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Video: Wahlen in den Niederlanden

ED-Aktuell 12. März 2017

'Europe at eye level'

Am Mittwoch sind in den Niederlanden Wahlen - da waren wir gespannt was die Bürger sagen. Gestern waren wir in Maastricht und haben Bürger einige Fragen gestellt.
Gehen sie wählen? Meinen sie, es hat Einfluss auf Europa? Und was würden sie den Regierenden mal gerne sagen?

Alle Videos unter: www.eyelevel.europedirect-aachen.de

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Video: Let's talk Brexit

ED-Aktuell 10. März 2017

'Europe at eye level'

Was sagen junge Menschen in ganz Europa über #Brexit? Ist dies das Ende der Europäischen Union? Wie haben die Medien in den verschiedenen Ländern darüber berichtet?

Alle Videos unter: www.eyelevel.europedirect-aachen.de

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Einladung: Schmuggelvortrag im Grashaus am 15.03.

ED-Aktuell 09. März 2017

14 03 12 zoelleAachen liegt an der Grenze zu zwei Nachbarländern, Belgien und den Niederlanden. Anders als heute gab es dort früher Drahtzäune, Schlagbäume und Zollkontrollen. In den 1930er bis 1950er Jahren war das Aachener Grenzgebiet eine Drehscheibe des Schmuggels. Viele Menschen versuchten die Grenzen "schwarz" zu überqueren, um sich im Nachbarland unter anderem mit preiswerteren Lebens- oder Genussmittelnmittel wie Kaffee, Kakao oder Tabak einzudecken.

Mehrmals entstanden Reportagen, Dokumentar- und Spielfilme über das Unterlaufen der Grenzkontrollen. Die wichtigsten dieser Filme enthalten Appelle für eine Überwindung der Grenzen.

Dr. Thomas Müller, Leiter des Zollmuseums Aachen, beleuchtet in seinem Vortrag im Grashaus „Gegen die Grenze – Schmuggelfilme und Europadiskurs im Aachener Grenzland“ die Filme und stellt den illegalen Grenzübertritt, den Bewohner an der Grenze massenhaft praktizierten, in den Kontext der europäischen Einigung.

  • Wann? Mittwoch. 15. März, 19:00 Uhr
  • Wo? Grashaus, Fischmarkt 3, 52062 Aachen
  • um Anmeldung wird gebeten: +49 241 432-4998 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Pressemitteilung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Schmuggelvortrag-Grashaus

Animate Europe Workshop: Europas Zukunft zeichnen

ED-Aktuell 08. März 2017

Europa und Menschen Zeichnung 300„Comics“, „Mangas“, „Graphic Novels“, die Bezeichnungen sind fast so vielfältig wie die Gattungen und Formate, die sich mit der Verbindung von Texten und Bildern entwickeln lassen. Die Bandbreite reicht von lustigen Cartoons und kurzen Strips über Comic-Tagebücher bis hin zu epischen Fantasy-Abenteuern. Obgleich Kinofilme etwa zeitgleich mit dem modernen Comic erfunden wurden und sich beide in ihren Erzähltechniken gegenseitig beeinflusst haben, können Comics auch durch Einzelpersonen und ohne finanziellen Aufwand entstehen.

Die Vertretung der Europäischen Komission in Bonn bietet in Koorperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit e.V. eine ganz besonderen Workshop für Schüler/innen, Studierende und alle, die am Zeichnen und Malen Interessiert sind. Geleitet wird der Workshop von Kilian und Lukas Wilde, die beide 2013 im Finale des Animate Europe-Wettbewerbs standen. Sie führen die Teilnehmer durch das Vokabular der Comic-Ausdruckmittel. Die Teilnehmer entwickeln Schritt für Schritt eigene Figuren, Szenen und Sequenzen und schließlich eine Idee für eine Geschichte. Anhand zahlreicher Beispiele lässt sich schnell sehen: man muss kein Zeichnergenie sein, um etwas aufs Papier zu bringen, das einem unter den Nägeln brennt. Ziel des Workshops ist die Entwicklung der ersten Seite eines eigenen Comics.

Im Rahmen der „Animate Europe“-Projektreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird seit 2013 versucht, die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums "Comic" auszuloten. Dabei wird nach neuen Geschichten und Bildern und unseren Ideen von „Europa“ gefragt. Es zeigte sich, dass Comics ein wunderbares Medium sind um sich niederschwellig mit politischen Themen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Aber wie kommt man eigentlich von der leeren Seite zur Geschichte?

Workshop findet an zwei Terminen statt: Donnerstag, den 6. April und Freitag, den 7. April 2017. Die Teilnahme ist kostenlos Die Anmeldung ist noch bis zum 03. April möglich!

  • Einladung zum Workshop am 6.April
  • Einladung zum Workshop am 7.April
  • Teilnahmebedingungen
  • Website der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Animate-Europe-Workshop

Einladung: Kundgebung 'Pulse of Europe' in Aachen

ED-Aktuell 01. März 2017

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen unterstützt die folgende Initiative:

Überzeugte Europäer/innen und Demokrat/innen müssen jetzt positive Energie aussenden, die den aktuellen Tendenzen entgegenwirkt. Der europäische Pulsschlag.

