement für die Gleichstellung von Frauen in Europa und der ganzen Welt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte: „Europa ist ein Pionier auf dem Feld der Gleichberechtigung der Geschlechter, und darauf sollten wir stolz sein. Wenn jedoch Intoleranz und Chauvinismus innerhalb und außerhalb unserer Grenzen an Zulauf gewinnt, müssen wir ihnen doppelt so energisch unsere einfache, durch und durch europäische Botschaft entgegenhalten: Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist kein anzustrebendes Ziel – sie ist ein Grundrecht.“

Innerhalb Europas ist die Gleichstellung von Männern seit den Römischen Verträgen von 1957 verankert. Inzwischen ist die Beschäftigungsquote der Frauen auf einem Rekordhoch. Jedoch verdienen Frauen EU-weit noch immer 16,3 Prozent weniger als Männer, in Deutschland sind es 22 Prozent weniger. Auch in den Führungsetagen stoßen Frauen weiterhin an eine gläserne Decke. Die Europäische Kommission ist indes auf gutem Weg, bis 2019 ihr internes Ziel zu erreichen, 40 Prozent aller höheren und mittleren Management-Positionen mit Frauen zu besetzen: bisher sind es nahezu 35 Prozent.

Juncker erklärte: „Frauen müssen gleichbehandelt werden, ob im Beruf, in der Ausbildung, bei der Sozialversicherung oder beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen. So will es das Gesetz. Leider ist der Weg zur tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter noch mit einigen Hindernissen ausgestattet. Deswegen dürfen wir nicht nachlassen. Ich habe die Gleichstellung zu einem Leitprinzip meiner Behörde erhoben und bin stolz auf die enormen Fortschritte, die wir schon in den ersten beiden Jahren meiner Amtszeit in Richtung auf unser Ziel eines Frauenanteils von 40 Prozent in unserer Führungsebene erzielt haben.“

Anlässlich des Weltfrauentags hat die Kommission einen neuen Bericht über die Gleichheit der Geschlechter veröffentlicht. Er zeigt auf, dass die Rechtsvorschriften, Leitlinien, Maßnahmen und Finanzinstrumente zwar den Gleichstellungsprozess merklich voranbringen, dabei aber von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat Unterschiede festzustellen sind. In verschiedenen Bereichen gibt es demnach weiterhin Probleme.

So ist die Arbeitslosenquote von Frauen ist insbesondere in südlichen Ländern weiterhin sehr hoch im Vergleich zur Arbeitslosenquote der Männer. Nur in vier Ländern (Frankreich, Italien, Finnland und Schweden) erreicht der Frauenanteil in Managementpositionen großer Unternehmen mindestens 30 Prozent. Auch in der Politik sind Frauen unterrepräsentiert. In acht Ländern (Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Zypern, Lettland, Ungarn, Malta und Rumänien) sind weniger als 20 Prozent aller Mandatsträger weiblichen Geschlechts.

In der Europäischen Kommission wurde das von Präsident Juncker vorgegebene Ziel eines Frauenanteils von 40 Prozent auf der höheren und mittleren Führungsebene bis 2019 schon zwei Jahre nach Beginn der Amtszeit mit nahezu 35 Prozent fast erreicht. Auf der höheren Führungsebene (Direktorenstellen und höher) beträgt der Frauenanteil 32 Prozent. In den vergangenen beiden Jahren hat die Kommission zahlreiche Frauen an die Spitze ihrer Dienste (Generaldirektorin oder stellvertretende Generaldirektorin) berufen und damit den Frauenanteil auf dieser Ebene von 13 Prozent (Stand November 2014) auf 29 Prozent erhöht.

Europaregenschirm und BlumenDie Vertretung der EU-Kommission in Deutschland hat anlässlich des Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren eine Sammlung von 60 Gründen für das europäische Einigungswerk zusammengestellt: worauf Europa stolz sein kann, wie die EU die Wirtschaft stärkt und Konzerne kontrolliert und wie sich die EU für uns alle rechnet – auch hier in Deutschland.

Die Zusammenstellung zeigt, wie die EU sich in der Welt engagiert, wie sie für innere Sicherheit sorgt und in der Flüchtlingskrise hilft. Außerdem finden sich Argumente für die EU in den Bereichen Bildung und Forschung, Verbraucher und Umwelt.

Am 25. März 1957 unterzeichneten in Rom die Staats- und Regierungschefs von sechs europäischen Ländern die „Römischen Verträge“. Das war die Geburtsstunde der EU, die Grundlage des gemeinsamen Europas war geschaffen. Ein vereintes Europa muss in einer zunehmend multipolaren Welt sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und seine Zukunft gestalten. Es gibt zahlreiche Gründe, warum wir die EU dafür brauchen.

