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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

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Studieren 2 370Die EU-Kommission hat 38 weitere internationale Studiengänge im Rahmen des Gemeinsamen Masterabschlusses von Erasmus Mundus ausgewählt. In Deutschland bietet zum Beispiel die Technische Universität München einen Erasmus Mundus Masterabschluss im Bereich Kartographie zusammen mit der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Dresden und der Universität im niederländischen Twente an.

Erasmus Mundus Joint Master Degrees richten sich an Studierende aus der ganzen Welt. Bildungskommissar Tibor Navracsics sagte: „Die Gemeinsamen Masterabschlüsse im Rahmen von Erasmus Mundus zeigen, wie gut Universitäten grenzüberschreitend zusammenarbeiten können – sowohl innerhalb Europas als auch außerhalb. Sie bieten innovative und hochwertige Absolventenprogramme, immer mit dem Fokus auf die Beschäftigungsfähigkeit der Graduierten.“

Die aktuelle Auswahl umfasst Studiengänge an 186 Partner-Universitäten und fast 600 assoziierten Organisationen aus 84 verschiedenen Ländern und aus verschiedensten Bereichen, wie Nano-Chemietechnik, Dokumentarfilmerstellung und Sozialarbeit bis hin zu Forstwirtschaft in den Tropen.

Ein Gemeinsamer Erasmus Mundus-Masterabschluss ist ein internationaler Studiengang, der von einem Konsortium von Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Ländern und gegebenenfalls weiteren Partnern mit einschlägigem Fachwissen und besonderem Interesse an dem Studiengang durchgeführt wird. Für die Studiengänge werden EU-finanzierte Stipendien an die besten Studierenden vergeben, die sich im Rahmen jährlicher Auswahlrunden bewerben. Das Studium muss in mindestens zwei Programmländern stattfinden. Wenn eine Hochschuleinrichtung in einem Partnerland an dem Programm teilnimmt, kann ein Teil des Studiums auch in Partnerländern stattfinden. Die Dauer beträgt mindestens 12 und höchstens 24 Monate.

Bewerben können sich Studierende auf Master-Niveau aus der ganzen Welt. Sie müssen bereits über einen ersten Hochschulabschluss verfügen oder einen nach den Rechtsvorschriften und Verfahren der Länder, die den Abschluss verliehen haben, als gleichwertig zu betrachtenden Bildungsabschluss erworben haben.

Das Stipendium deckt die Teilnahmekosten ab, darunter Studiengebühren, Bibliotheks- und Laborkosten, vollständigen Versicherungsschutz und andere mit einer Teilnahme am Masterstudiengang verbundenen Abgaben; es leistet außerdem einen Beitrag zu Reise- und Einrichtungskosten und beinhaltet eine monatliche Pauschale zur Deckung der Lebenshaltungskosten während der gesamten Laufzeit des Studienprogramms. Der Gesamtbetrag Ihres Stipendiums ist von der Dauer des Studiengangs und der Staatsangehörigkeit abhängig (Studierende aus Nicht-EU-Ländern erhalten höhere Stipendien).

Studieren 3 300Um das Grundwissen über die Europäische Union, ihre Werte, Geschichte, Politik und die Vorteile der europäischen Einigung für die Menschen zu fördern, hat die EU-Kommission den Altiero Spinelli-Preis zur Verbreitung von Wissen über Europa ausgeschrieben. Um den Preis, benannt nach einem der Vordenker der europäischen Integration, können sich zum Beispiel Forscher, Wissenschaftler, Schriftsteller, Journalisten oder Künstler bewerben.

 Eingereicht werden können Werke, die deutlich machen, wofür die EU heute und in Zukunft steht. Bildungskommissar Tibor Navracsics wies darauf hin, dass die Vorteile und Errungenschaften der EU den Bürgern näher gebracht werden sollten. Der Altiero Spinelli-Preis werde hochwertige Arbeiten anerkennen, die effektiv und kreativ das Wissen über Europa verbreiten.

Die Initiative ergänzt die über das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ geförderten Jean-Monnet-Aktionen zu Lehre und Forschung im Bereich der Europäischen Union. Es werden sechs erste, sechs zweite und zehn dritte Preise verliehen, die mit jeweils 60.000 Euro, 30.000 Euro bzw. 20.000 Euro dotiert sind. Interessenten, die eine Bewerbung abgeben wollen, müssen sich bis zum 16. August 2017 registrieren.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 2. Oktober 2017.

Der italienische Politiker Altiero Spinelli zählt zu den Gründervätern der Europäischen Union. Er war maßgeblich an dem im Europäischen Parlament ausgearbeiteten Vertragsentwurf zur Gründung einer föderalen Europäischen Union beteiligt, der nach ihm „Spinelli-Entwurf“ genannt wurde. Der Entwurf wurde 1984 mit überwältigender Mehrheit vom Parlament angenommen und hatte starken Einfluss auf die Gestaltung der EU-Verträge in den 1980er und 1990er Jahren.

PulseofEurope 300Am Sonntag den 02.07 fährt die Tour de France durch Aachen. Daher kann eine reguläre Pulse of Europe Veranstaltung nicht, wie gewohnt, am ersten Sonntag des Monats auf dem Katschhof stattfinden. Stattdessen soll der Kreisverkehr an der Kreuzung Adenauerstraße/Hauptstraße in 52146 Würselen (Nähe XXXL Pallen) in europablau dekoriert werden.

Die Tour de France führt in diesem Jahr durch Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland. Zu diesem Anlass planen viele Pulse of Europe-Städte entlang der Route einen europäischen Gruß in die Welt zu schicken.

Der gemeinsame Treffpunkt ist direkt am Kreisverkehr und das Aachener Pulse of Europe Team wird ab 10.00 vor Ort sein, um die Mitte des Kreisverkehrs zu dekorieren und alle Unterstützer zu empfangen. Es wird darum gebeten sich möglichst in blau zu kleiden und Europa-Flaggen mitzubringen. Es kann auch Essen und Trinken mitbringen, um mit anderen bei einem Picknick ins Gespräch zu kommen, bei gutem Wetter wird es einen Grill geben, der mit genutzt werden kann.

Ab 13:50 Uhr wird die Werbekarawane erwartet. Das Fahrerfeld kommt um ca. 15:32 Uhr.

Personen, die mit dem Auto kommen müssen über Verlautenheide bzw. über die Autobahn A544 anfahren. Parkmöglichkeiten sind im Gewerbegebiet östlich des Kreisverkehrs, das letzte Stück muss dann zu Fuß gegangen werden, da der Kreisverkehr und die Strecke (Hauptstraße) ab 10 Uhr für Fahrzeuge gesperrt sind.

62 europäischer Wettbewerb 169In diesem Jahr fand zum 64. Mal der Europäische Wettbewerb statt, in dem sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen kreativ mit europäischen Themen auseinandersetzen. Ziel ist es das europäische Bewusstsein junger Menschen zu stärken.

Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe Europas und entstand 1953 in Frankreich. Im Laufe der Zeit schlossen sich immer mehr europäische Länder an. Seit 1955 nehmen alle Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland am Wettbewerb teil.
Seit vier Jahren beteiligen sich auch Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung zum Mediengestalter des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen (GuT) mit Beiträgen in unterschiedlichen Modulen - und das überaus erfolgreich. Wie auch schon in den letzten Jahren gewannen die Schülerinnen und Schüler Preise auf Landes- und Bundesebene; insgesamt gingen in diesem Jahr sieben Preise an das GuT, Rebecca Kniepen und Rebecca Krüger gewannen mit ihrer Arbeit den Preis der Bundeskanzlerin

"Goldener Käfig Europa" -
unschuldig schuldig am Sterben der Demokratie
Ein Kommentar von Jens Baumanns

Der Vorjahresgewinner des Bundestagspräsidentenpreises Jens Baumanns, ebenfalls Schüler der GuT, erhielt für seinen Kommentar "Goldener Käfig Europa"  einen Platz im Europaseminar der Friedrich-Ebert Stiftung in Straßburg. In seinem Text rief er die junge Generation auf, ihre Mitgliedschaft im "Eliteclub Europa" und die damit verbunden Privilegien, wie "Bildung, Gesundheit, Internet und Smartphones, Reisefreiheit" und Frieden, nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Man müsse "wieder lernen für unsere Werte zu kämpfen, für Demokratie auf die Straße zu gehen, laut zu sein", um den Rechtspopulismus zu entlarven. Denn "keine 100 Jahre zuvor [führten] gerade Souveränität und Nationalismus zu einem der fatalsten Ereignisse unserer Geschichte […]: Den Ersten Weltkrieg."

