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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

Sozialpreis für Brigitte Averdung-Häfner

Europa und Menschen Zeichnung 300Dieses Jahr wird zum 20. Mal der Europäische Sozialpreis vom GPB Europaverein aus Eschweiler verliehen. Dieses Jahr sollte es, wie schon bei der allerersten Verleihung, als die Indestädter Petra und Heinz Brocks ausgezeichnet wurden, wieder ein Preisträger aus Eschweiler sein. Genau wie im letzten Jahr ist der Leitgedanke des Europäischen Sozialpreises "Für ein Europa des Friedens, der Toleranz und Solidarität". Für den Präsidenten Peter Schöner und die Geschäftsführerin Annelene Adolphs ist das Ziel des Sozialpreises, sich für Menschlichkeit einzusetzen. Dies trifft in besonderem Maße für die diesjährige Preisträgerin zu.

Für Brigitte Averdung-Häfner, Fotografenmeisterin, Indestädterin und fünffache Mutter, ist es eine Herzensangelegenheit, anderen zu helfen. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung für Umwelt, Gesellschaft und Menschlichkeit. Zusätzlich zu mehreren ehrenamtlichen Tätigkeiten engagiert sie sich besonders in der Flüchtlingshilfe. Aus diesem Grund wurde sie am 3. Oktober 2016 mit dem Sozialpreis ausgezeichnet.

Fischerei: Minister einigen sich auf Fangquoten für die Ostsee im kommenden Jahr

Urlaub EU 300Mehr Scholle, weniger Dorsch: Die für Fischerei zuständigen Minister der EU-Staaten haben sich am Montag, den 10.10.2016, am späten Abend auf die Fischfangquoten für die Ostsee im kommenden Jahr geeinigt. Die Bestände von Scholle, Hering, Lachs und Sprotte stünden nach den Bemühungen um eine nachhaltige Befischung in den vergangenen Jahren gut da, erklärte der zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella nach dem Treffen. Die Fangquoten für diese Bestände steigen deshalb 2017 überwiegend an, für die Scholle sogar um 95 Prozent. Dagegen steht es um den Dorsch in der westlichen Ostsee sehr schlecht. Die Fangquote sinkt deshalb entsprechend der gestrigen Einigung um 56 Prozent. „Da hat es schwierige Diskussionen gegeben. Es gibt keine einfache Entscheidung“, so Kommissar Vella.

Zum ersten Mal fanden die Diskussionen um die Fangquoten auf Basis des neuen Mehrjahresplans für die Ostsee statt. Er soll dazu beitragen, die nachhaltige Befischung der Ostsee auf Basis des sogenannten „größtmöglichen Dauerbetrags“ (maximum sustainable yield, MSY) zu gewährleisten. Ziel ist es, die Fischbestände und damit auch die wirtschaftliche Grundlage der Fischer langfristig zu sichern. „Wissenschaftliche Daten, Nachhaltigkeit und die sozioökonomischen Auswirkungen auf Fischer und Küstengemeinden waren die Grundlage für die Diskussionen. Ich bin froh, dass wir eine Einigung haben, die dem Mehrjahresplan für die Ostsee voll entspricht und gleichzeitig unsere Fischerei auf kurze und lange Sicht schützt“, erklärte Kommissar Vella.

Vorgeschlagen hatte die Kommission mit Blick auf den schlechten Zustand der Bestände eine Senkung der Fangquote für den Dorsch (oder Kabeljau) um 88 Prozent. Die gestrige Einigung zum Dorsch sieht neben einem Absenken der Fangmengen um 56 Prozent verbindliche Einschränkungen für die Freizeitfischerei vor (sogenannte „bag limits“). Die EU-Kommission hat den EU-Staaten zudem vorgeschlagen, EU-Fördergelder zur temporären Unterstützung der am stärksten betroffenen Fischer zu nutzen.

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist auf dem niedrigsten Stand seit 2009.

EU fördert Jobs 300In fast allen EU-Staaten ist die Beschäftigungsrate gestiegen, zwischen August 2015 und August 2016 fanden weitere 3,2 Millionen Menschen eine Arbeit, davon 2,2 Millionen in Ländern des Euroraums. Auch die Zahl der unbefristeten Stellen und Vollzeitjobs ist gestiegen. Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,6 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit März 2009. Dies geht aus dem am Dienstag, den 11.10.2016, von der EU-Kommission veröffentlichten Vierteljahresbericht zur Beschäftigung und sozialen Entwicklungen hervor. „Die steigenden Beschäftigungszahlen zeigen, dass sich unsere Bemühungen auszahlen. 1,6 Millionen Menschen weniger als letztes Jahr um diese Zeit sind arbeitslos, 381.000 davon junge Menschen“, sagte Sozialkommissarin Marianne Thyssen.

„Dies bestätigt die positiven Ergebnisse, die wir in unserem Bericht zur Jugendgarantie und zur Jugendbeschäftigungsinitiative letzte Woche veröffentlicht haben. Wir sind jedoch noch nicht da, wo wir hinwollen. 4,2 Millionen junge Menschen suchen weiterhin eine Arbeit und können nicht außen vorgelassen werden“, so Thyssen weiter.

Die Arbeitslosigkeit ging in 24 Mitgliedstaaten zurück, es bestehen jedoch starke Unterschiede zwischen den EU-Ländern, so schwanken die Beschäftigungsraten zwischen 56 Prozent in Griechenland und 81 Prozent in Schweden. Die Rate der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren ging seit August 2015 um 1,5 Prozentpunkte zurück und lag im August 2016 bei 18,6 Prozent, im Euroraum bei 20,7 Prozent.

Seit Einführung der Jugendgarantie und der Jugendbeschäftigungsinitiative 2013 ging die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen um 1,4 Millionen zurück. Auch in der Altergruppe der 55 bis 64-jährigen stieg der Anteil der Beschäftigten: im ersten Quartal 2016 arbeiteten drei von vier Menschen dieser Altersklasse noch.

Europäischer Filmsonntag (mit Imbiss) - drei Finalistenfilme des LUX-Filmpreises

Die Stadt Aachen, u.a. mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro, die Karlspreisstiftung und das Capitol Aachen laden am Sonntag, 20. November, in der Zeit von 11 bis 19 Uhr zum "Europäischen Filmsonntag - LUX-Filmpreis 2016" in das Capitol in Aachen ein. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und unter Schirmherrschaft der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen freuen sich die Veranstalter, zum 10. Jubiläum des LUX-Filmpreises mit dem Europäischen Filmsonntag in Aachen etwas ganz Besonderes präsentieren zu können.

Mit dem Filmsonntag haben sich die Organisatoren zum Ziel gesetzt, einem breiten Aachener Publikum die Vielfalt der europäischen Filmkunst zu präsentieren. Getreu dem Motto der Europäischen Union "In Vielfalt geeint" soll anhand der drei Finalistenfilme des LUX-Filmpreises die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und der Prozess der europäischen Integration veranschaulicht werden. Der Film als wesentlicher Bestandteil europäischer Kultur ist aus ihrer Sicht ein äußerst geeignetes Medium, um in Zeiten steigender Europaskepsis auf die Bedeutung der europäischen Wertegemeinschaft und den sprachlichen und kulturellen Reichtum innerhalb dieser Gemeinschaft aufmerksam zu machen.

Die drei Finalisten-Filme des LUX-Filmpreis-Wettbewerbs werden am 20. November nacheinander in Originalfassung mit deutscher Untertitelung gezeigt. "A peine j'ouvre les yeux" von Leyla Bouzid, "Ma vie de courgette" von Claude Barras und "Toni Erdmann" von Maren Ade sind die Finalisten im Rennen um den Filmpreis. Mit einem ergreifenden Porträt einer jungen Frau in Tunesien kurz vor dem "Arabischen Frühling", einem Stop-Motion-Animationsfilm über das Leben in einem Waisenhaus sowie einer politischen Tragikomödie im Rahmen der zeitgenössischen Unternehmenskultur sind somit verschiedene Genres und Themen vertreten. Im Anschluss an die Filmvorführungen haben die Zuschauer die Möglichkeit, ihren Favoriten unter den drei Finalisten zu wählen.

Die Abgeordneten des EP wählen den Gewinner
Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der "LUX Film Days" in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

Eintrittskarten zum Preis von 9 Euro pro Person sind ab sofort an den Kassen der Filmhäuser Capitol, Cineplex und Eden Palast erhältlich.

16 10 10 eu usaNach der Wahl: Wie steht es um das Verhältnis USA und EU?

