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EU Meldungen 2 webAktuelle Informationen aus der EU-Politik und dem EU-Verbraucherschutz

Hier erhalten Sie von unserem Team neueste Meldungen über wichtige Themen der EU-Politik.
Was passiert gerade bei den EU-Institutionen in Brüssel, Straßburg oder Luxemburg?

Zudem informieren wir über Verbraucherschutzfragen und Bürgerrechte in der EU sowie Wettbewerbe und Aufrufe mit EU-Bezug.

Sie wollen keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

10-01-08-Kulturhauptstadt_EssenEröffnung der europäischen Kulturhauptstadt in Essen

Am Samstag, dem 09.01.10 findet der Festakt zur Eröffnung der europäischen Kulturhauptstadt in Essen statt.

Dort soll das Bild des Wandels im Mittelpunkt stehen. Früher Koks und Stahl, heute Kultur, Architektur und Medienwirtschaft. Aus diesem Grund sollen die Festlichkeiten direkt vor den Industriebauten des Unesco-Weltkulturerbes stattfinden. Ein von Meterologen befürchtetes Schneechaos könnte diesen Plänen allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.

55 Symphoniker wollen gemeinsam mit Herbert Grönemeyer die Ruhr Hymne "Komm zur Ruhr" anstimmen. Die bevorstehende Kälte könnte das Stimmen der Geigen jedoch zum Problem machen.

Geplant ist allerdings weitaus mehr. Über 1700 Künstler sollen bei dem zweitägigen Volksfest auftreten. Außerdem kann man sich im neuen Ruhrmuseum, das am Samstag offiziell eröffnet, über die Geschichte des Ruhrgebiets informieren. Erwartet werden bis zu 100000 Besucher.

10-01-08_WindradNordseeanrainer planen Ökostrom-Netz

Deutschland und acht weitere europäische Länder wollen gemeinsam an der Nordseeküste ein auf Windenergie basierendes Stromnetz aufbauen. Das Milliardenschwere Projekt steht bislang allerdings noch in der Anfangsphase. Es könnte ein 6000 Kilometer langes Netz entstehen, dessen Bau bis zu 30 Milliarden Euro kostet und zehn Jahre lang dauern könnte.

Mit dem Projekt verbinden sich große Hoffnungen. Die schwankenden Strommengen einzelner anderer Ökostrom-Projekte könnten ausgeglichen werden. Überall in der Nordsee werden zurzeit große Windparks gebaut. So speist auch der deutsche Windpark alpha ventus seit August vergangenen Jahres Strom in das deutsche Netz ein. 50000 Haushalte sollen auf diese Weise mit Strom versorgt werden können.

Die Hochspannungskabel des geplanten Ökostromnetzes könnten die Windparks vor der deutschen und der britischen Küste unter anderem mit Kraftwerken in Norwegen und Solar- und Windanlagen auf dem europäischen Festland verbinden.

Bis Mitte November waren bereits 22 Offshore-Windparks genehmigt worden, 19 davon in der Nordsee und 3 in der Ostsee. Die EU-Kommission hatte erst kürzlich 1,5 Milliarden Euro unter anderem zur Förderung der Windkraft auf See zur Verfügung gestellt.

In naher Zukunft wollen sich die beteiligten Staaten treffen, um die Umsetzung des Projekts zu beraten. Noch in diesem Jahr soll die Absichtserklärung unterschrieben werden.

Bereits bis zu 16 Prozent des deutschen Stromverbrauchs werden durch erneuerbare Energien abgedeckt. Die Windenergie liegt dabei auf Platz eins.

Bio-LogoBio-LogoKommission startet Online-Abstimmung über das neue Bio-Logo der EU

Ab heute fordert die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission alle Europäer auf, im Wettbewerb um das beste EU-Bio-Logo mitzuentscheiden. Mit dem neuen Logo sollen der Verbraucherschutz verbessert und der biologische Landbau gefördert werden. Im Gegensatz zu dem derzeitigen Logo wird das Gewinnerlogo verpflichtend sein für alle vorverpackten biologischen Erzeugnisse, die aus den 27 Mitgliedstaaten stammen und die Kennzeichnungsnormen erfüllen.

„Durch diese Online-Abstimmung möchte die Europäische Kommission sicherstellen, dass das neue Logo so viele Menschen wie möglich anspricht. Gleichzeitig trägt die öffentliche Auswahl zu dem größeren Ziel bei, die Menschen für die Bedeutung des biologischen Landbausektors zu sensibilisieren", erklärte Mariann Fischer Boel, Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.

Das neue Logo soll die EU sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Grenzen repräsentieren. Es sollte leicht erkennbar und mit der EU und dem biologischen Landbau assoziierbar sein, ohne Worte oder Buchstaben zu enthalten.

Diese schwierige Aufgabe hat die Europäische Kommission im Rahmen des Wettbewerbs für ein Bio-Logo zwischen April und Juni 2009 Design- und Kunststudenten aus ganz Europa gestellt. Insgesamt 3 422 zukünftige Designer haben ihre innovativen Vorschläge eingereicht. Nach Einsendeschluss hat eine international besetzte Jury die drei Wettbewerbsbeiträge ausgewählt, die am Finale teilnehmen werden.

10-08-01_EU_gegen_StromfresserNeue Verordnung für "Stand-By-Betrieb" tritt in Kraft

Ab heute gilt EU-weit die so genannte “Stand-by-Verordnung” für Haushalts- und Bürogeräte. Künftig dürfen auf dem EU-Markt verkaufte Geräte im Stand-by-Betrieb nicht mehr als zwei Watt elektrischer Leistung ziehen. Die neuen Regeln sollen den Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb in der EU bis 2020 um fast 75 Prozent reduzieren.

Die Verordnung wurde auf Grundlage der Ökodesign-Richtlinie erlassen.In der Rahmenrichtlinie werden die Prinzipien, Bedingungen und Kriterien für die Festlegung ökologischer Anforderungen an energiebetriebene Produkte festgelegt.

Die Richtlinie gilt in erster Linie für die folgenden Produktgruppen:

  • Heiz- und Warmwasserbereitungsgeräte,
  • Elektromotoren,
  • Beleuchtung in privaten Haushalten und im Dienstleistungssektor,
  • Haushaltsgeräte,
  • Bürogeräte in privaten Haushalten und im Dienstleistungssektor,
  • Unterhaltungselektronik,
  • Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.

Die Ökodesign-Richtlinie definiert umweltgerechte Gestaltung folgendermaßen: "die Berücksichtigung von Umwelterfordernissen bei der Produktgestaltung mit dem Ziel, die Umweltverträglichkeit energiebetriebener Produkte in deren gesamten Lebenszyklus zu verbessern".

10-01-04-CouvenSchüler des Tampines Junior College aus Singapur zu Gast im Couven-Gymnasium

Ein internationales Projekt zwischen dem Couven-Gymnasium Aachen und dem Tampines Junior College in Singapur fand vom 3. bis 8. Dezember 2009 seinen vorläufigen Abschluss. Eine Gruppe von 12 Schülerinnen und Schülern kam nach Aachen. Im Auftrag der EU sollten sie sich mit einigen zentralen globalen Themen auseinandersetzen und durch gemeinsame Arbeit mit deutschen Schülern die Problematik und Lösungsmöglichkeiten in Asien und in Europa miteinander vergleichen. Sie werden in Singapur über die Ergebnisse dieser Recherche und die Zusammenarbeit berichten und sollen so an der Bildung eines entsprechenden Problembewusstseins mitwirken.

Der Sozialwissenschaftskurs aus der Jahrgangsstufe 11 und Schülerinnen und Schüler aus dem bilingualen Erdkundekurs aus Aachen beschäftigten sich zusammen mit den Gästen eingehend mit den Themenbereichen "Human Trafficking“ (Kinderhandel und Zwangsprostitution), "Livable Cities“ (Lebensqualität von Städten) und "Water Security“ (sichere Wasserversorgung). Das Ergebnis dieser intensiven Arbeit wurde vor der gesamten Jahrgangsstufe 11 und geladenen auf Englisch präsentiert.

In einigen Monaten wird diese Schülergruppe vom Tampines Junior College ihre Eindrücke von Brüssel und Aachen und vor allem von ihrer Zeit am Couven-Gymnasium, zusammen mit der Präsentation, die sie gemeinsam mit Couven-Schülern erstellt haben, in Singapur einem größeren Kreis vorstellen.

(Quelle: Gabriele Metz-Klein und Andrea Genten, Projektkoordinatorinnen)

Festakt zu 60 Jahren Internationaler Karlspreis

Bundespräsident Horst Köhler hat die Regierungen der EU-Staaten zu einer bürgernahen Europapolitik aufgerufen. Beim Festakt zum 60. Jahrestag der Karlspreis-Proklamation sagte Köhler am Sonntag im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses, die europäische Politik solle "aufwachen und sich auf Prioritäten besinnen".
Der Kontinent müsse "entschlossen und wirksam mitarbeiten an den großen Menschheitsaufgaben". Bisher beschäftige sich Europa "zu stark mit Nebensächlichkeiten", kritisierte der Bundespräsident.

Köhler lobte die "Idee eines Europas der Bürger", das der Karlspreis seit 60 Jahren propagiere. Nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags müsse diesen Bürgern gezeigt werden, dass Europa ihnen diene: "Zu oft erleben sie heute das institutionelle Europa vor allem als Ärgernis."

Der Karlspreis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Erster Preisträger war 1950 der Begründer der Paneuropa-Idee, Richard Graf Coudenhove-Kalergi. Später bekamen den Karlspreis auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954), der damalige US-Präsident Bill Clinton (2000) und als neue europäische Währung der Euro (2002). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielt im vergangenen Jahr als vierte Frau den renommierten Preis. Preisträger dieses Jahres ist der italienische Historiker Andrea Riccardi.

Das ausdrückliche Lob von Horst Köhler galt der Gründung des Jugendkarlspreises, was aber leider nichts an der Tatsache ändere, dass dem eigentlichen Karlspreis die Beteiligung junger Menschen fehle.

