„Uni im Rathaus"- Vortrag und Diskussion zu den Bausteinen des Universums
Professor Dr. Lutz Feld vom 1. Physikalischen Institut der RWTH Aachen hielt heute im Krönungssaal des Rathauses einen Vortrag über "LHC - die Weltmaschine". Veranstalter war der Fachbereich Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen zusammen mit dem Bürgerforum RWTHextern. Die Moderation übernahm EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel.
Worum ging es?
Es gibt Fragen, deren Beantwortung so aufwändig und schwierig ist, dass Wissenschaftler aus ganz Europa und selbst der ganzen Welt zusammenarbeiten müssen, um überhaupt eine Aussicht auf Erfolg zu haben. Hierzu gehört sicherlich die Frage nach den fundamentalen Bausteinen des Universums. Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen der teilchenphysikalischen Forschung haben deshalb Wissenschaftler aus aller Welt den „Large Hadron Collider" (LHC) am CERN in Genf gebaut, in welchem Protonen mit bisher unerreichten Energien zur Kollision gebracht werden können. Teilchenphysiker der RWTH waren am Aufbau der benötigten Detektoren beteiligt und analysieren nun die ersten Kollisionsdaten, die seit November 2009 aufgezeichnet werden.
Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz. Derzeit hat das CERN 20 Mitgliedstaaten, davon 18 EU-Mitgliedsstaaten, zudem die Schweiz und Norwegen. Gastwissenschaftler aus 85 Nationen arbeiten an CERN-Experimenten.
Prof. Feld erläuterte den 180 Gästen sehr anschaulich die Grundlagen der Teilchenphysik und die Funktionsweise und Ziele des LHC. Die sich dem Vortrag anschließende Fragerunde wurde sehr lebhaft von den Zuschauern genutzt, wobei es u.a. um Fragen nach Risiken, der Finanzierung, Weiterentwicklung oder auch um den praktischen Nutzen der Ergebnisse im Alltag ging. Selbst nach der Veranstaltung wurde der Referent noch von fragenden Bürgern umringt.
- Video - CERN in drei Minuten
- Homepage CERN (englisch)
- Homepage "Weltmaschine", über den LHC
- Tagesschau - Fragen und Antworten zum LHC
- Welt der Physik - Häufige Fragen zum LHC
- RWTH - 1. Physikalisches Institut B (Prof. Dr. Feld)
- Stadt Aachen - Stadt und Hochschule
- Stadt Aachen - Uni im Rathaus
- RWTH Aachen - Uni im Rathaus
- RWTHextern

Vortrag für Studieninteressenten
Darüber hinaus präsentiert die Stadt Aachen die Region als hochwertigen Raum zum Leben, Studieren und Arbeiten. EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel referierte vor etwa 40 Interessenten aus ganz Deutschland über Aachen als Europastadt. Unter dem Titel "Aachen - you will love it" berichtete er über europäische Zusammenarbeit, die Euregio Maas-Rhein, den Service von EUROPE DIRECT und über das Europäische Wissenschaftsparlament. Auch die anschaulichen Webportale www.iOecher.de und www.aachen-emotion.com wurden vorgestellt, da diese den angehenden neuen Studierenden viele gute Informationen liefern.
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Heute Abend findet der fünfte Vortrag der Reihe "Glaubensfrage - Religion und Politik im Konflikt" im Rahmen der Europäischen Horizonte im Ford-Saal des Super C statt. Prof. Dr. Detlef Pollack, Professor für Religionssoziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wird über das Thema "Kirchlichkeit, Religiösität und Spiritualität in Europa" referieren. Beginn ist um 19:30 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.
Prof. Dr. Pollack referierte über "Kirchlichkeit, Religiosität und Spiritualität in Europa"
Als zweiten Ansatz benannte Prof. Dr. Pollack das ökonomische Marktmodell, wonach ein Wettbewerb auf dem religösen Markt stattfindet. Hierbei fordert ein pluralistisch religöses Feld die einzelnen religiösen Gemeinschaften dazu auf sich vital und aktiv zu präsentieren.
Prof. Dr. Rainer Prätorius referierte über "Religion und Politik in den USA"
Wie kann es sein, dass deutsche Familien in den USA - erfolgreich - politisches Asyl beantragen mit der Begründung, dass sie in Deutschland ihre Religion nicht ausleben können? Warum gibt es in den USA keine Konflikte um Moscheebauten?
Das große Interesse am Thema und seinen vielfältigen Aspekte zeigten sich in einer regen Diskussion im Anschluss, bei der die Rolle des Staates insbesondere zu Zeiten der Präsidentschaft George W. Bushs kritisch beleuchtet wurde.
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Prof. Krämer stellte dar, dass im Islam die Säkularisierung Jahrhunderte lang zurückzuverfolgen und auch heute noch aktuell ist. Der Begriff der Säkularisierung wird oft in Verbindung mit der Identitätsberaubung von Muslimen gebracht. Selbst viele Vertreter in der islamischen Welt selbst kennzeichnen die Säkularisierung als nicht wünschenswert. In der Fragerunde zeigte sich Frau Prof. Krämer kompetent, ehrlich und offen. In der westlichen Welt werde der Islam leider immer öfter als Problem gesehen. Die Referentin hielt es für wichtig, dass Nicht-Muslime sich ausführlich und vertiefend über den Islam informieren sollten, um ein differenziertes Bild zu erhalten.
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Erfolgreicher Start der Veranstaltungsreihe "Glaubensfrage"
Den Auftakt machte heute Prof. Claus Leggewie, der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Der Politikwissenschaftler und Konfliktforscher fesselte im Super C der RWTH Aachen gut 180 Gäste mit seinem Vortrag über "Moscheekonflikte". Er skizzierte die islamkritische Bewegung in Europa und entwickelte ausführlich zwei Thesen: Erstens seien Moscheekonflikte gut und wichtig für unsere Gesellschaft, solange diese friedlich ausgelebt werden. Zweitens stellte Leggewie fest, dass die deutsche Religionslandschaft sich in Richtung der nordamerikanischen Religionslandschaft entwickelt.
Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum griff Prof. Leggewie auf und stellte einigen falschen Behauptungen Zahlen und Fakten aus seiner Forschung entgegen. Zuschauer und Veranstalter waren mit dem Vortrag und der Diskussion hochzufrieden. Der Informationsstand von EUROPE DIRECT mit thematisch passenden Materialien wurde zudem stark frequentiert.
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Thuis, Chez soi oder Daheim - Der Heimatbegriff im Dreiländereck
Aktivitäten von EUROPE DIRECT Aachen
Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen