Informationsabend zur Geldpolitik in Europa: 'Wie stabil ist der Euro?'
Im Verlauf der Jahres 2010 geriet die Stabilität der Europäischen Währungsunion in Gefahr. Die bestehenden Mechanismen zur Krisenvermeidung schienen nicht zu wirken. Diskutiert wird, ob die Probleme wirklich allein durch defizitäre Staatshaushalte entstanden und ob neue Sanktionsregelungen für überschuldete Staaten, eine geregelte Insolvenzordnung und die Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds erforderlich sind.
Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen lud heute im Rahmen des Karlspreis-Rahmenprogramms den Wirtschaftsexperten Prof. Dr. Ansgar Belke ein. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik an der Uni Duisburg-Essen und Forschungsdirektor Internationale Makroökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin. Er ist Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Europäische Integration, gehört zur EZB-Beobachtergruppe „ECB Observer" und ist Gutachter z.B. für die Europäische Kommission und das Europäische Parlament.
Prof. Belke erläuterte den 60 Gästen im Ratssaal der Stadt Aachen die wichtigsten Grundlagen und Zusammenhänge des Euro-Geldmarktes und griff aktuelle Fragestellungen aufgreifen auf, z.B.: Wie funktioniert der Euro-Rettungsfonds, der ab 2013 den vorläufigen Euro-Rettungsschirm ablösen wird? Was kostet uns diese neu abgesicherte Währungsunion? Wie kann die Unabhängigkeit und Reputation der Europäischen Zentralbank sichergestellt werden? War die D-Mark stabiler als der Euro?
Die vielfältigen Fragen aus dem Publikum wurden von Prof. Belke unter Moderation von EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel ausführlich beantwortet, sogar noch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung. Ein Infotisch von EUROPE DIRECT mit zahlreichen kostenlosen EU-Materialien zum Euro und zur EU-Wirtschaft rundete den gelungenen Abend ab.
Veranstaltung
Referent Prof. Ansgar Belke
- aktuelle Meldungen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität Duisburg-Essen
- Presseschau des DIW Berlin
- FAZ: 'Als letzter Ausweg droht Inflation' (26.01.2011)
- Die Welt: 'Griechenland droht ein Teufelskreis' (10.05.2011)
- Wirtschaftswoche: 'Wechselkurs: Schmerzgrenze für deutsche Exporte bei 1,55 Dollar' (07.05.2011)
Institutionen der EU und des Bundes
- Europäische Zentralbank
- EU-Kommission: Überblick Wirtschaft und Währung
- EU-Kommission: Pressedossier Finanzkrise - die europäische Reaktion
- EU-Nachrichten: Euro-Wirtschaftspolitik (PDF)
- EU-Nachrichten: Finanzmärkte brauchen Regeln (PDF)
- EU-Nachrichten: Euro-Rettungsschirm (PDF)
- EU-Nachrichten: Stabilitäts- und Wachstumspakt (PDF)
- EU-Kommission: Der Euro
- EU-Kommission: Wirtschaft und Finanzen
- EU-Kommission: Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Bundesfinanzministerium: Stabilisierung des Euro
- Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Euro-Währungsunion

„Wir in Europa – Europa in uns“
Bürgermeister Christoph von den Driesch stellte die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion vor. Gemeinsam mit den beiden Generalkonsulen der Republik Frankreich und Rumänien, Hugues Nordi und Vlad Vasiliu, dem Honorarkonsul des Königreichs der Niederlande, Prof. Dr. Helmut Breuer, dem Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt und seinen beiden Amtskollegen aus den Partnerstädten Plérin und Bistritz, Jean-Marie-Benier und Ovidiu Teodor Cretu nahm er Stellung zu dem vielschichtigen Thema Europa und seiner Wahrnehmung in der Bevölkerung.
Die Podiumsteilnehmer beziehen nach der anschaulichen Darstellung durch den Honarkonsul Stellung zu der derzeitigen Akzeptanz von Europa in der Bevölkerung und den Problemen und erforderlichen Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunft. In der anschließenden Fragerunde beschäftigten die anwesenden Schüler der Europaschule und des Gymnasiums Herzogenrath Fragen wie: „Welche Vorteile hat der Euro? Wie steht es um die Sicherheit Europas seit dem Tod Bin Ladens? Gibt es Pläne für eine europaweite Abschaffung von Atomkraftwerken?
Rhein-Maas-Gymnasium informiert sich über Europa
Die Themen der Infoveranstaltung waren Entstehung, Hintergründe und aktuellen Aufgaben und Herausforderungen der EU, die Herr Brömmel zielgruppengerecht und mithilfe mehrerer Multimedia-Elemente erläuterte. Dabei waren die jungen Schülerinnen und Schüler durch Lehrer Marcel Beaumart bereits sehr gut vorbereitet, was an einer NRW-Europaschule mit bilingualem deutsch-französischem Zug auch zu erwarten war.
