Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und Aktionen.
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Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen und die Europa-Union Nordrhein-Westfalen sowie ihre Kreisverbände Aachen und Köln luden gemeinsam zu einem Online-Dialog zum Thema "Europa – Flucht – Migration" ein. 33 Teilnehmende konnten etwas über die europäische Migrationspolitik lernen. Die Veranstaltung setzte die Online-Veranstaltungsreihe der Europa-Union zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft fort.

Gabriele Tetzner, Vorsitzende des Kreisverbands der Europa-Union Aachen und Stellv. Vorsitzende der Europa-Union Nordrhein-Westfalen, begrüßte die Teilnehmenden herzlich. Der Diskussionsabend wurde moderiert von Anne Gödde, Mitglied im Rednerpool Team Europe der Europäischen Kommission. Als Gäste waren Daniela Neuendorf, 2. Vorsitzende Refugees Foundation e.V. aus Köln und Dr. J. Olaf Kleist, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung DeZIM aus Berlin zugeschaltet.

20 12 09 Screenshot Neuendorf 300Der Online-Dialog beschäftigte sich mit der EU-Migrationspolitik und ihren direkten Auswirkungen vor Ort in Lesbos und Samos und den neuen Vorschlägen der EU-Kommission für ein Migrations- und Asylpaket. Neuendorf erzählte etwas aus dem Alltag einer Flüchtlingshelferin. Sie zeigte dem Publikum eindrucksvolle Fotos, die sie selbst bei Hilfsaktionen in Flüchtlingscamps gemacht hatte. Die ausgebildete Rettungssanitäterin schilderte den interessierten Zuhörern unter anderem, wie Materialspenden für Flüchtlinge wie Kleidung, Hygieneartikel und Medikamente in Lagern sortiert und dann von den Sammelstellen zu den Flüchtlingslagern transportiert werden.

20 12 09 Screenshot Kleist 300Der Politikwissenschaftler Kleist gab der EU-Asylpolitik einen kontextuellen Rahmen und zeigte die Entwicklung des Europäischen Asylsystems auf. Den neuen EU-Asylpakt kritisierte Kleist unter anderem dafür, dass er die zivile Seenotrettung erschwert.

Nach den Präsentationen der beiden Gäste stellten die Teilnehmenden Fragen im Chat oder per Audio-/Videozuschaltung und kamen so in eine angeregte Diskussion mit den Rednern.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft der Europa-Union NRW und wird durch die Staatskanzlei NRW finanziell unterstützt. Sie ist auch Teil der bundesweiten Kampagne der Europa-Union unter dem Motto #BesserZusammen.
Am 20.11.2019 fand in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen der erste Teil der Reihe zur Europäischen Migrationspolitik im Grashaus statt.

Einst zählten die Benelux-Länder als Gründungsstaaten zum "Kern" der EWG. Das Erstarken rechtsgerichteter Kräfte in Belgien und den Niederlanden hat jedoch zum Teil das innenpolitische Klima vergiftet. Wie ist derzeit die Stimmung in diesen Ländern? Wie sieht es mit dem Bekenntnis zu Europa aus und welchen Weg nehmen die Länder politisch? Gemeinsam mit Jochen Lehye und Siebo Janssen ging es um die Frage "Wie europafreundlich sind die Benelux-Länder (noch)?"

Videomitschnitt der Veranstaltung:

BeneluxEad 300Nachdem der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen Winfried Brömmel die rund 29 Gäste begrüßt hat, übernahm der Moderator Jochen Lehye in der digitale Veranstaltung das Wort. Nach einer kurzen Einführung gab er das Wort an den Referenten Siebo Janssen, der zu Beginn den Veranstaltungstitel erklärte.

Siebo Janssen aus Bonn hat Politikwissenschaften, Geschichte, Europarecht sowie Philosophie studiert. Er ist Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen. Seine Schwerpunkte sind u.a. die Europäische Integration, die Internationalen Beziehungen, Rechtspopulismus und die politischen Systeme der Benelux-Staaten und der USA.

Die Fragen der Teilnehmenden waren vielfältig. Wie steht es um die innepolitische Lage der Benelux-Länder und welche Rolle spielt Jean Claude Juncker? Wie stehen Belgien und die Niederlanden zum Brexit und zu einer größeren Regionalisierung?

Nach einem bunten Überlick über die aktuellen politischen Gegebenheiten und die Strukturen der Benelux-Länder bedankte sich Jochen Lehye für die zahlreiche Teilnahme und die interessante Diskussion. Auch an dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlichen bei Siebo Janssen und Jochen Lehye für den spannendne Diskussionsabend bedanken.

Weitere Informationen:

Auch in diesem Jahr organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine Informationsveranstaltung zum Thema "Arbeiten bei der EU - aber wie?"

Screenshot 300Die EU und ihre Institutionen sind ein sehr interessanter Arbeitgeber in einem internationalen Netzwerk. Der Weg in die Institutionen Europas ist jedoch anspruchsvoll und sollte gut vorbereitet sein. Wie ein solcher Weg aussehen kann, erklärten die Referentinnen Rita Hinek, Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung des Europäischen Amts für Personalwesen, und Praktikantin Monique Hampton den rund 64 Teilnehmenden des digitalen Formates.

Schwerpunkte waren die Bewerbung und das Auswahlverfahren für einen Beruf bei der Europäischen Union. Dabei wurde detailliert auf die verschiedenen Bewerbungsmöglichkeiten, das Prozedere des Auswahlverfahrens, Unterschiede zwischen den verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen und die Gewichtung des individuellen Bildungsweges und der Berufserfahrung in dem Auswahlverfahren eingegangen.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit ihre Fragen per Tastatur zu stellen, welche Winfried Brömmel an die Referentin weiter gab. Einige der Fragen waren zum Beispiel: In welcher Sprache sind die Auswahlverfahren geführt? Ist ein Praktikum in der EU von Vorteil bei der Bewerbung oder in wiefern spielen Praktika eine Rolle in der Personalauswahl? Wie ist das Gehaltsspektrum bei der EU?

Wir bedanken uns herzlich bei den Referentinnen Rita Hinek und Monique Hampton und den zahlreichen Teilnehmenden für den informativen Abend.

Wegen der großen Nachfrage wird diese Veranstaltung am 03.02.2021 noch einmal angeboten.
Anmeldungen ab sofort möglich unter: http://bit.ly/Laufbahn-EU-2021

Das EUROPE DIRECT Büro beteiligte sich heute mit einem digitalen Infostand zum Thema "Wege ins Ausland" an der 'Virtual Go Abroad Fair' der RWTH Aachen.

20 11 10 GAF Infostand 3002020 ist alles etwas digitaler. So auch die jährliche "Go Abroad Fair" der RWTH Aachen. Mit einem digitalen Messestand und einer offenen Zoom-Konferenz stand das EUROPE DIRECT Informationsbüro dieses Jahr für Fragen zu Auslandsaufenthalten bereit.

Auf der 'Go Abroad Fair' war neben dem Stand des EUROPE DIRECT Informationsbüros auch das Institut français Aachen, einzelne Fakultäten, das Career Center, das Sprachenzentrum und externe Organisationen vertreten und halfen den Studierenden der RWTH Aachen bei ihren Fragen mit Informationsmaterial und Beratungen weiter.

EUROPE DIRECT Aachen informierte die zahlreichen Interessenten über die Möglichkeiten zu "Wegen ins Ausland" und den kommenden Veranstaltungen. Dazu wurde die selbst produzierte Broschüre "Wege ins Ausland" als Download im Stand hinterlegt. Besonders beliebt war die Veranstaltung "Laufbahn Europa", zu der sich zahlreiche Studierende im Laufe der "Go Abroad Fair" anmeldeten.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte eine interaktive Online-Diskussion zur US-Wahl 2020. Unter Präsident Trump hatten sich die USA von Europa abgewendet. Aber auch unter Biden werden die USA wahrscheinlich einen harten Kurs gegenüber Europa beibehalten, geben viele zu bedenken. Was kommt auf die Deutschen und Europäer zu? Wie kann die EU lernen eine gemeinsame Außenpolitik zu betreiben? Über diese und andere Fragen diskutierten 46 Teilnehmende im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" im Online-Format. Als Referent stand Dr. Robert Flader vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen zur Verfügung.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 11 17 Redner 300Moderiert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen. Der Moderator hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen und übergab das Wort an den Referenten. In einem kurzen Vortrag skizzierte Dr. Flader die Situation in den USA nach der Präsidentschaftswahl. Dabei ging er auf die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa ein. Der Politikwissenschaftler konstatierte, dass sich das Verhältnis unter Präsident Trump deutlich abgekühlt habe. Er erwarte jedoch, dass das Verhältnis wieder freundschaftlicher und die USA unter Biden Europa die Hand reichen werde. Unabhängig von der Situation in den USA müsse Europa und vor allem die EU ihre eigenen Interessen stärker verfolgen und andere internationale Beziehungen ausweiten, um nicht abhängig von den USA zu sein. Damit die EU eine starke Rolle einnehmen könne, müsse sie ihren Platz in der Welt finden, so Dr. Flader.

20 11 17 Praesentation 300In einer Umfrage ließ der Referent die Teilnehmenden ihre Einschätzung zu den Folgen von Donald Trumps klagen bezüglich des Wahlprozesses abgeben. Mit 93 % ging die Mehrheit der Zuschauer davon aus, dass die Auszählungen in den umstrittenen Staaten rechtens sind und Joe Biden am 20. Januar 2021 als 46. Präsident vereidigt wird. Nur wenige Teilnehmende erwarteten, dass die Klagen erfolgreich sind und Trump im Amt bleibt oder dass Neuwahlen durchgeführt werden.

Sodann stieg Dr. Flader mit dem Publikum in eine rege Diskussion ein. Per Frage-Antwort-Tool im Videokonferenzsystem stellten die Teilnehmenden Fragen zur zukünftigen Innen- und Außenpolitik sowie zur Sicherheitspolitik der USA. Auch wurde kritisch über die künftige Beziehung zwischen der EU und den Vereinigten Staaten diskutiert.

Die PDF-Präsentation von Herrn Dr. Flader kann bei Interesse gerne bei uns nachgefragt werden.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte erneut einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission – diesmal zum Thema Umwelt und Klimaschutz. 22 Teilnehmende konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele der EU-Kommission und ihre Anstrengungen zum Klimaschutz lernen.

Als Referent stand der Mitarbeiter der EU-Kommission Johannes Enzmann zur Verfügung. In seiner beruflichen Laufbahn hat er sowohl bei der Generaldirektion Umwelt als auch bei der Generaldirektion Klimamaßnahmen gearbeitet und war somit ein geeigneter Experte für den interaktiven Online-Vortrag.

20 11 04 Risks 300Im ersten Teil seiner Präsentation stellte der Referent die verschiedenen EU-Institutionen und ihre Funktionen vor. Vertiefend ging Enzmann dabei auf die Rolle und Zuständigkeiten der EU-Kommission ein. Dabei beantwortete er die Frage, wieso wir die EU brauchen, damit, dass die Union der gemeinsamen Problemlösung dient. Globale und gemeinsame Herausforderungen wie der Klimawandel könnten am besten in der Gemeinschaft angegangen werden. Mit der EU seien Klimaschutzmaßnahmen wirksamer. Diese Maßnahmen sind im Europäischen Green Deal enthalten. Diesen erwähnte der Referent nur kurz, da EUROPE DIRECT Aachen im Vorfeld eine erfolgreiche Veranstaltung in der Reihe „Europa am Dienstag“ zum Thema Green Deal durchgeführt hatte.

20 11 04 Klimaneutralitaet 300Enzmann ging im zweiten Teil des virtuellen Besuchs auf die Klimapolitik der EU ein und sorgte mit Zahlen und Fakten zum Klimawandel für eine gemeinsame Basis der Teilnehmenden. Die EU liege bei den Treibhausgasemissionen weltweit auf Platz 3, direkt hinter den USA und China. Im Anschluss legte der Referent den Stand der erreichten Fortschritte bezüglich des Klimaschutzes sowohl global als auch von der EU dar und erläuterte die Ziele der EU für 2030 auf dem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050. Übersichtliche Grafiken und Tabellen unterstützten das Verständnis der Zuschauer.

Das Publikum stellte teilweise kritische Fragen an den Referenten und führte eine offene Diskussion mit ihm.

20 10 29 Europa Sprechstunde 1Europa-Sprechstunde per Zoom-Videokonferenz

Heute organisierte EUROPE DIRECT Aachen erstmalig eine digitale Europa-Sprechstunde, da wegen der Pandemie eine Präsenzveranstaltung im Grashaus nicht möglich war.

Fünf Bürgerinnen und Bürger nahmen per Zoom-Meeting teil und konnten in entspannter Atmosphäre Fragen über Europa und die EU stellen, sich mit anderen über Europa austauschen und Tipps für EU-Informationsmaterial bekommen.

Bei der Online-Sprechstunde war auch Monika Nordhausen als Vertreterin der Aktion "@aachener.wunschbaum" dabei, Sie berichtete vom sehr großen Erfolg der Aktion und brachte über 50 Postkarten mit Wünschen zur Europapolitik ein, die die Bürgerinnen und Bürger bisher gesendet hatten.
Übrigens können die Wünsche auch weiterhin digital eingereicht werden.

Hintergrund:
Ein Aachener Wunschbaum soll im Dezember auf dem Fischmarkt aufgestellt werden. Damit verbunden sind Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern an die zukünftige Europapolitik. Wer stricken und häkeln kann, hilft dem Aachener Wunschbaum handwerklich Leben einzuhauchen. Wer seine Wünsche an die zukünftige Europapolitik formuliert, gibt dem Wunschbaum ideell das richtige Format.

Kurz vor Weihnachten wird die Wunschliste zum Ende der Aktion feierlich an die neue Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und an Europa-Abgeordnete übergeben.

