• Ärger im Urlaub? Diese Apps helfen weiter!

    EU Kind Strand Ball 300Pünktlich zu den Sommerferien möchte das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland auf seine kostenlosen Reise-Apps aufmerksam machen. Für alle EU-Länder sowie Norwegen und Island bieten sie viele Informationen und praktische Tipps. Der Vorteil: Die Apps funktionieren offline. Urlauber sind also nicht auf einen Internetzugang angewiesen.

    Urlaub sollte eigentlich Erholung bedeuten. Doch was, wenn der Flug verspätet, das Mitbringsel defekt ist, oder man nicht alles mitgenommen hat, was man als Autofahrer braucht? Diese drei Apps des Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. helfen weiter:

    „ECC-Net: Travel App“ – Verbraucherrechte für unterwegs
    Ärger mit dem verspätetem Flug, dem Mietwagen oder einem nicht verfügbaren Hotelzimmer kann einem schnell die Urlaubsfreude nehmen. Für gut 100 verschiedene Situationen erklärt die App Verbrauchern ihre Rechte und was vor Ort zu tun ist. Das Besondere: Die passenden Sätze können in 25 europäischen Sprachen abgerufen werden.

    „Mit Erfolg reklamieren“ – App über Gewährleistung in Europa
    Wer den Auslandsurlaub zum Shoppen nutzt und im Anschluss Mängel an der Ware feststellt (beim gekauften Kleid geht z. B. die Naht auf, oder der Elektrorasierer ist defekt) findet in dieser App Antworten rund um das Thema Gewährleistung. Wenige Klicks genügen und der Kunde weiß, wie im jeweiligen Land die Reparatur einzufordern ist, wann es einen Preisnachlass gibt und welche Fristen eingehalten werden müssen.

    „Mit dem Auto ins Ausland“ – Reisebegleiter für Autofahrer
    Damit bei Autofahrten ins Ausland keine Unsicherheit aufkommt, informiert die App zu Themen wie Tempolimit, Maut, Tanken, Verkehrsregeln oder Panne und Unfall. Nutzer können alle Informationen passgenau für das jeweilige Reiseland und ihre individuelle Situation auswählen (Fahrt mit PKW, Wohnwagen, Reisen mit Kindern oder Haustieren). Eine Checkliste hilft zudem dabei, sich gut vorbereitet auf den Weg zu machen.

    Die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) geförderten Apps sind im iTunes Store und Google Playstore erhältlich.

  • Besuch bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit

    SAM 3541 300Das Flugzeug ist, auch wenn es mancher Fluggast anders empfinden dürfte, das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Damit dies in Europa auch so bleibt, gibt es die EASA – die Europäische Agentur für Flugsicherheit. Auch dieses Jahr hat das EUROPE DIRECT Informationsbüro heute, am Donnerstag, 28. September, einen Exkurs nach Köln zum Sitz der EASA organisiert. Die EASA ist für die Luftverkehrspolitik der EU zuständig. Grundlegendes Ziel der EASA ist der höchstmögliche Standard für Flugsicherheit und Umwelt. Das Motto der EASA lautet dazu passend: "Your safety is our mission"

    Seit 2016 hat die EASA ihren Sitz am Konrad-Adenauer-Ufer in Köln, dort wo einst die "Königliche Eisenbahndirektion Cöln", dann die Reichsbahndirektion und zuletzt die Bahndirektion der Deutschen Bahn residierten. Das Gebäude wurde komplett entkernt, die Fassade von 1906 blieb dabei erhalten, vier weitere Etagen dem Dach hinzugefügt.

    Die insgesamt 15 Teilnehmer wurden zunächst am Eingang in Empfang genommen und von dort aus zum Vortragsraum begleitet. Der Vortragsraum befand sich in der obersten Etage. Von der Dachterrasse aus konnten die Besucher den Blick auf den Dom und über den Rhein genießen.