Schwacher Kompromiss in Kopenhagen: nur Minimalkonsens

Nach elf Tagen und vielen Nächten geht der Weltklimagipfel zu Ende. Angestrebt war ein rechtlich verbindliches Abkommen. Herausgekommen ist eine politische Erklärung.

Der Weltklimagipfel in Kopenhagen hat sich auf einen kleinen Konsens geeinigt. Die Konferenz beschloss, die am Vorabend von Staats- und Regierungschefs ausgehandelte politische Erklärung zumindest zur Kenntnis zu nehmen. Nach einer chaotischen Nachtsitzung verzichteten die Delegierten darauf, wie sonst üblich über alle Punkte einzeln abzustimmen. Dem neuen Beschlussvorschlag stimmten am späten Freitagabend die USA, China, die EU, Indien und Südafrika zu. Die Entwicklungsländer sprachen sich gegen den Kompromiss aus. Damit könne sie in den UNO-Prozess aufgenommen werden, sagte der Sprecher des UNO-Klimasekretariats, John Hay.

Der weltweite Ausstoß klimaschädigender Gase muss drastisch gesenkt werden. Die Emissionen sollen soweit gedrosselt werden, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius beschränkt bleibt. Gänzlich fallen gelassen wurde - gegenüber einem früheren Entwurf - das Ziel, denTreibhausgasausstoßes um 50 Prozent von 1990 bis 2050 zu reduzieren. Weiterhin sollen sich die Industrieländer aber dazu verpflichten, noch vor dem 1. Februar 2010 Treibhausgasziele für das Jahr 2020 vorzulegen.

Die Industrieländer geben "neue und zusätzliche" Klimahilfen, zusammen insgesamt 30 Milliarden Dollar für 2010 bis 2012 "aus verschiedenen Quellen". Sie setzen sich außerdem das Ziel, ab 2020 rund 100 Milliarden Dollar für die umweltfreundliche Entwicklung ärmerer Länder bereitzustellen. Die Schwellenländer müssen "Vorkehrungen" für "internationale Beratungen und Analysen" ihrer Klimapolitik treffen. Klar definierte Richtlinien müssten aber sicherstellen, dass die "nationale Souveränität respektiert" wird.

Europaparlament ist sehr enttäuscht

Die Delegation des Europäischen Parlaments ist über das Ergebnis in Kopenhagen sehr enttäuscht. Sowohl das Ergebnis als auch die Prozedur zeigten die dringende Notwendigkeit einer Reform der UNO-Arbeitsweise.

Der Präsident des EU-Parlaments Jerzy Buzek, der am Freitag bei den Verhandlungen in Kopenhagen dabei war, stellte dennoch fest: "Kopenhagen wird nur ein erster Schritt sein. Wir müssen lernen, wie man den Verhandlungsprozess verbessern kann. Es gibt einige positive Elemente bei der Vereinbarung, aber die EU sollte weiterhin Druck auf den Rest der Welt ausüben, um später ein ehrgeizigeres Abkommen zu erreichen."

Weniger Fleisch essen für Klimaschutz

Die wenigsten Europäer bringen ihren Fleischkonsum mit den Gefahren des Klimawandels in Verbindung. Ex-Beatle Paul McCartney kam deshalb am 3. Dezember 2009 ins Europaparlament, um für fleischfreie Tage zu werben.

"Verzichtet auf Fleisch und schützt so unseren Planeten", appelliert der überzeugte Vegetarier McCartney an seine Zuhörer. Hierbei zitiert er einen UN-Bericht, demzufolge die weltweite Viehzucht mehr schädliche Treibhausgase produziert als der gesamte Transportsektor. Mit einem verantwortungsvollen Essverhalten - beispielsweise einem fleischfreien Tag pro Woche - könnten die Menschen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, erklärt McCartney, der auf dem Podium von Rajendra Pachauri unterstützt wird. Pachauri gehört einer Gruppe Wissenschaftler im "Intergovernmental Panel on Climate Change" an, die im Jahr 2007 den Friedensnnobelpreis erhalten haben.

"Less meat, less heat" – weniger Fleisch, weniger globale Erwärmung

18 Prozent aller Treibhausgase entstammen nach McCartneys Angaben der Fleisch-Produktion, etwa durch den Methan-Ausstoß von Rindern. Statistiken zufolge konsumiert der durchschnittliche britische Mann rund ein Kilo Fleisch pro Woche. "Um diese Menge zu produzieren, braucht man acht Kilo Mais", bemängelte McCartney. Es könne nicht angehen, dass weltweit eine Milliarde Menschen hungerten, während ein Drittel des weltweit angebauten Getreides und sogar neunzig Prozent aller Sojapflanzen an Zuchtvieh verfüttert würden.

Fleischfreier Tag in Gent und São Paulo

Nach längeren Diskussionen im Stadtrat hat das belgische Gent als erste Stadt der Welt einen fleischfreien Wochentag eingeführt. Seit diesem Sommer ist dem Klima zuliebe jeden Donnerstag das Hauptgericht in allen öffentlichen Kantinen und Schulmensen vegetarisch, an allen anderen Tagen gibt es zusätzlich vegetarische Alternativen. Die Stadtverwaltung unterstützt die Kampagne offiziell mit Personal und Finanzen, etwa hundert Gastwirte beteiligen sich freiwillig. Zwei weitere belgische Städte haben sich bereits angeschlossen, und seit Anfang Oktober gibt es auch in Brasiliens Metropole São Paulo einen fleischfreien Tag.

Busfahrt zum Tanz- und Theaterfestival nach LüttichArnold-Jerock

Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen organisiert am 27.01.2010 eine Busfahrt nach Lüttich zum Tanz- und Theaterfestival "Pays de danse". Der bekannte Choreograf Thierry Smits eröffnet mit „To the ones I love“ im Théâtre de la Place dieses bekannte Tanzfestival. In „To the ones I love“ bewegen sich neun afrikanische Tänzer frei zu der Musik von Johann Sebastian Bach. Der Choreograf bietet dem Zuschauer eine Aufführung in einzigartigen Farben für Augen und Ohren.

  • Treffpunkt: 27.01.2010 um 18.45 Uhr an der Einfahrt des Ludwig Forums für Internationale Kunst (Jülicher Straße)
  • Kosten: 16 Euro
  • Rückfahrt: gegen 21.50 Uhr
  • Anmeldung noch bis einschließlich 18.01.2010 möglich
  • Anmeldung bei Stefanie Gerhards, Telefon 0241 / 432-4944 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Europäisches Wissenschaftsparlament zum Thema Wasser

Das 2. Europäische Wissenschaftsparlament (EWP) beschäftigt sich mit dem Thema Wasser als große technische, gesellschaftliche und politische Herausforderung für Europa und die Welt. Derzeit diskutieren über 1.500 registrierte User aus ganz Europa in den Internetforen des EWP, um Fragen, Lösungen und Ideen zum Thema auszutauschen. Die Projektsprache ist dabei Englisch.

Als Unterstützung dazu veröffentlichte das EWP heute eine beim Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen in Auftrag gegebene Basisstudie, die einen guten Überblick über wissenschaftliche Aspekte zum Thema Wasser gibt.

Jetzt mitmachen!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, in den Foren mitzudiskutieren! Angesprochen sind sowohl Laien (Schüler, interessierte Bürger) als auch Experten (Studierende, Wissenschaftler, Vertreter von Umweltorganisationen oder Unternehmen usw.). Wer in den Foren mitmacht, hat die Chance, zur internationalen EWP-Konferenz am 24. und 25. März 2010 eingeladen zu werden, die in Aachen durchgeführt wird.

Video über die EWP-Tagung im Jahr 2008

EU-Informationsmaterial jetzt auch in der Infostelle der Route Charlemagne

Im EUROPE DIRECT Informationisbüro im 1. OG des Haus Löwenstein am Marktplatz von Aachen sind zu den Beratungszeiten (Mo. bis Fr. von 9 bis 13 Uhr) über 80 verschiedene EU-Informationsmaterialien kostenlos erhältlich.

Darüber hinaus präsentiert EUROPE DIRECT Aachen seit heute wieder eine Auswahl von ca. 20 aktuellen Materialien im Erdgeschoss des Haus Löwenstein (siehe Foto). In der Infostelle der Route Charlemagne, die jeden Tag - auch am Wochenende - von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, finden Besucher und Interessenten stets die wichtigsten Materialien zum Mitnehmen. Feedback und Wünsche sind willkommen!

Im Rahmen der Route Charlemagne wird das Grashaus die Themenstation "Europa" beherbergen. Einrichtungen wie EUROPE DIRECT Aachen bringen Informationen zum Aufbau der EU und Zukunftsfragen europäischer Politik in einer globalisierten Welt ins Spiel. Schauen Sie doch mal in der Infostelle der Route Charlemagne und bei unserem Infomaterial vorbei!

Vertrag von Lissabon – welche Neuerungen bringt er?

Mehr Effizienz, Demokratie und Transparenz – Bürger und Parlament erhalten ein größeres Mitspracherecht.

Heute tritt er endlich in Kraft: Der Vertrag von Lissabon sorgt mit tief greifenden institutionellen Änderungen für eine effizientere Entscheidungsfindung und ein geschlosseneres Auftreten der EU nach außen.

Wichtigste Neuerungen: Die Abstimmungsgewichte zwischen den Mitgliedsländern werden neu verteilt. Das Vetorecht einzelner Länder wird in vielen Bereichen abgeschafft. Die Zuständigkeiten der Kommission werden erweitert, und das Parlament erhält ein stärkeres Mitspracherecht im Rechtsetzungsprozess.

Die Bürger erhalten mit einem neuen Petitionsverfahren die Möglichkeit, direkten Einfluss auf die EU-Politik zu nehmen. Die Charta der Menschenrechte ist nun rechtlich bindend.