Den vollständigen Text finden Sie hier, weitere Beiträge lassen sich auf der Website des Europäischen Wettbewerbs einsehen.

Im Vorfeld der Teilnahme am Wettbewerb wurde das Berufskolleg für Gestaltung und Technik durch EUROPE DIRECT Aachen durch einen Workshop unterstützt.

Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wurde von CDU und FDP unterzeichnet. Neben den gemeinsamen Vorhaben in länderpolitischen Themen finden sich in dem Vertragswerk auch Pläne, die die Zusammenarbeit zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union bzw. den EU-Nachbarländern betreffen.

Nordrhein-Westfalen profitiert besonders von der europäischen Einigung, den einheitlichen Industriestandards und dem freien Personen- und Warenverkehr, daher planen die CDU und FDP gemeinsam die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und seinen Institutionen, sowie den EU-Mitgliedsstaaten in verschiedenen Bereichen zu verbessern.

Im Koalitionsvertrag finden sich hinsichtlich der grenzüberschreitenden und regionalen Zusammenarbeit in den Bereichen Arbeit, Bildung, Medizin, Katastrophenschutz, Verkehr und Sicherheit eine Reihe von konkreten Vorhaben, die während der Regierungszeit umgesetzt werden sollen.
Beispielsweise sollen grenzübergreifende Bildungsprogramme ausgebaut, die Kooperation bei Katastrophen besser koordiniert und die polizeiliche Zusammenarbeit mit den Benelux-Ländern verstärkt werden.

Des Weiteren setzt sich die Landesregierung für die Abschaltung der Kernkraftwerke in Tihange und Doel ein, dafür sollen gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien Konzepte entwickelt werden, durch die die Energieversorgung trotz der Abschaltung der belgischen Atomkraftwerke gewährleistet werden soll.

Beschäftigung Arbeitsplätze Wachstum 300Projektideen von sieben kleinen und mittleren Unternehmen aus Halle (Saale), Wiernsheim, Karlsruhe, Ingolstadt, Saarbrücken, Hamburg und Herscheid wurden in der aktuellen Verfahrensrunde der EU-Forschungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen ausgewählt. Für diese Phase des so genannten KMU-Instruments erhalten die Unternehmen für Projekte aus den Bereichen Verkehrstechnik, Energie und IT je 50.000 Euro und können damit ihre Projektideen zu einem Konzept weiterentwickeln.

Für die in dieser Verfahrensrunde ausgewählten 129 Unternehmen aus 25 Ländern stehen 6,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die meisten erfolgreichen Anträge stammen aus dem Bereich der Informationstechnologie (30 Projekte).

Mit etwa 3 Milliarden Euro über sieben Jahre gehört das KMU-Instrument zu den größeren Instrumenten des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020. Mit Hilfe des Instruments können KMU konkrete Ideen zur Marktreife entwickeln. Es vereint schnelle Förderentscheidungen mit weitgehend themenoffener Förderung. Die Förderung erfolgt phasenweise entlang des Innovationszyklus und gliedert sich in drei Phasen:

  • Machbarkeit - Von der Idee zum Konzept (Phase 1)
  • Umsetzung - Vom Konzept zur Marktreife (Phase 2) und
  • Markteinführung - Kommerzialisierung (Phase 3).

In der Phase 1 wird eine Machbarkeits- oder Durchführbarkeitsstudie mit einer Dauer von rund sechs Monaten pauschal mit 50.000 Euro gefördert. Das Ziel in Phase 1 ist eine Bewertung des Projektvorschlags. Im Fokus dieser Machbarkeitsstudie steht die kommerzielle Umsetzung. Das Ergebnis von Phase 1 soll ein konkreter Businessplan sein, der eine Bewerbung für Phase 2 ermöglicht. Begleitet wird Phase 1 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu drei Tagen.

Flüchtlinge zu Fuß 300Die EU hat weitere 275 Mio. Euro Hilfsgelder für syrische Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften in Aussicht gestellt. Das Geld geht an Hilfsprojekte in der Türkei, in Libanon, in Jordanien, in Irak, in den westlichen Balkanstaaten und in Armenien.

Der Schwerpunkt der Projekte wird auf den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterstützung der lokalen Gemeinschaft, soziale Inklusion und Gleichstellung der Geschlechter liegen. Mit dem neu angenommenen Hilfspaket beläuft sich die Gesamtmittelausstattung des EU-Treuhandfonds auf mehr als 1 Mrd. Euro.

In einer gemeinsamen Erklärung zum Weltflüchtlingstag sagten der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans, die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, und die Kommissare Johannes Hahn, Neven Mimica, Dimitris Avramopoulos und Christos Stylianides: „Heute sind über 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat aufgrund von Konflikten, Gewalt, Naturkatastrophen oder den Auswirkungen des Klimawandels zu verlassen.“ Die EU gehöre zu den größten Gebern weltweit und habe inzwischen fast 10 Mrd. Euro für die Unterstützung von vor dem Krieg in Syrien geflohenen Menschen zur Verfügung gestellt. Es bedürfe aber des globalen Handelns der internationalen Gemeinschaft, um Sicherheit, Würde und Menschrechte der Flüchtlinge zu gewährleisten, so die Kommissare.

Bei der Vorstellung der zusätzlichen Hilfsgelder für syrische Flüchtlinge betonte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, die langfristige Ausrichtung der EU-Unterstützung. „Wir bieten Millionen von Syrern innerhalb des Landes und in der gesamten Region einen Rettungsanker und tragen somit dazu bei, den syrischen Flüchtlingen und deren Aufnahmegemeinschaften eine Zukunft zu sichern. Indem Mädchen und Jungen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung erhalten, wollen wir verhindern, dass infolge des Syrien-Konflikts eine verlorene Generation von Kindern heranwächst. Es ist unsere moralische Pflicht und es ist auch die klügste Investition, die wir in Fragen der Sicherheit, Stabilität und Wohlstand unserer eigenen Region machen können. Es ist letztendlich eine Investition in unsere Zukunft“, sagte Federica Mogherini.

Autobahn LKW 300Die EU-Kommission hat am Mittwoch, 21, Juni, Geldbußen in Höhe von 26,744 Mio. Euro gegen Automotive Lighting und Hella wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell im Bereich der Fahrzeugbeleuchtung verhängt. Gegen Valeo wurde keine Geldbuße festgesetzt, da das Unternehmen die EU-Kommission von dem Kartell in Kenntnis gesetzt hat. Alle Unternehmen räumten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten dem Vergleich zu.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Die Kommission hat ein weiteres Kartell in der Automobilindustrie sanktioniert. Drei Hersteller von Fahrzeugbeleuchtungssystemen haben PKW- sowie Nutzfahrzeughersteller durch ihre Absprachen geschädigt, anstatt miteinander zu konkurrieren. Mit dem heutigen Beschluss wird verdeutlicht, dass wir Kartelle, die den europäischen Markt beeinträchtigen, nicht akzeptieren.“

Fahrzeugbeleuchtungssysteme umfassen Teile wie Scheinwerfer oder Tagfahrlicht. Das Kartell betraf die Lieferung solcher Teile an PKW- sowie Nutzfahrzeughersteller nach dem Ende der Serienherstellung eines Fahrzeugmodells. Aus der Untersuchung der Kommission ging hervor, dass Automotive Lighting, Hella und Valeo ihre Preise und andere Handelsbedingungen für die Lieferung von Fahrzeugbeleuchtungssystemen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) über mehr als drei Jahre koordinierten.

Die drei Unternehmen trafen sich - meist bilateral - auf Messen, am Rande von Veranstaltungstagen der Lieferanten, die von Kunden organisiert wurden, während Kundenbesuchen, aber auch außerhalb solcher Veranstaltungen.

Die Unternehmen besprachen Ausschreibungsquoten und Verhandlungsstrategien und tauschten Informationen über den Stand der Verhandlungen mit Kunden in Bezug auf Preiserhöhungen sowie andere Informationen aus. Darüber hinaus einigten sich die Parteien darauf, dass sie nach dem Ende der Serienherstellung spezifischer Fahrzeugmodelle Preiserhöhungen für Ersatzteile anstreben sollten. Auch koordinierten sie die Beendigungsfrist für die Gewährleistung der vertraglichen Verfügbarkeit der besagten Ersatzteile.