'Pulse of Europe' ist eine Bürgerinitiative für Europa, die Anfang 2017 entstanden ist und keine parteipolitischen Ziele verfolgt. Jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr finden in immer mehr Städten gleichzeitig friedliche Kundgebungen für den Erhalt Europas statt.

Wir wollen in den Straßen Europas sichtbar und hörbar sein.

Die in Europa wachsende pro-europäische und überparteiische Kundgebung für Europa findet seit dem 5. März 2017 in Aachen auf dem Katschhof statt (bis Mai 2017 jede Woche, danach jeden ersten Sonntag im Monat, außer im Juni 2017). Beginn der ca. einstündigen Veranstaltung ist um 14 Uhr. Die Rednerliste für jeden offen!

Die Veranstaltung startet um 14 Uhr auf dem Katschhof (Rathausseite). Redebeiträge von maximal 3 Minuten länge sind willkommen und können gerne vorab angemeldet werden: https://goo.gl/forms/TnBB5tOnD5a5FUXa2

Bringt Freunde und Verwandte mit. Setzt mit ein Zeichen - auch wenn ihr selber nicht vor Ort sein könnt: Teilen, Teilen, Teilen!

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  • Facebook: https://www.facebook.com/PulseofEurope/
  • Kontakt zum Aachener Team von 'Pulse of Europe': Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Homepage: http://pulseofeurope.eu
  • Interview mit dem Gründer von 'Pulse of Europe' im Deutschlandfunk
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Pulse-of-Europe_Aachen

Video: Marcel Philipp

ED-Aktuell 28. Februar 2017

'Europe at eye level'

Interview mit Marcel Philipp, dem Oberbürgermeister der Stadt Aachen.

Alle Videos unter: www.eyelevel.europedirect-aachen.de

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KWI Essen startet "Praxis Europa"

ED-Aktuell 20. Februar 2017

EU Flagge hinter Weltkugel 300Viel hat sich seit Gründung der Montanunion geändert. Es lässt sich kaum abstreiten, dass diese und ihre Nachfolger bis hin zur Europäischen Union das Leben von Millionen von Menschen geprägt haben und viele Errungenschaften der EU heute für junge (und alte) Menschen in Europa selbstverständlich geworden sind.

Reisefreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit, der Wegfall der Zollgrenzen sind nur einige wenige Beispiele. Aber: es ist nicht mehr der politische Narrativ der Gründergeneration, der die EU zusammenhält, sondern vielmehr "die Tatsache, dass Europa längst eine (bewusste oder unbewusste) Dimension von Lebensentwürfen geworden ist", so das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) Essen.
Im Rahmen der Thementage "Erfindung Europa" stellte Claus Leggewie, Leiter des KWI, am 17. Februar die neue Initiative des KWI, Praxis Europa, vor.

In Zeiten des grassierenden Populismus, der Idee starker Nationalstaaten und dem Vorpreschen autoritärer Nationalisten muss sich Europa fragen: wie machen wir weiter? Welche Strategien können angewandt werden, diesen Entwicklungen, die massive Auswirkungen auf vor allem die Menschen hat, die mit einem geeinigten Europa aufgewachsen sind, aufzuhalten?

Praxis Europa ist ein Zusammenschluss verschiedener Menschen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft die sich diesen und weiteren Fragen und Problemen stellen wollen.
Die Revitalisierung Europas steht im Mittelpunkt. Dafür hat sich die Initiative selbst sechs Praxisfelder gesetzt. In diesen geht es um eine bürgerschaftliche Erneuerung der EU oder um die Auseinandersetzung damit, wie man Europa sozialer und gerechter gestalten kann. Die Themenfelder im Detail sind:

  1. Transnationale Demokratie: Erneuerung der EU auf bürgerschaftlicher Ebene
  2. Neuer europäischer Gesellschaftsvertrag: Neudenken der EU abseits vom neoliberalen Wirtschaftsverständnis
  3. Das kosmopolitische Europa: Konvivalität und Solidarität zwischen neuen und alten EU-Staaten
  4. Globale Kooperation: Auseinandersetzung mit "globalen Menschheitsaufgaben", insbesondere dem Klimawandel
  5. Digitale Agenda à l'européenne: Vorschläge für eine menschenfreundliche und sozialverträgliche Digitalisierung
  6. Erasmus II: kosmopolitische Bildungsmöglichkeiten in Schule, Hochschule, Beruf und Alltag

In allen sechs Bereichen legt Praxis Europa einen besonderen Schwerpunkt auf die Bürger, auf ein soziales Europa, auf Solidarität, ein Handeln im Sinne globaler Menschheitsaufgaben und auch das Zusammenkommen der Bürger in Europa.

Praxis Europa ist kein Aktionsbündnis, sondern arbeitet an verschiedenen europäischen Orten in verschiedenen Formen als "Europa-Salon" oder Ideenschmiede, es soll ein Denk-Raum sein.

Praxis Europa möchte jährlich eine Konferenz abhalten, die erste soll vom 20. bis 22. Oktober 2017 in Salzburg stattfinden.

  • Quelle: KWI Essen / Praxis Europa
  • Homepage des KWI Essen
  • Homepage "Praxis Europa"
  • Kontakt und Mitmachen
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/PraxisEuropa

Neue Chance: Wettbewerb "On y va - auf geht´s - let´s go!"

ED-Aktuell 14. Februar 2017

Logo On y va 300Die Robert Bosch Stiftung und das Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg schreiben den Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“ aus. Erneut gibt es die Möglichkeit, eine Förderung in Höhe von 5.000€ zu erhalten. Gesucht werden Teams bestehend aus drei Partnern – einem deutschen, einem französischen und einem aus einem dritten EU-Mitgliedsstaat, die gemeinsam ein gemeinnütziges Austauschprojekt organisieren.

Sie planen ein gemeinnütziges, transnationales Austauschprojekt? Sie beabsichtigen eine Zusammenarbeit mit einem Team, bestehend aus drei Partnern (Deutschland, Frankreich + weiteres EU-Land)? Sie können die Kosten Ihres Projekts abschätzen, sind aber noch auf der Suche nach einer Fördermöglichkeit?

Dann sind Sie genau richtig bei unserem Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“.

Mit dem Ideenwettbewerb soll zivilgesellschaftliches Engagement innerhalb Europas und die Arbeit zugunsten des Gemeinwohls unterstützt werden. Dabei geht es zunächst um ein Zeichen der Anerkennung dieses Engagements. Gleichzeitig werden die Projektträger aber auch ermutigt, ihre Arbeit in einem europäischen Umfeld mit Partnern weiterzuentwickeln und auszubauen. Die eigene Horizonterweiterung ist dabei ebenso wichtig wie die Schaffung von neuen Kontakten, die dauerhaft genutzt werden können und sollen.

Da zivilgesellschaftliches Engagement häufig isoliert abläuft, wird die Möglichkeit gegeben, von Erfahrungen früherer und aktueller Projekte zu profitieren, Kontakte zu ehemaligen Verantwortlichen und Teilnehmern zu knüpfen und dann auch selbst Teil eines Netzwerks zu werden. In den nächsten zwei Jahren werden bis zu 24 Projekte mit jeweils maximal 5.000 Euro unterstützt.

Bewerbungsschluss ist der 31.03.2017.

  • Teilnahmebedingungen
  • Bewerbung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/on-y-va-17

Stöbern Sie: Infomaterialliste wieder aktuell

ED-Aktuell 13. Februar 2017

15 02 11 Grashaus Infomaterial 3Jetzt wieder aktualisiert: Das Material des EUROPE DIRECT Büros Aachen. Stöbern lohnt sich insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer, denn viele Materialien sind auch im Klassensatz verfügbar!

Es ist manchmal nicht so einfach zu verstehen, wie die Europäische Union funktioniert, welche Vorteile sie bietet und in welchem Bereichen sie Kompetenzen hat. Hier will EUROPE DIRECT Abhilfe schaffen und bietet umfängliches Informationsmaterial an. Von A wie "Ausbildung International" bis Z wie "Zukunft der Europäischen Union" - für alle möglichen Themenbereiche bietet EUROPE DIRECT die passenden Materialien an. Besonders viel gibt es auch für Menschen zu entdecken, die gerne ins Ausland möchten: nicht nur unsere eigene Broschüre: "Wege ins Ausland", vermittelt einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, im Ausland zu studieren, ein Praktikum zu absolvieren oder sogar dauerhaft dort zu arbeiten, zahlreiche andere Hefte, Flyer und Informationsblätter geben gute Einblicke in die vielfältigen Optionen ins Ausland zu gehen.

In Form von Broschüren, Flyern, Postern, Heften, etc. sind zahlreiche Informationen im Grashaus, Fischmarkt 3, kostenlos verfügbar. Um Ihnen auf der Internetseite einen guten Überblick über den Bestand zu verschaffen, hat EUROPE DIRECT Aachen jetzt die Listen des verfügbaren Informationsmaterials aktualisiert.

Besonders Erzieher/Erzieherinnen und Lehrer/Lehrerinnen erhalten hierbei durch die zusätzlichen Übersichtsdokumente für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen eine speziell auf die entsprechende Altersstufe der Kinder und Jugendlichen zugeschnittene Auswahl an Materialien. So bietet EUROPE DIRECT bspw. Kopiervorlagen für die Grundschule oder ein Wissensmagazin für Jugendliche mit passendem Begleitheft für die Lehrer an.

Schauen Sie rein - Stöbern lohnt sich!

  • Material im EUROPE DIRECT Büro Aachen
  • Materialien für Kindergärten (PDF)
  • Materialien für Grundschule (PDF)
  • Materialien für die weiterführenden Schulen (PDF)
  • weitere Informationen zum Bestandweitere Informationen zum Bestand

Einladung: Vortrag 'Europa ohne England?' am 03.05.

ED-Aktuell 13. Februar 2017

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Schwabe

Jean MonnetEuropa ohne England?
Jean Monnet und die Gründung der Europäischen Gemeinschaft.

Der Franzose Jean Monnet, einer der "Gründerväter" Europas, verehrte Großbritannien so sehr, dass er 1940 nach der deutschen Besetzung Frankreichs zusammen mit Churchill eine Verschmelzung beider Länder forderte. Trotzdem schloss er England 1950 aus seinem europäischen Einigungswerk aus und befürwortete einen britischen Beitrittsantrag erst 1961, dann aber mit allem Nachdruck gegen den erbitterten Widerstand de Gaulles.

Der britische Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) erfolgte erst 1973 und veranlasste Monnet, sein Europaprojekt zu verändern. Der Vortrag von Klaus Schwabe möchte die Ursachen und die gegenwärtige Bedeutung schildern, welche die scheinbar so widerspruchsvolle Englandpolitik des "Vaters von Europa" erklären.

Prof. Dr. Klaus Schwabe war von 1980 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 Professor für Neuere Geschichte an der RWTH Aachen. Er beschäftigt sich insbesondere mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen und der europäische Einigung. Im Nomos-Verlag ist im Jahr 2016 sein Buch "Jean Monnet - Frankreich, die Deutschen und die Einigung Europas" erschienen. Mit dieser ersten längeren deutschsprachigen Biographie bringt Schwabe dem Leser das gedankliche Konzept und den geschichtlichen Hintergrund von Monnets politischer Leistung beim Aufbau eines vereinten Europas nahe.

  • Mittwoch 03.05.2017
    von 19:00 bis ca. 20:30 Uhr
  • Centre Charlemagne (Auditorium)
    Katschhof, 52062 Aachen
  • Eintritt frei,
    eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Initiative Europäische Horizonte, dem EUROPE DIRECT Informationsbüro der Stadt Aachen und der Karlspreisstiftung. Sie ist Teil des Rahmenprogramms zur Verleihung des diesjährigen Internationalen Karlspreises an Timothy Garton Ash.

  • Europäische Horizonte
  • EUROPE DIRECT Aachen
  • Karlspreisstiftung
  • Buch von Klaus Schwabe
  • Facebookveranstaltung
  • Kurzlink auf diese Veranstaltung: http://bit.ly/Monnet_Europa

Einladung: 'Wo stehen die Niederlande nach der Wahl?' am 03.04.

ED-Aktuell 13. Februar 2017

Flagge NiederlandeWo stehen die Niederlande nach der Wahl?

Die Niederlande haben gewählt: Dem Rechtspopulisten Geert Wilders ist es bei den Wahlen am 15. März nicht gelungen stärkste Kraft zu werden. Amtsinhaber Mark Rutte triumphiert trotz Verlusten. Die Sorge war und ist, dass diese und die anstehenden Wahlen in Europa, unter anderem in Frankreich und Deutschland, große Auswirkungen auf die EU-Politik haben können.

Wie ist nun die Situation nach den Parlamentswahlen? Was bedeutet das Wahlergebnis für die Niederlande und welche Auswirkungen auf die EU und ihren zukünftigen Kurs wird es haben?

Diese und weitere Fragen werden am Montag 03.04. um 19 Uhr im Grashaus beim Vortrag des Historikers und Politikwissenschaftlers Siebo Janssen näher beleuchtet. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. Politische Theorie und Europapolitik. Daneben wird Jochen Leyhe die Veranstaltung moderieren.
Der Eintritt ist frei!

  • Montag, 03.04.2017
    um 19.00 Uhr
  • Grashaus,
    Fischmarkt 3, 52062 Aachen
  • Eintritt frei!
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Niederlande_Wahl 
  • Facebookveranstaltung

Weiter führende Internetlinks:

  • Die Tagesschau am 07.02. über Rechtspopulist Wilders
  • Die Niederlande als EU-Mitgliedsland
  • Vortrag: Niederländische Ratspräsidentschaft in turbulenten Zeiten
  • Niederlande übernehmen im Jan. 2016 EU-Ratspräsidenschaft
  • Die Wahl in den Niederlanden 2012
  • Die Wahl in den Niederlanden 2017

Einladung: 'Arbeitnehmerfreizügigkeit - ein Leben in sozialer Unsicherheit?' am 06.03.

ED-Aktuell 10. Februar 2017

berufe 200Arbeitnehmerfreizügigkeit - ein Leben in sozialer Unsicherheit?
Ein Infoabend bei der VHS Aachen

Für Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen als acht neue EU-Mitglieder gilt seit dem 1. Mai 2011 die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit. Am 1. Januar 2014 sind Rumänien und Bulgarien hinzugekommen.

In den letzten Jahren sind die Beschäftigungsbedingungen dieser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer schlechter und unfairer geworden, sie ermöglichen ihnen oft kein Leben in sozialer Sicherheit. Besondere Probleme hinsichtlich der Einhaltung und Durchsetzung fairer Beschäftigungsbedingungen bestehen in der Leiharbeit, bei der in allen Branchen praktizierten Entsendung von Beschäftigten mittels Werkverträgen sowie bei der (Schein-)Selbständigkeit der Zugewanderten.

Die Referierenden arbeiten bei Arbeit und Leben DGB/VHS NRW im Beratungsprojekt "Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten".

  • Datum: Montag 06.03.2017
  • Uhrzeit: 19:00 bis 21:00 Uhr
  • Kursleitung: Catalina Guia
  • Ort: VHS Aachen, Peterstraße 21-25, 52062 Aachen, Raum 214
  • Entgelt: Eintritt frei
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Arbeitnehmerfreizuegigkeit

Bitte melden Sie sich aus organisatorischen Gründen an.

  • Infos und Online-Anmeldung
  • Auskünfte erteilt: Dr. Nicole Ehlers, Telefon: 0241 - 4792-121

Einladung: Workshop 'Wie Sie Populisten die Stirn bieten können' am 22.03.

ED-Aktuell 09. Februar 2017

Europa und Menschen Zeichnung 300Informationen und Strategien zum Thema Populismus:
"Wie Sie Populisten die Stirn bieten können"

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen bietet zusammen mit der Fontys International Business School in Venlo einen kostenlosen deutschsprachigen Workshop an. Leider ist der Anlass sehr aktuell.

Viele Bürger schauen erschreckt in die Vereinigten Staaten, nach Italien oder in andere europäische Staaten, in denen populistische Politiker einen Wahlsieg nach dem anderen feiern können. Andere freuen sich darüber, dass selbsternannte "Volksversteher" angetreten sind, um die etablierten Parteien das Fürchten zu lehren. Doch wie lässt sich der Erfolg der populistischen Parteien erklären? Und ist Populismus grundsätzlich etwas Schlechtes?

In der aktuellen Diskussion über wirksame Strategien gegen den Populismus werden zwei wichtige Aspekte, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, übersehen: die Rolle der Gefühle und die Rolle der Sprache. Die propagierten Rezepte "Schweigen", "Fakten-Check" und "Informieren und Erklären" sind nur in Ausnahmefällen erfolgreich. Im aktuellen Klima des Misstrauens verschärfen mehr Informationen das Misstrauen nur noch weiter. Schweigen wird dagegen als Eingeständnis fehlender Antworten auf die Fragen der Zeit (miss-) verstanden. Was hilft wirklich gegen populistische "Menschenfängerei"? Und welche sprachlichen und rhetorischen Techniken müssen eingesetzt werden?

Junge Leute 300Im Rahmen des Workshops erhalten die Teilnehmenden einen ersten Überblick über die aktuellsten Erkenntnisse einer Studie zum Umgang mit Populismus: Wie funktioniert er? Welche psychologischen "Tricks" verwenden populistische Parteien? Und wie kann man sich am besten dagegen wehren?
Die Studie wird seit einiger Zeit im Rahmen der Forschungsgruppe Fontys Crossing Borders durchgeführt.

Im zweiten Teil des Workshops überlegen die Teilnehmenden im Rahmen eines Innovationsworkshops, wie sie diese Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umsetzen können.

Der Referent:
Der gebürtige Rheinländer, Dr. Sven Pastoors arbeitet als Dozent für Nachhaltige Innovationen und Europarecht an der Fontys International Business School in Venlo. Zudem ist er freiberuflich auch für das Referat Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestags und das Team Europe der Europäischen Kommission tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem politische Kampagnenführung und nachhaltige Entwicklung.

  • Fontys International Business School

Die Rahmendaten:

  • Zeit: Mi. 22.03.2017,
    von 18:30 bis 21:30 Uhr
  • Ort: Grashaus,
    Fischmarkt 3, 52062 Aachen
  • Teilnehmeranzahl: max. 30
  • Teilnahmegebühr: kostenlos
  • Anmeldefrist: bis 15.03.2017
  • Anmeldung unter Angabe von Name, Alter und E-Mail-Adresse an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Facebook-Veranstaltung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Populismus-Workshop

Entdecken Sie die Europäische Union - Das Quiz für junge Menschen

ED-Aktuell 01. Februar 2017

jungeleute2 300Ihr wollt Euer Europa-Wissen testen? Sie wollen ihren Schülern die Europäische Union auf interaktive Weise näher bringen?

Dann ist das Quiz "Entdecken Sie die Europäische Union" genau das Richtige!

Das Quiz der Europäischen Union soll jungen Menschen einen schnellen und informativen Überblick über die Funktionsweise der EU und ihren Aufgaben geben. Es kann jederzeit gespielt werden, egal ob unterwegs auf dem Smartphone oder als Teil des Unterrichts in der Schule.

Das Quiz ist in vier Kapitel mit jeweils 12 Fragen unterteilt, die man alle direkt hintereinander oder auch seperat spielen kann. Die Themenbereiche befassen sich mit den Fragen: Was ist die EU? Wie funktioniert die EU? Was bringt uns die EU? Und wie sieht die Tagesordnung der EU aus?

  • Entdecken Sie die Europäische Union - das Quiz für junge Menschen
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/EU-Quiz_jungeMenschen

Jugendkarlspreis - Anmeldefrist verlängert!

ED-Aktuell 30. Januar 2017

Die Anmeldefrist für den diesjährigen Europäischen Karlspreis für die Jugend ist verlängert worden. Bis zum 20. Februar haben Kandidaten noch die Gelegenheit an dem Wettbewerb für die Auszeichnung teilzunehmen. Die Einreichung von Projektvorschlägen ist einfach und unkompliziert.

Der Europäische Jugendkarlspreis wird seit 2008 gemeinsam vom Europäischen Parlament und Karlspreisstiftung in Aachen an Projekte von jungen Menschen zwischen 16 und 30 Jahren vergeben, die einen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen europäischen Ländern leisten.

Die Gewinnerprojekte sollten Vorbilder für Jugendliche aus ganz Europa sein und praktische Beispiele für das Zusammenleben von Europäern als eine Gemeinschaft anbieten. Hierzu zählen z.B. Jugendaustauschprogramme, künstlerische Projekte und Internetprojekte mit europäischer Dimension.

Das beste Projekt wird mit 7 500 EUR prämiert, der zweite Preis ist mit 5 000 EUR und der dritte Preis mit 2 500 EUR dotiert. Im Rahmen des Preises werden die drei Preisträger auf europäischer Ebene zu einem Besuch beim Europäischen Parlament eingeladen. Zur feierlichen Verleihung des Jugendkarlspreises im Mai 2017 werden Vertreter der besten Projekte aus allen 28 Mitgliedstaaten zu einem insgesamt viertägigen Aufenthalt nach Aachen eingeladen.

