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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

TTIP Flaggen 300Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, hat nach einem informellen Abendessen am Sonntag, den 13. November, der EU-Außenminister den Willen der EU zu weiterhin engen Beziehungen mit den USA unterstrichen.

Zudem betonte sie die Geschlossenheit der EU in politischen Kernbereichen. Dazu zählen auch die Stärkung der EU-Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.

Vor dem Hintergrund des Wahlausgangs in den USA hatte Mogherini die EU-Außenminister am Vorabend ihres regulären Treffens zu einem Abendessen eingeladen. Sie sagte im Anschluss: „Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten sind Partner und werden weiterhin Partner sein, soweit es die Europäische Union betrifft, basierend auf unseren eigenen Werten, Prinzipien und Interessen. Zweitens haben wir auch über die Notwenigkeit diskutiert, die europäische Geschlossenheit in einigen Schlüsselbereichen zu stärken, die in den kommenden Monaten noch ausschlaggebender sein werden.“

Mit Blick auf die europäische Verteidigungspolitik verwies Mogherini auf ihre im Sommer vorgestellte Strategie. „Ich sehe eine Notwenigkeit für die Europäer, ihre Verteidigungs- und Sicherheitspolitik und ihre Zusammenarbeit zu verstärken, ungeachtet der Veränderungen in der Administration der Vereinigten Staaten“, sagte Mogherini.

Zu den Schlüsselbereichen zählt Mogherini unter anderem die Umsetzung des Klimaabkommens, der Atomwaffensperrvertrag und das Abkommen mit Iran. Auch der Handel gehöre dazu. In den letzten acht Jahren habe man sehr gut mit den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet, so Mogherini weiter.
Die gemeinsame Tagung der EU-Außen- und der Verteidigungsminister geht am Montag und Dienstag weiter. Im Mittelpunkt der Beratungen wird der Umsetzungsplan für Sicherheit und Verteidigung im Rahmen der Globalen Strategie für die Außen-und Sicherheitspolitik der Europäischen Union stehen.

Gemüse 300Die Task Force „Agrarmärkte“ von zwölf unabhängigen Experten unter dem Vorsitz des ehemaligen niederländischen Landwirtschaftsministers Cees Veerman hat EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan ihren Bericht vorgestellt.

Mit Blick auf die angespannte Lage auf den Märkten und Sorgen um die Situation der Erzeuger hatte er die Task Force um Empfehlungen gebeten, wie die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette verbessert werden kann.

EU-Kommissar Hogan erklärte: „Angesichts der Probleme, die unlängst in bestimmten Sektoren zu beobachten waren, hielten wir es für notwendig, die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette zu stärken, damit diese einen fairen Preis für ihre Erzeugnisse erhalten. Den Landwirten mehr Gehör zu verschaffen und ihre Stellung zu stärken ist mir ein besonderes Anliegen."

Angesichts der Besorgnis, dass die Landwirte die Hauptlast der Preisschwankungen und der langanhaltenden Preisschwäche tragen müssen, kommt die Task Force in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass die Rahmenregelungen für die Versorgungskette weiter verbessert werden könnten und sollten. Zu den Schlussfolgerungen des Berichts zählen außerdem Forderungen nach neuen Regeln auf EU-Ebene, um gegen bestimmte unfaire Handelspraktiken vorzugehen, und die Empfehlung, in den Mitgliedstaaten wirksame Durchsetzungsmechanismen einzuführen, indem z. B. ein Schiedsrichter eingesetzt wird. Im Einzelnen empfiehlt die Task Force unter anderem Folgendes:

  • Verbesserung der Markttransparenz, Einführung einer verbindlichen Preisberichterstattung und die Bereitstellung aktuellerer, stärker standardisierter Daten;
  • im Zusammenhang mit den unfairen Handelspraktiken waren freiwillige Initiativen zwar nützlich, konnten aber einen wirksamen und unabhängigen Durchsetzungsmechanismus nicht ersetzen; deshalb sollten auf EU-Ebene Rahmenvorschriften und in den Mitgliedstaaten ergänzend dazu wirksame Durchsetzungsmechanismen, wie z. B. die Einsetzung eines Schiedsrichters, eingeführt werden. Außerdem wurden Empfehlungen zu verbindlichen schriftlichen Verträgen abgegeben, die auch für die Landwirte von Vorteil wären;
  • zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen den Landwirten sollten die Vorschriften für die gemeinschaftliche Organisation und das Wettbewerbsrecht klar gefasst und praktisch umsetzbar sein, damit sie wirklich die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit der Landwirte verbessern;

Ferner hat sich die im Januar 2016 eingesetzte Task Force „Agrarmärkte“ mit einer Reihe von Fragen befasst, die in die Diskussion über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in der Zeit nach 2020 einfließen werden, wobei auf die Herausforderungen durch den Klimawandel sowie die Wasser- und Energieknappheit hingewiesen wurde. In dem Bericht wird auch die Möglichkeit angesprochen, Maßnahmen zum integrierten Risikomanagement auf EU-Ebene einzuführen. Schließlich wird die Bedeutung von Forschung und Innovation - sowie die Gewinnung von Junglandwirten für diesen Sektor - bei der Bewältigung künftiger Herausforderungen hervorgehoben.

Die Europäische Kommission und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, haben am Mittwoch, 10.11.2016, eine Strategie zur sicheren, sauberen und nachhaltigen Bewirtschaftung der Weltmeere vorgeschlagen.

Als starker globaler Akteur strebt die Europäische Union eine bessere Meerespolitik auf der Grundlage eines sektorübergreifenden, regelbasierten internationalen Ansatzes an.

Die Kommission hat dazu heute eine gemeinsame Mitteilung mit 14 Leitlinien verabschiedet. „Mit dieser gemeinsamen Mitteilung bekräftigen wir unser Engagement, bei der Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung eine führende Rolle zu spielen, und davon profitieren nicht nur EU-Bürger, sondern die ganze Welt“, sagte Federica Mogherini dazu.