    Anschließend folgte eine Präsentation durch Michael Sänger, Mitarbeiter der EASA und Flugingenieur, welcher interessante Einblicke in die Arbeit der EASA gab. Es ging um die EASA als Institution selber, wie zum Beispiel Gründungsjahr, Anzahl der Mitarbeiter, Abteilungen /Aufgabenbereiche und Länder, die von der EASA betroffen sind. Im Folgenden rund zweistündigen Vortrag ging es vor allem um die einzelnen Aufgaben der EASA sowie Problemfelder. So ist es zum Beispiel immer noch schwierig, die Zusammenarbeit von Nicht-EU-Mitgliedsstaaten mit der EU zu regeln. Die EASA widmet sich allerdings auch ganz praktischen Fragen: wie sollen Inspektionen bei Fluglinien ablaufen, welche Flugzeuge, Flugzeugteile und Umbauten genehmigt werden, auch für Helikopter und andere Fluggeräte ist die EASA zuständig und entwickelt Regularien, damit wir alle besser und sicherer unterwegs sind. Die EASA muss sich bei ihrer Arbeit auch immer neuen Herausforderungen stellen, da neue Technik auch neue Zulassungen und so auch neue Zulassungstests erfordere. Ein ganz aktuelles Thema bei der EASA sind momentan Regelungen in Bezug auf privaten und öffentlichen Drohnenverkehr oder auch noch etwas weiter in der Zukunft liegende Fragen nach autonomem Fliegen.

    Bezüglich der Zulassungen und den dazu nötigen Tests, wurden den Teilnehmern auch Videos solcher Tests gezeigt. Zu sehen gab es zum Beispiel Tests für Passagiersitze, Turbinen und ganze Notevakuierungen von Flugzeugen mit voller Besetzung in 90 Sekunden.

    Die Teilnehmer zeigten reges Interesse am Vortrag und beteiligten sich mit Fragen und eigenen Erfahrungen rund um das Thema Fliegen und Flugzeug.

  • CO2-Emissionen von Neuwagen sollen bis 2030 um fast ein Drittel sinken

    Die Kommission hat am 8. November neue Zielvorgaben für die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Pkw und Lkw in der EU vorgeschlagen, um den Übergang zu emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen. Im Jahr 2030 müssen die durchschnittlichen CO2-Emissionen sowohl bei neuen Pkw als auch bei neuen Lieferwagen 30 Prozent niedriger sein als 2021. Das ist ein erheblicher Schritt zum gesamten Reduktionsziel von mindestens 40 Prozent bis 2030 in der EU, zu dem sich die EU im Rahmen des Übereinkommens von Paris verpflichtet hat.

    Während in Bonn gleichzeitig die internationale Klimakonferenz stattfindet, zeigt die Kommission, dass die EU mit gutem Beispiel vorangeht. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte in seiner Rede zur Lage der Union im September: „Ich möchte, dass Europa führend ist, wenn es darum geht, den Klimawandel zu bekämpfen. Im vergangenen Jahr haben wir mit dem Pariser Klimaschutzabkommen, das hier in diesem Hause ratifiziert wurde, die globalen Spielregeln gesetzt. Da die Vereinigten Staaten ihren Ehrgeiz offenbar heruntergeschraubt haben, muss Europa dafür Sorge tragen, unsere Erde – die unteilbar Heimat aller Menschen ist – wieder großartig zu machen.“

    Mit dem Inkrafttreten des Pariser Übereinkommens hat sich die internationale Gemeinschaft verpflichtet, zu einer modernen Wirtschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß überzugehen, während die Automobilindustrie gerade einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Die EU muss die Chance ergreifen und eine globale Führungsposition einnehmen, während Länder wie die Vereinigten Staaten und China sehr rasch Fortschritte machen. Ein Beispiel: Der Absatz neuer Pkw in der EU ist gegenüber dem Absatz weltweit von 34 Prozent vor der Finanzkrise (2008/2009) auf nun 20 Prozent zurückgegangen. Um Marktanteile zu erhalten und den Übergang zu emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen, hat die Kommission am 8. November neue Zielvorgaben für EU-weite durchschnittliche CO2-Emissionen neuer Pkw und Lieferwagen vorgeschlagen, die ab 2025 bzw. 2030 gelten sollen.

    Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Kommission Maros Šefčovič erklärte hierzu: „Es ist ein Zeitalter des klimafreundlichen wirtschaftlichen Wandels angebrochen. Das heutige Vorschlagspaket schafft die Voraussetzungen dafür, dass europäische Hersteller den globalen Energiewandel anführen können, statt anderen hinterherlaufen zu müssen. Es wird sie dazu motivieren, die besten, saubersten und wettbewerbsfähigsten Fahrzeuge herzustellen und damit das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher wiederzugewinnen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: eine moderne, nachhaltige europäische Wirtschaft mit saubererer Luft in unseren Städten und besserer Einbeziehung erneuerbarer Energien in unsere jetzigen und künftigen Energiesysteme.“

    Die Ziele für die Verringerung der CO2-Emissionen, welche die Kommission am 8. November vorgeschlagen hat, basieren auf fundierten Analysen und einer breiten Einbeziehung der Interessenträger - von NGOs bis zur Industrie. Im Jahr 2030 müssen die durchschnittlichen CO2-Emissionen sowohl bei neuen Pkw als auch bei neuen Lieferwagen 30 Prozent niedriger sein als 2021.

    Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, erklärte: „Der globale Wettlauf um die Entwicklung sauberer Autos ist eröffnet. Es gibt keinen Weg zurück. Doch Europa muss seine Angelegenheiten in Ordnung bringen, wenn es eine leitende und führende Rolle in diesem globalen Wandel einnehmen will. Wir brauchen die richtigen Ziele und die richtigen Anreize. Genau das erreichen wir mit diesen CO2-Maßnahmen für Pkw und Lieferwagen. Unsere Ziele sind ambitioniert, kostenwirksam und durchsetzbar. Mit den Zwischenzielen für 2025 werden wir bereits jetzt Investitionen anstoßen. Mit den Zielen für 2030 geben wir Stabilität und die Richtung vor, um diese Investitionen aufrechtzuerhalten. Wie investieren heute in Europa und gehen hart gegen Umweltverschmutzung vor, damit wir unsere Zusage im Übereinkommen von Paris zur Reduzierung unserer Emissionen um mindestens 40 Prozent bis 2030 erfüllen können.“

    Das Paket für saubere Mobilität umfasst folgende Dokumente:

    - Neue CO2-Normen, um die Innovationsbereitschaft der Hersteller zu fördern und ihnen zu helfen, emissionsarme Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Der Vorschlag enthält auch Zielvorgaben für 2015 und für 2030. Mit den Zwischenzielen für 2025 wird sichergestellt, dass bereits jetzt Investitionen angestoßen werden. Die Ziele für 2030 geben Stabilität und die langfristige Richtung vor, um diese Investitionen aufrechtzuerhalten. Diese Ziele tragen dazu bei, den Übergang von Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor zu sauberen Fahrzeugen voranzutreiben.

    - Die Richtlinie über die Förderung sauberer Fahrzeuge zur Förderung sauberer Mobilitätslösungen in öffentlichen Ausschreibungsverfahren. Damit werden der Nachfrage und der weiteren Verwirklichung sauberer Mobilitätslösungen starke Impulse gegeben.

    - Einen Aktionsplan und Investitionslösungen für die europaweite Einführung einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Ziel ist eine Anhebung des Ambitionsgrads der nationalen Pläne, die Erhöhung der Investitionen und die Verbesserung der Akzeptanz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern.

    - Die Überarbeitung der Richtlinie über den kombinierten Verkehr, die den kombinierten Einsatz verschiedener Güterverkehrsträger (z. B. Lastkraftwagen und Züge) fördert, wird es für die Unternehmen leichter machen, Anreize zu nutzen, und wird somit zum kombinierten Einsatz von Lastwagen und Zügen, Binnen- und Seeschiffen bei der Güterbeförderung motivieren.

    - Die Verordnung über den Personenkraftverkehr zur Förderung der Entwicklung von Fernbusverbindungen in ganz Europa und zur Eröffnung von Alternativen zur Nutzung privater Pkw wird dazu beitragen, die Emissionen aus dem Verkehr und die Überlastung der Straßen weiter zu verringern. Damit werden insbesondere einkommensschwachen Menschen zusätzliche, bessere und erschwinglichere Mobilitätsmöglichkeiten geboten.

    - Die Batterieinitiative ist von strategischer Bedeutung für die integrierte Industriepolitik der EU und dafür, dass die Fahrzeuge und andere Mobilitätslösungen der Zukunft und ihre Komponenten in der EU entwickelt und hergestellt werden können.

  • EU genehmigt Förderung für Luftstrecken nach Maastricht/Aachen

    14 01 14 fluggastrechteEU-Kommission genehmigt Beihilfen von bis zu 10 Mio. € für neue Luftstrecken in die Region Aachen / Niederländisch-Limburg

    Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass ein niederländisches System zur Gründung von Starthilfen für Fluggesellschaften, die neue Strecken zum und vom Flughafen von Maastricht / Aachen aufbauen, im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften steht.Die Kommission ist zu dem Schluss gekommen, dass das Projekt die Konnektivität der Region mit anderen Regionen in ganz Europa im Einklang mit den EU-Zielen verbessern wird, ohne den Wettbewerb im Binnenmarkt zu verfälschen.

    Die Regelung dauert bis zum 31. Dezember 2019 mit einem Gesamtbudget von bis zu 10 Mio. €.Es gibt keine Überschneidungen zwischen den im Rahmen des Programms betriebenen Strecken und von anderen Flughäfen im gleichen Einzugsgebiet betriebenen Strecken.Insbesondere stellte die Kommission fest, dass die Regelung mit den EU-Beihilfevorschriften und den Leitlinien der Kommission übereinstimmt.Diese Regeln ermöglichen es den Mitgliedstaaten, den Fluggesellschaften, vorbehaltlich bestimmter Kriterien, eine Starthilfe zu gewähren, um ihnen den notwendigen Anreiz zu geben, neue Strecken von regionalen Flughäfen zu schaffen.Dies erhöht die Mobilität der EU-Bürger durch die Einrichtung von Zugangspunkten für Flüge innerhalb der EU und stimuliert die regionale Entwicklung.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kommission, im öffentlichen Fallregister unter der Fallnummer SA.47746. (Für weitere Informationen: Ricardo Cardoso - Tel .: + 32 229 80100, Maria Sarantopoulou - Tel .: +32 229 13740)

  • IAA: Europäische Mobilität

    Der für die Energieunion zuständige Kommissionsvizepräsident Maroš Šefčovič und die EU-Kommissare Günther Oettinger, Violeta Bulc und Mariya Gabriel haben gestern den 14.09.2017 an der Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt teilgenommen. Vizepräsident Šefčovič hat auf der von Bundeskanzlerin Merkel eröffneten Messe eine Rede zum Thema „Europäische Mobilität – mit Vollgas in die Zukunft“ gehalten.

    Šefčovič zeigte sich optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass die europäische Autoindustrie wegweisend sein kann für einen weltweiten Übergang zu einer sauberen und vernetzten Mobilität. Europa kann DER Kontinent der intelligenten und sauberen Kfz-Infrastruktur werden, denn wir sind besser für einen solchen Riesenschritt gerüstet als jeder andere Teil der Welt.“

    In seiner gestrigen Rede zur Lage der Union hatte Präsident Juncker an die an der Diesel-Manipulation beteiligten Unternehmen appelliert: „Ich fordere die Automobilindustrie auf dies wiedergutzumachen und ihren Kurs zu korrigieren. Statt zu täuschen und in die Irre zu führen, sollten die Autobauer in die sauberen Autos der Zukunft investieren. Die Kommission hat heute eine neue Strategie für die europäische Industriepolitik beschlossen, so dass unsere Unternehmen in puncto Innovation, Digitalisierung und Verringerung der CO2-Emissionen weltweit die Nummer eins bleiben oder werden.“

    Vizepräsident Šefčovič  führte weiter aus: „Um das Thema in den weiteren Kontext einzuordnen: Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, einen sozialen und gerechten Übergang zu einer sauberen, wettbewerbsfähigen und vernetzten Mobilität für alle zu schaffen.  Das ist also unser Zielpunkt. Die Frage ist jetzt, wie kommen wir dort hin – und vor allem, wie kommen wir dort als erste hin, damit wir von dem Vorreitervorteil profitieren können. Es steht viel auf dem Spiel. Die Automobilindustrie beschäftigt mehr als 12,6 Millionen Europäer und Europäerinnen; dies entspricht fast 6 Prozent der gesamten Erwerbsbevölkerung und 11 Prozent der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe in der EU. Wir sprechen hier außerdem von 11 Millionen Menschen in der EU, die im Verkehrssektor arbeiten und dort etwa 5 Prozent des BIP der EU erwirtschaften. Der von uns eingerichtete Rahmen beinhaltet verschiedene Elemente: Rechtsvorschriften, Fördermaßnahmen und Lenkungsplattformen. Viele davon wurden in dem Legislativpaket, dass wir diesen Sommer vorgelegt haben und das den Titel „Europa in Bewegung“ trägt, ausführlich erläutert.“

    Am Donnerstag Nachmittag hatten die Kommissarinnen Bulc und Gabriel am zweiten hochrangigen Dialog über automatisiertes und vernetztes Fahrten teilgenommen. Heute werden die Kommissare Oettinger und Gabriel an der sechsten Auflage des Runden Tisches „Automatisiertes Fahren“ teilnehmen, bei der auch Vertreter der europäischen Industrie teilnehmen.