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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

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EU Flagge 2 300

Zum 01. Januar 2017 übernimmt erstmalig Malta den Vorsitz im Rat der Europäischen Union - kurz die EU-Ratspräsidentschaft.

Malta ist der letzte Staat der Trio-Ratspräsidentschaft bestehend aus den Niederlanden (Januar 2016 – Juni 2016), der Slowakei (Juli 2016 – Dezember 2016) und nun Malta (Januar 2017 – Juni 2017) am Zug. Gemeinsam hatten diese Länder sich Ziele gesetzt, die während ihrer jeweiligen Ratspräsidentschaft verfolgt werden sollten. Darüber hinaus konnte jedes Land eigene Prioritäten setzten.

Das Gesamtprogramm umfasst im Einzelnen folgende Thematiken:
1) Eine Union der Arbeitsplätze, des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit
2) Eine Union, die jeden ihrer Bürger befähigt und schützt
3) Auf dem Weg zu einer Energieunion mit einer zukunftsorientierten Klimapolitik
4) Eine Union der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
5) Die Union als starker globaler Akteur

Wie auch schon den Niederlanden und der Slowakei steht auch Malta keine einfache Ratspräsidentschaft bevor, denn die Probleme der EU sind derzeit besonders groß.

Malta, das mit 316 Quadratkilometern und rund 430.000 Einwohnern kleinste Land der europäischen Union, möchte die Politik der beiden Vorgänger fortsetzen, gleichzeitig setzten die Regierung aber auch eigene Schwerpunkte.

Die wesentlichen Prioritäten der maltesischen Ratspräsidentschaft sind

  1. Migration
  2. Binnenmarkt
  3. Sicherheit
  4. Soziale Eingliederung
  5. Europas Nachbarn
  6. Maritimes

Migration
Malta möchte dafür sorgen, dass das Thema Migration weiterhin ganz oben auf der Agenda der Europäischen Union steht. Dabei geht es nicht nur um die aktuelle Flüchtlingssituation, sondern auch um Überlegungen, wie man mit dem Thema in Zukunft umgehen möchte: So möchte sich Malta während der Ratspräsidentschaft dafür einsetzen, dass längst vereinbarte Maßnahmen zur Schaffung eines gemeinsamen Europäischen Asylsystem umgesetzt werden. Ebenfalls soll die Lastenverteilung beim Schutz der EU-Außengrenzen gerechter verteilt und die Aufnahme von Flüchtlingen EU-weit besser geregelt wird. Darüber hinaus steht die sogenannte Migrationspartnerschaft mit afrikanischen Staaten auf der Agenda.

Binnenmarkt
Bereits die Slowakei und die Niederlande hatten die Entwicklung des Binnenmarktes als einen großen Schwerpunkt verstanden. Die maltesische Präsidentschaft greift diese Politik auf und konzentriert sich insbesondere auf den digitalen Binnenmarkt. Durch Ausbau desselbigen soll mehr Wachstum und mehr Beschäftigung in der EU generiert werden. Darüber hinaus möchte sich Malta für den Energiemarkt, die Entfernung von Handelsschranken und die Kapitalmarktunion einsetzten.

Sicherheit
Auch das Thema Sicherheit steht auf der Agenda der maltesischen Ratspräsidentschaft. Dabei wird jedoch ganz bewusst auf effektive Diplomatie gesetzt.

Soziale Eingliederung
Dies ist ein besonderer Schwerpunkt der maltesischen Regierung. Darunter ist unter anderem die Einbindung von Menschen mit Behinderung zu verstehen ebenso wie die weitere Arbeit an der Gleichstellungen der Geschlechter.

Europas Nachbarn
Gerade die Stabilität des Nahen Ostens ist eine wichtige Aufgabe für die Regierung Maltas während der Ratspräsidentschaft. Gearbeitet werden soll beispielsweise an der Stabilisierung Libyens. Weitere wichtige Aufgabenfelder sind die Wiederaufnahme des Nahost-Friedensprozess zwischen Israel und Palästina, die Stärkung des demokratischen Wandels in Tunesien, ein besserer Beitrag zu internationalen und EU-Maßnahmen bezüglich des Kriegs in Syrien, eine Vertiefung des Verhältnisses der EU und der Arabischen Liga und die Wiederherstellung der Beziehungen zum Golfkooperationsrat.

Maritimes
Malta hat als Insel ein ganz besonderes Interesse an den maritimen Angelegenheiten der EU. Daher ist einer der besonderen Schwerpunkte allein der maltesischen Regierung die Nachhaltigkeit und fortgeführte Entwicklung des Seefahrtsektors gemäß der integrierten Meerespolitik der EU, es sollen innovative Forschungen gefördert werden, die „Strategie Blaues Wachstum“ mehr in den Vordergrund rücken und eine Initiative für das westliche Mittelmeerbecken eingeleitet werden.

Besondere Gedanken zum Logo:

Das Logo der maltesischen Ratspräsidentschaft entstand, wie auch das Logo der Slowakei, auf dem Wege einer öffentlichen Ausschreibung. Der Entwurf von Alexia Muscat war schließlich Grundlage für das aktuelle Logo. Als Basis dient das maltesische Kreuz, wobei die acht Spitzen für die acht Tugenden der Malteserritter stehen: Wahrheit, Glaube, Buße, Demut, Gerechtigkeit, Erbarmen, Ehrlichkeit und Beharrlichkeit. Dass seine Spitzen gleichzeitig in alle Richtungen weisen soll ein Symbol dafür sein, dass Malta eine zukunftsweisende Perspektive vertritt, nach vorne und nach hinten gleichzeitig blickt und verschiedene Einflüsse und Ströme vereint, wobei gerade die Farbgebung dafür relevant ist. Dargestellt werden soll zudem der fortwährende Prozess der Wiedergeburt und Erneuerung sowie der Wiedervereinigung, alles Merkmale, die auch die europäische Union in sich vereint.

Trio: Niederlande, Slowakei, Malta

Im Rahmen des halbjährlichen Rotationsprinzips übernimmt Malta die Ratspräsidentschaft von der Slowakei von Januar bis Juni 2017. Darauf folgen Estland, Bulgarien und Österreich.

In den europäischen Verträgen ist das System der „Dreier-Präsidentschaft“ innerhalb des Rates der Europäischen Union vorgesehen. Es dient der Kontinuität und der Effektivität der Arbeit im Rat. Da der Ratsvorsitz eines Mitgliedsstaates nur sechs Monate dauert und in solch kurzen Zyklen Arbeitskontinuität und effektive Ressourcennutzung schwierig ist, bilden immer drei Mitgliedsstaaten, die aufeinanderfolgend die Ratspräsidentschaft innehaben, das sogenannte „Trio.“ Seit 2007 erstellen daher jeweils drei Länder, die formal nacheinander die Ratspräsidentschaft einnehmen, ein gemeinsames „Achtzehnmonateprogramm“. Das eigene Programm der jeweiligen Ratspräsidentschaft sollte daher auf das Trio-Programm abgestimmt sein.

Aufgaben der Ratspräsidentschaft

Die Position der Ratspräsidentschaft wechselt nach den derzeit gültigen Verträgen alle sechs Monate zwischen den EU-Mitgliedsländern nach einer festgelegten Reihenfolge. Die Arbeit des Rates der EU (Ministerrat) und des Europäischen Rates muss koordiniert und organisiert werden. Deshalb hat immer ein Mitgliedsstaat die EU-Ratspräsidentschaft inne. Die jeweiligen Fachminister aus dem präsidierenden Mitgliedstaat führen den Vorsitz in den einzelnen Räten (Rat für Landwirtschaft und Fischerei, Verkehrsministerrat und so weiter). Einzig im Außenministerrat hat seit dem Vertrag von Lissabon die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, einen ständigen Vorsitz. Eine Ratspräsidentschaft leitet nicht nur - in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission - die laufenden Geschäfte der Union, sondern setzt in der Regel auch neue Impulse.

Der deutsche EU-Ratsvorsitz 2007

Am 1. Januar 2007 hatte die Bundesrepublik Deutschland turnusgemäß für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union (EU) übernommen.

07-01-09-EU-Kommission

Das Foto entstand bei der gemeinsamen Sitzung des Bundeskabinetts und der Europäischen Kommission in Berlin am 09.01.2007.

Die Errungenschaften der deutschen Ratspräsidentschaft lassen sich in fünf zentralen Bereichen festmachen.

Die Ausarbeitung des neuen EU-Reformvertrags beim Gipfel vom 23. Juni 2007 und somit die Überwindung der Starre der letzten Jahre gilt als der größte Erfolg von Kanzlerin Merkel und ihrem Team. Als Wegbereiter gilt dabei die "Berliner Erklärung", auf die sich 27 EU-Mitgliedsländer gemeinsam am 25. März 2007 einigten, dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Einen weiteren Fortschritt bedeutet der weit reichende Beschluss des europäischen Rates, die nationale Klima- und Energiepolitik der Mitgliedsstaaten stärker zu integrieren und dadurch die klimaschädlichen Emissionen und den globalen Anstieg der Temperatur zu reduzieren. Bürgernähe bewies die EU unter der Leitung der Kanzlerin besonders durch die Verabschiedung der "Roaming-Verordnung", die ab dem 1. Juli 2007 europaweit eine preisgünstige Nutzung des Mobiltelefons ermöglicht. Die Erweiterung der Kooperation im Bereich der Justiz und Innenpolitik hat Europas Entschlossenheit bekräftigt, gegen illegale Immigration vorzugehen und dadurch den Menschen-, Drogen-, und Warenschmuggel maßgeblich einzudämmen. Die Konsolidierung der transatlantischen Beziehungen durch den EU-US Gipfel am 30. April 2007, die Revitalisierung des Nahost-Quartetts und die Unterstützung der Arabischen Friedensinitiative, sowie der Ausbau der Europäischen Nachbarschaftspolitik stellen ein weiteres Ergebnis der deutschen Ratspräsidentschaft dar.

Diese Ergebnisse bilden eine entscheidende Basis für die EU, sich in Zukunft als handlungsfähiger globaler Akteur auf der internationalen Ebene zu profilieren.

Weiterführende Internetlinks

Schienen 300Noch zwingen 25 verschiedene nationale Sicherungssysteme die Züge, an den innereuropäischen Grenzen halt zu machen. Das soll sich mit der Einführung eines europäischen Standards, dem europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystem ERTMS (European Rail Traffic Management System), ändern. Bis 2023 soll die Hälfte der großen europäischen Verkehrskorridore mit diesem einheitlichen Zugleit- und Zugsicherungssystem ausgestattet sein. Den Plan für die Umsetzung hat die EU-Kommisson beschlossen.

Die neue Regelung betrifft viele deutsche Bahnstrecken, die Teil des Rhein-Donau-Korridors, des Atlantik-Korridors, des Rhein-Alpen-Korridors, des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors, des Korridors Orient-Östliches Mittelmeer und des Nordsee-Ostsee-Korridors sind. 2023 soll der Plan erneut aktualisiert werden und die Umsetzung für die verbleibenden Korridore festgelegt werden.

„Das europäische Eisenbahnverkehrsleitsystem ERTMS leistet einen direkten Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit der europäischen Eisenbahn. Der heute verabschiedete Plan sieht seine schrittweise Umsetzung im europäischen Schienennetz vor. Dies bringt uns einem vollständig interoperablen einheitlichen europäischen Eisenbahnraum näher, in dem die Züge problemlos die Grenzen überqueren“, sagte Verkehrskommissarin Violeta Bulc.

Dieser Plan ist das Ergebnis vieler Konsultationen und Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten, die der Europäische ERTMS-Koordinator Karel Vinck in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt hat. „Alle Mitgliedstaaten haben ERTMS als das europäische Signalisierungssystem in Europa akzeptiert“, so Vinck. „Aus technischer Sicht ist alles bereit und mit dem beschlossenen Plan für die Umsetzung können wir den rechtzeitigen Einsatz von ERTMS sicherstellen.“

ERTMS ist ein seit mehr als 20 Jahren auf dem europäischen Markt verfügbares Steuerungs-, Befehls-, Melde- und Kommunikationssystem. Es ist ein softwarebasiertes System für das Bahnmanagement und stellt kontinuierlich sicher, dass die Züge die sichere Geschwindigkeit und Distanz einhalten. Dieses standardisierte europäische Signalisierungssystem wird 25 verschiedene nationale Signalisierungssysteme ersetzen und eines der wichtigsten Engpässe eines interoperablen europäischen Eisenbahnnetzes beseitigen.

Derzeit müssen Züge an den Grenzen aufgrund der verschiedenen nationalen Signalanlagen anhalten. Mit ERTMS werden diese Systeme interoperabel. Ein weiterer Vorteil ist das höhere Sicherheitsniveau, das ERTMS gegenüber den meisten bestehenden nationalen Systemen bietet. ERTMS ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und reduziert den Abstand zwischen den Zügen. Das steigert direkt Kapazität und Produktivität. ERTMS-ausgestattete Züge sind zuverlässiger und pünktlicher.

EU fördert Jobs 300Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) haben bis Ende 2014 mindestens 9,4 Millionen Menschen in Europa eine Arbeit gefunden, knapp 610.000 davon in Deutschland. 8,7 Millionen Menschen europaweit konnten mit Unterstützung des ESF an einer Qualifizierung teilnehmen oder ein Zertifikat erwerben, in Deutschland über 600.000. Dies geht aus der von der EU-Kommission vorgelegten Evaluierung des Europäischen Sozialfonds für die Förderperiode 2007 bis 2013 hervor.

Valdis Dombrovskis, für den Euro und den sozialen Dialog zuständiger Vizepräsident der Kommission, erklärte: „Aus dem Bericht geht hervor, dass der Europäische Sozialfonds in sieben Jahren Millionen Europäerinnen und Europäern geholfen hat, einen Job zu finden und zusätzliche Kompetenzen und Qualifikationen zu erwerben. Der Europäische Sozialfonds spielte eine wesentliche Rolle bei der Funktionsweise der Arbeitsmärkte in allen Mitgliedstaaten: er trug zur Modernisierung der Arbeitsverwaltungen bei, förderte die Bildungssysteme und die allgemeine öffentliche Verwaltung und unterstützte die am stärksten Benachteiligten in der Gesellschaft. Wir sollten nun auf dieser Erfahrung aufbauen und in Europas Humankapital – Arbeitskräfte, junge Menschen sowie alle Arbeitsuchenden – investieren.“

Das Budget des ESF belief sich zwischen 2007 und 2013 auf 115,6 Mrd. Euro. Davon erhielt Deutschland 15,8 Mio. Euro, der größte Teil, 6,3 Mio. Euro, stand für die Förderung des Humankapitals zur Verfügung, 4,5 Mio. Euro wurden in Projekte zur Förderung der sozialen Inklusion investiert, 4,1 Mio. Euro in den Zugang zur Beschäftigung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ESF-Maßnahmen waren gleichmäßig verteilt auf Nichterwerbstätige (EU28: 36 Prozent, Deutschland 40 Prozent), Erwerbstätige (EU28: 33 Prozent, Deutschland: 36 Prozent) und Arbeitslose (EU28: 30 Prozent, Deutschland: 24 Prozent). Zu den wichtigsten Zielgruppen gehörten Geringqualifizierte, junge Menschen und benachteiligte Personen. In Deutschland profitierten mit 49 Prozent besonders junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren vom ESF, über 400.000 Unternehmer erhielten ein Start-up Coaching.

Der ESF hat zudem neue Wege der Zusammenarbeit zwischen den Interessenträgern gefördert sowie lokale und regionale Innovationen unterstützt, die anschließend auf nationaler Ebene übernommen wurden und eine zentrale Rolle bei der Modernisierung der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und anderen für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen zuständigen Einrichtungen gespielt. In weniger entwickelten Regionen hat der Fonds Reformen in den Bereichen Bildung, Justiz und öffentliche Verwaltung unterstützt. Auf diese Weise hat er dem unternehmerischen Umfeld und der Schaffung stärker integrativer Gesellschaften positive Impulse verliehen.

Mit dem Vertrag von Rom im Jahr 1957 geschaffen, verbessert der ESF seit fast 60 Jahren die Beschäftigungschancen der Menschen in Deutschland und in Europa: Er fördert eine bessere Bildung, unterstützt durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen am Arbeitsmarkt bei. Davon profitieren insbesondere Arbeitslose, Schülerinnen und Schüler beim Übergang in Ausbildung und Beruf, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Gründerinnen und Gründer. Der Europäische Sozialfonds ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Er ermöglicht Menschen, ihre berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen. Auch unter schwierigen Umständen oder in einem zweiten Anlauf.

Besonderes Gewicht legt der ESF auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen und die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung. Daher kümmert sich der ESF besonders um diejenigen, die Gefahr laufen, aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt zu werden, wie z.B. benachteiligte junge Menschen, Langzeitarbeitslose sowie Migranten und Migrantinnen. Ziel ist, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Jeder Mitgliedstaat und jede Region entwickelt dabei im Rahmen eines Operationellen Programms eine eigene Strategie. Damit kann den Erfordernissen vor Ort am besten Rechnung getragen werden.

Gefördert werden praxisnahe Projekte, die direkt vor Ort Wirkung entfalten. Der ESF ist keine Arbeitsvermittlung. Vielmehr fördert er arbeitsmarktbezogene Projekte auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene, die im Hinblick auf Art, Ziele, Größe und Zielgruppen sehr unterschiedlich sind. Eine Förderung einzelner Personen erfolgt nur über die verschiedenen ESF-Förderprogramme und zwar über die ausgewählten Projekte bzw. verantwortlichen Institutionen in dem jeweiligen Programm.

Im Programmplanungszeitraum 2007-2013 wurde der ESF in allen 28 Mitgliedstaaten im Rahmen von insgesamt 117 operationellen Programmen (OP) in Anspruch genommen. Mit diesen Programmen wurden unterschiedliche Ziele verfolgt: 59 Programme wurden im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und 42 im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ durchgeführt, 16 hatten eine mehrfache Zielsetzung. Entsprechend dem Grundsatz der geteilten Verwaltung legen die Kommission und die Mitgliedstaaten die Prioritäten und Ziele der Programme gemeinsam fest. Anschließend kann jeder Mitgliedstaat seine konkreten Projekte auswählen und sie im Rahmen des jeweiligen Programms so entwickeln, dass sie den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger am besten gerecht werden.

Zur Gewährleistung der Unabhängigkeit wurde die Bewertung von externen Fachleuten durchgeführt. Sie umfasste eine vorbereitende Studie, fünf thematische Studien, die die gesamte Bandbreite der ESF-Interventionen abdeckten, und einen zusammenfassenden Bericht. Auch die Ergebnisse einer öffentlichen Konsultation flossen in die Bewertung ein.

EU Flagge 300Seit dem 1. Januar 2017 sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, automatisch Informationen über alle neuen grenzüberschreitenden Steuervorbescheide für Unternehmen auszutauschen. Dies geschieht über ein zentrales Depot, das für alle EU-Länder zugänglich ist. „Der automatische Austausch von Informationen über grenzüberschreitende Steuerbescheide am 1. Januar ist ein wichtiger Schritt nach vorne“, sagte Pierre Moscovici, Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Steuern und Zoll.

„Damit stellt den Mitgliedstaaten und ihren nationalen Steuerbehörden die Informationen zur Verfügung, die sie benötigen, um bestimmte missbräuchliche steuerliche Praktiken festzustellen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.“

Alle sechs Monate werden die nationalen Finanzbehörden einen Bericht an den Verwahrer übermitteln, in dem alle von ihnen erlassenen grenzüberschreitenden Steuerbescheide aufgeführt sind. Andere Mitgliedstaaten werden dann in der Lage sein, diese Listen zu überprüfen und den Ausstellungsmitgliedstaat um genauere Informationen zu einem bestimmten Urteil zu bitten. Dieser erste Austausch sollte spätestens am 1. September 2017 stattfinden.

Bis zum 1. Januar 2018 müssen die Mitgliedstaaten auch für alle seit Anfang 2012 ergangenen grenzüberschreitenden Urkunden die gleichen Informationen bereitstellen.

EU und Erdball 300Im neuen Jahr wird die Europäische Kommission all ihre Anstrengungen ihrem Arbeitsprogramm für 2017 widmen, um den größten Herausforderungen zu begegnen, denen sich die Europäer heute gegenübersehen. Es konzentriert sich auf die 10 politischen Prioritäten der Juncker-Kommission und enthält 21 Schlüsselinitiativen – unter anderem für mehr Jobs und Wachstum, die Digital-, Energie- und Kapitalmarktunion, einen vertieften Binnenmarkt, eine vertiefte und fairere Wirtschafts- und Währungsunion sowie in der Sicherheits- und Migrationspolitik.

„Ziel ist eine Europäische Union, die ihre großen gemeinsamen Vorhaben besser und schneller umsetzt. Dazu brauchen wir die aktive Mithilfe der anderen EU-Institutionen und all unserer Mitgliedstaaten, sonst gelingt das nicht. Die Zeichen der Zeit sind nicht schwer zu lesen“, sagte Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Im Dezember hatten sich die Präsidenten von Parlament, Rat und Kommission erstmals in einer gemeinsamen Erklärung auf die gesetzgeberischen Prioritäten für 2017 verständigt. Die drei Präsidenten wollen dafür sorgen, dass die Arbeiten in ihren jeweiligen Institutionen straff organisiert werden, damit vorrangige Initiativen rasch vorankommen und das Gesetzgebungsverfahren wenn möglich noch vor Ende des Jahres 2017 abgeschlossen werden kann.

Das bereits im Oktober vorgelegte Arbeitsprogramm der Kommission steht damit im Einklang und erläutert konkrete Initiativen für das Jahr 2017, mit denen die Kommission ihren Beitrag zu den Vorbereitungen für den 60. Jahrestag der Römischen Verträge im März 2017 leistet. Es konzentriert sich auf Schlüsselinitiativen zur Umsetzung der 10 Prioritäten der Juncker-Kommission, unter anderem folgende:

1) Zur Schaffung neuer Impulse für Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen: eine Initiative im Jugendbereich, einen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft und einen mehrjährigen Finanzrahmen;

2) eine Halbzeitüberprüfung der Situation beim digitalen Binnenmarkt;

3) bei den Maßnahmen zur Umsetzung der Energieunion: Arbeitsschwerpunkt auf emissionsarme Verkehrsmittel und emissionsarme Mobilität;

4) der Binnenmarkt soll vertieft und gerechter gestaltet werden durch Umsetzung der Binnenmarktstrategie, der Weltraumstrategie für Europa und des Aktionsplans für eine Kapitalmarktstrategie sowie durch Vorschläge für eine fairere Unternehmensbesteuerung;

5) die Kommission wird Reformvorschläge für eine EU mit 27 Mitgliedstaaten machen, die Wirtschafts- und Währungsunion stärken und eine Europäische Säule der sozialen Rechte initiieren

REFIT: Dinge besser machen

Die Kommission schlägt vor, 19 noch nicht verabschiedete Gesetzesvorschläge, die hinfällig geworden sind, zurückzuziehen, und 16 inzwischen überholte Rechtsakte aufzuheben. Zudem wird die Kommission noch größere Anstrengungen unternehmen, um die Durchsetzung des EU-Rechts auf einer Reihe von Politikfeldern (darunter Binnenmarkt und Umwelt) zu verbessern, denn auch das beste Gesetz nützt nichts, wenn es vor Ort folgenlos bleibt.

Bei vielen der Schlüsselinitiativen, die die Kommission für das kommende Jahr geplant hat, handelt es sich um Überprüfungen der Eignung und Leistungsfähigkeit von Vorschriften (REFIT). Sie sind dazu da, bestehende Rechtsvorschriften zu aktualisieren, damit sie weiterhin wirksam und ohne übermäßigen Aufwand ihre Ziele erreichen.

Hintergrund

Die Kommission nimmt jedes Jahr ein Arbeitsprogramm an, in dem sie darlegt, welche Maßnahmen sie in den kommenden zwölf Monaten in Angriff nehmen möchte. Aus dem Arbeitsprogramm können die Bürgerinnen und Bürger sowie die an der Gesetzgebung beteiligten Organe der EU entnehmen, welche neuen Initiativen die Kommission vorlegen, welche nicht verabschiedeten Vorschläge sie zurückziehen und welche bestehenden EU-Vorschriften sie überprüfen wird.

Bei der Erarbeitung ihres Arbeitsprogramms 2017 hat sich die Kommission im Rahmen der neuen interinstitutionellen Vereinbarung über bessere Rechtsetzung mit dem Europäischen Parlament und dem Rat beraten. Die Beratungen basierten auf einer Erklärung, die Präsident Juncker und der Erste Vizepräsident Timmermans am 9. September im Anschluss an die Rede des Präsidenten zur Lage der Europäischen Union an Parlament und Rat gerichtet hatten.

EU Flagge 2 300Die dänische Stadt Aarhus und Paphos auf Zypern sind 2017 die Kulturhauptstädte Europas. EU-Kommissar Tibor Navracsics, zuständig für Bildung, Kultur, Jugend und Sport erklärte: „Der Titel Kulturhauptstadt Europas bietet eine einzigartige Möglichkeit, um Gemeinschaften über die Kultur zusammenzubringen und starke lokale, europäische und internationale Partnerschaften für die Zukunft zu schmieden. Ich wünsche Aarhus und Paphos allen erdenklichen Erfolg für das kommende Jahr.“

Beide Städte haben Programme vorgelegt, in denen sich Jahrhunderte kultureller Tradition widerspiegeln, während für die Auseinandersetzung mit den sozialen und wirtschaftlichen Problemen des Europas von heute unterschiedliche Kunstformen gewählt werden.

In Aarhus wird das Kulturprogramm offiziell am 21. Januar in Anwesenheit des EU-Kommissars für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, und der dänischen Königin Margrethe II. eröffnet. Das zentrale Thema von Aarhus 2017 lautet „Rethink“. Die dänische Stadt will zeigen, wie Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft uns helfen können, unsere grundlegenden sozialen, urbanen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhaltensmuster zu hinterfragen, neu zu gestalten und alternative Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden. Die Aufführung einer Wikinger-Saga auf den Dächern der Stadt, eine Kunstausstellung, die sich durch die Stadt und an der Küste entlang zieht, das „Creativity World Forum“ und ein internationales Kinder-Literaturfestival sind nur einige der zahlreichen Veranstaltungen, die eine Brücke von der Vergangenheit zu kreativen Ideen für die Gegenwart und die Zukunft schlagen.

In Paphos ist die feierliche Auftaktveranstaltung am 28. Januar mit dem Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides und dem zyprischen Präsidenten Nicos Anastasiades geplant. „Linking Continents, Bridging Cultures“, Kontinente verbinden, Kulturen zusammenführen, ist der rote Faden, der sich durch Hunderte von Veranstaltungen der Kulturhauptstadt Paphos 2017 zieht. Die erste zyprische Stadt, die Kulturhauptstadt Europas ist, schöpft aus ihrer Erfahrung mit der Multikulturalität und ihrer geographischen Nähe zum Nahen Osten und zu Nordafrika, um die Beziehungen zwischen Ländern und Kulturen zu stärken. Paphos soll zu einer riesigen Freilichtbühne, einer „Open Air Factory“, werden, auf der eine tausendjährige Tradition der kulturellen Darbietung im Freien auf zeitgenössische Formen des Schaffens, Denkens und Lebens trifft.

1985 von der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, zählen die Kulturhauptstädte Europas zu den renommiertesten Kulturprojekten in Europa. Die Städte werden auf der Grundlage eines Kulturprogramms ausgewählt, das eine deutliche europäische Dimension aufweisen, die Mitwirkung und die aktive Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger der Stadt fördern und zur langfristigen Entwicklung der Stadt beitragen muss.

Die Veranstaltung ist darüber hinaus eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Städte, sich ein neues Image zu geben, sich auf der Weltkarte zu positionieren, mehr Touristen anzuziehen und die eigene Entwicklung mithilfe der Kultur neu auszurichten.

Der Titel hat auch langfristige Wirkung, nicht nur kulturell, sondern auch sozial und wirtschaftlich, und zwar sowohl für die Städte selbst als auch für das Umland. So belegt eine Studie, dass die Zahl der Touristen, die mindestens eine Nacht in einer Kulturhauptstadt Europas geblieben sind, im Durchschnitt um 12 Prozent höher war als im Jahr bevor die Stadt den Titel trug.

2016 waren das polnische Breslau und San Sebastián in Spanien Kulturhauptstädte Europas. Nach Aarhus und Paphos 2017 folgen 2018 Valletta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande), 2019 Plovdiv (Bulgarien) und Matera (Italien) und 2020 Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland). Vor Kurzem wurde empfohlen, den drei Städten Temeswar (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien, Kandidatenland) den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2021 zu verleihen; jetzt muss noch die offizielle Benennung durch die zuständigen Behörden erfolgen.

Flagge Polen 300Die Europäische Kommission hat sich erneut mit der Lage der Rechtsstaatlichkeit in Polen befasst und mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen eine weitere Empfehlung an die Regierung gerichtet. Obwohl einige der Bedenken aus einer früheren Empfehlung der Kommission vom Juli inzwischen ausgeräumt wurden, sind in der Zwischenzeit neue Zweifel entstanden, die insbesondere die Rolle und Besetzung des polnischen Verfassungsgerichtes betreffen.

„Die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts ist von entscheidender Bedeutung für die Rechtsstaatlichkeit“, sagte der Erste Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans. „Die Kommission wird hier nicht lockerlassen und wird weiterhin eine Lösung im Dialog mit den polnischen Behörden suchen – unbeschadet anderer Schritte, die wir ergreifen müssten, wenn dieser Dialog ergebnislos bleibt."

Die Kommission empfiehlt, dass Polen alle Punkte der Empfehlung vom Juli vollständig umsetzt. Dazu gehören unter anderem die Einhaltung und vollständige Umsetzung der Urteile des Verfassungsgerichts vom 3. und 9. Dezember 2015. Das heißt, dass die drei Richter, die im Oktober 2015 von der vorherigen Volksvertretung rechtmäßig ernannt wurden, ihr Amt als Richter am Verfassungsgericht antreten können. Zudem muss jede Reform des Verfassungsgerichtsgesetzes im Einklang stehen mit den Urteilen des Verfassungsgerichts und die Stellungnahme der Venedig-Kommission des Europarates berücksichtigen.

Darüber hinaus empfiehlt die Kommission, die Stelle des Vorsitzenden des Verfassungsgerichtes nicht zu neu zu besetzen, bevor die Urteile des Verfassungsgerichts zur Rechtskonformität der neuen Gesetze nicht veröffentlicht sind. Bis ein neuer Vorsitzender den Gesetzen entsprechend benannt wurde, sollte diese Stelle durch den Vizevorsitzenden des Gerichts ausgeübt werden – nicht durch die amtierende Vorsitzende.

Die Empfehlungen der Kommission sollten von polnischer Seite mit Dringlichkeit innerhalb der kommenden zwei Monate umgesetzt werden.

EU Flagge 300Migration wird von 45 Prozent der Europäer und von 50 Prozent der Deutschen als größtes Problem auf europäischer Ebene wahrgenommen. An zweiter Stelle folgt Terrorismus: hier sind 32 Prozent der Europäer und 31 Prozent der Deutschen der Meinung, dies sei ein Problem auf europäischer Ebene. Gefragt nach den größten nationalen Problemen werden Arbeitslosigkeit und Migration genannt, 31 Prozent der Europäer, aber nur 8 Prozent der Deutschen, sehen in der Arbeitslosigkeit das größte nationale Problem, gefolgt von Migration mit 26 Prozent.

In Deutschland wird es mit 45 Prozent als größtes nationales Problem eingestuft. Dies geht aus einer veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage hervor.

 Fast 70 Prozent der Europäer unterstützen eine gemeinsame Einwanderungspolitik der EU, in Deutschland geben sogar 85 Prozent an, dass sie eine EU-Migrationspolitik unterstützen.
In 21 Mitgliedstaaten äußern sich die Befragten überwiegend optimistisch zur Zukunft der EU, im EU-Durchschnitt und in Deutschland sind 50 Prozent optimistisch, in Irland sogar 77 Prozent, in Griechenland hingegen nur 30 Prozent. Seit dem Frühjahr 2016 hat die optimistische Sichtweise in Deutschland 8 Prozentpunkte hinzugewonnen, in Ungarn sogar 9 Prozentpunkte.

Das EU-Bildungsprogramm Erasmus kennen 53 Prozent der Europäer, eine Zunahme um 23 Prozentpunkte seit Frühjahr 2009. 85 Prozent der Deutschen haben eine positive Meinung zu dem Programm, im EU-Durchschnitt sind 86 Prozent dieser Ansicht.

Gefragt nach Begriffen, die sie mit dem 60. Jubiläum der Römischen Verträge im März 2017 assoziieren, antworteten 26 Prozent der Europäer mit „Hoffnung“, weitere 26 Prozent mit „Nichts“. Allerdings sind fast 70 Prozent der Europäer (Deutsche: 72 Prozent) der Meinung, dass der Vertrag von Rom ein positives Ereignis in der Geschichte der Europas darstellt.

82 Prozent der Befragten befürworten europaweit die Freizügigkeit für die Bürger, also im gesamten Binnenmarkt zu leben, zu studieren, Arbeit zu suchen und annehmen, in Deutschland lag die Zustimmung sogar bei 90 Prozent.

Kerze EU 300EUROPE DIRECT bleibt vom 22.12.2016 bis zum 01.01.2017geschlossen.

Für viele Menschen in Europa und der Welt war das Jahr 2016 schwierig und auch für die EU war es wieder ein Jahr der Herausforderungen. Die Flüchtlingskrise, der Brexit und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten werden das Jahr 2017 entscheidend prägen.

Zu diesen und viele anderen Themen gab es in der Region Aachen im letzten Jahr spannende Vorträge, Workshops, Seminare und Planspiele, an denen das EUROPE DIRECT Büro beteiligt war. Alle Aktivitäten finden Sie hier: www.aktivitaeten.europedirect-aachen.de.

Im nächsten Jahr wird es natürlich weitere Veranstaltungen geben und viele Themen, die dieses Jahr angerissen wurden, werden sicherlich noch weiter und tiefer diskutiert werden müssen.

Das Team vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen bedankt sich bei Ihnen für Ihr Interesse im Jahr 2016 und würde sich freuen, Sie im nächsten Jahr wieder bei Veranstaltungen oder in unserem schönen Büro im Grashaus begrüßen zu dürfen.

Ab dem 02.01.2017sind wir wieder wie gewohnt für Sie da!

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Flagge Frankreich 300Neuer Wind aus Paris?
Frankreich und Europa nach der Präsidentschaftswahl

Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich am 23. April und ggf. die Stichwahl am 7. Mai werden in Europa und weltweit mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Nach dem Brexit und der Trump-Wahl fürchtet sich die liberale westliche Welt, dass Marine Le Pen, die Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen Partei Front National, Chancen auf die französische Präsidentschaft hat.

Deutschlands wichtigstes Partnerland wird auf jeden Fall ein neues Staatsoberhaupt erhalten, weil der sozialistische Amtsinhaber François Hollande nach einer Amtszeit nicht mehr kandidiert. Der neue Präsident oder die neue Präsidentin muss vor allem Lösungen für die Themen Wirtschaftswachstum und Terror bieten.

Was bedeutet der Ausgang der Wahl in Frankreich für Europa?
Was wird aus der viel beschworenen deutsch-französischen Partnerschaft?

Diese und andere Fragen diskutieren der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen und unser Gast aus Frankreich, Richard Stock, Direktor des Centre Européen Robert Schuman aus Scy-Chazelles bei Metz (in deutscher Sprache).

Die Veranstalter sind neben dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen auch die Karlspreisstiftung und das Deutsch-Französische Kulturinstitut Aachen.

  • Zeit: Donnerstag, 11.05.2017
    19 Uhr
  • Ort: Haus Löwenstein
    Markt 39, 52062 Aachen
  • Eintritt: frei!

Weiter führende Internetlinks:

Smartphone 640Ein neuer Laptop aus London, drei Monate alt, ohne Garantie. Und plötzlich kaputt. Was nun? Bei Einkäufen wie diesen aus dem EU-Ausland, Island oder Norwegen hilft jetzt die App „Mit Erfolg reklamieren“. Schon nach wenigen Klicks wissen Sie über Ihre Rechte Bescheid, Sie müssen nur in drei Schritten angeben, wie Sie die Ware gekauft haben, in welchem Land der Händler sitzt und welches Problem bei Ihrer Ware vorliegt.

Danach berechnet die App Ihre Rechte. Sie ist für alle kostenlos und funktioniert auch offline, sodass Sie nicht immer auf WLAN angewiesen sind. Erhältlich ist sie in folgenden Stores:

• Im iTunes Store (für iOS)
• Im Google Playstore (für Android)
• als Direkt-Download für Android

Die App hilft Ihnen unter anderem dann, wenn Ihre Ware kaputt oder nicht vollständig ist, oder auch, wenn sie Ihnen nicht gefällt. Sie erhalten über alle europäischen Länder rechtliche Auskunft, auch über nicht EU-Länder wie Norwegen.

Entwickelt wurde sie vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) und wurde durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert.
Des Weiteren wurde die Broschüre "Das ist Schlichtung" veröffentlicht, die Verbrauchern und Unternehmen erklärt, was Schlichtung ist und wie sie funktioniert.

EU fördert Jobs 300Im vergangenen Jahr wurden in den Mitgliedstaaten drei Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Nie zuvor waren in Europa mehr Menschen erwerbstätig, im 2. Quartal 2016 waren es 232 Millionen. Diese Zahlen stammen aus dem von der Kommission vorgelegten Jahresbericht zur Beschäftigung und zur sozialen Lage in Europa.

Sozialkommissarin Marianne Thyssen sagte: „Dieser Jahresbericht zeigt, dass unsere Bemühungen der letzten Jahre Früchte tragen. Unsere Volkswirtschaften schaffen weiterhin Arbeitsplätze und die real verfügbaren Haushaltseinkommen sind gestiegen. Gleichzeitig werden Gesellschaften und Arbeitsmärkte durch neue Technologien und neue Formen der Arbeit verändert. Diese bringen neue Chancen, jedoch auch neue Herausforderungen mit sich; wir müssen daher sicherstellen, dass niemand zurückbleibt. Mit der europäischen Säule der sozialen Rechte und neuen Initiativen im Rahmen unserer Agenda für neue Kompetenzen wollen wir uns diesen Herausforderungen stellen.“

Im vergangenen Jahr wurden drei Millionen Arbeitsplätze geschaffen; bei den meisten davon handelte es sich um Dauerarbeitsplätze. Der Anteil der durch Armut oder soziale Ausgrenzung gefährdeten Personen in der EU ist der niedrigste seit fünf Jahren (23,7 Prozent).

Noch immer aber sind 8,6 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger arbeitslos; der Bericht macht deutlich, wie schwer es für sie in den Jahren nach der Krise (2008-2013) war, wieder eine Beschäftigung aufzunehmen: Nur jedem achten Arbeitslosen gelang es innerhalb von drei Jahren, einen unbefristeten Vollzeitarbeitsplatz zu finden. Die Jugendarbeitslosigkeit, die noch immer über 20 Prozent liegt, gibt nach wie vor Anlass zu großer Besorgnis.

Die Zukunft der Arbeitswelt wird vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft anders aussehen als heute, insbesondere infolge des Aufkommens digitaler Plattformen und der kollaborativen Wirtschaft, die neue Arbeitsmöglichkeiten vor allem für Selbstständige schaffen werden. In den Jahren von 2005 bis 2010 ging das Wirtschaftswachstum in der EU zu einem Drittel auf Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnik zurück, doch gerade in dieser Branche können viele Stellen nicht besetzt werden.

Die Arbeitsmärkte sowie die Sozialpolitik und Institutionen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten haben auf die wirtschaftlichen Erschütterungen sehr unterschiedlich reagiert. Die Unterschiede zwischen den Beschäftigungsraten sind groß: sie reichen von 81,5 Prozent in Schweden bis 56,6 Prozent in Griechenland. Die Arbeitslosenrate ist in Deutschland mit 4,1 Prozent am niedrigsten und in Griechenland mit 23,1 Prozent am höchsten.

Im Jahr 2015 und in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 wurden in den Mitgliedstaaten nahezu 2,2 Millionen Asylanträge gestellt. Bei der Integration von Flüchtlingen in unsere Arbeitsmärkte gibt jedoch Probleme, wie etwa geringer Bildungsgrad oder unzureichende Sprachkenntnisse. Investitionen in Bildung und Sprachkenntnisse von Flüchtlingen wird somit entscheidende Bedeutung für die Erleichterung der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zukommen. Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft wird dies zur Stärkung des Humankapitals in der EU beitragen.

Da sich der Unterschied zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch neue Beschäftigungsformen verwischen kann, stehen die Sozialpartner vor neuen Herausforderungen hinsichtlich der Rolle, die sie selbst und der soziale Dialog bei der Lösung der Probleme spielen können, die sich heute auf dem Arbeitsmarkt stellen. Im Bericht wird beschrieben, wie die Sozialpartner diese Probleme effektiv lösen können, indem sie diese neuartigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vertreten und mit den staatlichen Stellen zusammenarbeiten. So werden beispielsweise in mehreren Mitgliedstaaten neuartige digitale Unternehmen wie Uber und deren Mitarbeiter zunehmend als Mitglieder der Sozialpartner integriert.

Dieser Bericht umfasst die neuesten Trends im Beschäftigungs- und Sozialbereich sowie Überlegungen zu sich abzeichnenden Problemen und möglichen politischen Reaktionen darauf. Der Bericht stützt sich auf die jüngsten verfügbaren Daten sowie die aktuellste Literatur und stellt als Dokumentation und Analyse sowie Auswertung von Trends und bevorstehenden Herausforderungen für die Kommission die Hauptrichtschnur für die Gestaltung ihrer Beschäftigungs- und Sozialpolitik dar.

Schließlich haben auch die Bemühungen der Kommission um eine Verringerung der Arbeitslosigkeit allgemein und der Jugendarbeitslosigkeit im Besonderen Früchte getragen. Seit 2013 ist die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen in der EU um 1,6 Millionen zurückgegangen, und die Zahl derjenigen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, ist um 900 000 gesunken. Mit der Verlängerung der Jugendgarantie, der Aufstockung der Mittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und der kürzlich vorgestellten Initiative für weitere Investitionen in Europas Jugend will die Kommission den jungen Menschen möglichst viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.

EU Kerze 300Nach der Tragödie auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin mit 12 Toten und vielen Verletzten hat Kommissionspräsident Juncker noch am Montagabend Bundeskanzlerin Merkel angerufen und sein Beileid ausgedrückt. „Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden. Diese Nachricht erschüttert uns umso mehr, weil sie dort zusammengekommen waren, um die Vorweihnachtszeit zu feiern, die viele mit Besinnlichkeit und Frieden verbinden.

Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden“, so Juncker in einer öffentlichen Erklärung. Die Flaggen der EU-Kommission wehen heute auf Halbmast. Nach dem Mordanschlag auf den russischen Botschafter in Ankara hat die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini dem russischen Außenminister das Mitgefühl der EU ausgerichtet und auch Kontakt mit den türkischen Behörden aufgenommen.

Die Unterstützung der Mitgliedstaaten in der Sicherheitspolitik ist ein wichtiges Anliegen seit Beginn der Amtszeit der Juncker-Kommission. Angesichts der zunehmenden Bedeutung dieses Themas hat Präsident Juncker ein Ressort für die Sicherheitsunion geschaffen und unter die Ägide des Kommissionsmitglieds Julian King gestellt, um so die Arbeiten voranzutreiben und die Umsetzung der Sicherheitsunion zu gewährleisten. Am morgigen Mittwoch wird die Kommission planmäßig über die Fortschritte und weitere Initiativen der Sicherheitsunion berichten.

Im Rahmen der Sicherheitsunion hat die Kommission unter anderem schärfere Regeln für Feuerwaffen vorgeschlagen sowie die Präventionsarbeit mit radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen und den Kampf gegen terroristische Propaganda im Internet verstärkt.
Die Kommission hat ein EU-weites Reiseinformations- und -genehmigungssystem (ETIAS) vorgeschlagen, um die Sicherheitskontrollen bei von der Visumpflicht befreiten Reisenden zu verstärken. Im ETIAS werden Informationen über alle, die ohne Visum in die Europäische Union einreisen, erfasst, um vorab Migrations- und Sicherheitskontrollen vornehmen zu können.

Nachdem die Europäische Grenz- und Küstenwache im Oktober ihre Arbeit aufgenommen hat, kommt es nun darauf an, dass die Mitgliedstaaten ihre Zusagen einlösen und Personal und Ausrüstung bereitstellen, damit bis Ende des Jahres die volle Kapazität für Soforteinsätze erreicht wird. Der Europäische Rat hat auf seiner Tagung im Oktober auch dazu aufgerufen, den Vorschlag der Kommission für systematische Kontrollen bei allen Reisenden, die die EU-Außengrenzen überschreiten, zügig anzunehmen. Solche Kontrollen sind ein wichtiges Instrument, um zurückkehrende ausländischer Kämpfer zu erkennen.

Ferner arbeitet die Kommission an der Einführung einer zentralen Schnittstelle für Datenabfragen von Strafverfolgungs-, Grenz- und Einwanderungsbehörden der Mitgliedstaaten.

EU Ukraine 300Am Rande des dritten Treffens des EU-Ukraine-Assoziationsrats am 19.12.2016 in Brüssel haben die Vertreter der Europäischen Union und der Ukraine mehrere Abkommen unterzeichnet, die ihre Zusammenarbeit auf technischer und politischer Ebene ausbauen. Ein Abkommen über 104 Mio. Euro zielt auf die Reform der öffentlichen Verwaltung, des Personalwesens und der Politikentwicklung vor.

Das Geld ist Teil einer 300 Mio. Euro umfassenden Unterstützung für transparente und verantwortungsvolle Regierungsführung. Mit 52,5 Mio. Euro unterstützt die EU ferner die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine. Weitere Abkommen fördern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den ukrainischen Nachbarländern sowie die Investitionspolitik in der Ukraine.

Den Vorsitz des Assoziierungsrats führt die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini. Die Ukraine ist durch den stellvertretenden Ministerpräsident, Stefan Kubiw, vertreten. Der Assoziierungsrat lobte die erheblichen Reformfortschritte, die die Ukraine bei der Anpassung von Standards an EU-Normen seit dem letzten Treffen gemacht hat.

Die EU hat ein weiteres Mal ihre Unterstützung für die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine untermauert. Beide Seiten verständigten sich zudem auf die vollständige Umsetzung der Minsker Vereinbarungen mit dem Ziel einer politischen Lösung des Konflikts in der Ostukraine.

Goßes Europäisches Jugendfestival in Maastricht

5000 Jugendliche aus ganz Europa werden am Dienstag, den 7. Februar 2017 in Maastricht erwartet. Genau 25 Jahre nach Unterzeichnung des Maastrichter Vertrages kommen dort Schüler und Schülerinnen zwischen 18 und 25 Jahren zusammen; die sogenannte "Generation Maastricht". Mit diesem Begriff werden Jugendliche und jungen Erwachsene bezeichnet, die nach der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrages geboren wurden, die Staaten der EU also nur in ihrem aktuellen Zustand kennen. Das eintägige Festival wird von und für die Jugendlichen ausgerichtet.

Es wird den ganzen Tag Debatten, Treffen mit EU-Administratoren, Workshops, Livemusik, sowie Theater- und Sportveranstaltungen geben, die alle im Zeichen der Zukunft Europas stehen. An den Abenden des 6. und 7. Februars wird ferner das sogenannte "YO!Fest Concert" stattfinden, das zusammen mit Muziekgieterij Maastricht und den Jeunesses Musicales International organisiert wird. Das YO!Fest ist als Vorbereitung auf den Bürgergipfel "Europe Calling", der am 6. Mai 2017 stattfinden wird, gedacht. Dieser Gipfel wird ebenfalls in Maastricht abgehalten werden.

Bisher bestätigt sind 15 internationale und 15 lokale Gesprächspartner, die mit den Jugendlichen über Europa diskutieren wollen. Das Festival bietet die perfekte Gelegenheit für einen Meinungsaustausch sowohl über die Gegenwart, als auch über die Zukunft Europas.

Weitere Events während des YO!Festes sind unter anderem die International Week der Zuyd University of Applied Sciences, sowie die Model European Parliament Activities, die sich an Schüler und Schülerinnen ab der fünften Klasse richten. Dabei handelt es sich um ein Planspiel, bei dem Jugendliche das Europäische Parlament simulieren.

Da es schon vor 25 Jahren das Ziel war, tausende junge Leute aus ganz Europa zusammenzubringen, freut sich die Stadt Maastricht besonders auf das YO!Fest 2017.

EU Flagge hinter Weltkugel 300Der Europäische Rat hat bei seinem Treffen am 15.12.2016 in Brüssel wichtige Fortschritte bei der Umsetzung der europäischen Antwort auf aktuelle Herausforderungen erzielt – unter anderem in den Bereichen Migration, Sicherheit, Verteidigung und wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Auch die Situation in der Ukraine und in Syrien wurde angesprochen.

Auf einer informellen Sitzung des Europäischen Rates trafen sich die Staats- und Regierungschefs der EU-27, um zu erörtern, wie das Brexit-Verfahren behandelt werden soll, sobald das Vereinigte Königreich die Notifizierung gemäß Artikel 50 eingereicht hat. Die Staats- und Regierungschefs begrüßten die Ernennung von Michel Barnier zum Chefverhandler der Union, der mit allen Mitgliedstaaten und dem Parlament arbeiten wird, um die die Einheit der 27 Mitgliedstaaten zu gewährleisten.

Der Europäische Rat begrüßte die Fortschritte beim neuen Partnerschaftsrahmen mit fünf prioritären afrikanischen Ländern (Äthiopien, Mali, Niger, Nigeria und Senegal) als wichtiges Instrument zur Bekämpfung illegaler Migration und ihrer Ursachen, insbesondere im Hinblick auf die zentrale Mittelmeerroute, und forderte die Mitgliedstaaten auf, ihr Engagement zu verstärken.

Präsident Juncker betonte nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Republik Niger, dies sei „ein gutes Beispiel für eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Europa und den Ländern Afrikas.“ Daneben billigte der Rat die Investitionsoffensive für Drittländer, die bis zu 44 Milliarden Euro mobilisieren wird. Präsident Juncker begrüßte dies als wichtigen Schritt: „Es ist klüger, in Afrika zu investieren, als zu akzeptieren, dass viele Afrikaner ihre Heimat verlassen und das Mittelmeer überqueren“.

Der Europäische Rat bekräftigte auch sein Festhalten an der Erklärung EU-Türkei, die weiterhin greifbare Ergebnisse zeitigt, und betonte, wie wichtig es sei, dass alle Elemente vollständig und in nicht diskriminierender Weise umgesetzt werden.

Im Hinblick auf die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems erinnerte der Europäische Rat daran, dass die wirksame Anwendung der Grundsätze der Verantwortung und Solidarität nach wie vor ein gemeinsames Ziel sei. Er forderte den Rat auf, unter dem anstehenden maltesischen Vorsitz einen Konsens über die Asylpolitik der EU zu erreichen.

Der Europäische Rat begrüßte in diesem Zusammenhang die Vorschläge der Kommission über den Europäischen Aktionsplan im Verteidigungsbereich und forderte die Kommission auf, im ersten Halbjahr 2017 Vorschläge für die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds einschließlich eines von den Mitgliedstaaten zusammen vereinbarten Fensters für die gemeinsame Fähigkeitenentwicklung zu unterbreiten.

Der Europäische Rat unterstützte die Fortführung der Jugendgarantie, begrüßte die verstärkte Förderung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und forderte die Fortsetzung der Arbeiten an Initiativen wie dem Europäischen Solidaritätskorps.

Der Europäische Rat bekräftigte sein Eintreten für das Völkerrecht und die territoriale Unversehrtheit der Ukraine sowie für den Abschluss des Assoziierungsabkommens EU-Ukraine, einschließlich der Schaffung einer vertieften und umfassenden Freihandelszone. Er hat eine Lösung gefunden, die den im niederländischen Referendum geäußerten Bedenken Rechnung trägt. Dieses Abkommen ermöglicht der Europäischen Union gleichzeitig die Einhaltung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihrem engen Partner Ukraine, was eine Frage geopolitischen Verantwortungsbewusstseins ist.

Nach der Annahme eines soliden Aussetzungsmechanismus hat der Europäische Rat die beiden Gesetzgeber ferner ersucht, das Verfahren zur Aufhebung der Visumpflicht für die Ukraine und Georgien abzuschließen.

Der Europäische Rat verurteilte die jüngsten Entwicklungen in Syrien scharf und rief alle in Syrien präsenten globalen Akteure auf, sämtliche verfügbaren diplomatischen Kanäle zu nutzen. Von oberster Priorität sind für Europa nun der Schutz der Zivilbevölkerung, die sofortige Öffnung eines humanitären Korridors sowie der volle und ungehinderte Zugang für humanitäre Helfer und medizinisches Personal.

Auf einem informellen Treffen im Anschluss an die Tagung des Europäischen Rates kamen die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder zusammen, um zu erörtern, wie der Austrittsprozess nach der entsprechenden Ankündigung des Vereinigten Königreichs gehandhabt werden sollte. Sie begrüßten die Ernennung von Michel Barnier zum Chefunterhändler der Union, der mit einer integrativen Vorgehensweise auf die Wahrung der Einheit der EU-27 hinwirken wird.

+++ Update am 30.01.2017: keine freien Plätze mehr! +++

Lassen Sie Ihre Stimme hören - Europa ruft!

Die Euregio Maas-Rhein, die Provinz Limburg und die Gemeinde Maastricht organisieren am 6. Mai 2017 einen "Europe Calling" Bürgergipfel in Maastricht. Dies ist ein Symposium, bei dem Sie als Euregio-Bürger, gemeinsam mit Ihren Nachbarn, Freunden und anderen Mitbürgern, über die Zukunft Europas diskutieren können.

Obwohl wir 2017 das das 25-jährige Jubiläum des Vertrags von Maastricht feiern, soll beim Bürgergipfel nicht nur ein Loblied auf Europa gesungen werden. Gerade jetzt muss auch ein kritischer Blick auf Europa geworfen werden und darauf, was es für das Wohnen, Arbeiten und Leben in der Euregio bedeutet. In 25 Jahren hat sich immerhin einiges verändert.

Im Vorfeld des Gipfels können die Ideen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger online mitgeteilt werden.
Möchten Sie teilnehmen? Füllen Sie dann bitte den Fragenbogen aus über https://de.surveymonkey.com/r/buergerDE

Im Januar und Februar finden dann der ersten Zusammenkünfte - in vier so genannten regionalen Diskussionstischen - statt. In Aachen wird dies am Samstag 18. Februar stattfinden. Dieser ist eine Vorbereitung für den großen "Europe Calling" Bürgergipfel im Mai in Maastricht, an dem Sie ebenfalls teilnehmen können.

Logo Europe Calling gross 300Regionaler 'Europa ruft-Diskussionstisch' am 18. Februar in Aachen

Der Vertrag von Maastricht feiert sein 25-jähriges Jubiläum im Jahr 2017. Aber wie denken Sie jetzt über Europa? Was ist das Ergebnis der 25 Jahre Zusammenarbeit in Europa? Lässt Europa auch Chancen verstreichen? Was kann verbessert werden, und was muss bleiben?
Darum laden wir Sie ein, Ihre Stimme hören zu lassen; lassen Sie uns hören wie Sie über Europa denken und empfinden. Und über die Euregio, in der wir hier leben, wohnen und arbeiten.

Dieser regionale Diskussionstisch ist offen für Interessierte aus dem Raum Aachen und dem Raum Eupen und St. Vith in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Schon allein diese Kooperation wird zu interessanten Gesprächen und Ansichten führen.

Die Moderation des Workshops, der komplett auf Deutsch ist, wird Natasha Walker übernehmen. Sie wird die Gruppe informieren und spannende interaktive Methoden wie das "World Café" zum Austausch in Kleingruppen verwenden.

Es gibt einen kostenlosen Imbiss und Getränke wie auch die gesamte Teilnahme kostenlos ist. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf insgesamt 30 Personen begrenzt. Die Zusagen zum Workshop erfolgen in der Reihenfolge der vollständigen Anmeldungen, aufgeteilt auf die Regionen Aachen und Eupen/St. Vith.

  • Datum: Samstag 18.02.2017
  • Uhrzeit: 09:30 Willkommen, 10:00 Uhr Beginn, ca. 15:30 Uhr Ende
  • Ort: Centre Charlemagne - Didaktikraum
    Katschhof 1
    52062 Aachen
  • Google-Maps
  • ÖPNV-Haltestellen: Elisenbrunnen und Markt (Judengasse)
  • Parken: Parkhaus am Dom (Jesuitenstraße 10) und APAG Parkhaus Rathaus (Mostardstraße 5)

+++ Update am 30.01.2017: keine freien Plätze mehr! +++

Bitte melden Sie sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos unter Angabe folgender Punkte an:

  • Geschlecht
  • Name
  • Vorname
  • Alter
  • Wohnort (nur Ort, keine komplette Adresse)
  • E-Mail-Adresse
  • Angabe, ob auch Interesse an Teilnahme am finalen Bürgergipfel am 6. Mai in Maastricht besteht

Anmeldeschluss ist der 9. Februar 2017!
Aber warten Sie nicht zu lange mit der Anmeldung, damit Sie noch einen Platz bekommen.

Weiter führende Internetlinks

 

Flüchtlinge zu Fuß 300Zum Auftakt des EU-Gipfels am 15.12.2016 in Brüssel hat die Europäische Union ihre Zusammenarbeit mit der Republik Niger, weiteren afrikanischen Staaten und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ausgeweitet. Bei einem Besuch des nigrischen Staatspräsidenten Mahamadou Issoufou in Brüssel sagte Neven Mimica, Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Finanzhilfen von 600 Mio. Euro zu.

Das Geld kommt zum Teil aus dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika und dient der Stabilisierung und nachhaltigen Entwicklung des Landes. Weitere mit Finanzmitteln unterlegte Initiativen dienen dem Schutz der Migranten entlang der Fluchtrouten und der Entwicklung der Sahelzone und im Tschadbecken.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, hatten den nigrischen Präsidenten vor dem Gipfel der EU-Staats-und Regierungschefs eingeladen. Juncker und Mogherini bekräftigten die Unterstützung der EU zur Umsetzung des Nothilfetreuhandfonds und des Partnerschaftsrahmens.

Die EU hat heute ferner gemeinsam mit Deutschland, Italien und der Internationalen Organisation für Migration eine Initiative zur Förderung des Migrationsmanagements afrikanischer Staaten entlang der zentralen Mittelmeeroute auf den Weg gebracht. Die EU stellt dafür 100 Mio. Euro bereit, die zum Schutz der Migranten auf den Routen durch die Sahelzone, das Tschadbecken und andere angrenzende Staaten dienen.

Federica Mogherini verwies darauf, wie wichtig es sei, die Schwächsten zu schützen und alternative Wege zur irregulären Migration zu bieten. „Unsere Arbeit mit dem IOM wird unseren Partner dabei helfen, die Migrationsströme besser zu bewältigen, besser die Triebkräfte dahinter zu verstehen und Möglichkeiten für die Wiedereingliederung von Rückkehrer zu schaffen“, sagte Mogherini.

Mit weiteren 381 Mio. Euro will die Europäische Union bessere Zukunftsperspektiven für die Bevölkerung in der Sahelzone und im Tschadbecken schaffen. Außerdem sollen mit dem Geld die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine reguläre Migration unter Achtung der Menschenrechte und Menschenwürde ermöglicht. „Das neue Paket von 381 Mio. Euro zeigt eine weiteres Mal umfassende Antwort, mit der die Europäische Union auf die Ursachen von Instabilität und irregulärer Migration reagiert“, sagte Neven Mimica.

Das Tschadbecken und die Sahelzone gehören zu den ärmsten Ländern Afrikas. Mit dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika soll die Stabilität in der Region sowie die Bekämpfung der Ursachen von irregulärer Migration und Vertreibungen in der Region gefördert werden.

Schienen 300Das Europäische Parlament hat am 14.12.2016 die neuen Gesetzgebungsvorschläge, mit denen der europäische Eisenbahnsektor und die Hafendienstleistungen in Europa modernisiert werden sollen, angenommen. Die EU-Kommission begrüßt diese Entscheidungen, die den europäischen Binnenmarkt weiter vertiefen werden.

Die EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc sagte dazu: „Diese Reformen werden den Bahnverkehr und die Häfen in der EU wettbewerbsfähiger und attraktiver machen. Das wird den Einsatz von nachhaltigeren Beförderungsmitteln fördern, also den Schienenverkehr oder den Schiffsverkehr auf kürzeren Strecken. Auch diese Reformen bringen uns einem einheitlichen europäischen Binnenmarkt im Bereich Verkehr näher.“

Das sogenannte „Vierte Eisenbahnpaket“ umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die den europäischen Bahnverkehr innovativer und wettbewerbsfähiger machen werden, indem dieser schrittweise für den Wettbewerb geöffnet wird.

Die Verordnung für Hafendienstleistungen wird private Investitionen in den Häfen erleichtern, eine effektivere Verwaltung der öffentlichen Mittel fördern und ein angemessenes Niveau der Ausbildung der Arbeitnehmer gewährleisten. Die neuen Regeln gelten für die über 300 Seehäfen des transeuropäischen Verkehrsnetzes.

Die gestrige Abstimmung im Europäischen Parlament schließt das ordentliche Gesetzgebungsverfahren zum Eisenbahnverkehr ab. Der nächste Schritt ist die Veröffentlichung der Gesetzestexte im EU-Amtsblatt.

Die Vorschriften zu den europäischen Häfen müssen noch vom Rat der EU gebilligt werden, der am Montag tagt.

EU Flagge 300Die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern zur Migration zeigt konkrete Fortschritte. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrem für den Europäischen Rat vorgelegten Bericht über den Migrationspartnerschaftsrahmen mit den fünf prioritären Ländern Äthiopien, Mali, Niger, Nigeria und Senegal.

So ist die Zahl der Migranten, die von Niger aus die Wüste nach Libyen durchqueren, von 70.000 im Mai auf 1500 im November gesunken. Bereits das Abkommen mit der Türkei habe gezeigt, „wie wichtig und richtig es ist, Grenzen zusammen mit unseren Nachbarn zu schützen“, sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute Morgen im Europäischen Parlament in Straßburg. „Deshalb werden wir uns beim Gipfel sehr genau anschauen, wie die fünf Migrationspartnerschaften umgesetzt werden, die wir mit afrikanischen Ländern in die Wege geleitet haben. Wir werden auch prüfen müssen, welche anderen Herkunfts- und Transitländer in engere Zusammenarbeit mit der Europäischen Union gebracht werden müssen.“

Die finanzielle Hilfe zur Unterstützung der Ziele des Aktionsplans von Valletta wurde mit einer Aufstockung des EU-Treuhandfonds für Afrika um zusätzliche 500 Mio. Euro erweitert. Damit wird ein Volumen von fast 2,5 Mrd. Euro erreicht. Bis heute sind im Rahmen des EU-Treuhandfonds für Afrika bereits 64 Programme mit einem Volumen von fast 1 Mrd. Euro genehmigt worden. 2017 werden zur Erhöhung der Wirksamkeit anderer Instrumente 726,7 Mio. Euro in den EU-Haushalt fließen, um die Entwicklung der externen Dimension der Migration weiter zu fördern.

Auch erste Rückgänge der Migrationsströme sind zu verzeichnen. In Niger ist die Zahl der Personen, die die Wüste durchqueren, von 70 000 im Mai auf 1500 im November gesunken. Außerdem wurden 102 Schleuser an die Justiz übergeben und 95 Fahrzeuge sichergestellt. 4430 irreguläre Migranten wurden mit der Unterstützung der IOM in ihre Heimat rückgeführt und rund 2700 irreguläre Migranten aus den prioritären Ländern wurden aus der EU in ihre jeweiligen Herkunftsländer rückgeführt.

Anfang 2017 werden in alle fünf prioritären Länder europäische Verbindungsbeamte für Migration entsandt. Parallel dazu sind in den prioritären Ländern 1165 Erasmus+-Mobilitätmaßnahmen finanziert worden, um legale, reguläre Migrationskanäle zu stärken.
In den nächsten Monaten wird weiter darauf hingearbeitet, das gesamte Potenzial des Partnerschaftsrahmens zu nutzen.

„Letztlich geht es darum, einen umfassenden Ansatz zu entwickeln, so dass wir besser bei der Bekämpfung der Fluchtursachen ansetzen können“, sagte Juncker in Straßburg. „Diesem Ziel dient auch der externe Investitionsplan, mit dem wir 44 Milliarden Euro an Investitionen in Lebens- und Zukunftschancen in Afrika mobilisieren können. 44 Milliarden Euro europäische Investitionen in Afrika – aus diesen 44 Milliarden können 88 Milliarden Euro werden, wenn die Mitgliedstaaten ihrerseits ihrer Aufgabe gerecht werden. Wenn all dies klappt und wenn wir zügig weiterkommen, wird es uns auch gelingen, zu einem funktionierendem Schengen- und Dublin-System zurückzukehren.“

Logo Europe Calling 300Bürgergipfel "Europe Calling!" am 6. Mai in Maastricht, regionaler Diskussionstisch am 18. Februar in Aachen

Reden Sie mit über die Zukunft Europas! Wie können wir Europa und die Euregio verbessern? Wie schaffen wir Nähe zu Europa? Wie machen wir Europa spürbarer? Darüber möchten wir sprechen. Kurzum: Das ist Ihre Chance, etwas zu bewirken und einen Beitrag zur Entwicklung dieser Region und unseres Kontinenten zu leisten.

Die Euregio Maas-Rhein, die Provinz Limburg und die Gemeinde Maastricht organisieren den Europe Calling! Bürgergipfel. Ein Symposium, bei dem Sie als Euregio-Bürger, gemeinsam mit Ihren Nachbarn, Freunden und anderen Mitbürgern, über die Zukunft Europas diskutieren können. Anlass von Europe Calling! ist das 25-jährige Jubiläum des Vertrags von Maastricht.

Obwohl wir 2017 das Jubiläum des Vertrags von Maastricht feiern, wollen wir nicht nur ein Loblied auf Europa singen. Gerade jetzt müssen wir auch einen kritischen Blick auf Europa werfen und darauf, was es für das Wohnen, Arbeiten und Leben in der Euregio bedeutet. In 25 Jahren hat sich immerhin einiges verändert.

Logo Europe Calling quadratisch 300Regionaler Diskussionstisch in Aachen

Im Vorfeld des Gipfels am 6. Mai sollen so viele Bürger wie möglich online zur Teilnahme aufgerufen werden.

Im Januar und Februar 2017 finden dann die ersten Zusammenkünfte – in sogenannten regionalen Diskussionstischen – statt. Diese Sitzungen werden in Niederländisch-Limburg, Belgisch-Limburg, Aachen und Lüttich abgehalten.

In Aachen wird dies am 18. Februar 2017 stattfinden.

Maastricht, die Stadt in der vor 25 Jahren der Vertrag unterzeichnet wurde, der den Weg zum heutigen Europa bereitet hat, ist Gastgeber der Europe Calling! Bürgergipfels.

Möchten Sie teilnehmen? Füllen Sie bitte den Fragenbogen aus über https://de.surveymonkey.com/r/buergerDE

Wenn Sie sich auch an dem Diskussionstisch ihrer Region und dem Bürgergipfel in Maastricht beteiligen möchten, bitte hinterlassen Sie ihren Namen und Email, und wir melden uns bei Ihnen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber das Ausfüllen der Umfrage ist zur Teilnahme erforderlich.

Flaggen vor EU Kommission 300Die EU-Kommission hat am 13.12.2016 überarbeitete Regeln zur sozialen Sicherheit von EU-Bürgern vorgestellt, die im EU-Ausland arbeiten. Das Kollegium der Kommissare hat dazu eine Ergänzung der Gesetzgebung zur Koordinierung der Sozialsysteme in der Europäischen Union angenommen. Ziel war, die Arbeitnehmermobilität zu erleichtern und gleichzeitig die sozialen Sicherungssysteme zu schützen. Sozialkommissarin Marianne Thyssen hat den Vorschlag auf einer Pressekonferenz in Straßburg vorgestellt.

Die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit auf EU-Ebene stellt sicher, dass mobile Bürger ihren Sozialschutz bei Umzug in einen anderen Mitgliedstaat nicht verlieren. Die Regelungen existieren seit 1959 und werden regelmäßig überarbeitet um sicherzustellen, dass sie zweckdienlich sind und der sozialen und wirtschaftlichen Realität in der EU entsprechen.
Die vorgeschlagene Überarbeitung ist Teil des Arbeitsprogramms der Kommission für 2016 und der Bestrebungen der Kommission, Arbeitnehmermobilität zu erleichtern, Fairness für diejenigen, die mobil sind und auch für die Steuerzahler sicherzustellen und den Behörden der Mitgliedstaaten Instrumente für eine bessere Zusammenarbeit anzubieten.

Der freie Personenverkehr wäre ohne EU-Vorschriften zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit nicht möglich. Diese Vorschriften garantieren, dass niemand, der in einen anderen Mitgliedstaat zieht, seinen Sozialschutz verliert. In der EU gelten daher einheitliche Vorschriften, die dem Schutz Ihrer Sozialversicherungsansprüche derjenigen dienen, die sich innerhalb Europas (EU 28 + Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) aufhalten.
Die Rechtsvorschriften zur Koordinierung der Sozialversicherung ersetzen einzelstaatliche Systeme nicht durch ein europaweit geltendes System. Jedes Land kann frei entscheiden, wer nach seinen nationalen Rechtsvorschriften versichert werden soll, und welche Leistungen zu welchen Bedingungen gewährt werden.