Geldbußen

Ausschlaggebend für die Höhe der Geldbußen waren der Umsatz der Kartellmitglieder bei den im EWR verkauften Ersatzteilen für Fahrzeugbeleuchtungssysteme mit PKW- sowie Nutzfahrzeugherstellern nach dem Ende der Serienherstellung eines Fahrzeugmodells. Die Kommission berücksichtigte zudem die Schwere der Zuwiderhandlung, die geografische Reichweite des Kartells und seine Dauer.

Nach der Kronzeugenregelung der Kommission aus dem Jahr 2006:

  • wurde Valeo die Geldbuße, die über 30.5 Mio. Euro betragen hätte, vollständig erlassen, da das Unternehmen die Kommission über die Existenz des Kartells informiert hatte.
  • Für Automotive Lighting und Hella wurden die Geldbußen ermäßigt, um ihre Zusammenarbeit mit der Kommission bei der Untersuchung zu berücksichtigen. Die Höhe der Ermäßigung richtet sich danach, wann die Unternehmen ihre Zusammenarbeit angeboten haben und inwieweit die von ihnen vorgelegten Beweismittel zum Nachweis des Kartells beigetragen haben.

Darüber hinaus ermäßigte die Kommission die verhängten Geldbußen nach ihrer Mitteilung über Vergleichsverfahren aus dem Jahr 2008 um 10 %, da die Unternehmen ihre Beteiligung am Kartell einräumten und die Verantwortung dafür übernahmen.

Für Valeo bedeutet dies, dass keine Strafe gezahlt werden muss, Automotive Lightning muss 16,34 Millionen Euro zahlen, Hella 10,39 Millionen.


Hintergrund

Beleuchtungssysteme umfassen Scheinwerfer (mit LED-, Xenon- oder Halogentechnologie), Tagfahrlicht (mit LED- oder traditionellen Glühbirnen), Rücklichter und hochangebrachte Bremsleuchten (mit LED- oder traditionellen Glühbirnen), Nebelscheinwerfer und Nebenlichter. Nicht dazu gehören elektronische Bestandteile wie Ausleuchtungs- sowie Kontroll- und Belastungsanzeigen.

Der heutige Beschluss zu den Beleuchtungssystemen ist Teil einer Reihe umfangreicher Untersuchungen von vermuteten Kartellen in der Automobilzulieferindustrie. Die Kommission hat bereits Geldbußen gegen Anbieter von Kfz-Wälzlagern, von Kfz-Kabelbäumen, von Weichschaum, der unter anderem in Autositzen verwendet wird, von Kfz-Standheizungen, von Generatoren und Anlassern und von Klimatisierungs- und Motorkühlsystemen verhängt. Weitere laufende Untersuchungen betreffen beispielsweise Sicherheitssysteme für Fahrzeuginsassen.

Hintergrundinformationen zum Verfahren

Nach Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) und Artikel 53 des EWR-Abkommens sind Kartelle und andere wettbewerbswidrige Verhaltensweisen verboten.

Die Untersuchung der Kommission in dieser Sache begann mit einem Antrag von Valeo auf Erlass der Geldbuße.

Sobald alle Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Daten geklärt sind, werden weitere Informationen zu diesem Kartellfall unter der Nummer 40013 im öffentlich zugänglichen Register der Kommission auf der Website der Generaldirektion Wettbewerb veröffentlicht. Weitere Informationen über die Maßnahmen der Kommission gegen Kartelle finden sich auf ihrer Website unter der Rubrik Kartelle.

Schweißen 300Zum Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen hat die EU-Kommission hat ein neues Instrument vorgestellt, das Kompetenzen und Qualifikationen von Drittstaatsangehörigen darstellen und ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt leichter machen soll. Konkret handelt es sich um einen Off-/Online-Webeditor, der es Drittstaatsangehörigen ermöglicht, ihre Kompetenzen und Qualifikationen so darzustellen, dass sie EU-weit für Arbeitgeber, Bildungsanbieter und Organisationen, die mit Migranten arbeiten, gut verständlich sind.

Das Kompetenzprofil-Instrument soll es Aufnahmezentren und öffentlichen Arbeitsverwaltungen ermöglichen, den betreffenden Menschen bei der  Anerkennung ihrer Qualifikationen zu helfen und ihnen Orientierungshilfe zu Bildung oder Beschäftigung anzubieten.

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin, Marianne Thyssen, erklärte dazu: „In der heutigen Arbeitswelt muss jeder seine Kompetenzen auf unseren Arbeitsmärkten uneingeschränkt einsetzen können. Die Fähigkeiten von Drittstaatsangehörigen dürfen nicht ungenutzt bleiben. Unser Kompetenzprofil-Instrument wird ihnen den Weg zur Arbeit ebnen. Es wird zudem den nationalen Behörden ermöglichen, sich ein genaues Bild von ihren Kompetenzen und Qualifikationen zu machen, sodass die Verwaltungen Problemen begegnen und Möglichkeiten für die Eingliederung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und anderen Migranten in den Arbeitsmarkt ausloten können. Das ist ein Gewinn für alle Beteiligten.“

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, ergänzte: „Die Migranten kommen mit ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu uns, die für unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften eine echte Bereicherung sein können. Investitionen in eine frühzeitige Eingliederung in den Arbeitsmarkt sind daher äußerst wichtig. Einer erfolgreichen Integration kommt eine zentrale Rolle zu, wenn die Migration zu einer Chance für alle Beteiligten werden soll. Unser Kompetenzprofil wird für neu angekommene Drittstaatsangehörige den Weg in die Beschäftigung verkürzen, indem es ihre persönlichen Kompetenzen klar darstellt.“

Hintergrund

Mit dem Instrument soll das Ungleichgewicht zwischen Kompetenzen und Arbeitsplatzangebot für Drittstaatsangehörige behoben werden. Zielgruppe sind sowohl Drittstaatsangehörige mit einem hohen Bildungsniveau – die möglicherweise Hilfe bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen brauchen –, als auch Drittstaatsangehörige mit einem niedrigem Bildungsniveau, die weitergebildet werden müssen, um die auf unserem Arbeitsmarkt geforderten Kompetenzen zu erwerben.

Außerdem hemmen die mangelnden Kenntnisse einiger Drittstaatsangehöriger in der/den Sprache/n des Aufnahmelandes ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Das Instrument wird bei der Identifizierung dieser Lücken helfen. Es ergänzt andere Tools zur Gewährleistung der Transparenz von Kompetenzen, wie den Europass und den Europäischen Qualifikationsrahmen, die beide im Rahmen der neuen Agenda für Kompetenzen überarbeitet worden sind, um den Arbeitgebern, Bildungsanbietern und zuständigen Behörden die Möglichkeit zu geben, nationale Qualifikationen auf EU-Ebene und auf internationaler Ebene miteinander zu vergleichen.

Das Kompetenzprofil-Instrument der EU steht auch in Einklang mit dem Aktionsplan der Europäischen Kommission für die Integration von Drittstaatsangehörigen, der ebenfalls vor einem Jahr auf den Weg gebracht wurde, um die Mitgliedstaaten bei der Integration der 20 Millionen Drittstaatsangehörigen, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, zu unterstützen. Die Kommission hat seitdem verschiedene Initiativen für eine verbesserte Eingliederung von Drittstaatsangehörigen in den Arbeitsmarkt ergriffen, zuletzt die Initiative „Arbeitgeber gemeinsam für Integration“, mit der die Bemühungen von Arbeitgebern zur Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und anderen Migranten gefördert werden.

Zum heutigen Start des Kompetenzprofil-Instruments besuchte die Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, Marianne Thyssen, ein Aufnahmezentrum für Asylbewerber der Föderalen Agentur für die Aufnahme von Asylbewerbern (Fedasil) in Brüssel. Hier konnte sie sich persönlich ein Bild davon machen, wie Sozialarbeiter und -betreuer das Instrument zur Unterstützung von Flüchtlingen und Asylsuchenden einsetzen können, um sie bei ihrem Integrationsprozess zu begleiten. Dieser Besuch kann auf EbS verfolgt werden. Außerdem finden in Brüssel eine Auftaktveranstaltung und eine Networking-Konferenz statt.

EU und Erdball 300Angesichts der tödlichen Waldbrände in Portugal hat die EU-Kommission dem Land die volle Solidarität der EU zugesagt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, sicherten Portugal jede mögliche Hilfe zu und drückten den Betroffenen ihr Beileid aus.

„Portugal ist nicht alleine in diesen schwierigen Zeiten. In Europa geht es um Solidarität und wir haben schnell gehandelt, um konkrete Hilfe in den frühen Morgenstunden zu schicken“, so Stylianides. Weiter erklärte er: „Nach den drei Löschflugzeugen, die Frankreich zur Verfügung gestellt hat, möchte ich auch Italien und Spanien danken, die vier zusätzliche Flugzeuge durch den EU-Katastrophenschutz angeboten haben. Diese wichtige Unterstützung wird den heldenhaften portugiesischen Feuerwehrleuten helfen, die ihr Leben riskieren um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die EU setzt ihre Notfall-Unterstützung fort, die Portugal angefragt hat, und ist bereit weitere Hilfe bereitzustellen.“

Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (Emergency Response Coordination Centre, ERCC) der Europäischen Kommission ist in konstantem Kontakt mit den portugiesischen Behörden.

Portugal hatte am Sonntagmorgen das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und Löschflugzeuge angefragt.  Die EU hat daraufhin sofortige Hilfe mobilisiert. Die Unterstützung für die Bekämpfung der Waldbrände ist jetzt auf dem Weg. Die Löschflugzeuge aus dem EU-Katastrophenschutz werden in den betroffenen Regionen wie Vila Real, Coimbra und Leiria eingesetzt.

Die Europäische Kommission koordiniert die freiwilligen Angebote der teilnehmenden Mitgliedstaaten und kann auf Anfrage den Transport von Hilfsgütern und Experten in das Land kofinanzieren. 34 Europäische Staaten sind Teil des Europäischen Katastrophenschutzes: alle 28 EU-Mitgliedstaaten, die ehemalige Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Montenegro, Serbien und die Türkei.

Studieren 3 300Zum 30. Geburtstag des europäischen Austauschprogramms Erasmus hat die EU-Kommission am Dienstag, 14. Juni, eine neue App präsentiert. Die App soll es Studierenden, Auszubildenden und jugendlichen Austauschteilnehmern leichter machen, sich im Programm zurechtzufinden.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: „Jeder Euro, den wir in Erasmus investieren, ist eine Investition in die Zukunft – in die Zukunft eines jungen Menschen und in die Zukunft unserer europäischen Idee. Ich kann mir nichts vorstellen, was investitionswürdiger wäre, als diese für die Zukunft so wichtige Generation."

In den vergangenen 30 Jahren eröffnete Erasmus neun Millionen Menschen, darunter 1,3 Millionen aus Deutschland, die Chance, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, dort Freiwilligendienst zu leisten, Berufserfahrung zu sammeln oder andere Sportgruppen und Ehrenamtliche zu treffen.

Mit dem Programm Erasmus+ werden in den Jahren 2014–2020 über vier Millionen Menschen gefördert, aus Deutschland werden über eine halbe Million Teilnehmer erwartet.

Dank der App wird das Programm inklusiver und zugänglicher sein. Die App Erasmus+ wird es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen,

  • vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt problemlos die verschiedenen Stufen des Verwaltungsverfahrens nachzuverfolgen. Außerdem können Studierende ihre Studienvereinbarungen mit ihren Herkunfts- und Aufnahmeuniversitäten online unterzeichnen;

  • ihre Lieblingstipps, die anderen beim Einleben helfen können, zu teilen und zu liken;

  • einen direkten Link zur Online-Sprachhilfe von Erasmus+ (mit Online-Tutorien und interaktivem Live-Mentoring) zu nutzen und so ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die erste Version der App ist bereits für iOS und Android verfügbar. Dank neuer Funktionen und ständiger Updates wird die App bald auf andere Gruppen von Teilnehmern des Programms Erasmus+ ausgeweitet werden und auch den künftigen Erfordernissen der Teilnehmer Rechnung tragen.

Hintergrund

Seit seinem Start im Jahr 1987 – damals mit elf Ländern und 3200 Studierenden – hatten dank des Erasmus-Programms neun Millionen Menschen die Möglichkeit, im Ausland einen Teil ihrer Studien- bzw. Ausbildungszeit zu verbringen, einen Freiwilligendienst zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln.

Im Jahr 2014 wurden sämtliche Initiativen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend und Sport im EU-Programm Erasmus+ zusammengefasst. In den zurückliegenden knapp drei Jahren haben schon über zwei Millionen Menschen aus den derzeit 33 europäischen Teilnehmerländern (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein) eine Förderung aus dem Programm Erasmus+ in Anspruch genommen.

Um die Erasmus-Generation in die Gestaltung des künftigen Programms einzubinden, hat die Kommission den Erasmus+ Generation Online Meeting Point geschaffen. Diese Website ermöglicht es jungen Menschen und Organisationen, mit Fachleuten für Jugend- und Bildungsfragen zu diskutieren, Themen vorzuschlagen, Probleme zu benennen und Lösungen anzubieten. Die neue App ergänzt diese Anstrengungen.

Handy Roaming 2 300Gute Nachrichten für Urlauberinnen und Urlauber und Menschen, die viel im EU-Ausland unterwegs sind: Ab dem 15. Juni 2017 werden die Roaming-Aufschläge fürs Telefonieren und Surfen im EU-Raum der Vergangenheit angehören. Sie müssen dann keine zusätzlichen Gebühren mehr bezahlen.

"Das ist eine sehr gute Nachricht für die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte die Berichterstatterin Miapetra Kumpula-Natri (S&D). "Leute, die in Europa unterwegs sind, können ihre E-Mails lesen, navigieren, Fotos auf ihre Social-Media-Profile hochladen und nach Hause telefonieren oder texten ohne zusätzliche Kosten." Die Neuregelung gilt für alle 28 EU-Länder.

Ein Jahrzehnt hat die Europäische Kommission daran gearbeitet, die Entgelte zu senken und abzuschaffen, die sich Mobilfunkbetreiber gegenseitig berechnen, wenn Kunden ihre Mobiltelefone im Ausland nutzen.

Die SIM-Karten können nun ohne zusätzliche Gebühren in den EU-Mitgliedsländern genutzt werden. Einen billigeren Handy-Vertrag im Ausland abzuschließen wird aber nicht möglich sein: In der Neuregelung ist eine sogenannte „Fair-Use-Grenze“ enthalten, die die Nutzung des Roaming-Angebots begrenzt.

Briefkasten 300Die EU-Kommission hat die Entscheidung der Mitgliedstaaten, grenzüberschreitende Paketzustellungen erschwinglicher zu machen, begrüßt. Andrus Ansip, Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, erklärte: „Das ist eine gute Nachricht für den Online-Handel in der EU; Verbraucher, Händler und Lieferunternehmen werden alle von diesen neuen Regeln profitieren."

Elżbieta Bieńkowska, Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum, fügte hinzu: „Hohe Versandkosten und komplizierte Rücksenderegeln halten Verbraucherinnen und Verbraucher davon ab, online in anderen Mitgliedstaaten einzukaufen. Wenn wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern und den Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen, dabei helfen wollen, die Vorteile des EU-Binnenmarktes voll auszunutzen, müssen wir diese Probleme unbedingt lösen.“

Die EU-Kommission hatte im Mai 2016 einen Legislativvorschlag vorgelegt, der sicherstellen soll, dass für Konsumenten und Vertreiber Paketzustellungen erschwinglicher werden und sie komfortable Rücksendeoptionen auch in dezentralen Regionen haben.

Heutzutage kaufen nur 15 Prozent der Verbraucher online in anderen EU-Ländern ein. Die Zustellung von kleineren Paketen in ein anderes Land ist oft zwei-bis fünfmal teurer als die Zustellung im Inland. Die neuen Regelungen sollen dem elektronischen Handel mehr Schub verleihen. Die neuen Gesetze sollen den Wettbewerb fördern indem die Preise transparenter gemacht werden. Außerdem erhalten nationale Regulierungsstellen ein Instrument um grenzüberschreitende Märkte zu beobachten und die Bezahlbarkeit der Preise zu überprüfen. Der Vorschlag sorgt auch für neue Standards bei Paketdiensten, die die Qualität der Instandshaltungsmaßnahmen verbessern.

Der Vorschlag ist Teil eines dreizackigen Plans der EU-Kommission E-Commerce zu fördern. Neben einem Legislativvorschlag zu Paketzustellungen wurden Ende Mai 2016 auch Legislativvorschläge zu Geoblocking und Verbauchervertrauen vorgelegt.