Das 60-jährige Jubiläum ist ein Anlass, sich bewusst zu machen, warum wir die EU trotz viel Kritik nach wie vor brauchen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat kürzlich in einem Weißbuch eine Debatte über die künftige Entwicklung der Europäischen Union mit 27 Mitgliedstaaten angestoßen.

Die „60 Gründe für die EU“ zeigen ganz konkret auf, was wir in Europa erreicht haben und warum die EU auch in Zukunft noch wichtig ist – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wachstum Beschäftigung 30077 Prozent der Deutschen und 67 Prozent der Befragten in anderen Mitgliedstaaten fühlen sich laut aktueller Eurobarometerumfrage als Bürger der Europäischen Union.

Zur Vorstellung des nationalen Eurobarometers am 03.03.17 sagte Richard Kühnel, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland: „Der positive Umschwung in der Europastimmung in Deutschland bestätigt sich. Wohl auch wegen der geopolitischen Veränderungen wächst die Zustimmung zu Europa, gerade bei den jungen Menschen. Gleichzeitig sehen wir die Sorgen der Menschen über Entwicklungen in Europa: Arbeitslosigkeit, Zuwanderung, Sicherheit sind hier die Themen. Da gibt es nichts schönzureden. Umgekehrt darf man Europa nicht immer schlechtreden: die Erwartungen an Europa sind hoch, und die Menschen wünschen sich mehr Europa in den großen Politikbereichen. Für mich heißt das: Europa ist nicht im politischen Abwind, Europa ist wieder im Kommen!“

Die Deutschen sehen sich nicht nur mehrheitlich als Europäer: Auch das Ansehen der EU ist in Deutschland gestiegen: für 37 Prozent der Deutschen hat die EU ein gutes Image, ein Verbesserung um 8 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Eurobarometer-Umfrage.

In Deutschland gibt es allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen. 80 Prozent der Westdeutschen fühlen sich als Bürger der EU, in Ostdeutschland sind das mit 66 Prozent (-3 Pp) bedeutend weniger. „Dieser Unterschied in der Identifikation mit Europa zwischen dem deutschen Westen und Osten ist auch ein Arbeitsauftrag für uns als Europäische Kommission. Wir wollen unsere Dialogaktivitäten in diesen Regionen besonders verstärken, um allen Bundesbürgern das Gefühl zu geben: wir gehören dazu in Europa“, erklärte Richard Kühnel.

Am besten kommt die EU bei den 15 bis 24-Jährigen an. Hier haben 45 Prozent ein gutes Bild von der Europäischen Union. Europaweit ist die EU bei den unter 25-Jährigen ebenfalls am beliebtesten: 42 Prozent haben ein positives Bild von der Europäischen Union.

Flüchtlinge zu Fuß 300Im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats-und Regierungschefs in der kommenden Woche hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag die Beschlüsse der EU-Kommission im Bereich Migration dargelegt. Dazu gehören konkrete Empfehlungen für effizientere Rückkehrverfahren und aktuelle Fortschrittsberichte zu den zentralen Bereichen der Europäischen Migrationsagenda, darunter die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU. Statt neuer Gesetzesvorschläge müsse der Schwerpunkt auf der Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen liegen, so Juncker in seinem Brief.

 „Die Glaubwürdigkeit unseres Handelns innerhalb der Union, an unseren Grenzen und bei unserem Migrationsmanagement ist von zentraler Bedeutung, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und ermöglicht es uns, gemeinsam zu handeln, wenn ein Mitgliedstaat einem hohen Migrationsdruck ausgesetzt ist.  Je effektiver wir mit Drittstaatspartnern an einer gemeinsamen Agenda zusammenarbeiten können, um die Ursachen der Migrationsströme an ihren Wurzeln anzupacken, desto größer ist der Raum, um ein faires und effektives Asyl- und Migrationsmanagement hier in der EU zu schaffen“, so Juncker in seinem Schreiben. „Alle diese Initiativen haben gemeinsam, dass sie auf Solidarität beruhen, dass sie Verantwortung einfordern, und, dass sie zusammen einen Umschwung bewirken in unserer Fähigkeit, Migration zu bewältigen und unsere humanitären Verpflichtungen zu erfüllen.“

1. Maßnahmen für eine wirksame und glaubwürdige Rückkehrpolitik der EU

Nachdem die Staats-und Regierungschefs auf dem Gipfel in Malta am 3. Februar 2017 betont haben, dass eine Überarbeitung der Rückkehrpolitik der EU erforderlich ist, hat die Kommission heute einen neuen EU-Aktionsplan für die Rückkehr und eine Reihe von Empfehlungen vorgelegt, wie die Mitgliedstaaten die Rückkehrverfahren effizienter gestalten können. Schwerpunktmäßig geht es darum, Schlupflöcher zu schließen und die bestehenden Vorschriften so streng und realistisch anzuwenden, dass sie in der Praxis funktionieren. Gleichzeitig muss aber die Einhaltung der Grundrechte sichergestellt werden.