Der umstrittene Kandidat der Republikaner, Donald J. Trump, wird Präsident der Vereinigten Staaten. Für viele Politiker, aber auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und der Welt war dies ein Schock. Die Fragen, die sich jetzt stellen, sind groß:
Was bedeutet das für uns in Europa?
Wie geht es weiter mit der Bekämpfung von Terror, mit TTIP und dem Daten- und Verbraucherschutz?

In der Veranstaltung vom EUROPE DIRECT Informationsbüro wird ein Rückblick auf den Vorwahlkampf und Wahlkampf sowie auf die programmatischen Aussagen der beiden Kandidaten Trump und Clinton gegeben.

TTIP Handshake 300Der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen und Moderator Jochen Leyhe diskutieren zudem die Konsequenzen für die EU und die transatlantischen Beziehungen.

Grashaus 1 300EUROPE DIRECT Büro vom 07.10. bis 10.10 geschlossen

Wegen des städtischen Betriebsausfluges bleibt das EUROPE DIRECT Büro am Freitag, 7. Oktober, geschlossen.

Aus organisatorischen Gründen bleibt das EUROPE DIRECT Büro auch am Montag, 10. Oktober, geschlossen

Ab Dienstag, 11. Oktober, sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

 

Sie erreichen uns per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Waage 300Die EU will die Handelsregeln für Waren, die zur Vollstreckung der Todesstrafe oder zur Folter verwendet werden, weiter verschärfen.

Auf Vorschlag der Europäischen Kommission hat das Europäische Parlament am Dienstag, 04. Oktober, entsprechende Beschränkungen beschlossen. Nach der Abstimmung im Parlament müssen die Änderungen nun vom Rat genehmigt werden, bevor die ursprüngliche Verordnung (1236/2005) geändert im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und damit zu EU-Recht wird.

„Die Abstimmung des Europäischen Parlaments unterstreicht die Bedeutung, die die Europäische Union der Achtung der Grundrechte beimisst. Als Europäische Union setzen wir uns mit allen Mitteln, Instrumenten und Möglichkeiten für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein“, sagte Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. „Die Abschaffung von Folter erfordert ebenso wie die Abschaffung der Todesstrafe weltweit politischen Willen und eine gemeinsame Anstrengung von Parlamenten und Zivilgesellschaft. Heute zeigen wir, das unsere Europäische Union an vorderster Linie bei dieser Aufgabe bleiben wird“, so Mogherini weiter.

„Von Einspritzsystemen für tödliche Mittel über elektrische Stühle bis hin zu Schlagstöcken mit Stacheln - so schreckliche Geräte haben keinen Platz in unserer Gesellschaft“, sagte Handelskommissarin Cecilia Malmström. „Neben dem Verbot von Verkauf und Export verbieten wir jetzt die Bewerbung dieser Waren auf Messen und Ausstellungen und führen einen Fast-Track-Mechanismus ein, um sicherzustellen, dass neue Produkte dieser Art schnell verboten werden können. Es ist zwingend notwendig, dass wir mit den neuen Entwicklungen Schritt halten können.“

Die EU hatte bereits 2005 eine Verordnung auf den Weg gebracht, die die Ausfuhr von zur Vollstreckung der Todesstrafe und zur Folter dienenden Gütern untersagt. Zudem hat sie Exportkotrollen für diese Waren festgeschrieben. Im Januar 2014 hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die Gesetzgebung in diesem Bereich zu verschärfen. Im Trilogverfahren zwischen EU-Kommission, Rat und EU-Parlament hat es dann eine Einigung gegeben.

Weitere Informationen:

jungeleute6 600„Die Maßnahmen und Reformen im Rahmen der Jugendgarantie haben für mehr als 9 Millionen junge Menschen etwas zum Positiven verändert. Die Jugendgarantie hat wichtige Reformen der Bildungssysteme und der Arbeitsverwaltungen in den Mitgliedstaaten unterstützt und Partnerschaften gefördert, die jungen Menschen bessere Chancen eröffnen sollen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit weiterem politischem Engagement, ausreichenden Ressourcen und Entschlossenheit die Früchte der bisherigen Arbeit ernten und die Ziele erreichen können, die wir alle anstreben. Deshalb hat die Kommission vor kurzem vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen bis 2020 zu erhöhen", so beschreibt Marianne Thysssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, den bisherigen Erfolg der Jugendgarantie.

Rund neun Millionen junge Menschen haben seit 2013 ein Angebot der Europäischen Jugendgarantie angenommen, die meisten davon waren Stellenangebote. Die Europäische Kommission hat am Dienstag, 04. Oktober, eine vorläufige Bilanz der wichtigsten Erfolge der Jugendgarantie und der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen (Youth Employment Initiative – YEI) seit dem Start 2013 vorgelegt und daraus Schlussfolgerungen für die Verbesserung der nationalen Jugendgarantie-Programme gezogen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte in seiner Rede zur Lage der Union am 14. September 2016 seine Entschlossenheit bekräftigt, sich für die weitere Verbreitung der Jugendgarantie einzusetzen. Die Kommission werde sich dabei auf die Regionen und Jugendlichen konzentrieren, die am dringendsten Unterstützung benötigen.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, für die auf EU-Ebene Mittel in Höhe von 6,4 Mrd. Euro für gezielte Maßnahmen mobilisiert wurden, hat die schnelle Umsetzung der Jugendgarantie in den Mitgliedstaaten und die direkte Unterstützung von 1,4 Millionen jungen Menschen in der EU ermöglicht, die weder eine Beschäftigung haben noch eine Ausbildung absolvieren (so genannte NEETs - Not in Employment, Education or Training), und in den Regionen mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit leben. Die von der Kommission 2015 vorgenommene 30-prozentige Erhöhung der Vorauszahlungen im Rahmen der Initiative an die förderfähigen Mitgliedstaaten – insgesamt rund 1 Mrd. Euro – hat dazu beigetragen, die Maßnahmen vor Ort schneller in Gang zu setzen.

Was ist die Jugendgarantie?

Die Jugendgarantie soll jungen Menschen längere Phasen der Beschäftigungslosigkeit ersparen. Ihr Ziel ist, dass alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Ausbildung oder nachdem sie arbeitslos geworden sind, ein konkretes und qualitativ hochwertiges Angebot erhalten. Dieses Angebot – eine Arbeitsstelle, ein Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder eine Fortbildung – sollte auf die persönliche Situation und die Bedürfnisse abgestimmt sein. Dabei sollen insbesondere Regionen unterstützt werden, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent liegt. Darüber hinaus nutzen alle Mitgliedstaaten die ihnen zugewiesenen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Unterstützung der Jugendbeschäftigung.

Die EU-Länder befürworteten das Konzept im April 2013.

Alle Mitgliedstaaten haben Umsetzungspläne für die Jugendgarantie vorgelegt und die notwendigen Schritte unternommen, um ihre Jugendgarantie-Programme aufzustellen. In diesen Plänen werden die Schritte zur Umsetzung der Jugendgarantie aufgeführt, der Zeitrahmen für die wichtigsten Reformen und Maßnahmen abgesteckt, die Rolle der Behörden und anderer Partner sowie die Finanzierung beschrieben.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen wurde 2013 gestartet, um junge Menschen unter 25 in Regionen, in denen 2012 die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent lag, gezielt zu unterstützen. Die YEI ist eine der Hauptfinanzierungsquellen für die Umsetzung der Jugendgarantie. Gegenwärtig erfüllen 20 Mitgliedstaaten die Kriterien für die YEI-Förderung.

Zentraler Ansprechpartner für die Umsetzung der Jugendgarantie in Deutschland ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Es ist für die Einrichtung und Verwaltung sowie für die Koordinierung der Partnerschaften auf allen Ebenen und in allen Branchen zuständig. Auch die Bundesagentur für Arbeit spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Strategie. In manchen Städten gibt es Jugendberufsagenturen als lokale Anlaufstellen für Jugendliche, die Hilfe beim Übergang von der Schule in den Beruf brauchen.

Nächste Schritte

Die Mitteilung der Kommission zeigt, dass die Jugendarbeitslosigkeit zwar nach wie vor in vielen Mitgliedstaaten ein gravierendes Problem ist, dass sich die Arbeitsmarktsituation junger Menschen in der EU aber seit 2013 insgesamt günstiger entwickelt hat als erwartet. Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen in der EU ist seit 2013 um 1,4 Millionen zurückgegangen, und die derjenigen, die weder eine Beschäftigung haben noch eine Ausbildung absolvieren (NEETs - Not in Employment, Education or Training), ist um 900.000 gesunken.

Angesichts dieser Fortschritte hat die Kommission vor kurzem vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zu erhöhen und zusätzlich 1 Mrd. Euro für die YEI bereitzustellen, die mit einer weiteren Milliarde aus dem Europäischen Sozialfonds aufgestockt wird. Mit diesen 2 Mrd. Euro könnten bis 2020 eine Million mehr junge Menschen in den Mitgliedstaaten unterstützt werden, in denen die Jugendarbeitslosigkeit am höchsten ist.

Weitere Informationen:

Flaggen 28 EU Staaten 400Für Lehrerinnen und Lehrer: das Inda-Gymnasium möchte in diesem Jahr im Rahmen des eTwinning-Programms wieder das Projekt "Christmas Card Exchange" aufgreifen und durchführen. Ein riesiger Weihnachtsbaum mit Grußkarten aus ganz Europa schmückte 2015 die Aula des Gymnasiums. Das Angebot ist insbesondere für jüngere Schüler interessant.

Ermöglicht wurde das Projekt durch die Arbeitmit der eTwinning Plattform, die auch mehr bietet als den Austausch von Karten – wir haben auch gegenseitig viele Informationen über Weihnachtsbräuche bekommen.

Die Verantwortlichen fanden dieses Projekt so schön, dass sie es dieses Jahr wieder starten und möchten die positiven Erfahrungen auch mit anderen Lehrern und Schülern teilen.
Vielleicht haben Sie auch Spaß an einem solchen Projekt, kennen sich aber noch nicht mit eTwinning aus oder wollen einfach noch etwas mehr über das Programm wissen?

Dann sind Sie herzlich eingeladen das Projekt und die Nutzung der Plattform eTwinning kennenzulernen.

  • Freitag, 28. Oktober 2016
    14.00-17.00
    Inda-Gymnasium
    Gangolfsweg 52
    52076 Aachen-Kornelimünster
    PC-Raum

Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, die eine europäische Schulpartnerschaft über das Internet beginnen möchten und noch keine eTwinning-Projekterfahrung haben. Wesentliche Inhalte der Veranstaltung sind:

  • Einführung in die Werkzeuge des eTwinning-Portals
  • Pädagogisch-didaktischer Nutzen von eTwinning am Beispiel meines eTwinning-Projektes
  • Kurzvorstellung der Leitaktion 1 und 2 des Erasmus+-Programmes

Die Veranstaltung ist insbesondere für Anfänger im Bereich Arbeits- und Lernplattformen konzipiert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme sind allerdings grundlegende PC- und Internetkenntnisse. Um praktisch mit eTwinning zu arbeiten, ist es erforderlich, dass Sie sich vor der Veranstaltung bei eTwinning registrieren und zu der Fortbildung ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) mitbringen.

Ich freue mich über eine rege Teilnahme und bitte um eine Anmeldung per Mai.

  • Anmeldungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Einladung als PDF
  • eTwinning-Homepage (auch Link zur Anmeldung)
  • Inda-Gymnasium
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Inda-Gymnasium_eTwinning

Grashaus 1 300Interesse am Grashaus? Am kommenden Wochenende haben interssierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Aachens erstes Rathaus richtig kennenzulernen. Unter dem Titel „Das Grashaus – Geschichte und Architektur“ Eine wissenschaftliche Tagung im Centre Charlemagne Aachen gibt es am Samstag, 08. Oktober, von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Vorträge rund um das Grashaus.


Das Grashaus ist das erste Aachener Rathaus – und als Station Europa in die Route Charlemagne integriert. Das Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung der RWTH Aachen und die Route Charlemagne Aachen wollen dieses für Aachen so bedeutende Gebäude einer wissenschaftliᆳchen Betrachtung unterziehen. Es soll über historische, architektonische und didaktische Aspekte diskutiert werden.
 
Das Grashaus hat für die Identität der Stadt Aachen einen hohen Stellenwert. Der Name bezeichnet das erste Aachener Rathaus, das um 1267 auf älteren Grundmauern erbaut wurde – zu einer Zeit, als ein schon Jahrzehnte währender Prozess hin zur städtischen Selbstverwaltung zu einem ersten Abschluss kam. Das Gebäude, das heute am Fischmarkt steht, entstammt jedoch dem späten neunzehnten Jahrhundert  und beruht nur auf den baulichen Überresten des mittelalterlichen Vorgängers. Seit dem Einzug des Aachener Stadtarchivs im Jahr 1889 hat das Bauwerk eine weiterhin wechselhafte Geschichte hinter sich. Zuletzt wurde es 2015 als Station Europa der „Route Charlemagne“ umgenutzt. In diesem Zusammenhang bot sich die Gelegenheit der wissenschaftlichen Betrachtung dieses bedeutenden Bauwerks aus der Sicht der Geschichte, Architektur und Denkmalpflege. Die Erkenntnisse der neuen Forschungen werden in diesem gemeinsam von der Route Charlemagne und dem Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung organisierten Kolloquium in neun
Fachvorträgen vorgestellt.
 
Die Tagung ist öffentlich. Nur der Museumseintritt muss bezahlt werden, Kaffee gibt es umsonst.

15 02 11 Grashaus ED 3Interview zur Studienfahrt nach Maastricht am 14. September

Radio @m Alex ist ein Internetradiosender und Newsportal aus Aachen. Der Sender versteht sich als Lokalradio und berichtet hauptsächlich über Themen aus der Euregio.
Bei Radio @m Alex sind 21 Redaktionsmitglieder in unterschiedlicher Häufigkeit, mit unterschiedlichem Stundenumfang beschäftigt und arbeiten an Beiträgen, die sie online zur Verfügung stellen.

Der Reporter Stefan Will führte während der Fahrt nach Maastricht zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten Statenzaal im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg, ein Interview mit Alina Güdden und Winfried Brömmel vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.

Flaggen 28 EU StaatenSpannendes 3-tägiges Seminar über Europa und die Euregio Maas-Rhein - mit Studienfahrten in die Region

Die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen veranstaltet in Kooperation mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro und dem Leiter des Grashauses Andreas Düspohl ein spannendes dreitägiges Seminar, bei dem es sowohl um die aktuelle "große EU-Politik" als auch um das "Europa im Kleinen" geht, nämlich in der konkreten Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein.

Unter dem Titel "Brexit versus grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Beispiel der Euregio Maas-Rhein" findet dieses Seminar vom 08.11.2016 bis zum 10.11.2016 im Grashaus in Aachen statt, zudem wird es Studienfahrten nach Eupen, Heerlen und Alsdorf geben.

Der erste Seminartag steht zunächst im Zeichen der Auswirkungen der Brexit-Erklärung. Darüber hinaus sollen die Perspektiven der europäischen Integration näher erörtert werden. Referent ist Richard Stock, der Direktor des Centre Européen Robert Schuman in Metz.

Flaggen Dreiländereck DE NL BEAm zweiten Seminartag wird die Zusammenarbeit in der Grenzregion im Mittelpunkt stehen. Die Annäherung an das Thema wird zunächst in verschiedenen Arbeitsgruppen erfolgen. Mittags wird Herbert Ruland, Autor und Dozent an der Hochschule der deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, über die Zusammenarbeit in der Grenzregion und ihre Probleme berichten. Ein Informationsbesuch bei der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und bei der Stiftung Euregio Maas-Rhein folgt.

Am dritten Seminartag wird vor allem der Strukturwandel von der Vergangenheit des Aachener Kohlereviers in die Zukunft der Energieversorgung thematisiert. Dazu wird es auch eine Führung durch das Bergbaumuseum in Heerlen und das Energeticon in Alsdorf geben.

Die Teilnahmekosten für dieses Seminar betragen nur 10 Euro und werden in bar am ersten Seminartag bezahlt.
Darin enthalten sind die Seminarleitung, die Fahrten mit dem Reisebus und alle Führungen und Eintritte.
Für die Verpflegung während des Seminars ist jede/r Teilnehmende selbst verantwortlich.

Die verbindliche Anmeldung erfolgt per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe von Name, Postadresse und E-Mail-Adresse.

Nach Auffassung der Kommission ist die geplante Pkw-Maut diskriminierend.

Stau Autos 300Die EU-Kommission hat am Donnerstag, den 29.09.2016, wegen der deutschen Mautpläne beschlossen, gegen Deutschland ein Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union einzuleiten.