eTwinning Informationsveranstaltung in Aachen
Vortrag über Migranten in der postsouveränen Nation
Erster Vortrag in der Reihe zur Multikulturalität
Nach einer Begrüßung und Einleitung von Aachens Bürgermeister Björn Jansen betonte Prof. Richter zu Beginn vor etwa 50 Gästen, dass das Multikulturalitätskonzept oft nicht richtig rekapituliert werde. Die Auffassung, dass gesellschaftliche Homogenität erreicht werden müsse und nur auf diesem Weg eine Integration möglich wäre, sei schlicht und einfach falsch: Das Individuum müsse sogar Andersartigkeit erfahren, denn nur so könne es sich selbst wahrnehmen und Mitglied einer Gemeinschaft werden. Als Stichwort nannte Prof. Richter in diesem Zusammenhang die reale Interaktion bzw. öffentliche Anerkennung, die das Bestreben jeder demokratischen Regierungsform sei. Folglich lasse sich Multikulturalität mit demokratischer Praxis verbinden. Nur Demokratie ermögliche die Neuschaffung der gesellschaftlichen Konturen, die sich in Deutschland seit den siebziger Jahren deutlich verändert haben und sich immer wieder neu definieren lassen. Als abschließende Bemerkung kritisiert Prof. Richter die Partizipationsbereitschaft, die bei vielen Migranten zu wünschen übrig lasse: Partizipationsangebote seien vorhanden, auch wenn Erweiterungen und Verbesserungen durchgeführt werden können, man müsse sie jedoch auch wahrnehmen.
Zum Schluss beantwortete Prof. Richter zahlreiche Fragen aus dem Publikum und bekräftigte, dass Begriffe wie Leitkultur oder Nation vielmehr gesellschaftliche Vorstellungen sind und keine konkrete Bedeutung hätten.
Fahrt zum Europafest am 7. Mai in Brüssel ist ausgebucht
Das Rahmenprogramm zur Karlspreisverleihung 2011 wurde veröffentlicht
Einladung zum Informationsabend zur Geldpolitik in Europa: 'Wie stabil ist der Euro?'
Referent des Abends ist der Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Ansgar Belke. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik an der Uni Duisburg-Essen und Forschungsdirektor Internationale Makroökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin. Er ist Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Europäische Integration, gehört zur EZB-Beobachtergruppe „ECB Observer" und ist Gutachter z.B. für die Europäische Kommission und das Europäische Parlament.
Einladung:
Die Veranstaltung informiert über die Bewerbung der Region als Kulturhauptstadt Europas 2018 und bietet Raum für eine Diskussion: Was verbindet uns über die Grenzen hinweg? Was bringt die Region für eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt ein? Welche Erwartungen oder Befürchtungen sind mit der Bewerbung verknüpft?
Die Europäischen Horizonte und das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen laden herzlich ein zu Vorträgen und Diskussion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Informativer und unterhaltsamer Abend bei INCAS
EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel informierte in einem Vortrag über Anfänge, Strukturen, Aufgaben und Herausforderungen der EU und führte dabei erläuternde kurze Videos vor. Da viele Gäste aus Nicht-EU-Ländern dabei waren, erläuterte er auch Unterschiede der EU im Vergleich mit den USA und der UN.
Beim großen Infostand haben sich alle Interessenten mit kostenlosen Broschüren und Postern über die EU versorgt. Abschließend wurden in gemütlicher Atmosphäre kostenlose Snacks aus ganz Europa genossen, zudem wurden bis in den späten Abend lebhafte Diskussionen über Europa geführt.
Informativer und unterhaltsamer Abend bei INCAS am 19.04.2011 um 20:00 Uhr
Preußisch – deutsch – belgisch. Ein Grenzland des 19. Jahrhunderts in der Wahrnehmung von Reisenden und Gästen
Auf dem Weg nach Europa: Exkursion zum Europäischen Parlament Brüssel
In Brüssel nahm die Schülergruppe einen Informationstermin im Europäischen Parlament wahr, wo die erfahrene Referentin Christina Altides vom EP-Besucherdienst die Institutionen der EU und deren spezielle Aufgabenfelder erläuterte. Die interessierten Schüler nutzen die Gelegenheit, Fragen zur Funktions- und Arbeitsweise des internationalen Parlaments zu stellen und zu diskutieren, bevor sie den Plenarsaal des Europäischen Parlaments besuchten.
Bustour zur Tanzperformance nach Hasselt
Meg Stuart veranschaulicht mit ihrer Kompanie Damaged Goods die Turbulenzen der Gegenwart und gewährt ihren Darstellern einen einzigartigen Spielraum für Ausdruck und Unabhängigkeit. Sechs Tänzer verkörpern einen familiären Mikrokosmos, der gleichzeitig ein von Zärtlichkeit umgebundenes Nest aber auch eine grauenvolle Höhle sein kann. Sie erkunden die intimen Beziehungen der Splittergruppe indem sie die Rollen tauschen: sie spielen den Vater, den Sohn, den Geliebten, die Mutter... Die Körper verzerren sich, verrenken sich, während der Putz dieser Fassade einer konventionellen Familie langsam abbröckelt. Eine glänzende, freche und äußerst innovative Tanztheater-Choreografie.
Aachen - Kompetenz und Exzellenz in der Mitte Europas
Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über die Zukunft der europäischen Strukturpolitik nach 2013 nutzte Frau Verheyen die Gelegenheit, ihren Brüsseler Kollegen am Beispiel der Region Aachen aufzuzeigen, wie europäische Gelder im Sinne einer gestärkten regionalen Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt werden, Beschäftigung gefördert und der grenzüberschreitende Zusammenhalt einer Region gestärkt wird. Thomas Hissel gab verwies darauf, dass z.B. über 20 Mio. Euro an Projekte in der Stadt Aachen gingen. Dieser Erfolg ist laut Hissel vor allem auf die strukturwandelnde Kraft der exzellenten Hochschullandschaft vor Ort zurückzuführen. "Die EFRE-Mittel eröffnen Möglichkeiten, die negativen Begleiterscheinungen des tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandels, den die Region in den letzen Jahrzehnten durchlaufen hat, zumindest in Teilen zu kompensieren"
Aktivitäten von EUROPE DIRECT Aachen
Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen