Aktivitäten von EUROPE DIRECT Aachen

Hier erhalten Sie einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und Aktionen.
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21 10 09 Grashausfest 300Die Nutzer des Grashauses hatten von 11 bis 17 Uhr im Hof des Grashauses zum Europafest eingeladen und verzeichneten damit bei schönem Sonnenschein über 600 Besucher*innen.

Im Frühjahr 2021 ist die Stadt Aachen zum fünften Mal in Folge von der EU-Kommission als Trägerin eines EUROPE DIRECT Informationszentrums ausgewählt worden. 2005 startete das Informationsbüro im Haus Löwenstein, im Januar 2015 zog EUROPE DIRECT in das Grashaus, der Station Europa der Route Charlemagne. Daneben waren auch zahlreiche andere Initiativen und Organisationen vor Ort, die sich auf vielfältige Weise mit Europa und der EU beschäftigen.

21 10 09 Europafest 3An Infoständen mit ausführlichem Infomaterial über Europa und die EU sowie bei spannenden Interviews mit Europa-Aktiven konnten die Besucher*innen ihr Wissen über Europa erweitern. Auch der Europa-Wunschbaum, an dem Wünsche für die Europapolitik formuliert werden konnten, war erneut aufgestellt. Die Aktion ist eine Kooperation des EUROPE DIRECT Aachen mit Görg Wolle und der Aachener Künstlerin Monika Nordhausen. Die gesammelten Wünsche wurden nach der Veranstaltung an die Europaabgeordneten der Region Aachen übergeben.

21 10 09 Europafest 4In mehreren Interview-Runden wurde nicht nur das Grashaus mit seinen Angeboten vorgestellt, es ging ferner auch im Europa-Initiativen in Aachen (Europa-Union, JEF, AEGEE-Aachen und Pulse of Europe). In einer anderen Gesprächsrunde, die von Eva Onkels moderiert wurde, lobte das Mitglied des Europaparlaments Daniel Freund die Aktion Europa-Wunschbaum und erläuterte die Konferenz zur Zukunft Europas. Die gelebte Europa "im Kleinen" innerhalb der Euregio Maas-Rhein stellten die Vertreter vom Grenzinfopunkt, dem Projekt für Willkommenskultur "YouRegion" und von der EVTZ Euregio Maas-Rhein vor.

21 10 09 Europafest 5Die sechs Führungen durch das Grashaus waren schnell ausgebucht, zudem gab es gratis Kaffeespezialitäten von Café Helmut sowie die Möglichkeit der Mitnahme eines gratis T-Shirts mit dem Grashaus-Vogel, welcher vor Ort auf das T-Shirt gedruckt wurde. Den ganzen Tag über hatten die Besucher*innen dabei die Möglichkeit der Teilnahme an einem EU-Quiz, wo sich die mittlerweile benachrichtigten Gewinner über tolle Preise freuen konnten. Und auch für die kleinsten Teilnehmenden war mit einem Kinder-Maltisch sowie einer Button-Maschine gut gesorgt.

Eine Zusammenfassung wird auch auf die Plattform der Konferenz zur Zukunft Europa hochgeladen, siehe https://ogy.de/Zukunftskonferenz.

 

21 10 07 Montessori 2Jungen Menschen konnten sich am Prozess über die Debatte in Europa zu beteiligen

Heute haben 15 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen an einem Workshop teilgenommen. Die jungen Leute bilden einen Projektkurs zum Thema Europa.

EUROPE DIRECT Aachen führte mit dem Civic-Institut einen Szenarien-Workshop über die Zukunft der Europäischen Einigung durch. Dabei ging es u.a. darum, wie es weiter geht in den Bereichen Klima und Energie, Digitales, Gesundheit, Migration oder mit den internationalen Beziehungen der EU zur Welt. Der Workshop nahm die Debatten im Rahmen der aktuellen Zukunftskonferenz der EU auf.

Zuerst wurde das Vorwissen der Schüler*innen erfragt und welche Vorstellungen sie zur Zukunft Europas haben. Im Anschluss wählten die Teilnehmenden zwei Themen aus. Die Wahl fiel auf 'Flucht und Jugend' und 'Bildung'. Mit der Szenario-Methode erarbeiteten die Schüler*innen vier mögliche Szenarien, wie die Entwicklung in den nächsten 10 Jahren aussehen könnte, und präsentierten sich gegenseitig die Ergebnisse.

In einem fiktiven Eltern-Kind Gespräch stellte eine Gruppe eine düstere Zukunft Europas vor, in welcher beide Themen eine negative Entwicklung nahmen. Das Gegenstück stellte eine andere Gruppe auf einem Poster vor: hier gab es eine positive Entwicklung in beiden Themenfeldern. Darüber hinaus wurden die Szenarien auch noch in Interviews und einer Talkshow dargestellt und diskutiert.

Zum Abschluss wurde besprochen welche Zukunft für die Schüler*innen am wahrscheinlichsten und welche am wünschenswertesten ist. Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Workshop und die Schüler*innen haben viel über die Zukunft Europas nachgedacht.

Die Ergebnisse des Workshops fließen in den europäischen Diskussionsprozess ein und unterstreichen die Perspektive der Jugend.

EUROPE DIRECT Aachen organisierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" mit den beiden Referenten Prof. Friedrich Heinemann und Franz-Josef Emundts eine interaktive Online-Diskussion für 23 Online-Gäste unter der Moderation von Eva Onkels.

21 09 28 EaD Agrarreform NaturschutzNach zähen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten und das EU-Parlament auf eine milliardenschwere Agrarreform geeinigt. Künftig soll mehr Geld für Umwelt- und Klimaschutz eingesetzt werden. In einem nächsten Schritt müssen die EU-Staaten nun ihre nationalen Pläne für die Umsetzung der Reform bei der EU-Kommission einreichen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist dabei das einzige Politikfeld, das nahezu ausschließlich aus dem gemeinsamen EU-Haushalt finanziert wird. Das bedeutet, dass die Mittel größtenteils nationale Ausgaben der EU-Länder ersetzen.

Bei "Europa am Dienstag" wurde die EU-Agrarreform verständlich gemacht und diskutiert. In einem ersten Schritt erläuterte der Referent Prof. Friedrich Heinemann vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die GAP und den aktuellen Kompromiss der Politik bis 2027, um dann für den zweiten Schritt an Franz-Josef Emundts abzugeben, der als regionaler Vertreter vom Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) die Perspektive aus Sicht des Naturschutzes darstellte. Die Fragen, welchen Beitrag die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik zum Klima- und Naturschutz leistet sowie ob sich hinter der EU-Agrarreform nur eine Mogelpackung verbergen würde, standen dabei besonders im Vordergrund. Durch das Frage-Antwort-Tool brachten sich die Zuschauer*innen mit ihren Fragen aktiv ein.

Die Veranstaltung war Teil der Konferenz zur Zukunft Europas. Die Ergebnisse wurden protokolliert und in die entsprechende Plattform eingegeben, auf der die Gäste nach der Veranstaltung weitere Kommentare sowie Anregungen eintragen können.

Nach einer kurzen Sommerpause setzte EUROPE DIRECT Aachen die interaktive digitale Veranstaltungsreihe 'Mein Europa' fort. Heute nahm der 29-jährige Janne Koivisto die Gäste mit auf eine Reise nach Finnland. Janne wuchs im Osten Finnlands auf und verbrachte einen Teil seiner Schulzeit in Costa Rica, bevor es ihn für sein Studium wieder zurück nach Finnland zog. Heute ist er von Beruf Designer und arbeitet derzeit bei einem der größten finnischen Einzelhandelsgeschäfte. Die englischsprachige Veranstaltung mit 17 Online-Gästen wurde von Carlotta Diederich moderiert.

21 08 25 Finland Nokia 300Nach einer kurzen Einleitung über das Land Finnland, widmete sich Janne an dem Abend seinem Herzensthema Nokia und dessen Entwicklung in Bezug auf Finnland der letzten Jahrzehnte. Lange Zeit war Nokia der dominierende Hersteller in der Telekommunikationsbranche und prägte auch Finnland in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren stark. Nach der Einführung des iPhones wurde der Einfluss in kurzer Zeit aber immer kleiner. In seiner Präsentation zeigte Janne die Entwicklung Nokias nach der gezwungenen Umstrukturierung auf und machte deutlich, welche Aspekte Nokia in Finnland vor und nach seiner Expansion verändert und geprägt hat. Außerdem hatte er spannenden Live-Fragen dabei, wo die Zuschauenden ihr Wissen über Finnland und insbesondere auch Nokia selber testen konnten.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe finden immer am vierten Mittwoch eines Monats statt. Die Reihe wird von folgenden Partnern organisiert: AEGEE Aachen, Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen, JEF Aachen, JEF Köln, Karlspreisstiftung, Karlspreis Academy, EUROPE DIRECT Ostbelgien und EUROPE DIRECT Aachen.

EUROPE DIRECT Aachen organisierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ mit den beiden Autoren Martin Speer und Vincent-Immanuel Herr eine interaktive Online-Diskussion für 14 Online-Gäste zu ihrem neu erschienenen Buch ‚Europe For Future‘.

21 08 24 EaD Europe for Future These4 300Zu bürokratisch, zu langsam, zu zerstritten: Die EU weckt nur noch selten Begeisterung. Gefühlt befindet sich die Europäische Union seit einem Jahrzehnt am Rande des Abgrunds. Erst waren es die Finanz- und Flüchtlingskrise, die den Zusammenhalt Europas erschütterten. Später kam der Brexit, jetzt steht die EU vor der Herausforderung der Corona-Pandemie. Mit Sorge beobachten die Autoren und Europaaktivisten Herr & Speer diese Entwicklung. Die beiden Autoren, welche an dem Abend die Moderation selbst übernommen haben, werben für ein Europa, das allen zugänglich ist und stellen in ihrem Buch ihre 95 Thesen für eine mögliche Weiterentwicklung Europas vor.

Unter der Frage, ob die EU einen demokratischen und sozialen Neustart brauche, lieferten die Referenten an dem Abend einen Blick auf fünf ihrer 95 Thesen und begleiteten dies durch kurze Lesungen aus ihrem Buch selbst. Mit ihren Thesen machten sie ein umfangreiches Diskussionsangebot und lieferten konkrete Vorschläge, wie sich die EU grundlegend weiterentwickeln kann. Besonders ihre These 7 über die Möglichkeit der EU eines eventuellen Ausschlussverfahrens gegenüber ihren Mitgliedsstaaten entfachte dabei eine lebendige Diskussion an dem Abend. Aber auch die Fragen nach einem Prinzip der Mehrheitsentscheidung oder eines echten Zweikammersystems innerhalb der EU wurden aufgeworfen. In interaktiven Umfragen wurden dabei auch immer wieder die Teilnehmer*innen mit eingebunden und ein Stimmungsbild zu den jeweiligen Thesen erstellt.

'Mein Europa' mit Blick auf Rumänien

21 06 23 My Europe Romania Screenshot 300EUROPE DIRECT Aachen setzte die interaktive digitale Veranstaltungsreihe 'Mein Europa' fort. Heute nahm der 25-jährige Radu Dumitrescu die Gäste mit auf eine Reise nach Rumänien. Er promoviert derzeit in Politikwissenschaften an der Universität Bukarest und wird von der Karlspreis-Akademie für sein Forschungsprojekt darüber gefördert, wie kürzere Lieferketten die europäische Wirtschaft stärken könnten. Die englischsprachige Veranstaltung mit 15 Online-Gästen wurde von Carlotta Diederich moderiert.

Radu gab dem Publikum einen kurzen historischen und geografischen Überblick über Rumänien und räumte mit dem Mythos um Graf Dracula auf. Er hatte außerdem Funfacts über das Land mitgebracht, beispielsweise gibt es einen bunten Friedhof, um das Leben der Verstorbenen zu feiern, statt zu trauern. Zudem berichtete er von seinem Herzensthema "Manufacturing in Eastern Europe". Das Publikum konnte über andere Themen abstimmen, die während der Veranstaltung diskutiert werden sollten. Es entschied sich für die Rolle Rumäniens in der EU bzw. der Bedeutung der EU in Rumänien. Auch wurde über Migration von und nach Rumänien diskutiert.

21 06 23 My Europe Romania Gather 300Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden zum Ausklang im virtuellen Meeting-Raum von EUROPE DIRECT bei Gather.Town treffen.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe finden immer am vierten Mittwoch eines Monats statt. Die Reihe wird von folgenden Partnern organisiert: AEGEE Aachen, Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen, JEF Aachen, JEF Köln, Karlspreisstiftung, Karlspreis Academy, EUROPE DIRECT Ostbelgien und EUROPE DIRECT Aachen.

 

EUROPE DIRECT Aachen organisierte in Kooperation mit der VHS Nordkreis Aachen und dem Geschichtskreis St. Sebastian Würselen eine interaktive Online-Diskussion zum Thema "Die innenpolitische Situation der Benelux-Staaten" für 31 Teilnehmende.

21 06 22 EaD Benelux 300Belgien, die Niederlande und Luxemburg liegen im Herzen Europas, für viele sind die kleinen EU-Mitgliedsstaaten auch symbolisch "Europa", da sie wichtige europäische Institutionen beheimaten und Geburtsorte von historischen Vertragsabschlüssen wurden. Doch wie sieht es aktuell eigentlich innenpolitisch in den sogenannten "Benelux"-Staaten aus? Ist die Stimmung noch pro-europäisch? Darum ging es bei der Veranstaltung, die sich auch den Fragen widmete, warum die Niederlande ein Ursprungs(h)ort des sogenannten Euroskeptizismus sind und ob das Belgische Königreich aufgrund anhaltender Spannungen zwischen Flandern und der Wallonie perspektivisch auseinanderzubrechen droht.

Als Referent stand Dr. Robert Flader vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen zur Verfügung, der sich unter anderem mit den Themenbereichen Internationale Beziehungen, Europäische Union, transatlantisches Verhältnis, Großbritannien und Europa nach dem Brexit, aber auch mit politischer Kommunikation und medialer Begleitung beschäftigt. Moderiert wurde der Abend von Jana Blaney von der VHS Nordkreis Aachen.

Herr Flader zeigte dem Publikum die Herausforderungen auf, vor denen die EU bezüglich des Euroskeptizismus in den Benelux-Staaten steht. Die EU müsse zusehen, dass sie nicht weitere wichtige Mitglieder wie das Vereinigte Königreich nach dem Brexit verliert. Für Herrn Flader ist es auch aus symbolischer Sicht wichtig, dass die Benelux-Staaten als Gründerstaaten der EU erhalten bleiben. Europa sei noch weit davon entfernt, zur Ruhe zu kommen, das zeige sich besonders an verschiedenen geografischen Fronten. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierte der Referent, wie ein künftiges Modell für Europa aussehen könnte. Dabei wurde besonders die Möglichkeit eines „Europa der Regionen“ betrachtet. Die Benelux-Staaten hätten zurzeit eine schwierige Rollenfindung für den gesamteuropäischen Prozess, da innenpolitische Probleme wie die erschwerte Regierungsbildung dominierten. Die Zuschauenden interessierten sich besonders für die Entwicklung der EU-Stimmung in den Benelux-Staaten sowie die Rolle der deutschsprachigen Gemeinschaft und der Monarchie für den Zusammenhalt in Belgien.

Am Freitag hat bei strahlendem Wetter in der Aachener Soers die hybride Veranstaltung European Green Deal im Grenzland stattgefunden. Über 50 Teilnehmer*innen diskutierten engagiert mit EU-Kommissar Frans Timmermans zur Umsetzung des Green Deals.

21 06 18 Green Deal PanoramaIm Anschluss stellten in einer Podiumsrunde Verantwortliche aus der Euregio ihre Ideen zu einer Green Deal Modell-eu-regio vor und tauschten sich auch hierzu mit dem anwesenden Publikum aus. Eingeladene Podiumsgäste waren:

  • Stadt Aachen: Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin
  • Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien: Karl-Heinz Lambertz, Parlamentspräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft
  • Niederlande: Roel Wever, Bürgermeister Heerlen
  • RWTH Aachen: Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor
  • FH Aachen: Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor
  • IHK Aachen: Stefanie Peters, Unternehmerin
  • Fridays for Future: Sebastian Schick

21 06 18 Green Deal PodiumJens Tervooren von der Stadt Aachen moderierte die Diskussion. Das Publikum interessierte sich besonders für Fragen im Bereich Mobilität und Verkehr, Landwirtschaft und Ernährung sowie Smart Cities.

Die Veranstaltung wurde live auf YouTube gestreamt. Der Stream ist weiterhin auf der Seite der Stadt Aachen verfügbar.

Veranstalter war die AG Charlemagne Grenzregion, eine Kooperation der grenzanliegenden Kommunen und Gebietskörperschaften. Sie besteht aus der Stadt Aachen, der StädteRegion Aachen, den Kommunen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien, den Gemeinden Vaals und Heerlen und der Stadsregio Parkstad Limburg. EUROPE DIRECT Aachen war Kooperationspartner. Die Veranstaltung wurde gefördert durch den Wettbewerb "Europa bei uns Zuhause" vom Europaministerium des Landes NRW.

EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ eine interaktive Online-Diskussion zum Thema "Lobbyismus in der EU" für 30 Teilnehmende.

Der Diskussionsabend wurde von Journalistin Eva Onkels moderiert. Als Referentin stand Pia Eberhardt von der Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) zur Verfügung. Die Organisation nimmt die Zusammenarbeit zwischen Lobbygruppen und EU-Institutionen genau unter die Lupe. Pia Eberhardt erklärte den Zuschauenden in einem interaktiven Impulsvortrag mit Umfragen, wie Lobbyismus funktioniert.

"Lobbyismus" bezeichnet eigentlich nur die Vertretung von Interessen. Früher trafen sich Interessensvertreter in der Lobby des Europäischen Parlaments in Brüssel, daher rührt der Name "Lobbyismus". Schätzungsweise 25.000 Lobbyist*innen nehmen in Brüssel Einfluss auf die Politik der EU. Etwa 70 Prozent von ihnen arbeiten für Unternehmen und Wirtschaftsverbände. Andere sind für z. B. für Umwelt- oder Sozialverbände tätig. Sie genießen häufig privilegierte Zugänge zur Europäischen Kommission. Und sie überhäufen Abgeordnete mit Änderungsanträgen für Gesetzesvorlagen, bringen jedoch auch Fachwissen in die Politik.

21 06 10 EaD Lobbyismus Grafik 300Die EU arbeitet seit langem daran, die "Zusammenarbeit" mit Lobbys so transparent wie möglich zu gestalten. Es gibt das Lobby-Register, in der jede Lobby eingetragen sein muss, um Zutritt zu den Institutionen zu erhalten. Aber reichen die Schutzmechanismen aus bzw. sind sie überhaupt notwendig? Läuft die europäische Demokratie Gefahr, zu einer wirtschaftsdominierten Lobbykratie ausgehöhlt zu werden? Diese und weitere Fragen diskutierte die Referentin mit den Teilnehmenden. Aus dem Publikum kamen darüber hinaus Fragen zu Lobby-Akkreditierungen, Transparenzregister, Karenzzeiten für Politiker*innen und zur Gefahr von Korruption, wenn Lobbyist*innen Politiker*innen beeinflussen wollen.

Die Moderatorin Eva Onkels sprach auch die Rolle der nationalen Medien an. Laut Eberhardt gebe es zu wenige Journalist*innen, die das Thema "Lobbyismus" aufgreifen, sodass das Thema zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Zudem hätten es Journalist*innen zunehmend schwer, in den Medien Platz für EU-Themen zu bekommen. Die Entwicklung gehe laut Eberhardt in die falsche Richtung. Aus Sicht der Referentin sei es eine große demokratische Herausforderung, im politischen Raum der EU mit vielen Sprachen und vielfältiger politischer Kultur Berichterstattung zu machen, da es keine europäische Meinungsbildung gebe. Daher seien nationalstaatliche Diskussionen weiterhin wichtig, damit Menschen in ihrer Sprache mitdiskutieren können.