Die Vorschriften gelten für:
• Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten, Islands, Liechtensteins, Norwegens oder der Schweiz, die in einem dieser Länder versichert sind oder waren, sowie deren Familienangehörige,
• Staatenlose oder Flüchtlinge mit Wohnsitz in der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz, die in einem dieser Länder versichert sind oder waren, sowie deren Familienangehörige,
• Angehörige von Nicht-EU-Staaten, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten und sich von einem dieser Länder in ein anderes begeben haben, sowie deren Familienangehörige.

Die vier Grundprinzipien:
1. Sie unterliegen zu jedem Zeitpunkt immer nur den Rechtsvorschriften eines einzigen Landes und zahlen daher auch nur in einem Land Beiträge. Welchen Rechtsvorschriften Sie unterliegen, entscheiden die Sozialversicherungsträger. Hier besteht für Sie keine Wahlmöglichkeit.
Finden Sie heraus, welche Vorschriften für Sie gelten.
2. Sie haben dieselben Rechte und Pflichten wie die Angehörigen des Landes, in dem Sie versichert sind. Man bezeichnet dies auch als Grundsatz der Gleichbehandlung bzw. Nichtdiskriminierung.
3. Wenn Sie eine Leistung beanspruchen, werden Ihre früheren Versicherungs , Beschäftigungs- oder Aufenthaltszeiten in anderen Ländern gegebenenfalls angerechnet.
4. Wenn Sie in einem Land Anspruch auf Geldleistungen haben, können Sie diese grundsätzlich auch dann erhalten, wenn Sie in einem anderen Land leben. Dies wird als Grundsatz der Exportierbarkeit bezeichnet.

Die jesidischen Menschenrechtsaktivistinnen Nadia Murad und Lamiya Aji Bashar erhalten während einer feierlichen Sitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg den Sacharow-Preis. Murad und Aji Bashar wurden vom "Islamischen Staat" als Sexsklavinnen missbraucht, doch konnten sie aus der Gefangenschaft entkommen. Sie sind das Sprachrohr der Frauen, die Opfer der sexuellen Versklavung durch den IS geworden sind, und setzen sich für die Rechte der Gemeinschaft der Jesiden ein.

Nadia Murad Basee Taha und Lamiya Aji Bashar stammen aus dem Dorf Kotscho im irakischen Bezirk Sindschar. Am 3. August 2014 hatte die Terrormiliz IS alle männlichen Bewohner des Dorfes massakriert. Anschließend wurden die Frauen und Kinder des Ortes versklavt. Sämtliche jungen Frauen, darunter auch Aji Bashar, Murad und deren Schwestern, wurden verschleppt, wiederholt verkauft und als Sexsklavinnen ausgebeutet und missbraucht. Nadia Murad gelang im November 2014 die Flucht. Lamiya Aji Bashar konnte im April 2016 ihren Peinigern entkommen.

Im November 2014 gelang Nadia Murad mit der Hilfe einer Nachbarfamilie die Flucht, die sie aus dem vom IS kontrollierten Gebiet herausschmuggeln konnte. Sie gelangte anschließend in ein Flüchtlingslager im Norden des Irak und von dort weiter nach Deutschland. Ein Jahr später sprach Nadia Murad im Dezember 2015 auf der ersten Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zum Thema des Menschenhandels und hielt eine bewegende Rede über ihre Leidenszeit. Im September 2016 wurde sie zur ersten Sonderbotschafterin des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNDOC) für die Würde der Überlebenden des Menschenhandels ernannt und beteiligt sich seitdem an globalen und lokalen Initiativen, mit denen das Bewusstsein für das Schicksal der zahllosen Opfer des Menschenhandels geschärft werden soll.

Lamiya Aji Bashar unternahm mehrere Fluchtversuche, bevor sie schließlich im April mit der Hilfe ihrer Familie, die lokale Schmuggler bestochen hatte, ihren Peinigern entkommen konnte. Auf ihrer Flucht aus dem Kurdengebiet in Richtung des von den irakischen Regierungstruppen kontrollierten Gebiets wurde sie von IS-Kämpfern verfolgt. Dabei wurden zwei Personen, die mit ihr flüchteten von einer Tretmine zerrissen, und sie wurde dabei verletzt und ist danach nahezu völlig erblindet. Dennoch konnte sie ihre Verfolger abschütteln und wurde schließlich zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gebracht, wo sie ihre überlebenden Geschwister wieder in die Arme schließen konnte. Seit ihrer Genesung engagiert sich Lamiya Aji Bashar in Aufklärungskampagnen, um auf das Schicksal der Gemeinschaft der Jesiden hinzuweisen, und unterstützt Frauen und Kinder, die Opfer der Versklavung und der Gräueltaten des IS geworden sind.

Durch die Ehrung der beiden Menschenrechtsaktivistinnen, sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, “zeigen wir, dass deren Kampf nicht vergeblich war und dass wir bereit sind, uns aktiv zu engagieren, um diese mutigen Frauen zu unterstützen bei dem Kampf gegen die Not und vor allen Dingen gegen die Brutalität und den Terror des Islamischen Staates, denen immer noch so viele Menschen ausgesetzt sind." "Nadia Murad und Lamiya Aji Bashar konnten fliehen. Sie konnten nach Europa entkommen und haben in unserer Mitte Schutz gefunden", fügte er hinzu.

Hintergrund: Der Sacharow-Preis
Das Europäische Parlament vergibt seit 1988 den Sacharow-Preis. Mit dem Preis werden jedes Jahr Menschen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen. Der Menschenrechtspreis ist mit einem Preisgeld von 50 000 Euro dotiert. Kandidaten für den Sacharow-Preis können von Fraktionen oder einer Gruppe von mindestens 40 EU-Abgeordneten vorgeschlagen werden. Der Außenausschuss, unter dem Vorsitz des Ausschussvorsitzenden Elmar Brok (EVP) aus Deutschland, und der Entwicklungsausschuss, unter dem Vorsitz der Ausschussvorsitzenden Linda McAvan (S&D) aus dem Vereinigten Königreich, wählen danach drei Finalisten aus. Die Entscheidung über den oder die Preisträger/in liegt schließlich bei der Konferenz der Präsidenten des Europäischen Parlaments, die sich aus dem Parlamentspräsidenten und den Fraktionsvorsitzenden zusammensetzt.

Handy Roaming 2 300Die Abstimmung durch Vertreter der Mitgliedstaaten am 12.12.2016 erlaubt es der EU-Kommission, ihren Vorschlag für eine angemessene Nutzung bei Roaming-Diensten formell anzunehmen. „Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Abschaffung der Roaming-Gebühren zum 15. Juni 2017. Wir sind überzeugt, dass unser Vorschlag den richtigen Ausgleich findet und viele, oft unterschiedliche Positionen in Einklang bringt“, erklärten Kommissions-Vizepräsident Andrus Ansip und Digitalkommissar Günther Oettinger.

„Dies bedeutet, dass die EU-Roaming-Gebühren für alle Reisenden abgeschafft werden, wenn diese im EU-Ausland mir ihren Mobiltelefonen und Geräten telefonieren, SMS schreiben, oder in Internet surfen. Gleichzeitig stellt die EU sicher, dass die konkurrenzfähigsten Mobilfunkangebote weiterhin finanziell attraktiv bleiben.“

„Doch damit hört unsere Arbeit nicht auf. Damit Roaming-Gebühren endgültig der Vergangenheit angehören, müssen wir nun unsere Anstrengungen auf den Vorschlag zur Regulierung des Roamingvorleistungsmarkts konzentrieren; jene Entgelte, die sich die Betreiber gegenseitig berechnen wenn Kunden ihre Mobiltelefone im Ausland nutzen. Wir beginnen die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten diese Woche. Um auch diese letzte Etappe erfolgreich zu bestreiten, wird sich die Kommission weiterhin als ehrlicher Makler dafür einsetzen, dass so schnell wie möglich eine Einigung erzielt wird. Wir dürfen keine Zeit verlieren“, so Ansip und Oettinger weiter.

EU Kerze 300Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vertrags von Maastricht hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 9.12.016 Europa zum Zusammenhalt aufgerufen. „Diejenigen, die denken, dass die Zeit gekommen ist, Europa auseinanderzunehmen, Europa in Stücke zu zerlegen, uns in nationale Einzelteile aufzuspalten, liegen vollkommen falsch“, so Juncker vor Studenten an der Universität von Maastricht. „Wir werden als einzelne Nationen ohne die Europäische Union nicht existieren.“

Präsident Juncker betonte weiter: „Wir können die europäische Integration nicht länger mit ihrer Vergangenheit erklären. Wir müssen die Europäische Union damit erklären, was sie für die Zukunft bringt.“ Er erinnerte daran, dass Europa der kleinste Kontinent in der Welt sei und dass die europäischen Nationen nur gemeinsam einflussreich auf der Weltbühne bleiben können.
Der „Vertrag über die Europäische Union“ (EUV) wurde auf dem Gipfel der Staats- und Regierungs-chefs am 9./10. Dezember 1991 im niederländischen Maastricht vereinbart. Der Vertrag wurde am 7. Februar 1992 in Maastricht unterzeichnet und trat am 1.11.1993 in Kraft.

Der Maastrichter Vertrag war ein wichtiger Meilenstein der EU und enthält klare Regeln für die gemeinsame Währung, die Außen- und Sicherheitspolitik sowie die engere Zusammenarbeit auf den Gebieten Justiz und Inneres. Mit diesem Vertrag wurde die Bezeichnung „Europäische Gemeinschaft“ offiziell durch die Bezeichnung „Europäische Union“ ersetzt.

Mit dem Vertrag von Amsterdam (1999), dem Vertrag von Nizza (2003) und dem Vertrag von Lissabon (2009) wurde der Maastrichter Vertrag weiterentwickelt und ausgebaut.