Die EU-Kommission hat die Entscheidung von 20 Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, zur Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft begrüßt. Die neue Behörde wird für Vergehen mit Auswirkungen auf das EU-Budget zuständig sein. Dies trifft bei Mehrwertsteuerbetrug zu, da die Mitgliedsländer einen Teil ihrer Einnahmen in diesem Bereich an die EU abführen.

Der für Haushalt und Humanressourcen zuständige Kommissar Günther H. Oettinger sagte: „In keiner Weise tolerieren wir Betrug zulasten des EU-Haushalts. Jeder Cent muss unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Mit einer starken, unabhängigen und effizienten Europäischen Staatsanwaltschaft verstärken wir unsere Anstrengungen zum Schutz von Steuergeldern, indem wir einen europäischen Ansatz zur strafrechtlichen Ermittlung und Verfolgung von Straftaten zulasten des Unionshaushalts gewährleisten. Die Europäische Staatsanwaltschaft ist eine wesentliche Ergänzung der derzeit auf Unionsebene verfügbaren Mittel, d. h. der Arbeit des OLAF im Bereich der verwaltungsrechtlichen Untersuchungen.“

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, fügte hinzu: „Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, so viele Mitgliedstaaten wie möglich zu überzeugen, und ich freue mich sehr, dass wir 20 Mitgliedstaaten für die Einrichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft gewinnen konnten. Das ist ein großer Erfolg, der gewährleistet, dass die Europäische Staatsanwaltschaft bereits vom ersten Tag an wirksam funktioniert. Das ist ein guter Tag für die Steuerzahler in Europa. Die Europäische Staatsanwaltschaft wird die überaus wichtige Arbeit von Eurojust – der EU-Agentur für die justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen – ergänzen, sodass sich Eurojust stärker der Bekämpfung von Terrorismus, Menschenhandel und anderen Straftaten widmen kann.“

20 Mitgliedstaaten haben auf der Tagung des Rates „Justiz“ politische Einigung über die Einrichtung der neuen Europäischen Staatsanwaltschaft im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit erzielt. Nun muss das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilen. Sobald die unabhängige EU-Staatsanwaltschaft eingesetzt ist, ist sie befugt, in Strafsachen zu ermitteln, die den EU-Haushalt betreffen (z. B. Korruption oder Betrug im Zusammenhang mit EU-Mitteln oder grenzüberschreitender Mehrwertsteuerbetrug), und diese strafrechtlich zu verfolgen. Damit wird eine starke, unabhängige und effiziente Behörde aufgebaut, die auf die EU-weite Bekämpfung von Finanzkriminalität spezialisiert ist.

Warum brauchen wir einen Europäischen Staatsanwalt?

Durch grenzüberschreitenden Betrug entgehen den nationalen Haushalten in ganz Europa Jahr für Jahr Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von mindestens 50 Mrd. Euro. Jahr für Jahr macht die organisierte grenzüberschreitende Kriminalität Milliardengewinne, indem sie nationale Vorschriften umgeht und sich der strafrechtlichen Verfolgung entzieht. Im Jahr 2015 haben die Mitgliedstaaten betrügerische Unregelmäßigkeiten ermittelt und der Kommission gemeldet, die einen Betrag von etwa 638 Mio. Euro ausmachen, dabei sind entgangene Mehrwertsteuereinnahmen noch nicht eingerechnet. Die Möglichkeiten der nationalen Staatsanwaltschaften zur Bekämpfung groß angelegter grenzüberschreitender Finanzkriminalität sind begrenzt. Die neue EU-Staatsanwaltschaft wird rasche Ermittlungen in ganz Europa und einen Informationsaustausch in Echtzeit durchführen. Damit wird sich das Blatt wenden.

Wie wird die Europäische Staatsanwaltschaft arbeiten?

  • Eine unabhängige Behörde

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird als zentrale Behörde aller teilnehmenden Mitgliedstaaten fungieren. Sie wird als hoch spezialisierte und unabhängige Behörde außerhalb der bestehenden Organe und Dienste fungieren und im Interesse der EU agieren, ohne dabei Weisungen von Organen der EU oder nationalen Behörden einzuholen oder anzunehmen.

  • Eine effiziente Zusammenarbeit mit nationalen Behörden

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird sich in eine zentrale EU-Ebene mit einem Zentralbüro und eine dezentrale Ebene mit abgeordneten europäischen Staatsanwälten in den Mitgliedstaaten gliedern, wobei die europäischen Staatsanwälte auch weiterhin ihr Amt als nationale Staatsanwälte ausüben werden (Doppelfunktion). Die auf nationaler Ebene durchgeführten Ermittlungen und strafrechtlichen Verfolgungen werden vom Zentralbüro beaufsichtigt, damit ein einheitlicher Ansatz in der gesamten EU gewährleistet ist. Auf diese Weise wird die Staatsanwaltschaft ein breites Spektrum an Fachwissen über nationale Rechtsordnungen und Erfahrungen bündeln und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit wahren. Wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt, werden die nationalen Behörden ihre Kompetenzen in derselben Strafsache nicht ausüben.

  • Eine Behörde für rasche Ermittlung und Strafverfolgung

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird wirksam gegen Betrug zulasten des EU-Haushalts und Mehrwertsteuerbetrug (beispielsweise Betrugsdelikte mit einem Schadensvolumen von mehr als 10 000 EUR und grenzüberschreitender Mehrwertsteuerbetrug mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen EUR) vorgehen können. Sie wird in bestimmten grenzüberschreitenden Fällen ohne langwierige Verfahren der justiziellen Zusammenarbeit ermitteln und direkt vor den nationalen Gerichten Klage gegen die Straftäter erheben können. Damit wird die Strafverfolgung entscheidend verbessert, und es können auf betrügerische Weise erlangte Gelder besser zurückerlangt werden.

  • Ein umfassendes Konzept zum Schutz von Steuergeldern

Während die Europäische Staatsanwaltschaft für strafrechtliche Ermittlungen zuständig sein wird, wird das OLAF weiterhin verwaltungsrechtliche Untersuchungen durchführen, um in allen Mitgliedstaaten der Union gegen die finanziellen Interessen der Union gerichtete Unregelmäßigkeiten und Betrug aufzudecken. Auf diese Weise wird ein möglichst umfassender Schutz für den EU-Haushalt gewährleistet und die Aufdeckungs- und die Verurteilungsquote gesteigert.

Weiteres Vorgehen

Im Anschluss an die heute im Rat erzielte allgemeine Einigung zwischen Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik und Zypern muss das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilen, bevor die Verordnung endgültig angenommen werden kann. Nach Annahme der Verordnung können weitere Mitgliedstaaten den 20 Gründungs-Mitgliedstaaten jederzeit beitreten.

Zukunft 360x2402

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Verteidigungspolitik in einer EU mit 27 Mitgliedstaaten angestoßen. Dazu stellte die Kommission verschiedene Szenarien für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor und machte konkrete Vorschläge für die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds.

In einem Reflexionspapier erläutert die Kommission verschiedene Szenarien für den Umgang der EU mit den wachsenden Bedrohungen in der Sicherheit und Verteidigung. Die Debatte soll dabei helfen, geeignete Instrumente für mehr Schutz und Sicherheit für Europas Bürger zu entwickeln, eine der Prioritäten der Juncker-Kommission.

Szenario „Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung“: Die Mitgliedstaaten würden über die notwendige Zusammenarbeit im Sicherheits- und Verteidigungsbereich nach wie vor selbst auf freiwilliger Basis und im konkreten Einzelfall entscheiden. Die EU dagegen würde weiterhin die Bemühungen auf nationaler Ebene ergänzen.

Das ambitioniertere Szenario „Geteilte Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung“ sieht Folgendes vor: Die Mitgliedstaaten würden für mehr Solidarität im Verteidigungsbereich bestimmte finanzielle und operative Ressourcen bündeln. Die EU würde sich auch stärker für den Schutz Europas innerhalb und außerhalb seiner Grenzen engagieren. Sie würde eine größere Rolle im Cyberbereich, beim Grenzschutz oder der Terrorbekämpfung spielen.

Als ambitioniertestes Szenario umfasst die „Gemeinsame Verteidigung und Sicherheit“ Folgendes: Schrittweise Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik der Union, die in eine gemeinsame Verteidigung auf der Grundlage von Artikel 42 des EU-Vertrags münden würde. Die bestehende Bestimmung ermöglicht es einer Gruppe von Mitgliedstaaten, eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Verteidigung begründen.