Konkrete Empfehlungen an die Mitgliedstaaten

Insbesondere empfiehlt die Kommission den Mitgliedstaaten:

  • die Koordinierung zwischen allen am Rückkehrprozess beteiligten Dienststellen und Behörden zu verbessern;
  • die Fristen für das Einlegen von Rechtsbehelfen zu verkürzen, systematisch Rückkehrentscheidungen ohne Ablauffrist zu erlassen und Entscheidungen über die Beendigung eines legalen Aufenthalts mit einer Rückführungsentscheidung zu kombinieren, um Doppelarbeit zu vermeiden;
  • den Missbrauch des Systems zu bekämpfen, indem sie die Möglichkeit, Asylanträge im beschleunigten Verfahren oder – wenn dies für angemessen erachtet wird – im Grenzverfahren zu prüfen, nutzen, wenn der Verdacht besteht, dass Asylanträge nur gestellt werden, um die Vollstreckung einer Rückkehrentscheidung zu verzögern;
  • die Flucht von Personen zu verhindern, indem sie Personen in Haft nehmen, gegen die eine Rückkehrentscheidung ergangen ist und bei denen Anzeichen dafür vorliegen, dass sie dieser Entscheidung nicht Folge leisten werden, beispielsweise wenn sie sich weigern, bei der Identifizierung zu kooperieren, oder sich einer Rückführungsmaßnahme gewaltsam oder betrügerisch widersetzen;
  • die Wirksamkeit von Rückkehrverfahren und -entscheidungen zu erhöhen, indem sie unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten eine freiwillige Ausreise nur dann gewähren, wenn dies notwendig ist und ein entsprechender Antrag gestellt wird, wobei möglichst kurze Fristen für die freiwillige Ausreise festzulegen sind;
  • bis zum 1. Juni 2017 einsatzbereite Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr einzurichten und für eine weite Verbreitung von Informationen über die freiwillige Rückkehr sowie die Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und die Wiedereingliederungsprogramme zu sorgen.

2. Stand der Umsetzung der Migrationsagenda

Die Kommission hat die Mitgliedstaaten im Vorfeld des Gipfels in der kommenden Woche zudem mit drei Fortschrittsberichten erneut aufgefordert, zügig ihren Anteil zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU zu leisten, um Italien und Griechenland zu entlasten. Insgesamt wurden bisher 13.546 Personen umverteilt, 3936 aus Italien und 9610 aus Griechenland. Bislang sind nur Malta und Finnland auf dem besten Weg, ihre Verpflichtungen gegenüber den beiden Staaten einzuhalten.

Dagegen sind die Fortschritte bei der Neuansiedlung weiterhin vielversprechend. Die Mitgliedstaaten haben bisher 14.422 Personen sichere und legale Wege in die EU geöffnet, was mehr als der Hälfte der im Rahmen der EU-Neuansiedlungsregelung vereinbarten 22.504 Personen entspricht. Dies umfasst auch die Neuansiedlung von 3565 syrischen Flüchtlingen im Rahmen der Erklärung EU-Türkei.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten zudem auf, ihre weitreichenden politischen Zusagen einzulösen und bis Ende März die bei der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache bestehenden Lücken bei Personal und Ausstattung zu füllen. Ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten wird die Erklärung EU-Türkei weiterhin umgesetzt, um irreguläre Grenzübertritte unter Kontrolle zu halten, doch liegt die Zahl der Neuankömmlinge immer noch über der Zahl der Rückführungen. Deshalb fordert die Kommission auch Griechenland und alle anderen Mitgliedstaaten auf, die weiterhin intensiv daran zu arbeiten, Lage auf den Inseln zu verbessern.

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, erklärte: „Verantwortung kann ohne Solidarität nicht gerecht aufgeteilt werden. All unsere Maßnahmen sind miteinander verknüpft, und die Mitgliedstaaten können sich im Hinblick auf ihre Bringschuld nicht einfach die Rosinen herauspicken. Mittlerweile sind in Griechenland und Italien alle operativen Voraussetzungen für das Funktionieren der Umverteilung erfüllt. Die Mitgliedstaaten müssen nun handeln und ihren Verpflichtungen nachkommen, damit alle in Betracht kommenden Personen zeitnah umverteilt werden. Gleichzeitig sollten die Mitgliedstaaten auch weiterhin ihre Verpflichtungen zur Neuansiedlung aus der Türkei erfüllen, die notwendige Unterstützung für die Bearbeitung von Asylanträgen in Griechenland leisten und die volle Einsatzfähigkeit der Europäischen Grenz- und Küstenwache gewährleisten.“

