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Soziale Medien

15 05 09 Grashaus TorAktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und Aktionen.
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16 10 27 KlimaparcoursInformationen zur Klimapolitik der EU: Wissenswertes zum Thema Klima, Umwelt und Energie

Im Rahmen des diesjährigen 6. Aachener Klimaparcours waren rund 250 Schülerinnen und Schüler des Gesamtschule Aachen-Brand in der Stadt unterwegs, um an 12 Stationen verschiedene Facetten des Klimawandels kennenzulernen.

Die Jugendlichen haben sich heute bei EUROPE DIRECT über die Klima- und Umweltpolitik der Europäischen Union informiert. Zum Anlass des Klimaparcours, bei dem sich die Teilnehmer unter anderem mit den Themen "Klimawandel" und "Umwelt" beschäftigten, kamen an diesen Tagen fünf verschiedene Gruppen der Schule in das Europäische Klassenzimmer über dem EUROPE DIRECT Informationsbüro im Grashaus.

An der Station EUROPE DIRECT erfuhren die Schülerinnen und Schüler Interessantes und Wissenswertes zur europäischen Umweltpolitik und zu den Zielen der Europäischen Union, den Klimawandel zu bekämpfen und verantwortungsvoller mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Sie konnten außerdem sehen, wo sie die Auswirkungen der europäischen Politik in diesem Bereich im Alltag direkt spüren können. Der Film "Energie - Jetzt wird gespart" ergänzte diese Informationen und zeigte auf, wie man auch im ganz normalen Alltag Energie sparen und die Umwelt schonen kann.

16 10 27 Klimaparcours 1Die Beteiligung und das Hintergrundwissen der Schüler zeigte, dass dieses Thema schon von jungen Menschen sehr bewusst wahrgenommen wird. Dementsprechend war auch das kostenlose EU-Informationsmaterial zum Umwelt- und Klimaschutz für die Schüler interessant.

Am Ende eines jeden Besuchs folgte noch ein kleines Carbon-Footprint-Spiel, welches veranschaulicht, mit welchen Mitteln die Schülerinnen und Schüler schon Energie sparen und in welchem Bereich sie in Zukunft noch mehr sparen können.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro hat zudem eine eigene Internetseite zum Thema „Klimawandel" erstellt, die unter www.klima.europedirect-aachen.de abrufbar ist und viele weitergehende Informationen nicht nur für Kinder und Jugendliche enthält.

16 10 24 EASA 1Besuch bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte zum sechsten Mal eine kostenlose Exkursion zur EASA (European Aviation Safety Agency) in Köln. Die EASA steht im Mittelpunkt der Luftverkehrspolitik der Europäischen Union. Ziel ist die Förderung der höchstmöglichen gemeinsamen Sicherheits- und Umweltstandards in der Zivilluftfahrt.

Heute fuhren 24 Europainteressierte zusammen mit EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel zum Konrad-Adenauer-Ufer in Köln, wo sich seit Juni 2016 der Sitz der EASA befindet. Das Gebäude wurde komplett entkernt und es wurden vier weitere Etagen auf das Dach gesetzt. Außerdem wurde darauf geachtet, den neoklassizistischen Stil des Gebäudes trotz Sanierung zu erhalten, und ihn mit modernen Büroräumen zu verbinden.

Vor Ort erhielten die Teilnehmer zunächst einen freundlichen Empfang.
Im Anschluss gab Dirk Rappel, Mitarbeiter der Zulassungsabteilung, interessante Einblicke in die Arbeitsverfahren und Aufgabenbereiche der EASA. Der mit einer reichen Praxiserfahrung ausgestattete Fachmann hielt einen interessanten Vortrag und beantwortete geduldig viele Fragen.

16 10 24 EASA 2Unter anderem zeigte er anhand kurzer Videos gängige Testverfahren der EASA, z.B. zur Notevakuierung von Flugzeugen innerhalb weniger Minuten. Die Tests dienen dazu nach dem EASA-Motto "Your safety is our mission - Ihre Sicherheit ist unser Auftrag", den EU-Bürgern die höchstmögliche Flugsicherheit zu bieten.

An ihrem Standort in Köln beschäftigt die EASA derzeit mehr als 800 Luftfahrtexperten und Verwaltungsfachleute aus allen Mitgliedsstaaten. Die EASA bietet gute Karrierechancen für Interessenten, die neben Fachwissen auch Englisch (die Arbeitssprache der EASA) und mindestens eine weitere europäische Sprache beherrschen müssen.

Die Aufgaben der Agentur wurden in letzter Zeit um weitere Schlüsselbereiche ausgeweitet: Zum einen um Luftoperationen, Pilotenlizenzen und Drittlandbetreiber; zum anderen um Flugverkehrsmanagement, Flugnavigationssysteme und Flugplätze. Die EASA startet regelmäßig Sicherheitsinitiativen und organisiert Konferenzen zu aktuellen Themen der Luftfahrt.

Abschließend konnten die Besucher trotz des Regenwetters den Blick auf Rhein und Dom genießen.

Spannende Diskussionen zu verschiedenen europäischen Themenschwerpunkten

16 10 10 GrashausDie 14 neuen Studierenden des Masterstudiengangs Europastudien der RWTH Aachen haben im Rahmen ihrer Einführungswoche das Grashaus besucht. Andreas Düspohl (Grashaus), Hermann Josef Pilgram (Karlspreisstiftung) sowie Winfried Brömmel und sein Team von EUROPE DIRECT Aachen empfingen die Teilnehmer.

Nach einer Präsentation der Arbeit der Karlspreisstiftung bot Andreas Düspohl eine Führung durch das historische Gebäude an. Im Anschluss daran stellte sich das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen vor.

Danach wurden drei verschiedene Workshops in Kleingruppen angeboten, um intensiv über Europa in kultureller, politischer und geografischer Perspektive zu diskutieren. Dies bot außerdem den Studierenden die Gelegenheit sich besser kennen zu lernen.

16 10 10 ED

Der Masterstudiengang der RWTH Aachen zeichnet sich dadurch aus, dass er sich in verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen auf Europa bezieht. Die Studierenden beschäftigen sich im Verlauf ihres Studiums mit europäischer Politik, Wirtschaft, Recht, Geschichte, Kultur- und Sozialwissenschaften. Aus diesem Grund handelt es sich bei der Gruppe der Studierenden um eine einzigartige Mischung mit den verschiedensten Vorkenntnissen. Im Rahmen der Einführungswoche soll daher eine inhaltliche Arbeitsgrundlage geschaffen werden. Bekannt ist der Studiengang auch für seine Internationalität: Die 500 bisherigen Absolventen stammten aus über 30 verschiedenen Ländern.

 

Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasium im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses

Wie entwickelte sich die Demokratie in Europa? Welche Herrschaftsformen und Formen der Partizipation gibt es? Kann man politische Partizipation lernen? Wie ist die Demokratie in der Europäischen Union organisiert? Gibt es eine Krise der Demokratie? - Diese und noch mehr Fragen wurden heute im interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen bearbeitet und diskutiert.

In einem dreistündigen Workshop befassten sich 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 des Kaiser-Karls-Gymnasiums Aachen mit dem Themenschwerpunkt "Demokratie und Verantwortung in Europa". Nach einer Einführung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Räumen des Grashauses in Kleingruppen eigenständig zu unterschiedlichen Fragestellungen. Im Urkundensaal recherchierten sie sowohl digital als auch analog und beschäftigten sich in Hörstationen mit berühmten Reden zum Thema Demokratie.

Im "Europäischen Klassenzimmer" wurden Videos gedreht und in der Kapelle eigene digitale Europakarten erstellt. Alle Ergebnisse wurden abschließend zusammengetragen und im Plenum diskutiert.

Das Ziel des Workshops im Grashaus besteht darin, dass die Schüler Informationen zum Thema "Demokratie und Verantwortung in Europa" erarbeiten und sich den damit verbundenen Fragestellungen öffnen. Sie sollen somit zu einer eigenen Meinung finden. Auf der Basis der vielfältig zusammengetragenen Informationen wird eine gemeinschaftliche, sachliche Diskussion im Gruppenverband angestrebt.

Die Workshops des Europäischen Klassenzimmers für Schulen finden montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 32 Schülerinnen und Schülern für eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Zielgruppe sind Schulklassen der weiterführenden Schulen ab Klasse 7.

16 09 29 EuroTeachers01Heute besuchten drei der EuroTeachers aus Maastricht einen Projektkurs "Europa" der Maria-Montessori Schule in Aachen. Sie führten für EUROPE DIRECT Aachen einen englischsprachigen Workshop über "Culture & Identity" mit 25 Schülern der 12. Jahrgangsstufe durch.

Nach einer kurzen, allgemeinen Einleitung über die EU ließen begann eine Vorstellungsrunde: Dabei konnten sich die Schüler auf kulturellen Hintergrund, ihr Lieblingsessen, Sprachen, Hobbies und andere Eigenschaften beziehen, die sie ausmachen. Anschließend wurden die Schüler gebeten, auf einen Zettel zu schreiben, was ihre Identität ausmacht.

Danach stellten die EuroTeachers den Schülern drei verschiedene Arten von Identität vor: personal identity, regional identity, national identity. Gemeinsam fanden die Schüler Beispiele um die Identitäten zu beschreiben.

16 09 29 EuroTeachers02Besonders aufgegriffen wurde das Thema “Religion as a factor of identity”. Dabei erhielten die Schülern Fakten über die Türkei und dem Islam, die hilfreich in Ihrer Diskussion waren, ob die Türkei ein Mitglied der EU werden sollte. Zwei Schüler präsentierten die Pro- und Kontra-Argumente. Es fand eine Debatte statt in der die Schüler begannen  auch andere Standpunkte in Betracht zu ziehen.

Abschließend wurde darüber diskutiert, dass die EU sich immer weiter ausbreitet und mehr Mitgliedsstaaten aufnimmt. Die Schüler sahen die “European identity” als allumfassende Identität, die uns alle vereint und die gemeinsame Werte beinhaltet, die in der EU beachtet werden sollten.

Zum Abschluss des 2,5 Stunden dauernden Workshops erstellten die Schüler Plakate, auf denen sie das Gelernte zusammenfassten.

Infotisch 300Wie kann ich während Erfahrungen im Ausland sammeln und wie werde ich bei der Planung und der Organisation unterstützt? Welche Form des Auslandsaufenthaltes ist die richtige für mich? Diese Fragen stellen sich viele junge Menschen, die ins Ausland möchten. Das Team des EUROPE DIRECT Büros Aachen informierte am Mittwoch, 28. September, Schülerinnen und Schüler der Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen über die verschiedenen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen.

Zunächst stellten Alina Güdden und Eva Onkels die Arbeit des EUROPE DIRECT Teams vor, um dann den Schülern die Vorteile der europäischen Freizügigkeit zu erläutern. Neben der Reisefreiheit gehört die Freizügigkeit, die insbesondere das Leben und Arbeiten im europäischen Ausland betrifft, zu den deutlich spürbarsten Errungenschaften der EU. Die Freizügigkeit macht es nicht nur für junge Menschen wesentlich einfacher, im europäischen Ausland zu arbeiten, zu leben und zu studieren. Einige bürokratische Hürden des Auslandsaufenthaltes sind somit zumindest in Staaten innerhalb der EU gefallen. Das Erasmus+-Programm ermöglicht es heute für viele junge Menschen innerhalb der EU Auslandserfahrung zu sammeln und inkludiert auch Länder, die nicht zur EU gehören (unter anderem Norwegen, die Schweiz, Island). Schließlich wurden die Schüler auch darüber informiert, welche „Wege ins Ausland“ es gibt, vom Schüleraustausch und Sprachreisen, über Semesteraufenthalte, Möglichkeiten des Auslandsaufenthaltes während der Ausbildung, Work and Travel sowie Freiwilligendienste bis hin zu einem vollständige Studium im Ausland.

Das hohe Interesse der Schüler an dem Thema zeigte sich auch durch einige Nachfragen, insbesondere zum Freiwilligendienst aber auch zu den Auswirkungen des Brexits auf das Erasmus-Programm. Die Schülerinnen und Schüler nahmen im Anschluss viel Informationsmaterial mit nach Hause, insbesondere die Broschüre „Wege ins Ausland“ und Materialien des „eurodesk“ wurden gerne mitgenommen.

Interessante Studienfahrt zur Provinzregierung Limburg

16 09 15 Vertrag von MaastrichtAm 07.02.1992 unterzeichneten im niederländischen Maastricht die Außen- und Finanzminister der Europäischen Gemeinschaften den Geburtsvertrag der Europäischen Union, mit dem die Integration der europäischen Staaten auf eine neue Stufe gehoben wurde. Herzstücke dieses Vertragswerks waren die Unionsbürgerschaft, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik sowie die geplante Einführung des Euro im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion, für die der Vertrag einen genauen Zeitplan und detaillierte Regeln aufgestellt hatte, welche im Jahr 2011 aufgrund der Staatsschuldenkrise nochmals verschärft wurden.

Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine kostenlose Fahrt zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten „Statenzaal" im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg („Het Gouvernement aan de Maas").

Mit dem öffentlichen Bus Veolia 50 ging es gemeinsam nach Maastricht. Dort angekommen gab es im Gebäude der Provinzregierung Limburg einen Begrüßungskaffee und Gebäck. Es folgte eine interessante deutschsprachige Einführung in die Europa- und Euregio-Aktivitäten der niederländischen Provinz Limburg von Eric Lemmens.

16 09 15 VortragVon den zwölf Provinzen der Niederlande ist Limburg die mit der längsten Außengrenze. Limburg hat mehr Grenzkilometer mit Belgien und Deutschland als der Rest der Niederlande. Im Alltag gab es immer schon einen regen Austausch zwischen beiden Seiten der (späteren) Landesgrenzen. Daher hat sich Limburg zum Ziel gesetzt, sich in der EU als eine wirklich europäische Region weiterzuentwickeln.

Eric Lemmens stellte sehr anschaulich bisherige Entwicklungen und aktuelle Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein dar, erläuterte Aufbau und Funktionisweise der Euregio Maas-Rhein und beantwortete die zahlreichen Fragen der Gäste.

Das Programm wurde durch eine ausgezeichnete deutschsprachige Führung durch das Gebäude des Gouvernements abgerundet. Neben der praktischen Sicht auf das moderne Bauwerk als Regierungssitz gibt es auch eine Sicht auf den Komplex als Denkmal und Kulturort. Das Gebäude steht auf einer Insel in der Maas und ist eine visuelle und architektonische Herausforderung.

16 09 15 PlenarsaalDie Führung leitete die Gäste durch das Gebäude der Provinzverwaltung.Die Architektur sowie zahlreiche zeitgenössische Kunstwerke von regionalen Künstlern und die Verwaltungs- und Repräsentationseinheiten der Regierung bilden eine harmonische Gesamtheit. Während der Führung haben dieTeilnehmer die Gelegenheit gehabt, eine kleine Ausstellung über die Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht zu bewundern. Dort ist u.a. das Vertragswerk in einer Kopie mit seinem Gewicht von über 7 Kilogramm zu sehen. Ein Höhepunkt der Führung war die Besichtigung des Plenarsaals ("Statenzaal"), in dem der Vertrag von Maastricht 1992 unterzeichnet wurde. Im Statenzaal erhielten die Teilnehmer weitere Einblicke in die Regierungsarbeit und Geschichte der Provinz Limburg.

Die 19 Teilnehmer der Fahrt hatten so die Möglichkeit ein Stück europäische Geschichte, am Ort der Unterzeichnung, rekonstruieren zu können. Mit vielen neuen Eindrücken konnten sie somit die Heimreise antreten.

Vortrag zum Aufbau der Europäischen Union und ihren Berührungspunkten in unserem alltäglichen Leben

16 09 12 300Heute veranstaltete die VHS Aachen gemeinsam mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro einen Vortrag zum Thema „Wer macht eigentlich was in Brüssel? Die EU und ihre Institutionen“.

Nach einer Begrüßung durch Dominik Clemens von der VHS Aachen begann Winfried Brömmel den Vortrag mit einer kurzen Vorstellung des EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachens und dessen Aufgaben und Tätigkeitsfelder. Praktikantin Alina Güdden, die Herrn Brömmel bei seinem Vortrag unterstützte, widmete sich im Anschluss daran der Frage: "Was ist die EU?". Hierbei ging es vor allem darum den Teilnehmern einen Überblick über die verschiedenen EU-Institutionen und deren Zusammenarbeit zu geben. Außerdem wurden die EU-Finanzierung und die Zuständigkeitsbereiche der EU thematisiert.

Danach demonstrierte Winfried Brömmel noch, anhand von beispielhaft ausgewählten Berührungspunkten mit Europa in unserem alltäglichen Leben, dass Europa kein fernes bürokratisches Konstrukt ist und wir in der Aachener Grenzregion besonders von der EU profitieren.

Trotz des heißen Sommerabends waren die ca. 11 Teilnehmer voll bei der Sache und stellten immer wieder interessiert Zwischenfragen. Natürlich wurden von Ihnen auch Mängel der EU angesprochen, insgesamt war jedoch eine positive Haltung zur Europäischen Union zu erkennen und die Bereitschaft sich aktiv mit ihr auseinander zu setzten.

16 09 09 Martin Schulz 3Martin Schulz in Eschweiler, Foto: W. BrömmelEhrengast Martin Schulz

Der Europaverein GPB in Eschweiler wurde am 1. September 25 Jahre alt. Im Europaverein engagieren sich Menschen für ein Europa der Bürger. Der gemeinnützige Verein hat Mitglieder in sieben europäischen Ländern und engagiert sich u.a. in der Europaarbeit für junge Menschen und mit Ausstellungen zur Zeitgeschichte. Zudem wird seit 1997 jährlich der Europäische Sozialpreis vergeben, der besonderes Engagement für soziale Gerechtigkeit würdigt. Das Eschweiler Europaforum ermöglicht Begegnungen der unterschiedlichen Kulturen Europas. Das Format "Europa im Dialog" bietet Informationsveranstaltungen zu aktuellen europäischen Themen.

Beim heutigen kleinen Festakt wurde die Leistung des Vereins, des Präsidenten Peter Schöner und der Geschäftsführerin Annelene Adolphs von vielen Gästen im Hotel de Ville in Eschweiler gewürdigt. Auch Winfried Brömmel, der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüros gratulierte dem Verein, mit dem schon seit 2011 eine Partnerschaft besteht. Der Europaverein betreibt in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen EU-Infopunkte in den Rathäusern von Eschweiler und Stolberg.

Der wichtigste Ehrengast war der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz, der eine flammende Rede für Europa hielt.

16 09 01 Franken GymnasiumIn Kooperation mit dem EUROPE DIRECT Büro nahmen 28 Schülerinnen und Schüler des Franken-Gymanasiums heute während der Projekttage am Planspiel "Destination Europe" teil. Dieses wurde vom EUROPE DIRECT Büro sowie dem Institut für internationale Bildung (CIVIC) organisiert und durchgeführt.

Zu Beginn führten Frau Thee und Herr Schwedt vom CIVIC-Institut in die Problematik der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik ein. Im Anschluss stellten die Moderatoren den Ablauf und das Ziel des Planspiels vor. Es ging um die Frage, wie eine gemeinsame europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik im Spannungsfeld von humanitärem Asylrecht und der Frage der Aufnahmebedingungen und Aufnahmewilligkeit der einzelnen EU-Staaten gestaltet werden könnte. Inhalt des Planspiels war es, eine entsprechende EU-Gesetzgebung durch Kommission, Europäisches Parlament und Rat hinsichtlich einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik zu simulieren.

Die Schüler nahmen vielfältige Rollen im Planspiel ein: vom rechtsradikalen Franzosen bis zum Grünen-Abgeordneten aus Spanien. Anhand von Informationsmaterial bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihre Rollen vor. Während des Planspiels wurden die Teilnehmer mit den verschiedenen Institutionen (Kommission, Parlament, Rat) und deren Aufgaben innerhalb der Europäischen Union konfrontiert. Dabei traten die Probleme der Entscheidungsfindung in der EU klar hervor. Diskussionspunkte, die eine einstimmige Position verhinderten, waren beispielsweise die Überwachung der Grenzen, die Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten sowie das Vorgehen bei der Registrierung der Flüchtlinge.

Den Schülerinnen und Schülern wurde klar vor Augen geführt, welche Schwierigkeiten hinsichtlich der Flüchtlingsfrage innerhalb der EU bestehen. Einerseits stellten sie fest, dass manche Ansichten unvereinbar sind mit anderen und daher ein Kompromiss oder eine gemeinsame Linie schwer fällt. Andererseits war den Schülern auch klar, dass ein Planspiel stets nur einen vereinfachten, oberflächlichen Eindruck der Realität vermitteln kann.
Insgesamt beurteilten die Schülerinnen und Schüler das Planspiel, seine Durchführung und Moderation als sehr gelungen und informativ.

Eine jährliche Studienreise führte eine Gruppe von Verdi-Senioren aus Wuppertal heute nach Aachen, wo sie unter anderem am Vormittag das EUROPE DIRECT Büro im Grashaus besuchte.

16 08 29 Verdi Senioren 01

Organisator der Studienreise war das Regionalbüro Arbeit und Leben Berg-Mark in Wuppertal.

Nachdem die 32 Seniorinnen und Senioren zuvor das Grashaus besichtigt hatten, versammelten sie sich im 'Europäischen Klassenzimmer', um einem Vortrag von Winfried Brömmel, dem Leiter des EUROPE DIRECT Büros Aachen, zu folgen.

Thema dieses Vortrages waren die Arbeitsweise und Arbeitschwerpunkte von EUROPE DIRECT, aber auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein und die Bedeutung der EU für die Region Aachen. Die einzelnen Themen wurden durch konkrete Beispiele veranschaulicht. Auf besonderes Interesse der Senioren stieß dabei die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Polizei und Feuerwehr in unserer Region.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Verdi-Senioren noch die Gelegenheit Fragen zur EU und deren Bedeutung für die Region Aachen zu stellen, aber auch um die Grenzregion mit den Niederlanden, Belgien und Deutschland zu näher zu erörtern.

EUROPE DIRECT Aachen trägt mit vielfältigen Informationen über die EU zum Tag der Integration im Eurogress bei

16 08 28 Tag der Integration4Die Flüchtlingskrise stellt nicht nur Deutschland, sondern die gesamte EU vor eine nie dagewesene Herausforderung der Integration. Wie gelungene Integration aussehen kann, zeigte sich am Sonntag, den 28.08.2016, beim diesjährigen 'Tag der Integration' im Eurogress in der Monheimsallee in Aachen.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen beteiligte sich mit einem Infostand an der Veranstaltung, die dieses Jahr bereits zum 10. Mal stattfand.

EUROPE DIRECT Aachen informierte mit den Mitarbeitern Eva Onkels, Alina Güdden und Winfried Brömmel von 10:30 bis 17:30 Uhr die ca. 5000 Besucher der erfreulich gut besuchten Veranstaltung. Die Besucher konnten aus vielfältigen Materialien, wie Broschüren und Poster über ihre Rechte und Möglichkeiten in der EU, wählen und nahmen zahlreich das für sie passenden Informationen mit nach Hause.

16 08 28 Tag der Integration2Erfreulich war, dass der Interessenfokus der Besucher weniger auf der Flüchtlingskrise lag und mehr im Bereich  "Wege ins Ausland" , einem Themenschwerpunkt von EUROPE DIRECT Aachen. Die innereuropäische Integration schien für die Besucher eine Selbstverständlichkeit zu sein.

Außerdem nutze das Team von EUROPE DIRECT die Gelegenheit, um Werbung für kommende Veranstaltungen und Studienfahrten zu machen, wie z.B.die kostenlosen Studienfahrten nach Maastricht, Köln und Luxemburg.

16 07 04 AEGEE 2Im Rahmen der AEGEE Summer University, die vom 23. Juni bis zum 8. Juli in Aachen stattfindet, waren 20 Studierende aus ganz Europa zu Gast im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

Die AEGEE Summer University ist ein Projekt für den Dialog und kulturellen Austausch zwischen jungen Europäern. AEGEE Aachen e.V. nimmt an diesem Projekt bereits seit 1992 erfolgreich teil und hat auch dieses Jahr Studierende nach Aachen eingeladen. Über einen Zeitraum von 16 Tagen haben die Teilnehmer aus ganz Europa die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse bei einem 40 stündigen Sprachkurs zu verbessern und zusätzlich von einem kulturellen Programm in Aachen, der Euregio und der umliegenden Region zu profitieren.

Als Teil dieses Programms organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen im Europäischen Klassenzimmer einen einstündigen Vortrag über die EU und die EU-Flüchtlingspolitik für die Studierenden. Dabei erfuhren die Teilnehmer zunächst etwas über die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros in Aachen. Außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Dies wurde durch Beispiele wie grenzenloses Reisen oder eine einheitliche Währung ergänzt. Auch aktuelle Herausforderungen für die EU, wie eine alternde Bevölkerung oder die schwindende Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, wurden in dem Vortrag angesprochen.

16 07 04 AEGEE 3Barbara Hamacher vom EUROPE DIRECT Team informierte die Studierenden schließlich über die Flüchtlingspolitik der EU. Dabei ging sie besonders auf die weltweiten Auswirkungen der Flüchtlingskrise ein. Außerdem gab sie einen Überblick über die verschiedenen Ansichten der EU-Mitgliedstaaten im Hinblick auf Verteilungsquoten und über bisherige Maßnahmen der EU wie den EU-Türkei-Pakt. Die Teilnehmer konnten zum Schluss ihre eigenen Ansichten äußern und miteinander diskutieren.

Im Anschluss an den Vortrag von EUROPE DIRECT nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers zum Thema "Migration und Grenzen in Europa" teil. Innerhalb von zwei Stunden erarbeiteten sie in den Räumen des Grashauses Informationen zu den Grenzen Europas, der Asyl- und Migrationspolitik der EU und der Entwicklungshilfe der EU. Unter anderem recherchierten sie dazu im Urkundensaal des Grashauses.

Um den Studierenden auch über diese Workshops hinaus Informationen mitzugeben, steuerte das EUROPE DIRECT Büro Aachen außerdem Infomaterialien und Give-Aways für die Willkommenspakete der AEGEE Summer University bei.

15 05 11 GrashausSchüler des Kaiser-Karls-Gymnasium Gymnasium im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses

Nach wie vor ist das Thema "Grenzen" eines der drängensten in der EU. Migration ist ein umfangreiches Thema, das weder bei der Flüchtlingspolitik anfängt, noch bei ihr aufhört. Grundlegende Fragen muss man sich stellen, wenn man das Thema richtig verstehen möchte: Wo liegen die Grenzen Europas? Welche Asyl- und Migrationspolitik verfolgt die EU? Wie hilft die EU Entwicklungsländern? - Diese und noch mehr Fragen wurden heute im interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen bearbeitet und diskutiert.

In dem dreistündigen Workshop befassten sich 20 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse mit dem Themenschwerpunkt "Migration und Grenzen in Europa". Als Einstieg dienten kleine, von den Schülerinnen und Schülern mitgebrachte Objekte, die aus ihrer Sicht Europa repräsentieren, dabei entstand ein buntes Sammelsurium verschiedener Objekte.

Nach einem einführenden Kurzfilm zum Thema Europa und einem weiteren zur Kartographie erstellten die Workshop-Teilnehmer in Lerngruppen im "Kartensaal" digitale Europa-Karten, die sichtbare und unsichtbare Grenzen veranschaulichen. Im "Urkundensaal" recherchierten Schülerinnen und Schüler zum Thema in digitalen Datenbanken, in Audionischen konnten sie das Gelesene und Gesehene hörend vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherche und das von ihnen erstellte Kartenmaterial wurden im "Europäischen Klassenzimmer" der ganzen Klasse präsentiert, diskutiert und in Videos aufgezeichnet.

Dieser Workshop ist einer der Hauptschwerpunkte des Europäischen Klassenzimmers. Das Ziel des Workshops im Grashaus besteht darin, dass die Schüler Informationen zum Thema "Migration und Grenze" erarbeiten und sich den damit verbundenen Fragestellungen öffnen. Sie sollen somit zu einer eigenen Meinung finden. Auf der Basis der vielfältig zusammengetragenen Informationen wird eine gemeinschaftliche, sachliche Diskussion im Gruppenverband angestrebt.

Der Workshop des Europäischen Klassenzimmers für Schulen findet montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 32 Schülerinnen und Schülern für eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Zielgruppe sind Schulklassen der weiterführenden Schulen ab Klasse 7.

QuizHeute war das Team des EUROPE DIRECT Informationsbüros zu Gast in der Realschule Mausbach in Stolberg. Als Abschluss kurz vor den Sommerferien erfuhren die Schülerinnen und Schüler eines SoWi-Kurses der 9. Klasse mehr über Europa und die EU.

Der Vortrag von EUROPE DIRECT begann mit einer Vorstellung des EUROPE DIRECT Informationsbüros in Aachen. Dabei wurden das Team vorgestellt sowie die alltägliche Arbeit geschildert. Im Anschluss waren die Schülerinnen und Schüler selbst gefordert: in 4er Teams konnten sie bei einem Europa-Quiz ihr Wissen über Europa und die EU testen. Als Anreiz gab es eine Reihe von Preisen zu gewinnen, aus denen sich das beste Team etwas aussuchen durfte.

