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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

EU und Erdball 300Angesichts der tödlichen Waldbrände in Portugal hat die EU-Kommission dem Land die volle Solidarität der EU zugesagt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, sicherten Portugal jede mögliche Hilfe zu und drückten den Betroffenen ihr Beileid aus.

„Portugal ist nicht alleine in diesen schwierigen Zeiten. In Europa geht es um Solidarität und wir haben schnell gehandelt, um konkrete Hilfe in den frühen Morgenstunden zu schicken“, so Stylianides. Weiter erklärte er: „Nach den drei Löschflugzeugen, die Frankreich zur Verfügung gestellt hat, möchte ich auch Italien und Spanien danken, die vier zusätzliche Flugzeuge durch den EU-Katastrophenschutz angeboten haben. Diese wichtige Unterstützung wird den heldenhaften portugiesischen Feuerwehrleuten helfen, die ihr Leben riskieren um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die EU setzt ihre Notfall-Unterstützung fort, die Portugal angefragt hat, und ist bereit weitere Hilfe bereitzustellen.“

Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (Emergency Response Coordination Centre, ERCC) der Europäischen Kommission ist in konstantem Kontakt mit den portugiesischen Behörden.

Portugal hatte am Sonntagmorgen das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und Löschflugzeuge angefragt.  Die EU hat daraufhin sofortige Hilfe mobilisiert. Die Unterstützung für die Bekämpfung der Waldbrände ist jetzt auf dem Weg. Die Löschflugzeuge aus dem EU-Katastrophenschutz werden in den betroffenen Regionen wie Vila Real, Coimbra und Leiria eingesetzt.

Die Europäische Kommission koordiniert die freiwilligen Angebote der teilnehmenden Mitgliedstaaten und kann auf Anfrage den Transport von Hilfsgütern und Experten in das Land kofinanzieren. 34 Europäische Staaten sind Teil des Europäischen Katastrophenschutzes: alle 28 EU-Mitgliedstaaten, die ehemalige Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Montenegro, Serbien und die Türkei.

Studieren 3 300Zum 30. Geburtstag des europäischen Austauschprogramms Erasmus hat die EU-Kommission am Dienstag, 14. Juni, eine neue App präsentiert. Die App soll es Studierenden, Auszubildenden und jugendlichen Austauschteilnehmern leichter machen, sich im Programm zurechtzufinden.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: „Jeder Euro, den wir in Erasmus investieren, ist eine Investition in die Zukunft – in die Zukunft eines jungen Menschen und in die Zukunft unserer europäischen Idee. Ich kann mir nichts vorstellen, was investitionswürdiger wäre, als diese für die Zukunft so wichtige Generation."

In den vergangenen 30 Jahren eröffnete Erasmus neun Millionen Menschen, darunter 1,3 Millionen aus Deutschland, die Chance, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, dort Freiwilligendienst zu leisten, Berufserfahrung zu sammeln oder andere Sportgruppen und Ehrenamtliche zu treffen.

Mit dem Programm Erasmus+ werden in den Jahren 2014–2020 über vier Millionen Menschen gefördert, aus Deutschland werden über eine halbe Million Teilnehmer erwartet.

Dank der App wird das Programm inklusiver und zugänglicher sein. Die App Erasmus+ wird es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen,

  • vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt problemlos die verschiedenen Stufen des Verwaltungsverfahrens nachzuverfolgen. Außerdem können Studierende ihre Studienvereinbarungen mit ihren Herkunfts- und Aufnahmeuniversitäten online unterzeichnen;

  • ihre Lieblingstipps, die anderen beim Einleben helfen können, zu teilen und zu liken;

  • einen direkten Link zur Online-Sprachhilfe von Erasmus+ (mit Online-Tutorien und interaktivem Live-Mentoring) zu nutzen und so ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die erste Version der App ist bereits für iOS und Android verfügbar. Dank neuer Funktionen und ständiger Updates wird die App bald auf andere Gruppen von Teilnehmern des Programms Erasmus+ ausgeweitet werden und auch den künftigen Erfordernissen der Teilnehmer Rechnung tragen.

Hintergrund

Seit seinem Start im Jahr 1987 – damals mit elf Ländern und 3200 Studierenden – hatten dank des Erasmus-Programms neun Millionen Menschen die Möglichkeit, im Ausland einen Teil ihrer Studien- bzw. Ausbildungszeit zu verbringen, einen Freiwilligendienst zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln.

Im Jahr 2014 wurden sämtliche Initiativen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend und Sport im EU-Programm Erasmus+ zusammengefasst. In den zurückliegenden knapp drei Jahren haben schon über zwei Millionen Menschen aus den derzeit 33 europäischen Teilnehmerländern (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein) eine Förderung aus dem Programm Erasmus+ in Anspruch genommen.

Um die Erasmus-Generation in die Gestaltung des künftigen Programms einzubinden, hat die Kommission den Erasmus+ Generation Online Meeting Point geschaffen. Diese Website ermöglicht es jungen Menschen und Organisationen, mit Fachleuten für Jugend- und Bildungsfragen zu diskutieren, Themen vorzuschlagen, Probleme zu benennen und Lösungen anzubieten. Die neue App ergänzt diese Anstrengungen.

Handy Roaming 2 300Gute Nachrichten für Urlauberinnen und Urlauber und Menschen, die viel im EU-Ausland unterwegs sind: Ab dem 15. Juni 2017 werden die Roaming-Aufschläge fürs Telefonieren und Surfen im EU-Raum der Vergangenheit angehören. Sie müssen dann keine zusätzlichen Gebühren mehr bezahlen.

"Das ist eine sehr gute Nachricht für die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte die Berichterstatterin Miapetra Kumpula-Natri (S&D). "Leute, die in Europa unterwegs sind, können ihre E-Mails lesen, navigieren, Fotos auf ihre Social-Media-Profile hochladen und nach Hause telefonieren oder texten ohne zusätzliche Kosten." Die Neuregelung gilt für alle 28 EU-Länder.

Ein Jahrzehnt hat die Europäische Kommission daran gearbeitet, die Entgelte zu senken und abzuschaffen, die sich Mobilfunkbetreiber gegenseitig berechnen, wenn Kunden ihre Mobiltelefone im Ausland nutzen.

Die SIM-Karten können nun ohne zusätzliche Gebühren in den EU-Mitgliedsländern genutzt werden. Einen billigeren Handy-Vertrag im Ausland abzuschließen wird aber nicht möglich sein: In der Neuregelung ist eine sogenannte „Fair-Use-Grenze“ enthalten, die die Nutzung des Roaming-Angebots begrenzt.

Briefkasten 300Die EU-Kommission hat die Entscheidung der Mitgliedstaaten, grenzüberschreitende Paketzustellungen erschwinglicher zu machen, begrüßt. Andrus Ansip, Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, erklärte: „Das ist eine gute Nachricht für den Online-Handel in der EU; Verbraucher, Händler und Lieferunternehmen werden alle von diesen neuen Regeln profitieren."

Elżbieta Bieńkowska, Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum, fügte hinzu: „Hohe Versandkosten und komplizierte Rücksenderegeln halten Verbraucherinnen und Verbraucher davon ab, online in anderen Mitgliedstaaten einzukaufen. Wenn wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern und den Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen, dabei helfen wollen, die Vorteile des EU-Binnenmarktes voll auszunutzen, müssen wir diese Probleme unbedingt lösen.“

Die EU-Kommission hatte im Mai 2016 einen Legislativvorschlag vorgelegt, der sicherstellen soll, dass für Konsumenten und Vertreiber Paketzustellungen erschwinglicher werden und sie komfortable Rücksendeoptionen auch in dezentralen Regionen haben.

Heutzutage kaufen nur 15 Prozent der Verbraucher online in anderen EU-Ländern ein. Die Zustellung von kleineren Paketen in ein anderes Land ist oft zwei-bis fünfmal teurer als die Zustellung im Inland. Die neuen Regelungen sollen dem elektronischen Handel mehr Schub verleihen. Die neuen Gesetze sollen den Wettbewerb fördern indem die Preise transparenter gemacht werden. Außerdem erhalten nationale Regulierungsstellen ein Instrument um grenzüberschreitende Märkte zu beobachten und die Bezahlbarkeit der Preise zu überprüfen. Der Vorschlag sorgt auch für neue Standards bei Paketdiensten, die die Qualität der Instandshaltungsmaßnahmen verbessern.

Der Vorschlag ist Teil eines dreizackigen Plans der EU-Kommission E-Commerce zu fördern. Neben einem Legislativvorschlag zu Paketzustellungen wurden Ende Mai 2016 auch Legislativvorschläge zu Geoblocking und Verbauchervertrauen vorgelegt.

Die EU-Kommission hat die Entscheidung von 20 Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, zur Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft begrüßt. Die neue Behörde wird für Vergehen mit Auswirkungen auf das EU-Budget zuständig sein. Dies trifft bei Mehrwertsteuerbetrug zu, da die Mitgliedsländer einen Teil ihrer Einnahmen in diesem Bereich an die EU abführen.

Der für Haushalt und Humanressourcen zuständige Kommissar Günther H. Oettinger sagte: „In keiner Weise tolerieren wir Betrug zulasten des EU-Haushalts. Jeder Cent muss unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Mit einer starken, unabhängigen und effizienten Europäischen Staatsanwaltschaft verstärken wir unsere Anstrengungen zum Schutz von Steuergeldern, indem wir einen europäischen Ansatz zur strafrechtlichen Ermittlung und Verfolgung von Straftaten zulasten des Unionshaushalts gewährleisten. Die Europäische Staatsanwaltschaft ist eine wesentliche Ergänzung der derzeit auf Unionsebene verfügbaren Mittel, d. h. der Arbeit des OLAF im Bereich der verwaltungsrechtlichen Untersuchungen.“

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, fügte hinzu: „Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, so viele Mitgliedstaaten wie möglich zu überzeugen, und ich freue mich sehr, dass wir 20 Mitgliedstaaten für die Einrichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft gewinnen konnten. Das ist ein großer Erfolg, der gewährleistet, dass die Europäische Staatsanwaltschaft bereits vom ersten Tag an wirksam funktioniert. Das ist ein guter Tag für die Steuerzahler in Europa. Die Europäische Staatsanwaltschaft wird die überaus wichtige Arbeit von Eurojust – der EU-Agentur für die justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen – ergänzen, sodass sich Eurojust stärker der Bekämpfung von Terrorismus, Menschenhandel und anderen Straftaten widmen kann.“

20 Mitgliedstaaten haben auf der Tagung des Rates „Justiz“ politische Einigung über die Einrichtung der neuen Europäischen Staatsanwaltschaft im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit erzielt. Nun muss das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilen. Sobald die unabhängige EU-Staatsanwaltschaft eingesetzt ist, ist sie befugt, in Strafsachen zu ermitteln, die den EU-Haushalt betreffen (z. B. Korruption oder Betrug im Zusammenhang mit EU-Mitteln oder grenzüberschreitender Mehrwertsteuerbetrug), und diese strafrechtlich zu verfolgen. Damit wird eine starke, unabhängige und effiziente Behörde aufgebaut, die auf die EU-weite Bekämpfung von Finanzkriminalität spezialisiert ist.

Warum brauchen wir einen Europäischen Staatsanwalt?

Durch grenzüberschreitenden Betrug entgehen den nationalen Haushalten in ganz Europa Jahr für Jahr Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von mindestens 50 Mrd. Euro. Jahr für Jahr macht die organisierte grenzüberschreitende Kriminalität Milliardengewinne, indem sie nationale Vorschriften umgeht und sich der strafrechtlichen Verfolgung entzieht. Im Jahr 2015 haben die Mitgliedstaaten betrügerische Unregelmäßigkeiten ermittelt und der Kommission gemeldet, die einen Betrag von etwa 638 Mio. Euro ausmachen, dabei sind entgangene Mehrwertsteuereinnahmen noch nicht eingerechnet. Die Möglichkeiten der nationalen Staatsanwaltschaften zur Bekämpfung groß angelegter grenzüberschreitender Finanzkriminalität sind begrenzt. Die neue EU-Staatsanwaltschaft wird rasche Ermittlungen in ganz Europa und einen Informationsaustausch in Echtzeit durchführen. Damit wird sich das Blatt wenden.

Wie wird die Europäische Staatsanwaltschaft arbeiten?

  • Eine unabhängige Behörde

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird als zentrale Behörde aller teilnehmenden Mitgliedstaaten fungieren. Sie wird als hoch spezialisierte und unabhängige Behörde außerhalb der bestehenden Organe und Dienste fungieren und im Interesse der EU agieren, ohne dabei Weisungen von Organen der EU oder nationalen Behörden einzuholen oder anzunehmen.

  • Eine effiziente Zusammenarbeit mit nationalen Behörden

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird sich in eine zentrale EU-Ebene mit einem Zentralbüro und eine dezentrale Ebene mit abgeordneten europäischen Staatsanwälten in den Mitgliedstaaten gliedern, wobei die europäischen Staatsanwälte auch weiterhin ihr Amt als nationale Staatsanwälte ausüben werden (Doppelfunktion). Die auf nationaler Ebene durchgeführten Ermittlungen und strafrechtlichen Verfolgungen werden vom Zentralbüro beaufsichtigt, damit ein einheitlicher Ansatz in der gesamten EU gewährleistet ist. Auf diese Weise wird die Staatsanwaltschaft ein breites Spektrum an Fachwissen über nationale Rechtsordnungen und Erfahrungen bündeln und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit wahren. Wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt, werden die nationalen Behörden ihre Kompetenzen in derselben Strafsache nicht ausüben.

  • Eine Behörde für rasche Ermittlung und Strafverfolgung

Die Europäische Staatsanwaltschaft wird wirksam gegen Betrug zulasten des EU-Haushalts und Mehrwertsteuerbetrug (beispielsweise Betrugsdelikte mit einem Schadensvolumen von mehr als 10 000 EUR und grenzüberschreitender Mehrwertsteuerbetrug mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen EUR) vorgehen können. Sie wird in bestimmten grenzüberschreitenden Fällen ohne langwierige Verfahren der justiziellen Zusammenarbeit ermitteln und direkt vor den nationalen Gerichten Klage gegen die Straftäter erheben können. Damit wird die Strafverfolgung entscheidend verbessert, und es können auf betrügerische Weise erlangte Gelder besser zurückerlangt werden.

  • Ein umfassendes Konzept zum Schutz von Steuergeldern

Während die Europäische Staatsanwaltschaft für strafrechtliche Ermittlungen zuständig sein wird, wird das OLAF weiterhin verwaltungsrechtliche Untersuchungen durchführen, um in allen Mitgliedstaaten der Union gegen die finanziellen Interessen der Union gerichtete Unregelmäßigkeiten und Betrug aufzudecken. Auf diese Weise wird ein möglichst umfassender Schutz für den EU-Haushalt gewährleistet und die Aufdeckungs- und die Verurteilungsquote gesteigert.

Weiteres Vorgehen

Im Anschluss an die heute im Rat erzielte allgemeine Einigung zwischen Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik und Zypern muss das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilen, bevor die Verordnung endgültig angenommen werden kann. Nach Annahme der Verordnung können weitere Mitgliedstaaten den 20 Gründungs-Mitgliedstaaten jederzeit beitreten.

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Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Verteidigungspolitik in einer EU mit 27 Mitgliedstaaten angestoßen. Dazu stellte die Kommission verschiedene Szenarien für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor und machte konkrete Vorschläge für die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds.

In einem Reflexionspapier erläutert die Kommission verschiedene Szenarien für den Umgang der EU mit den wachsenden Bedrohungen in der Sicherheit und Verteidigung. Die Debatte soll dabei helfen, geeignete Instrumente für mehr Schutz und Sicherheit für Europas Bürger zu entwickeln, eine der Prioritäten der Juncker-Kommission.

Szenario „Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung“: Die Mitgliedstaaten würden über die notwendige Zusammenarbeit im Sicherheits- und Verteidigungsbereich nach wie vor selbst auf freiwilliger Basis und im konkreten Einzelfall entscheiden. Die EU dagegen würde weiterhin die Bemühungen auf nationaler Ebene ergänzen.

Das ambitioniertere Szenario „Geteilte Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung“ sieht Folgendes vor: Die Mitgliedstaaten würden für mehr Solidarität im Verteidigungsbereich bestimmte finanzielle und operative Ressourcen bündeln. Die EU würde sich auch stärker für den Schutz Europas innerhalb und außerhalb seiner Grenzen engagieren. Sie würde eine größere Rolle im Cyberbereich, beim Grenzschutz oder der Terrorbekämpfung spielen.

Als ambitioniertestes Szenario umfasst die „Gemeinsame Verteidigung und Sicherheit“ Folgendes: Schrittweise Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik der Union, die in eine gemeinsame Verteidigung auf der Grundlage von Artikel 42 des EU-Vertrags münden würde. Die bestehende Bestimmung ermöglicht es einer Gruppe von Mitgliedstaaten, eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Verteidigung begründen.

Diese Szenarien schließen sich nicht gegenseitig aus, zeigen aber, dass es drei unterschiedlich ambitionierte Solidaritätsniveaus gibt. An der Stärkung der Sicherheit Europas führt kein Weg vorbei. Die Mitgliedstaaten werden die Führungsrolle übernehmen und bestimmen, wie stark die Unterstützung durch die EU-Institutionen ausfallen soll.

Ergänzend zum Reflexionspapier hat die Kommission konkrete Vorschläge für die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds vorgestellt, der mehr Effizienz bei den Ausgaben der Mitgliedstaaten für gemeinsame Verteidigungsfähigkeiten bringen soll. Der Fond soll es den Mitgliedstaaten erleichtern, das Geld des Steuerzahlers effizienter zu investieren, unnötige Mehrfachausgaben zu vermeiden und kostengünstiger zu wirtschaften. Mit ihm werden die Investitionen, die auf nationaler Ebene in die Verteidigungsforschung, die Entwicklung von Prototypen und die Beschaffung von Verteidigungsgütern und -technologien fließen, koordiniert, ergänzt und verstärkt.

 

Facebook Desktop 300In den letzten Monate war das Thema der Hetzreden und der Gewaltsprache im Internet immer wieder ganz oben auf den Nachrichtenseiten und in den Schlagzeilen der Printmedien gewesen. Jeder Mensch, der sich in eine Internetdiskussion begibt, wird früher oder später bei kontroversen Diskussionen auf Beiträge stoßen, die hetzerisch sind oder aktiv zu Gewalt aufrufen. Im letzten Jahr haben Facebook, Twitter, Google und Microsoft zugesagt, die illegale Hetze auf ihren Seiten und in ihren Netzwerken besser zu bekämpfen.

Wie diese Bekämpfung seit der Vereinbarung des Verhaltenskodex vor einem Jahr eingehalten wurde, zeigte eine am Donnerstag, 01. Juni, von der EU-Kommission vorgelegte Evaluierung. Demnach haben die Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen erhebliche Fortschritte gemacht: 59 Prozent aller Meldungen über mutmaßliche Hassbotschaften haben dazu geführt, dass der entsprechende Inhalt entfernt wurde. Damit liegt der Prozentsatz mehr als doppelt so hoch wie noch vor sechs Monaten (28 Prozent). Auch die Anzahl der Meldungen, die innerhalb von 24 Stunden nach ihrem Eingang überprüft wurden hat sich erhöht: von 40 auf 51 Prozent. Allerdings ist Facebook das einzige Unternehmen, das gemäß der eingegangenen Verpflichtung den Großteil der Meldungen innerhalb eines Tages prüft.

Der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Andrus Ansip begrüßt diese Fortschritte: „Die enge Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft im Kampf gegen illegale Hetze trägt Früchte, und wir werden unsere diesbezüglichen gemeinsamen Anstrengungen verdoppeln. Derzeit arbeiten wir daran, eine engere Koordinierung zwischen den verschiedenen Initiativen und Foren, die wir mit den Online-Plattformen ins Leben gerufen haben, sicherzustellen. Wir werden auch die Melde- und Abhilfeverfahren zur effizienten Entfernung illegaler Inhalte präzisieren und gleichzeitig die freie Meinungsäußerung als grundlegendes Gut hochhalten.“

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, erklärte hierzu: „Die Ergebnisse unserer zweiten Bewertung des Verhaltenskodex sind ermutigend. Die Unternehmen entfernen inzwischen innerhalb kürzerer Zeit doppelt so viele Fälle illegaler Hassparolen wie noch vor sechs Monaten.“

Die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Grundrechte sind Grundwerte der Europäischen Union. Zusammen mit Social-Media-Unternehmen und anderen Plattformen müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten die nötigen Schritte ergreifen, damit das Internet nicht zu einem rechtsfreien Raum für illegale Hetze und Gewalt wird.

Mit der Unterzeichnung des Verhaltenskodex verpflichteten sich die IT-Unternehmen insbesondere, die Mehrheit der stichhaltigen Meldungen illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden zu prüfen und die Inhalte auf der Grundlage der nationalen Rechtsvorschriften, mit denen die entsprechenden europäischen Rechtsvorschriften umgesetzt werden, erforderlichenfalls zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren. In dem Kodex wurde auch betont, dass weiter erörtert werden muss, wie Transparenz, Gegenmaßnahmen und Alternativbotschaften stärker gefördert werden können.

Im Laufe des letzten Jahres haben die IT-Unternehmen ihre Meldesysteme gestärkt und die Meldung von Hasskommentaren erleichtert. Sie haben ihr Personal geschult und ihre Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft verstärkt. Durch die Umsetzung des Verhaltenskodex konnten sie ihr Netz an vertrauenswürdigen Meldern in ganz Europa stärken und ausweiten.

Die Kommission wird die Umsetzung des Verhaltenskodex mithilfe von Organisationen der Zivilgesellschaft weiter beobachten. Von den IT-Unternehmen werden insbesondere auf dem Gebiet der Transparenz der bei den gemeldeten Inhalten zugrunde gelegten Kriterien und der Rückmeldungen an Nutzerinnen und Nutzer Verbesserungen erwartet.

 

Flaggen Dreiländereck DE NL BEDass Menschen heutzutage in einem europäischen Land leben, in einem anderen arbeiten und vielleicht sogar in einem dritten regelmäßig einkaufen, ist nichts Ungewöhnliches mehr. Europa wird gelebt, insbesondere in den Grenzregionen und die Kommunen beteiligen sich rege an der grenzüberschreitenden Lebensrealität der Menschen.

Eine solche Beteiligung sind die sogenannten Grenzinfopunkt, die es in verschiedenen Grenzstädten in Deutschland gibt.
Grenzinfopunkte sind Beratungsstellen für Menschen, die im Nachbarland studieren, wohnen oder arbeiten (wollen). Auch in Aachen gibt es so einen Grenzinfopunkt. Nun ist die Verlängerung des Projekts sicher, denn am Montag, 15. Mai 2017, wurde in de Kopermolen in Vaals das neue Durchführungsabkommen Grenzinfopunkt unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung bestätigen die Partner in der Euregio Maas-Rhein die Fortsetzung des Grenzinfopunktes Aachen-Eurode.

Der Grenzinfopunkt Aachen-Eurode besteht seit September 2012 und bietet ihre Dienste an an Grenzpendler, deren Familien, ehemalige Grenzpendler, Studenten und Unternehmern die Grenzpendler einstellen (wollen). Der Grenzinfopunkt ist dadurch ein Vorbild der grenzüberscheitende Zusammenarbeit für die Bürger im Grenzgebiet.

Angesprochen werden alle, die sich selbst als Grenzpendler sehen: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitssuchende, Auszubildende, Studenten, Pensionäre und Rentner. Für jeden wird eine individuell auf die eigenen Probleme zugeschnittene Beratung erarbeitet.

Junge Leute 300Seit über 25 Jahren steht das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) für spannende Diskussionen, politisches Engagement, Spaß und eine europaweite Vernetzung - diese Kombination macht eine „EJP“- Erfahrung einzigartig und unvergesslich.

Mit dem Ziel, eine deutsche Delegationen für die nächsten großen Internationalen Sitzungen des European Youth Parliament, unseres europaweiten Dachverbandes, auszuwählen, richtet das EJP alljährlich einen traditionsreichen und überaus anspruchsvollen Jugendwettbewerb aus. Im Zuge des diesjährigen Wettbewerbs werden bundesweit alle Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren dazu aufgerufen, als Gruppe von sieben Personen oder als Einzeldelegierte in einer thematischen Ausarbeitung zu der Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt Stellung zu nehmen.

Die diesjährige Frage lautet:

Considering the joint communication by the European Commission and the High Representative for Foreign Affairs and Security Policy on an EU strategy for international cultural relations, how should the European Union further develop the Eastern Partnership Culture Programme II to improve cultural cooperation with its Eastern neighbours?

Einsendeschluss ist der 05. November 2017

Aus allen Bewerbungen wählt eine unabhängige Jury 33 Schuldelegationen sowie 33 Einzelbewerberinnen und -bewerber aus, die eingeladen werden, an einer der drei Regionalen Auswahlsitzungen des EJP in Berlin, Flensburg und Trier im Frühjahr 2018 teilzunehmen. Wer hier überzeugt, fährt weiter zur Nationalen Auswahlsitzung 2018 in Hannover, wo abschließend die deutschen Delegationen für die kommenden Internationalen Sitzungen unseres europäischen Dachverbandes European Youth Parliament ausgewählt werden.

Neben der Diskussion aktueller europapolitischer Themenbereiche, der Ausschussarbeit und den Debatten nach dem Vorbild des Europäischen Parlaments wird auf unseren Veranstaltungen stets auch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Dazu gehören unter anderem Expertengespräche, kulturelle Abende, Partys und Empfänge.

Wir rufen alle Interessierten dazu auf, sich mit einer siebenköpfigen Schuldelegation oder allein mit einer thematischen Ausarbeitung zu dem diesjährigen Auswahlthema zu bewerben. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und versprechen einen spannenden Wettbewerb!

Für Rückfragen steht das Büro des Europäischen Jugendparlaments per Telefon von montags bis freitags von 10:00 – 16:30 Uhr und unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

  • Informationen für eine erfolgreiche Bewerbung
  • Überblick über den Wettbewerb, das Auswahlthema und den Auswahlprozess
  • Leitfaden zum Ablauf und den Teilnahmebedingungen
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/EYP_Wettbewerb2017

Digitales 300Die Initiative der EU-Kommission für mehr freies WLAN an öffentlichen Orten (Wifi4EU) ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Vertreter des Europäischen Parlaments, des EU-Ministerrates und der EU-Kommission haben eine politische Einigung über die Initiative und deren Finanzierung erzielt.

120 Mio. Euro sollen bereitgestellt werden, um in bis zu 8000 Kommunen in der ganzen EU bis 2020 einen kostenlosen WLAN-Zugang an öffentlichen Plätzen wie Bibliotheken, Parks oder öffentlichen Gebäuden für die Bürger bereitzustellen.

„Die digitale Binnenmarktstrategie zielt darauf ab, ein vollständig vernetztes Europa aufzubauen, in dem jeder Zugang zu hochwertigen digitalen Netzwerken hat. Die WiFi4EU-Initiative verbessert die Konnektivität insbesondere dort, wo der Zugang zum Internet begrenzt ist. Sie ist ein erster Schritt, aber es muss noch viel mehr getan werden, um schnelle Verbindungen in der ganzen EU einzurichten – so muss beispielsweise die  europaweite Koordination des Spektrums verbessert und die Investitionen in die Hochleistungsnetze, die Europa braucht, stimuliert werden“, sagte Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt.

Die spezifischen Quellen für die 120 Mio. Euro werden in den laufenden legislativen Gesprächen über die Überprüfung des derzeitigen mehrjährigen Finanzrahmenprogramms finalisiert.

Sobald das System eingerichtet ist, können die kommunalen Behörden eine Finanzierung (Gutschein) unbürokratisch online beantragen. Bewerben können sich lokale Behörden (Städte und Gemeinden oder Gemeindeverbände), die

  • WLAN an Orten anbieten möchten, an denen noch kein vergleichbares privates oder öffentliches Angebot verfügbar ist;
  • Finanzmittel für Ausrüstung und Installation benötigen, um vor Ort kostenlosen Internetzugang für mehrere Jahre anzubieten.

Die Verteilung erfolgt nach dem Windhundprinzip. Mit der Förderung sollen hochmoderne Geräte erworben und installiert, d.h.  lokale Wifi-Zugangspunkte eingerichtet werden. Die laufenden Kosten für die Internetverbindung müssen die Behörden selbst abdecken.

Mit einer Erstausstattung von 120 Mio. Euro hat dieses neue Gutscheinsystem das Potenzial, an Tausenden von öffentlichen Plätzen Internetanbindungen in der Größenordnung von 40 bis 50 Millionen Wi-Fi-Verbindungen pro Tag zu ermöglichen.

EU Flagge 2 300Das dritte Jahr in Folge ging die Goldene Palme bei den 70. Filmfestspielen in Cannes an einen Film, der mit EU-Mitteln gefördert wurde: Nach „Ich, Daniel Blake“ im Jahr 2016 und „Dheepan“ im Jahr 2015 wurde am Wochenende die schwedische Satire „The Square“ von Ruben Östlund mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

Das EU-Filmförderprogramm Creative Europe MEDIA hat den europäischen Vertrieb der Koproduktion (Schweden, Deutschland, Frankreich und Dänemark) mit 47.000 Euro unterstützt.

In Cannes wurden insgesamt 20 Filme gezeigt, die von MEDIA gefördert wurden. Preise Gewonnen haben drei EU-geförderte Filme in Cannes: Die zweite Auszeichnung ging an den Film „The Killing of a sacred Deer“ von Yorgos Lanthimos (Irland, Großbritannien, Griechenland) für das beste Drehbuch. Bei diesem Film wurde die Entwicklung mit 58.000 Euro und der Vertrieb mit 179.000 Euro mit EU-Mitteln unterstützt. Der dritte EU-geförderte Film, der in Cannes ausgezeichnet wurde, ist „Barbara“ von Mathieu Amalric. Er erhielt den Preis für die beste poetische Erzählung.

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und verantwortlich für den Digitalen Binnenmarkt, sagte: „Meine herzlichsten Glückwünsche an die Gewinner - es ist wieder ein großer Erfolg für die europäische Filmindustrie und das MEDIA-Programm. Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, die Verbreitung und Förderung europäischer Filme auf unserem Kontinent zu unterstützen und dem europäischen Kino zu helfen, das Beste aus dem digitalen Zeitalter zu machen.“

Foto: Stadt Aachen / Peter KlingelEin überzeugter und überzeugender englischer Europäer:
Bundespräsident ehrt Karlspreisträger Garton Ash

Der britische Historiker und Publizist Prof. Timothy Garton Ash ist am Himmelfahrtstag 2017 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet worden. Der Laudator Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt in seiner bemerkenswert persönlichen Laudatio das beeindruckende Lebenswerk des Preisträgers. Viele bereiten dem charismatischen Garton Ash bei strahlendem Sonnenschein auf dem Katschhof einen tollen Empfang.

Prof. Timothy Garton Ash steht so da, wie man sich einen Vorzeige-Briten vorstellt: ein Gentleman durch und durch. Höflich, gut gekleidet und mit einer klaren Haltung. Und die ist, wenig verwunderlich, eine entschieden andere als die von vielen seiner Landsleute, die vor einem knappen Jahr für den Brexit gestimmt haben. Nun, am Himmelfahrtstag 2017, richten sich alle Augen der rund 850 Gäste im Aachener Krönungssaal auf den glühenden Verfechter der europäischen Idee, als dieser den Karlspreis entgegennimmt. Congratulations! Garton Ash - der englische Europäer, der europäische Engländer. Garton Ash, der weltweit anerkannte Experte für Europäische Gegenwartsgeschichte, der am St. Antony's College der Universität Oxford lehrt. Garton Ash, der sich mit wissenschaftlicher Analyse und jeder Menge Herzblut zugleich für das freie Wort einsetzt.

17 05 23 Jugendkarlspreis 300Erasmus evening, ein Projekt aus Polen hat den ersten Preis beim Wettbewerb um den Europäischen Jugendkarlspreis 2017 am 23. Mai in Aachen gewonnen. In einer Radiosendung informieren junge Menschen aus Polen und der EU über ihre Erfahrungen mit dem Erasmus+ Programm. Der zweite Preis ging an "Re-Discover Europe". Die Initiative hat das Ziel verfolgt, in der EU-skeptischsten Region in Dänemark für die EU  zu werben und die Teilhabe an der EU zu verbessern. Der dritte Preis wurde an die niederländische Internetplattform "We are Europe" vergeben, auf der junge Autoren, Journalisten und andere kreative Köpfe sich über Europa austauschen können.

Europa lebt von jungen Menschen, von deren Geist und Engagement. Seit 2008 wird der Jugendkarlspreis an Menschen vergeben, die „zur Verständigung in Europa und in der Welt beitragen, die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls einer europäischen Identität und der europäischen Integration fördern, den in Europa lebenden jungen Menschen als Vorbild dienen und ihnen praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als eine Gemeinschaft geben“.

Der erste Preis wurde von Parlamentsvizepräsidentin Sylvie Guillaume und dem Vorsitzenden der Stiftung Internationaler Karlspreis Michael Jansen, der zweite Preis vom ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, und der dritte Preis vom Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp, überreicht.

1. Preis: Polen - Erasmus evening
"Erasmus evening" ist eine Onlineradiosendung für Studierende, die einen Erasmusaufenthalt im Ausland erwägen. Sie wurde über den studentischen Radiosender Radio Meteor UAM der Adam Mckiewicz Universität in Posen gesendet. Gäste waren polnische Studierende, die im Ausland studieren, oder Ausländer, die in Polen studieren. Die Interviews drehten sich um Themen wie die Einreichung von Dokumenten, die Auswahl von Fächern, die Wohnungssuche in einem anderen Land, Unterschiede zwischen Universitäten und die Möglichkeiten, die sie bieten, das Bildungssystem oder das tägliche Leben der Studierenden.

17 05 23 Jugendkarlspreis 300 12. Preis: Dänemark - Re-discover Europe
"Re-discover Europe" war ein Ereignis, das an zwei unterschiedlichen Tagen in der euroskeptischen Stadt Aalborg im Norden Dänemarks stattfand. Am 6. Mai nahmen Menschen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe mit EU-Flaggen an einem Umzug teil. In einem multikulturellen Dorf konnten die Ortsansässigen mehr über die Diversität in ihrer Stadt lernen. Am 9. Mai fanden Aktivitäten zum Europatag statt, beispielsweise Vorträge zur Zukunft der EU sowie ein EU-Straßenfest zum Ausklang.

3. Preis: Niederlande - Are we Europe
"Are we Europe" ist eine Online-Multimediaplattform, bei der junge Menschen ihre Geschichten dazu einreichen können, wie es sich wirklich anfühlt, europäisch zu sein. Die Gründer der Plattform sind überzeugt, dass es in Zeiten der negativen Medienberichterstattung und Meinungen vieler Menschen zu Europa wichtig ist, junge Europäer zu motivieren, den Lesern neue Wahrnehmungsweisen zu Europa nahezubringen.

Gewinnerprojekte aus Deutschland und Öesterreich:
Das diesjährige Gewinnerprojekt aus Deutschland war das Projekt „Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden", ein Bremer Verein mit Mitgliedern in ganz Deutschland, der geflüchtete Menschen auf Sizilien unterstützt. In Öesterreich hat das Projekt "Explosion of Peace #Friedenstaube" gewonnen. Es wurde von Jugendlichen aus Vorarlberg initiiert, um die Jugend Europas zusammenzubringen und einen Beitrag zum Frieden zu leisten.

Weltkugel mit EU SternenDie Europäische Union hat das Inkrafttreten des weltweiten Übereinkommens von Minamata zur Verringerung der Belastung von Quecksilber bewirkt. Die EU und sieben Mitgliedstaaten haben ihre Ratifizierungen bei den Vereinten Nationen hinterlegt, damit haben inzwischen 52 Vertragspartner das Abkommen unterzeichnet, das ab dem 16. August für alle Vertragspartner rechtlich bindend wird.

Durch die Ratifizierung des Übereinkommens von Minamata in New York zeigt Europa eine weltweit führende Rolle beim Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und der Umwelt. Quecksilber ist in großen Mengen für den Menschen tödlich und kann in relativ geringen Mengen das Nervenystem schädigen und ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Schwangere, Säuglinge und Kinder sind durch Quecksilber in der Nahrungskette besonders gefährdet. Jedoch 40 Prozent bis 80 Prozent des in Europa abgelagerten Quecksilbers stammen aus Quecksilberemissionen in anderen Teilen der Welt, deswegen musste auf internationaler Ebene entschlossen gehandelt werden, um die Gesundheit der Bürger zu schützen.

Umweltkommissar Karmenu Vella sagte: „Der neue weltweite Vertrag über Quecksilber wird dazu beitragen, Millionen von Menschen weltweit vor der Belastung durch dieses giftige Schwermetall zu schützen. Mit der Ratifizierung hat die EU den entscheidenden Beitrag für sein Inkrafttreten geleistet. Dies ist ein großer Erfolg der Umweltdiplomatie der EU. Die Ratifizierung unterstreicht das Engagement Europas für ein entschiedenes und abgestimmtes Handeln auf internationaler Ebene.“

Der weltweite Vertrag über Quecksilber „Übereinkommen von Minamata über Quecksilber” wurde auf Initiative der EU ausgehandelt und 2013 abgeschlossen. Das Übereinkommen von Minamata – benannt nach dem Ort, an dem die bislang schlimmsten Schäden durch Quecksilberbelastung entstanden – verschärft nicht nur die Umweltstandards weltweit, sondern wird auch zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen beitragen, da in allen großen Volkswirtschaften ähnliche Umweltauflagen, wie bereits heute in der EU gelten, werden. Das Übereinkommen von Minamata ist weitgehend durch die Rechtsvorschriften der Union geprägt.

Flaggen vor EU Kommission 300Die Europäische Kommission hat gegen Facebook eine Geldbuße in Höhe von 110 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen hatte 2014 gegenüber der EU-Kommission, die die Übernahme von WhatsApp nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft hat, falsche bzw. irreführende Angaben zum automatischen Abgleich von Benutzerkonten zwischen WhatsApp und Facebook gemacht.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Der heutige Beschluss ist eine deutliche Botschaft an Unternehmen, dass sie die EU-Fusionskontrollvorschriften einhalten müssen, darunter auch die Verpflichtung, sachlich richtige Angaben zu machen. Aus diesem Grunde sieht er eine angemessene und abschreckende Geldbuße gegen Facebook vor. Die Kommission muss sich beim Erlass ihrer Beschlüsse über die Auswirkungen von Zusammenschlüssen auf den Wettbewerb auf umfassende und präzise Informationen stützen können.“

Als Facebook im Jahr 2014 die Übernahme von WhatsApp zur Genehmigung anmeldete, teilte das Unternehmen der Kommission mit, dass es nicht in der Lage sei, einen zuverlässigen automatischen Abgleich zwischen den bei Facebook bzw. bei WhatsApp unterhaltenen Benutzerkonten vorzunehmen. Facebook machte diese Angabe sowohl auf dem Anmeldeformular als auch in einer Antwort auf ein Auskunftsverlangen der Kommission. Im August 2016 kündigte WhatsApp im Rahmen einer Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen und seiner Datenschutzbestimmungen jedoch die Möglichkeit an, die Telefonnummern der WhatsApp-Nutzer mit den jeweiligen Facebook-Nutzerprofilen zu verknüpfen. Am 20. Dezember 2016 richtete die Kommission eine Mitteilung der Beschwerdepunkte an Facebook, in der sie ihre einschlägigen Bedenken darlegte.

Die Kommission hat festgestellt, dass ein automatischer Abgleich der Facebook- und der WhatsApp-Nutzerprofile – entgegen den von Facebook im Rahmen des Fusionskontrollverfahrens von 2014 gemachten Angaben – bereits im Jahr 2014 technisch möglich war, und dass den Facebook-Mitarbeitern diese Möglichkeit bekannt war.

Willkommen 300Die bilinguale Informationsbroschüre "Willkommen in Europa" erklärt die Europäische Union und den Europarat in deutscher/englischer/französischer und arabischer Sprache.

Die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen (in Bonn) und das Centre européen Robert Schuman (in Metz, Scy-Chazelles, in Frankreich) haben in Kooperation eine bilinguale Broschüre erstellt. Diese richtet sich an Flüchtlinge, Asylbewerber, Migranten und Studenten von anderen Kontinenten und soll diesen dabei helfen die Kultur und die Funktionsweise der europäischen Gesellschaften zu verstehen, von denen sie aufgenommen wurden.

Bei der Broschüre handelt es sich also um einen Leitfaden, der einen Überblick darüber geben soll wie das politische Europa funktioniert und sich dabei speziell an arabische Muttersprachler wendet. Die Errungenschaften der Europäischen Integration sowie die Grundsätze und Werte Europas werden darin in einfacher Form dargestellt und die historischen Wurzeln Europas beleuchtet.

Die Publikation soll damit eine Grundlage schaffen, um über europäische Kernthemen wie Demokratie, Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit ins Gespräch zu kommen und die bedeutendsten europäischen Institutionen und Organe vorzustellen.

Zur Verfügung stehen jeweils die Sprachenpaaren deutsch-arabisch, englisch-arabisch und französisch-arabisch. Diese können in gebundener oder digitaler Form bei der Europäischen Akademie NRW bestellt werden. Insbesondere mit Hilfe von Partnern soll die Broschüre direkt den Weg zu den Flüchtlingen finden und über Schulen, Hilfsorganisationen und Kommunen verteilt werden.

Im EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen kann die Broschüre eingesehen und ein Ansichtsexemplar pro Person mitgenommen werden.

Willkommen groß

  • Bestellungen bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0228-94 93 01 0
  • Quelle: EA NRW
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/willkommen-arabisch

Flagge Großbritannien 300London Calling! Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen bietet vom 23.07. bis 12.08.2017 den praxisnahen Intensivkurs „Doing Business in the English-Speaking World" für Auszubildende und junge Fachkräfte an.

Die Internationalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt erfordert für die Zukunft Fachkräfte mit interkultureller Kompetenz sowie Kenntnis europäischer Wirtschaftsräume und Geschäftspraktiken.

Während des dreiwöchigen Aufenthaltes am European College of Business and Management (ECBM) in London, der Bildungsakademie der Deutsch-Britischen Handelskammer, werden die Teilnehmer von muttersprachlichen Dozenten in englischer Sprache unterrichtet. Das Intensivseminar kombiniert allgemein- und fachsprachlichen Unterricht mit nützlichem Wissen zur britischen Wirtschaft. Vermittelt werden auch Präsentationstechniken und interkulturelle Kompetenzen.

Fachbezogene Exkursionen runden das Programm ab. Durch die Unterbringung in englischen Gastfamilien wird auch in der Freizeit das Praktizieren der englischen Sprache ermöglicht.

Die Kosten für das Seminar betragen ca. 2.200 €. Im Preis enthalten sind Kurs- und Prüfungsgebühren sowie Unterbringung mit Halbpension in einer Gastfamilie. Teilnehmer/innen, die sich zum Zeitpunkt des Seminars in der Erstausbildung befinden oder diese vor maximal einem Jahr abgeschlossen haben, können ein ERASMUS+ -Stipendium in Höhe von 1010 € beantragen. Anmeldungen nimmt IHK-Mitarbeiterin Patricia Heiliger unter Tel.: 0241 4460-354 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Stau Autos 300Die EU-Kommission hat das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland bezüglich der Pkw-Maut beendet. Nachdem Deutschland im Mai das Infrastrukturabgabegesetz geändert hat, ist die EU-Kommission zu dem Schluss gekommen, dass Deutschland damit die Bedenken bezüglich der Diskriminierung von Ausländern ausgeräumt hat.

 Im Dezember hatten sich EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, in der Mautfrage auf eine umweltfreundliche, faire und gerechte für alle Autofahrer geeinigt.

Die Kommission hat daher beschlossen, das im Juni 2015 wegen der Einführung einer Straßenbenutzungsgebühr für Personenkraftwagen („Pkw-Maut“) gegen Deutschland eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren einzustellen. Nachdem Deutschland im März eine Änderung des Maut-Gesetzes verabschiedet hat, ist die Kommission zu dem Schluss gelangt, dass Deutschland ihren Bedenken Rechnung getragen hat, indem es jegliche Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit beseitigt hat. Daher hat die Kommission beschlossen, das Verfahren einzustellen.

Die Kommission wird wie üblich weiterhin die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung der Rechtsvorschriften überwachen. Damit wurden die seit Jahren andauernden Meinungsverschiedenheiten über die rechtliche Ausgestaltung der geplanten Pkw-Maut in Deutschland beigelegt.

Forschung 300Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vergangenen Freitag den Ausbruch von Ebola im Norden der Demokratischen Republik Kongo gemeldet. Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz und Ebola-Koordinator der EU, Christos Stylianides, sagte, die Kommission verfolge die Situation und könne jede notwendige Hilfe bereitstellen.

„Die nationalen Behörden haben mit Unterstützung der WHO, den Experten der Kommission vor Ort und den internationalen Nichtregierungsorganisationen aus dem medizinischen Bereich  erste Maßnahmen getroffen,  um auf die Situation zu reagieren. Das Zentrum für Notfallabwehrkoordinierung der Europäischen Kommission (ERCC) trifft die notwendige Vorsorge für einen möglichen Einsatz der EU, falls das Medizinische Korps der EU und logistische Hilfe gebraucht werden. Wir stehen diesbezüglich in engem Kontakt mit unseren Mitgliedstaaten. In diesen ersten Tagen des Ausbruchs muss  die enge und effiziente Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden, der WHO, den Mitgliedstaaten, den internationalen Partnern und den NRO vor Ort Priorität haben. Beim Ebola-Ausbruch in Westafrika 2013-2016 stand die EU an vorderster Front der Bekämpfung. Der neue Ausbruch ist eine deutliche Mahnung, dass unsere Wachsamkeit nie nachlassen darf“, sagte Stylianides.

Westafrika kämpfte 2013 -2016 mit einer Ebola-Epidemie von bisher ungekanntem Ausmaß. Besonders stark betroffen waren Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die Europäische Union überwachte die Ausbreitung der Seuche und mobilisierte politische, finanzielle und wissenschaftliche Ressourcen um den Virus einzudämmen, zu kontrollieren und letzten Endes zu besiegen. Der finanzielle Beitrag der EU zur Bekämpfung der Epidemie belief sich auf insgesamt 1 Mrd. Euro und schloss Mittel aus den Mitgliedstaaten und von der Europäischen Kommission ein.

Die Kommission hat im Kampf gegen das Virus Mittel bereitgestellt, die für die Seuchenüberwachung, Diagnose, Behandlung und die medizinische Versorgung sowie die Entsendung von Ärzten und Pflegepersonal und die Fortbildung von Gesundheitspersonal eingesetzt wurden; außerdem werden damit Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die Krankheit und zur Förderung sicherer Bestattungen finanziert.

Die EU entsendete zudem Notfallhilfe und Experten. Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens wurde die Versorgung mit Material aus den Mitgliedstaaten über das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) abgestimmt.

Die EU-Mitgliedstaaten hatten mobile Laboreinheiten, Behandlungszentren, Krankenwagen und Feldlazarette bereitgestellt. Die EU hatte dafür logistische Unterstützung geleistet und u.a. zahlreiche Lufttransporte und den Einsatz von Marineschiffen für den Transport von Hilfsgütern aus den Mitgliedstaaten, wie Nahrungsmittelhilfe, medizinische Ausrüstung, saubere Decken und Chlor für Sanitäreinrichtungenorganisiert. Außerdem wurden EU-Experten für humanitäre Hilfe, unter anderem Spezialisten für gefährliche Krankheiten, in die betroffenen Länder entsandt.

Grashaus 1 300Wer immer schon einmal das Grashaus besuchen wollte und bisher nicht die Gelegenheit dazu hatte, dem bietet sich am Sonntag, 21. Mai, eine gute Chance.
Im Rahmen des Internationalen Museumstages, der in diesem Jahr zum 40. Mal stattfindet und an dem in über 100 Ländern Museen ihre Türen öffnen, kann auch das Grashaus besichtigt werden.

Die Führung "Das Grashaus im Wandel der Zeiten" beschäftigt sich mit der Geschichte und Baugeschichte des ersten Aachener Rathauses und seiner heutigen Funktion als Station "Europa" der Route Charlemagne. Die Führungen finden um 12.00 Uhr, 13.00 Uhr, und 14.00 Uhr statt und dauern rund 60 Minuten.

Eine richtig einmalige Chance bietet sich dann bei der Führung "Das Grashaus - Rathaus, Kerker, Stadtarchiv, Station Europa", die ein Praxismodul beinhalten wird. In diesem Modul kann man auch die im Grashaus befindliche Technik, die sonst nur Schüler bei Workshops nutzen können, ausprobieren. Los geht es um 10.30 Uhr, bzw. um 15.00 Uhr, die Führung dauert rund 90 Minuten.

Wegen des Denkmalschutzes wird um Anmeldung wird geben - besonders für das Praxismodul. Anfragen kann man richten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter  0241-432 4998. Die Teilnahme ist - wie der Besuch in allen anderen Museen auch - kostenlos!

Luftballons Karlspreis 300„Seehilfe e.V. - Solidarität darf nicht an den Grenzen enden" ist der nationale Gewinner für den Europäischen Jugendkarlspreis 2017, entschied die deutsche Jury, bestehend aus Abgeordneten des Europäischen Parlaments und einem Jugendvertreter. Das Projekt vertritt Deutschland am 2‌3‌.‌ ‌M‌a‌i‌ ‌2‌0‌1‌7‌ in Aachen bei der Preisverleihung mit Parlamentspräsident Antonio Tajani. Es hat die Chance, sich gegen die 27 anderen nationalen Siegerprojekte durchzusetzen und als einer der drei Erstplatzierten Geldpreise und eine Reise ins Europäische Parlament nach Straßburg oder Brüssel zu gewinnen. Europaweit sind 244 Bewerbungen eingegangen, davon 28 aus Deutschland.

Der Bremer Verein Seehilfe e.V. mit Mitgliedern in ganz Deutschland unterstützt geflüchtete Menschen auf Sizilien. Was im Juni 2014 als kleine Privatinitiative von vier Jugendlichen in Jena und Bremen begann, wuchs danach stetig. In der Folge sammelten sie Spenden und fuhren mit einem Transporter nach Sizilien - an den Ort, der nach der Schließung des Lagers auf Lampedusa zum Hauptankunftsort der geretteten Geflüchteten wurde. Im November 2014, nur fünf Monate später, wurde der Verein Seehilfe e.V. gegründet. Mit Hilfe zur Selbsthilfe zum Beispiel über Workshops und Beschäftigungsangebote wie Bildungsapps soll Geflüchteten nicht nur materiell, sondern auch ideell geholfen werden: „Niemand mag allein sein. Deswegen machen wir uns gegen Isolierung und für Begegnung stark, schreibt der Verein. Mit zwei Hilfsfahrten pro Jahr nach Sizilien, deutschlandweit stattfindenden Vorträgen über die gemachten Erfahrungen und Besuche in Schulen, machen die inzwischen 16 aktiven jungen Menschen auf die Situation in Sizilien aufmerksam.

„Die persönlichen Begegnungen mit Geflüchteten und die Weiterführung dieser Erlebnisse an eine breite Öffentlichkeit in Deutschland und Italien, mit der Bemühung, regionale Partner und Unternehmen mit einzubinden, zeichnet das Projekt aus“, heißt es in der Begründung der deutschen Jury. Ausschlaggebend war, dass aktiv – über das ganze Projekt hinweg – Werte wie Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl, Verantwortung und Toleranz bewusst gefördert wurden. Die Idee: Solidarität darf nicht an Grenzen aufhören, nicht innerhalb Europas, aber auch nicht an dessen Außengrenzen.

Am Di. 23. Mai 2017 wird ab 11:00 Uhr der diesjährige "Europäische Jugendkarlspreis", der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist, in einer Feierstunde im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen.

Karlspreis LIVE: musikalisch - lebendig - kulinarisch

Das diesjährige Open-Air-Fest auf dem Katschhof vor und nach der Verleihung des Karlspreises präsentiert zahlreiche Stände mit Informationen und musikalischen und kulinarischen Genüssen. Es wird das Europa von heute und morgen gefeiert. Genießen Sie!

Auf der Katschhof-Bühne stellen sich am Mittwoch zwischen 19:05 Uhr und 20 Uhr die diesjährigen Jugendkarlspreis-Gewinner der Aachener Öffentlichkeit vor. Nachfolgend spricht AZ/AN-Chefredakteur Bernd Mathieu mit dem diesjährigen Karlspreisträger Timothy Garton Ash.

Neben vielen anderen Auftritten wird am Mittwoch von 20:15 bis 22:00 Uhr als "Hauptact" die die die Band Scruffyheads aus Köln mit Ska ’n’ Swing zu erleben sein.

Am Donnerstag findet von 11 bis 13 Uhr die Karlspreis-Verleihung im Rathaus statt, die auf eine Großleinwand am Markt übertragen wird. Anschließend empfängt Oberbürgermeister Marcel Philipp Timothy Garton Ash, weitere Karlspreisträger und Ehrengäste auf der Katschhofbühne.

Ab 13:30 Uhr finden durchgängig bis 22:00 Uhr ein buntes Kulturprogramm und interessante Interviews auf dem Katschhof statt, u.a. mit Advendo (Marching & Showband), "fünflinge" (A-cappella-Band), Verena Tesch und Ekin Feyzi und um 20:15 Uhr als Höhepunkt Peter Sonntag feat. Final Virus.

Hier finden Sie alle Informationen im Detail:

EUROPE DIRECT mit dem Infozelt auf dem Katschhof dabei

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen ist unter dem Motto "Europa verstehen leicht gemacht" wieder am Mittwochabend und am Donnerstag mit einem großen Infozelt in der Mitte des Katschhofs dabei.

Informieren Sie sich über Europa und die EU. Das Team von EUROPE DIRECT bietet Ihnen eine Auswahl der über 100 kostenlosen Broschüren, Poster, Karten und Spiele für Jung und Alt an.

Testen Sie Ihr EU-Wissen beim kleinen Europa-Quiz und nehmen Ihre Chance auf einen der vielen Preise wahr.

Für die Kinder bieten wir neben kindgerechten Materialien zum Mitnehmen auch einen Kinder-Maltisch, an dem die Kleinen nach Herzenslust schöne Europa-Malbücher ausmalen können.

Das Team von EUROPE DIRECT freut sich auf Ihren Besuch.

Flagge Ukraine EU 300Die Europäische Kommission hat die Entscheidung des EU-Ministerrats zu der von der Kommission vorgeschlagenen Visaliberalisierung für ukrainische Staatsbürger begrüßt. Mit der Befreiung der Visumpflicht benötigen ukrainische Staatsangehörige mit biometrischen Reisepässen für Kurzzeit-Aufenthalte von bis zu 90 Tagen im Schengen-Raum kein Visum mehr.

Dimitris Avramopoulos, Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, sagte dazu in Brüssel: „Vor einem Jahr war ich in Kiew, um dem ukrainischen Parlament persönlich zu ihren enormen Anstrengungen, die es zur Umsetzung der für die Visaliberalisierung notwendigen Reformen gemacht hat, zu gratulieren. Heute freue ich mich darüber, dass wir am Ende des Prozesses angelangt sind und begrüße den Beschluss des Rates zur Visaliberalisierung für die Ukraine als letzten Schritt in Richtung visafreies Reisen in den Schengen-Raum für ukrainische Staatsbürger."

Die Befreiung von der Visumpflicht gilt nur für Kurzaufenthalte, d. h. Geschäftsreisen, touristische Aufenthalte oder Familienbesuche von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Die Befreiung von der Visumpflicht impliziert kein Anrecht, in der EU zu arbeiten.
Die Regelung für visumfreies Reisenden tritt 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

EU Flagge hinter Weltkugel 300Die Europäische Geschichte ist umfangreich, kompliziert, lang, aber auch sehr spannend. Eintauchen in die europäische Geschichte kann man seit dem 06. Mai im neu eröffneten "Haus der europäischen Geschichte" in Brüssel. Das Museum nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die europäische Geschichte und fordert die Besucher auf, sich aktiv mit der Zukunft Europas auseinanderzusetzten.

Die Ausstellung ist untergebracht im frisch renovierten Eastman-gebäud eim Parc Léopold, mitten im Grünen und mitten in Brüssel.

In der Dauerausstellung wird die Geschichte rund um Europa und die Europäische Union verständlich aufbereitet. Die Ausstellung beginnt mit einer Reise ins 19. Jahrhundert - Europas "Eintritt in die Moderne". Es folgt eine Auseinandersetzung mit "Europas Abstieg in Krieg und Zerstörung" und der dann folgenden Suche nach einem besseren Leben in einem zunehmend vereinten Europa.

Die Besucher werden dann dazu angeregt, sich mit dem heutigen Europa sowie der Situation der Europäischen Union auseinanderzusetzten und über die eigene Rolle nachzudenken.

In der aktuellen Wechselausstellung mit dem Titel "Interaktionen" kann man sich mit seinen Spuren in Europa beschäftigen. Auf der Website des Museums kann man eine Karte mit den eigenen Verbindungen zu Orten in Europa und auf der ganzen Welt erstellen und in der Wechselausstellung dann weiter erforschen.

Besichtigungen sin dmit einem Multimedia-Guide möglich, es gibt Lernmaterialien, Workshops und Seminare. Mit allen Sinnen kann man Europa erforschen: sehen, hören, fühlen und sogar riechen.

Für Familien gibt es zwei spezielle Bereiche: "Entdeckungen mit der Familie" und "Museumspfade für Familien".

Der Eintritt in das Museum ist kostenlos. Geöffnet ist das Haus montags von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr, dienstags bis freitags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, samstags und sonntags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Adresse lautet:
Haus der europäischen Geschichte
Rue Belliard / Belliardstraat 135
1000 Brüssel
Belgien

Infomaterial Grashaus 300Anlässlich des Tags der offenen Tür im Europäische Parlament am 06. Mai 2017 stellte die Europäische Union ein Kompendium von Kurzinformationen des Wissenschaftliches Dientes zusammen, welches verschiene Bereiche aufzeigt, in denen die EU direkt spürbar positiven Einfluss auf das Leben der Bürger nimmt. 

Die Europäische Union ist stets um die Verbesserung der Lebensbedingungen der europäischen Bürger bemüht. Über 500 Millionen Menschen in den EU-Mitgliedstaaten profitieren vielseitig - ob im Großen oder im Kleinen - von den Politiken der Europäischen Union, sei es in ihrer Arbeit, ihrem Studium, ihrer Freizeit oder ihrem Familienleben.

Das Europäische Parlament leistet einen grundlegenden und oftmals entscheidenden Beitrag zur Gestaltung dieser Gesetze und Politiken. Die 751 Abgeordneten des Parlaments repräsentieren jeden einzelnen Europäischen Bürger. Sie stellen sicher, dass relevante Entscheidungen nicht von unbekannten Beamten, sondern von demokratisch gewählten Repräsentanten der Bürger aller Mitgliedstaaten getroffen werden. Die Kurzinformationen in dieser Broschüre zeigen lediglich einen Abriss der vielen Bereiche in denen EU-Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Männern und Frauen, Jung und Alt in der Europäischen Union beigetragen haben und fortwährend beitragen.
Die Europäische Union hat unter anderem für verbesserte Arbeitnehmerrechte in der ganzen EU gesorgt, immer mehr Menschen können dank ERASMUS+ Erfahrungen im Ausland sammeln, Flug- und Fahrgastrechte wurden europaweit festgelegt, die Aufhebung der Roaminggebüren ab Sommer 2017 ist beschlossen und auch im Klimaschutzund bei der Energieeffizienz ist Europa führend.

Die Broschüre ist online einsehbar und wird in einigen Tagen im EUROPE DIRECT Büro Aachen auch gedruckt erhältlich sein.