EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „EU-Bashing“ für 19 Teilnehmende.

21 05 11 EaD EU Bashing Praesentation 300Nach einem Jahr Corona-Krise zeigen sich einmal mehr die Defizite europäischer Öffentlichkeit und Identität. Zwar hat sich die Aufmerksamkeit für das Regieren der EU in den letzten Jahren deutlich erhöht. In den nationalen Medien verfestigen sich aber zunehmend Kritik und Abgesänge, das so genannte "Brüssel-Bashing": Die EU sei eine ineffiziente Bürokratie; der europäischen Gemeinschaft fehle es an Solidarität, gemeinsamen Werten und an dem Willen zur Zusammenarbeit. Für die Zugehörigkeitsgefühle der Bürger*innen finden sich in der EU-Debatte hingegen kaum Anknüpfungspunkte.

21 05 11 EaD EU Bashing 300Als Referent für den Abend stand Kommunikationswissenschaftler Dr. Dennis Lichtenstein zur Verfügung. Die Diskussion mit dem Publikum wurde von Journalistin Eva Onkels moderiert. Herr Lichtenstein sieht die gestiegene Aufmerksamkeit für die EU als gute Entwicklung. Vor einigen Jahrzehnten sei das noch nicht so gewesen. Heute könne man seiner Ansicht nach von einer europäischen Öffentlichkeit sprechen. Dennoch gebe es Verbesserungspotenzial: Europäische Projekte wie die Zeitung The European seien gescheitert, der Erfolg des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE sei mäßig. Durch den Aachener Vertrag wurde mit der Initiative The European Collection ein neuer Versuch gestartet. In der Initiative haben sich mehrere europäische öffentlich-rechtliche Mediatheken zusammengeschlossen.

Die Publikumsdiskussion drehte sich um die Fragen: Wie erreicht man junge Europäer*innen? Wie können Medien zu einer europäischen Identität beitragen? Welche Rolle spielen die Medien bei der Konferenz zur Zukunft Europas?

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