Der für Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen zuständige Vizpräsident Jyrki Katainen betonte den Wirtschaftsfaktor der Ozeane: „Die Weltmeere bieten großes Potenzial, um Wachstum, Beschäftigung und Innovation anzukurbeln. Gleichzeitig stehen sie im Mittelpunkt einiger der dringendsten globalen Herausforderungen, wie Klimawandel, Abfälle im Meer und eine wachsende Weltbevölkerung. Mit dieser Mitteilung wird die wichtige Rolle der EU als Vorkämpfer für nachhaltige Entwicklung, als globaler Akteur im Bereich der Meerespolitik und als Nutzer von Meeresressourcen unterstrichen.“

Der für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella ergänzte: „Ozeane bedecken 70 Prozent unseres Planeten. Inzwischen ist den Menschen weltweit bewusst geworden, dass sie sich besser um die Ozeane kümmern müssen. Dies gelingt nur durch enge internationale Zusammenarbeit. Die EU geht dabei voran, eine durchsetzungsstärkere, weltumspannende Meerespolitik aufzubauen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Meeresressourcen mit dem Ziel gesunder Meeresökosysteme und einer dynamischen Meereswirtschaft nachhaltig genutzt werden.“

Der heutige Vorschlag enthält 14 Maßnahmenbündel in drei Schwerpunktbereichen:

1. Verbesserung des Rahmens für die internationale Meerespolitik

Geltende Regeln für die Ozeane müssen weiter ausgebaut und besser durchgesetzt werden, damit beispielsweise Regelungen für Gebiete außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche geschaffen oder auf internationaler Ebene vereinbarte Ziele für nachhaltige Entwicklung, wie die Einführung des 10 Prozent-Ziels für Meeresschutzgebiete bis 2020, umgesetzt werden. Um an dieses Engagement anzuknüpfen, wird die EU bei der Umsetzung mit internationalen Partnern zusammenarbeiten und im Oktober 2017 Gastgeber der Konferenz „Unsere Ozeane“ sein. Zudem wird die Kommission bis 2018 Leitlinien zur Erkundung und Nutzung natürlicher Ressourcen in nationalen Hoheitsgebieten erarbeiten.

2. Verringerung der menschlichen Einwirkungen auf die Weltmeere und Schaffung der Voraussetzungen für eine nachhaltige blaue Wirtschaft

Nachdem das Übereinkommen von Paris nun in Kraft getreten ist, wird sich die Kommission dafür einsetzen, meeresbezogene Maßnahmen zu stärken, um nationalen und internationalen Verpflichtungen, beginnend mit dem Tag der Ozeane bei der COP22 in Marrakesch am 12. November 2016, nachzukommen. Da die Ozeane 25 Prozent des erzeugten CO2 absorbieren, sind sie entscheidend für die Regulierung des Klimas. Werden keine Maßnahmen zur Begrenzung der Erwärmung und Versauerung der Ozeane ergriffen, besteht die Gefahr, dass das Klima aus dem Gleichgewicht gerät.

Die Kommission wird an der Einführung internationaler Leitlinien für die maritime Raumplanung bis 2025 arbeiten und dabei helfen, Meeresschutzgebiete weltweit durch eine Förderung im Rahmen von Horizont 2020 und LIFE-Programmen auszuweiten.

3. Stärkung der internationalen Meeresforschung und der entsprechenden Datenbasis

Schätzungsweise 90 Prozent des Meeresbodens sind nach wie vor nicht kartografisch erfasst. Weniger als 3 Prozent werden wirtschaftlich genutzt. Um die Meeresressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und die Einwirkungen des Menschen zu verringern, sind mehr Verständnis und eine solide wissenschaftliche Grundlage von entscheidender Bedeutung. Das „Blue Data Network“ der EU, das Europäische Meeresbeobachtungs- und Meeresdatennetzwerk, enthält Daten von über 100 Meeresforschungseinrichtungen und steht allen Nutzern offen. Die Kommission wird Vorschläge dazu unterbreiten, wie diese Datenbank zu einem weltweiten Meeresdaten-Netzwerk ausgebaut werden kann.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden nun gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten im Rat und im Europäischen Parlament erörtert.

TTIP Handshake 300Die beiden EU-Spitzen Jean-Claude Juncker und Donald Tusk haben  den Gewinner der US-Präsidentschaftswahl Donald Trump beglückwünscht und zu einem EU-USA-Gipfel nach Europa eingeladen.

„Wir gratulieren herzlich zu Ihrer Wahl zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika“, schrieben Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk am Mittwochmorgen in einem gemeinsamen Brief an Trump. Sie verwiesen auf die gemeinsamen Werte der Freiheit, der Menschenrechte, der Demokratie und des Glaubens an die Marktwirtschaft, welche Europäer und Amerikaner verbinden. Nun sei es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken. „Glücklicherweise ist die strategische Partnerschaft zwischen der EU und USA breit und tief“, so Juncker und Tusk.

Juncker und Tusk schrieben im Wortlaut: „Die strategische Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten ist in unseren gemeinsamen Werten der Freiheit, der Menschenrechte, der Demokratie und des Glaubens an die Marktwirtschaft begründet. Im Laufe der Jahre haben die Europäische Union und die Vereinigten Staaten eng zusammengearbeitet, um Frieden und Wohlstand für unsere Bürger und für Menschen auf der ganzen Welt zu gewährleisten.

Glücklicherweise ist die strategische Partnerschaft zwischen der EU und USA breit und tief: von unseren gemeinsamen Bemühungen, die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und den Klimawandel zu bekämpfen über die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Vereinigten Staaten mit Blick auf die Bedrohungen der Sicherheit in den östlichen und südlichen Nachbarschaften Europas bis zu den Verhandlungen über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft - wir sollten keine Anstrengung unterlassen, um sicherzustellen, dass die Beziehungen, die uns verbinden, stark und langlebig bleiben.

Wir sollten die Brücken festigen, die wir über dem Atlantik gebaut haben. Die Europäer vertrauen darauf, dass Amerika, dessen demokratische Ideale immer ein Leuchtfeuer der Hoffnung auf der ganzen Welt waren, weiterhin in seine Partnerschaften mit Freunden und Verbündeten investieren wird, um unsere Bürger und die Menschen der Welt sicherer und wohlhabender zu machen.
Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Sie zu einem EU-USA-Gipfeltreffen nach Europa einzuladen. Dieses Gespräch würde es uns ermöglichen, den Verlauf unserer Beziehungen für die nächsten vier Jahre festzulegen.“

Logo On y va 300Auch in diesem Jahr findet der Ideenwettbewerb "On y va" statt, bei dem sechs Projekte zur Auswahl stehen. Stimmen Sie für Ihren Favoriten! Der Sieger erhält bis zu 5000 Euro Fördergeld für sein gemeinnütziges, internationales Projekt. Die Abstimmung läuft noch bis zum 15. November 2016.

"On y va – auf geht’s – let’s go!" ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Institut (dfi) durchgeführt wird. Der Wettbewerb spricht alle Themenbereiche an, egal ob Projekte aus Kultur, Bildung, Sozialwesen, Gesundheit, Sport oder Umwelt. Wichtig ist, dass die internationale Öffnung zu einer neuen Dynamik in der praktischen Arbeit führt.

Flagge Türkei EU 300Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, hat zu den jüngsten Entwicklungen in der Türkei Stellung bezogen. In einer Erklärung im Namen der gesamten EU forderte Mogherini die Türkei auf, zu einem glaubwürdigen politischen Prozess und einem ernsthaften politischen Dialog zurückzukehren. Die Immunität von Parlamentariern dürfe nicht willkürlich aufgehoben werden.

Mogherini betonte in ihrer Erklärung: „Die Rückkehr zu einem glaubwürdigen politischen Prozess und einem ernsthaften politischen Dialog ist unerlässlich für die Demokratie in dem Land und die Stabilität in der Region.“

Mit Blick auf die Aufhebung der Immunität von Abgeordneten sagte sie: „ Die EU und ihre Mitgliedstaaten weisen erneut darauf hin, dass die Entscheidung des türkischen Parlaments von Mai 2016, parlamentarische Immunität einer großen Zahl von Parlamentsmitgliedern aufheben zu dürfen, Anlass zu großer Besorgnis ist. Immunität muss für alle auf einer diskriminierungsfreien Grundlage gelten und Entscheidungen zur Aufhebung der Immunität müssen auf jedem Einzelfall basieren, entsprechend transparenter Kriterien und keinerlei politischen Erwägungen folgend.“

Mogherini verurteilte im Namen der EU den Terroranschlag in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir von vergangenem Freitag und sprach den Opfern und Familien ihre Solidarität und der türkischen Regierung ihre Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus aus.

Zudem verurteilte sie abermals den versuchten Putsch durch türkische Militärs vom 15. Juli dieses Jahres und billigte der Türkei eine angemessene Reaktion darauf zu. Auch Aktionen gegen die PKK, die von der EU als Terrororganisation gelistet ist, seien legitim.
Allerdings müsse die Reaktion auf Putsch und Terror die parlamentarische Demokratie schützen und die Menschrechte und Meinungsfreiheit achten, mahnte Mogherini.

Glühbirne mit Baum 300Wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz in Marrakesch (COP22) trat am Freitag, dem 4. November 2016, das Klimaschutzabkommen von Paris rechtlich in Kraft - 30 Tage, nachdem durch die Ratifizierung des Abkommens seitens der EU die Schwelle dafür überschritten wurde. Die EU erwartet von der Konferenz konkrete Fortschritte zur Umsetzung der Pariser Übereinkunft, darunter beim Zugang zu Finanzmitteln für die Entwicklungsländer. Im Mittelpunkt der COP22 wird die Stärkung von Klimaschutzmaßnahmen bis 2020 stehen.

Die EU wird in Marrakesch durch László Sólymos, den Umweltminister des derzeitigen Ratsvorsitzenden Slowakei und durch Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, vertreten.

Maroš Šefčovič, der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission erklärte: „Dass das Übereinkommen von Paris heute, weniger als ein Jahr nach seiner Annahme, in Kraft tritt, macht vor allem eines deutlich: Weltweit ist allen bewusst, dass dringend etwas gegen den Klimawandel getan werden muss. Untätig zu bleiben steht nicht zur Debatte; das Tempo zu drosseln entspricht nicht unserer Vorgehensweise.

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, sagte hierzu: „Dies ist ein denkwürdiger Tag für Europa und für unseren Planeten. Aufgrund der Ratifikation durch die EU konnte das Übereinkommen von Paris rechtzeitig für unsere Zusammenkunft in Marrakesch in Kraft treten.“

Die jährliche Klimakonferenz der Vereinten Nationen findet vom 7. bis zum 18. November 2016 in Bab Ighli, Marrakesch, statt. Nach dem raschen Inkrafttreten des Weltklimavertrags wird im Laufe der Konferenz auch die erste Tagung der Vertragsparteien des Übereinkommens von Paris (CMA 1) eröffnet werden. Da das weltweite Klimaschutzübereinkommen viel früher als erwartet in Kraft getreten ist, möchte die EU zügig zu dem internationalen Rahmen übergehen, um Ländern dabei zu helfen, die Strategien und Maßnahmen aufzustellen, mit denen sie ihren in Paris eingegangenen Verpflichtungen nachkommen können.

Die EU unterstützt mit Nachdruck die weltweite Klimaschutzagenda zur Mobilisierung einer großen Bandbreite von Akteuren. Eine Reihe von Veranstaltungen befasst sich unter anderem mit der Rolle von Wäldern, Verkehr, Gebäuden und erneuerbaren Energiequellen beim Kampf gegen den Klimawandel. Im Pavillon der EU werden mehr als 100 Veranstaltungen stattfinden.

Logo Stadt Aachen 300Die Innenminister der Niederlande, Belgiens, Deutschlands sowie Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz und Niedersachsens unterzeichnen die „Aachener Erklärung“ zur besseren Bekämpfung der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität.

Die Innenminister der Niederlande, Belgiens, Deutschlands sowie der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben heute die „Aachener Erklärung“ unterzeichnet. Hiermit werden acht Maßnahmenpakete zur besseren Bekämpfung der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität und insbesondere des Wohnungseinbruchdiebstahls vereinbart.

Die sechs Innenminister sehen die Notwendigkeit, über bereits bestehende operative Kooperationsformen hinaus, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls im grenznahen Bereich weiter entschlossen zu verstärken. Für die nachhaltige Bekämpfung der reisenden Tätergruppen bedarf es einer noch besseren Kooperation zwischen den Strafverfolgungsbehörden in den Ziel- und Herkunftsländern der Täter.

Die heute unterzeichnete „Aachener Erklärung“ ergänzt insoweit die durch die Justiz- und Innenminister der EU am 13. Oktober 2016 beschlossenen „Schlussfolgerungen des Rates zu organisierten Wohnungseinbrüchen“.

Konkrete Bestandteile der „Aachener Erklärung“ sind beispielsweise:
• Ein intensivierter und kontinuierlicher Informationsaustausch;
• gemeinsame Auswerte- und Analyseprojekte sowie operative Aktivitäten;
• unter Leitung und in Absprache mit den zuständigen Justizbehörden, streben die Polizeibehörden eine enge Kooperation für die Durchführung paralleler Ermittlungen oder gemeinsamer Ermittlungsverfahren an

Die konkrete Ausgestaltung dieses strategischen Maßnahmenpaketes wird durch die Experten der jeweiligen Landeskriminalämter unter Einbeziehung des Bundeskriminalamtes sowie der Polizeien Belgiens und der Niederlande erfolgen.

EU Flagge 300EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich heute, am Donnerstag, den 3.November 2016, für missverständliche Worte in seiner Rede entschuldigt, die er beim 27. Europa-Abend des AGA Unternehmensverband in Hamburg vergangene Woche gehalten hat:

„Ich hatte Zeit, über meine Rede nachzudenken, und ich kann jetzt sehen, dass die Worte, die ich verwendet habe, negative Gefühle hervorgerufen und sogar Menschen verletzt haben. Das war nicht meine Absicht und ich möchte mich für jede Bemerkung entschuldigen, die nicht so respektvoll war wie sie hätte sein sollen.“

Er habe keine vorgefertigte Rede abgelesen, sondern habe „frei von der Leber“ geredet, so Oettinger weiter. „Meine Botschaft war es, einen Weckruf an das deutsche Publikum zu richten: wenn die Deutschen ihre politische Arbeit darauf beschränken, ihr Rentenalter zu reduzieren, ihre Renten zu erhöhen und so weiter, dann sollte niemand überrascht sein, wenn wir den globalen Kampf um die Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Das gleiche gilt für Europa als Ganzes. Wir müssen unsere Bemühungen verdoppeln und können uns nicht erlauben, ein Nickerchen auf dem Sofa zu machen. Wir müssen die richtigen Prioritäten setzen – in einer demokratischen und ausgewogenen Weise. In meiner Rede hatte ich einige Beispiele gewählt (und ich möchte mich nochmals entschuldigen, wenn meine Worte negative Gefühle verursacht haben.)

Ich habe großen Respekt für die Dynamik der chinesischen Wirtschaft – China ist ein Partner und ein harter Wettbewerber. Deshalb brauchen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen, unter denen chinesische Unternehmen europäische kaufen können und europäische Unternehmen chinesische kaufen können. Es ist wichtig, diesen Zugang auf beiden Seiten zu gewähren – und hier ich sehe hier Raum für Verbesserungen.“

Karl EU 300Die Wochenzeitung DIE ZEIT und WDR 5 sowie die Karlspreisstiftung und die Stadt Aachen laden zur Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Wert oder Wagnis? – Was bedeutet Toleranz für Europa?“ am Mittwoch, den 16. November, um 20.00 Uhr im Ludwig Forum ein. 

Freiheit, Gleichheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenwürde und der Minderheitenrechte – die Verträge der Europäischen Union formulieren grundlegende gemeinsame Werte. Aber brennender als je zuvor stellt sich heute die Frage, wie weit wir von dem Ideal „Wertegemeinschaft“ entfernt sind: Verbindet uns Europäer (immer noch) ein gemeinsamer Wertekanon? Wie haben sich diese Werte verändert und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Wert Toleranz? Kann Europa eine Kultur der Toleranz bewahren? Und wo sind die Grenzen der Toleranz?

Über diese und viele weitere Fragen diskutieren Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der Europäischen Kommission, Necla Kelek, Soziologin, Publizistin und Vorstandsmitglied von TERRE DES FEMMMES, und Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Krupa, DIE ZEIT, und Jürgen Wiebicke, WDR 5.

Der Eintritt ist frei.

WDR 5 wird diese Veranstaltung live ausstrahlen.

Im Falle Ihrer Teilnahme wird um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

English version below - click here!

Der Europäische Karlspreis für die Jugend 2017 ist ausgeschrieben. Das Preisgeld wurde anlässlich des zehnten Jubiläums auf 15.000 Euro erhöht.

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen wird auch im kommenden Jahr wieder der Europäische Jugendkarlspreis vergeben. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Karlspreisstiftung jetzt bereits zum zehnten Mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Wer kann sich bewerben?
Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder Personengruppen Projekte vorzustellen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation von Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Geldpreise in Höhe von 15.000 Euro
Aus den eingereichten Projekten werden im März 2017 in einem ersten Schritt in allen 28 Mitgliedstaaten nationale Gewinner gewählt. Aus diesen 28 Projekten wählt später eine europäische Jury den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und Drittplatzierten. Zum zehnten Jubiläum des Jugendkarlspreises wurde das Preisgeld jetzt auf insgesamt 15.000 € erhöht. Dem Hauptgewinner winken 7.500 €, die Zweit- und Drittplatzierten werden mit 5.000 € beziehungsweise 2.500 € prämiert.

Zur Preisverleihung am 23. Mai 2017 in Aachen sind Vertreter aller nationalen Gewinnerprojekte eingeladen. Im Rahmen ihres viertägigen Aufenthaltes in Aachen werden die Jugendlichen unter anderem auch an der Verleihung des traditionsreichen Internationalen Karlspreises am Christi Himmelfahrtstag teilnehmen. Zudem erwartet die drei Hauptgewinner ein Besuch im Europäischen Parlament.

Bewerbungen zum Jugendkarlspreis können ab sofort online eingereicht werden. Die notwendigen Formulare und weitere Informationen sind im Internet unter www.charlemagneyouthprize.eu verfügbar. Einsendeschluss ist der 30. Januar 2017.

_____ENGLISH VERSION_____

Launch of the 2017 European Charlemagne Youth Prize Competition

The competition for next year’s European Charlemagne Youth Prize was launched on Friday, 28 October. The prize is awarded to young people who have developed projects to foster understanding between people from different European countries. The deadline for submissions is 30 January 2017.

The Charlemagne Youth Prize is organised jointly by the European Parliament and the Foundation of the International Charlemagne Prize of Aachen and awarded each year for projects run by people aged between 16 and 30.

The winning projects should provide models for young people living in Europe and offer practical examples of Europeans living together as one community. Past winners include youth exchange programmes and artistic and internet projects with a European dimension.

Prize money of €15,000

This year the financial rewards are higher than in previous years: The three winning projects (chosen from the 28 projects nominated by national juries in the individual EU member states) will be awarded €7,500, €5,000, and €2,500 respectively. Their representatives will be invited to visit the European Parliament in Brussels or Strasbourg in the autumn.

Representatives of the 28 national winning projects will be invited to the Charlemagne Youth Prize award ceremony and the International Charlemagne Prize of Aachen award ceremony two days later during a four-day trip to Aachen in May 2017.

Contact for general queries: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

EU Flagge 2 300Die EU und Kanada haben am Sonntag, den 30. Oktober 2016, das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA unterzeichnet.

Beim 16. EU-Kanada-Gipfel unterzeichneten beide Seiten außerdem ein weiteres Abkommen über eine strategische Partnerschaft, um in außenpolitischen Bereichen wie Frieden und Sicherheit in der Welt, wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung sowie Freiheit, Sicherheit und Recht intensiver zu kooperieren.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau und dem Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk: „Heute haben die Menschen in Kanada und der Europäischen Union ein neues Kapitel ihrer Beziehungen aufgeschlagen. Für mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks eröffnen sich neue Chancen. Dies bedeutet für viele Menschen neue und bessere Arbeitsplätze.“

Durch die Abschaffung fast aller Einfuhrzölle wird CETA für die europäischen Exporteure von Industrie- und Agrarerzeugnissen Einsparungen von bis zu 500 Mio. Euro pro Jahr mit sich bringen. Das Abkommen schützt Arbeitnehmerrechte, Umweltstandards und die Verbrauchersicherheit. Europäischen Erzeugnissen mit geografischen Angaben wird auf dem kanadischen Markt ein besonderer Status eingeräumt. Alle Befugnisse der einzelnen Staaten in den Bereichen Gesetzgebung, Regulierung und Erbringung öffentlicher Dienstleistungen bleiben erhalten.

Als Richtschnur für die künftige Umsetzung des Abkommens haben beide Seiten in einer gemeinsamen rechtsverbindlichen Erklärung ihren guten Willen versichert. Ein neues öffentliches System für die Beilegung von Streitigkeiten sorgt für mehr Transparenz und dafür, dass Investoren darauf vertrauen können, dass die Regeln immer eingehalten werden. Gleichzeitig wird das Regulierungsrecht der Staaten garantiert, auch wenn es um ausländische Investitionen geht.

Durch Unterzeichnung des Abkommens über eine strategische Partnerschaft haben die EU und Kanada eine neue Phase ihrer Beziehungen eingeläutet. Mit dem Abkommen wird die Zusammenarbeit in wichtigen Politikbereichen wie Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Verteidigung, Migration, Klimawandel, Energie, Entwicklung, Forschung und Innovation vertieft.

EU Flagge 300Die Unterstützergruppe der EU für die Ukraine bestätigt dem Land deutliche Erfolge bei Reformen. In ihrem am Freitag, dem 28.10.2016, veröffentlichten Bericht, den die Unterstützergruppe (SGUA) 18 Monate nach ihrer Gründung vorlegte, werden besonders Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit festgestellt.

Der Bericht hebt auch den Umfang der Unterstützung hervor, die von der SGUA – die in den Beziehungen der EU zu einem Drittstaat beispiellos ist – geleistet wurde. Im Berichtszeitraum hat die ukrainische Regierung u.a. Institutionen zur Korruptionsbekämpfung aufgebaut und Reformen im Rechtssystem durchgeführt. Die SGUA hat die institutionellen Reformen unterstützt und begleitet.

Johannes Hahn, Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, sagte: „Aus dem Bericht über die ersten 18 Monate der Arbeit der SGUA geht hervor, dass die Ukraine bei den Reformen in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschaftsmanagement, Energie und Dezentralisierung große Fortschritte erzielt hat."

Die Unterstützergruppe für die Ukraine wurde im April 2014 von der Europäischen Kommission eingerichtet. Sie besteht aus neun thematischen Teams, die die prioritären Reformbereiche der Assoziierungsagenda widerspiegeln. Die Aufgabe der Gruppe besteht darin, die Ukraine bei den Reformen zur Umsetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU (zu dem die Einrichtung einer vertieften und umfassenden Freihandelszone gehört) zu unterstützen.

Flüchtlinge zu Fuß 300Zur Ankurbelung der Wirtschaft in Regionen Afrikas, aus denen viele Migranten stammen, und um die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, unterstützt die EU den Senegal und die Länder am Horn von Afrika.

Bei seinem Besuch im Senegal hat EU-Kommissar Neven Mimica am Dienstag vier Projekte unterzeichnet, die mit insgesamt 90 Mio. Euro über den EU-Afrika-Treuhandfonds und den Europäischen Entwicklungsfonds finanziert werden. Ihre Hilfe für die Länder am Horn von Afrika, die unter Überflutungen und Dürren leiden, stockt die EU um weitere 66,5 Mio. Euro auf.

Am 25.10.2016 erklärte der EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, zur Unterzeichnung der Projekte im Senegal: „Die EU wird die Regierung des Senegal weiterhin dabei unterstützen, den Zugang zu grundlegenden sozialen Diensten zu verbessern, die Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen und die landwirtschaftliche Entwicklung sowie die Ernährungssicherheit zu stärken. Ich bin überzeugt, dass die Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Gebieten und neue Beschäftigungsmöglichkeiten langfristig dazu beitragen werden, die Wurzeln der irregulären Migration anzugehen und Zukunftsperspektiven für die Menschen im Senegal schaffen.“

Mit den unterzeichneten Projekten bestätigt die EU ihr Engagement, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern bei der Migration zu stärken. Der Senegal ist eines von fünf Ländern der EU-Afrika-Partnerschaft zur Migration, mit denen die EU dieses Engagement umsetzt. Die vier anderen Länder sind Äthopien, Mali, Niger und Nigeria.

Über den Fonds, der die Instabilität und die Ursachen der irregulären Migration und Vertreibungen in Angriff nehmen soll, stehen bereits Hilfen in Höhe von 370 Mio. Euro für die Region am Horn von Afrika bereit.

Die EU möchte direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern reden

Sie möchten sich dazu äußern, was derzeit in der Europäischen Union geschieht, wie sie sich den wichtigsten Herausforderungen stellt und welchen Nutzen Ihnen die EU bringt? Die Mitglieder der Kommission sind gespannt, Ihre Meinung zu hören!
In der gesamten EU finden deswegen seit einiger Zeit Dialoge im Rahmen von Bürgerdialogen statt.

EU-Bürgerdialog mit Jean-Claude Juncker -
kostenlose Busfahrt von Aachen nach St. Vith in Ostbelgien

Mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger werden am Gespräch zwischen Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem Ministerpräsidenten der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch, teilnehmen. Die Teilnehmer können sich dazu äußern, wie Europa in Zukunft ihrer Ansicht nach gestaltet werden soll. Fragen aus dem gesamten Spektrum der EU-Politik können während des Dialogs angesprochen werden.
Nehmen Sie an der Debatte mit Präsident Juncker teil!

Organisation - zwei Anmeldungen notwendig

1. Alle, die gerne am Bürgerdialog in St. Vith teilnehmen möchten, müssen sich selbst online bei der DG Belgiens anmelden.

2. Wenn Sie aus dem Raum Aachen sind und von Aachen aus den kostenlosen Reisebus zur Veranstaltung nutzen wollen, so müssen Sie sich über die oben genannte Online-Anmeldung hinaus noch mit Name, Wohnort und E-Mail-Adresse beim Team vom EUROPE DIRECT Aachen anmelden.

  • Abfahrt eines kostenlosen Reisebusses:
    17:15 Uhr ab Aachen, Theaterplatz 14
  • Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Einladung (PDF)
  • Facebook-Veranstaltung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Dialog-mit-Juncker

Wir von EUROPE DIRECT werden Ihnen dann alle weiteren Details mitteilen, zudem wird ein Mitarbeiter unseres Teams die Busgruppe nach St. Vith begleiten und wieder zurückbringen.

Erasmus 300Die EU-Kommission hat am Donnerstag, den 20. Oktober 2016 den Aufruf zur Einreichung von Projekten für das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport „Erasmus+“ gestartet: 2017 stehen 2,5 Mrd. Euro zur Verfügung.

Bildungskommissar Tibor Navracsics begrüßte die Steigerung des Fördervolumens 2017 um 13 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr. „Vor seinem 30. Jubiläum im nächsten Jahr erhöht Erasmus+ das Tempo und bietet mehr Chancen für Menschen und Projekte als jemals zuvor“, sagte Navracsics.

Die Erhöhung des Budgets stellt eine Anerkennung dar für die positive Wirkung, die das Programm auf das Leben der Menschen in Europa hat. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union am 14. September die große Bedeutung von Erasmus+ hervorgehoben, da das Programm den Menschen die Möglichkeit gibt, europaweit zu reisen, zu arbeiten, zu studieren und sich weiterzubilden. Aus dem Budget 2017 wird auch der neue Europäische Solidaritätscorps eingerichtet, den der Präsident ebenfalls in seiner Rede angekündigt hatte.

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren, so sollen zwei Millionen Studierende im Ausland studieren oder sich fortbilden können, 650.000 Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende erhalten Stipendien, um im Ausland zu lernen oder zu arbeiten und 800.000 Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen, Ausbilder und Jugendbetreuer können im Ausland unterrichten oder sich fortbilden.

Das Europäische Solidaritätskorps (European Solidarity Corps, ESC) soll jungen Menschen unter 30 Jahren in Europa die Möglichkeit geben, Nichtregierungsorganisationen (NRO), lokale Behörden oder Privatunternehmen bei der Bewältigung schwieriger Situationen in der gesamten Europäischen Union zu unterstützen. Das Korps wird sich auf bestehende EU-Programme für Erwerbstätige und Freiwillige stützen, und es werden bereits vorhandene europaweite Netze in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Zivilgesellschaft mobilisiert.

 

Handel Juncker Plan 300Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich stärker für Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken einzusetzen.

Nach einer Debatte über die Handelspolitik machte die Kommission am Mittwoch, den 19. Oktober 2016, in einer Mitteilung an den Rat und das Parlament erneut auf eine dringend notwendige Reform der EU-Handelsschutzinstrumente aufmerksam.

Bereits 2013 hatte die Kommission wirksamere Maßnahmen im Kampf gegen unlautere Handelspraktiken vorgeschlagen. Allerdings konnten die Mitgliedsstaaten im Rat bisher keine Einigung erreichen. Die Kommission schlägt eine neutrale Berechnungsmethode für die staatliche Einflussnahme auf Wirtschaftsbranchen vor, ohne dabei die WTO-Regeln zu verletzen.

Ziel der EU ist es, sich weltweit als die größte Wirtschaftsregion zu behaupten und zu fairen und regelkonformen Handelspraktiken zu gelangen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte die Mitgliedstaaten auf, dem Vorschlag der Kommission zügig zuzustimmen. „Handel ist unerlässlich für unser Wirtschaftswachstum und unsere Arbeitsplätze, aber wir sollten nicht naiv sein. Unsere gegenwärtigen Regeln erweisen sich als unzureichend im Kampf gegen unfairen ausländischen Wettbewerb. In einigen EU-Industrien sind tausende Arbeitsplätze verloren gegangen. Die EU-Handelsschutzinstrumente brauchen dringend eine Aktualisierung“, sagte Juncker.

Europäischer Wettbewerb 300Kultur ist immer im Wandel, sie ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der 64. Europäische Wettbewerb 2017 schickt Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche in Europas reichen Kulturschatz und ermutigt sie, die kulturelle Vielfalt Europas selbstständig zu erforschen.

Die Sonderaufgabe fordert dazu auf, Europa aus der Perspektive neu zugewanderter Mitschüler/- innen zu betrachten. Europa, das ist für viele von uns einmal Neuland gewesen und bedeutet für alle, die ankommen etwas Anderes. Welche Ideen, Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen verbinden die Ankommenden mit Europa?

Die über die Schulen eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden zuerst in den Ländern juriert. Nur die besten Arbeiten werden dann zur Bundesjurierung weitergeleitet. Die Bundesjury vergibt etwa 600 Preise, darunter viele attraktive Geld- und Sachpreise wie Bücher, Abonnements und Spiele für die jüngeren Teilnehmer. Die älteren Preisträger werden zu spannenden Besuchsprogrammen eingeladen und bekommen so die Möglichkeit, deutsche und europäische Politik und Kultur hautnah zu erleben.
Z.B. laden der Bundestagspräsident und die Bundeskanzlerin jedes Jahr je 30 Jugendliche zu Besuchsprogrammen nach Berlin ein – sie diskutieren mit Abgeordneten und entdecken die politische und kulturelle Vielfalt der Hauptstadt.

Flüchtlingszelte 300Die Außenminister der EU sind am Montag und Dienstag in Luxemburg zusammengetroffen. In den zweitägigen Sitzungen ging es insbesondere um die Lage in Syrien, Grundsatzfragen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, Migration und Handel.

(17.10.2016) - Am ersten Tag standen die jüngsten Entwicklungen in Syrien im Zentrum der Beratungen. Außerdem stand die Globale Strategie der EU und deren Umsetzung auf der Agenda. Hierbei ging es um die wesentlichen Interessen, Werte und Grundsätze, die das außenpolitische Handeln der EU leiten sollen. Weiterhin haben die Außenminister über Maßnahmen und Prioritäten der EU-Migrationspolitik beraten und die EU-Hilfen für Tunesien erläutert.

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, hob bei ihrer Ankunft in Luxemburg den Fokus auf Syrien am ersten Tag des Außenministerrates hervor: "Ich werde den Ministern einige Vorschläge vorlegen, warum und wie die Europäische Union die Anstrengungen zur Zukunft Syriens unterstützen kann. Wir werden hierbei mit [dem UN-Sondergesandten] Staffan de Mistura zusammenarbeiten, den ich eingeladen habe, sich uns für einen Teil unserer Sitzung anzuschließen, denn die Europäische Union unterstützt die Arbeit der UN uneingeschränkt. Wir werden uns insbesondere auf die Maßnahmen fokussieren, die die Europäische Union auf der humanitären Ebene vorschlägt, vor allem in Aleppo, wo die Situation dramatisch ist, aber auch auf die politische Zukunft Syriens."

Am zweiten Tag des Außenministerrats ging es um Handelspolitik. Es wurde ein Beschluss über den Abschluss, die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens mit Kanada (CETA) erwartet. Durch das Abkommen sollen mehr als 99 Prozent der Zölle beseitigt werden, die derzeit für den Handel zwischen der EU und Kanada gelten. Die EU Außenminister haben außerdem über die Annahme einer Gemeinsame Auslegungserklärung beschlossen, die die EU zuvor mit Kanada ausgearbeitet hatte. In dieser geht es um verbindliche Auslegungen für spezifische umstrittene Sachverhalte des Abkommens, wie etwa Schadensersatzklagen vor Investitionsgerichten.

Armut 300Zum Welttag der Überwindung der Armut am Montag, den 17.10.2016 haben Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den Euro und den sozialen Dialog und Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, darauf hingewiesen, dass sich die Mitgliedstaaten zwar von der Krise erholen, Armut und soziale Ungleichheit aber auch Realität seien.

„EU-weit sind 119 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders stark haben Kinder und junge Menschen darunter zu leiden: In Europa leben 25 Millionen Kinder in Armut.
Die wirksamsten Instrumente, um Armut und soziale Ausgrenzung zu überwinden, sind Wachstum und Arbeitsplätze. Dies spiegelt sich von Anfang an in den Prioritäten dieser Kommission wider: Wir haben die Investitionsoffensive für Europa auf den Weg gebracht und ein sozialeres Europa in den Mittelpunkt unserer Agenda gestellt.

Die Kommission hat verschiedene konkrete Initiativen vorgelegt und wird dies auch weiterhin tun. So konnten bereits 9 Millionen junge Bürgerinnen und Bürger die Jugendgarantie in Anspruch nehmen, und gerade erst haben wir das Budget um 2 Milliarden Euro aufgestockt, damit die Garantie weiteren 2 Millionen jungen Menschen zugutekommt. Beim Europäischen Sozialfonds reservieren wir mindestens 20 Prozent der Mittel für Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, und auch im Europäischen Semester rückt die Kommission soziale Prioritäten immer stärker in den Vordergrund. Die Errichtung einer europäischen Säule sozialer Rechte wird ebenfalls dazu beitragen, dass wir unserem Ziel der sozialen Gerechtigkeit durch weitere konkrete Maßnahmen näherkommen.

Durch den Wandel der Arbeitswelt und unserer Gesellschaften entstehen viele Herausforderungen, die wir durch gemeinsames Handeln in Chancen verwandeln müssen. Die Kommission, die Mitgliedstaaten, die Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen und andere Interessenträger haben den gemeinsamen Auftrag, auf ein Europa hinzuarbeiten, in dem niemand auf der Strecke bleibt."

Der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut wird jährlich weltweit am 17. Oktober begangen. Alles begann am 17. Oktober 1987, als sich mehr als einhunderttausend Menschen am Trocadéro in Paris versammelten – dem Ort, an dem 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen unterzeichnet worden war – um den Opfern extremer Armut, extremer Gewalt und extremen Hungers die Ehre zu erweisen.

Mit der am 22. Dezember 1992 verabschiedeten Resolution 47/196 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut und rief alle Staaten dazu auf, den Gedenktag konkreten Aktivitäten zur Bekämpfung von Armut und Elend zu widmen. Auch zwischen- und nichtstaatliche Organisationen wurden aufgefordert, die Regierungen der Länder bei Ihren Bemühungen zu unterstützen.

Nachdem der Anteil der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, zwischen den Jahren 2009 und 2012 dreimal in Folge gestiegen war und fast 25 Prozent erreicht hatte, ist er seither stetig gesunken und auf das Niveau von 2008 (23,7 Prozent) zurückgekehrt.
Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Strategie Europa 2020. 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben.

 

EU Karte aus Steine 300Novi Sad in Serbien wird 2021 Europäische Kulturhauptstadt und ist damit die erste Kulturhauptstadt eines Beitrittslandes. Die EU-Kommission ist mit der Wahl dem Vorschlag eines unabhängigen Expertengremiums gefolgt. Bildungskommissar Tibor Navracsics begrüßte die Wahl.

Die Öffnung des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt für die Länder, die der EU beitreten wollen, biete die Möglichkeit, diese Länder näher an die EU heranzuführen und die kulturellen Bindungen mit der EU zu stärken. „Ich gratuliere Novi Sad zu der erfolgreichen Bewerbung. Ich bin zuversichtlich, dass Novi Sad seinen europäischen und weltweiten Besuchern die Möglichkeit geben wird, die Stadt und ihre kulturellen Reichtümer zu entdecken, aber auch die Vielfalt der europäischen Kulturen und unsere gemeinsamen Werte zu würdigen.“

(14.10.2016) - Der Wettbewerb um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt in einem Beitrittskandidatenland wurde von der Kommission im Dezember 2014 gestartet. Er stand für Städte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien offen.

Mit dem Programm Kulturhauptstädte Europas sollen die kulturelle Vielfalt in Europa, die Gemeinsamkeiten europäischer Kulturen und das Gefühl der gemeinsamen europäischen Zugehörigkeit gefördert werden. Die Initiative wird durch das europäische Kulturförderprogramm Kreatives Europa unterstützt – für jede Kulturhauptstadt Europas sind 1,5 Mio. Euro aus dem Programm Kreatives Europa vorgesehen, die im Rahmen des „Melina Mercouri Preises“ an die ausgewählte Städte verliehen werden können.

Das Programm wurde 1985 unter dem Namen Kulturstadt Europas auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen und erfreut sich großer Beliebtheit. Seit dem Beginn des Programms wurde jährlich mindestens eine europäische Stadt zur Kulturhauptstadt Europas ernannt - Deutschland hat sich bis mit Berlin (1988), Weimar (1999) und mit der Region „Essen für das Ruhrgebiet“ (2010) an der Initiative beteiligt. Deutschland ist erneut im Jahr 2025 an der Reihe.

In einem Vorauswahlverfahren prüft ein Ausschuss aus unabhängigen Sachverständigen aus dem kulturellen Bereich die eingereichten Vorschläge anhand eines vorab festgelegten Kriterienkatalogs. Der Ausschuss einigt sich auf eine Auswahlliste von Städten, die dann aufgefordert werden, detailliertere Bewerbungen einzureichen.
Anschließend tritt der Ausschuss erneut zusammen, um die endgültigen Bewerbungen zu bewerten, und schlägt eine Stadt für jedes ausrichtende Land für die Ernennung vor. Die vorgeschlagene Stadt wird dann formell zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.

Flaggen vor EU Kommission 300Die EU-Kommission will die Betroffenen der Überschwemmungen in Bayern im Frühjahr 2016 finanziell unterstützen. Dazu sollen Hilfsmittel in Höhe von 31,5 Mio. Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union bereitgestellt werden.

Die EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Corina Creţu, sagte hierzu: „Diese finanzielle Unterstützung wird der deutschen Bevölkerung helfen, die unter den weitläufigen Überschwemmungen in diesem Frühjahr zu leiden hatte. Dies ist EU-Solidarität in Aktion.“

Am Freitag, den 14.10.2016 wurde festgelegt, dass die vorgeschlagene Hilfe aus dem EU-Solidaritätsfonds (EUSF) in Höhe von 31,5 Mio. Euro für die Wiederherstellung wichtiger Infrastruktur sowie zur Deckung der Kosten für die Hilfsmaßnahmen und einen Teil der Aufräum- und Reinigungsarbeiten verwendet werden soll.

Die vorgeschlagene Unterstützung muss jetzt noch vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt werden.

Starke Regenfälle ließen im Mai und Juni 2016 in Niederbayern die Flüsse über die Ufer treten und führten zur Überflutung mehrerer Dörfer. Die Folge waren Schäden an öffentlicher Infrastruktur, an öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern, bei Unternehmen und in der Landwirtschaft.

Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union wurde eingerichtet, um Mitgliedstaaten und Beitrittsländer nach Naturkatastrophen auf nationaler oder auf regionaler Ebene finanziell zu unterstützen. Eingerichtet wurde der Fonds nach den schweren Überflutungen in Mitteleuropa im Sommer 2002.
Die jährliche Mittelzuweisung an den Solidaritätsfonds der Europäischen Union für das Jahr 2016 beträgt 552 Mio. Euro. Rechnet man die nicht in Anspruch genommenen Mittel aus dem Vorjahr hinzu, so verfügt der Solidaritätsfonds für 2016 insgesamt über mehr als 1 Mrd. Euro.

An Deutschland wurden aus dem Fonds seit seiner Einrichtung im Jahr 2002 insgesamt 971,4 Mio. EUR ausbezahlt.


Waage 300Die neuen Regeln über die Gewährung von Prozesskostenhilfe in Strafverfahren haben mit der Verabschiedung vom Donnerstag, den 13.10.2016 im Ministerrat die letzte Hürde genommen.

Der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans erklärte dazu: „Jeder, der in ein Strafverfahren verwickelt ist, hat das Recht auf Verteidigung und auf einen bezahlbaren Anwalt. Genau das ist gemeint, wenn von Rechtsstaatlichkeit die Rede ist. Die heutigen Regeln werden diesem Recht unionsweit Geltung verschaffen.“

Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie binnen 30 Monaten nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Union in innerstaatliches Recht umsetzen. Die neuen Rechte gelten ab Mai 2019.

Die neue Richtlinie enthält folgende Garantien:

  • Rasche Bereitstellung von Prozesskostenhilfe
    Prozesskostenhilfe wird spätestens vor einer Befragung insbesondere durch die Polizei bzw. vor bestimmten Ermittlungs- oder Beweiserhebungshandlungen gewährt.
     Klare Kriterien für die Gewährung von Prozesskostenhilfe:
    Die Mitgliedstaaten befinden über den Anspruch auf Prozesskostenhilfe anhand folgender Prüfungen: einer Bedürftigkeitsprüfung (Einkommen und Vermögen des Betroffenen) und/oder einer Begründetheitsprüfung (ob die Prozesskostenhilfe notwendig ist, um angesichts der Fallumstände den Zugang zur Justiz zu garantieren). Für diese Prüfungen enthält die Richtlinie klare Vorgaben.
  • Prozesskostenhilfe in Verfahren zur Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls:
    Auch in Verfahren zur Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls sieht die Richtlinie einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe vor. Dieses Recht gilt sowohl in dem Mitgliedstaat, der einen solchen Haftbefehl vollstreckt, als auch – bei strafrechtlichen Ermittlungen – in dem Mitgliedstaat, in dem er ausgestellt wurde.
  • Bessere Bewilligungsverfahren:
    Die Richtlinie gewährleistet, dass über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe bedachtsamer entschieden wird und Antragstellern schriftlich die Gründe mitgeteilt werden, wenn ihr Antrag ganz oder teilweise abgelehnt wird. Sie enthält auch Regeln zur Qualitätssicherung und zur Schulung der Personen, die über den Anspruch auf Prozesskostenhilfe entscheiden, sowie zur Schulung der einschlägig tätigen Anwälte. Bei Verstößen gegen die aus dieser Richtlinie erwachsenden Rechte müssen wirksame Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse einer unabhängigen Bewertung der von der EU im Zeitraum 2007-2013 getätigten Investitionen sowie Länderberichte für alle EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht.

EU fördert Jobs 300Über die EU-Struktur- und Investitionsfonds entstanden in Deutschland zwischen 2007 und 2013 über 108.000 neue Jobs, davon ca. 45.000 in kleinen und mittleren Unternehmen und 5.400 im Bereich Forschung. 8.294 Forschungsprojekte und 750 Start-up-Firmen erhielten Unterstützung.

Insgesamt wurden in der EU mit Hilfe der Struktur- und Investitionsfonds eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Bilanz zeigt, dass die Kohäsionspolitik der EU der Wirtschaft in allen EU-Mitgliedstaaten zugute kam und Unterstützung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bot. Investiert wurde in knapp 400.000 kleine und mittlere Unternehmen und Start-up-Unternehmen.

Zu den besten Erfolgsbeispielen in den Mitgliedstaaten gehören:
• mehr als 100 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland
• 21 000 geförderte Start-up-Unternehmen in Schweden
• Förderung von rund 3900 Forschungsprojekten in Ungarn
• Ausbau von 630 km Straßen, vor allem des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V), in Lettland.

Bei der Umsetzung der Programme im Zeitraum 2014-2020 versucht die Europäische Kommission angesichts neuer Herausforderungen in den Städten wie beispielsweise der Integration von Migranten verstärkt, Interessenträger von dort (lokale Behörden, NRO oder Geschäftspartner) in die Gestaltung der EU-Städtepolitik einzubinden, zum Beispiel durch Partnerschaften im Rahmen der EU-Städteagenda oder durch den direkten Dialog mit den Stadtverwaltungen.

Vortrag: Ist Europa noch zu retten?

EU Flagge 300Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Eupen lädt am Dienstag, den 8. November 2016 zu dem Vortrag "Ist Europa noch zu retten?" ein.

Dazu wird der ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer im Plenarsaal des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen referieren. Wimmer war von 1976 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, sowie von 1988 bis 1992 parlamentarischer Staatssekretär.

Willy Wimmer ist – seit er sich 2009 nicht mehr zur Wahl stellte – in manchen Punkten auf Distanz zur deutschen Bundeskanzlerin gegangen. Das verleiht seiner Sicht auf die Dinge Originalität und regt zur Diskussion an. Dabei schöpft der mehrfache Buchautor aus seinem großen politischen Erfahrungsschatz, der sich in mehreren Publikationen (u.a. zum Ersten Weltkrieg und seinen Folgen oder zum Verhältnis
zwischen dem Westen und Russland) niedergeschlagen hat.

Infos und Anmeldungen unter +32 87 31 84 00 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Platz des Parlaments 1
B-4700 Eupen