Nach dem Europa-Quiz erklärte Eva Onkels von EUROPE DIRECT Aachen den 17 Schülerinnen und Schülern, wie die EU entstanden ist und welche Institutionen heute für die EU-Politik zuständig sind. Die Schülergruppe erfuhr, in welchen Bereichen die Mitgliedstaaten der EU zusammenarbeiten und welche Institutionen an einem Gesetzgebungsverfahren in der EU beteiligt sind. Außerdem wurde darüber diskutiert, wo jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Einige der genannten Beispiele waren der Euro als einheitliche Währung, das grenzenlose Reisen oder die sinkenden Telefonie- und Roaminggebühren innerhalb der EU. Auch Errungenschaften der EU im Verbraucherschutz wurden vom EUROPE DIRECT Team hervorgehoben.

Ein weiterer Punkt, der den Schülern näher gebracht wurde, waren Möglichkeiten, Zeit im Ausland zu verbringen, wobei insbesondere das EU-Programm ERASMUS+ erläutert wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch der Europass vorgestellt, ein einheitliches Dokument zur Darstellung von Qualifikationen. Schließlich konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen und es wurde kostenloses Infomaterial verteilt.

16 06 29 BK GestaltungZum Abschluss des Schuljahres waren am Mittwoch, 29. Juni, Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen zu Besuch im Grashaus, um sich über Europa und die EU zu informieren.

Das Team des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen hielt in den Räumlichkeiten des Europäischen Klassenzimmers einen etwa einstündigen Vortrag für die Schulklasse des beruflichen Gymnasiums. Zu Beginn des Vortrags stellte Barbara Hamacher das EUROPE DIRECT Netzwerk vor und erzählte von der Arbeit des Informationsbüros in Aachen. Im Anschluss konnten die etwa 24 Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und ihr Wissen bei einem Europa-Quiz unter Beweis stellen. Das Sieger-Team, das alle 10 Fragen richtig beantwortete, durfte sich einen Preis aussuchen.

Anschließend wurde den Schülerinnen und Schülern ein Überblick über die Geschichte der Europäischen Union und die Zuständigkeiten der verschiedenen EU-Institutionen gegeben. Mit kurzen Filmen wurden diese Themenbereiche näher veranschaulicht. Außerdem erfuhr die Schülergruppe mehr über die aktuellen Herausforderungen der EU, wie den wachsenden Nationalismus in einigen Mitgliedstaaten.

Schließlich konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen teilen, wie ihnen Europa im Alltag begegnet. Das Team von EUROPE DIRECT ergänzte dies mit weiteren konkreten Beispielen. Sinkende Telefonie- und Roamingkosten, europaweit geltende Fluggastrechte oder die Europäische Krankenkassenkarte waren nur einige der Beispiele, die dabei angesprochen wurden. Zum Schluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch kostenloses Infomaterial mit nach Hause nehmen.

1 Niederländische Ratspräsidentschaft 300Die EU muss sich aktuell vielen Herausforderungen stellen, innenpolitischer wie außenpolitischer Natur. Die Niederländische Ratspräsidentschaft ist von diesen Herausforderungen deutlich geprägt worden. Wie haben sich diese Krisen ausgewirkt? Konnte die niederländische Ratspräsidentschaft etwas erreichen?

Mit 15 Zuhörern diskutierten Referent Siebo Janssen (Bonn) und Moderator Jochen Leyhe (Bonn) am Dienstag, 28. Juni, 90 Minuten über die turbulenten Zeiten der niederländischen Ratspräsidentschaft im sogenannten Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

Drei Themen prägten die Ratspräsidentschaft der Niederlande, die im Januar 2016 begann: Terrorismusbekämpfung, das Verhältnis zwischen Russland, der Ukraine und der EU sowie natürlich der Ausstieg der Großbritanniens, der kurz vor dem Ende der Ratspräsidentschaft Wirklichkeit wurde. Um die Zeit der niederländischen Ratspräsidentschaft zu verstehen, muss man sich auch mit der Innenpolitik der Niederlande beschäftigen, so Janssen. Noch bis vor wenigen Jahren waren die Niederlande eines der EU-freundlichsten Länder innerhalb der EU. Ihren Beginn kann man in der Abstimmung über den EU-Vertrag 2005 ablesen sowie im Aufstieg des Rechtspopulisten Gert Wilders. 2005 stimmte eine Mehrheit der Niederländer dem Vertragswerk nicht zu, dabei war man im Vorfeld von einer deutlichen Zustimmung ausgegangen. In der Abstimmung zeigten sich die Stärken des Populismus. Nach dem Referendum nahm die Regierung zum Teil die populistischen Ansichten auf und positionierte sich deutlicher EU-kritisch. Diese Haltung haben sich die Niederländer bis heute bewahrt. Ein weiteres Zeichen dafür ist die Abstimmung über das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine. Anfang 2016 stimmten die Niederländer in einem Referendum gegen das Abkommen. Obwohl behauptet wurde, dass man mit einem „Nein“ zum Vertrag die europäische Integration insofern stärken würde, als das man 2 Niederländische Ratspräsidentschaft 300Russland damit nicht vor den Kopf stoße, wurde schnell öffentlich verkündet, dass es um ein „Abstrafen“ der eigenen Regierung ging. Für viele Niederländer war dieses Argument eher der Grund für „Nein“ zu stimmen, als das Verhältnis der EU zu Russland. Das Assoziierungsabkommen war allerdings eines der Hauptziele der Ratspräsidentschaft. Dass gerade wegen eines Referendums im eigenen Land dieses Abkommen innerhalb der Amtszeit der Niederlande nicht zustanden kommen konnte, schmerzte ungemein. Durch die Dominanz gerade des Brexits sowie der Terroranschläge in Brüssel und Paris konnte die Ratspräsidentschaft auch ein weiteres Ziel maximal anstoßen, nicht aber umsetzten: die Verbesserung der gemeinsamen Polizeiarbeit und eine Stärkung Europols.

Betrachtet man die Niederlande und die Ratspräsidentschaft selbiger, kann man einige Dinge erkennen: Die Niederlande haben derzeit eine innenpolitische Krise der Populisten, die sich direkt auf die EU-Politik auswirkt.

Heftig diskutiert wurden darüber hinaus der Brexit im Vergleich zum angedachten Grexit, der Populismus in ganz Europa mit Blick auf die Niederlande und die Frage, wie man ihm begegnen kann. Auch das Ukraine-Assoziierungsabkommen wurde angesprochen.

16 06 14 KulturepochenHeute erhielten 22 junge Erwachsene eines Fachoberschulabschlusslehrgangs am College der VHS Aachen erhalten einen Überblick über 3000 Jahre europäischer Kultur- und Baugeschichte.

Der 4-stündige Workshop einschließlich Stadtführung wurde moderiert und entwickelt von Frau Dr. Rita Darboven vom Aachener Bildungsbüro KreaScientia gGmbH. Die Veranstaltung wurde in enger Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen durchgeführt und finanziert.
Die 22 Teilnehmer im Alter von 18 bis 22 Jahren lernten heute zum Abschluss einer halbjährigen Unterrichtseinheit zum Thema „Europäische Union“ die faszinierende Kulturgeschichte Europas spielerisch kennenzulernen. Der Workshop fand zunächst im College der VHS Aachen statt. Im Mittelpunkt stand die Zeitkette „Europäische Kulturepochen“: Auf einer Zeitachse kombiniert mit zusätzlichen Spielkarten, Euro-Scheinen und Gegenständen aus den Bereichen Kunst, Technik, Lebensmittel und Persönlichkeiten wurden Entwicklungen und Zusammenhänge der europäischen Kultur- und Baugeschichte bildreich erarbeitet. Die Zeitkette - als interaktives Lernmedium angewendet - brachte bei den Teilnehmern eine ungeahnte Bandbreite an Allgemeinwissen hervor.
Im Anschluss wurde bei einem einstündigen Stadtspaziergang durch die Altstadt das Wissen angewendet und vertieft.
Die Teilnehmer (F3 A), die Weiterbildungslehrer (Frau Steinbach, Lehrerin im Kurs für Gesellschaftslehre, Frau Erim, Kursleiterin und weitere GL- und Kunstlehrer) und die sozialpädagogische Fachkraft des Kurses (Frau Baur) waren begeistert. Insbesondere die kreative, interaktive Lernmethode „Zeitkette“, die Erfolgserlebnisse für die Teilnehmer bereithielt und sie motivierte mit Konzentration und Interesse die gemeinsame europäische Kulturgeschichte zu erforschen, sorgte für eine gute Lernatmosphäre. Besonders positiv bewerteten Sie außerdem die persönliche Präsens und das pädagogische Geschick von Frau Dr. Rita Darboven, der es gelang, den Teilnehmern über lokale Bezüge ein Bewusstsein für die gemeinsame europäische Kulturgeschichte zu vermitteln.