Kommissionspräsident Barroso brachte die Vorzüge des neuen Vertrags auf den Punkt: „Der Vertrag von Lissabon rückt die Bürger in den Mittelpunkt des europäischen Projekts. Jetzt verfügen wir über eine stabile Grundlage und können unsere ganze Energie auf die Dinge richten, die den Europäern wirklich wichtig sind.“

Mit dem heutigen Tag endet das jahrelange Ringen um interne Veränderungen, die seit der großen Osterweiterung im Jahr 2004 unumgänglich geworden waren. Der Vertrag von Lissabon ändert die Verträge von Rom und Maastricht ab und verleiht der EU den rechtlichen Rahmen und die Instrumente, die erforderlich sind, um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Erst kürzlich hatten die letzten „Nachzügler“ den Vertrag ratifiziert und damit den Weg für eine Reform der EU freigemacht. Im Oktober gaben die irischen Wähler in einem zweiten Referendum ein positives Votum ab. Der tschechische Präsident gab daraufhin seinen Widerstand auf und ratifizierte den Vertrag.

Ende November kamen die Staats- und Regierungschefs zusammen, um zwei mit dem Vertrag neu geschaffene wichtige Ämter zu besetzen. Die Wahl fiel auf den belgischen Premierminister Herman Van Rompuy, der die EU als erster Präsident vertreten wird, sowie auf Catherine Ashton, die künftig als Chefin der Außenpolitik fungieren wird.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Neues Spitzenduo für die EU

Die 27 Mitgliedsstaaten haben sich auf ein neues Spitzenduo geeinigt: Der belgische Ministerpräsident Herman van Rompuy wird neuer EU-Ratspräsident und Catherine Ashton, britische Politikerin, soll das Amt des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherhheitsploitik übernehmen.

Die Entscheidungen fielen schon zu Beginn des Sondergipfels in Brüssel am 19.11.2009. Der amtierende EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt, der zugleich schwedischer Regierungschef ist, zeigte sich erfreut über das neue Führungsteam. Auch der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die einstimmigen Entscheidungen der Staats- und Regierungschefs über die beiden neuen Spitzenposten in der Europäischen Union begrüßt. Für diese Führungsposten hätte es keine bessere Wahl geben können, erklärte Barroso. Er werde loyal mit dem ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates zusammenarbeiten.

Arbeiten bei der EU - Aber wie?!

Sie möchten gerne bei der EU arbeiten und stellen sich Fragen wie

  • Wo finde ich die Stellenausschreibungen?
  • Wie und wo bewerbe ich mich?
  • Was bezahlt die EU?
  • Wie kann ich ein Praktikum bei den EU-Institutionen machen?
  • Was ist das Europäische Amt für Personalfragen?
  • Wie kann ich ein Praktikum bei anderen Institutionen in Brüssel machen, d.h. bei den Ständigen Vertretungen, den Landesvertretungen, den Verbänden etc.?

Der kostenlose Vortrag beantwortet diese und weitere berufsbezogene Fragen in Richtung einer "Laufbahn Europa".

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich für die Veranstaltung am

  • Dienstag 17.11.2009, 19 Uhr
  • Haus Löwenstein, Aachen (Markt 39),
  • Sitzungssaal (2. OG rechts).

Als Referent steht Christian Gast zur Verfügung. Er ist bei der Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) im Wissenschaftszentrum Bonn tätig. Die KoWi unterstützt Forscher in Deutschland bei der erfolgreichen Beteiligung am EUForschungsrahmenprogramm und unterhält Büros in Brüssel und Bonn.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


sidbanner-ecyp2010-adagio-deWettbewerb zur aktiven Mitgestaltung Europas

Unmittelbar vor der Verleihung des renommierten Internationalen Karlspreises zu Aachen wird im kommenden Jahr bereits zum dritten Mal der Europäische Jugendkarlspreis vergeben werden. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Der ab dem heute laufende Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder vorzugsweise als Personengruppen Projekte vorzustellen, die

  • zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen,
  • die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls europäischer Identität und Integration fördern,
  • als Vorbild für Jugendliche in Europa dienen und praktische Beispiele dafür liefern, wie die Europäer als eine Gemeinschaft zusammenleben.

Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation verschiedener Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Die Bewerbungen können ab sofort an die Informationsbüros des Europäischen Parlaments in den Mitgliedsländern gerichtet werden. Bewerbungsschluss ist der 22. Januar 2010.

Die letzte Hürde ist genommen: Der Tschechische Präsident Vaclav Klaus hat unterschrieben!

Mit der Unterschrift von Vaclav Klaus hat Tschechien heute als letztes der 27 Mitgliedsländer der EU den Reform-Vertrag angenommen. Zuvor hatte das Verfassungsgericht in Brünn eine Klage gegen den Vertrag abgewiesen. Jetzt will die Regierung in Prag die Ratifizierungsurkunde Ende kommender Woche in Rom hinterlegen. Damit kann der Vertrag zum 1. Dezember in Kraft treten.

Der Vertrag von Lissabon wird die Institutionen der EU und ihre Arbeitsweise modernisieren. Außerdem soll die Demokratie und Transparenz der Union gestärkt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ausstellung: Kampf gegen den KlimawandelKampf gegen den Klimawandel

Die EU erzeugt 14% der weltweiten Treibhausgasemissionen - sie kann daher das Klimaproblem nicht im Alleingang lösen. Industrie- und Entwicklungsländer müssen gemeinsam ein neues UN-Klimaabkommen beim Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember auf den Weg bringen, damit die globale Erwärmung nicht völlig aus dem Ruder läuft.

Im Vorfeld der Klimakonferenz präsentiert das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen die Ausstellung "Kampf gegen den Klimawandel" der Europäischen Kommission. Auf 17 Informationstafeln wird mit kurzen, griffigen Texten und Bildern verdeutlicht, mit welchen Maßnahmen die EU den Kampf gegen den Klimawandel aufnimmt und was jeder persönlich gegen den Klimawandel tun kann.

  • Wann: 12.11. bis 25.11.2009
  • Wo: Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor, Lagerhausstraße 20, Aachen (Nähe Hauptbahnhof)
  • Zugang: Mo. bis Do. von 8 bis 18 Uhr und Fr. von 8 bis 15 Uhr
  • Eintritt: frei

Informationsveranstaltung: Der UN-Klimagipfel - Was sagen Wissenschaft und Politik dazu?

Zur Eröffnung der Ausstellung "Kampf gegen den Klimawandel" informiert EUROPE DIRECT Aachen über die wissenschaftliche und die politische Perspektive auf den UN-Klimagipfel.

Dr. Kai Born vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln forscht im Bereich Klima und Klimaänderung und befasst sich z. B. mit den Auswirkungen von Extremereignissen (Winterstürme, Überflutungen, Hagelunwetter) in Europa. Er wird wissenschaftliche Aspekte u. a. anhand folgender Fragestellungen erläutern: Wie sah das Klima in der Erdgeschichte aus? Was bewirkt Klimaänderungen? Was sind die neuesten Erkenntnisse über den Klimawandel? Wo steht die Klimaforschung heute? Wie können die Menschen eingreifen?

Einen Rückblick auf internationale Vereinbarungen zum Klimawandel und auf die vorbereitenden Konferenzen für Kopenhagen wird Dr. Ralf Hell aus Köln präsentieren. Er ist Mitglied im Rednerteam "Team Europe" der Europäischen Kommission. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen die europäische Regional-, Umwelt- und Klimapolitik. Herr Dr. Hell wird einen Ausblick auf die Konferenz in Kopenhagen geben und über Positionen wichtiger Akteure aufklären.

Natürlich werden die Experten auch Fragen aus dem Publikum beantworten.

  • Wann: Mittwoch 11.11.2009 von 19 bis 20:30 Uhr
  • Wo: Raum 170 im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße 20, Aachen
  • Eintritt: frei

Weiter führende Informationen:

EU macht Vorschläge für UN-Klimakonferenz

Internationaler Klimaschutz ist eine der größten globalen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Der politische Prozess zum Schutz des Klimas begann bereits Ende der 80er Jahre und führte zum Abschluss der Klimarahmenkonvention, die 1994 in Kraft trat. Seitdem gibt es jährliche Klimakonferenzen im Rahmen der Vereinten Nationen.

Auf der dritten Klimakonferenz im Jahr 1997 verabschiedete man das Kyoto-Protokoll. Hier einigten sich die verhandelnden Staaten erstmals darauf, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und setzen dafür einen verbindlichen Zeitrahmen. Noch heute findet ein Großteil der internationalen Klimapolitik auf der Grundlage der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls statt.

Die nächste UN-Klimakonferenz findet vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen statt. Dort sollen die Verhandlungen über ein umfassendes Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012 abgeschlossen werden. Zentrale Eckpunkte in Kopenhagen sind ein langfristiges, globales Ziel zur Minderung von Emissionen, miteinander vergleichbare Minderungsziele von Industriestaaten und von Entwicklungsländern sowie die technische und finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern sowohl bei der Minderung von Emissionen als auch bei der Anpassung an den Klimawandel.

Wenige Monate vor dem Klimagipfel hat die EU-Kommission Vorschläge für die Finanzierung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern vorgelegt. Industrie- und Schwellenländer sollen sich entsprechend ihrem Anteil am Emissionsaufkommen und ihrer Wirtschaftskraft an der öffentlichen Finanzierung beteiligen. Für die EU würde dies einen Betrag von zwei bis 15 Milliarden Euro jährlich bis 2020 bedeuten – wenn sich die Industrieländer in Kopenhagen auf eine CO2-Senkung um 30 Prozent einigen.

Wer wie und wie viel zahlt, das ist der Knackpunkt bei den Verhandlungen in Kopenhagen. Die Position vieler Industrieländer: Erst verbindliche CO2-Reduktionszusagen der Entwicklungsländer, dann finanzielle Zusagen. Die armen Länder sehen es genau umgekehrt.

Mit ihrem Vorschlag will die EU-Kommission den Gordischen Knoten durchschlagen. Bis zu 30 Prozent der Finanzierung des globalen Kampfes gegen den Klimawandel soll die Union tragen.