Diese Szenarien schließen sich nicht gegenseitig aus, zeigen aber, dass es drei unterschiedlich ambitionierte Solidaritätsniveaus gibt. An der Stärkung der Sicherheit Europas führt kein Weg vorbei. Die Mitgliedstaaten werden die Führungsrolle übernehmen und bestimmen, wie stark die Unterstützung durch die EU-Institutionen ausfallen soll.

Ergänzend zum Reflexionspapier hat die Kommission konkrete Vorschläge für die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds vorgestellt, der mehr Effizienz bei den Ausgaben der Mitgliedstaaten für gemeinsame Verteidigungsfähigkeiten bringen soll. Der Fond soll es den Mitgliedstaaten erleichtern, das Geld des Steuerzahlers effizienter zu investieren, unnötige Mehrfachausgaben zu vermeiden und kostengünstiger zu wirtschaften. Mit ihm werden die Investitionen, die auf nationaler Ebene in die Verteidigungsforschung, die Entwicklung von Prototypen und die Beschaffung von Verteidigungsgütern und -technologien fließen, koordiniert, ergänzt und verstärkt.

 

Facebook Desktop 300In den letzten Monate war das Thema der Hetzreden und der Gewaltsprache im Internet immer wieder ganz oben auf den Nachrichtenseiten und in den Schlagzeilen der Printmedien gewesen. Jeder Mensch, der sich in eine Internetdiskussion begibt, wird früher oder später bei kontroversen Diskussionen auf Beiträge stoßen, die hetzerisch sind oder aktiv zu Gewalt aufrufen. Im letzten Jahr haben Facebook, Twitter, Google und Microsoft zugesagt, die illegale Hetze auf ihren Seiten und in ihren Netzwerken besser zu bekämpfen.

Wie diese Bekämpfung seit der Vereinbarung des Verhaltenskodex vor einem Jahr eingehalten wurde, zeigte eine am Donnerstag, 01. Juni, von der EU-Kommission vorgelegte Evaluierung. Demnach haben die Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen erhebliche Fortschritte gemacht: 59 Prozent aller Meldungen über mutmaßliche Hassbotschaften haben dazu geführt, dass der entsprechende Inhalt entfernt wurde. Damit liegt der Prozentsatz mehr als doppelt so hoch wie noch vor sechs Monaten (28 Prozent). Auch die Anzahl der Meldungen, die innerhalb von 24 Stunden nach ihrem Eingang überprüft wurden hat sich erhöht: von 40 auf 51 Prozent. Allerdings ist Facebook das einzige Unternehmen, das gemäß der eingegangenen Verpflichtung den Großteil der Meldungen innerhalb eines Tages prüft.

Der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Andrus Ansip begrüßt diese Fortschritte: „Die enge Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft im Kampf gegen illegale Hetze trägt Früchte, und wir werden unsere diesbezüglichen gemeinsamen Anstrengungen verdoppeln. Derzeit arbeiten wir daran, eine engere Koordinierung zwischen den verschiedenen Initiativen und Foren, die wir mit den Online-Plattformen ins Leben gerufen haben, sicherzustellen. Wir werden auch die Melde- und Abhilfeverfahren zur effizienten Entfernung illegaler Inhalte präzisieren und gleichzeitig die freie Meinungsäußerung als grundlegendes Gut hochhalten.“

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, erklärte hierzu: „Die Ergebnisse unserer zweiten Bewertung des Verhaltenskodex sind ermutigend. Die Unternehmen entfernen inzwischen innerhalb kürzerer Zeit doppelt so viele Fälle illegaler Hassparolen wie noch vor sechs Monaten.“

Die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Grundrechte sind Grundwerte der Europäischen Union. Zusammen mit Social-Media-Unternehmen und anderen Plattformen müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten die nötigen Schritte ergreifen, damit das Internet nicht zu einem rechtsfreien Raum für illegale Hetze und Gewalt wird.

Mit der Unterzeichnung des Verhaltenskodex verpflichteten sich die IT-Unternehmen insbesondere, die Mehrheit der stichhaltigen Meldungen illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden zu prüfen und die Inhalte auf der Grundlage der nationalen Rechtsvorschriften, mit denen die entsprechenden europäischen Rechtsvorschriften umgesetzt werden, erforderlichenfalls zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren. In dem Kodex wurde auch betont, dass weiter erörtert werden muss, wie Transparenz, Gegenmaßnahmen und Alternativbotschaften stärker gefördert werden können.

Im Laufe des letzten Jahres haben die IT-Unternehmen ihre Meldesysteme gestärkt und die Meldung von Hasskommentaren erleichtert. Sie haben ihr Personal geschult und ihre Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft verstärkt. Durch die Umsetzung des Verhaltenskodex konnten sie ihr Netz an vertrauenswürdigen Meldern in ganz Europa stärken und ausweiten.

Die Kommission wird die Umsetzung des Verhaltenskodex mithilfe von Organisationen der Zivilgesellschaft weiter beobachten. Von den IT-Unternehmen werden insbesondere auf dem Gebiet der Transparenz der bei den gemeldeten Inhalten zugrunde gelegten Kriterien und der Rückmeldungen an Nutzerinnen und Nutzer Verbesserungen erwartet.

 

Flaggen Dreiländereck DE NL BEDass Menschen heutzutage in einem europäischen Land leben, in einem anderen arbeiten und vielleicht sogar in einem dritten regelmäßig einkaufen, ist nichts Ungewöhnliches mehr. Europa wird gelebt, insbesondere in den Grenzregionen und die Kommunen beteiligen sich rege an der grenzüberschreitenden Lebensrealität der Menschen.

Eine solche Beteiligung sind die sogenannten Grenzinfopunkt, die es in verschiedenen Grenzstädten in Deutschland gibt.
Grenzinfopunkte sind Beratungsstellen für Menschen, die im Nachbarland studieren, wohnen oder arbeiten (wollen). Auch in Aachen gibt es so einen Grenzinfopunkt. Nun ist die Verlängerung des Projekts sicher, denn am Montag, 15. Mai 2017, wurde in de Kopermolen in Vaals das neue Durchführungsabkommen Grenzinfopunkt unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung bestätigen die Partner in der Euregio Maas-Rhein die Fortsetzung des Grenzinfopunktes Aachen-Eurode.

Der Grenzinfopunkt Aachen-Eurode besteht seit September 2012 und bietet ihre Dienste an an Grenzpendler, deren Familien, ehemalige Grenzpendler, Studenten und Unternehmern die Grenzpendler einstellen (wollen). Der Grenzinfopunkt ist dadurch ein Vorbild der grenzüberscheitende Zusammenarbeit für die Bürger im Grenzgebiet.

Angesprochen werden alle, die sich selbst als Grenzpendler sehen: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitssuchende, Auszubildende, Studenten, Pensionäre und Rentner. Für jeden wird eine individuell auf die eigenen Probleme zugeschnittene Beratung erarbeitet.

Junge Leute 300Seit über 25 Jahren steht das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) für spannende Diskussionen, politisches Engagement, Spaß und eine europaweite Vernetzung - diese Kombination macht eine „EJP“- Erfahrung einzigartig und unvergesslich.

Mit dem Ziel, eine deutsche Delegationen für die nächsten großen Internationalen Sitzungen des European Youth Parliament, unseres europaweiten Dachverbandes, auszuwählen, richtet das EJP alljährlich einen traditionsreichen und überaus anspruchsvollen Jugendwettbewerb aus. Im Zuge des diesjährigen Wettbewerbs werden bundesweit alle Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren dazu aufgerufen, als Gruppe von sieben Personen oder als Einzeldelegierte in einer thematischen Ausarbeitung zu der Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt Stellung zu nehmen.

Die diesjährige Frage lautet:

Considering the joint communication by the European Commission and the High Representative for Foreign Affairs and Security Policy on an EU strategy for international cultural relations, how should the European Union further develop the Eastern Partnership Culture Programme II to improve cultural cooperation with its Eastern neighbours?

Einsendeschluss ist der 05. November 2017

Aus allen Bewerbungen wählt eine unabhängige Jury 33 Schuldelegationen sowie 33 Einzelbewerberinnen und -bewerber aus, die eingeladen werden, an einer der drei Regionalen Auswahlsitzungen des EJP in Berlin, Flensburg und Trier im Frühjahr 2018 teilzunehmen. Wer hier überzeugt, fährt weiter zur Nationalen Auswahlsitzung 2018 in Hannover, wo abschließend die deutschen Delegationen für die kommenden Internationalen Sitzungen unseres europäischen Dachverbandes European Youth Parliament ausgewählt werden.

Neben der Diskussion aktueller europapolitischer Themenbereiche, der Ausschussarbeit und den Debatten nach dem Vorbild des Europäischen Parlaments wird auf unseren Veranstaltungen stets auch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Dazu gehören unter anderem Expertengespräche, kulturelle Abende, Partys und Empfänge.

Wir rufen alle Interessierten dazu auf, sich mit einer siebenköpfigen Schuldelegation oder allein mit einer thematischen Ausarbeitung zu dem diesjährigen Auswahlthema zu bewerben. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und versprechen einen spannenden Wettbewerb!

Für Rückfragen steht das Büro des Europäischen Jugendparlaments per Telefon von montags bis freitags von 10:00 – 16:30 Uhr und unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

  • Informationen für eine erfolgreiche Bewerbung
  • Überblick über den Wettbewerb, das Auswahlthema und den Auswahlprozess
  • Leitfaden zum Ablauf und den Teilnahmebedingungen
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/EYP_Wettbewerb2017

Digitales 300Die Initiative der EU-Kommission für mehr freies WLAN an öffentlichen Orten (Wifi4EU) ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Vertreter des Europäischen Parlaments, des EU-Ministerrates und der EU-Kommission haben eine politische Einigung über die Initiative und deren Finanzierung erzielt.

120 Mio. Euro sollen bereitgestellt werden, um in bis zu 8000 Kommunen in der ganzen EU bis 2020 einen kostenlosen WLAN-Zugang an öffentlichen Plätzen wie Bibliotheken, Parks oder öffentlichen Gebäuden für die Bürger bereitzustellen.

„Die digitale Binnenmarktstrategie zielt darauf ab, ein vollständig vernetztes Europa aufzubauen, in dem jeder Zugang zu hochwertigen digitalen Netzwerken hat. Die WiFi4EU-Initiative verbessert die Konnektivität insbesondere dort, wo der Zugang zum Internet begrenzt ist. Sie ist ein erster Schritt, aber es muss noch viel mehr getan werden, um schnelle Verbindungen in der ganzen EU einzurichten – so muss beispielsweise die  europaweite Koordination des Spektrums verbessert und die Investitionen in die Hochleistungsnetze, die Europa braucht, stimuliert werden“, sagte Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt.

Die spezifischen Quellen für die 120 Mio. Euro werden in den laufenden legislativen Gesprächen über die Überprüfung des derzeitigen mehrjährigen Finanzrahmenprogramms finalisiert.

Sobald das System eingerichtet ist, können die kommunalen Behörden eine Finanzierung (Gutschein) unbürokratisch online beantragen. Bewerben können sich lokale Behörden (Städte und Gemeinden oder Gemeindeverbände), die

  • WLAN an Orten anbieten möchten, an denen noch kein vergleichbares privates oder öffentliches Angebot verfügbar ist;
  • Finanzmittel für Ausrüstung und Installation benötigen, um vor Ort kostenlosen Internetzugang für mehrere Jahre anzubieten.

Die Verteilung erfolgt nach dem Windhundprinzip. Mit der Förderung sollen hochmoderne Geräte erworben und installiert, d.h.  lokale Wifi-Zugangspunkte eingerichtet werden. Die laufenden Kosten für die Internetverbindung müssen die Behörden selbst abdecken.

Mit einer Erstausstattung von 120 Mio. Euro hat dieses neue Gutscheinsystem das Potenzial, an Tausenden von öffentlichen Plätzen Internetanbindungen in der Größenordnung von 40 bis 50 Millionen Wi-Fi-Verbindungen pro Tag zu ermöglichen.

EU Flagge 2 300Das dritte Jahr in Folge ging die Goldene Palme bei den 70. Filmfestspielen in Cannes an einen Film, der mit EU-Mitteln gefördert wurde: Nach „Ich, Daniel Blake“ im Jahr 2016 und „Dheepan“ im Jahr 2015 wurde am Wochenende die schwedische Satire „The Square“ von Ruben Östlund mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

Das EU-Filmförderprogramm Creative Europe MEDIA hat den europäischen Vertrieb der Koproduktion (Schweden, Deutschland, Frankreich und Dänemark) mit 47.000 Euro unterstützt.

In Cannes wurden insgesamt 20 Filme gezeigt, die von MEDIA gefördert wurden. Preise Gewonnen haben drei EU-geförderte Filme in Cannes: Die zweite Auszeichnung ging an den Film „The Killing of a sacred Deer“ von Yorgos Lanthimos (Irland, Großbritannien, Griechenland) für das beste Drehbuch. Bei diesem Film wurde die Entwicklung mit 58.000 Euro und der Vertrieb mit 179.000 Euro mit EU-Mitteln unterstützt. Der dritte EU-geförderte Film, der in Cannes ausgezeichnet wurde, ist „Barbara“ von Mathieu Amalric. Er erhielt den Preis für die beste poetische Erzählung.

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und verantwortlich für den Digitalen Binnenmarkt, sagte: „Meine herzlichsten Glückwünsche an die Gewinner - es ist wieder ein großer Erfolg für die europäische Filmindustrie und das MEDIA-Programm. Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, die Verbreitung und Förderung europäischer Filme auf unserem Kontinent zu unterstützen und dem europäischen Kino zu helfen, das Beste aus dem digitalen Zeitalter zu machen.“

Foto: Stadt Aachen / Peter KlingelEin überzeugter und überzeugender englischer Europäer:
Bundespräsident ehrt Karlspreisträger Garton Ash

Der britische Historiker und Publizist Prof. Timothy Garton Ash ist am Himmelfahrtstag 2017 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet worden. Der Laudator Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt in seiner bemerkenswert persönlichen Laudatio das beeindruckende Lebenswerk des Preisträgers. Viele bereiten dem charismatischen Garton Ash bei strahlendem Sonnenschein auf dem Katschhof einen tollen Empfang.

Prof. Timothy Garton Ash steht so da, wie man sich einen Vorzeige-Briten vorstellt: ein Gentleman durch und durch. Höflich, gut gekleidet und mit einer klaren Haltung. Und die ist, wenig verwunderlich, eine entschieden andere als die von vielen seiner Landsleute, die vor einem knappen Jahr für den Brexit gestimmt haben. Nun, am Himmelfahrtstag 2017, richten sich alle Augen der rund 850 Gäste im Aachener Krönungssaal auf den glühenden Verfechter der europäischen Idee, als dieser den Karlspreis entgegennimmt. Congratulations! Garton Ash - der englische Europäer, der europäische Engländer. Garton Ash, der weltweit anerkannte Experte für Europäische Gegenwartsgeschichte, der am St. Antony's College der Universität Oxford lehrt. Garton Ash, der sich mit wissenschaftlicher Analyse und jeder Menge Herzblut zugleich für das freie Wort einsetzt.

17 05 23 Jugendkarlspreis 300Erasmus evening, ein Projekt aus Polen hat den ersten Preis beim Wettbewerb um den Europäischen Jugendkarlspreis 2017 am 23. Mai in Aachen gewonnen. In einer Radiosendung informieren junge Menschen aus Polen und der EU über ihre Erfahrungen mit dem Erasmus+ Programm. Der zweite Preis ging an "Re-Discover Europe". Die Initiative hat das Ziel verfolgt, in der EU-skeptischsten Region in Dänemark für die EU  zu werben und die Teilhabe an der EU zu verbessern. Der dritte Preis wurde an die niederländische Internetplattform "We are Europe" vergeben, auf der junge Autoren, Journalisten und andere kreative Köpfe sich über Europa austauschen können.

Europa lebt von jungen Menschen, von deren Geist und Engagement. Seit 2008 wird der Jugendkarlspreis an Menschen vergeben, die „zur Verständigung in Europa und in der Welt beitragen, die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls einer europäischen Identität und der europäischen Integration fördern, den in Europa lebenden jungen Menschen als Vorbild dienen und ihnen praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als eine Gemeinschaft geben“.

Der erste Preis wurde von Parlamentsvizepräsidentin Sylvie Guillaume und dem Vorsitzenden der Stiftung Internationaler Karlspreis Michael Jansen, der zweite Preis vom ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, und der dritte Preis vom Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp, überreicht.

