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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

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Flüchtlinge zu Fuß 300Im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats-und Regierungschefs in der kommenden Woche hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag die Beschlüsse der EU-Kommission im Bereich Migration dargelegt. Dazu gehören konkrete Empfehlungen für effizientere Rückkehrverfahren und aktuelle Fortschrittsberichte zu den zentralen Bereichen der Europäischen Migrationsagenda, darunter die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU. Statt neuer Gesetzesvorschläge müsse der Schwerpunkt auf der Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen liegen, so Juncker in seinem Brief.

 „Die Glaubwürdigkeit unseres Handelns innerhalb der Union, an unseren Grenzen und bei unserem Migrationsmanagement ist von zentraler Bedeutung, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und ermöglicht es uns, gemeinsam zu handeln, wenn ein Mitgliedstaat einem hohen Migrationsdruck ausgesetzt ist.  Je effektiver wir mit Drittstaatspartnern an einer gemeinsamen Agenda zusammenarbeiten können, um die Ursachen der Migrationsströme an ihren Wurzeln anzupacken, desto größer ist der Raum, um ein faires und effektives Asyl- und Migrationsmanagement hier in der EU zu schaffen“, so Juncker in seinem Schreiben. „Alle diese Initiativen haben gemeinsam, dass sie auf Solidarität beruhen, dass sie Verantwortung einfordern, und, dass sie zusammen einen Umschwung bewirken in unserer Fähigkeit, Migration zu bewältigen und unsere humanitären Verpflichtungen zu erfüllen.“

1. Maßnahmen für eine wirksame und glaubwürdige Rückkehrpolitik der EU

Nachdem die Staats-und Regierungschefs auf dem Gipfel in Malta am 3. Februar 2017 betont haben, dass eine Überarbeitung der Rückkehrpolitik der EU erforderlich ist, hat die Kommission heute einen neuen EU-Aktionsplan für die Rückkehr und eine Reihe von Empfehlungen vorgelegt, wie die Mitgliedstaaten die Rückkehrverfahren effizienter gestalten können. Schwerpunktmäßig geht es darum, Schlupflöcher zu schließen und die bestehenden Vorschriften so streng und realistisch anzuwenden, dass sie in der Praxis funktionieren. Gleichzeitig muss aber die Einhaltung der Grundrechte sichergestellt werden.

Konkrete Empfehlungen an die Mitgliedstaaten

Insbesondere empfiehlt die Kommission den Mitgliedstaaten:

  • die Koordinierung zwischen allen am Rückkehrprozess beteiligten Dienststellen und Behörden zu verbessern;
  • die Fristen für das Einlegen von Rechtsbehelfen zu verkürzen, systematisch Rückkehrentscheidungen ohne Ablauffrist zu erlassen und Entscheidungen über die Beendigung eines legalen Aufenthalts mit einer Rückführungsentscheidung zu kombinieren, um Doppelarbeit zu vermeiden;
  • den Missbrauch des Systems zu bekämpfen, indem sie die Möglichkeit, Asylanträge im beschleunigten Verfahren oder – wenn dies für angemessen erachtet wird – im Grenzverfahren zu prüfen, nutzen, wenn der Verdacht besteht, dass Asylanträge nur gestellt werden, um die Vollstreckung einer Rückkehrentscheidung zu verzögern;
  • die Flucht von Personen zu verhindern, indem sie Personen in Haft nehmen, gegen die eine Rückkehrentscheidung ergangen ist und bei denen Anzeichen dafür vorliegen, dass sie dieser Entscheidung nicht Folge leisten werden, beispielsweise wenn sie sich weigern, bei der Identifizierung zu kooperieren, oder sich einer Rückführungsmaßnahme gewaltsam oder betrügerisch widersetzen;
  • die Wirksamkeit von Rückkehrverfahren und -entscheidungen zu erhöhen, indem sie unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten eine freiwillige Ausreise nur dann gewähren, wenn dies notwendig ist und ein entsprechender Antrag gestellt wird, wobei möglichst kurze Fristen für die freiwillige Ausreise festzulegen sind;
  • bis zum 1. Juni 2017 einsatzbereite Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr einzurichten und für eine weite Verbreitung von Informationen über die freiwillige Rückkehr sowie die Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und die Wiedereingliederungsprogramme zu sorgen.

2. Stand der Umsetzung der Migrationsagenda

Die Kommission hat die Mitgliedstaaten im Vorfeld des Gipfels in der kommenden Woche zudem mit drei Fortschrittsberichten erneut aufgefordert, zügig ihren Anteil zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU zu leisten, um Italien und Griechenland zu entlasten. Insgesamt wurden bisher 13.546 Personen umverteilt, 3936 aus Italien und 9610 aus Griechenland. Bislang sind nur Malta und Finnland auf dem besten Weg, ihre Verpflichtungen gegenüber den beiden Staaten einzuhalten.

Dagegen sind die Fortschritte bei der Neuansiedlung weiterhin vielversprechend. Die Mitgliedstaaten haben bisher 14.422 Personen sichere und legale Wege in die EU geöffnet, was mehr als der Hälfte der im Rahmen der EU-Neuansiedlungsregelung vereinbarten 22.504 Personen entspricht. Dies umfasst auch die Neuansiedlung von 3565 syrischen Flüchtlingen im Rahmen der Erklärung EU-Türkei.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten zudem auf, ihre weitreichenden politischen Zusagen einzulösen und bis Ende März die bei der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache bestehenden Lücken bei Personal und Ausstattung zu füllen. Ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten wird die Erklärung EU-Türkei weiterhin umgesetzt, um irreguläre Grenzübertritte unter Kontrolle zu halten, doch liegt die Zahl der Neuankömmlinge immer noch über der Zahl der Rückführungen. Deshalb fordert die Kommission auch Griechenland und alle anderen Mitgliedstaaten auf, die weiterhin intensiv daran zu arbeiten, Lage auf den Inseln zu verbessern.

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, erklärte: „Verantwortung kann ohne Solidarität nicht gerecht aufgeteilt werden. All unsere Maßnahmen sind miteinander verknüpft, und die Mitgliedstaaten können sich im Hinblick auf ihre Bringschuld nicht einfach die Rosinen herauspicken. Mittlerweile sind in Griechenland und Italien alle operativen Voraussetzungen für das Funktionieren der Umverteilung erfüllt. Die Mitgliedstaaten müssen nun handeln und ihren Verpflichtungen nachkommen, damit alle in Betracht kommenden Personen zeitnah umverteilt werden. Gleichzeitig sollten die Mitgliedstaaten auch weiterhin ihre Verpflichtungen zur Neuansiedlung aus der Türkei erfüllen, die notwendige Unterstützung für die Bearbeitung von Asylanträgen in Griechenland leisten und die volle Einsatzfähigkeit der Europäischen Grenz- und Küstenwache gewährleisten.“

 

17 02 02 MimicaNeven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich am Donnerstag bei einer internationalen Konferenz im Rahmen der Initiative „She Decides" klar für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen positioniert. „Der Zugang zu Familienplanung ist ein zentrales Element in unserem Kampf für Gleichstellung und für Frauenrechte und die Stärkung von Frauen. 225 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben noch ungedeckten Bedarf an moderner Familienplanung und dem Zugang zu Informationen. Die  Europäische Kommission prüft derzeit die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort und die Finanzierungslücken, um gemeinsam mit unseren Partnern zusätzliche Fördermittel bereitzustellen“, sagte Mimica.

„She Decides" ist eine neue Initiative in Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die „Mexico City Policy“ wiedereinzuführen, die Nichtregierungsorganisationen US-Finanzmittel versagt, wenn sie Beratungen zu Schwangerschaftsabbrüchen durchführen. An der Konferenz heute in Brüssel, die die Entwicklungsministerien Belgiens, der Niederlande, Schwedens und Dänemarks organisiert haben,  nehmen Vertreter zahlreicher Staaten teil. „She Decides" will Geld für Organisationen sammeln, die Frauen Unterstützung bei der Familienplanung anbieten.

Die EU unterstützt mit erheblichen finanziellen Mitteln Gesundheits- und Gleichstellungsprogramme auf der ganzen Welt. Ziel ist es, die Diskriminierung von Frauen und die damit verbundenen Auswirkungen zu bekämpfen. Diese Arbeit wird die Kommission auch weiterhin mit ihren Partnern fortsetzen.

EU Flagge 2Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und die EU-Kommission haben am Donnerstag über weitere Fortschritte beim Migrationspartnerschaftsrahmen mit afrikanischen Staaten informiert. Außerdem legten sie erste Schritte zur Durchführung von Maßnahmen entlang der zentralen Mittelmeerroute fest. Die Partnerschaften mit den Ländern Äthiopien, Niger, Nigeria, Mali und Senegal erzielten deutliche Fortschritte. So hat sich zum Beispiel in Niger die Zahl der Migranten, die in den von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) betriebenen Zentren Unterstützung erhalten, 2016 auf über 15.000 verdoppelt.

 „Partnerschaft ist der Schlüsselbegriff in allen Politiken der Europäischen Union. Zusammen mit unseren Partnern bewältigen wir die zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Mogherini in Brüssel. „Mit den Partnerschaftsrahmen und den in der Erklärung von Malta vorgesehenen Schritten haben wir eine wirklich umfassende Migrationspolitik geschaffen, die auf Partnerschaft und den erforderlichen Investitionen und Ressourcen beruht und es uns erlaubt, gemeinsam weiterhin für die Rettung von Menschleben, die Zerschlagung von kriminellen Netzwerken und die Schaffung von besseren Perspektiven zu arbeiten und gemeinsam die Migrationsströme auf eine nachhaltige, respektvolle und menschliche Art zu bewältigen“, fügte Mogherini hinzu.

Am 3. Februar hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfel auf Malta auf eine Erklärung von Malta geeinigt, in der konkrete kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Lage entlang der Mittelmeerroute und vor Ort in Libyen und den Nachbarländern festgelegt wurden.

Durch die Maßnahmen erhielten fast 5000 Menschen Hilfe bei ihrer freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsgemeinschaften, und mit neun Projekten wurde im Rahmen des EU-Treuhandfonds für Afrika die Entwicklung Nigers insgesamt gefördert. Mit Nigeria wurden Verhandlungen über ein Rückübernahmeabkommen aufgenommen und sollen bis Juni 2017 abgeschlossen werden. Weitere Projekte wurden für Senegal und Mali angenommen, um die Wiedereingliederung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. In Vorbereitung sind außerdem Programme zur Unterstützung der Flüchtlinge und der Aufnahmegemeinschaften in Äthiopien, und in alle fünf prioritären Länder wurden europäische Verbindungsbeamte für Migration entsandt.

Insgesamt wurden im Dezember 2016 im Rahmen des Treuhandfonds für Afrika 42 Programme im Wert von 587 Mio. Euro aufgelegt, so dass jetzt insgesamt 106 Projekte im Wert von 1,5 Mrd. Euro angenommen wurden. Der EU-Treuhandfonds kommt in 26 Ländern zum Einsatz und stellt Finanzmittel in Höhe von mehr als 2,5 Mrd. Euro bereit, einschließlich der bisherigen Zusagen von EU-Mitgliedstaaten und anderen Gebern in Höhe von 152 Mio. Euro.

eu Kommission 300Wie Präsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union im Jahr 2016 angekündigt hat, legt die Europäische Kommission jetzt ein Weißbuch zur Zukunft Europas vor - ihr Beitrag zum Gipfel am 25. März 2017 in Rom.

Mit dem bevorstehenden 60. Jubiläum der EU blicken wir auf sieben Jahrzehnte Frieden zurück und schauen auf eine erweiterte Union mit 500 Millionen Bürgern, die in Freiheit in einer der Regionen mit dem größten Wohlstand der Welt leben. Gleichzeitig muss die EU nach vorne blicken und darüber nachdenken, welche Vision sie sich für ihre Zukunft mit 27 Mitgliedstaaten geben will. Das Weißbuch setzt sich mit den größten Herausforderungen und Chancen für Europa in den nächsten zehn Jahren auseinander. In fünf Szenarien wird skizziert, wo die Union 2025 stehen könnte – je nachdem, welchen Kurs sie einschlägt.

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erklärte hierzu: „Vor 60 Jahren haben die Gründerväter der EU beschlossen, den Kontinent mit der Macht des Rechts und nicht durch den Gebrauch von Waffen zu einen. Wir können stolz auf das sein, was wir seitdem erreicht haben. Selbst unser dunkelster Tag in 2017 wird heller sein als jeder Tag, den unsere Vorväter auf den Schlachtfeldern verbracht haben. Zum 60-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge gilt es, für ein geeintes Europa der 27 eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. In diesen Zeiten sind Führungsstärke, Einheit und gemeinsamer Wille gefragt. Im Weißbuch der Kommission werden verschiedene Wege skizziert, die dieses geeinte Europa der 27 künftig einschlagen könnte. Das ist der Beginn und nicht das Ende eines Prozesses, und ich hoffe nun auf eine ehrliche und umfassende Debatte. Die Form wird dann der Funktion folgen. Die Zukunft Europas liegt in unserer Hand.“

Im Weißbuch wird der Frage nachgegangen, wie Europa sich in den nächsten zehn Jahren verändern wird; von den Auswirkungen neuer Technologien auf Gesellschaft und Beschäftigung, über Bedenken hinsichtlich der Globalisierung, bis hin zu Sicherheitsfragen und dem zunehmenden Populismus. Das Weißbuch macht deutlich, vor welcher Wahl wir stehen: Entweder werden wir von solchen Entwicklungen überrollt oder wir stellen uns ihnen und ergreifen die neuen Chancen, die sie mit sich bringen. Europas Bevölkerung und wirtschaftliches Gewicht schrumpfen, während andere Teile der Welt wachsen. Im Jahr 2060 entfällt auf jeden einzelnen EU-Mitgliedstaat ein Anteil von weniger als 1 Prozent an der Weltbevölkerung – ein guter Grund, zusammenzuhalten, um auf diese Weise mehr zu erreichen. Europa ist eine positive globale Kraft. Sein Wohlstand ist nach wie vor von der Öffnung und von starken Beziehungen zu seinen Partnern abhängig.

Im Weißbuch werden fünf Szenarien beschrieben; jedes einzelne bietet einen Ausblick, wo die Union im Jahr 2025 stehen könnte – je nachdem, welchen Kurs Europa einschlägt. Die Szenarien decken verschiedene Möglichkeiten ab und dienen der Veranschaulichung. Sie schließen sich daher weder gegenseitig aus, noch sind sie erschöpfend.

Das Weißbuch wird den 27 Staats- und Regierungschefs bei ihrer Debatte als Leitfaden  dienen und dabei helfen, die Gespräche beim Gipfeltreffen in Rom am 25. März und darüber hinaus zu strukturieren. Es ist zudem der Ausgangspunkt einer breiteren öffentlichen Debatte über die Zukunft unseres Kontinents.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen unterstützt die folgende Initiative:

Überzeugte Europäer/innen und Demokrat/innen müssen jetzt positive Energie aussenden, die den aktuellen Tendenzen entgegenwirkt. Der europäische Pulsschlag.

'Pulse of Europe' ist eine Bürgerinitiative für Europa, die in den letzten Wochen entstanden ist und keine parteipolitischen Ziele verfolgt. Jeden Sonntag um 14 Uhr finden in immer mehr Städten gleichzeitig friedliche Kundgebungen für den Erhalt Europas statt.

Wir wollen in den Straßen Europas sichtbar und hörbar sein.

Die in Europa wachsende pro-europäische und überparteiische Kundgebung für Europa findet seit dem 5. März 2017 jeden Sonntag in Aachen auf dem Katschhof statt. Beginn der ca. einstündigen Veranstaltung ist um 14 Uhr. Die Rednerliste für jeden offen!

'Pulse of Europe' gibt es bereits in Amsterdam, Berlin, Bremen, Celle, Essen, Frankfurt, Freiburg, Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Köln, München, Paris, Passau, Stuttgart und Wiesbaden. Da darf und kann Aachen nicht fehlen!

Die Veranstaltung startet um 14 Uhr auf dem Katschhof (Rathausseite). Redebeiträge von maximal 5 Minuten länge sind willkommen und können gerne vorab angemeldet werden: https://goo.gl/forms/TnBB5tOnD5a5FUXa2

Bringt Freunde und Verwandte mit. Setzt mit ein Zeichen - auch wenn ihr selber nicht vor Ort sein könnt: Teilen, Teilen, Teilen!

  • Facebook: https://www.facebook.com/PulseofEurope/
  • Kontakt zum Aachener Team von 'Pulse of Europe': Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Homepage: http://pulseofeurope.eu
  • Interview mit dem Gründer von 'Pulse of Europe' im Deutschlandfunk
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Pulse-of-Europe_Aachen

Flaggen vor EU Kommission 300Um die europäische Stahlbranche vor unfairen Handelspraktiken zu schützen, hat die Europäische Kommission am 28.02.17 die Einführung endgültiger Antidumpingzölle auf Importe von schweren Stahlplatten aus China beschlossen.

Die Untersuchungen der Kommission hatten ergeben, dass chinesische Hersteller ihre Produkte weit unter den Produktionskosten anbieten. Die Dumpingspannen bewegen sich hierbei zwischen 120 und 127 Prozent. Die ungleichen Wettbewerbsbedingungen wirken sich negativ auf die Rentabilität und Kapitalrendite europäischer Stahlproduzenten aus.

Die endgültigen Aufschläge für chinesische Produzenten von schweren Stahlplatten liegen zwischen 65 und 73 Prozent. Dies entspricht den Strafzöllen, die die EU-Kommission im vergangenen Oktober als vorläufige Maßnahme gegen die wettbewerbsverzerrenden Praktiken bei schweren Stahlplatten verhängt hatte.

Das verstärkte Vorgehen dient dem Schutz der europäischen Stahlindustrie vor unfairen Handelspraktiken aufgrund weltweiter Überproduktion. Die Kommission nutzt damit die ihr zur Verfügung stehenden handelspolitischen Schutzinstrumente, um für Chancengleichheit in der unter internationalem Druck stehenden Stahlbranche zu sorgen.

Derzeit führt die Kommission im Bereich der Stahlbranche 41 Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen durch, wovon 18 Stahlprodukte aus China betreffen.

Gestalte ein Event von jungen Leuten für junge Leute mit!

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen wird zusammen mit Partnern erneut eine Veranstaltung "Europa im Aufbruch?" (Arbeitstitel) im Karlspreis-Rahmenprogramm ca. im April/Mai 2017 organisieren. Bisherige Partner sind neben der Karlspreis-Stiftung vor allem AEGEE Aachen, das Europäische Jugendparlament und JEF Aachen.

Es geht um eine Abendveranstaltung für junge Leute (ca. 17-28 Jahre) in einer Kneipe oder einem Club, bei der Europa aus der Sicht von jungen Leuten beleuchtet wird. Das Ganze mit Spaß und Unterhaltung an einem interessanten Ort.

Dies ist eine Einladung zur Kooperation und ehrenamtlichen Mitarbeit.
Die ersten Treffen fanden bereits am 30.01. und 13.02. im EUROPE DIRECT Büro statt. Es können aber gerne noch weitere Leute mithelfen, das Event für junge Leute zu gestalten und durchzuführen.

Das nächste Planungstreffen für alle Interessierten ist am Donnerstag 02.03.2017 um 18 Uhr im Chico Mendes, Pontstraße 74-76, bitte kurz per Mail anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Auch wer an dem Tag nicht kann, sollte sich melden, um bei der weiteren Planung gerne mitmachen zu können.

Beispiele für frühere Veranstaltungen dieses Formats

  • "Europa LIVE" im Franz (Europa-Wahlkampf, drei Bands aus der Euregio), siehe Link
  • "Wie jung ist Europa?" im Charlatan-Gewölbekeller (mit Talk und Europa-Kneipenquiz), siehe Link
  • "Europe needs YOUth - Europa, wie geht's weiter?" in Café Bar Zuhause, siehe Link

EU Flagge 2 300In einer Rede auf der internationalen Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat der für den Digitalen Binnenmarkt zuständige Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip die Mitgliedstaaten aufgefordert, beim Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards 5G besser zusammenzuarbeiten. Die 5G-Mobilfunktechnik soll bis 2020 aufgebaut und bis 2025 umfassend entlang der Transportwege eingerichtet werden. „Um 5G in koordinierter Weise in der gesamten EU ausrollen zu können, brauchen wir vor allem drei Dinge: Vision, Geschwindigkeit und Kooperation“, sagte Ansip. „Ich möchte die Mitgliedstaaten dringen dazu auffordern, damit zu beginnen, grenzüberschreitende 5G-Versuche durchzuführen. Wir können – und sollten – Vorreiter sein.“ 

Der Erfolg des 5G-Aktionsplans hängt von der Harmonisierung des 700 MHz-Bandes (694-790 MHz) für den mobilen Internetzugang ab, auf die sich die EU-Staaten politisch bereits geeinigt haben. Außerdem muss die vorgeschlagene Überarbeitung der Telekommunikationsvorschriften vorankommen, die ein besseres regulatorisches Umfeld schaffen soll, um Investitionen in hochqualitative Infrastrukturen in ganz Europa zu fördern und für eine bessere Koordinierung der Bandbreiten sorgt.

„Die Telekommunikation ist das Rückgrat des digitalen Binnenmarkts in Europa. Nur auf dieser Grundlage kann der digitale Binnenmarkt auch wirklich effizient funktionieren“, führte Vizepräsident Ansip weiter aus. „Die 5G-Technologie ist revolutionär; sie könnte  die Art, wie wir leben, arbeiten, spielen und kommunizieren völlig verändern. Dabei geht es nicht nur um höhere Geschwindigkeit und mehr Bandbreite für mobile Kommunikation. Es geht darum, die Kommunikationsplattform aufzubauen, die die digitale Revolution antreibt.

 

12 02 22 transportAm Mittwoch haben der Tschad, Jordanien, Oman und Ruanda das WTO-Übereinkommen über Handelserleichterungen ratifiziert. Damit ist die Schwelle von 110 WTO-Mitgliedern erreicht, die notwendig ist, damit das Abkommen in Kraft treten kann. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström begrüßte diesen Schritt: „Bessere Verfahren an den Grenzen und raschere, reibungslosere Handelsströme werden den Welthandel neu beleben und Bürgern wie Unternehmen in allen Teilen der Welt zugute kommen. Hauptgewinner werden kleine Unternehmen sein, für die es mitunter schwierig ist, sich im täglichen Dschungel der Bürokratie und komplizierter Vorschriften zurechtzufinden.“

Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, fügte hinzu: „Handel treibt eine nachhaltige Entwicklung entscheidend voran. Das neue Übereinkommen wird dabei behilflich sein, das gewaltige Potenzial des Handels auszuschöpfen. Ich bin bereit, unsere Partnerländer dabei zu unterstützen, die sich mit diesem Übereinkommen eröffnenden Chancen bestmöglich zu nutzen.“

Das Abkommen ist eines der bedeutendsten multilateralen Handelsabkommen, die seit Gründung der WTO verhandelt worden sind. Ziel des Abkommens ist es, die internationalen Import- und Exportregelungen sowie Zollformalitäten und Transitbestimmungen zu vereinfachen.

Den EU-Zollbehörden wird eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Übereinkommens zufallen: Sie werden nicht nur eine Vorbildfunktion erfüllen, sondern auch Motor für weitere Fortschritte in Bezug auf Handelserleichterungen in der EU und auf internationaler Ebene sein.

Außerdem wird das Übereinkommen für mehr Transparenz sorgen und besserer Möglichkeiten für die Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten schaffen sowie Korruption eindämmen. Das Übereinkommen war im Jahr 2013 auf der WTO-Ministerkonferenz in Bali vereinbart worden.

Die EU hat dem Übereinkommen eine wichtige Rolle dabei zugedacht, die Entwicklungsländer stärker in globale Wertschöpfungsketten einzubinden. Deshalb hat sie 400 Mio. Euro bereitgestellt, um diese Länder bei den Reformen zu unterstützen, die im Hinblick auf die Einhaltung der Regeln des Übereinkommens erforderlich sind.

Das Vertragswerk hat nicht nur eine entwicklungspolitische Dimension, sondern ist darüber hinaus Teil der von der EU unternommenen Anstrengungen, um kleinen und mittleren europäischen Unternehmen bei der Erschließung noch nicht ausgeschöpfter Potenziale der globalen Märkte zu helfen.

17 22 02 JourováAnlässlich des Europäischen Tages der Opfer von Straftaten hat die EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Vera Jourová, alle EU-Staaten aufgerufen, die EU-Regeln zum Schutz der Opfer  von Straftaten umzusetzen. „Die Richtlinie über Opferrechte sollte seit bereits mehr als einem Jahr in allen Mitgliedstaaten umgesetzt sein und Verbrechensopfern in ganz Europa Schutz und Hilfe bieten. Rechte helfen jedoch nicht weiter, wenn sie nicht angewandt werden. Deshalb rufe ich alle Mitgliedstaaten, die die Richtlinie über Opferrechte noch nicht in ihr innerstaatliches Recht umgesetzt haben, einmal mehr auf, dies unverzüglich nachzuholen“, erklärte sie heute in Brüssel.

In der EU wird jedes Jahr eine von sieben Personen Opfer einer Straftat. Alle Opfer von Straftaten müssen mit Würde behandelt und entsprechend ihrem Bedarf unterstützt und geschützt werden. „Meine Botschaft an sie ist: Europa steht auf Ihrer Seite“, erklärte Jourová.

Insbesondere verwies Jourová auf Gewalt gegen Frauen. „Jede dritte Frau hat in ihrem Leben geschlechterspezifische Gewalt in der einen oder anderen Form erlebt. Frauen, gegen die Gewalt geübt wurde, dürfen nicht auch noch mit Vorwürfen bedacht werden. Deshalb die die Kommission 2017 eine Sensibilisierungskampagne ins Leben gerufen. Die betroffenen Frauen sollen wissen, dass sie sich an die Behörden wenden können und dass Polizisten, Staatsanwälte und Richter geschult sind, um ihnen zuzuhören. Sie sollten sich nicht nur vor Gericht sicher fühlen, sondern ebenso darauf vertrauen können, dass sie auch außerhalb des Gerichtssaals vor dem Täter geschützt werden. Sie sollen ein Anrecht auf individuelle, bedarfsgerechte Betreuung haben.“

Die Kommissarin verwies zudem auf neue in der vergangenen Woche verabschiedeten Vorschriften, mit denen Terroropfer besser geschützt werden sollen. Mit diesen Vorschriften würde sichergestellt, dass Terroropfer in der ganzen EU nach einem Anschlag unverzüglich und so lange wie nötig Schutz, Beratung und Beistand erhalten.

 

Flüchtlingshilfe 600Der Südsudan ist ein Land, in dem Hunger das Leben der Menschen bestimmt. 40 Prozent der fünf Millionen Einwohner benötigen dringend humanitäre Hilfe. Gleichzeitig muss auch den Nachbarstaaten geholfen werden, die einen massiven Zustrom von Flüchtlingen verzeichnen.

Die Europäische Kommission stellt Nothilfe in Höhe von 82 Mio. Euro für die von Hungersnot betroffenen Menschen im Südsudan bereit. Dies hat Christos Stylianides, EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, am Dienstag, 21. Februar, angekündigt. Zuvor hatte der Südsudan offiziell in Teilen des Landes eine Hungersnot erklärt. Dort sind 100.000 Menschen akut vom Hunger bedroht.

„Die humanitäre Tragödie in Südsudan ist vollständig von Menschen verursacht. Es muss dringend gehandelt werden, damit nicht noch mehr Menschen an Hunger sterben. Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien den Hilfsorganisationen sofortigen und ungehinderten Zugang gewähren, damit sie ihre Arbeit machen und Hilfe bringen können“, forderte Stylianides.

Von den nahezu fünf Millionen Einwohnern des Landes benötigen 40 Prozent dringend humanitäre Hilfe. Mit der neuen Unterstützung können die grundlegenden Bedürfnisse gedeckt werden. Zudem kommt sie den Nachbarstaaten des Südsudan zugute, die einen massiven Zustrom von Flüchtenden bewältigen müssen.

Stylianides betonte, dass nur nach einem Niederlegen der Waffen das Land wieder aufgebaut werden könne und die mit der Unabhängigkeit des Landes verbundenen Hoffnungen erfüllt würden.

Die EU hat seit Dezember 2013 über 381 Mio. Euro für die Eindämmung der humanitären Krise im Südsudan bereitgestellt. Ein Team aus Experten der EU-Kommission ist permanent vor Ort, um die Arbeit der Partnerorganisationen zu erleichtern.

17 20 02 Pence JunckerDer US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence ist am Montag in Brüssel. Er traf am Vormittag die Hohe Beauftragte der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk zu Gesprächen. Vor einem anschließenden Treffen zwischen Mike Pence und Jean-Claude Juncker erklärte der EU-Kommissionspräsident: „Die USA brauchen mit Blick auf eine Reihe von Themen eine starke und vereinte Europäische Union.“

Die US-Wirtschaft hänge stärker vom Austausch zwischen beiden Partnern ab, als mancher denke. Auch sei die globale Stabilität abhängig von guten transatlantischen Beziehungen, so Juncker.

Zuvor hatte Pence nach seinem Gespräch mit Ratspräsident Tusk im Auftrag von US-Präsident Trump erklärt, dass die Vereinigten Staaten sich der weiteren Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der EU verpflichtet fühlten.

Im Gespräch mit Federica Mogherini ging es um die bilaterale Zusammenarbeit in Fragen der globalen Sicherheit, des Atomabkommens mit dem Iran und zur Terrorbekämpfung. Mogherini lobte die offene und warme Gesprächsatmosphäre, in der sich beide Seiten zu einer engen und auf klaren Werten und Interessen basierten Partnerschaft bekannt hätten.

13 07 15 FlaggenDie EU-Kommission stellt zusätzliche 18 Mio. Euro an humanitärer Hilfe für die Menschen in der Ukraine zur Verfügung, die von dem bewaffneten Konflikt im Osten des Landes geflohen sind. Dies gab Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, am Montag bei seinem Besuch im Land bekannt. „Hier in Bachmut möchte ich den Ukrainern heute sagen: Ihr seid nicht allein.  Der Zivilbevölkerung in Not muss geholfen werden, auf beiden Seiten der Kontaktlinie“, sagte Styliandes.

Das Geld wird humanitären Partnern in der Ostukraine für dringend benötigte Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. „Unser neues Hilfspaket wird humanitäre Partner in der Ostukraine dabei unterstützen, medizinische Hilfe, Notunterkünfte, Wasserversorgung und sanitäre Bedürfnisse bereitzustellen“, betonte Stylianides.

In der Ostukraine mehren sich die Verstöße gegen die Waffenstillstandsvereinbarung mit besorgniserregenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

An die 50 Prozent der EU-Hilfsleistungen kommen notleidenden Menschen in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten zu Gute. Die humanitäre Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten beläuft sich auf über 399 Mio. Euro seit 2014.

EU Flagge hinter Weltkugel 300Viel hat sich seit Gründung der Montanunion geändert. Es lässt sich kaum abstreiten, dass diese und ihre Nachfolger bis hin zur Europäischen Union das Leben von Millionen von Menschen geprägt haben und viele Errungenschaften der EU heute für junge (und alte) Menschen in Europa selbstverständlich geworden sind.

Reisefreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit, der Wegfall der Zollgrenzen sind nur einige wenige Beispiele. Aber: es ist nicht mehr der politische Narrativ der Gründergeneration, der die EU zusammenhält, sondern vielmehr "die Tatsache, dass Europa längst eine (bewusste oder unbewusste) Dimension von Lebensentwürfen geworden ist", so das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) Essen.
Im Rahmen der Thementage "Erfindung Europa" stellte Claus Leggewie, Leiter des KWI, am 17. Februar die neue Initiative des KWI, Praxis Europa, vor.

In Zeiten des grassierenden Populismus, der Idee starker Nationalstaaten und dem Vorpreschen autoritärer Nationalisten muss sich Europa fragen: wie machen wir weiter? Welche Strategien können angewandt werden, diesen Entwicklungen, die massive Auswirkungen auf vor allem die Menschen hat, die mit einem geeinigten Europa aufgewachsen sind, aufzuhalten?

Praxis Europa ist ein Zusammenschluss verschiedener Menschen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft die sich diesen und weiteren Fragen und Problemen stellen wollen.
Die Revitalisierung Europas steht im Mittelpunkt. Dafür hat sich die Initiative selbst sechs Praxisfelder gesetzt. In diesen geht es um eine bürgerschaftliche Erneuerung der EU oder um die Auseinandersetzung damit, wie man Europa sozialer und gerechter gestalten kann. Die Themenfelder im Detail sind:

  1. Transnationale Demokratie: Erneuerung der EU auf bürgerschaftlicher Ebene
  2. Neuer europäischer Gesellschaftsvertrag: Neudenken der EU abseits vom neoliberalen Wirtschaftsverständnis
  3. Das kosmopolitische Europa: Konvivalität und Solidarität zwischen neuen und alten EU-Staaten
  4. Globale Kooperation: Auseinandersetzung mit "globalen Menschheitsaufgaben", insbesondere dem Klimawandel
  5. Digitale Agenda à l'européenne: Vorschläge für eine menschenfreundliche und sozialverträgliche Digitalisierung
  6. Erasmus II: kosmopolitische Bildungsmöglichkeiten in Schule, Hochschule, Beruf und Alltag

In allen sechs Bereichen legt Praxis Europa einen besonderen Schwerpunkt auf die Bürger, auf ein soziales Europa, auf Solidarität, ein Handeln im Sinne globaler Menschheitsaufgaben und auch das Zusammenkommen der Bürger in Europa.

Praxis Europa ist kein Aktionsbündnis, sondern arbeitet an verschiedenen europäischen Orten in verschiedenen Formen als "Europa-Salon" oder Ideenschmiede, es soll ein Denk-Raum sein.

Praxis Europa möchte jährlich eine Konferenz abhalten, die erste soll vom 20. bis 22. Oktober 2017 in Salzburg stattfinden.

Juncker 300Am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag eine Rede bei der Münchner Europa-Konferenz gehalten. Dabei hat Juncker über die Zukunft Europas und den Brexit gesprochen und klargestellt, was er über die Forderung der USA denkt, Europa müsse mehr Verantwortung – auch finanzieller Natur – für die europäische und atlantische Verteidigung übernehmen. „Ich habe nicht gerne, dass unsere amerikanischen Freunde den Sicherheitsbegriff verengen auf rein militärische Fragen“, sagte Juncker.

„Wenn man zusammenrechnet, was Europäer tun im Verteidigungsbereich plus Entwicklungspolitik plus humanitäre Hilfe, dann sieht das Vergleichsbild mit den USA schon wesentlich anders aus.“

Die Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben in Europa sei nicht neu. „Das hat Clinton mir gesagt, das hat Bush – der zweite – mir gesagt, das hat Obama mir gesagt. Jetzt sagt es Trump. Wo ist der Unterschied? Das ist die amerikanische Message seit vielen, vielen Jahren. Und ich bin jetzt sehr dagegen, dass wir uns da ins Bockshorn jagen lassen“, sagte Juncker. Zu moderner Stabilitätspolitik gehöre auch Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe weltweit: „Moderne Politik kann ja nicht nur darin bestehen, dass man Verteidigungsausgaben erhöht, sondern es braucht eine globalere Annäherungsweise.“

Brexit-Verhandlungen in 24 Monaten kaum zu schaffen

Zum Austritt Großbritanniens aus der EU sagte Juncker, er wolle einen Austritt unter anständigen Bedingungen, ohne Rosinenpickerei. „Ich bin nicht in feindlicher Stimmung. Ich glaube nicht, dass es uns weiter bringt, wenn wir die Briten verprügeln, beschimpfen, sie niederverhandeln. Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Aber ich hätte gerne, dass die europäischen Werte, die Prinzipien, auf denen die Europäische Union gründet, dass die vollumfänglich respektiert werden; und dazu gehört die Freizügigkeit der Arbeitnehmer. Diese Vorstellung, die Europäische Union könne eine gehobene Freihandelszone werden, wo nur Kapital, Markt und Waren eine Rolle spielen, ohne dass die Menschen überhaupt vorkommen in diesem europäischen Projekt – dieser Idee kann ich nicht freundlich entgegen treten. Europa ist zuerst ein Projekt für die Menschen, für jeden Menschen, der in Europa lebt – und dort gibt es keinen Unterschied zwischen Rasse, Farbe und Nation.“

Angesichts  der Komplexität der Verhandlungen über die Modalitäten des Austrittes und das Zukunftsverhältnis Großbritanniens mit dem Kontinent (u.a. müssen 20 000 Gesetze in Großbritannien geändert werden) glaubt Juncker nicht daran, dass 24 Monate für die Brexit-Verhandlungen reichen.

„Einsatz für Europa sind wir unseren Eltern schuldig“

Juncker erinnerte an die Ursprünge der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg und an all das, was die europäische Zusammenarbeit trotz aller Probleme zustande gebracht habe. „Nicht wir haben Europa geschaffen – die Kriegsgeneration, die Generation unserer Eltern, hat das getan, und denen sollten wir ewig dankbar dafür sein“, sagte Juncker.

„Jeder Tag produziert kleine und große europäische Wunder; nur wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen möchten. Wir haben uns verliebt in das Scheitern; wir haben uns verliebt in das Nicht-Sein. Wir sind total verliebt in Weltuntergänge und sich jeden Tag erneuernde Tragödien. Ist Europa eine Tragödie? Nein. Europa ist ein Glücksfall für unseren Kontinent und diejenigen, die Europa schlecht reden, versündigen sich eigentlich einer großen Idee, die weltweit mehr Beachtung, Zustimmung, und Bewunderung findet als dies in Europa selbst der Fall ist“, so Juncker weiter. „Ich bin der Meinung, dass sich dieser Einsatz für Europa lohnt. Das sind wir unseren Eltern schuldig.“

13 07 15 FlaggenDer EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, Miguel Arias Cañete, hat die Entscheidung des Europäischen Parlaments zur Reform des EU-Emissionshandels ab 2021 begrüßt. Das Parlament hat sich am Mittwoch auf Basis des Kommissionsvorschlags vom Juli 2015 auf eine Verhandlungsposition geeinigt und macht damit den Weg für Verhandlungen mit dem Rat der EU-Staaten frei.

„Diese wichtige Abstimmung liefert nach mehr als einem Jahr der Diskussionen im Parlament ein klares Ergebnis. Sie unterstreicht das Engagement der Europäischen Union, das Pariser Klimaabkommen durch konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen“, erklärte Arias Cañete. „Jetzt liegt der Ball bei der Revision des EU-Emissionshandelssystems im Feld des Rates und wir hoffen dort auf eine schnelle Einigung, um die Verhandlungen beginnen zu können und bis Ende des Jahres zu einem Ergebnis zu kommen.“

Die Europäische Kommission hatte im Juli 2015 im Einklang mit dem von den Staats- und Regierungschefs vereinbarten Klima- und Energieziele für 2030 einen Legislativvorschlag zur Revision des Emissionshandelssystems der EU vorgelegt.

Die Abgeordneten stimmten dem Kommissionsvorschlag zu, die Zahl der CO2-Emissionszertifikate ab dem Jahr 2021 jährlich um 2,2 Prozent zu verknappen. Sie forderten zudem eine Stärkung der Marktstabilitätsreserve, die dem bestehenden Überschuss an Zertifikaten entgegenwirken soll.

Das EU-Emissionshandelssystem ist der weltweit größte CO2-Markt und der Eckpfeiler der Klimaschutzpolitik der EU.

Kanada EU 600Das Europäische Parlament hat am Mittwoch in seiner Plenarsitzung dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) mit großer Mehrheit zugestimmt. Auf EU-Ebene ist die Ratifizierung damit abgeschlossen – es können die Teile des Abkommens vorläufig in Kraft treten, die in die alleinige Zuständigkeit der EU fallen. In den Mitgliedstaaten kann nun der Ratifizierungsprozess durch die nationalen Parlamente beginnen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker freute sich über die Zustimmung der Abgeordneten. „Das Abkommen war Gegenstand einer umfassenden parlamentarischen Prüfung, die das gewachsene Interesse der Öffentlichkeit an der Handelspolitik widerspiegelt. Der intensive Meinungsaustausch bezüglich des CETA-Abkommens im Verlauf dieses Prozesses ist ein Beweis für den demokratischen Charakter der europäischen Verfahren der Entscheidungsfindung“, sagte Juncker.

Juncker unterstrich die Vorteile des Abkommens, das eines der fortschrittlichsten von der EU jemals ausgehandelten Abkommen sei. „Mit diesem fortschrittlichen Abkommen erhalten wir eine Chance zu einer gemeinsamen Gestaltung des Globalisierungsprozesses und zur Einflussnahme auf die Festlegung globaler Handelsregelungen. Das beste Beispiel hierfür sind die mit unseren kanadischen Freunden bereits eingeleiteten Arbeiten zur Festlegung multilateraler Regeln im Investitionsbereich“, sagte Juncker.

Er forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, integrative und umfassende Diskussionen mit den einschlägigen Interessenträgern auf nationaler Ebene einzuleiten, um die nationalen Ratifizierungsverfahren in Gang zu setzen.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström fügte hinzu: „Diese Abstimmung stellt den Beginn einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen der EU und Kanada dar – und gemeinsamen setzen wir heute ein wichtiges Zeichen. Die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaften stehen, sind nicht durch Mauern, sondern durch die Errichtung von Brücken gemeinsam zu bewältigen. In diesen unsicheren Zeiten, in denen wir weltweit mit einem zunehmenden Protektionismus konfrontiert sind, unterstreicht das CETA-Abkommen unser starkes Engagement für einen nachhaltigen Handel.“

Was bietet das CETA-Abkommen?

CETA eröffnet neue Chancen für EU-Unternehmen. Es wird den EU-Unternehmen jährlich mehr als 500 Mio. Euro an Zöllen ersparen, die derzeit auf die Ausfuhren nach Kanada bezahlt werden. 99 Prozent dieser Einsparungen werden sich vom ersten Tag an ergeben. Es wird EU-Unternehmen den besten Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada eröffnen, den sie je hatten, und zwar auch zu den Aufträgen auf Provinzebene (ebenso wie auf nationaler und kommunaler Ebene).

Es wird in ganz enormem Ausmaß den kleineren Unternehmen zugutekommen, die sich bürokratischen Aufwand am wenigsten leisten können. Kleine Unternehmen werden Zeit und Geld sparen, indem beispielsweise doppelte Prüfanforderungen, langwierige Zollverfahren und hohe Rechtskosten vermieden werden.

Auch die 500 Millionen Verbraucher in der EU werden Vorteile des CETA-Abkommens nutzen können. Das Abkommen bringt uns eine größere Auswahl, behält aber gleichzeitig die geltenden europäischen Standards bei – schließlich können es Waren und Dienstleistungen nur auf den EU-Markt schaffen, wenn sie die EU-Vorschriften voll und ganz einhalten. Das heißt, dass sich die Vorgehensweise der EU bei der Regulierung der Lebensmittelsicherheit durch CETA nicht ändern wird; dies gilt auch für GVO-Produkte oder das Verbot von hormonbehandeltem Rindfleisch.

Das Abkommen wird die Rechtssicherheit in der Dienstleistungswirtschaft verbessern, Beschäftigten und Angehörigen der freien Berufe mehr Mobilität bieten und einen Rahmen zur Anerkennung von Qualifikationen von Berufsgruppen vom Architekten bis zum Kranführer schaffen.

Die Mitgliedstaaten werden weiterhin die Möglichkeit haben, öffentliche Dienstleistungen nach eigenem Ermessen zu organisieren. Diese und andere Fragen sind in einer Gemeinsamen Auslegungserklärung näher ausgeführt worden. Diese Erklärung wird Rechtskraft haben und klar und unmissverständlich darlegen, worauf sich Kanada und die Europäische Union bei bestimmten CETA-Artikeln geeinigt haben.

12 11 02 Verkehr2Die Europäische Kommission hat am Mittwoch ein letztes Mahnschreiben an Deutschland und vier andere Länder versandt, weil sie es versäumt haben, die wiederholte Überschreitung der Grenzwerte durch Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft zu beenden. In Deutschland wird in 28 Regionen anhaltend gegen die NO2-Grenzwerte verstoßen. Dazu gehören Berlin, München, Hamburg, Köln, Hagen, Münster, Wuppertal sowie die Ballungsräume Mannheim/Heidelberg, Kassel und Rhein-Main. Im nächsten Schritt droht im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Von der NO2-Belastung geht ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko aus. Der Großteil dieser Emissionen wird durch den Straßenverkehr verursacht.

Die Europäische Kommission fordert neben Deutschland auch Frankreich, Spanien, Italien und das Vereinigte Königreich auf, Maßnahmen zu treffen, um die Luftreinhaltung sicherzustellen und die Gesundheit der Menschen zu schützen.

In der EU gibt es jährlich 400.000 vorzeitige Todesfälle als Folge der hohen Luftverschmutzung. Millionen Menschen leiden an Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch Luftverschmutzung hervorgerufen werden. 2003 waren anhaltend hohe NO2-Konzentrationen für knapp 70.000 vorzeitige Todesfälle in Europa verantwortlich, das ist fast das Dreifache der Zahl der Opfer tödlicher Straßenverkehrsunfälle im selben Jahr.

In den EU-Rechtsvorschriften über die Luftqualität (Richtlinie 2008/50/EG) sind Grenzwerte für Luftschadstoffe, darunter auch Stickstoffdioxid, festgelegt. Werden diese Grenzwerte überschritten, müssen die Mitgliedstaaten Luftqualitätspläne verabschieden und durchführen, die geeignete Maßnahmen vorsehen, um diesen Zustand schnellstmöglich zu beenden.

Die möglichen Maßnahmen zur Senkung von Schadstoffemissionen umfassen die Verringerung des Verkehrsaufkommens insgesamt, die Verwendung anderer Brennstoffe, den Übergang zu Elektrofahrzeugen und/oder die Anpassung des Fahrverhaltens. In diesem Zusammenhang ist die Senkung der Emissionen von Dieselfahrzeugen ein wichtiger Schritt zur Einhaltung der Luftqualitätsnormen der EU. Es ist zwar Sache der EU-Staaten selbst, die geeigneten Abhilfemaßnahmen zu wählen. Auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sind jedoch deutlich mehr Anstrengungen erforderlich, um die EU-Vorschriften einzuhalten und die menschliche Gesundheit zu schützen.

Reagieren die betroffenen EU-Staaten nicht binnen zwei Monaten auf das Schreiben, eine mit Gründen versehene Stellungnahme, kann die Kommission Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union erheben.

EU Kerze 300Zum Valentinstag am Dienstag ruft Europeana, die Online-Bibliothek der EU, zum „Liebes-Transcribathon“ auf. Dazu veröffentlicht sie Liebesbriefe, Gedichte, Liedertexte, Zeichnungen und sogar auf Blumen geschriebene Liebesbotschaften aus dem Ersten Weltkrieg auf Ihrer Website. Internetnutzer werden gebeten, dabei zu helfen, die Liebesgeschichten zu entziffern. Gefragt sind Transkriptionen, Interpretationen und Anmerkungen, die über die Seite transcribathon.eu hinzugefügt werden können. Ziel ist es, die handgeschriebenen Originalbotschaften in digitaler Form zu erhalten.

Bislang hat Europeana bereits mehr als 40 Liebesbezeugungen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Kroatisch, Slowenisch und Griechisch veröffentlicht. Veröffentlichungen in weiteren Sprachen folgen. Der Liebes-Transcribathon ist Teil des Projekts „Transcribe Europeana 1914-1918“, einer Crowdsourcing-Plattform, über die Internetnutzer dazu beitragen können, wichtige Originalzeugnisse aus dem Ersten Weltkrieg zu entschlüsseln.

Die Europeana wurde 2005 gegründet. Heute ermöglicht sie Internetnutzern freien Zugang zu mehr als 54 Millionen Kunstwerken, Büchern, Objekten, Videos und Tonbändern aus ganz Europa. Unterstützt wird Europeana von der Kommission im Rahmen der Infrastrukturfazilität „Connecting Europe“. Die Kommission möchte außerdem im Rahmen ihrer jüngsten Vorschläge zur Modernisierung der europäischen Vorschriften zum Urheberrecht Museen, Archive und andere Einrichtungen bei der Digitalisierung ihrer Werke unterstützen, um diese auch jenseits der nationalen Grenzen besser zugänglich zu machen.

Logo On y va 300Die Robert Bosch Stiftung und das Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg schreiben den Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“ aus. Erneut gibt es die Möglichkeit, eine Förderung in Höhe von 5.000€ zu erhalten. Gesucht werden Teams bestehend aus drei Partnern – einem deutschen, einem französischen und einem aus einem dritten EU-Mitgliedsstaat, die gemeinsam ein gemeinnütziges Austauschprojekt organisieren.

Sie planen ein gemeinnütziges, transnationales Austauschprojekt? Sie beabsichtigen eine Zusammenarbeit mit einem Team, bestehend aus drei Partnern (Deutschland, Frankreich + weiteres EU-Land)? Sie können die Kosten Ihres Projekts abschätzen, sind aber noch auf der Suche nach einer Fördermöglichkeit?

Dann sind Sie genau richtig bei unserem Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“.

Mit dem Ideenwettbewerb soll zivilgesellschaftliches Engagement innerhalb Europas und die Arbeit zugunsten des Gemeinwohls unterstützt werden. Dabei geht es zunächst um ein Zeichen der Anerkennung dieses Engagements. Gleichzeitig werden die Projektträger aber auch ermutigt, ihre Arbeit in einem europäischen Umfeld mit Partnern weiterzuentwickeln und auszubauen. Die eigene Horizonterweiterung ist dabei ebenso wichtig wie die Schaffung von neuen Kontakten, die dauerhaft genutzt werden können und sollen.

Da zivilgesellschaftliches Engagement häufig isoliert abläuft, wird die Möglichkeit gegeben, von Erfahrungen früherer und aktueller Projekte zu profitieren, Kontakte zu ehemaligen Verantwortlichen und Teilnehmern zu knüpfen und dann auch selbst Teil eines Netzwerks zu werden. In den nächsten zwei Jahren werden bis zu 24 Projekte mit jeweils maximal 5.000 Euro unterstützt.

Bewerbungsschluss ist der 31.03.2017.

15 02 11 Grashaus Infomaterial 3Jetzt wieder aktualisiert: Das Material des EUROPE DIRECT Büros Aachen. Stöbern lohnt sich insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer, denn viele Materialien sind auch im Klassensatz verfügbar!

Es ist manchmal nicht so einfach zu verstehen, wie die Europäische Union funktioniert, welche Vorteile sie bietet und in welchem Bereichen sie Kompetenzen hat. Hier will EUROPE DIRECT Abhilfe schaffen und bietet umfängliches Informationsmaterial an. Von A wie "Ausbildung International" bis Z wie "Zukunft der Europäischen Union" - für alle möglichen Themenbereiche bietet EUROPE DIRECT die passenden Materialien an. Besonders viel gibt es auch für Menschen zu entdecken, die gerne ins Ausland möchten: nicht nur unsere eigene Broschüre: "Wege ins Ausland", vermittelt einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, im Ausland zu studieren, ein Praktikum zu absolvieren oder sogar dauerhaft dort zu arbeiten, zahlreiche andere Hefte, Flyer und Informationsblätter geben gute Einblicke in die vielfältigen Optionen ins Ausland zu gehen.

In Form von Broschüren, Flyern, Postern, Heften, etc. sind zahlreiche Informationen im Grashaus, Fischmarkt 3, kostenlos verfügbar. Um Ihnen auf der Internetseite einen guten Überblick über den Bestand zu verschaffen, hat EUROPE DIRECT Aachen jetzt die Listen des verfügbaren Informationsmaterials aktualisiert.

Besonders Erzieher/Erzieherinnen und Lehrer/Lehrerinnen erhalten hierbei durch die zusätzlichen Übersichtsdokumente für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen eine speziell auf die entsprechende Altersstufe der Kinder und Jugendlichen zugeschnittene Auswahl an Materialien. So bietet EUROPE DIRECT bspw. Kopiervorlagen für die Grundschule oder ein Wissensmagazin für Jugendliche mit passendem Begleitheft für die Lehrer an.

Schauen Sie rein - Stöbern lohnt sich!

europaflagge 300Stellen Sie sich vor, Sie sind im Wald oder den Bergen verunglückt. Zwar funktioniert Ihr Telefon, aber Sie sind nicht in der Lage, den Rettungskräften mitzuteilen, wo genau Sie sich befinden. Ein Alptraum. Heutzutage können Satelliten helfen, Menschen in solchen Notlagen zu orten und tragen somit dazu bei, dass diesen Menschen schnell und effektiv geholfen werden kann; das hat auch die EU erkannt und fördert Projekte in diesem Bereich.

Anlässlich des Tages der einheitlichen europäischen Notrufnummer 112 am vergangenen Samstag hat die EU-Kommission einen Bericht über Fortschritte bei der Lokalisierung von Anrufern der europaweiten Notrufnummer 112 vorgestellt. Jedes Jahr können ungefähr 300.000 Anrufer der 112 aufgrund ihrer Stresssituation, ihres Zustands oder mangelnder Kenntnisse ihren Standort nicht beschreiben. Um dieses Problem zu lösen, hat die EU das Projekt HELP 112 gefördert. Dieses Projekt hat in Litauen, Italien, Großbritannien und in Teilen von Österreich getestet, wie man ein globales Satellitennavigationssystem wie Galileo nutzen kann, um die Lokalisierung des Anrufers zu verbessern.

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt, begrüßte die Ergebnisse als „einen wichtigen Schritt, der Menschen in Not hilft und zeigt, wie digitale Technologien unser Leben sicherer machen können.“ EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska fügte hinzu: „Die Satellitennavigation ist entscheidend für die genaue Lokalisierung des 112 Anrufers und die Rettung von Leben. Galileo, Europas eigenes Satellitensystem eine noch genauere Lokalisierung von Anrufern ermöglichen. Die Einführung von Galileos ersten Diensten und den ersten Galileo-Smartphones, die auf dem Markt erhältlich sind, zeigt, wie die Weltraumdaten einen Unterschied im täglichen Leben der EU-Bürger ausmachen.“

In allen EU-Mitgliedstaaten ist der Anruf bei der 112 dank der EU-Gesetzgebung, die 1991 eingeführt wurde, kostenlos.

Flagge NiederlandeWo stehen die Niederlande nach der Wahl?

Die Niederlande haben gewählt: Dem Rechtspopulisten Geert Wilders ist es bei den Wahlen am 15. März nicht gelungen stärkste Kraft zu werden. Amtsinhaber Mark Rutte triumphiert trotz Verlusten. Die Sorge war und ist, dass diese und die anstehenden Wahlen in Europa, unter anderem in Frankreich und Deutschland, große Auswirkungen auf die EU-Politik haben können.

Wie ist nun die Situation nach den Parlamentswahlen? Was bedeutet das Wahlergebnis für die Niederlande und welche Auswirkungen auf die EU und ihren zukünftigen Kurs wird es haben?

Diese und weitere Fragen werden am Montag 03.04. um 19 Uhr im Grashaus beim Vortrag des Historikers und Politikwissenschaftlers Siebo Janssen näher beleuchtet. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. Politische Theorie und Europapolitik. Daneben wird Jochen Leyhe die Veranstaltung moderieren.
Der Eintritt ist frei!

Weiter führende Internetlinks:

EU und Erdball 300Bald werden die Verbraucher in der EU ihre Online-Abonnements für Filme, Sportereignisse, E-Bücher, Videospiele oder Musik auch auf Reisen in der EU uneingeschränkt nutzen können. Am Dienstag haben sich die Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments, der EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission auf neue Vorschriften zur sogenannten Portabilität geeinigt. „Wer zuhause seine Lieblingsserien, Musik und Sportereignisse abonniert hat, wird diese nun auch auf Reisen in Europa anschauen und anhören können“, sagte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident Andrus Ansip. „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Beseitigung von Hindernissen im digitalen Binnenmarkt.“

„Ich spreche dem Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Jean-Marie Cavada, dem Maltesischen Vorsitz im Rat der EU sowie allen anderen, die an der Erreichung des heutigen Kompromisses mitgewirkt haben, meinen herzlichen Dank aus“, sagte Ansip. „Jetzt müssen wir noch Einvernehmen über unsere anderen Vorschläge zur Modernisierung des EU-Urheberrechts und zur Gewährung eines breiteren grenzüberschreitenden Zugangs zu kreativen Inhalten erzielen. Dabei zähle ich auf die Unterstützung des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten.“

Der vereinbarte Wortlaut muss nun vom Rat der EU und vom Europäischen Parlament förmlich gebilligt werden. Sobald die Vorschriften erlassen worden sind, werden sie ab Anfang 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten gelten, denn die Verordnung sieht für Anbieter und Rechteinhaber eine Übergangsfrist von 9 Monaten vor, damit sie sich auf die Anwendung der neuen Vorschriften einstellen können.

Hintergrund

Im Dezember 2015 legte die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung zur Erweiterung des Zugriffs auf Online-Inhalte für Reisende in der EU vor. Dies war der erste Vorschlag für eine Rechtsvorschrift im Rahmen der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt. Er wurde im September 2016 mit modernen EU-Urheberrechtsvorschriften vervollständigt, um die kulturelle Vielfalt in Europa zu fördern und mehr Inhalte online zugänglich zu machen. Zugleich sollen klarere Vorschriften für alle Online-Beteiligten geschaffen werden.

Im Mittelpunkt der Verordnung stehen diejenigen Online-Inhaltedienste, für die die Anwendung des Urheberrechts vor größter Bedeutung ist. Das sind beispielsweise Plattformen für den Videoabruf (Netflix, HBO Go, Amazon Prime, Mubi, Chili TV), Online-Fernsehdienste (Viasat Viaplay, Sky Now TV, Voyo), Musikstreamingdienste (Spotify, Deezer, Google Music) oder Märkte für Onlinespiele (Steam, Origin).

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Schwabe

Jean MonnetEuropa ohne England?
Jean Monnet und die Gründung der Europäischen Gemeinschaft.

Der Franzose Jean Monnet, einer der "Gründerväter" Europas, verehrte Großbritannien so sehr, dass er 1940 nach der deutschen Besetzung Frankreichs zusammen mit Churchill eine Verschmelzung beider Länder forderte. Trotzdem schloss er England 1950 aus seinem europäischen Einigungswerk aus und befürwortete einen britischen Beitrittsantrag erst 1961, dann aber mit allem Nachdruck gegen den erbitterten Widerstand de Gaulles.

Der britische Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) erfolgte erst 1973 und veranlasste Monnet, sein Europaprojekt zu verändern. Der Vortrag von Klaus Schwabe möchte die Ursachen und die gegenwärtige Bedeutung schildern, welche die scheinbar so widerspruchsvolle Englandpolitik des "Vaters von Europa" erklären.

Prof. Dr. Klaus Schwabe war von 1980 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 Professor für Neuere Geschichte an der RWTH Aachen. Er beschäftigt sich insbesondere mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen und der europäische Einigung. Im Nomos-Verlag ist im Jahr 2016 sein Buch "Jean Monnet - Frankreich, die Deutschen und die Einigung Europas" erschienen. Mit dieser ersten längeren deutschsprachigen Biographie bringt Schwabe dem Leser das gedankliche Konzept und den geschichtlichen Hintergrund von Monnets politischer Leistung beim Aufbau eines vereinten Europas nahe.

  • Mittwoch 03.05.2017
    von 19:00 bis ca. 20:30 Uhr
  • Centre Charlemagne (Auditorium)
    Katschhof, 52062 Aachen
  • Eintritt frei,
    eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Initiative Europäische Horizonte, dem EUROPE DIRECT Informationsbüro der Stadt Aachen und der Karlspreisstiftung. Sie ist Teil des Rahmenprogramms zur Verleihung des diesjährigen Internationalen Karlspreises an Timothy Garton Ash.