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    Die Ausschreibung für den Europäischen Karlspreis für die Jugend 2019 ist verlängert. Erneut sind 15.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

    2019 Jugendkarlspreis 300Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen wird auch im kommenden Jahr wieder der Europäische Jugendkarlspreis vergeben. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Karlspreisstiftung bereits zum zwölften Mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

    Wer kann sich bewerben?

    Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder Personengruppen Projekte vorzustellen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation von Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

    Geldpreise in Höhe von 15.000 Euro

    Aus den eingereichten Projekten werden im März 2019 in einem ersten Schritt in allen EUMitgliedstaaten
    nationale Gewinner gewählt. Aus diesen Projekten wählt später eine europäische Jury den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und Drittplatzierten, die mit Geldpreisen in Höhe von insgesamt 15.000 € prämiert werden. Dem Hauptgewinner winken 7.500 €, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 5.000 € beziehungsweise 2.500 €.

    Zur Preisverleihung am 28. Mai 2019 in Aachen sind Vertreter aller nationalen
    Gewinnerprojekte eingeladen. Im Rahmen ihres viertägigen Aufenthaltes in der Kaiserstadt
    werden die Jugendlichen unter anderem auch an der Verleihung des traditionsreichen
    Internationalen Karlspreises am Christi Himmelfahrtstag teilnehmen. Zudem erwartet die drei
    Hauptgewinner ein Besuch im Europäischen Parlament.

    Hintergrund

    Der Jugendkarlspreis geht auf eine gemeinsame Initiative des früheren Präsidenten des
    Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering, und des damaligen Vorsitzenden der Karlspreisstiftung, André Leysen, zurück. In den vergangenen Jahren wurden über 3.000 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Europa, an denen mehrere Zehntausend Jugendliche beteiligt waren, für die Auszeichnung eingereicht.
    Bewerbungen zum Jugendkarlspreis können ab sofort online eingereicht werden.

    Einsendeschluss

    Die notwendigen Formulare, Teilnahmeregeln und weitere Informationen sind im Internet unter
    www.charlemagneyouthprize.eu verfügbar. Einsendeschluss ist der 18. Februar 2019.

     

    _____ENGLISH VERSION_____

     

    Launch of the 2019 European Charlemagne Youth Prize Competition

    2019 Jugendkarlspreis 300The competition for next year’s European Charlemagne Youth Prize has been launched on
    Thursday, 11 October. The prize is awarded to young people who have developed projects to foster understanding between people from different European countries. The deadline for submissions is 18 February 2019.

    The Charlemagne Youth Prize is organised jointly by the European Parliament and the Foundation of the International Charlemagne Prize of Aachen and awarded each year for projects run by people aged between 16 and 30.

    The winning projects should
    - promote European and international understanding,
    - foster the development of a shared sense of European identity and integration,
    - serve as a role model for young people living in Europe and offer practical examples of
    Europeans living together as one community.

    Past winners include youth events, youth exchanges and online projects with a European
    dimension.

    Prize money of €15,000

    The three winning projects (chosen from the 28 projects nominated by national juries in the
    individual EU member states) will be awarded €7,500, €5,000, and €2,500 respectively. Their
    representatives will be invited to visit the European Parliament in Brussels or Strasbourg in
    autumn.

    Representatives of the 28 national winning projects will be invited to the Charlemagne Youth Prize award ceremony and the International Charlemagne Prize of Aachen award ceremony two days later during a four-day trip to Aachen in May 2019.

  • Antonio Guterres 300Der neue Karlspreisträger steht fest: UN-Generalsekretär António Guterres.
    Die überraschende Entscheidung des Karlspreisgremiums wurde am Dienstag, 29. Januar, von Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Jürgen Linden, Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, bekannt gegeben.

    "Alles, wonach wir als menschliche Gemeinschaft streben – Würde, Hoffnung, Fortschritt und Wohlstand -, ist abhängig vom Frieden. Aber der Frieden ist abhängig von uns", diesen Satz sagte Guterres zu Beginn seiner Amtszeit am 01. Januar 2017. Den Wahrheitsgehalt dieses Satzes kann man unter anderem auch am großen Friedensprojekt "Europäische Union" erkennen.

    Die Werte, die Guterres als UN-Generalsekretär vertritt, sind in vielen Fällen kongruent zu denen der Europäischen Union: Pluralismus, Toleranz und Dialog, grenzüberschreitende Kooperation und insbesondere Frieden, Freiheit und Demokratie.

    Doch der Karlspreis kann in diesem Jahr auch als Mahnung betrachtet werden, als Mahnung daran, dass Europa ebenso von den großen globalen Herausforderungen betroffen ist wie alle anderen Staaten auch und sich nicht zurückhalten kann und darf. Die Globalisierung macht nicht vor Europa halt und "spätestens die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass Politik in Europa nicht mehr losgelöst von Konflikten und Kriegen im Mittleren Osten ist", wie ist in der Begründung des Direktoriums heißt. In seiner Zeit als UN-Generalsekretär hat sich Guterres besonders in Fragen der Flüchtlings- und Migrationspolitik stark gemacht, aber auch sein Plädoyer zum Klimawandel, welches er bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz hielt, machte weltweit Eindruck.

    Der Karlspreis setzt in diesem Jahr ein Zeichen, das weit über die Grenzen Europas hinauswirken soll: "Die Wahl des Europäers Guterres zum UN-Generalsekretär soll auch als ein Bekenntnis der Weltgemeinschaft gelten, sich stärker noch als bisher der großen Aufgabe zu stellen, den Menschen auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Hunger und Elend eine Perspektive zu geben, gleichzeitig die Fluchtursachen in den Herkunftsländern wirksam zu bekämpfen und die weltweite Migration insgesamt zu steuern."

    Als Nachfolger von Ban Ki-Moon ist António Guterres seit 2017 UN-Generalsekretär. In der Politik ist Guterres kein Unbekannter: von 1981 bis 1983 war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und beschäftigte sich dort intensiv mit Fragen der Migrations- und Flüchtlingspolitik. 1995 wurde er Ministerpräsident in Portugal und führte dort erfolgreich eine stabile Minderheitenregierung. 2001 trat er als Reaktion auf die Kommunalwahlen in Portugal von seinem Amt als Ministerpräsident zurück. 2005 ernannte ihn der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Guterres ist nach über 30 Jahren der erste Europäer, der der UN vorsitzt.