16 06 08 Vorländer 3Mit einem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Hans Vorländer, in dem der Professor von der TU Dresden insbesondere auf Teilnehmer, Hintergründe und Entwicklungen von Pegida einging, endete am 08.06.16 die Vortragsreihe "Populismus und Extremismus in Europa".

Nach der Begrüßung und einigen einführenden Worten von Prof. Dr. Friedrich Jaeger vom Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen schilderte Herr Vorländer den rund 110 Zuschauern zunächst die Entwicklung der Pegida-Demonstrationen in Dresden, die mit ca. 20 Teilnehmern begann und mittlerweile zu bestimmten Anlässen 15000-25000 Menschen mobilisieren kann und damit Ausmaße angenommen hat, die die Organisatoren zu Beginn selbst nicht erwartet hätten. Herr Vorländer und seine Mitarbeiter beschäftigen sich aktuell insbesondere mit dem Phänomen von Pegida und führten dazu zahlreiche Interviews mit Beteiligten durch, bei denen sie vor allem aufklären wollten, was für Menschen teilnehmen und aus welchem Grund sie dies tun. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen verglichen sie zudem ihre Erkenntnisse mit denen von vier weiteren Befragungen aus dem Jahr 2015.

Im Ergebnis zeigte sich, dass hauptsächlich Männer, die im Durchschnitt 46-47 Jahre alt sind und keine Religionszugehörigkeit angeben, sowie in der Regel Angestellte oder Arbeiter sind und einen relativ hohen Bildungsabschluss aufweisen, an den montäglichen Demonstrationen in Dresden teilnahmen. Als Grund für die Teilnahme gaben 71 % Unzufriedenheit mit der Politik, 34,5 % Kritik an Medien und Öffentlichkeit, 31,2 % Grundlegende Vorbehalte gegen Zuwanderer und Ausländer und 10,3 % Protest gegen religiös oder ideologisch motivierte Gewalt, an."Insgesamt zeigt sich, dass eine große Unzufriedenheit mit den Politikern und den Medien ursächlich sind", fasste Vorländer zusammen.

16 06 08 Vorländer 1Er nennt Pegida eine "rechtspopulistische Empörungsbewegung", die sich durch eine Gegenüberstellung "wir hier - ihr dort" identifiziere. Erstens auf der einen Seite der einfache Bürger und auf der anderen Seite die Politik und die Medien, zweitens stellen sie das "deutsche Volk" den Flüchtlingen und Migranten gegenüber. Dabei betonte er auch, dass im Hintergrund immer noch die Unterscheidung zwischen West- und Ostdeutschland stehe.

Herr Vorländer zeigt sich besorgt über die Bedeutung von Pegida und ähnlichen Bewegungen für die Demokratie: "Diese Entwicklungen gefährden und verändern die Demokratie, wie wir sie kennen, weil das Vertrauen der Bürger, dass essentiell für eine funktionierende Demokratie ist, wird hier unmittelbar und ganz zentral in Frage gestellt."

Erschwerend komme hinzu, dass durch transnationale Regime wie die Europäische Union aus Sicht dieser Menschen der Überblick darüber, wo Politik und Entscheidungen stattfinden, verloren geht. Dies führe zu einer zunehmenden Entfremdung und Distanzierung.

Zum Abschluss der Veranstaltung nutzten die Zuschauer die Gelegenheit, Fragen an Herrn Vorländer zu stellen, bei denen es insbesondere um die Forderungen von Pegida, Auswirkungen der Demonstrationen und mögliche Problemlösungsansätze ging.

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01 Diehl 300Welcher Zusammenhang besteht zwischen modernen Massenmedien und Populismus? Diese Frage stellte sich Dr. Paula Diehl von der Humboldt-Universität in ihrem Vortrag im Rahmen der Reihe „Populismus und Extremismus in Europa“ am Dienstag, 07. Juni. 180 Zuschauer aller Altersgruppen lauschten gebannt Diehls Ausführungen zum Populismus und dessen Verbindungen zu den (modernen) Massenmedien.

Als äußerst interessant kristallisierte sich heraus, dass die Kommunikationstechniken, die der Populismus benutzt – unter anderem Komplexreduzierung, Tabubrüche und Dramatisierung – den Regeln der Massenmedien entsprechen. Das heißt: der Populismus schafft es, all die Regeln zu bedienen, nach denen Massenmedien funktionieren, ohne sich dafür ändern zu müssen.

Ebenso beleuchtete Diehl wie auch schon Prof. Frank Decker in seinem Beitrag vom 31. Mai, den Unterschied zwischen Populismus und Rechtspopulismus. Rechtspopulismus, so Diehl, sei eine Mischung aus Elementen des Populismus und Ideologemen des Rechtsextremismus. Ideologeme sind graduelle Phänomene einer Ideologie, ohne diese vollständig wiederzugeben. Rechtsextremistische Ideologeme wie beispielsweise die Vorstellung, dass es ethnisch-homogenes Volk existiere, die Ablehnung des pluralen Wertesystems sowie eine daraus resultierende Reduktion persönlicher und politischer Freiheiten. Ein wesentlicher Unterschied ist die Haltung des Rechtsextremismus zum politischen System: der Rechtspopulist, so Diehl, verstehe sich als Teil der politischen Mitte, die die (politischen) Eliten ablehnt, der Rechtsextremismus würde das politische System im Ganzen ablehnen.

02 Diehl 300Ein Problem der recht engen Verbindung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus bestünde darin, dass Rechtsextremisten über den Weg des Rechtspopulismus ihre Ideologeme in die Mitte der Gesellschaft rücken könnten und dadurch an Einfluss gewinnen können. Gleichzeitig könne in der Mitte der Bevölkerung ein Gewöhnungseffekt eintreten. Aussagen, die vorher undenkbar waren, werden durch den Populismus salonfähig. Über den Rechtspopulismus finden so rechtsextreme Ansichten einen Platz in der Gesellschaft, ohne hinterfragt zu werden.

Diehl sieht im (Rechts)Populismus Gefahren für die Demokratie: es könne leicht zu einer Verschiebung des diskursiven Rahmens kommen, ein Gewöhnungseffekt bei eigentlichen Tabuthemen und Skandalen eintreten und etablierte Parteien würden in einem sich immer weiter drehenden Zyklus dem Rechtspopulismus nachgeben und rechtsextreme Ideologeme in ihre Politik aufnehmen.

Viel Diskussionsbedarf gab es im Anschluss, insbesondere wurde über die Rolle der Frau im Populismus diskutiert sowie die Frage der Verbindung von Massenmedien und Populismus auf den Prüfstand gestellt.

 

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16 06 06 Guérot1 300Die zweite Woche der Veranstaltungsreihe "Populismus und Extremismus in Europa" startete mit einem interessanten Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Guérot, Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab an der European School of Governance sowie Universitätsprofessorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems. Prof. Dr. Guérot analysierte die Ursachen für den Zustrom populistischer Parteien in Europa und insbesondere in Frankreich.

Dabei ging Prof. Dr. Guérot zunächst auf das demokratische Defizit der EU ein und stellte die These auf, dass die EU tatsächlich nicht sehr gut funktioniere. Ein Problem sei, dass Markt und Staat in der EU getrennt seien. Währungspolitik werde auf EU-Ebene gemacht, aber Distributionspolitik und Fiskalpolitik lägen in den Händen der Mitgliedstaaten. Da eine Abschaffung des Euros keine gute Idee sei, müssten als Alternative diese Politikfelder auf die EU-Ebene gehoben werden, um das Problem zu lösen. Der Angst vor einem europäischen "Super-Staat" entgegnet Prof. Dr. Guérot dabei mit der Idee einer "Europäischen Republik". Dies würde bedeuten, dass alle Unionsbürgerinnen und -bürger politisch (aber natürlich nicht kulturell) gleich würden. Es müsse also Gleichheit bei Wahlen, bei Steuern und beim Gesundheitssystem in der gesamten EU geben.

16 06 06 Guérot2 300Neben dem demokratischen Defizit nannte Prof. Dr. Guérot auch das starke Stadt-Land-Gefälle in der EU als Grund für den Anstieg populistischer Tendenzen. In Frankreich gäbe es beispielsweise ein enormes Zentrum-Peripherie-Gefälle und der Front National sei besonders in ländlichen Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit stark. Ein Problem dabei sei, dass in der EU eine Politik gemacht werde, die zwar für Deutschland passend sei, nicht aber für andere Länder, wie etwa Frankreich. Dies führe zu einem Zustrom für extremistische Parteien. Der Front National zum Beispiel sei besonders bei Leuten beliebt, die frustriert sind und keine Zukunftsperspektiv sehen.

Im Anschluss an diese Ausführungen gab es eine Diskussion mit den etwa 110 Zuhörerinnen und Zuhörern im HKW2 der RWTH Aachen, wobei insbesondere die Idee einer europäischen Republik näher beleuchtet wurde.

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16 06 02 2 EH HeinsMit einem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Volker Heins, Mitglied der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sowie Senior Fellow und Leiter des Forschungsbereichs "Interkultur" am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, ging die erste Woche der zweiwöchigen Vortragsreihe "Populismus und Extremismus in Europa" zu Ende.

In seinem Vortrag mit dem Titel "Spiegel der Menschheit?! Die Zukunft der Migrationsmaschine Deutschland" widmete sich Prof. Dr. Heins den zentralen Konflikten im Zusammenhang mit Einwanderung und Migration in Deutschland und Europa. Zunächst analysierte er die historische Entwicklung des Einwanderungslandes Deutschland und erklärte, dass die Einwanderung nicht linear und gleichmäßig verlief. Zudem beschrieb er den Verlauf und die Folgen der Flüchtlingskrise in Deutschland.

Insbesondere betonte Prof. Dr. Heins, dass es zurzeit zwei Narrative gäbe, die miteinander in Konflikt stünden. Zum einen gäbe es ein neurechtes Narrativ, dass die Regierung als Verräter ansehe und Einwanderer als Täter darstelle. Die Wirkung dieses Narrativs sei die Festigung einer Vorurteilsstruktur gegen Migrantinnen und Migranten, der man nur schwer entgegenwirken könne. Zum anderen gäbe es aber auch ein optimistisches Narrativ, das Einwanderer nicht als bedrohlich, sondern als potentielle Helfer ansehe. Allerdings überwiege in Deutschland und Europa derzeit eine Kulturangst und eine Vorstellung von Nationen, die sich von der Globalisierung in ihrer Identität bedroht fühlten. Außerdem würden die neurechten Tendenzen verstärkt, je mehr sich Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft integrierten und beispielsweise wichtige Positionen in Wirtschaft und Politik einnähmen.

16 06 02 1 EH HeinsZuletzt ging Prof. Dr. Heins auf vier typische Einwände ein, die im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise oft angebracht würden, und erläuterte, wie man diesen entgegenwirken könne. In der anschließenden Diskussion, die von Prof. Dr. Helmut König vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen moderiert wurde, konnten die etwa 90 Zuhörerinnen und Zuhörer im Generali-Saal im Super C schließlich Fragen an Prof. Dr. Heins stellen.

Nach dieser ersten Woche startet am kommenden Montag der zweite Teil der Veranstaltungsreihe "Populismus und Extremismus in Europa" des EUROPE DIRECT Informationsbüros und der Initiative Europäische Horizonte.

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16 06 01 Stobbe1 300Lange Zeit war man im politischen Denken der sogenannten Säkularisierungsthese gefolgt, die besagt, dass im Spannungsfeld zwischen Moderne und Religion die Religion langfristig einen Bedeutungsverlust erfahren wird. Rationalisierung, Individualisierung und Ausdifferenzierung von Gesellschaften, die Auflösung alter, vor allem ländlicher Traditionen und die Demokratisierung würden dafür sorgen, dass die Religion auf nationaler und internationaler Ebene immer weiter in den Hintergrund gedrängt werde.

Doch betrachtet man sich die Bedeutung von Religion im Jahre 2016 wird deutlich: diese These ist, wenn überhaupt, nur auf Europa anzuwenden und auch hier mit Einschränkungen.
Eindrücklich auf die internationale Bühne zurückgekehrt ist das Thema Religion mit den Ereignissen vom 11. September 2001 und dem Erstarken des Islamischen Staats in den letzten zwei Jahren. Die Bedeutung von Religion ist daher nach wie vor von Bedeutung. In seinem Vortrag „Religiöse Gewalt und politische Ordnung Europas. Ein historischer Rückblick aus aktuellem Anlass“ referierte Prof. Dr. Heinz-Günther Stobbe am Mittwoch, 01. Juni, in einem historischen Abriss mit Blick auf Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau und Baruch de Spinoza über die philosophischen Entwicklungen eines Staates, in dem Staatspolitik und Religion voneinander getrennt sind. Deutlich wurde, dass die Religion bei der Entwicklung modernerer Staatstheorien durchaus eine entscheidende Rolle spielte

16 06 01 Stobbe2 300Hobbes, Spinoza und Rousseau sind in ihrem Arbeiten geprägt worden durch den 30-jährigen Krieg, der von 1618-1648 in Europa wütete und im Grund ein Krieg zwischen Katholiken und Protestanten war. Alle drei stellten sich die Frage, wie man Kriege, die auf Religion basierten, eindämmen könne.
Thomas Hobbes setzte seinerseits auf die Unteilbarkeit des Souveräns, der mit einem umfassenden Eingriffsrecht ausgestattet sein solle, was ihm auch erlaube, in beispielsweise religiösen Fragen zu entscheiden.
Baruch de Spinoza setzte sich in seinem Werk mit der Frage nach der Begründung staatlicher Ordnung auseinander. Dabei machte er deutlich, dass der Souverän die Ordnungsmacht in einem Staat sei und jeder Staatsbürger dieser zu folgen habe. Sollte es zu einem Konflikt zwischen der Anordnung durch die politische Autorität und beispielsweise der Religion eines Staatsbürgers kommen, so habe der Staatsbürger in jedem Fall der Anordnung der politischen Autorität zu folgen.
Jean-Jacques Rousseau schließlich stellt sich in seinem Hauptwerk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes“ die Frage, wieso in der Antike keine Glaubenskriege geführt wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass Politik und Religion in der Antike nicht zu trennen waren. Es gab zwar viele Kriege, diese waren aber keine Religionskriege. Kriege wurden mit Religion geführt, aber nicht wegen der ihr. Für Rousseau kommen die ersten Religionskriege mit dem Erstarken des Christentums auf. Rousseau sieht im Christentum erstmals Staat und Religion getrennt und gleichzeitig die Gefahr, dass mit der Frage, ob man „der Krone oder dem Krummstab folgen sollte“ eine Spaltung der Gesellschaft verbunden sein könne. Dahingehend lautet seine Antwort ebenfalls klar und deutlich, dass es eine politische Autorität benötigt, welche die alleinige Entscheidungsgewalt besitzt.

16 06 01 Stobbe3 300In der Realität ist kein Staat diesen Denkern vollständig gefolgt, allerdings hat sich – vor allem in europäischen Demokratien, um die es an diesem Abend ging – eine Trennung von Religion und Staat herausgebildet. Dies äußert sich darin, dass der Staat das alleinige Waffenmonopol bekam und der Staat sich wiederum dazu verpflichtet, diese Waffen nicht mehr zum religiösen Kampf einzusetzen.

Nach dem Vortrag wurde im Publikum heftig diskutiert. Dabei ging es weniger um die Auseinandersetzung mit dem Philosophen als vielmehr um Fragen von Kruzifixen in Schulen und öffentlichen Einrichtungen oder auch um die Kopftuchdebatte.

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16 05 31 Decker 1Gefährdet der Populismus die Demokratien Europas? Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Frank Decker bei seinem Vortrag „Populismus und Extremismus in Europa“ im Rahmen der „Europäischen Horizonte“ am Dienstag, 31. Mai vor rund 130 Zuhörern.

Decker begann seinen Vortrag mit einer Definition des Wortes „Populismus“: Hauptwesensmerkmal des Populismus, so wie ihn die Wissenschaft versteht, ist seine „Anti-Establishment“-Haltung. Er ist ein Phänomen gesellschaftlicher Krisen, verbunden mit einem gefühlten oder realen Werte- und Orientierungsverlust sowie Statusängsten und Zukunftsunsicherheiten. Der Populismus nimmt für sich in Anspruch, den Willen des Volkes, oder besser, „des kleinen Mannes“ abzubilden und ihn gegen das Establishment zu verteidigen. Dies gilt sowohl für den Links- wie auch den Rechtspopulismus. Beiden Formen ist ebenfalls gemein, dass sie aus- und abgrenzen. Der Rechtspopulismus möchte sich abgrenzen von anderen Menschen, häufig von Ausländern oder Mitgliedern anderer Kulturen, der Linkspopulismus grenzt sich nicht von Gesellschaften aber vom System ab. Häufig ist populistischen Parteien inhärent, dass sie sich als Bewegung und nicht als Partei verstehen, dies äußert sich häufig im Namen. So tragen sowohl die Front National (Frankreich) als auch für die Lega Nord (Italien) oder die Alternative für Deutschland (Deutschland) das Wort „Partei“ nicht im Namen.

16 05 31 Decker 3Meist vertreten Anhänger des Populismus die Ansicht, dass sie stellvertretend für eine angeblich homogenen Volkskörper stehen. Charakteristisch ist der Wunsch nach einer charismatischen Führerpersönlichkeit, die die Interessen der Populisten nach außen vertreten kann. Doch trotz all seiner Forderungen ist es häufig so, dass populistische Parteien in Bedrängnis geraten, wenn sie an der Regierung beteiligt werden (siehe beispielsweise die Schill-Partei). Einerseits, weil ihre Forderungen sich in Systemen, die auf Kompromissen basieren, nicht durchsetzen lassen, andererseits, weil sie plötzlich selbst zu dem Establishment gehören, welches sie vorher vehement bekämpft haben.

Bedeutend ist auch das Demokratieverständnis des Populisten: man appelliert an die Volkssouveränität, an die Herrschaft der Mehrheit vernachlässigt aber, dass moderne Demokratien in erster Linie Rechts- und Verfassungsstaaten sind, die die Demokratie insofern beschränken, als dass sie für Minderheitenschutz und Konsens sorgen. Eben jener Konsens passt jedoch nicht in das Demokratieverständnis des Populismus.

Decker bot zum Schluss seines rund 45-minütigen Vortrags drei Lösungsvorschläge für das Problem des Populismus an:
1. die plebiszitären Tendenzen müssten weggeschoben werden von Wahlen in andere Bereiche, er schlug eine Form der „Netzwerkdemokratie“ vor, in der mittels Inklusion Bevölkerung und Parteien besser vernetzt werden.
2. Parteimitglieder müssten stärker an den Entscheidungen der Partei selbst beteiligt werden, um damit eine Diskussionskultur zu fördern. Es könnte helfen, das Delegiertenprinzip abzuschaffen und mehr basisdemokratische Maßnahmen innerhalb der Partei durchzuführen.
3. Das Aufnehmen direktdemokratischer Elemente in den staatlichen Bereich.

Decker hält die Probleme des Populismus für begrenzbar, solange er nicht an die Macht kommt, denn sollten Populisten die absolute Regierungsgewalt stellen, so würden sie die Demokratie nach ihren eigenen, unpluralistischen Vorstellungen formen – und das Entstehen autoritärer Strukturen begünstigen.
Im Anschluss kam es zu einer langen und sehr intensiven Diskussion zwischen den Zuhörern und Herrn Prof. Decker.

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16 05 30 Leggewie 300Die Vortragsreihe "Populismus und Extremismus in Europa" des EUROPE DIRECT Informationsbüros und der Initiative Europäische Horizonte startete mit einem informativen Vortrag von Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und Mitherausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik.

In seinem Vortrag mit dem Titel "Populisten verstehen?! Was rechtspopulistische Strömungen stark macht" widmete sich Prof. Dr. Leggewie den Fragen, weshalb rechtspopulistische Gruppierungen immer stärker werden und wie man dieser Tendenz entgegenwirken kann. Nach einer kurzen Einführung durch Prof. Dr. Helmut König, Professor für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen, erläuterte Prof. Dr. Leggewie zunächst den Begriff "Populismus" und ging auf die historischen Ursprünge der populistischen Strömungen in den USA, Russland und Lateinamerika ein. Auch die Entwicklung des Populismus in Europa ab den 1970er Jahren schilderte er. Ab dieser Zeit, so Prof. Dr. Leggewie, setzte sich das völkische Denken im Rechtspopulismus durch. Heute stehe der Populismus für eine Partizipationsrevolution von rechts, die stark von patriarchalischen Werten geprägt sei.

16 05 30 Saal 300Insgesamt, so die Hauptaussage des Vortrags, beschäftigen wir uns zu viel und zu wenig mit Rechtspopulisten. Zum einen verstünden wir noch zu wenig über Rechtspopulismus und müssten uns mehr damit auseinandersetzen, zum anderen gäben wir den Rechtspopulisten zu viel Raum und stärkten sie dadurch indirekt. Um dem Rechtspopulismus entgegenzuwirken sei es wichtig, ein eigenes Narrativ zu entwickeln.

Im Anschluss an diesen Vortrag fand eine angeregte Diskussion statt, bei der die etwa 200 Gäste im Generali-Saal des Super C Fragen an Prof. Dr. Leggewie richten oder ihre Meinungen äußern konnten.

Insgesamt bildete der Abend einen gelungenen Auftakt für die kommenden Vorträge der Veranstaltungsreihe "Populismus und Extremismus in Europa".

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