 

17 02 02 MimicaNeven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich am Donnerstag bei einer internationalen Konferenz im Rahmen der Initiative „She Decides" klar für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen positioniert. „Der Zugang zu Familienplanung ist ein zentrales Element in unserem Kampf für Gleichstellung und für Frauenrechte und die Stärkung von Frauen. 225 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben noch ungedeckten Bedarf an moderner Familienplanung und dem Zugang zu Informationen. Die  Europäische Kommission prüft derzeit die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort und die Finanzierungslücken, um gemeinsam mit unseren Partnern zusätzliche Fördermittel bereitzustellen“, sagte Mimica.

„She Decides" ist eine neue Initiative in Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die „Mexico City Policy“ wiedereinzuführen, die Nichtregierungsorganisationen US-Finanzmittel versagt, wenn sie Beratungen zu Schwangerschaftsabbrüchen durchführen. An der Konferenz heute in Brüssel, die die Entwicklungsministerien Belgiens, der Niederlande, Schwedens und Dänemarks organisiert haben,  nehmen Vertreter zahlreicher Staaten teil. „She Decides" will Geld für Organisationen sammeln, die Frauen Unterstützung bei der Familienplanung anbieten.

Die EU unterstützt mit erheblichen finanziellen Mitteln Gesundheits- und Gleichstellungsprogramme auf der ganzen Welt. Ziel ist es, die Diskriminierung von Frauen und die damit verbundenen Auswirkungen zu bekämpfen. Diese Arbeit wird die Kommission auch weiterhin mit ihren Partnern fortsetzen.

EU Flagge 2Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und die EU-Kommission haben am Donnerstag über weitere Fortschritte beim Migrationspartnerschaftsrahmen mit afrikanischen Staaten informiert. Außerdem legten sie erste Schritte zur Durchführung von Maßnahmen entlang der zentralen Mittelmeerroute fest. Die Partnerschaften mit den Ländern Äthiopien, Niger, Nigeria, Mali und Senegal erzielten deutliche Fortschritte. So hat sich zum Beispiel in Niger die Zahl der Migranten, die in den von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) betriebenen Zentren Unterstützung erhalten, 2016 auf über 15.000 verdoppelt.

 „Partnerschaft ist der Schlüsselbegriff in allen Politiken der Europäischen Union. Zusammen mit unseren Partnern bewältigen wir die zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Mogherini in Brüssel. „Mit den Partnerschaftsrahmen und den in der Erklärung von Malta vorgesehenen Schritten haben wir eine wirklich umfassende Migrationspolitik geschaffen, die auf Partnerschaft und den erforderlichen Investitionen und Ressourcen beruht und es uns erlaubt, gemeinsam weiterhin für die Rettung von Menschleben, die Zerschlagung von kriminellen Netzwerken und die Schaffung von besseren Perspektiven zu arbeiten und gemeinsam die Migrationsströme auf eine nachhaltige, respektvolle und menschliche Art zu bewältigen“, fügte Mogherini hinzu.

Am 3. Februar hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfel auf Malta auf eine Erklärung von Malta geeinigt, in der konkrete kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Lage entlang der Mittelmeerroute und vor Ort in Libyen und den Nachbarländern festgelegt wurden.

Durch die Maßnahmen erhielten fast 5000 Menschen Hilfe bei ihrer freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsgemeinschaften, und mit neun Projekten wurde im Rahmen des EU-Treuhandfonds für Afrika die Entwicklung Nigers insgesamt gefördert. Mit Nigeria wurden Verhandlungen über ein Rückübernahmeabkommen aufgenommen und sollen bis Juni 2017 abgeschlossen werden. Weitere Projekte wurden für Senegal und Mali angenommen, um die Wiedereingliederung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. In Vorbereitung sind außerdem Programme zur Unterstützung der Flüchtlinge und der Aufnahmegemeinschaften in Äthiopien, und in alle fünf prioritären Länder wurden europäische Verbindungsbeamte für Migration entsandt.

Insgesamt wurden im Dezember 2016 im Rahmen des Treuhandfonds für Afrika 42 Programme im Wert von 587 Mio. Euro aufgelegt, so dass jetzt insgesamt 106 Projekte im Wert von 1,5 Mrd. Euro angenommen wurden. Der EU-Treuhandfonds kommt in 26 Ländern zum Einsatz und stellt Finanzmittel in Höhe von mehr als 2,5 Mrd. Euro bereit, einschließlich der bisherigen Zusagen von EU-Mitgliedstaaten und anderen Gebern in Höhe von 152 Mio. Euro.