 

Der „Green Deal“ der EU-Kommission will die EU bis 2050 klimaneutral machen. Ziele des "Green Deal" sind unter anderem, bis 2050 die Netto-Treibhausgasemissionen der EU auf null zurückzuführen, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren und wichtige Biodiversitätsziele zu erreichen. Dabei sollen ökologische, wirtschaftliche und soziale Fragen zusammen gedacht werden. Somit bietet der Europäische "Green Deal" den Rahmen für die Lösung von zwei aktuellen Krisen: die Corona- und die Klimakrise. Wie kann eine nachhaltige Wirtschaft in Europa gelingen? Welche Ansätze für die regionale Wirtschaft gibt es? Über diese und andere Fragen diskutierten 50 Teilnehmende im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ im Online-Format.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 10 20 Bildschirmfoto 300

Moderatorin Eva Johanna Onkels hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen und übergab das Wort an die Referentin Dr. Raphaela Kell vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Sie begann mit einem 45-minütigen Vortrag über die Frage: „Heiße Luft oder ein gangbarer Weg in eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft?“.

Die Lage sei ernst, denn um das 1,5-Grad-Ziel nicht zu verfehlen, müsse die CO2 Abgabe deutlich reduziert werden. Wichtig dabei sei auch, dass die Kippschalter im Erdsystem, wie das Kippen der Amazonas-Vegetation, das Schmelzen des grönländischen Eisschildes oder die Störung des indischen Monsuns, die einen starken Einfluss auf das Weltklima haben, genau beobachtet würden. Der Europäische Green Deal sieht die Kernthemen Wirtschaftswachstum, Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung, Dekarbonisierung der Energieerzeugung und den Ausbau der Digitalisierung vor. Gelingen soll dies mit einem Strategie-Ansatz der beispielweise die Renaturierung, die digital optimierte Ressourcennutzung oder die Umleitung der Finanzmärkte auf grüne, nachhaltige Investment-Projekte fördern soll.

Anschließend hatten die Teilnehmende die Möglichkeit Rückfragen zu stellen und in einer Diskussionsrunde den Green Deal zu besprechen.

Das EUROPE DIRECT Team bedankt sich auch noch einmal an dieser Stelle bei der Referentin Dr. Raphaela Kell, der Moderatorin Eva Johanna Onkels und allen Teilnehmenden für einen tollen und interessanten Abend. „Europa am Dienstag“ findet wieder am 17.11. zum Thema „Die US-Wahl und die Folgen für Europa“ statt.

Informationsmaterial zum Europäischen Green Deal können Sie bei uns anfragen.

Weitere Informationen

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission für einen Kurs der Einführungsphase (10. Klasse) des Aachener Pius-Gymnasiums. Circa 30 Schülerinnen und Schüler konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele des EU-Organs mit Sitz in Brüssel lernen.

20 10 08 EU KOM GY Pius Kommission 300Zunächst führten Margot Tuzina von der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland und Antje Terhechte von der Generaldirektion Kommunikation in Brüssel in die Funktions- und Arbeitsweise der Europäischen Kommission ein. Sie zeigten dabei unter anderem die verschiedenen Zuständigkeiten auf, die sich zwischen der EU und den Mitgliedsstaaten verteilen. Auch erklärten sie den Schülern, wie und wo sie die EU in ihrem Alltag spüren können. Dazu kannten die Schüler bereits einige Beispiele. Die Mitarbeiterinnen erklärten sehr anschaulich, gut verständlich und alltagsnah, wie „Brüssel“ funktioniert.

Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler war rege und sie stellten viele Fragen. So mussten die Mitarbeiterinnen der EU-Kommission der Gruppe erklären, warum die europäischen Institutionen auf verschiedene Städte (Brüssel, Straßburg und Luxemburg) verteilt sind. Auch stellten die Jugendlichen kritische Fragen, zum Beispiel wieso es den Europäischen Green Deal erst jetzt gebe. Der Lehrer der Klasse äußerte zudem den Wunsch nach einer europaweiten Digitalisierung des Bildungswesens.

20 10 08 EU KOM GY Pius Experte 300Für den zweiten Teil des virtuellen Besuchs wurde ein Experte für Schwerpunktthema „Migration“ zugeschaltet. Dieses Thema hatte sich der Kurs aus einer Vielzahl von Schwerpunkten gewünscht. Nikolaus von Peter von der Regionalvertretung der EU-Kommission in Berlin brachte den Schülern auf interaktive Weise das Thema der Migration nahe. Zwischendurch bat er um Einschätzungen der Schüler, beispielsweise dazu, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund in Europa leben und ob Europa ein Migrationskontinent sei. Der Experte erklärte der Klasse zudem, dass sich die europäische Migrationspolitik im Rahmen des Schengen-Abkommens angeglichen habe. Die Klasse hatte vorab Fragen vorbereitet, die sie bei ausreichenden Gelegenheiten stellen konnten.

  • Bischöfliches Pius-Gymnasium Aachen
  • Europäische Kommission
  • Die EU erklärt
  • Die Europäische Union - Was sie ist und was sie tut
  • Infomaterial beim EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen kostenlos bestellen
  • Interesse an einem virtuellen Besuch bei der EU-Kommission? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

20 09 29 EU Seminar 29 Bürgerinnen und Bürger lernten vom 29.09 bis 01.10. die Funktionsweise und die Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union kennen. Das von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen und vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte Seminar fand in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Aachen.

Unter dem Seminartitel 'Ratspräsidentschaft 2020 – Deutschland in Europa' erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union. Richard Stock, Direktor des Centre Européen Robert Schuman in Metz, zeichnete die Geschichte der Europäischen Union nach und gab einen Überblick über historische und politische Grundlagen der EU, die aktuelle politische Lage und Zukunftsperspektiven. Den Teilnehmenden wurden sowohl theoretisches Grundwissen zu Funktionen, Strukturen und Kompetenzen der Union vermittelt, als auch die Möglichkeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit vergangenen und zukünftigen Herausforderungen der europäischen Integration geboten.

Eine für die letzen eineinhalb Seminartage geplante Exkursion nach Luxemburg musste leider wegen einer aktuellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes storniert werden. Jedoch konnte der Referent Richard Stock den Seminarteil "Europa 2020 – wie geht es weiter? Herausforderungen, Chancen und Zukunftsperspektiven der EU" auf den Nachmittag des zweiten Tages erweitern, was von den Teilnehmenden gerne angenommen wurde.

20 09 29 EU Seminar 1Der in Luxemburg geplante Informationstermin mit dem EVTZ Gipfelsekretariat der Großregion wurde am dritten Seminartag digital in den Seminarraum zugeschaltet. Das Sekretariat informierte und diskutierte die Frage, inwiefern es ein Vorbild für ein Europa der Regionen sein könne. Ebenso digital zugeschaltet wurde das Mitglied des Europäischen Parlaments Daniel Freund (Die Grünen/EFA), welcher u.a. über die Tranparenz-Bemühungen der EU und des EU-Parlaments berichtete.

Es blieb noch Zeit für einen intensiven Austausch über die Zukunft Europas, bevor die Abschlussrunde unter der Leitung des Studienleiters Moritz Glenk von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen das spannenden Seminar beendete. EUROPE DIRECT Aachen begleitete das Seminar und stellte kostenloses EU-Informationsmaterial zur Verfügung. Da viele Seminarteilnehmende gerne über die angesprochenen Themen weiter debattieren wollen, wies EUROPE DIRECT Aachen auf die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' hin, da diese eine Plattform für lebendige Diskussionen in Aachen ist.

Heute organisierte die VHS Nordkreis Aachen in Kooperation mit dem Geschichtskreis St. Sebastian Würselen und EUROPE DIRECT Aachen einen Informationsabend für 18 interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Europäischen Union, ihre Geschichte und Aufbau, die Handlungsweisen und den Einfluss auf das tägliche Leben.

Nach der Begrüßung von Jana Blaney, der Leiterin der VHS Aachen Nordkreis, erläuterte Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, zunächst das EUROPE DIRECT Informationsnetzwerk. Daraufhin wurden die geschichtlichen Anfänge der EU, die Gründe für die Zusammenarbeit sowie das schrittweise Fortschreiten der europäischen Integration erklärt.

Weitere Themen waren die Funktions- und Handlungsweisen der Europäischen Union, beispielsweise der Unterschied zwischen dem Europäischen Rat und dem Rat der EU und die Aufgaben der EU-Kommission.

Neben dem institutionellen Apparat der EU stellte Herr Brömmel auch die alltäglichen Einflussgebiete der EU im Leben der Bürgerinnen und Bürger und die Pläne der EU-Kommission auf der Basis der Rede zur Lage der Europäischen Union vom 16. September vor.

Die Gäste beteiligten sich rege, stellten viele Fragen und gaben teilweise kritische Anmerkungen zur EU. Abgerundet wurder der Infoabend durch kostenloses EU-Informationsmaterial, das gerne mitgenommen wurde.

Einige Links aus der Präsentation:

Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' wird weiterhin online fortgesetzt. Die interaktive Online-Diskussion mit dem Titel 'Projekt Europa - eine kritische Geschichte' befasste sich mit der Hauptfrage, wie es um die Friedensleistung der Europäischen Union bestellt ist. Die 20 Teilnehmenden hörten zunächst einer kurzen Einführung des Referenten zu und konnten sich im Anschluss mit eigenen Fragen an der Diskussion beteiligen.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 09 22 EaD Patel 1 300Als Referent für den Abend stand Prof. Kiran Klaus Patel, Professor für Europäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zur Verfügung. Die Moderation übernahm Eva Onkels, ehemalige Assistenzkraft bei EUROPE DIRECT Aachen und derzeit Volontärin beim Medienhaus Aachen.

Ist die EU nach Jahrzehnten des Erfolgs heute in ihrer Existenz bedroht? Hat die europäische Einigung früher wirklich zum Frieden beigetragen, kann das heute dagegen nicht mehr leisten? Wie sieht es mit der Bilanz der EU als Wertegemeinschaft aus und inwieweit stellt der Brexit die Union vor ganz neue Herausforderungen? Diese Fragen standen im Zentrum des Diskussionsabends. Als Grundlage diente das Buch von Prof. Kiran Klaus Patel mit dem Titel 'Projekt Europa - eine kritische Geschichte', an den auch der Titel der Veranstaltung angelehnt war. In seiner kurzen Einführung machte der Referent einen kurzen historischen Abrissüber die Geschichte der europäischen Integration, die wesentlich durch die soziale Friedenssicherung vorangetrieben wurde. Die Kernbotschaft des Referenten lautete, dass die Geschichte keine einfachen Lehren bereithalte, man aber auf abstrakter Ebene daraus lernen könne. Zusammenfassend blickte der Referent in die Vergangenheit, indem er die bisherige Arbeit der Europäischen Union kurz bewertete. Er betrachtete jedoch auch die Gegenwart und gab, angestoßen von der Moderatorin, einige Anregungen für die künftige Arbeit der EU.

20 09 22 EaD Patel 2 300Im Anschluss stieg die Moderatorin Eva Onkels in die Diskussion ein und präsentierte dem Referenten die Fragen der Zuschauer. Die Fragen waren teilweise tiefgehend und spezifisch, und für manche Fragen waren keine einfachen Antworten vorhanden. So entstand eine rege Diskussion zwischen dem Referenten, den Zuschauern und der Moderatorin.

Im Rahmen der Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Europäischen Union organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen für Interessierte eine interaktive Online-Diskussion, bei der gemeinsam der Rede im Livestream zugehört wurde. Im Anschluss hatten die 5 Zuschauer die Möglichkeit, ihre ersten Eindrücke und Ansichten mitzuteilen.

20 09 16 SOTEU Screenshot 2 300Die Debatte im Europäischen Parlament zur Lage der Union findet jährlich im Rahmen der Plenartagung statt. Zu Beginn hielt die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen vor den Europaabgeordneten im Plenum eine Rede. Diese jährliche Rede zur Lage der Union ist eine wegweisende Erklärung der Präsidentin der Europäischen Kommission, die im Plenum des Europäischen Parlaments eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und der Zukunftsaussichten der EU vornimmt.

In ihrer Rede sprach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wichtige Themen an, die die EU zurzeit vor Herausforderungen stellen: die Corona-Pandemie und die Belastung der Gesundheitssysteme, der Klimawandel und die Zerbrechlichkeit der Welt sowie das Wiederaufbauprogramm "NextGenerationEU" und die Digitalisierung. Dabei erinnerte von der Leyen daran, dass die Pandemie und die damit einhergehende Unsicherheit noch nicht vorbei seien und rief weiterhin zu Solidarität auf. 20 09 16 SOTEU Screenshot 1 300Sie legte außerdem die Zukunftspläne für die Überwindung der Corona-Krise dar und skizzierte entsprechende Maßnahmen. "All dies wird dafür sorgen, dass Europa wieder zu seiner alten Form gelangt. Aber wir müssen nicht nur gemeinsam diese schweren Zeiten durchstehen, wir müssen auch für neuen Schwung sorgen, der uns in die Welt von morgen bringt", so von der Leyen.

Im politischen System der EU ist die Kommission als Exekutive gegenüber dem Parlament rechenschaftspflichtig. Als wichtiger Teil des demokratischen Prozesses in der EU ist die Debatte zur Lage der Union bereits zur Tradition geworden. Sie bietet Unionsbürgern die Gelegenheit, über die Pläne der Kommission zu diskutieren und gleichzeitig ihre Erwartungen zu formulieren, um die Zukunft der EU mitzugestalten. So teilten die 5 Zuschauer ihre ersten Eindrücke zur Rede über die Chatfunktion mit. Aus Sicht der Bürger erfordern viele der von der Kommission gesetzten Ziele für die EU eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Diese könnte ihrer Meinung nach erhöht werden, indem die Ideen besser an die Bürger kommuniziert würden.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen leitet die gesammelten Eindrücke anonymisiert und zusammengefasst an die EU-Kommission weiter.

In Kooperation mit den EUROPE DIRECT Zentren in Aachen und Eupen, dem Europäischen Klassenzimmer im Grashaus sowie Pulse of Europe Aachen lud die Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn ein, um die Wiedereröffnung der europäischen Grenzen nach den Corona-bedingten Schließungen zu feiern. Auf der Café-Außenterrasse des deutsch-belgischen Vereins KuKuK e.V./V.o.G. an der deutsch-belgischen Grenze präsentierte der Mainzer Politologe Ingo Espenschied seine Live-Dokumentation '70 Jahre Schuman-Plan', in der der Vortragsprofi die spannende Geschichte der Gründung Europas durch den Schuman-Plan am 9. Mai 1950 sowie den Prozess der europäischen Einigung bis heute erzählte. Im Anschluss an die multimediale Zeitreise konnten die 67 Gäste Fragen an den Referenten stellen.

20 08 27 Dokulive Poettgen 300Der Leiter der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn, Herr Jochen Pöttgen, begrüßte die Gäste zusammen mit Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen und Elena Schommers von EUROPE DIRECT Ostbelgien. Zudem gab es Video-Grußworte des Europaministers des Landes NRW, Herrn Stephan Holthoff-Pförtner, und von Oliver Paasch, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Holthoff-Pförtner sah die Euregio während der Corona-Krise in einer Vorbildfunktion, da Belgien, Deutschland und die Niederlande während der Pandemie-bedingten Grenzschließung weiterhin zusammengearbeitet haben. Paasch hätte sich die Fortführung der europäischen Zusammenarbeit auch während der Krise gewünscht.

Nach der Begrüßung begann Ingo Espenschied seine multimediale Zeitreise durch die Geschichte der Gründung der Europäischen Union, die mit Kurzvideos und O-Tönen gespickt war. Der Politologe betonte, dass man besser verstehen kann, wie die EU funktioniert, wenn man ihre Geschichte kennt. So blickte er in seinem Vortrag auf die Reichsgründung des deutschen Kaiserreichs im 19. Jahrhundert zurück, erwähnte die erste pan-europäische Bewegung, um bis zum Beginn der heutigen EU mit dem Schuman-Plan am 9. Mai 1950 zu gelangen. Für Espenschied ist die EU heute noch eine "moderne und erfolgreiche Idee".

Der Politologe legte anschaulich den langen Verhandlungsprozess hin zur Unionsgründung, Fortschritte wie die Europawahlen sowie den Integrationsprozess mit Höhen und Phasen der Stagnation dar. "Die Europäische Union von heute ist kein fertiger Staat, sondern ein Prozess", so Espenschied. Heute geben die Nationalstaaten freiwillig Kompetenzen und Rechte an die supranationale Ebene ab, um die Handlungsfähigkeit der EU zu sichern. Da dies den Mitgliedsstaaten nicht immer leicht fällt, kann dieser Prozess nur langsam voranschreiten. Doch der Prozess lohnt sich: Alle großen Fragen von heute wie der Klimaschutz, Migration und Wirtschaft sind globale Fragen, deshalb ist die europäische Zusammenarbeit in dieser globalisierten Welt vorteilhaft.

20 08 27 Dokulive Espenschied Poettgen 300Im Anschluss an den Vortrag stellten die Gäste viele Fragen. Es wurde deutlich, dass sie die Zukunft der EU beschäftigt: Wie geht es weiter? Gibt es noch große europäische Politiker wie die Gründungsväter der EU? Wie können Bürger in die Gestaltung der EU einbezogen werden? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmenden mit dem Referenten Espenschied sowie mit Pöttgen von der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission. Sechs Teilnehmende konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele des EU-Organs mit Sitz in Brüssel lernen.

20 08 26 EU Kom Screenshot TrautmannThema des Online-Vortrags war die Rolle der EU-Kommission als politische Exekutive der Europäischen Union. Den Vortrag hielt Ulrich Trautmann, Mitarbeiter der Kommission, Generaldirektion Handel, u.a. Beauftragter zur Durchsetzung von Handelsabkommen. Trautmann erklärte den sechs Teilnehmenden zunächst den Unterschied zwischen den europäischen Institutionen, um einen gemeinsamen Informationsstand der Besucher sicherzustellen. Anschließend lag der Fokus auf der EU-Kommission, deren Aufgabe die Interessenvertretung der gesamten Europäischen Union ist.

Trautmann betonte, dass der Begriff "Exekutive" nicht ganz auf die EU-Kommission zutrifft, da ihr dazu die Macht über polizeiliche und militärische Gewalt sowie finanzielle Verfügungen fehlen. Beispielsweise ist das Budget von 160 Mrd. Euro, das der gesamten EU zur Verfügung steht, nur halb so groß wie das deutsche Bundesbudget. Auch kann die EU nur im Rahmen von Verträgen agieren, die von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert wurden. Bislang haben die Mitglieder nur wenige exklusive Kompetenzen an die europäische Ebene abgegeben. So kann die EU in den Bereichen Außenhandel, Wettbewerbsrecht, Fischerei und Euro agieren. Darüber hinaus verfügt die EU über das Gleichbehandlungsrecht, welches allen EU-Bürgern die gleiche Behandlung vor dem Recht garantiert.

20 08 26 EU Kom Screenshot PraesiInsgesamt unterscheidet sich die Arbeit der EU-Kommission von der Regierungsarbeit auf nationaler Ebene, zum Beispiel hinsichtlich politischer Mehrheiten. Da die Kommissare meistens den Regierungen der Nationalstaaten nahestehen, ergibt sich in der EU-Kommission eine breite politische Vielfalt. In den EU-Organen spielen Sachargumente meist eine größere Rolle als politische Zugehörigkeiten, weshalb die EU-Kommission immer möglichst nach einer großen Koalition strebt.

Darüber hinaus erklärte Trautmann dem Publikum die verschiedenen Aspekte des EU-Rechts: Während Verträge das Primärrecht darstellen, setzt sich das Sekundärrecht aus verbindlichen Verordnungen, Richtlinien und Beschlüssen sowie unverbindlichen Empfehlungen zusammen. Auch hier wird ein Unterschied zu den Mitgliedsstaaten sichtbar: Auf europäischer Ebene ist die EU-Kommission das einzige Organ, das das sogenannte Initiativrecht innehat, also Gesetzesvorschläge einbringen kann. Auf nationaler Ebene hingegen können mehrere politische Akteure Gesetzesentwürfe erstellen.

Das Publikum konnte zwischendurch und bei Unklarheiten Fragen an den Referenten richten und eine offene Diskussion mit ihm führen.

Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' wurde online fortgesetzt. Thema war die Solidarität in Europa. Schon während der Euro-Krise stellte sich die Frage: Welches Maß an Solidarität braucht Europa? Wie viel Divergenz toleriert Europa? Die Pandemie verschärft die institutionelle Krise innerhalb der Europäischen Union noch erheblich.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 08 25 EaD Diskussionsteilnehmer 300Das Publikum wurde durch den Abend geleitet von der Moderatorin Eva Onkels, ehemalige Assistenzkraft bei EUROPE DIRECT Aachen. Sie studierte Literatur- und Politikwissenschaft an der RWTH und ist derzeit als Volontärin beim Medienhaus Aachen angestellt. Nach ihrer Begrüßung führte die Moderatorin eine Umfrage unter den 16 Teilnehmenden durch, bei der diese angaben, wie solidarisch sich die Europäische Union ihrer Meinung nach in der Corona-Krise verhalten habe. Die meisten fanden: wenig solidarisch.

Im Anschluss an die Umfrage begann der Referent Richard Stock seinen Impulsvortrag über den europäischen Solidaritätsgedanken. Als Direktor des Europazentrums Robert Schuman in Metz - Scy-Chazelles und internationaler Dozent für europäische Grundsatzfragen beleuchtete er in einem ersten Abschnitt den Epochenwechsel der EU mit der Einführung des Aufbauinstruments "NextGenerationEU". Es folgte eine weitere kurze Umfrage, diesmal zur Rolle Deutschlands in Europa. Vor dem Hintergrund der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft konstatierte Richard Stock, dass der Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich maßgeblich sei für die künftige Gestaltung Europas. In einem zweiten Abschnitt klärte der Referent Mythen und Vorurteile über Europa und Deutschlands Rolle in der EU auf und rief dazu auf, diese zu überwinden und einen unverstellten Blick auf Europa zu werfen.

Der dritte Teil seiner Präsentation befasste sich mit Herausforderungen der fortschreitenden europäischen Integration über die Corona-Krise hinaus. Darunter fallen die Klimaveränderung und der European Green Deal, die Finanzierung und Reformierung des europäischen Sozialmodells, der Aufstieg des Populismus, Migrationsströme, die Zersplitterung Europas u.a. durch den Brexit, die digitale Umgestaltung sowie die Sicherheit Europas. Auch müsse die Jugend stärker involviert werden, um diese für das Projekt "EU" zu begeistern.

Die Zuschauer brachten sich online mit vielen Fragen ein, Eva Onkels ergänzte mit ihren Fragestellungen, so dass ein breites Spektrum an europäischen Fragen diskutiert wurde.

Online-Diskussion: Europa und Russland – eine Hassliebe?

Video-Mittschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 06 09 EaD Russland Video 300Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' ging zum dritten Mal online. Das Thema waren die durchaus komplexen und manchmal komplizierten Beziehungen zwischen der EU und Russland. Manche in der EU betrachten Russland durchaus freundlich, manche werfen dem Land völkerrechtswidriges Verhalten vor. Auch die Förderung von rechten Parteien in Europa, die die EU erschüttern wollen, steht als Vorwurf gegen Russland im Raum.

Nach der Begrüßung durch EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel kamen die Referenten ans Wort: der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen und Moderator Jochen Leyhe. Sie behandelten wichtige Themenstellungen Fragen: Wie geht es weiter im Verhältnis EU und Russland? Muss sich die EU Sorgen machen?

20 06 09 EaD Russland 1Die 30 Online-Gäste brachten sich von zu Hause in die Veranstaltung ein, indem sie zahlreiche Fragen und Kommentare per Tastatur eingaben, die der Moderator an Siebo Janssen weiter gab. Viele Fragen der Gäste gaben den Spannungsbogen im Verhältnis zu Russland wieder:
Wie können wir (Deutschland und die EU) eine klare Haltung in der Frage der Menschenrechte und Demokratie gegenüber Russland deutlich kommunizieren und im Dialog für einen Wandel dorthin in Russland bleiben?
Wie könnte man mit Russland zusammenarbeiten? Zum Beispiel in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik?
Wenn Donald Trumph die NATO und die EU augenscheinich schwächt, sollte die EU dann nicht an einem guten Verhältnis zu Russland interessiert sein?

Neu bei dieser Online-Ausgabe von 'Europa am Dienstag' waren einige kleine vorbereitete Umfragen, die die Gäste am Bildschirm ausgefüllt haben. So waren 58% der Teilnehmenden der Meinung, dass die EU nicht von Russland abhängig sei, 27% sahen sehr wohl eine Abhängigkeit und 15% wussten es nicht.
Die Frage "Sollte die EU stärker auf Russland zugehen?" wurde vor der Diskussion von 57% bejaht und am Ende der Veranstaltung stimmten 65% zu. Somit hat die Diskussion scheinbar etwas bei den Gästen ausgelöst.

Ehrungen im Sinne der Einheit Europas - 70 Jahre Karlspreis

Video-Mittschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

20 05 26 EaD Karlspreis 2 300Zum zweiten Mal wurde 'Europa am Dienstag' statt im Grashaus wieder als Online-Veranstaltung durchgeführt. Rund 30 Online-Gäste hatten sich um 19 Uhr von zuhause eingeloggt, um sich über die Geschichte des Karlspreises zu informieren und viele Fragen zu stellen.

Andreas Düspohl begrüßte als Moderator die Online-Gäste und Referenten:
Hermann Josef Pilgram ist Mitglied der Fraktion die Grünen im Rat der Stadt Aachen. Er ist von der Fraktion der Grünen für das Karlspreisdirektorium benannt und ist dort seit vielen Jahren Mitglied.
Bernd Vincken ist langjähriger Geschäftsführer der Karlspreisstiftung, die den Karlspreis ideell, materiell und organisatorisch fördert und unterstützt.
Zudem war zeitweilig noch Christine Klemm zugeschaltet. Sie organisert die Karlspreis Academy, die im Jahr 2019 gestartet war.

20 05 26 EaD Karlspreis 1Die Idee des Karlspreises wurde im Dezember 1949 aus der Aachener Bürgerschaft heraus geboren. Der Initiator Dr. Kurt Pfeiffer hat Idee und Zielsetzung der Auszeichnung wie folgt formuliert: "Der Karlspreis wirkt in die Zukunft, er birgt gleichsam eine Verpflichtung in sich [...]. Er zielt auf freiwilligen Zusammenschluss der europäischen Völker, um in neu gewonnener Stärke die höchsten irdischen Güter – Freiheit, Menschlichkeit und Frieden – zu verteidigen [...]." Seitdem gab es 63 Preisträger und Preisträgerinnen, darunter viele Staats- und Regierungschefs und sogar der Papst.

Hermann Josef Pilgram gab einen Einblick in die Arbeit des Karlspreisdirektoriums, das sich bei der Wahl eines neuen Preisträgers zunächst mit virulenten Themen für die Europäische Einigung beschäftigt und erst danach mit möglichen Persönlichkeiten, die diese Themen voranbringen.

20 05 26 EaD Karlspreis 2Die Online-Gäste stellten viele Fragen, die sie per Texteingabe an den Moderator übermittelten. Warum sind die Protokolle über die Abstimmungen (noch) nicht für wissenschaftliche Forschung zugänglich? Warum werden so wenig Frauen ausgezeichnet, warum gibt es so wenige Frauen in den Auswahlgremien? Wie finanziert sich der Karlspreis eigentlich? Ist der Karlspreis nicht nur ein Preis von den "kleinen Eliten" für die "großen Eliten"? Wie schafft es Aachen, dass jedes Jahr so hochrangige Persönlichkeiten zum Festakt an Christi Himmelfahrt kommen?

Pilgram und Vincken beantworteten alle Fragen ausführlich und Christine Klemm stellte die jüngste Entwicklung vor, die Karlspreis Academy: Durch innovative Forschungsprojekte werden seit 2019 Europäische Zukunftsfragen bearbeitet. Dazu erhalten junge Nachwuchswissenschaftler/innen eine einjährige Förderung. Somit wird eine Plattform für den Austausch von Lösungsansätzen entwickelt, die über die Jahre stets größer werden wird.

Die deutsch-französischen Beziehungen in der Bewährungsprobe

Video-Mittschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

Da20 04 28 EaD online 1s EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen hat erfolgreich die erste digitale Veranstaltung durchgeführt. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wurde die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' online fortgesetzt. Die Teilnehmenden konnten einem spannenden Webinar folgen und sich selbst in die Diskussion einbringen, indem sie Fragen über die Texteingabe an den Moderator schickten.

Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen hieß die 70 Teilnehmenden herzlich willkommen zum Webinar und übergab das Wort an Jochen Leyhe, den Moderator der Online-Diskussion. Leyhe stellte dem Publikum den Experten des Abends Prof. Dr. Andreas Marchetti, Senior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn, vor.

20 04 28 EaD online 2Herr Marchetti begann mit einer kurzen Einführung zur deutsch-französischen Beziehung und beantwortete anschließend Fragen aus dem Publikum.
Die Teilnehmenden interessierten sich hauptsächlich dafür, wie es nach der Corona-Krise in Europa weitergehen soll: Werden die kurzfristigen Grenzschließungen wieder vollständig aufgehoben? Inwiefern haben sie den innereuropäischen Beziehungen geschadet? Können Deutschland und Frankreich ihr künftiges Krisenmanagement besser koordinieren?
Auch wurde mit dem Publikum diskutiert, ob die Betonung der deutsch-französischen Führungsrolle bei der Ausgestaltung der Europäischen Union noch zeitgemäß ist.

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut Aachen, dem Institut français Köln und dem Institut français Bonn. Die Veranstalter bedanken sich für die rege Teilnahme, den gelungenen Diskussionsabend und die technische Zusammenarbeit mit edu:impact.

Couven-Schüler interessiert und engagiert dabei

20 02 27 Gruppe 1Zu Fuß machten sich 18 Schüler aus drei 9. Klassen am 27. Februar vom Couven-Gymnasium Aachen auf zum Grashaus gegenüber vom Dom. Neugierig betraten sie Aachens erstes Rathaus und fanden im Erdgeschoss das Informationsbüro von EUROPE DIRECT, das den Workshop für die Schüler organisierte.

Zwei freundliche Mitarbeiter des Museumsdienstes Aachen führten zu Beginn in die wechselvolle Geschichte des Hauses ein, das inzwischen als europäisches Klassenzimmer genutzt wird.
„Was würdest du in eine Tüte packen, wenn du in Eile aus deiner Heimat fliehen müsstest?“ – Mit diesem Impuls begann der informative und stets an persönlichen Schicksalen orientierte Workshop zu den Themen Flucht, Migration und Grenzen der EU.

20 02 27 Gruppe 2Motiviert recherchierten die Jugendlichen zu zweit zu verschiedenen, meist aktuellen Themen wie Frontex an EU-Grenzen, Lampedusa und Kos oder Fremdenfeindlichkeit vs. Willkommenskultur. Eigenständig konnten sie in inspirierenden Räumen wie dem schön renovierten Urkundensaal beeindruckende persönliche Fluchtgeschichten in Audionischen anhören oder sich in digitalen Datenbanken über Konflikte der Seenotretter im Mittelmeer informieren.

Die Jugendlichen schätzten ausdrücklich, dass sie in Ruhe vielfältige Quellen auswerten und sich „ohne Einmischung“ einer herausfordernden Aufgabe stellen konnten und ihre Arbeit in den Ergebnispräsentationen für alle nützlich wurde – „ein echtes Erfolgserlebnis“.

Zum Schluss ergab sich eine engagierte, kontroverse Diskussion über Konflikte und Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen, die alle anregten, eigene Meinungen zu hinterfragen und dazu noch weiter zu recherchieren.
Für alle Schüler und auch die Lehrerin war der Workshop eine erfrischende, rundum gelungene Abwechslung zum normalen Schulunterricht.

Couven-Gymnasium Aachen
Grashaus Station Europa
• Angebote von EUROPE DIRECT für Schulen: www.schule.europedirect-aachen.de

20 02 11 EaD Kultur 300

Die EU ist ein Friedensprojekt mit ökonomischen Wurzeln. Doch was ist daraus geworden? In welcher Gemeinschaft wollen wir heute und in Zukunft zusammenleben? In Zeiten des Europäischen Zerfalls und der Re-Nationalisierung europäischer Mitgliedsstaaten stellt sich die Frage noch einmal ganz neu, wer oder was die Idee Europa eigentlich lebt und vorantreibt. Diesen Fragen widmete sich Marie Rosenkranz zusammen mit 33 Teilnehmenden im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' im Grashaus

Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen und übergab das Wort an Marie Rosenkranz für ihren 45-minütigen Vortrag über ihre Arbeit beim European Democracy Lab.
Sie stellte eine zeitgemäße und künstlerische Perspektive von Kultur vor. Mit dem Denkangebot "Republik Europa", welches u.a. im Rahmen des "European Balcony Project" einer großen Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, erläuterte Frau Rosenkranz einige Projekte, mit denen die Debatte über die Zukunft Europas kreativ behandelt werden soll.

So veröffentlichte man Rahmen des "The European Balcony Project" ein Manifest, mit dem klare Erwartungen und Forderungen an das Europa der Zukunft gestellt werden.
Mit einer anderen künstlerischen Darstellung, sollen metaphorisch betrachtet die Grenzen der Nationalstaaten verschwimmen. Dazu wurden die Nationalflaggen der EU-Staaten zu einem farbigen Barcode aneinandergereiht. Mit solchen Kunstprojekten sollen Anregungen geschaffen werden über Europa nachzudenken, nicht in Büros oder Sälen, sondern in der Öffentlichkeit vor Ort bei den Bürgerinnen und Bürgern. Dabei ist es dem European Democracy Lab besonders wichtig, nicht eine Idee zu bewerben, sondern durch Diskurse die Meinungsfindung unabhängig der Richtung voranzutreiben.

In einer lebhaften Diskussion hatten die Teilnehmenden anschließend die Gelegenheit für Rückfragen und Anmerkungen. Passendes EU-Informationsmaterial ergänzte den Abend.

Das Team von EUROPE DIRECT bedankt sich noch einmal ganz herzlich bei Marie Rosenkranz und allen Teilnehmenden für den interessanten Abend. 'Europa am Dienstag' findet wieder am 24.03.2020 zum Thema 'Für welches "Volk" spricht der Populismus' statt.

Weitere Informationen:

20.02.07 Luxemburg EuGH 300

EUROPE DIRECT Büro Aachen organisierte heute zum zehnten Mal eine Studienfahrt zum Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg.

In Luxemburg war das Historische Museum der Stadt der erste Stopp. Hier konnten die 28 Teilnehmenden individuell das Museum besichtigen und die reiche Geschichte der Stadt kennenlernen. Anschließend ging es mit dem Bus weiter zu den Gebäuden des Europäischen Gerichtshofes.

Hier erläuterte Frau A. Heck ausführlich die Arbeits- und Funktionsweise des Europäischen Gerichtshofs und des Gerichts der Europäischen Union. Frau Heck stellte mehrere spannende Fälle des Gerichtshofes vor. Neben alten Fällen stellte sie aktuelle Fälle mit Bezug auf die Richter in Polen und zum Thema "Rest auf Vergessen" bei Google vor. Sie nahm sich nach ihrem Vortrag Zeit für Fragen.

Die Aufgabe des Gerichtshofs der Europäischen Union besteht seit seiner Errichtung im Jahr 1952 darin, "die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung" der Verträge zu sichern. Zu dieser Aufgabe gehört, dass der Gerichtshof der Europäischen Union die Rechtmäßigkeit der Handlungen der Organe der Europäischen Union überprüft und darüber wacht, dass die Mitgliedstaaten den Verpflichtungen nachkommen, die sich aus den Verträgen ergeben und auf Ersuchen nationaler Gerichte das Unionsrecht auslegt.

Den Teilnehmenden wurde bewusst, wie hoch der Aufwand ist, um einen reibungslosen Ablauf des hochkomplexen Gerichtsbetriebs zu gewährleisten. Aufgrund der 24 offiziellen Amtssprachen der EU ist viel Übersetzungsarbeit nötig, um die europäische Mehrsprachigkeit sicher zu stellen. Dies erfordert die meiste Zeit zwischen Anklage und Urteilsverkündung.

Bevor die Heimreise nach Aachen anstand, wurde die Gruppe von Anke Weidemann durch den Gerichtshof geführt und konnte im Großen Saal Platz nehmen und einige Fotos schießen.

20 01 22 VHS Infoabend 1Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro einen Informationsabend für 28 interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Europäischen Union, ihre Geschichte und Aufbau, die Handlungsweisen und den Einfluss auf das tägliche Leben.

Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, erläuterte zu Beginn das EUROPE DIRECT Informationsnetzwerk. Daraufhin wurden die geschichtlichen Anfänge der EU, die Gründe für die Zusammenarbeit sowie das schrittweise Fortschreiten der europäischen Integration erklärt.

Weitere Themen waren die Funktions- und Handlungsweisen der Europäischen Union, beispielsweise der Unterschied zwischen dem Europäischen Rat und dem Rat der EU und die Aufgaben der EU-Kommission.

Neben dem institutionellen Apparat der EU stellte Herr Brömmel außerdem die alltäglichen Einflussgebiete der EU im Leben der Bürgerinnen und Bürger dar. Dazu gehörten unter anderem die Freizügigkeit, der europäische Binnenmarkt und der Verbraucherschutz. Auch die Besonderheiten innerhalb der Dreiländerregion Euregio Maas-Rhein wurden thematisiert, zum Beispiel durch einen Videoclip zur Zusammenarbeit im Interreg-Projekt EMRIC+.

Die Gäste beteiligten sich rege, stellten viele Fragen und gaben teilweise kritische Anmerkungen zur EU. Abgerundet wurder der Infoabend durch kostenloses EU-Informationsmaterial, das gerne mitgenommen wurde.

Links aus der Präsentation:

20 01 21 EaD Herausforderungen 300Was bringt das Jahr 2020 für Europa und die europäische Union? Über dieses Thema diskutierte heute innerhalb der Reihe 'Europa am Dienstag' der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen mit den 38 anwesenden Interessierten. Moderiert wurde die Diskussion von Jochen Leyhe.

Nachdem der Leiter des Grashauses, Andreas Düspohl, die Anwesenden begrüßt hat, übernahm der Moderator Jochen Leyhe das Wort und stellte fest, dass es im neuen Jahr besonders in Bezug auf Europa und die Europäische Union Leyhe viele wichtige Ereignisse geben wird, die 2020 die Europapolitik prägen werden.

Nach einer kurzen Einleitung von Siebo Janssen konnten die Bürger Themen für den Abend sammeln. Der Brexit war ihnen dabei besonders wichtig.
So wurde zum Beispiel diskutiert, ob und wie Boris Johnson diesen durchsetzen wird. Besonders im Fokus waren dabei die Irland-Frage und die zukünftige Beziehung zwischen Großbritannien und der EU. Dabei konstatierte Janssen, dass Boris Johnson mit der Erwartungshaltung des "Get Brexit done!" gewählt wurde und diesen auch schnellst möglich durchziehen möchte. Die dabei entstehende Grenzproblematik in Irland nähme er in Kauf und stellt das Dreieck Europa, Großbritannien und Irland vor weitere Probleme.

Mit Blick auf bevorstehende Wahlen in Frankreich und den Konflikt der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung in Spanien zeigten sich ein Problemfelder, mit der die EU umgehen muss: Zum einen möchte sie Großbritannien gegenüber eine harte Position vertreten, um mögliche Nachahmer von einem weiteren EU-Austritt abzuhalten. Darüber hinaus möchte die EU mit Blick auf eine Abspaltung Irlands von Großbritannien und der katalanischen Unabhängigkeitsbewegungen separatistische Bewegung nicht motivieren.

Der Green Deal der neuen EU-Kommission war ein weiteres Thema des Abends. Referent und Gäste waren sich darüber einig, dass der Green Deal zwar grundsätzlich positiv zu bewerten ist aber finanziell schwer umzusetzen zu sein wird.

Weiter ging es mit der Beziehung zwischen der EU und der Türkei. Mit Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte stellte Siebo Janssen fest, dass die Türkei sich in der Vergangenheit der EU angenähert und angepasst hat, diese Annäherung in den letzten Jahren sich aber wieder zurückbildete. Zu dieser Entwicklung trüge die EU eine Mitschuld, da sie in den letzten Jahren wenig Hoffnung signalisiert habe, dass die Türkei eine Zukunft in der EU hat.

Die Gäste erlebten eine vielfältige Diskussion über verschiedene aktuelle und zukünftige politische Themen. Am Ende waren sich alle einig, dass Europa dieses Jahr viele Herausforderungen vor sich hat und besonders der Brexit und seine Folgen uns noch länger beschäftigen werden.

20 01 08 Kultur 300Vortrag und Diskussion: Kann Kultur Europa retten?

In Kooperation mit dem Geschichtskreis St. Sebastian Würselen und der VHS Nordkreis Aachen veranstaltete EUROPE DIRECT Aachen eine Vortrags- und Diskussionsrunde zum Thema "Kann Kultur Europa retten?".

34 Teilnehmende erschienen an diesem Abend, um dem Vortrag von Sabine Verheyen, Europaabgeordnete aus Aachen, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT), zu folgen und im Anschluss sehr angeregt darüber zu diskutieren.

Eröffnet wurde der Abend von Jana Blaney (VHS Nordkreis Aachen), Hubert Wickerath (Geschichtskreis St. Sebastian Würselen) und Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT.

Am Anfang des europäischen Integrationsprozesses standen vor allem gemeinsame Wirtschaftsinteressen und der politische Wille, die junge Bundesrepublik fest im Westen zu verankern. Die Kultur stand nicht so sehr im Vordergrund. Sabine Verheyen hob jedoch die Bedeutung von Kultur für Europa als Ganzes auch für die einzelnen Nationalstaaten hervor. Sie erklärte Kultur nicht nur als ein uns in Europa und international verbindendes Gut, sondern auch als Türöffner für wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit, innerhalb und außerhalb Europas.

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