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15 05 09 Grashaus TorAktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

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16 04 28 EuropeneedsYOUth 1Das Interesse an Europa ist auch bei der Jugend in Aachen hoch. Rund 60 junge Menschen haben sich heute in der Cafè und Bar „Zuhause“ in Aachen drei hochinteressante Talkrunden zum Thema „Europe needs YOUth – Europa, wie geht’s weiter?“ angehört. Organisiert wurde der Abend von AEGEE-Aachen, JEF Aachen, der Karlspreisstiftung, dem Hochschulradio, dem MES Studiengang der RWTH und dem EUROPE DIRECT Büro Aachen.

Es wurden Fragen der Solidarität in Europa, des Rechtsrucks und der Aspekt Sicherheit und Grenzschließung heftig diskutiert. Schon die erste Talkrunde zwischen Annika Fohn, von der Jungen Union und MdB Andrej Hunko (Die LINKE) sorgte für Zündstoff. Über grundlegende Fragen, wie „Was bedeutet Solidarität“ näherte man sich der Lage der Flüchtlinge in Idomeni. Hier prallten die Vorstellungen von Fohn und Hunko deutlich aufeinander. Im Publikum wurde besonders der Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei hinterfragt.

Prof. Emanuel Richter und Blogger Friedrich Jeschke widmeten sich dem Thema des Rechtsextremismus und Nationalismus in Europa. Es ging um die theoretischen Grundlagen, aber auch um die Frage, ob die EU durch den Rechtsruck gefährdet ist. „Die friedliche Kooperation zwischen den Staaten soll bewahrt werden“, so Richter. Auch ging es um die Frage, ob die EU eher vertieft oder erweitert werden soll. Auch hier schaltete sich das Publikum in die Diskussion ein. Diskutiert wurde unter anderem ein möglicher Generationenkonflikt und die Frage als was man die EU betrachten möchte.

Die letzte Diskussionsrunde zwischen Johannes Arens vom Zweckverband der Region Aachen und David Schrock von JEF (Junge europäische Föderalisten) behandelte das Thema „Europa und seine Grenzen“. Welche Auswirkungen haben die Grenzschließungen auf Menschen, die direkt an der Grenze leben, insbesondere in der Euregio Maas-Rhein, die schon seit vielen Jahren direkt von den offenen Grenzen profitiert? Das Gespräch nahm im Anschluss eine Wendung hin zur Sicherheitspolitik. Viel diskutiert wurde die Frage der Sicherheit und des Grenzschutzes, sowohl an den Binnengrenzen in der EU als auch der Schutz der Außengrenzen. In der anschließenden Diskussion wurden insbesondere diese Fragen aufgegriffen. Heftig diskutiert wurde eine Polizeieinheit, die europaweit agieren könnte und Verbrecher und Terroristen über die Grenzen hinweg verfolgt.

Zwischendurch wurde die Atmosphäre durch ein spannendes Pubquiz rund um die Europäische Union und die EU aufgelockert, für die richtige Musik sorgten Dirk.li vom „Puddinghaut Sündikat“ und Michael Stetter von „Heinz im Sinn & the Geteiltdurchs".

Veranstaltungspartner

16 04 19 Geschwister SchollAls Teil des Karlspreisrahmenprogramms fand im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen eine Diskussionsveranstaltung zu den Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Religionen in Europa statt.

Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Herrn Zimmermann, begann die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Simone Paganini von Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen, Prof. Dr. Christian Kuchler vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, Jasser Abou Archid vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück und dem stellvertretenden Chefredakteur der Aachener Zeitung/ Aachener Nachrichten, Thomas Thelen. Diese vier Referenten stellten sich den zuvor ausgearbeiteten Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Einig waren sich die Referenten darüber, dass viele Menschen in Deutschland die Sorge haben, durch die Flüchtlingssituation finanziell belastet zu werden. Auch die Notwendigkeit, verbesserte Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen, wurde von allen unterstrichen. Dabei beleuchteten die Referenten auf dem Podium auch unterschiedliche Perspektiven. Prof. Dr. Kuchler brachte Erfahrungen aus seiner Heimat in Niederbayern ein und beschrieb die Situation auf einem kleinen bayrischen Dorf, in dem 25 Flüchtlinge untergebracht wurden. Jasser Abou Archid konnte detailliert über die islamische Religionslehre berichten und Prof. Dr. Paganini steuerte einen Blick in die Geschichte des Altertums bei. Dabei erklärte er, dass es Flucht bereits in den altorientalischen Gesellschaften gegeben habe. Thomas Thelen verwies während der Diskussion besonders auf die Notwendigkeit von Respekt im Umgang mit Flüchtlingen und auch im Umgang der Flüchtlinge untereinander.

Moderiert wurde die Veranstaltung vor rund 280 Teilnehmern vom ehemaligen stellvertretenden Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Manfred Birmans. Für einen gelungenen Rahmen sorgten zudem drei Schüler des Gymnasiums durch musikalische Einlagen am Flügel.

16 04 15 Justizzentrum

Im Rahmen des Karlspreisprogrammes besuchten am 14.04.16 Klaus-Heiner Lehne (deutsches Mitglied des Europäischen Rechnungshofes) und Franz-Josef Lersch-Mense (Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei NRW) das Justizzentrum in Aachen um über die Frage "Wer kontrolliert Europa- die EU im Spannungsfeld von Gemeinschaftsinteresse, nationalen Interessen und Lobbyisten?" zu diskutieren.

Auch etwa 50 Interessierte fanden den Weg ins Atrium des Aachener Justizzentrums um sich über diese Frage zu informieren. Nach einleitenden Worten durch den Gerichtspräsidenten und einer allgemeiner Vorstellung, sowie einem kurzen Film über die Arbeit der EU-Institutionen, erklärte Klaus-Heiner Lehne die Arbeit des Europäischen Rechnungshofes genauer. Mit vielen praktischen Beispielen führte er den Zuschauern vor Augen, auf welche Weise der Rechnungshof die Haushaltsausgaben der Europäischen Union kontrolliert und gibt Einblicke in interne Arbeitsabläufe: "Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt bei der Prüfung, ob die Ausgaben der Organe wirtschaftlich sinnvoll sind und mit den politischen Zielen der EU übereinstimmen." Zwar habe der Rechnungshof keine unmittelbare Macht, seine Empfehlungen und Stellungnahmen werden aber in der Regel entsprechend umgesetzt, weil seine Entscheidungen durch die fachliche Autorität wirken.

Im anschließenden Interview mit Dr. Jürgen Linden stellte sich Klaus-Heiner Lehne gemeinsam mit dem NRW-Minister Lersch-Mense weiteren Fragen. Der aus Eschweiler stammende Minister berichtete von der Europa-Arbeit im Land Nordrhein-Westfalen, von der Umsetzung der Strukturpolitik und von der Vorgehensweise bei der Vergabe von EU-Fördergeldern und nimmt zum Thema Lobbyismus in der EU Stellung: "Lobbyismus ist zunächst nichts Schlechtes, sondern wichtig für Sachkenntnisse bei politischen Entscheidungen in Parlamenten. Wichtig ist aber Transparenz, Ausgewogenheit und Unabhängigkeit von den Interessenvertretern."

15 05 11 GrashausSchüler des Kaiser-Karls-Gymnasium Gymnasium im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses

Wo liegen die Grenzen Europas? Welche Asyl- und Migrationspolitik verfolgt die EU? Wie hilft die EU Entwicklungsländern? - Diese und noch mehr Fragen wurden heute im interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen bearbeitet und diskutiert.

In dem zweistündigen Workshop befassten sich 32 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse mit dem Themenschwerpunkt "Migration und Grenzen in Europa". Als Einstieg dienten kleine, von den Schülerinnen und Schülern mitgebrachte Objekte, die aus ihrer Sicht Europa repräsentieren. Aus diesen Objekten entstand eine Sammlung.

Nach einem einführenden Kurzfilm zum Thema Europa und einem weiteren zur Kartographie erstellten die Workshop-Teilnehmer in Lerngruppen im "Kartensaal" digitale Europa-Karten, die sichtbare und unsichtbare Grenzen veranschaulichen. Im "Urkundensaal" recherchierten Schülerinnen und Schüler zum Thema in digitalen Datenbanken, in Audionischen konnten sie das Gelesene und Gesehene hörend vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherche und das von ihnen erstellte Kartenmaterial wurden im "Europäischen Klassenzimmer" der ganzen Klasse präsentiert, diskutiert und in Videos aufgezeichnet.

Dieser Workshop ist einer der Hauptschwerpunkte des Europäischen Klassenzimmers. Das Ziel des Workshops im Grashaus besteht darin, dass die Schüler Informationen zum Thema "Migration und Grenze" erarbeiten und sich den damit verbundenen Fragestellungen öffnen. Sie sollen somit zu einer eigenen Meinung finden. Auf der Basis der vielfältig zusammengetragenen Informationen wird eine gemeinschaftliche, sachliche Diskussion im Gruppenverband angestrebt.

Der Workshop des Europäischen Klassenzimmers für Schulen findet montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 32 Schülerinnen und Schülern für eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Zielgruppe sind Schulklassen der weiterführenden Schulen ab Klasse 7.

16 04 14 Vortrag 300Ein Abend ganz im Zeichen der "grünen Insel, organisiert von Europe Direct, der Volkshochschule Aachen und dem Masterstudiengang Europastudien der RWTH.

Heute fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europäisches Forum" ein "langer irischer Abend" in der Volkshochschule Aachen statt. Etwa 65 interessierte Teilnehmer/innen bekamen durch informative Vorträge einen Einblick in die Geschichte, Politik und wirtschaftliche Situation des "keltischen Tigers" und konnten ihr Irland-Wissen bei einem Quiz auf den Prüfstand stellen.

Nach einer Begrüßung durch Herrn Casteel von der VHS begann der Abend mit einem kurzen Film über den Inselstaat, in dem besonders der jahrhundertelange gesellschaftliche Konflikt zwischen der Republik Irland und dem Vereinigten Königreich beleuchtet wurde. Darauf folgte ein Vortrag von Herrn Wimberger über den Osteraufstand in Irland im Jahr 1916. Dieser militante Aufstand der Iren gegen die Vorherrschaft Großbritanniens war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Irlands Unabhängigkeit. Für seinen Vortrag griff Herr Wimberger auf einen Augenzeugenbericht des Dubliners James Stephens zurück und konnte so die Geschehnisse zwischen dem 24. und 29. April 1916 detailliert darstellten.

16 04 14 Vortrag 300 2Nach diesem Exkurs in die Geschichte Irlands, gab Anne Pauli vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen einen Überblick über die heutige wirtschaftliche und politische Lage der grünen Insel. Als Gründe für die Wirtschaftskrise im Jahr 2007, welche Irland besonders hart traf, gab Frau Pauli die Abhängigkeit Irlands von Foreign Direct Investments, die Immobilienblase, sowie die hohe private und staatliche Verschuldung in Irland an. Dieselben Gründe halfen Irland allerdings auch, die Krise schneller zu überwinden als manch andere EU-Staaten. Nichtsdestotrotz mussten die Iren harte Sparmaßnahmen hinnehmen. Die Folgen waren eine Abstrafung der Regierung bei der Wahl im Februar dieses Jahres und dadurch sehr schwierige Koalitionsverhandlungen.

Bis etwa 21:30 Uhr diskutierten die Gäste über die Vorträge der Referenten und bewiesen ihr Geschick zwischendurch in drei unterhaltsamen Quizrunden. Am Ende konnte sich ein Gewinnerteam über eine Fahrt nach Brüssel mit dem Europe Direct Team freuen!

16 04 07 Martin Schulz 1Im Rahmen des Fachforums Politik des Karlspreisrahmenprogramms diskutierte am 7. April der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz mit Bernd Mathieu (Chefredakteur Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten), mit dem Bestsellerautor Manfred Lütz (Theologe und Psychologe), sowie mit vier jungen Studenten aus Aachen. Zu diesem Anlass machten sich etwa 800 interessierte Bürger aus Aachen und Umgebung auf den Weg in den Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Karlspreis-Direktoriums, Dr. Jürgen Linden, hielt der Parlamentspräsident zunächst einen einführenden Vortrag zum Thema "Scheitert Europa?" und beantwortete diese Frage mit einem klaren "Nein": "Europa scheitert auf keinen Fall, solange die Gruppe der Menschen, die an Europa glaubt, für Europa kämpft, eintritt und auf die Straße geht." Die Pro-Europäer seinen deutlich in der Mehrheit, aber gegenüber den EU-Gegner viel zu passiv. Über die Flüchtlingskrise in der EU äußerte Schulz, dass diese Krise von den Mitgliedsstaaten selbst produziert sei, weil nur ein kleiner Teil überhaupt Flüchtlinge aufnimmt: "Wenn sich alle beteiligen würde, hätten wir kein Problem." Im Anschluss griff er weitere Themen wie die Globalisierung, das aktuelle Problem von Nationalismus , die Rolle Russlands und der Türkei in der Außenpolitik der EU, TTIP und die Terrorbekämpfung. Als amtierender Karlspreisträger äußerte sich Martin Schulz auch positiv zur Wahl von Papst Franziskus zum diesjährigen Preisträger und stellte sich daraufhin weiteren Fragen von Bernd Mathieu.

16 04 07 Martin Schulz 3Anschließend konfrontierten die vier Studenten von FH und RWTH Aachen (Viktoria Süß, Felix Krampel, Lucia Welter, Malte Wirthmüller) Martin Schulz mit Fragen zur aktuellen Krise der EU. FH-Studentin Viktoria Süß leitete diese Fragerunde ein: "Herr Schulz, wie geht es Ihnen, wenn sie an die EU denken? Schlecht wie noch nie?" auf die Martin Schulz mit einem knappen "Ja. so kann man es sagen" antwortete. Weiterhin sprachen die Studenten den Parlamentspräsidenten auf das Problem der Entsolidarisierung, auf Populismus und Extremismus in Europa und den Einfluss des Parlaments auf die europäische Politik an.
Danach folgte ein "Streitgespräch" zwischen Martin Schulz und Manfred Lütz, bei dem aber größtenteils Einigkeit herrschte. Zum Schluss rundete der Aachener Historiker Professor Max Kerner den Abend in seinem Schlusswort ab.

15 05 11 GrashausSchüler des Gymnasium St. Ursula im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses

Asyl- und Migrationspolitik ist nicht nur in Deutschland, sonder EU-weit ein wichtiges Thema. Flüchtlinge suchen Schutz in Europa. Junge Menschen erhoffen sich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und viele andere Wanderungsbewegungen sind aktuell zu finden. Um diese Probleme verstehen zu können und eventuell Lösungen zu entwicklen, muss man sich einige grundlegende Fragen stellen: Wo liegen die Grenzen Europas? Wer schützt sie und vor wem? Welche Asyl- und Migrationspolitik verfolgt die EU? Wie hilft die EU Entwicklungsländern? - Diese und noch mehr Fragen wurden heute im interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen bearbeitet und diskutiert.

In zwei jeweils zweistündigen Workshop befassten sich insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler mit dem Themenschwerpunkt "Migration und Grenzen in Europa". Zunächst präsentierten die Schülerinnen und Schüler Gegenstände, die sie selbst mit Europa in Verbindung brachten.

Nach einem einführenden Kurzfilm zum Thema Europa und einem weiteren zur Kartographie erstellten die Workshop-Teilnehmer in Lerngruppen im "Kartensaal" digitale Europa-Karten, die sichtbare und unsichtbare Grenzen veranschaulichen. Im "Urkundensaal" recherchierten Schülerinnen und Schüler zum Thema in digitalen Datenbanken, in Audionischen konnten sie das Gelesene und Gesehene hörend vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherche und das von ihnen erstellte Kartenmaterial wurden im "Europäischen Klassenzimmer" der ganzen Klasse präsentiert, diskutiert und in Videos aufgezeichnet.

Dieser Workshop ist einer der Hauptschwerpunkte des Europäischen Klassenzimmers. Das Ziel des Workshops im Grashaus besteht darin, dass die Schüler Informationen zum Thema "Migration und Grenze" erarbeiten und sich den damit verbundenen Fragestellungen öffnen. Sie sollen somit zu einer eigenen Meinung finden. Auf der Basis der vielfältig zusammengetragenen Informationen wird eine gemeinschaftliche, sachliche Diskussion im Gruppenverband angestrebt.

Der Workshop des Europäischen Klassenzimmers für Schulen findet montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 32 Schülerinnen und Schülern für eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Zielgruppe sind Schulklassen der weiterführenden Schulen ab Klasse 7.

Ist Europa ein politisches oder ein finanzwirtschaftliches Projekt? Welche Probleme hat der Euro und wie kann man damit umgehen? Spannende Fragen ziehen viel Publikum an.

16 03 02 Finanzwirtschaftliches Europa 300„Im Prinzip ist es einzigartig, was wir hier haben“, so beschreibt Ralf Welter, Dipl. Kaufmann, Lehrbeauftrager an der FH Aachen, den Euro-Währungsraum. Über nationale Grenzen hinweg eine Währung zu nutzen - das gibt es sonst nirgendwo. Mit der gefühlt immer noch neuen Währung und der Währungsreform Anfang der 2000er sind mittlerweile unzählige Probleme und große Krisen verbunden. Stimmen werden laut, die einen Austritt Deutschlands aus dem Euroraum fordern - innerhalb und außerhalb der deutschen Grenzen.

In einem energischen Vortrag mit dem Titel „Ist Europa noch ein politisches oder nur noch ein finanzwirtschaftliches Projekt?“ stellte Welter am Mittwoch, 02. März, seine Thesen zum Euroraum vor. Rund 50 Zuhörer jeglichen Alters hörten im Saal des Haus Löwenstein gebannt zu. Zu Beginn stellte Winfried Brömmel, Leiter des EUROPE DIRECT Büros Aachen, die Arbeit des Büros sowie den Referenten des Abends vor. In Kooperation mit anderen EUROPE DIRECT Büros hatte der Aachener Welter bereits Projekte gestaltet, in Aachen war dies die erste Kooperation mit einem EUROPE DIRECT Büro.

16 03 02 Finanzwirtschaftliches Europa 3 300Welter spitzte, häufig von populären und in den Medien präsenten Ansichten abweichend, die wesentlichen Fragen zum Euro pointiert zu und kritisierte unterschiedliche Aspekte der Europolitik. Viele der heutigen Krisen seien auf Fehler zurückzuführen, die in der Entstehungszeit der gemeinsamen Währung gemacht worden seien. Man hätte einige dieser Fehler, so Welters Ansicht, schon damals erkennen können. Viele der Verantwortlichen, darunter auch Hans-Werner Sinn, sähen mittlerweile die Fehler und Fehlentscheidungen, die damals getroffen worden seien. Beispielsweise habe man bei der Frage, wer Teil der Währungsunion werden konnte, nur auf monetäre Kriterien geachtet, nicht aber realwirtschaftlich gedacht. Dies habe vielen Ländern ermöglicht, Teil der Eurozone zu werden, obwohl ihre Realwirtschaft dazu eigentlich zu schwach gewesen sei.

Schnell kamen Referent und Zuhörer ins Gespräch und diskutierten bis kurz nach 21.00 Uhr angeregt über die Thesen des Referenten. Schlussendlich war Welter aber – trotz aller Kritik am Euro – der Meinung, dass eine Rückkehr zu den Nationalwährungen das Schlimmste wäre, was man tun könnte, denn die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbrüche seien für die allermeisten Euro-Länder nicht zu verkraften – auch für Deutschland nicht.

16 02 24 02Heute besuchten rund 20 Studierende der Hogeschool Zuyd des Studiengangs "European Studies" aus Maastricht das EUROPE DIRECT Informationsbüro in Aachen. Die Studierenden sind Teil des Projekts "Zukunft Deutschland". Im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus stellte Winfried Brömmel zunächst das Informationsbüro in Aachen vor.

Anschließend wurde den Gästen ein umfassender Überblick über die Europäische Union gegeben, der unter anderem die wichtigsten Etappen ihrer Geschichte, die Erweiterungen, ihre Werte und Ziele sowie ihre Struktur abdeckte. Ergänzt wurde der Vortrag durch konkrete Beispiele, die veranschaulichten, wie Europa jedem Einzelnen im Alltag begegnet. Dabei ging es beispielsweise um Themen wie Mobilität, Krankenversicherung oder Telefon- und Datenroamingkosten im europäischen Ausland. Weiterhin wurden europäische Projekte wie der Europäische Freiwilligendienst, ERASMUS+ und EURES erläutert.

16 02 24 01Herr Brömmel vermittelte den Bachelorstudenten zudem einen Eindruck von der Stadt Aachen als Europastadt. So wurde ihnen zum Beispiel die Vernetzung mit den Grenzregionen in den Niederlanden und Belgien erklärt, u.a. durch den "Runden Tisch der Bürgermeister", durch die Kooperation der MAHHL-Städte und nicht zuletzt durch die Euregio Maas-Rhein.

Es folgte eine spannende Fragerunde und ein interessanter Austausch von Perspektiven. Bevor die Studierenen EUROPE DIRECT wieder verließen, um weiter einen Einblick über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Agentur für Arbeit in Aachen zu erfahren, griffen sie beim speziell für sie bereitgestellten EU-Informationsmaterial zu. Dieses soll nicht nur das Wissen über die Europäische Union vertiefen, sondern auch Sprachkenntnisse erweitern und praktische Tipps für ihre Studienlaufbahn liefern.

16 02 01 DenHaag1Studenten des Studiengangs „European Studies“ von der Haagse Hogeschool informieren sich bei ihrem Besuch bei EUROPE DIRECT über die Europaarbeit in Aachen

Heute besuchten 30 Studierende von der Haagse Hogeschool in Den Haag das EUROP DIRECT Informationsbüro in Aachen. Im europäischen Klassenzimmer im Grashaus stellte Winfried Brömmel, Leiter des EUROPE DIRECT Aachen, gemeinsam mit seinem Team die Aufgaben von EUROPE DIRECT Aachen sowie die Arbeitsschwerpunkte des Büros in Aachen vor.

Daraufhin erhielten die Studenten einen umfassenden Überblick über die Europäische Union – von den Anfängen der europäischen Integration über das heutige institutionelle Gefüge bis hin zu den zukünftigen Herausforderungen für die EU. Ergänzt wurde der Vortrag durch konkrete Beispiele, die veranschaulichten, wie Europa jedem Einzelnen täglich unbewusst begegnet. Dabei ging es beispielsweise um die Vereinheitlichung der Spurbreiten im Schienenverkehr, von dem auch die Besucher aus den Niederlanden berichteten, die mit dem Zug aus Den Haag angereist waren. Außerdem kamen Themen wie Kosmetikprodukte und Tierversuche, Elektrogeräte und ihren Umwelt- und Kostenschutz durch Energie-Label und Telefon- und Datenroamingkosten im europäischen Ausland zur Sprache. Auch europäische Projekte wie Erasmus+ und Eures wurden erläutert.

Abschließend wurde den jungen Studenten ein Eindruck von der Stadt Aachen als Europastadt vermittelt. So erfuhren sie zum Beispiel von der Vernetzung der Region mit den Grenzregionen in den Niederlanden und Belgien, u.a. durch den „Runden Tisch der Bürgermeister“, durch die Kooperation der MAHHL-Städte und nicht zuletzt durch die Euregio Maas-Rhein.

16 02 01 DenHaag2Bevor die Bachelorstudenten das Grashaus wieder verließen, nutzten sie noch die Möglichkeit Fragen an das Team von EUROPE DIRECT zu stellen und genauere Einblicke zu erhalten. Außerdem bot sich unseren Besuchern die Möglichkeit, speziell für ihre Zielgruppe bereitgestellte EU-Infomaterialien mitzunehmen.

Nach dem Besuch im Grashaus wartete noch ein weiterer Termin bei der IHK Aachen und eine Stadtführung auf die Studenten, bevor es zurück nach Den Haag ging.

Mit dem Besuch in Deutschland möchte die Studiengangsleitung in Den Haag für die niederländischen Studenten direkt zu Beginn des Studiums eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, sich programminhaltlich auf die Kultur, Politik und Wirtschaft von Deutschland richten und verstärkt den Blick auf Deutschland als wichtigsten Handelspartner der Niederlande lenken. Aus diesem Grund wird das Verhältnis zu Deutschland auch in den Vorlesungen über politische und wirtschaftliche Themen, in kulturellen Veranstaltungen und Studienreisen thematisiert. Insgesamt soll damit darauf hingewirkt werden, dass die Studenten später die Möglichkeit haben, in einem deutschorientierten Umfeld zu arbeiten.

Eine besondere Herausforderung für die niederländischen Studenten war, dass auf ihrem gesamten Besuch in Aachen nur deutsch gesprochen wurde, welches sie als zweite Fremdsprache in ihrem Studium vertiefen sollen.