EUROPE DIRECT Aachen organisierte heute einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Zentralbank (EZB). 20 interessierte Bürger*innen konnten etwas über die Aufgaben der EZB lernen.

21 06 01 EZB 300Das Besucherzentrum der EZB gab zunächst eine kurze Präsentation über die Institution. In einem kurzen Video wurde der Bau des architektonisch bemerkenswerten Hauptgebäudes im Zeitraffer gezeigt.

Die EZB mit Sitz in Frankfurt (Main) ist die Zentralbank der 19 Länder des Euroraums. Hauptaufgabe der EZB ist es, Preisstabilität zu gewährleisten. Sie legt die Leitzinsen so fest, dass die Inflation unter, aber nahe 2% bleibt. So können die EU-Bürger*innen Ihre Ersparnisse und Ausgaben besser planen. Darüber hinaus beaufsichtigt die EZB die Banken im Euroraum. Im Eurosystem arbeitet die EZB mit den Nationalbanken der Euroländer zusammen. Eine einheitliche und standardisierte Aufsicht im gesamten Euroraum trägt zu solideren Banken bei und sorgt so dafür, dass auch das private Geld sicher ist. Um dem Euroraum beizutreten, müssen Staaten die sogenannten Konvergenzkriterien (auch: Maastricht-Kriterien) erfüllen.

Die EZB entwickelt die Euro-Banknoten. In der Praxis sind nur die NZBs mit der Ausgabe und dem Einzug von Euro-Banknoten betraut. Dabei investiert sie in neue Technologien, um die Banknoten sicherer und länger haltbar zu machen. Schließlich sorgt die EZB auch für gute Finanzmarktinfrastrukturen, um z. B. grenzüberscheitend elektronisch bezahlte Einkäufe zu machen oder online Geld zu überweisen.

Die Zuschauenden interessierten sich vor allem für Karrierewege bei der EZB, Finanzblasen und -krisen sowie die Zinspolitik.

21 05 26 Griechenland 2'Mein Europa' mit Blick auf Griechenland

EUROPE DIRECT Aachen setzte die interaktive digitale Veranstaltungsreihe 'Mein Europa' fort. Heute nahm die 27-jährige Georgia Petropoulou die Gäste mit auf eine Reise nach Griechenland. Sie kommt ursprünglich vom Peloponnes und studierte Europastudien und Politikwissenschaft in Thessaloniki und Groningen. Sie lebt in den Niederlanden und forschte als Charlemagne Prize Fellow 2020 zu Perspektiven einer EU-Erweiterung der Westbalkanländer.
Die englischsprachige Veranstaltung mit 34 Online-Gästen wurde von Melvin Klein moderiert.

Aufzeichnung bei YouTube

21 05 26 Griechenland 1Georgia Petropoulou zeigte dem Publikum mit einem selbst ertellten Video eher unbekannte griechische Kultur und Lebensart. Danach berichtete sie von den Unterschieden zwischen dem Leben in Griechenland und in den Niederlanden. Zudem berichtete sie von ihrem Herzensthema, der EU-Erweiterung des Westbalkans. Das Publikum konnte über andere Themen abstimmen, die während der Veranstaltung diskutiert werden sollten. Es entschied sich u.a. für die EU-politische Bedeutung Griechenlands und einen Überblick über den mazedonischen Namensstreit.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe finden immer am vierten Mittwoch eines Monats statt. Die Reihe wird von folgenden Partnern organisiert: AEGEE Aachen, Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen, JEF Aachen, JEF Köln, EuroTeachers Maastricht, Karlspreisstiftung, StädteRegion Aachen, EUROPE DIRECT Ostbelgien und EUROPE DIRECT Aachen.

EUROPE DIRECT Aachen organisierte für 23 Teilnehmende einen virtuellen Besuch beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

21 05 19 EuGH Hummel 300Als Referent stand Prof. Dr. David Hummel zur Verfügung. Herr Hummel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kabinett von Frau Generalanwältin Kokott. Der Referent stellte zu Beginn die Arbeit des EuGH vor. Die Aufgabe des Gerichtshofs ist es, darauf zu achten, dass europäisches Recht in allen EU-Mitgliedsländern einheitlich angewendet und durch die Länder und EU-Institutionen eingehalten wird.

In der Öffentlichkeit wahrgenommen werden zum Beispiel Vertragsverletzungsverfahren gegen einzelne EU-Staaten oder auch Urteile, die den Verbraucherschutz stärken. Da jeder Mitgliedstaat seine eigene Sprache und sein spezifisches Rechtssystem hat, ist der Gerichtshof ein vielsprachiges Organ. Seine Sprachenregelung ist für ein Gericht weltweit einmalig, da jede der 24 EU-Amtssprachen Verfahrenssprache sein kann. Aufgrund der Komplexität von Sprache haben Übersetzer*innen am EuGH sowohl eine linguistische als auch juristische Ausbildung.

Herr Hummel betonte drei Besonderheiten des EuGH: Erstens ist der Gerichtshof nicht die letzte Instanz, sondern diese liegt auf nationaler Ebene. Der EuGH löst keine nationalen Streitigkeiten, sondern hilft den nationalen Gerichten bei der Lösung. Zweitens ist der EuGH ein Generalistengericht, wo die Richter*innen nicht auf einzelne Bereiche spezialisiert sind. Und drittens arbeitet der Gerichtshof nach dem Kollegialitätsprinzip, nach welchem alle Richter*innen gemeinsam entscheiden, auf welche Art ein Fall verhandelt wird.

Nach seiner Präsentation beantwortete der Referent Fragen aus dem Publikum und brachte dabei anschauliche Beispiele ein. Die Zuschauer*innen interessierten sich unter anderem dafür, welche Qualifikationen für die Arbeit am EuGH erforderlich sind und nach welchem Schema juristische Fälle den Richter*innen zugeteilt werden.

21 05 19 EuGH Haelg 300Zum Abschluss zeigte Albena Hälg vom Besuchsdienst des EuGH kurz einen virtuellen 360-Grad-Rundgang in den Gebäuden des Gerichtshofs, welcher online zugänglich ist. Sie sprach dabei an, wie sich die Arbeit der Mitarbeitenden des EuGH verändert hat, vor allem mit Blick auf die Digitalisierung in Zeiten der Pandemie. So würde mittlerweile bei Verhandlungen digital kommuniziert und virtuelle Besuche für interessierte Bürger*innen wie dieser sind möglich.

21 05 12 EASA virtuell 3EUROPE DIRECT Aachen organisierte einen spannenden virtuellen Besuch bei der EASA (European Aviation Safety Agency) in Köln.

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) in Köln steht im Mittelpunkt der Luftverkehrspolitik der Europäischen Union. Ziel ist die Harmonisierung und Förderung gemeinsamer Sicherheits- und Umweltstandards in der Zivilluftfahrt. An ihrem Standort in Köln beschäftigt die EASA derzeit mehr als 800 Luftfahrtexperten und Verwaltungsfachleute aus 22 Mitgliedsstaaten. 

Heute nahmen knapp 20 Europainteressierte zusammen mit EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel an einem virtuellen Besuch der EASA teil. Mit dabei waren viele Studierende der Luft- und Raumfahrttechnik der RWTH und FH Aachen.

21 05 12 EASA virtuell 2

Manfred Reichel von der Abteilung Triebwerkszulassung nahm sich für die EUROPE DIRECT Gruppe Zeit und hielt einen spannenden Vortrag zu den Arbeitsverfahren und Aufgabenbereichen der EASA. Er zeigte anhand kurzer Videos gängige Testverfahren der EASA, z.B.  zur Entwicklung von sicheren Sitzen, die einem Crash standhalten, zur Notevakuierung von Flugzeugen innerhalb von 100 Sekunden und die Vollbremsung eines Flugzeuges. Die Tests dienen dazu nach dem EASA-Motto "Your safety is our mission - Ihre Sicherheit ist unser Auftrag", den EU-Bürgern die höchstmöglichste Flugsicherheit zu bieten.

Der mit einer reichen Praxiserfahrung ausgestattete Fachmann beantwortete viele fachspezifische Fragen. Zudem gewährte er Einblicke in die Zukunft der zivilen Luftfahrt und behandelte Themen wie künstliche Intelligenz, Flugtaxis und Flugdrohnen. Der Referent wies darüber hinaus auf Traineeships und Praktikumsplätze hin.

EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „EU-Bashing“ für 19 Teilnehmende.

21 05 11 EaD EU Bashing Praesentation 300Nach einem Jahr Corona-Krise zeigen sich einmal mehr die Defizite europäischer Öffentlichkeit und Identität. Zwar hat sich die Aufmerksamkeit für das Regieren der EU in den letzten Jahren deutlich erhöht. In den nationalen Medien verfestigen sich aber zunehmend Kritik und Abgesänge, das so genannte "Brüssel-Bashing": Die EU sei eine ineffiziente Bürokratie; der europäischen Gemeinschaft fehle es an Solidarität, gemeinsamen Werten und an dem Willen zur Zusammenarbeit. Für die Zugehörigkeitsgefühle der Bürger*innen finden sich in der EU-Debatte hingegen kaum Anknüpfungspunkte.

21 05 11 EaD EU Bashing 300Als Referent für den Abend stand Kommunikationswissenschaftler Dr. Dennis Lichtenstein zur Verfügung. Die Diskussion mit dem Publikum wurde von Journalistin Eva Onkels moderiert. Herr Lichtenstein sieht die gestiegene Aufmerksamkeit für die EU als gute Entwicklung. Vor einigen Jahrzehnten sei das noch nicht so gewesen. Heute könne man seiner Ansicht nach von einer europäischen Öffentlichkeit sprechen. Dennoch gebe es Verbesserungspotenzial: Europäische Projekte wie die Zeitung The European seien gescheitert, der Erfolg des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE sei mäßig. Durch den Aachener Vertrag wurde mit der Initiative The European Collection ein neuer Versuch gestartet. In der Initiative haben sich mehrere europäische öffentlich-rechtliche Mediatheken zusammengeschlossen.

Die Publikumsdiskussion drehte sich um die Fragen: Wie erreicht man junge Europäer*innen? Wie können Medien zu einer europäischen Identität beitragen? Welche Rolle spielen die Medien bei der Konferenz zur Zukunft Europas?

Am Europatag am 9. Mai luden die Europäische Kommission und das Europäische Parlament in Berlin zu einer hybriden Veranstaltung ein. Dabei wurde über die Themen "Green Deal", Digitalisierung und "Europa in der Welt" diskutiert. Zuschauende zu Hause konnten sich mit ihren Fragen in den Livestream und damit in die Diskussionen einbringen.

Europa vor Ort Grashaus 1 300Verknüpft wurden die drei Themen mit je einem EUROPE DIRECT Zentrum, über die ein Videoclip gedreht wurde. Aachen war als gutes Beispiel für das Thema "Digitalisierung" dabei.

Dafür wurden nicht nur im Grashaus Videoaufnahmen mit dem EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel gemacht, sondern auch im neuen OecherLab im Kapuzinerkarree mit Annika Nube, der dortigen Projektleiterin.

Das OecherLab ist Aachens erstes "Co-Creation-Center": eine Ideenschmiede, um ein smartes und digitales Aachen von Morgen zu gestalten. Dialog und Austausch spielen eine zentrale Rolle, weil sich im OecherLab Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger begegnen und austauschen können.

Am 9. Mai ging es beim Livestream um 11:30 Uhr um Digitalisierung. Als Einspielfilm wurde das Video aus Aachen gezeigt. Später am Abend gab es dann nochmal einen Zusammenschnitt der Diskussionsrunden.

Wird Europa diese Gelegenheit nutzen?
Spannende Diskussion über die Konferenz zur Zukunft Europas

Mit einiger Verspätung beginnt am Europatag, 9. Mai 2021 die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Europäische Union lädt hierbei die Bürgerinnen und Bürger aus allen Mitgliedstaaten ein, in öffentlichen Debatten und Diskussionsreihen ihre Ideen über zentrale Prioritäten und Herausforderungen auszutauschen und die Zukunft der EU mitzugestalten.

Heutet versammelte die Karlspreisstiftung in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung wichtige Akteure aus den beteiligten Institutionen und junge Stimmen aus Wissenschaft und Öffentlichkeit, um ihre Erwartungen an die Zukunftskonferenz zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde simultan in Deutsch und Englisch übersetzt und von der Moderatorin des ARD-Europamagazins, Hendrike Brenninkmeyer, moderiert. Es gab einen integrierten Chat, in dem von den knapp 80 Gästen viele Fragen eingereicht wurden. Diese wurden in den Diskussionsrunden ausführlich angesprochen.

21 05 06 Karlspreis CoFE 2Nach einem Statement der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, sprachen im ersten Panel der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, Gunther Krichbaum, und der ehemalige Stipendiat der Karlspreis-Europa-Akademie, Prof. Federico Fabbrini, über mögliche strukturelle und institutionelle Reformen. Als zentrale Herausforderung sahen die drei Panelmitglieder mehr denn je die Solidarität der EU-Staaten untereinander.

Federico Fabbrini skizzierte eine derzeitige Dekade der Krisen in der EU und sieht die Konferenz zur Zukunft Europas als große Chance, um strukturelle Reformen in der EU voranzubringen. Dabei bedürfe es politischer Führung (von einzelnen) und juristischen Einfallsreichtum. Da Änderungen der EU-Verträge von allen MItgliedsstaaten einstimmig angenommen werden müssten (was nicht wahrscheinlich sei), könne eventuell ein "politischer Pakt" mit eigenen Regeln die EU weiter bringen, auch ohne die EU-Verträge komplett zu ändern.

21 05 06 Karlspreis CoFE 3Im zweiten Panel stellten die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Dubravka Šuica, der Aachener Europaabgeordnete Daniel Freund, der Generalsekretär der Europa Union Deutschland, Christian Moos, und die Akademie-Stipendiatin Sophie Pornschlegel vor allem die zivilgesellschaftliche Perspektive in den Mittelpunkt. Kritisiert wurde an der Konferenz zur Zukunft Europa, dass die Dauer von einem Jahr zu kurz sein könne und die Zielsetzung unklar sei.
Geht es um deliberative Demokratie oder "nur" um eine Kommunikationskampagne der EU?

Um eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, bedarf es nach den Panelteilnehmenden eines klaren Signals, dass man es ernst meint und dass die besten Ideen der Konferenz am Ende auch umgesetzt werden. Ergänzend wies Sophie Pornschlegel darauf hin, dass auch die nationalen Öffentlichkeiten die aktuellen europäischen Themen diskutieren sollten, denn "Europa wird auch in den Nationalstaaten gemacht".

21 04 28 Mein Europa 1 300Neue Veranstaltungsreihe: Mein Europa

Zur Auftaktveranstaltung der neuen Reihe 'Mein Europa' lud heute EUROPE DIRECT Aachen zusammen mit einem großen Netzwerk an Partnern ein. 'Mein Europa' ist eine interaktive digitale Veranstaltungsreihe, die ihre Gäste Europa entdecken lässt.

Zum Auftakt ging die virtuelle Reise mit Canan Yasar nach Österreich. Die gebürtige Wienerin ist Sonderschullehrerin und seit November 2015 Bundesvorsitzende der Muslimischen Jugend Österreichs. Beim Wettbewerb um den Europäischen Karlspreis für die Jugend gewann sie 2019 mit ihrem Projekt "MuslimInnen gegen Antisemitismus" die nationale Vorausscheidung in Österreich und zählte europaweit zu den drei Hauptgewinnenden.

Aufzeichnung bei YouTube

Canan Yasar nahm die knapp 30 Online-Gäste mit nach Österreich und stellte uns ihre Heimat vor. Dabei spielte sie mit den Gästen ein kleines Quiz über interessante Fakten über das Alpenland.

21 04 28 Mein Europa 2 300Ausführlich sprach sie danach über ihr Engagement gegen Antisemitismus und für Toleranz und Dialog. Die vielen Fragen, die die Gäste in das Frage & Antwort-Werkzeug eintippten, wurden von Moderator Melvin Klein aufgegriffen und von der Referentin ausführlich beantwortet. Als weitere Themen stellte sie noch die Unterschiede zwischen dem österreichischen und deutschen Bildungssystem dar und gab anschauliche Beispiele für gelebte Solidarität aus der Perspektive der Jugend.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe 'Mein Europa' finden immer am vierten Mittwoch eines Monats statt.
Die Reihe wird von einem großen Netzwerk organisiert. Mit dabei sind AEGEE Aachen, das Deutsch-Französische Kulturinstitut Aachen, JEF Aachen, JEF Köln, die EuroTeachers Maastricht, die Karlspreisstiftung, die StädteRegion Aachen, EUROPE DIRECT Ostbelgien und EUROPE DIRECT Aachen.

Europa im Klimawandel

Zusammen mit der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen organisierte EUROPE DIRECT Aachen heute eine spannende Diskussion zum "Green Deal". 77 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich online bei diesem spannenden Abend.

21 04 21 Klimawandel 1 300Was taugt der "Green Deal" für Europa und die Regionen?

Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat die EU-Kommission einen Vorschlag für einen "European Green Deal" vorgelegt, um bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden. Doch kann damit die dringend notwendige ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft gelingen? Unterstützt die deutsche Bundesregierung den europäischen Plan ausreichend? Und was bedeutet das für die Menschen und Unternehmen vor Ort?

Mit diesen und weiteren Fragen befasste sich heute der Referent Sven Giegold. Er ist Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er engagiert sich für die Regulierung der Finanzmärkte im Interesse der Realwirtschaft und Bürger*innen und für die ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft. Seit über 20 Jahren ist der Wirtschaftswissenschaftler in sozialen und ökologischen Bewegungen aktiv. Er ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

21 04 21 Klimawandel 2 300Die Begrüßung übernahmen Martin Stankewitz von der Bischöflichen Akademie und Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen. Nach Sven Giegolds fundierter Einführung in das Thema des Abends schrieben die Online-Gäste viele Fragen in den Frage- & Antwortbereich. Die Moderatorin Eva Johanna Onkels griff die Fragen auf, so dass ein lebendiger Dialog mit dem Referenten entstand.

Dabei ging es u.a. um Fragen wie: Wie kann die Sozialverträglichkeit des Green Deal oder des ökologischen Wirtschaftswandels gestaltet werden? Ist die EU im Verhältnis zu Deutschland eher Bremser oder Treiber des Klimaschutzes? Soll es im Europäischen Grünen Deal und Next Generation EU Fördermittel auch für Privatpersonen oder Bürgerenergiegenossenschaften geben, die lokal autark erneuerbare Energien aufbauen wollen? Welche Rolle wird "grüner Wasserstoff" auf dem Weg zur Klimaneutralität in Europa spielen? Was kann die EU tun, damit nicht nur Industrieländer, sondern auch Länder des globalen Südens bis 2050 Klimaneutralität erreichen? Müssen wir nicht in Europa wieder eine Industrie aufbauen, die Photovoltaik-Anlagen produziert, anstelle alles aus China zu kaufen?

Auf die Frage, ob der "Green Deal" und das noch immer postulierte Wirtschaftswachstum zusammen passen, meinte Sven Giegold: Es gehe darum, ob wir in den ökologischen Grenzen wirtschaften und den Planeten nicht "übernutzen". Die Ressourcenprobleme beträfen vor allem die Bereiche Landwirtschaft, Flächen und Artenvielfalt usw., nicht aber Energieprobleme. Der Referent stellte dar, dass 1 % der globalen Sonneneinstrahlung (theoretisch) den Energiebedarf der gesamten Menschheit decken würde. Giegold strebt danach, dass wir mit der Bekämpfung der Klimakrise eine Hoffnungsgeschichte erzählen und eine Veränderung der Art wie wir wirtschaften erreichen.

 

EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten in Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (Regionalkreis Aachen) eine interaktive Online-Diskussion zum Brexit und seinen Konsequenzen. 47 Teilnehmende diskutierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ mit dem Referenten Dr. Robert Flader vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Dr. Flader hat zur öffentlichen Akzeptanz der EU in Großbritannien promoviert.

21 04 20 EaD Brexit FragenModeriert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent bei EUROPE DIRECT Aachen. Der Moderator begrüßte die Teilnehmenden im digitalen Format und übergab das Wort an den Referenten. In einem kurzen historischen Abriss zeigte Dr. Flader auf, wie es zum Referendum über den britischen EU-Austritt 2016 gekommen war und wie die britische Medienlandschaft den Prozess begleitet hatte. Dabei beleuchtete Dr. Flader die Rolle der britischen Printmedien als aktiver politischer Treiber im britisch-europäischen Verhältnis. Dazu stellte er die Titelseiten bekannter britischer Zeitungen vor und nach dem Brexit-Referendum 2016 sowie nach dem endgültigen Austritt im Januar 2020 gegenüber.

21 04 20 EaD Brexit PollIn einer Umfrage ließ der Referent die Teilnehmenden ihre Einschätzung zur Entwicklung der britisch-europäischen Beziehung abgeben. Mit 66 % ging die Mehrheit der Zuschauer*innen davon aus, dass Großbritannien und Kontinentaleuropa den Brexit langfristig bereuen werden. Nur wenige Teilnehmende erwarteten, dass das Vereinigte Königreich historisch betrachtet als Gewinner hervorgehen wird.

Sodann stieg Dr. Flader mit dem Publikum in eine rege Diskussion ein. Per Frage-Antwort-Tool im Videokonferenzsystem stellten die Teilnehmenden Fragen zur zukünftigen Beziehung zwischen der EU und Großbritannien, dem Umgang mit Russland und China sowie zu ausstehenden Ausgleichszahlungen. Auch der neu aufflammende Nordirland-Konflikt sowie schottische Unabhängigkeitsbestrebungen wurden kritisch diskutiert.

21 03 18 Populismus 1Kulturkampf gegen das liberale Europa

EUROPE DIRECT Aachen beteiligte sich heute mit einer spannenden Veranstaltung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Das sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich rund um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden. Thema des Abends war die Frage, für welches "Volk" eigentlich der Populismus spricht. Der Referent war Richard Gebhardt, ein Politikwissenschaftler, Publizist und Referent in der Erwachsenenbildung, u.a. bei der VHS Aachen, welche auch Veranstaltungspartner war. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die "neue", extreme und populistische Rechte in Deutschland.

Der Vortrag führte in die aktuelle Dimension des Themas ein, klärte den Begriff "Populismus" und untersuchte zentrale Fragen: Welche Ideologie bzw. Rhetorik der Ausgrenzung wird beim Populiusmus sichtbar? Welche Bedeutung hat der kulturelle Wandel, welche die soziale Frage? Zudem wurde beleuchtet, welche unterschiedlichen Ausprägungen der Populiusmus in der EU hat und welche besondere Bedeutung der deutsche Rechtspopulismus in Europa hat.

Ein Fazit war, dass Populismus ein Ausdruck eine Kulturkampfes ist: eine Gegenmobilisierung gegen die Liberalisierung in (West-)Europa. Dabei gehen populistische Kräfte von einem homogen gedachten "Volk" aus und bedienen Ressentiments gegen "Eliten". Der Rechtpopulismus spricht "im Namen des Volkes" und zielt auf Ausschluss.

Nach dem Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion mit den knapp 50 Online-Gästen an, welche von Andreas Düspohl geleitet wurde. Besprochen wurden u.a. Fragen wie "Können wir davon ausgehen, dass die rechten Ränder immer radikaler werden je liberaler eine Gesellschaft insgesamt wird?", "Welche Gefahren gehen von China, Russland oder und anderen autoritäre Staaten aus?", "Lebt der Populismus von bestimmten sozialen Misständen?", "Wann ist der Begriff Wutbürger angebracht, wann nicht?" Auch der differenzierende Begriff des "Grollbürgers" wurde diskutiert.

Eine Fortsetzung des Themas spätestens in den Internationalen Wochen gegen Rassismus im nächsten Jahr wurde in Aussicht gestellt.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „Europas digitale Souveränität stärken, aber wie?“. Die EU-Kommission ist entschlossen: Europa muss jetzt seine digitale Souveränität ausbauen und eigene Standards setzen, statt anderen zu folgen. Doch Hat die europäische Digitalwirtschaft die Systemfähigkeit, unsere Wirtschaft umfassend zu digitalisieren? Der Referent, Patrick Häuser vom BITMi, näherte sich dem komplexen Thema gemeinsam mit den 20 Teilnehmenden an.

Video bei YouTube anschauen.

21 03 16 EaD Digitales BegriffseinordnungModeriert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen. Florian Weyand studiert Politikwissenschaft an der RWTH Aachen und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit Digitaler Wirtschaft und Netzpolitik sowie den Sozialen Medien. Der Moderator hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen. Für den thematischen Einstieg umriss Weyand die Digitalstrategie der Europäischen Union, welche die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität aus dem Europäischen Grünen Deal unterstützen soll.

21 03 16 EaD Digitales FragenPatrick Häuser referierte im Anschluss über die digitale Souveränität Europas. Häuser ist beim Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) für die politische Interessenvertretung zuständig. Er erklärte den Teilnehmenden, was die digitale Souveränität für die europäische Wirtschaft und die einzelnen Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Häuser ordnete den Begriff der digitalen Souveränität als Zielvorstellung ein, auf der die politische Programmatik aufgebaut würde. So wolle die EU in Zukunft eigene digitale Produkte anbieten und Prozesse wie die Verwaltung digitalisieren können, um Unabhängigkeit von z. B. amerikanischen oder chinesischen Digitalprodukten zu erlangen. Es gehe dabei nicht um Abschottung, sondern um Wahlfreiheit. Dabei betonte Häuser die Wichtigkeit der europäischen Zusammenarbeit, um die Zielvorstellung der digitalen Souveränität zu erreichen.

Mittels des Frage und Antwort-Tools stellten die Teilnehmenden kritische Fragen zum Datenschutz und der DSGVO sowie bezüglich Deutschlands Position im Vergleich zu den europäischen Nachbarn.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission für eine Klasse des Cuno-Berufskollegs II in Hagen. Circa 22 Schülerinnen und Schüler konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele des EU-Organs mit Sitz in Brüssel lernen.

21 03 12 WortwolkeAntje Terhechte von der Generaldirektion Kommunikation in Brüssel begrüßte die Teilnehmenden und fragte zu Beginn mittels eines kurzen Quiz via sli.do den Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler über die EU ab. In einer Wortwolke trugen die Teilnehmenden Begriffe ein, die sie mit der Europäischen Union verbinden. Die Schülersprecherin stellte kurz ihre Klasse und die Schule vor, sowie was sie bereits im Unterricht zum Thema Europa behandelt hatten.

21 03 12 EU KOMAnschließend führte Anne Neumann von der Generaldirektion Kommunikation in die Funktions- und Arbeitsweise der Europäischen Kommission ein. Sie zeigte dabei die verschiedenen Zuständigkeiten auf, die sich zwischen der EU und den Mitgliedsstaaten verteilen. Den komplexen Gesetzgebungsprozess verdeutlichte Neumann anhand des alltagsnahen Beispiels des Roaming-Gesetzes.

Nach einer kurzen Pause stellte Herwig Ranner von der Generaldirektion Landwirtschaft im zweiten Teil die europäische Agrarpolitik vor. Er legte dabei den Schwerpunkt auf den Europäischen Grünen Deal, der die ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung der EU sicherstellen soll.

Zwischendurch stellten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Fragen, teilweise auch kritische wie zur Bio-Landwirtschaft und der Flächennutzung. Zwischen den Referenten und den Teilnehmenden entstand so eine rege Diskussion.

  • Cuno-Berufskolleg II
  • Europäische Kommission
  • Europäischer Grüner Deal
  • Die EU erklärt
  • Die Europäische Union - Was sie ist und was sie tut
  • Infomaterial beim EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen kostenlos bestellen
  • Interesse an einem virtuellen Besuch bei der EU-Kommission? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

EUROPE DIRECT Aachen organisierte einen virtuellen Besuch beim Rat der Europäischen Union für interessierte Bürgerinnen und Bürger. In einem kurzen Vortrag über die Rolle des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Rats konnten die Teilnehmenden vieles lernen und ihre Rückfragen stellen.

21 03 03 Screenshot 300Thomas Brandtner vom Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union begrüßte die zwölf Teilnehmenden und begann seinen Vortrag mit den Vorteilen der Europäischen Union für die Bürgerinnen und Bürger. Anschließend erklärte er den Unterschied zwischen dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Rat.

Im Rat der Europäischen Union, landläufig auch "der Rat" genannt, kommen Ministerinnen und Minister aus allen EU-Ländern zusammen, um Rechtsvorschriften zu diskutieren, zu ändern und anzunehmen. Außerdem koordinieren sie ihre Politikbereiche. Alle auf den Ratstagungen anwesenden Minister sind befugt, "für die Regierungen der von ihnen vertretenen Mitgliedstaaten verbindlich zu handeln".
Zusammen mit dem Europäischen Parlament ist der Rat der Europäischen Union das Hauptbeschlussorgan der EU.

Eine andere Instanz ist der Europäische Rat: Mindestens vier Mal im Jahr kommen die EU-Staats- und Regierungschefs zusammen. Der Europäische Rat legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten der EU fest. Er gehört nicht zu den Gesetzgebungsorganen der EU und erörtert oder verabschiedet daher keine EU-Rechtsvorschriften. Er bestimmt vielmehr die politische Agenda der EU; hierzu nimmt er auf seinen Tagungen jeweils sogenannte "Schlussfolgerungen" zu wichtigen anstehenden Themen und den zu ergreifenden Maßnahmen an.

Zum Abschluss seines Vortrages ging der Referent auf die aktuelle Arbeit der EU ein, wie zum Beispiel dem EU-Haushalt (Next Generation EU), der intensiven Pandemiebekämpfung oder der allgemeinen strategischen Agenda.
Nach dem Vortrag nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen, wobei u.a. die Beziehung der EU zu Russland oder die Impfstoffstrategie diskutiert wurden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Referenten Thomas Brandtner und allen interessierten Teilnehmenden für einen spannenden Austausch.

21 03 01 Joseph Beuys Gesamtschule 1Schülerinnen und Schüler im Austausch mit Sabine Verheyen

Heute tauschten sich 13 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehrkräfte der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve virtuell mit dem Mitglied des Europäischen Parlaments Sabine Verheyen aus.
EUROPE DIRECT Aachen begleitete die Veranstaltung.

Sabine Verheyen stellte ihren Werdegang und ihre Schwerpunkte in der parlamentarischen Arbeit vor. Eine Einführung in die Aufgaben und Funktionen des Europäischen Parlaments erhielten die junge Leute bereits in der letzten Woche bei einer Vorläuferveranstaltung.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler waren breit gestreut und wurden von Sabine Verheyen ausführlich beantwortet.
Es waren Themen wie "Wie kann die EU sich einsetzen für Schülerinnen und Schüler?", "Was halten Sie von Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums, die wegen der Pandemie wieder eingeführt wurden?", "Wie kann man den kulturellen Austausch zwischen den EU-Ländern während der Pandemie wieder beleben und fördern?" und "Welche Tipps haben Sie für die Vernetzung von Schulen innerhalb Europas, um eines Tages Europaschule zu werden?", welche die jungen Menschen bewegten.

21 02 24 Beuys Gesamtschule 1Jugendliche haben das EU-Parlament virtuell besucht

Unter Begleitung von EUROPE DIRECT Aachen besuchten heute 13 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehrkräfte der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve das Europäische Parlament. Wegen der Pandemie fand der Besuch virtuell per Videokonferenz statt.

Als erster Referent war das Mitglied im EU-Parlament Daniel Freund zugeschaltet. Er stellte seinen Werdegang und seine Schwerpunkte in der parlamentarischen Arbeit vor. Er berichtete, dass das EU-Parlament im Oktober 2019 seine Kontrollfunktion wahrnahm und drei vorgeschlagene EU-Kommissar*innen ablehnte.

21 02 24 Beuys Gesamtschule 2Die Fragen der Schülerinnen und Schüler waren breit gestreut und wurden von Daniel Freund ausführlich beantwortet.
Es waren Themen wie "Wie stark hat die Pandemie die EU verändert?", "Wie steht es mit der Meinungsfreiheit für national-konservative Meinungen?", "Wie ist der Stand bei Gleichberechtigung und Diversität in der EU?" und "Sollte die EU-Impfstoffststrategie um den russischen Impfstoff erweitert werden?", welche die jungen Menschen bewegten.

Im Anschluss erläuterte Albrecht John als Referent vom Besucherzentrum des EU-Parlaments die Aufgaben und Kompetenzen des Parlaments. Aus organisatorischen Gründen kam sein Beitrag erst an zweiter Stelle.

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