Die Gewinner 2016

Der erste Preis ging 2016 an das Projekt InteGREAT aus Italien. Den zweiten Platz gewann das griechische Projekt „Searching for Charlemagne“. Dritplatziert war das britische Projekt „Young European Council (YEC)“.

  • Website des Jugendkarlspreis
  • Weitere Infos und Anmeldeformulare in 24 Sprachen
  • Teilnahmeregeln
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Jugendkarlspreis_2017

Europa ruft - Diskussionstisch in Aachen ist ausgebucht

ED-Aktuell 30. Januar 2017

Für den "Europa ruft" - Diskussionstisch am 18.02.2017 in Aachen gibt es keine freien Plätze mehr!

Anlässlich des 25 jährigen Jubiläum des Vertrags von Maastricht werden 30 Teilnehmer darüber diskutieren, was die Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren verändert hat. Gerade jetzt muss auch ein kritischer Blick auf Europa geworfen werden und darauf, was es für das Wohnen, Arbeiten und Leben in der Euregio bedeutet. In 25 Jahren hat sich immerhin einiges verändert.

Video: Ernst M. Schmachtenberg

ED-Aktuell 28. Januar 2017

'Europe at eye level'

Der Startschuss für das neue Videoprojekt fiel am 28.01.2017 mit dem Interview des Rektors der RWTH Aachen, Ernst M. Schmachtenberg.
Im ersten Kurzvideo spricht der Rektor über seinen Schüleraustausch in Frankreich und den Kontrast zum Austausch mit den osteuropäischen Ländern.

Alle Videos unter: www.eyelevel.europedirect-aachen.de

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Einladung: Wie finanziere ich meine internationalen Begegnungsprojekte?

ED-Aktuell 27. Januar 2017

Sie planen eine Jugendbegegnung in Kooperation mit Ihrer Partnerstadt? Ihr Partnerschaftsverein oder Ihre Kommune organisiert im nächsten Jahr das Treffen der Städtepartner? Ihre Freiwillige Feuerwehr plant einen gemeinsamen Einsatz mit den ausländischen Kollegen? Sie wollen ihrer Städtepartnerschaft neues Leben einhauchen?

Oft mangelt es nicht an guten Ideen für Begegnungsprojekte, sondern an der kostspieligen Durchführung.
Das Institut für europäische Partnerschaft und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) veranstaltet daher in Kooperation mit der Stadt Düren am 9. März 2017 ein Seminar zum Thema " Fördermöglichkeiten für Europaprojekte, Städte- und Schulpartnerschaften XL". Verschiedene Stiftungen, Bundesinstitutionen, aber auch EU-Einrichtungen, fördern Projekte, die zu mehr Völkerverständigung und bürgerschaftlichem Engagement beitragen. Bei der Vielzahl der Fördermöglichkeiten ist es schwierig den Überblick zu behalten, daher gibt das Seminar eine Übersicht über Möglichkeiten der Unterstützung und Geldquellen.

Die Veranstaltung ist in zwei Teile gegliedert: Der erste Teil behandelt das EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger " und richtet sich besonders an Träger von Städtepartnerschaften und -freundschaften. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Förderungen vorgestellt, die auch für Bildungseinrichtungen und Vereine nutzen lassen. So sollen, neben dem EU-Austauschprogramm ERASMUS+, auch andere Fördermöglichkeiten auf Bundes- und auf Stiftungsebene im Bereich der internationalen Zusammenarbeit vorgestellt werden.

  • Einladung zur Förderverantstaltung
  • Mehr Informationen über das IPZ
  • Das EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger"
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Einladung_IPZ

Vertiefung der Europäischen Zusammenarbeit an der Deutsch-Limburgischen Grenze

ED-Aktuell 26. Januar 2017

Die Deutsch-Niederländische Gesellschaft zu Aachen (DNG) ist ein Verein niederländischer und deutscher Bürger, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden im Grenzgebiet der Euregio Maas-Rhein zu vertiefen. Seit 1971 setzt sich der Verein für grenzüberschreitende Kontaktpflege und länderübergreifenden Meinungsaustausch ein.

Aufgrund der aktuellen politischen Situation Europas sei es wichtiger denn je, dass die Bürger der Grenzregionen mit Leidenschaft und Kreativität zusammenleben und -arbeiten.
Bei ihrem alljährlichen Wittemer Gespräch hat die DNG am 4. und 5. März 2016 die Resolution „Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit an der Limburgisch-Deutschen Binnengrenze“ verfasst. In ihr wurden 33 Ideen und Wünsche formuliert, die zu mehr wirtschaftlicher und soziokultureller Zusammenarbeit in der Grenzregion führen sollen. Ziele der Resolution sind unter anderem:

  • mehr grenzüberschreitende Demokratie
    Bürgerinnen und Bürgern im Grenzgebiet zwischen Limburg und Nordrhein-Westfalen sollen mehr politische Rechte bekommen und auch an demokratisch gewählten Organen partizipieren können. Bürger die fünf Jahre im anderen Land gelebt haben, sollen das aktive und passive Wahlrecht für beide Länder bekommen.
  • intensivere grenzüberschreitende kommunale Zusammenarbeit
    Jede Gemeinde in der Grenzregion soll mit einer anderen Grenzgemeinde zusammenarbeiten, in dem sie zum Beispiel einen "Städtebund" bilden oder auch Schulunterricht in der anderen Landessprache anbieten soll.
  • grenzüberschreitendes Arbeiten und Wohnen
    Es soll eine bessere Koordinierung und mehr Beratungen für Grenzarbeiter und Grenzbewohner geben. So sollen Grenzarbeiter sowohl vom Wohnstaat, als auch vom Beschäftigungstaat gleichbehandelt werden.
  • Förderung der euregionalen Identität und soziokulturellen Kohäsion
    Die Landesgrenze soll nicht mehr als Trennung, sondern als Linie der Nachbarschaft angesehen werden. Um die Überschreitung der Grenze einfacher zu machen, soll unter anderem das „SchönerTagTicket NRW“ auch in der niederländischen Grenzregion gelten.
  •  grenzüberschreitender öffentlicher Nah- und Fernverkehr
    Es soll eine Verbesserung des Personenverkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb der grenznahen Regionen (Euregios) stattfinden.
  • Ausbau der euregionalen Kompetenzen in Schule und Lehre
    Um die Verständigung zwischen beiden Ländern zu verbessern, sollen alle Schulen in der niederländisch-deutschen Grenzregion die Nachbarsprache als Schulfach anbieten müssen.

Die DNG ruft die Regierungen, die Ministerien für Schule und Bildung, die gesellschaftlichen Organisationen und Vereine auf, diese Ideen und Ziele zu übernehmen, weiter zu ergänzen und zu verbreiten – frei nach dem Motto „Wir lieben Grenzen, um sie zu überwinden“.

  • Homepage der Deutsch-Niederländische Gesellschaft
  • Wittem Resolution der DNG 2017
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/DNG_Resolution

Karlspreis 2017 für Timothy Garton Ash

ED-Aktuell 23. Januar 2017

Mit dem Karlspreis 2017 wird der britische Historiker Timothy Garton Ash wegen seines herausragenden wissenschaftlichen und publizistischen Werks ausgezeichnet, das wertvolle Beiträge zum Selbstverständnis Europas geleistet hat und leistet.

Die besondere Rolle des europäischen Engländers wird betont, der gegen den Brexit argumentierte. Doch vor allem wird sein Einsatz um eine funktionierende Gesellschaft und die Demokratie in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung herausgehoben. Die Preisverleihung wird am Himmelfahrtstag, 25. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden.

Timothy Garton Ash wird mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet. Das haben der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Vorsitzende des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, am 22.01. im Rathaus der Stadt bekanntgegeben. Die Preisverleihung, bei der der renommierte britische Historiker und Publizist für seine Verdienste um die Einheit Europas ausgezeichnet wird, findet am Himmelfahrtstag, 25. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. In einer ersten Reaktion sagte Garton Ash dem Direktoriumsvorsitzenden Linden, dass er sich geehrt fühle und über diese hohe Auszeichnung sehr freue.

Die Begründung des Direktoriums
In der Begründung des Karlspreisdirektoriums heißt es: "In Würdigung seines herausragenden wissenschaftlichen und publizistischen Werks ehrt das Direktorium im Jahre 2017 den Historiker Prof. Timothy Garton Ash, einen überzeugenden und bedeutenden englischen Europäer und europäischen Engländer, der das Vereinigte Königreich zur europäischen Wertegemeinschaft zählt und wertvolle Beiträge zum Selbstverständnis Europas leistet; der gegen den Brexit argumentierte, heute unter dem Ergebnis leidet, aber nicht aufgeben will, für eine enge Bindung des Vereinigten Königreichs und der EU einzutreten."
Oberbürgermeister Marcel Philipp beschrieb Garton Ash, den das Direktorium einstimmig am Samstag gewählt hat, als Historiker, der den europäischen Integrationsprozess nicht nach kurzfristigen oder tagespolitischen Ereignissen bewerte: "Er sieht die Krise vor dem Hintergrund komplexer Zusammenhänge und weist darauf hin, dass unsere Welt durch die digitale Revolution und Vernetzung große Umwälzungen erlebt und dabei die vertraute Ordnung überwunden wird." Garton Ash ist ein weltweit anerkannter Experte für Europäische Gegenwartsgeschichte am St. Antony's College der Universität Oxford.

Für eine offene Debattenkultur und die Verteidigung der Wahrheit
Mit Garton Ash ehre das Karlspreisdirektorium einen Verfechter der Demokratie und ihrer Prinzipien, die besagen, dass eine liberale und offene Debattenkultur sowie die Verteidigung der Wahrheit gegenüber der Lüge in der Kommunikation erhalten bleiben müsse, heißt es in der ausführlichen Begründung.
Direktoriumsvorsitzender Dr. Jürgen Linden hob hervor, dass der britische Historiker Garton Ash "den Populisten und Vereinfachern unserer Zeit die Stirn bietet und Ideen entwickelt, wie wir uns in der globalisierten Welt verhalten sollten". Dabei gebe er wichtige Anstöße für den Erhalt unserer Werte wie Freiheit, Frieden und Demokratie sowie Wahrhaftigkeit, Toleranz, Recht und Selbstbestimmung.
Linden betonte, dass die Gestaltung der gemeinsamen europäischen Zukunft "heute mehr denn je den offenen Dialog braucht", und sie brauche die Beteiligung vieler - der Bürgerinnen und Bürger, der Politik und der Wirtschaft, der Kultur und der Wissenschaft. Für den Karlspreis biete ein Preisträger Garton Ash den Aufbruch zu neuen Debattenformaten und Darstellungsformen.

Geschichtswissenschaft, Journalismus und politische Analyse
Beeindruckt zeigt sich das Karlspreisdirektorium vor allem davon, dass Garton Ash "jener herausragende Grenzgänger zwischen Geschichtswissenschaft, Journalismus und präziser politischer Analyse" sei, der keinesfalls allein in der Historie verbleiben würde. Linden sagte es so: "Er hat schon früh gesagt, wie Europas neue Geschichte erzählt werden könnte. Als eine ehrliche und selbstkritische Darstellung jenes Fortschritts, der uns von den jeweiligen Vergangenheiten hin zu den gemeinsamen Zielen einer gemeinsamen Zukunft führt." Denn klar sei, wie Garton Ash sagt, "dass wir nicht einfach stehen bleiben können. Wenn wir nicht vorwärts gehen, gehen wir rückwärts. Nicht vorwärts, betone ich, zu irgendwelchen idealisierten Vereinigten Staaten von Europa, sondern zu einer praktischen Konstruktion, die stark genug ist, dem Sturm zu widerstehen".
Debatte über die Redefreiheit angestoßen
Garton Ash, der durchaus ein kritischer Begleiter Europas ist, stelle die Frage nach dem Funktionieren der künftigen Gesellschaft. Das Karlspreisdirektorium erinnert in diesem Zusammenhang an eine breite Debatte über die Redefreiheit (http://freespeechdebate.com), die Garton Ash am St. Antony's College in Oxford ins Leben gerufen hat: Wissenschaftliche Einrichtungen und Journalisten, Nichtregierungsorganisationen und Privatpersonen - Teilnehmer aus der ganzen Welt diskutieren seither Konflikte, die aus der Kollision unterschiedlicher Überzeugungen entstehen.
Diese Debatte lieferte dem Historiker den Stoff für sein 2016 unter dem Titel "Redefreiheit" erschienenes Werk, in dem er die liberale Idee der Rede- und Meinungsfreiheit in das 21. Jahrhundert übersetzt und zehn Grundprinzipien der Kommunikation in einer vernetzten Welt vorschlägt. Oberbürgermeister Philipp sagte: "Das ist die hochaktuelle Antwort eines großen Wissenschaftlers auf ,fake news' und Hasspredigten, auf Populismus und Vereinfachung; ein flammendes Plädoyer für die Freiheit des Wortes, den offenen Diskurs."

"Der unbekehrbare englische Europäer"
Dass mit Timothy Garton Ash nun ausgerechnet in den Brexit-Wirren ein "unbekehrbarer englischer Europäer" mit dem Karlspreis ausgezeichnet werde, bezeichneten Linden und Philipp als reizvoll. Für ihn selbst, so zitiert das Direktorium Garton Ash, stellten sich für die nahe Zukunft zwei Aufgaben, die in einem gewissen Spannungsverhältnis stehen: Nachdem sich das britische Volk für den Brexit entschieden habe, wolle er alles daransetzen, "den Schaden für dieses Land zu beschränken. Da wir in bestem Glauben vorhergesagt haben, dass der Brexit katastrophale Folgen haben werde, liegt es nun an uns, sicherzustellen, dass wir nicht Recht behalten." Andererseits müssten alle Europäer aber alles dafür tun, um sicherzugehen, dass die Europäische Union ihre Lektion aus diesem schmerzlichen Rückschlag gelernt habe.
Das Karlspreisdirektorium sieht in Ash, der bereits im Jahre 2013 in Aachen mit der Karlsmedaille für europäische Medien, die "Médaille Charlemagne pour les Médias Européens", ausgezeichnet worden ist, einen "leidenschaftlichen Kämpfer für den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Union". Der Tag des Referendums am 23. Juni 2016 sei "die größte Niederlage seines politischen Lebens" gewesen. Das Direktorium erkennt in Garton Ash "einen Briten, der rein rechtlich gesehen ab 2018 oder 2019 kein EU-Bürger mehr sein, der aber, genau wie Großbritannien immer ein europäisches Land sein wird, komme, was da wolle, immer ein Europäer bleiben" werde.

"Mit Leidenschaft und intellektueller Schärfe"
Fazit des Karlspreisdirektoriums in seiner Begründung: "Mit dem Historiker und Publizisten Prof. Timothy Garton Ash ehrt das Direktorium einen herausragenden englischen Wissenschaftler, der mit Leidenschaft und intellektueller Schärfe den Weg der Europäischen Union begleitet und kommentiert und der der Gemeinschaft auch gedankliche Tiefe gibt. Mit seinem wissenschaftlichen und publizistischen Werk gibt Timothy Garton Ash bedeutende Anstöße, den Herausforderungen einer globalen und vernetzten Welt mit Prinzipien zu begegnen, die auf zutiefst europäischen Werten basieren."

  • Quelle und Foto: Pressemeldung der Stadt Aachen
  • www.karlspreis.de
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Karlspreis-2017

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