Die deutschen Vorschriften sehen für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge einen Abzug von der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer genau in Höhe der Maut vor. Dies würde – allerdings ausschließlich für die in Deutschland registrierten Fahrzeuge – zu einer De-facto-Befreiung von der Maut führen. Darüber hinaus sind die Preise von Kurzzeitvignetten (für Zeiträume unter einem Jahr), die es für in anderen Ländern zugelassene Fahrzeuge geben soll, in einigen Fällen unverhältnismäßig hoch.

Wie unlängst in der Europäischen Strategie für emissionsarme Mobilität bekräftigt, unterstützt die Kommission zwar faire und effiziente Preise im Verkehr. Doch die deutsche Regelung verstößt nach Ansicht der Kommission gegen die im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankerten Grundsätze der Nichtdiskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit sowie des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs.

Trotz zahlreicher Kontakte mit den deutschen Behörden seit November 2014 sind die grundsätzlichen Bedenken der Kommission nicht ausgeräumt worden. Daher verklagt die Kommission Deutschland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union.

Es ist das Recht der Mitgliedstaaten, Straßenbenutzungsgebühren für Lkw und Pkw einzuführen. Wenn ein Mitgliedstaat von Ausländern Gebühren für die Nutzung nationaler Straßen verlangen möchte, müssen diese Gebühren gleichermaßen für alle Nutzer – Ausländer und Angehörige des Mitgliedstaats – gelten. Eine zentrale Voraussetzung für nichtdiskriminierende Straßenbenutzungsgebühren besteht darin, dass alle Nutzer gleich hohe Gebühren zahlen. Eine Straßenbenutzungsgebühr, die de jure oder de facto nur von Ausländern erhoben wird, würde eine Diskriminierung darstellen und somit gegen die Verträge der EU verstoßen.

Die Kommission hat das Vertragsverletzungsverfahren im Juni 2015 eingeleitet und den deutschen Behörden dann im April 2016 eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt.

Kommission schlägt verbindliches Transparenzregister für alle EU-Organe vor

Parlament von oben 1 300Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, den 28.09.2016, ein verbindliches Transparenzregister für alle drei EU-Organe – Europäisches Parlament, Rat und Kommission – vorgeschlagen. Damit erfüllt sie eine der zentralen Zusagen, die die Juncker-Kommission in Bezug auf mehr Transparenz gegeben hat. Die Kommission selbst ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und erlaubt die Kontaktaufnahme mit ihren Entscheidungsträgern ausschließlich Interessenvertretern, die in ein öffentliches Transparenzregister eingetragen sind. Seitdem die Kommission im November 2014 diese Regel für ihre Zusammenarbeit mit Interessenvertretern einführte, wurden rund 4.000 neue Einträge in das bestehende Register vorgenommen. Heute werden Europäisches Parlament und Rat aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen und das Register für alle Interessenvertreter, die Einfluss auf die Politikgestaltung in Brüssel nehmen wollen, verbindlich vorzuschreiben.

Frans Timmermans, Erster Kommissionsvizepräsident, erklärte hierzu: „Die EU-Organe müssen zusammenarbeiten, um das Vertrauen unserer Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen. Wir müssen in allem, was wir tun, offener werden. Die heutigen Vorschläge zur Einführung eines verbindlichen Transparenzregisters für Parlament, Rat und Kommission sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht zu erfahren, wer auf die Rechtsetzung der EU Einfluss zu nehmen versucht. Wir schlagen eine einfache Regel vor: keine Treffen mit Entscheidungsträgern ohne vorherige Registrierung. Über das Register kann die Öffentlichkeit einsehen, wer Lobbyarbeit betreibt, wen Lobbyisten vertreten und wie viel dafür ausgegeben wird."

Der heutige Vorschlag klärt zudem, welche Tätigkeiten und Einrichtungen unter die Bestimmungen fallen, stärkt die Überwachung und wirksame Durchsetzung des mit dem Register verbundenen Verhaltenskodexes für Interessenvertreter durch mögliche Sanktionen und wird die Qualität der Daten durch gestraffte Anforderungen an die Dateneingabe und eine strengere Qualitätskontrolle verbessern. Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex die Kontaktaufnahme zu den Organen vorübergehend untersagt oder eine Streichung aus dem Register vorgenommen werden kann.

Die interinstitutionelle Vereinbarung (IIV) soll auf dem bestehenden freiwilligen Transparenzregister des Europäischen Parlaments und der Kommission aufbauen und ein robustes System zur Gewährleistung einer transparenten Lobbyarbeit schaffen. Nach dem Vorschlag der Kommission sollen dieselben Mindeststandards zum ersten Mal für alle drei Organe – einschließlich des Rates – gelten.

Die Juncker-Kommission hat sich in ihren politischen Leitlinien zu mehr Transparenz verpflichtet und diese Absicht bereits mehrfach in die Praxis umgesetzt. Die Kommission veröffentlicht seit dem 1. Dezember 2014 Informationen über alle Treffen von Kommissionsmitgliedern, ihren Kabinettsmitgliedern und Generaldirektoren der Kommission mit Interessenvertretern. Generell sollten diese Treffen nur mit Personen und Einrichtungen stattfinden, die im Transparenzregister eingetragen sind.

Auch der Zugang zu Dokumenten über die Verhandlungen über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den Vereinigten Staaten wurde erweitert. Die im April unterzeichnete interinstitutionelle Vereinbarung über bessere Rechtsetzung förderte die Transparenz durch verschiedene Maßnahmen für mehr Offenheit der politischen Willensbildung in der EU, einschließlich der Verfahren des Sekundärrechts. Im Mai 2016 nahm die Kommission neue Vorschriften für Expertengruppen an, die strengere Transparenzanforderungen enthalten und Synergien mit dem Transparenzregister nutzen.

Das Transparenzregister ist eines der wichtigsten Instrumente für die praktische Umsetzung der Transparenzverpflichtung der Kommission. Es erfasst alle Tätigkeiten, mit denen auf die Rechtsetzung und Politikgestaltung der EU-Organe Einfluss genommen werden soll. Ein erstes Transparenzregister wurde im Jahr 2011 gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission eingerichtet und durch eine im April 2014 angenommene interinstitutionelle Vereinbarung (IIV) aktualisiert; es gilt derzeit nur für diese beiden Organe. Das heutige Register beruht auf Freiwilligkeit und erfasst über 9 800 Einrichtungen, die an den Verhaltenskodex gebunden sind. Die eingetragenen Einrichtungen decken ein breites Spektrum ab, das von Beraterfirmen für öffentliche Angelegenheiten über Anwaltskanzleien, Handelskammern und Berufsverbände, nichtstaatliche Organisationen, religiöse Organisationen bis hin zu akademischen Einrichtungen reicht.

EU-Kommissarin Jourová bekräftigt Kampf gegen illegale Hetze im Internet

Cyberkriminalität 300Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, ist vom 26.09-27.09.2016 zu Besuch in Berlin. Nach einem bilateralen Treffen am Montagmorgen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nahm sie gemeinsam mit Bundesjustizminister Heiko Maas an einer Konferenz zur Bekämpfung illegaler Hetze im Internet teil. In ihrer Rede betonte Kommissarin Jourová: „Rede, in der zu Gewalt oder Hass aufgestachelt wird, ist illegal. Wir alle erkennen die Macht und Bedeutung des Internets an und wissen es zu schätzen. Aber das Internet kann nicht außerhalb des Gesetzes stehen. Daher habe ich letztes Jahr beschlossen, zusammen mit IT-Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen als wichtige Verbündete gegen Hassreden vorzugehen. Und ich habe mich darüber gefreut, dass die Internetunternehmen eine verantwortungsvolle Rolle dabei übernommen haben.“

Die EU-Kommission hat im Mai dieses Jahres einen Verhaltenskodex mit Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft vereinbart, mit dem die Verbreitung von illegalen Hassreden im Internet bekämpft werden soll. Mit dem Verhaltenskodex verpflichten sich die IT-Unternehmen dazu, klare und wirksame Verfahren für die Prüfung von Meldungen über illegale Hassreden in ihren Diensten einzuführen, damit die Mehrheit der stichhaltigen Anträge auf Entfernung illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden geprüft und diese erforderlichenfalls entfernt bzw. der Zugang dazu gesperrt werden kann.

Neben der Teilnahme an der Konferenz zur Bekämpfung illegaler Hetze im Internet trifft Kommissarin Jourová mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags sowie mit Vertretern der Deutschen Industrie- und Handelskammer und des Bundesverbands der Deutschen Industrie zusammen. Außerdem geplant sind ein Treffen mit der Verbraucherzentrale Bundesverband an die Teilnahme an der Konferenz „10 Jahre Schutz vor Diskriminierung in Deutschland“.

Flyer bearbeitet 300Die Zukunft Europas mitgestalten

Der AStA der FH Aachen veranstaltet in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen eine Europawoche. Diese findet vom 24.10.2016 bis zum 28.10.2016 statt. Neben verschiedenen Fahrten stehen auch Diskussionsrunden und Filmvorführungen an.

24.10.2016 Den Auftakt der Europa Woche bildet die Fahrt zur Europäischen Agentur für Flugsicherheit am. Treffpunkt ist um 9:00 Uhr am Aachener Hauptbahnhof, wo die Fahrt auch wieder um ca. 15:00 Uhr endet. Die Anmeldefrist für diese Fahrt endet bereits am 11.10.2016.
Mehr Infos: http://bit.ly/EASA_2016

25.10.2016 Von 20:00 bis 22:00 Uhr zeigt das Apollo Aachen den Film "L'auberge espagnole". Karten sind im Vorverkauf beim AStA, jeweils Dienstags und Donnerstagt zwischen 10 und 12 Uhr für fünf Euro zu erstehen.

26.10.2016 Von 19:00 bis 21:00 Uhr sind Europainteressierte eingeladen am Diskussionscafe über die Zukunft Europas tielzunehmen. Ausrichter ist der AStA der FH Aachen in der Stephansstraße 58.

27.10.2016 Von 19:00 bis 20:30 findet im Haus Löwenstein ein Vortrag zum Thema "Laufbahn Europa - Arbeiten bei der EU" statt.
Mehr Infos: http://bit.ly/Laufbahn-EU-2016

28.10.2016 Den Abschluss der Europawoche bildet die Studienfahrt zum EuGH in Luxemburg. Treffpunkt ist der Theaterplatz um 8:00 Uhr, wo die Fahrt auch gegen 20:00 Uhr wieder endet. Die Anmeldefrist für diese Fahrt endet am 11.10.2016.
Mehr Infos: http://bit.ly/Luxemburg-2016

Anmeldungen für die Fahrten zur EASA und nach Luxemburg sind an das EUROPE DIRECT Büro zu richten, mit folgenden Angaben: Name, Geburtsdatum, Wohnort, NRW-Ticket ja/nein

  • E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Veranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1659465144366701/
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/FH-Europawoche-2016

 

EU-Kommission verlangt Aufklärung

Digitales 300Mit Blick auf die jüngsten Enthüllungen im Rahmen der „Bahamas Leaks“- Affäre hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von der ehemaligen EU-Kommissarin Neelie Kroes Aufklärung verlangt. „Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir über weitere Schritte und Maßnahmen entscheiden“, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas am Donnerstag, den 22.09.2016, in der täglichen Pressekonferenz der Kommission in Brüssel. Die Kommission habe strikte Regeln, die für alle ihre Mitglieder gelten.

„Die Kommission wusste darüber nichts“, so der Sprecher mit Bezug auf die Berichte über die ehemalige Kommissarin. „Frau Kroes hat uns nun informiert, und der Präsident hat weitere Klarstellungen verlangt. Wir haben strikte Regeln, beginnend mit dem Vertrag selbst, und es ist wichtig, dass diese Regeln von allen respektiert werden, die die Ehre haben, als Mitglieder der Kommission zu dienen. Gleichzeitig muss die Kommission darauf vertrauen können, dass die Erklärungen und Informationen, die Kommissare zur Verfügung stellen, richtig und vollständig sind.“

Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschaft, Finanzen, Steuern und Zoll, bekräftigte erneut den Kampf der Europäischen Kommission gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Er erklärte: „Die jüngsten Enthüllungen über die Bahamas beweisen einmal mehr das enorme Ausmaß der weltweiten Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Sie bestärken die Kommission in ihrem Kampf für mehr Steuertransparenz, insbesondere in Bezug auf die sogenannten Steueroasen. Erst in der vergangenen Woche haben wir eine erste Risikobewertung veröffentlicht, mit der mögliche Steueroasen in aller Welt ermittelt werden sollen. Die Bahamas wurden bei dieser Bewertung aufgrund gewisser Probleme ihres Steuersystems als Land mit hohem Risiko eingestuft. Heute rufe ich unsere Mitgliedstaaten erneut dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass wir bis 2017 über eine gemeinsame Liste von Steueroasen verfügen. Dabei müssen auch strenge und nachhaltige Sanktionen für Länder vorgesehen werden, die sich nicht an die Spielregeln halten und dabei helfen, Vermögenswerte einer Besteuerung zu entziehen.“

Die Europäische Kommission arbeitet mit Hochdruck an der Erstellung einer ersten gemeinsamen EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete. Sie hatte den EU-Staaten dazu in der vergangenen Woche die Ergebnisse einer auf Schlüsselindikatoren beruhenden Voruntersuchung für alle Drittländer („Scoreboard“) vorgelegt. Nun ist es Aufgabe der Mitgliedstaaten zu entscheiden, welche Länder in den nächsten Monaten genauer überprüft werden sollten, um gezielt jene Länder zu ermitteln, die sich nicht an Steuerregeln halten.

Im Juli hatte die Kommission Vorschläge unterbreitet, um für mehr Steuertransparenz zu sorgen. Konkret geht es dabei unter anderem darum, Steuerbehörden mehr Informationen zugänglich zu machen und mehr grenzüberschreitende Transparenz in Bezug auf wirtschaftliches Eigentum herzustellen.

Kommission genehmigt Übernahme von Vattenfalls deutschem Braunkohlegeschäft durch EPH und PPFKlimawandel Treibhauseffekt Fabrik 300 1

Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Vattenfall Europe Generation und Vattenfall Europe Mining durch Energetický a Průmyslový Holding (EPH) und PPF Investments (PPF) genehmigt. Das gab sie am Donnerstag, den 22.09.2016, bekannt. Die Kommission gelangte zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben auf den relevanten Märkten keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. Vattenfall Europe Generation ist auf dem Gebiet der Stromerzeugung tätig. Vattenfall Europe Mining ist im Bereich der Gewinnung von Rohbraunkohle in der Lausitz tätig und beliefert konzerneigene Braunkohlekraftwerke und Veredelungsanlagen mit der abgebauten Braunkohle.

Die Kommission hat die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den Wettbewerb auf den Märkten für i) den Abbau und die Lieferung von Braunkohle, ii) die Lieferung von Braunkohlestaub in Deutschland und iii) die Erzeugung und den Großhandel mit Strom geprüft.

Aus der Untersuchung der Kommission ging hervor, dass der geplante Zusammenschluss keine nachteiligen Auswirkungen auf den Markt für den Abbau und die Lieferung von Braunkohle haben wird, da keiner der Beteiligten einen Wettbewerbsdruck ausübt. Die Tätigkeiten von Vattenfall beschränken sich auf das Lausitzer Revier in Deutschland, wohingegen EPH über ihre Tochtergesellschaft Mibrag den Tagebau im mitteldeutschen Revier betreibt.

Die Kommission vertrat die Auffassung, dass eine Änderung der Lieferung von Braunkohle zwischen den Vattenfall-Bergwerken und den EPH-Bergwerken in Zukunft aus mehreren Gründen, einschließlich hoher Transportkosten und Unterschiede in der Braunkohlequalität, zwischen den Vattenfall- und EPH Bergwerken unwahrscheinlich ist. Darüber hinaus wird die Braunkohle vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz seitens anderer Energiequellen wie Erdgas in den nächsten Jahren aufgrund der Energiepolitik Deutschlands zur Senkung der CO2-Emissionen weiter unter Druck geraten, was die Parteien nach dem Zusammenschluss erheblich beeinträchtigen dürfte.

Beide Parteien sind auch auf dem Gebiet der Lieferung von Braunkohlestaub in Deutschland tätig. Der Braunkohlestaub beider Parteien ist jedoch aufgrund der Unterschiede in der Qualität nicht substituierbar. Außerdem steigt der Marktanteil durch den Zusammenschluss nur geringfügig, und das neue Unternehmen wird sich weiterhin erheblichem Wettbewerb von RWE, dem Marktführer in diesem Sektor, gegenüber sehen.

Die Kommission prüfte ferner, ob das neue Unternehmen in der Lage wäre, Wettbewerber vom Zugang zur Stromerzeugung und zum Stromgroßhandel abzuschotten. Die Marktuntersuchung bestätigte, dass das neue Unternehmen nach der Übernahme weder dazu in der Lage ist noch den Anreiz hat, Kunden den Zugang zu Lieferungen zu verweigern. Dies gilt insbesondere angesichts der begrenzten Substituierbarkeit unterschiedlicher Braunkohlelieferungen, der Existenz langfristiger Lieferverträge und der gegenseitigen Abhängigkeit der Lieferanten und Kunden.

EPH ist eine Holdinggesellschaft in der Tschechischen Republik und auf dem Gebiet der Kohleförderung, Strom- und Wärmeverteilung und -erzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen sowie der Gasverteilung und -lieferung tätig. PPF ist ein internationaler Private-Equity-Konzern mit beschränkter Haftung unter der Gerichtsbarkeit der Insel Jersey.

Das Vorhaben wurde am 18. August 2016 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Die Kommission hat gemäß der Fusionskontrollverordnung die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie das Vorhaben im Vorprüfverfahren (Phase I) genehmigt oder ein eingehendes Prüfverfahren (Phase II) einleitet.

Keine Begrenzung nach Zeit oder DatenvolumenUrlaub EU 300

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, den 21.09.2016, einen neuen Ansatz zur fairen Nutzung der neuen Roaming-Regeln ab Juni kommenden Jahres beschlossen. Er sieht weder eine zeitliche Begrenzung noch eine Begrenzung nach Datenvolumen vor. Stattdessen soll es Schutzklauseln auf Basis des Wohnortes der Mobilfunkkunden geben, um einen Missbrauch zu verhindern, wenn die Roaming-Gebühren wie geplant zum 15. Juni 2017 fallen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte die Überarbeitung eines ersten Kommissionsentwurfes in seiner Rede zur Lage der Union in der vergangenen Woche angekündigt.

Dem neuen Ansatz wird der Wohnsitz im oder andere enge Verbindungen eines Mobilfunkkunden mit dem Land zugrunde liegen, in dem der Mobilfunkanbieter seinen Sitz hat. Ziel ist es, dass Reisende ihre SIM-Karte aus dem EU-Mitgliedsland, in dem sie leben oder in dem sich hauptsächlich aufhalten, im EU-Ausland so wie zu Hause nutzen können.

Andrus Ansip, Kommissionsvizepräsident zuständig für den Digitalen Binnenmarkt, sagte in Brüssel: „Parlament und Rat haben unserem Vorschlag zugestimmt, die Roaming-Gebühren für Reisende in der EU abzuschaffen. Gemeinsam müssen wir nun niedrige Preise für Verbraucher innerhalb Europas sicherstellen, um so das Potential neuer mobiler Dienste voll auszuschöpfen. Die europäischen Verbraucher würden nichts anderes akzeptieren.“

Günter Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sagte: „Das Handeln der Europäischen Kommission in Sachen Roaming hat allen europäischen Verbrauchern Nutzen gebracht. Die heutigen Entwürfe stellen sicher, dass wir Roaming-Gebühren zum 15. Juni 2017 für alle Menschen, die regelmäßig innerhalb der EU verreisen, abschaffen können, und die Unternehmen gleichzeitig eine Handhabe gegen Missbrauch der neuen Regeln haben."

Der beschlossene Zeitplan bleibt bestehen: Die Roaming-Gebühren beim Reisen in der EU werden wie beschlossen am 15. Juni 2017 EU-weit abgeschafft. Dafür wird die Europäische Kommission ihren endgültigen Vorschlag bis 15. Dezember 2016 annehmen, nach Feedback der Regulierungsbehörden, der Mitgliedstaaten und aller interessierten Parteien.

Mit Blick auf das informelle Zusammentreffen der 28 EU-Handelsminister am 23.09.2016 in Bratislava haben Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Handel, und ihre kanadische Amtskollegin Chrystia Freeland in einer gemeinsamen Erklärung das europäische-kanadische Freihandelsabkommen CETA gegen Kritik verteidigt.

Europakarte Güter 300Es sei das „fortschrittlichste Freihandelsabkommen, das Kanada oder die EU je verhandelt haben“, erklärten beide am Sonntag. Gemeinsames Ziel bleibe eine Unterzeichnung des Abkommens diesen Herbst. Es sei an der Zeit, „Brücken statt Mauern zu errichten" und auf Partnerschaft und Wohlstand, statt auf Abspaltung und Isolation zu setzen, erklärten Malmström und Freeland.

Malmström und Freeland betonen die Möglichkeit, CETA auch nach seiner Ratifizierung weiter zu verbessern und anzupassen. CETA sei die Basis für die kontinuierlichen Bemühungen zweier gleichgesinnter Partner, eine progressive Handelspolitik voranzutreiben und die Vorteile des Handels für breite Bevölkerungsteile spürbar zu machen.

'Wir freuen uns darauf, uns diese Woche in Bratislava mit Kollegen aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten zu treffen und gemeinsam die Vorteile von CETA zu diskutieren. Wir verstehen, dass es noch immer einige Bedenken gibt, die klargestellt werden müssen. Wo es formaler Klarstellungen bedarf, um Sorgen auszuräumen, sind wir bereit, diese zu geben. Dazu gehört die Bestätigung unserer gemeinsamen Sichtweisen auf die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, Arbeitsrechte und Umweltschutz. Wir teilen außerdem ein gemeinsames Interesse daran, die verbesserten Mechanismen zur Investitionsgerichtsbarkeit in CETA zu überwachen und sicherzustellen, dass sie einem höchstmöglichen Anspruch an Unabhängigkeit genügen.'

Tassilo Schwarz und Ivo Zell aus Deutschland haben im diesjährigen Europäischen Wettbewerb für junge Wissenschaftler jeweils den zweiten Platz gewonnen:

Wissenschaft 300Tassilo Schwarz (17 Jahre) für seine Forschung zur Ortung von Drohnen und Ivo Zell (18 Jahre) für seine Konstruktion eines speziellen Nurflügelflugzeugs, eines Flugzeugtyps, bei dem auf Rumpf und Leitwerk verzichtet wird. Insgesamt haben junge deutsche Forscher beim 28. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler in Brüssel zwei zweite Preise sowie drei Sonderpreise gewonnen.

45 junge Wissenschaftler wurden für ihre Projekte ausgezeichnet, die drei ersten Preise gingen an junge Forscher aus Norwegen, Italien und den USA. Carlos Moedas, der für Forschung zuständige EU-Kommissar sagte: „Die Gewinner wurden dieses Jahr in einer harten Auswahlrunde aus 138 jungen Forschern ausgewählt, die alle in Brüssel ihre brillianten Ideen vorgestellt haben. Es ist ermutigend zu sehen, das Europa so viele kluge Köpfe hat, die auch entschlossen sind und die Fähigkeit haben, ihre Träume in Realität umzusetzen. Ich hoffe, in einigen Jahren viele von ihnen als Teil der nächsten Generation von Top-Wissenschaftlern zu sehen, die hart an der Lösung der vielfältigen Anforderungen arbeiten, vor denen Europa und die Welt stehen.“

Die Teilnehmer des EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler/ innen sind bereits Gewinner: Um an dem Wettbewerb teilnehmen zu können, müssen sie vorher einen Preis für junge Wissenschaftler/innen auf nationaler Ebene gewonnen haben. Dieser hohe Standard hebt den EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler/innen von ähnlichen Wettbewerben ab.

Erlaubt sind Beiträge sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen aus bis zu drei Personen, wobei die Schüler/innen bzw. Studenten und Studentinnen zwischen 14 und 20 Jahre alt sein müssen. Die meisten Teilnehmer kommen aus Europa, aber in den letzten Jahren hat der Wettbewerb sogar Schüler/innen und Studenten/Studentinnen aus weit entfernten Ländern angezogen, z. B. aus den USA, China, Korea und Japan.

Die Projekte der angehenden Forscher/innen decken alle wissenschaftlichen Disziplinen ab. In den vergangenen Jahren befassten sich die Gewinnerbeiträge mit vielfältigen und manchmal recht skurrilen Themen, wie z. B. mit den Selbstverteidigungssystemen von Pflanzen, der Kryptografie, der Aerodynamik von Tischtennisbällen und mit immunsuppressiven Arzneimitteln, um nur ein paar zu nennen. An dem seit 1989 ausgerichteten Wettbewerb haben bislang 2868 junge Forscher teilgenommen. Das Preisgeld für die drei ersten Preise beträgt jeweils 7.000 Euro, für die drei zweiten und dritten Preise jeweils 5.000 und 3.500 Euro.

Nach einem umfangreichen Genehmigungsverfahren hat die Europäische Kommission am Freitag, den 16.09.2016, die Verwendung von elf weiteren Sorten genetisch veränderten Mais' zur Nutzung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen.

Genmais 300Die Genehmigung gilt nicht für den Anbau. Die Europäische Kommission musste über die Zulassung entscheiden, da es seitens der Mitgliedstaaten „keine Stellungnahme“ gab – also weder eine ausreichende Mehrheit für oder gegen die Zulassung.

Die Genehmigung gilt für insgesamt zehn Jahre. Der Anbau von genetisch modifiziertem Mais ist hierbei explizit ausgenommen. Alle mit den neuen genetisch veränderten Organismen (GVOs) zusammenhängenden Produkte unterliegen den strengen Regeln der EU zur Kennzeichnungspflicht und zur Nachverfolgung auf dem Markt.

Die EU verfolgt in Bezug auf genetisch veränderte Organismen ein sogenanntes Vorsorgekonzept, was bedeutet, dass ein GVO erst nach Erteilung einer Zulassung in Verkehr gebracht werden darf und auch nach dem Inverkehrbringen weiter überwacht wird, solange die Zulassung gültig ist. Dieser Ansatz gewährleistet ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier und die Umwelt.

Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission mehr Flexibilität im Zulassungsverfahren vorgeschlagen: Sie will den Mitgliedstaaten das Recht einräumen, die Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen in Lebens- und Futtermitteln, die EU-Ebene zugelassen sind, auf ihrem Gebiet einzuschränken oder ganz zu verbieten (Opt-out-Maßnahmen). Die Diskussionen mit den Mitgliedstaaten dazu dauern an. Auf entsprechende Opt-Out Regeln, die die Kommission hinsichtlich des Anbaus von GVO vorgeschlagen hatte, haben sich die Mitgliedstaaten bereits geeinigt.

Weitere Informationen:

Flaggen vor EU Kommission 300Anlässlich der Rede von Präsident Juncker zur Lage der Union 2016 hat die Kommission dargelegt, wie die Europäische Union die Sicherheit in Europa erhöhen kann, indem sie den Informationsaustausch im Rahmen der Terrorismusbekämpfung verbessert und den Schutz der Außengrenzen verstärkt.

Die Mitteilung umfasst mehrere praktische und operative Maßnahmen, mit denen die Umsetzung der Europäischen Migrationsagenda und der Europäischen Sicherheitsagenda beschleunigt und der Weg für eine echte und wirkungsvolle Sicherheitsunion bereitet werden soll: Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen u. a. die beschleunigte operative Umsetzung des Europäischen Grenz- und Küstenschutzes, die rasche Annahme und Implementierung eines EU-weiten Ein-/Ausreisesystems sowie neue Vorschläge für den Aufbau eines europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystems. Im Rahmen der Bemühungen der Kommission, den Weg für eine echte und wirkungsvolle Sicherheitsunion zu ebnen, enthält die Mitteilung auch noch Vorschläge zu weiteren Maßnahmen, z. B. zur Verbesserung der Sicherheit von Reisedokumenten, um Dokumentenbetrug zu unterbinden, und zur Stärkung des bei Europol angesiedelten Europäischen Zentrums zur Terrorismusbekämpfung.

Juncker 300EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat am 14. September in seiner Rede zur Lage der Union 2016 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg eine schonungslose Zustandsbeschreibung abgegeben und seine positive Agenda konkreter europäischer Maßnahmen für das kommende Jahr präsentiert. „Die nächsten zwölf Monate sind entscheidend, wenn wir unsere Union wieder zusammenführen wollen“, sagte Juncker. „Europa kann nur funktionieren, wenn wir alle nach Einheit und Gemeinsamkeit streben und das Gerangel um Kompetenzen und die Rivalitäten zwischen Institutionen hinter uns lassen. Nur dann ist Europa mehr als die Summe seiner Teile.“ Die großen, demokratischen Nationen Europas dürften sich nicht vom Populismus verführen lassen. „Europa darf sich im Angesicht des Terrors nicht wegducken. Die Mitgliedstaaten müssen ein Europa bauen, das beschützt.“ Juncker kündigte konkrete Initiativen unter anderem für Investitionen, den digitalen Binnenmarkt und die Sicherheit an.

Europa befinde sich am Scheideweg, so Juncker in seiner Einleitung, die er in deutscher Sprache vorbrachte. „Es ist an den europäischen Nationen, die Gründe unserer europäischen Einheit zu verteidigen. Niemand kann das statt ihrer tun.“

Kernbotschaften seiner Rede:

Die europäische Art zu leben bewahren

Freizügigkeit: „Wir Europäer werden es niemals hinnehmen, dass polnische Arbeiter auf den Straßen von Harlow oder andernorts belästigt, angegriffen oder gar ermordet werden. Die Freizügigkeit der Arbeitnehmer ist ebenso ein gemeinsamer europäischer Wert wie unser Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus.“

Todesstrafe: „Wir Europäer sagen ein klares „Nein“ zur Todesstrafe. Denn wir glauben an den Wert des menschlichen Lebens und achten es.“

Handel: „Das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada ist das beste und fortschrittlichste Abkommen, das die EU je ausgehandelt hat. Ich werde gemeinsam mit Ihnen und mit allen Mitgliedstaaten darauf hinwirken, dass dieses Abkommen so bald wie möglich ratifiziert wird.“

Datenschutz: „Europäer möchten keine Drohnen, die über ihre Köpfe kreisen und jede ihrer Bewegungen aufzeichnen oder Unternehmen, die alle ihre Mausklicks speichern. Denn in Europa spielt der Schutz der Privatsphäre eine Rolle. Das ist eine Frage der Menschenwürde.“

Entsendung von Arbeitnehmern: „Arbeitnehmer sollten für gleiche Arbeit am gleichen Ort auch den gleichen Lohn erhalten. Europa ist nicht der Wilde Westen, sondern eine soziale Marktwirtschaft.“

Wettbewerb: „In Europa werden Verbraucher vor Kartellen und Marktmissbrauch durch mächtige Unternehmen geschützt. Das gilt auch für Wirtschaftsgiganten wie Apple. In Europa nehmen wir es nicht hin, dass mächtige Unternehmen in Hinterzimmern illegale Steuerdeals aushandeln. Die Kommission achtet auf diese Steuerfairness. Das ist die soziale Seite des Wettbewerbsrechts.“

Stahlindustrie: „Wir haben bereits 37 Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen in Kraft gesetzt, um unsere Stahlindustrie vor unfairem Wettbewerb zu schützen. Doch wir müssen mehr tun. Ich rufe alle Mitgliedstaaten und dieses Parlament dazu auf, die Kommission dabei zu unterstützen, wenn es darum geht, unsere handelspolitischen Schutzinstrumente zu stärken. Wir sollten keine naiven Freihändler sein, aber wir sollten in der Lage sein, genauso kraftvoll zu reagieren wie die Vereinigten Staaten.“

Landwirtschaft: „Die Kommission wird unseren Landwirten immer zur Seite stehen, insbesondere wenn sie wie jetzt durch schwierige Zeiten gehen. Für mich ist es nicht akzeptabel, dass Milch billiger ist als Wasser.“

Ein Europa, das stärkt

Urheberrecht: „Ich möchte, dass Journalisten, Verlage und Urheber eine faire Vergütung für ihre Arbeit erhalten. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob ein Werk im Studio oder im Wohnzimmer entstanden ist, ob es offline oder online verbreitet wird, ob es über einen Drucker vervielfältigt oder zu kommerziellen Zwecken ins Netz gestellt wird.“

Vernetzung: „Wir schlagen heute vor, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten.“

Investitionen und Jobs: „Europa braucht massive Investitionen in seine jungen Menschen, in seine Arbeitsuchenden, in seine Start-up-Unternehmen. Wir schlagen heute vor, die Laufzeit des Europäischen Fonds für strategische Investitionen und seine Finanzierungskapazität zu verdoppeln. “

„Ich kann und werde nicht akzeptieren, dass die Millennium-Generation, die Generation Y, möglicherweise die erste Generation seit 70 Jahren ist, der es schlechter geht als ihren Eltern.“

Solidarität: „Die Solidarität ist der Kitt, der unsere Union zusammenhält. Aber ich weiß auch, dass das nur freiwillig geht. Solidarität muss von Herzen kommen. Sie kann nicht erzwungen werden.“

Migration: „Wir legen heute eine ehrgeizige Investitionsoffensive für Afrika und die EU-Nachbarschaft vor mit einem Investitionspotenzial von 44 Mrd. EUR. Wenn die Mitgliedstaaten mitmachen, können wir bis zu 88 Mrd. EUR erreichen. Die neue Investitionsoffensive für Afrika wird Menschen Alternativen bieten, die sich andernfalls gezwungen sähen, auf der Suche nach einem besseren Leben den Tod zu riskieren.“

Ein Europa, das verteidigt

Terrorismus: „Gemeinsam haben wir getrauert – gemeinsam müssen wir nun handeln.“

„Im Angesicht des Schlimmsten, was die Menschheit hervorbringt, müssen wir unseren Werten und uns selbst treu bleiben. Wir, das sind demokratische, pluralistische, offene und tolerante Gesellschaften. Der Preis für diese Toleranz darf jedoch nicht unsere Sicherheit sein.“

Sicherheit: „Wir werden unsere Grenzen mit der neuen Europäischen Grenz- und Küstenwache schützen. Ich möchte, dass ab Oktober mindestens 200 zusätzliche Grenzschutzbeamte und 50 zusätzliche Fahrzeuge an der bulgarischen Außengrenze im Einsatz sind.“

Globales Europa: „Europa kann es sich nicht mehr leisten, militärisch im Windschatten anderer Mächte zu segeln oder Frankreich in Mali allein zu lassen.“

„Eine starke europäische Verteidigung braucht eine innovative europäische Rüstungsindustrie. Deshalb werden wir noch vor Jahresende einen Europäischen Verteidigungsfonds vorschlagen, der unserer Forschung und Innovation einen kräftigen Schub verleiht.“

Eine Europäische Strategie für Syrien: „Federica Mogherini, unsere Hohe Vertreterin und meine Vizepräsidentin, leistet hervorragende Arbeit. Aber sie muss unsere Europäische Außenministerin werden, mit deren Hilfe alle diplomatischen Dienste – von kleinen wie großen Ländern gleichermaßen – ihre Kräfte bündeln, um in internationalen Verhandlungen mehr Einfluss zu erlangen. Deswegen fordere ich heute eine Europäische Strategie für Syrien.“

Eine Verteidigungsunion: „Europa muss mehr Härte zeigen. Dies gilt vor allem in unserer Verteidigungspolitik. Der Vertrag von Lissabon gibt den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ihre Verteidigungsfähigkeiten in Form einer ständigen strukturierten Zusammenarbeit zu bündeln, so sie dies wollen. Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese Möglichkeit zu nutzen.“

Ein Europa, das Verantwortung übernimmt

„Ich rufe jeden Einzelnen der 27 Staats- und Regierungschefs, die den Weg nach Bratislava antreten, auf, sich drei Gründe zu überlegen, warum wir die Europäische Union brauchen. Drei Dinge, die sie bereit sind zu verteidigen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen. Und für die sie dann auch rasch Taten folgen lassen.“

„Ich habe jedes einzelne Mitglied meiner Kommission gebeten, in den nächsten beiden Wochen in den nationalen Parlamenten der Länder, die sie am besten kennen, über die Lage der Union zu diskutieren. Denn Europa kann nur mit den Mitgliedstaaten aufgebaut werden, niemals gegen sie.“

„Es geht nicht an, dass die Kommission von Parlament und Rat zu einer Entscheidung gezwungen wird, wenn sich die EU-Länder untereinander nicht einigen können, ob sie die Verwendung von Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln verbieten wollen oder nicht. Daher werden wir diese Regeln ändern – denn das ist keine Demokratie.“

„Politisch zu sein heißt auch, technokratische Fehler sofort zu bereinigen. Die Kommission, das Parlament und der Rat haben gemeinsam beschlossen, die Roaminggebühren abzuschaffen. Dieses Versprechen werden wir halten. Nicht nur für Geschäftsleute, die zwei Tage ins Ausland reisen. Nicht nur für Urlauber, die zwei Wochen in der Sonne verbringen. Sondern für alle, die im Ausland arbeiten. Und für die Millionen von Erasmus-Studenten, die ein oder zwei Semester im Ausland verbringen. Sie werden nächste Woche einen neuen, besseren Entwurf zu Gesicht bekommen. Roaming sollte sein wie zu Hause sein.“

„Verantwortung zu übernehmen bedeutet schließlich auch, dass wir uns gegenüber den Wählerinnen und Wählern zu verantworten haben. Deshalb werden wir vorschlagen, die absurde Regelung zu ändern, wonach Kommissionsmitglieder ihr Amt niederlegen müssen, wenn sie bei Wahlen zum Europäischen Parlament antreten wollen. Wir sollten die Kommissionsmitglieder ermutigen, die nötige Begegnung mit der Demokratie zu suchen. Und ihnen keine Steine in den Weg legen.“

Hintergrund

Jedes Jahr im September hält der Präsident der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Parlament seine Rede zur Lage der Union. An die Rede des Präsidenten schließt sich eine Debatte im Plenum an. Die Rede markiert den Startschuss für den Dialog mit dem Parlament und dem Rat zur Vorbereitung des jährlichen Arbeitsprogramms der Kommission. Außerdem haben Präsident Juncker und der Erste Vizepräsident Timmermans heute eine Absichtserklärung an den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz und an den slowakischen Ministerpräsidenten und derzeitigen Ratsvorsitzenden Robert Fico gerichtet, in dem sie ausführlich darlegen, welche konkreten Initiativen die Kommission für die kommenden Monate plant. Dies ist in der Rahmenvereinbarung von 2010 über die Beziehungen zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission ausdrücklich vorgesehen.

Die diesjährige Rede zur Lage der Union ist auch der Beitrag der Europäischen Kommission zur informellen Tagung der 27 Staats- und Regierungschefs am 16. September 2016 in Bratislava.

Die Rede zur Lage der Union von Präsident Juncker kann im Video bei Europe by Satellite noch einmal angesehen werden, ebenso die Liveübertragung der Pressekonferenzen der Vizepräsidenten Mogherini, Georgieva und Katainen zu Investitionen und EU-Haushalt heute Nachmittag ab 14:30 Uhr und von Vizepräsident Ansip und Kommissar Oettinger zum digitalen Binnenmarkt ab 15:15 Uhr.

Weitere Informationen:

Zu den Initiativen im Einzelnen finden Sie hier detaillierte Informationen:

Juncker 2 300A‌m‌ ‌M‌i‌t‌t‌w‌o‌c‌h‌, 14.09.16, ‌u‌m‌ ‌9‌ ‌U‌h‌r‌ wird Kommissionspräsident Juncker vor dem Plenum des Europäischen Parlaments seine Rede zur Lage der Union halten und anschließend mit den Europaabgeordneten diskutieren.

Präsident Juncker wird eine Bestandsaufnahme des im vergangenen Jahr Erreichten vornehmen und die Prioritäten für das kommende Jahr darlegen. Daneben wird der Präsident erläutern, wie die Kommission den dringendsten Herausforderungen begegnen wird, denen die Europäische Union gegenübersteht.

Die Zukunft der EU wird nach dem „Brexit“-Votum im Mittelpunkt von Junckers Rede stehen.
Nach dem „Brexit“-Votum der Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs ist eine breite Debatte über die Zukunft der Europäischen Union in Gang gekommen. Worum geht es beim europäischen Projekt und wie geht es weiter?

Die diesjährige Rede zur Lage der Union steht unter dem Titel „Für eine EU, die konkrete Ergebnisse erzielt“ (engl.: „Ensuring an EU that delivers“). Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, was Bürgerinnen und Bürger von der Europäischen Union erwarten und wie diese Erwartungen erfüllt werden können. Dabei werden auch die Ergebnisse der letzten Eurobarometer-Umfragen in der Debatte eine Rolle spielen, in der die befragten Bürgerinnen und Bürger deutlich gemacht haben, dass sie große Erwartungen an die EU haben, wenn es um die Lösung aktueller Krisen geht, mit denen die EU und die Welt konfrontiert sind.
Die Diskussion darüber wird regelmäßig im Europäischen Parlament geführt und Junckers Rede wird einmal mehr Anlass sein, eine offene und europäische Debatte über die breit gefächerten politischen Antworten der Europaabgeordneten zu führen.

Bürgerinnen und Bürger haben in der Parlamentsdebatte die Möglichkeit, die unterschiedlichen Positionen aus einem europäischen Blickwinkel zu verfolgen und sich damit – anders als z. B. beim anstehenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Bratislava – ein eigenes Bild von der Debatte, ihren gewählten Abgeordneten und den unterschiedlichen Positionen zu machen und diese zu bewerten. Damit wird das Europäische Parlament einmal mehr der Ort der europäischen Demokratie sein, an dem über die Zukunft der Europäischen Union gesprochen und diskutiert wird. Die Rede wird im Livestram übertragen werden.