Die 27 EU-Regierungschefs haben bei ihrem Gipfel am 29. und 30. Oktober u.a. gefordert, den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Bis 2050 sollen die globalen Emissionen um 50 Prozent im Vergleich zu 1990 eingegrenzt werden, die der Industriestaaten um 80 bis 95 Prozent. Um das zu erreichen, sollen noch Zwischenetappen vereinbart werden. Die EU hat schon beschlossen, ihren Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Für den Fall eines ambitionierten Klimaabkommens soll das Ziel auf 30 Prozent steigen.

Die EU geht mit dem Vorschlag nach Kopenhagen, dass sich der globale Finanzbedarf für Klimamaßnahmen in den Entwicklungsländern 2020 auf 100 Milliarden Euro belaufen soll. Davon sollen global aus öffentlichen Mitteln 22 bis 50 Milliarden Euro beigesteuert werden; diese Spanne könnte eher noch eingegrenzt, nicht aber erhöht werden. Den Rest müsste die Industrie zahlen, etwa über das Emissionshandelssystem.

Um schnell mit den Hilfen für die ärmeren Staaten beginnen zu können, sollen von 2010 an zwischen 5 und 7 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Zahlungen von EU-Staaten in diesen Topf sollen freiwillig sein. Weiterhin umstritten ist die Verteilung der Kosten innerhalb der EU.

Jedoch beschloss die EU erstmals ein langfristiges Ziel für die Reduktion von Kohlendioxid: Es soll bis 2050 um ca. 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Für den Schiffsverkehr wird eine Verringerung um 20 Prozent, für den Luftverkehr um 10 Prozent bis 2020 (im Vergleich zu 2005) angestrebt.

Veranstaltungen von EUROPE DIRECT Aachen

Umfrage auf unserer Homepage (siehe links unten)


Hintergründe von UN und EU

Junge Leute und Multimedia

Ministerien und Presse

Zeichnung der Absichtserklärung zum EVTZZeichnung der Absichtserklärung zum EVTZ

Institutionalisierung der Allianz mit
der Parkstad Limburg

Die strategische Allianz zwischen der Parkstad Limburg und der StädteRegion Aachen soll dauerhaft verankert und die operative Zusammenarbeit intensiviert werden. Den erforderlichen rechtlichen Rahmen bietet seit 2007 der "Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ).

Unter dem Motto "Korporation statt Kooperation" unterzeichneten heute Dr. Jürgen Linden und Marcel Philipp für die Stadt Aachen, Carl Meulenberg und Helmut Etschenberg für die StädteRegion Aachen, der niederländische Staatssekretär Frans Timmermans und der Abteilungsleiter im NRW-Europaministerium Dr. Herbert Jakoby eine Absichtserklärung zur Errichtung eines EVTZ auf dem Gebiet der StädteRegion Aachen und der Parkstad Limburg. Der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien soll ebenfalls eine Beteiligung an dem Projekt vorgeschlagen werden.

Der EVTZ hat zum Ziel, die grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit zu fördern. Er besitzt Rechtspersönlichkeit und verfügt über Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Er kann also Vermögen erwerben und veräußern oder Personal einstellen. Mitglieder des EVTZ können z.B. Mitgliedstaaten, regionale oder lokale Gebietskörperschaften, Verbände oder Einrichtungen des öffentlichen Rechts sein.

Goldene Ehrenmedaille für scheidenden Oberbürgermeister

Der scheidende Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden erhielt heute im Maastrichter Rathaus die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Maastricht. Dort fand eine Sitzung der Bürgermeister der fünf MAHHL-Städte Maastricht, Aachen, Heerlen, Hasselt und Lüttich statt.

Der Bürgermeister von Maastricht Gerd Leers zeichnete Dr. Linden im Anschluss an die Sitzung mit der höchsten und selten vergebenen Auszeichnung aus, die überhaupt in Maastricht verliehen wird. Damit ehrt die Stadt den jahrzehntelangen Einsatz im Bereich der euregionalen Zusammenarbeit und des MAHHL-Verbundes des Aachener Oberbürgermeisters. Darüber hinaus ist die Medaille auch ein Dank für die gute Unterstützung Maastrichts wie zum Beispiel die Bewerbung Maastrichts als Kulturhauptstadt Europas 2018 oder die Schnellbusverbindung zwischen den Städten Aachen und Maastricht.

Infoveranstaltung der IHK Aachen

Der akademische Abschluss ist keine Voraussetzung – wohl aber sehr gute Englischkenntnisse: Interessenten für den Bachelor in Business and Management (B.A.) oder den Master of Business Administration (MBA) können diese Abschlüsse an acht Wochenenden sowie in zwei einwöchigen Veranstaltungen in London berufsbegleitend erwerben.

Beide Fernstudiengänge bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen gemeinsam an mit dem European College of Business and Management (ECBM), der Berufsakademie der Deutsch-Britischen Auslandshandelskammer in London, sowie der University of Wales in Newport und der John Moores University in Liverpool.

Darüber informiert die IHK detailliert am Samstag, 17. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr in englisch. Für Fragen stehen Richard Bills, Direktor des ECBM in London Angelika Ivens, Projektleiterin der Initiative "Ausbildung International" bei der IHK Aachen zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine formlose Anmeldung per E.Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird aus organisatorischen Gründen gebeten.

Festvortrag von Guy Verhofstadt

Mit dem 9. November 1989 ist nicht nur der Aufbruch zur Wiedervereinigung Deutschlands, sondern damit auch der Beginn des umfassenden Zusammenschlusses Europas verbunden, denn die deutsche Einheit und die europäische Einigung waren immer zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Die Stadt Aachen und die Karlspreisstiftung laden Interessenten aus Anlass des 20. Jahrestags des Falls der Mauer zu einem Festakt in den Krönungssaal des Rathauses ein am Sonntag, 08.11.2009 um 11:30 Uhr.

Dieser Festakt ist für geladene Gäste und es steht nur eine begrenzte Anzahl freier Plätze zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: 0241 / 4 32-4941 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Festredner ist Guy Verhofstadt, der im Juli 1999 zum Premierminister von Belgien gewählt wurde und nachfolgend drei unabhängige Regierungen über die Dauer von fast zehn Jahren anführte. Seit 2009 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa). Zum Jahrestag des Mauerfalls wird er den historischen Umbruch insbesondere aus der Sicht der europäischen Nachbarn skizzieren.

Die musikalische Begleitung erfolgt durch das Kammerorchester der Musikschule der Stadt Aachen unter der Leitung von Thomas Beaujean. Die Ansprache wird simultan übersetzt.

Iren stimmen in einem Volksentscheid über den Vertrag von Lissabon ab ©EC

Im zweiten Volksentscheid sprechen sich die irischen Wähler für den Vertrag von Lissabon aus.

16 Monate nachdem die Iren den Vertrag in einem ersten Volksentscheid abgelehnt hatten, stimmten sie nun mit „Ja“. Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten angeboten, Irland rechtliche Garantien für die nationale Souveränität einzuräumen, und hatten akzeptiert, dass jedes EU-Land auch weiterhin einen Kommissar stellt. Daraufhin hatte sich die Regierung Irlands bereiterklärt, einen zweiten Volksentscheid durchzuführen.

Damit der Vertrag von Lissabon in Kraft treten kann, müssen ihn alle 27 EU-Mitgliedsländer ratifizieren. Da nun auch Irland an Bord ist, müssen nur noch die Tschechische Republik und Polen den Ratifizierungsprozess abschließen.
Nach der Zustimmung der Iren zum EU-Reformvertrag wird auch der polnische Präsident Lech Kaczynski seine Zustimmung nicht mehr verweigern. Seine Unterschrift wird in den kommenden Tagen erwartet.

Der Vertrag soll die Rolle der EU in der Welt stärken und ihre Entscheidungsfindungsprozesse straffen.

Heiner Buttenberg in Eschweiler ausgezeichnet

Der Europäische Sozialpreis ist ein seit 1997 jährlich am 3. Oktober von dem Europaverein "Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft (GPB)" in Eschweiler verliehener Preis. Als Preisträger werden Menschen ausgezeichnet, welche sich "ohne Mandat oder Funktion in Parteien sowie sozialen Institutionen uneigennützig und auf privater Initiative für Menschlichkeit engagieren".

Heute erhielt der Gründer der "Heiner-Buttenberg-Stiftung" den Europäischen Sozialpreis 2009 im Ratssaal von Eschweiler. Überreicht wurde er vom Vorsitzenden des des Europavereins Peter Schöner. Heiner Buttenberg errichtete im rumänischen Buzias das Kinderdorf "Hänsel und Gretel". Zudem baute das Kinderheim "Andrea", ein Mutter-Kind-Haus, ein Medizinzentrum, eine Sozialküche, Ausbildungsstätten und vieles mehr.

Mit der Ehrung will die GPB das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung stärken und die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen schärfen.

Parlament bestätigt Kommissionspräsident Barroso für zweite Amtszeit

José Manuel Barroso bleibt weitere fünf Jahre Präsident der Europäischen Kommission. Das Europäische Parlament stimmte der Benennung Barrosos am 16.09.2009 in Straßburg mit einer klaren Mehrheit zu. Für Barroso stimmten 382 von 718 Abgeordneten. 117 enthielten sich, 219 stimmten mit Nein. Die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten Barroso zuvor einstimmig nominiert. Barroso wertete das "breite Vertrauen" der Abgeordneten als "Signal dafür, dass das Parlament mein ehrgeiziges Programm für Europa teilt". Er kündigte parteiübergreifend eine enge Zusammenarbeit mit allen politischen Gruppen an, die für ein geeintes Europa stehen.

Vor der Abstimmung hatte Barroso seine Pläne für eine zweite Amtszeit in den Fraktionen und im Plenum des Parlamentes vorgestellt. "Dies ist die Stunde der Wahrheit für Europa", sagte er am Montag im Plenum. "Mehr als jemals zuvor brauchen wir ein starkes Europa." Als Lehre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise müsse die EU ein neues, nachhaltiges Wachstumsmodell entwickeln, eine Strategie "EU 2020". Er kündigte eine Reihe von Initiativen an, von einer Verordnung zur Entsendung von Arbeitnehmern über soziale Folgenabschätzungen neuer Regelungen bis hin zur Stärkung der europäischen Außenpolitik.