1. Preis: Polen - Erasmus evening
"Erasmus evening" ist eine Onlineradiosendung für Studierende, die einen Erasmusaufenthalt im Ausland erwägen. Sie wurde über den studentischen Radiosender Radio Meteor UAM der Adam Mckiewicz Universität in Posen gesendet. Gäste waren polnische Studierende, die im Ausland studieren, oder Ausländer, die in Polen studieren. Die Interviews drehten sich um Themen wie die Einreichung von Dokumenten, die Auswahl von Fächern, die Wohnungssuche in einem anderen Land, Unterschiede zwischen Universitäten und die Möglichkeiten, die sie bieten, das Bildungssystem oder das tägliche Leben der Studierenden.

17 05 23 Jugendkarlspreis 300 12. Preis: Dänemark - Re-discover Europe
"Re-discover Europe" war ein Ereignis, das an zwei unterschiedlichen Tagen in der euroskeptischen Stadt Aalborg im Norden Dänemarks stattfand. Am 6. Mai nahmen Menschen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe mit EU-Flaggen an einem Umzug teil. In einem multikulturellen Dorf konnten die Ortsansässigen mehr über die Diversität in ihrer Stadt lernen. Am 9. Mai fanden Aktivitäten zum Europatag statt, beispielsweise Vorträge zur Zukunft der EU sowie ein EU-Straßenfest zum Ausklang.

3. Preis: Niederlande - Are we Europe
"Are we Europe" ist eine Online-Multimediaplattform, bei der junge Menschen ihre Geschichten dazu einreichen können, wie es sich wirklich anfühlt, europäisch zu sein. Die Gründer der Plattform sind überzeugt, dass es in Zeiten der negativen Medienberichterstattung und Meinungen vieler Menschen zu Europa wichtig ist, junge Europäer zu motivieren, den Lesern neue Wahrnehmungsweisen zu Europa nahezubringen.

Gewinnerprojekte aus Deutschland und Öesterreich:
Das diesjährige Gewinnerprojekt aus Deutschland war das Projekt „Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden", ein Bremer Verein mit Mitgliedern in ganz Deutschland, der geflüchtete Menschen auf Sizilien unterstützt. In Öesterreich hat das Projekt "Explosion of Peace #Friedenstaube" gewonnen. Es wurde von Jugendlichen aus Vorarlberg initiiert, um die Jugend Europas zusammenzubringen und einen Beitrag zum Frieden zu leisten.

Weltkugel mit EU SternenDie Europäische Union hat das Inkrafttreten des weltweiten Übereinkommens von Minamata zur Verringerung der Belastung von Quecksilber bewirkt. Die EU und sieben Mitgliedstaaten haben ihre Ratifizierungen bei den Vereinten Nationen hinterlegt, damit haben inzwischen 52 Vertragspartner das Abkommen unterzeichnet, das ab dem 16. August für alle Vertragspartner rechtlich bindend wird.

Durch die Ratifizierung des Übereinkommens von Minamata in New York zeigt Europa eine weltweit führende Rolle beim Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und der Umwelt. Quecksilber ist in großen Mengen für den Menschen tödlich und kann in relativ geringen Mengen das Nervenystem schädigen und ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Schwangere, Säuglinge und Kinder sind durch Quecksilber in der Nahrungskette besonders gefährdet. Jedoch 40 Prozent bis 80 Prozent des in Europa abgelagerten Quecksilbers stammen aus Quecksilberemissionen in anderen Teilen der Welt, deswegen musste auf internationaler Ebene entschlossen gehandelt werden, um die Gesundheit der Bürger zu schützen.

Umweltkommissar Karmenu Vella sagte: „Der neue weltweite Vertrag über Quecksilber wird dazu beitragen, Millionen von Menschen weltweit vor der Belastung durch dieses giftige Schwermetall zu schützen. Mit der Ratifizierung hat die EU den entscheidenden Beitrag für sein Inkrafttreten geleistet. Dies ist ein großer Erfolg der Umweltdiplomatie der EU. Die Ratifizierung unterstreicht das Engagement Europas für ein entschiedenes und abgestimmtes Handeln auf internationaler Ebene.“

Der weltweite Vertrag über Quecksilber „Übereinkommen von Minamata über Quecksilber” wurde auf Initiative der EU ausgehandelt und 2013 abgeschlossen. Das Übereinkommen von Minamata – benannt nach dem Ort, an dem die bislang schlimmsten Schäden durch Quecksilberbelastung entstanden – verschärft nicht nur die Umweltstandards weltweit, sondern wird auch zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen beitragen, da in allen großen Volkswirtschaften ähnliche Umweltauflagen, wie bereits heute in der EU gelten, werden. Das Übereinkommen von Minamata ist weitgehend durch die Rechtsvorschriften der Union geprägt.

Flaggen vor EU Kommission 300Die Europäische Kommission hat gegen Facebook eine Geldbuße in Höhe von 110 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen hatte 2014 gegenüber der EU-Kommission, die die Übernahme von WhatsApp nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft hat, falsche bzw. irreführende Angaben zum automatischen Abgleich von Benutzerkonten zwischen WhatsApp und Facebook gemacht.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Der heutige Beschluss ist eine deutliche Botschaft an Unternehmen, dass sie die EU-Fusionskontrollvorschriften einhalten müssen, darunter auch die Verpflichtung, sachlich richtige Angaben zu machen. Aus diesem Grunde sieht er eine angemessene und abschreckende Geldbuße gegen Facebook vor. Die Kommission muss sich beim Erlass ihrer Beschlüsse über die Auswirkungen von Zusammenschlüssen auf den Wettbewerb auf umfassende und präzise Informationen stützen können.“

Als Facebook im Jahr 2014 die Übernahme von WhatsApp zur Genehmigung anmeldete, teilte das Unternehmen der Kommission mit, dass es nicht in der Lage sei, einen zuverlässigen automatischen Abgleich zwischen den bei Facebook bzw. bei WhatsApp unterhaltenen Benutzerkonten vorzunehmen. Facebook machte diese Angabe sowohl auf dem Anmeldeformular als auch in einer Antwort auf ein Auskunftsverlangen der Kommission. Im August 2016 kündigte WhatsApp im Rahmen einer Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen und seiner Datenschutzbestimmungen jedoch die Möglichkeit an, die Telefonnummern der WhatsApp-Nutzer mit den jeweiligen Facebook-Nutzerprofilen zu verknüpfen. Am 20. Dezember 2016 richtete die Kommission eine Mitteilung der Beschwerdepunkte an Facebook, in der sie ihre einschlägigen Bedenken darlegte.

Die Kommission hat festgestellt, dass ein automatischer Abgleich der Facebook- und der WhatsApp-Nutzerprofile – entgegen den von Facebook im Rahmen des Fusionskontrollverfahrens von 2014 gemachten Angaben – bereits im Jahr 2014 technisch möglich war, und dass den Facebook-Mitarbeitern diese Möglichkeit bekannt war.

Willkommen 300Die bilinguale Informationsbroschüre "Willkommen in Europa" erklärt die Europäische Union und den Europarat in deutscher/englischer/französischer und arabischer Sprache.

Die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen (in Bonn) und das Centre européen Robert Schuman (in Metz, Scy-Chazelles, in Frankreich) haben in Kooperation eine bilinguale Broschüre erstellt. Diese richtet sich an Flüchtlinge, Asylbewerber, Migranten und Studenten von anderen Kontinenten und soll diesen dabei helfen die Kultur und die Funktionsweise der europäischen Gesellschaften zu verstehen, von denen sie aufgenommen wurden.

Bei der Broschüre handelt es sich also um einen Leitfaden, der einen Überblick darüber geben soll wie das politische Europa funktioniert und sich dabei speziell an arabische Muttersprachler wendet. Die Errungenschaften der Europäischen Integration sowie die Grundsätze und Werte Europas werden darin in einfacher Form dargestellt und die historischen Wurzeln Europas beleuchtet.

Die Publikation soll damit eine Grundlage schaffen, um über europäische Kernthemen wie Demokratie, Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit ins Gespräch zu kommen und die bedeutendsten europäischen Institutionen und Organe vorzustellen.

Zur Verfügung stehen jeweils die Sprachenpaaren deutsch-arabisch, englisch-arabisch und französisch-arabisch. Diese können in gebundener oder digitaler Form bei der Europäischen Akademie NRW bestellt werden. Insbesondere mit Hilfe von Partnern soll die Broschüre direkt den Weg zu den Flüchtlingen finden und über Schulen, Hilfsorganisationen und Kommunen verteilt werden.

Im EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen kann die Broschüre eingesehen und ein Ansichtsexemplar pro Person mitgenommen werden.

Willkommen groß

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  • Quelle: EA NRW
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/willkommen-arabisch