Schüler des Gymnasiums Baesweiler im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses
Wo liegen die Grenzen Europas? Welche Asyl- und Migrationspolitik verfolgt die EU? Wie hilft die EU Entwicklungsländern? - Diese und noch mehr Fragen wurden heute im interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen bearbeitet und diskutiert.
In dem dreistündigen Workshop befassten sich 28 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse mit dem Themenschwerpunkt "Migration und Grenzen in Europa". Als Einstieg dienten kleine, von den Schülerinnen und Schülern mitgebrachte Objekte, die aus ihrer Sicht Europa repräsentieren. Aus diesen Objekten entstand eine Sammlung.
Nach einem einführenden Kurzfilm zum Thema Europa und einem weiteren zur Kartographie erstellten die Workshop-Teilnehmer in Lerngruppen im "Kartensaal" digitale Europa-Karten, die sichtbare und unsichtbare Grenzen veranschaulichen. Im "Urkundensaal" recherchierten Schülerinnen und Schüler zum Thema in digitalen Datenbanken, in Audionischen konnten sie das Gelesene und Gesehene hörend vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherche und das von ihnen erstellte Kartenmaterial wurden im "Europäischen Klassenzimmer" der ganzen Klasse präsentiert, diskutiert und in Videos aufgezeichnet.
Dieser Workshop ist einer der Hauptschwerpunkte des Europäischen Klassenzimmers. Das Ziel des Workshops im Grashaus besteht darin, dass die Schüler Informationen zum Thema "Migration und Grenze" erarbeiten und sich den damit verbundenen Fragestellungen öffnen. Sie sollen somit zu einer eigenen Meinung finden. Auf der Basis der vielfältig zusammengetragenen Informationen wird eine gemeinschaftliche, sachliche Diskussion im Gruppenverband angestrebt.
Der Workshop des Europäischen Klassenzimmers für Schulen findet montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 32 Schülerinnen und Schülern für eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Die Zielgruppe sind Schulklassen der weiterführenden Schulen ab Klasse 7.
- Website des Grashauses: www.grashaus-aachen.eu
- Das Grashaus als Station Europa der Route Charlemagne: www.route-charlemagne.eu
- Einblick in den Workshop 'Migration und Grenzen in Europa'
- Informationen und Angebote von EUROPE DIRECT Aachen für Schulen: www.schule.europedirect-aachen.de
- Website des Gymnasium Baesweiler: Gymnasium Baesweiler

Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen
In Erinnerung an die Schuman-Rede aus dem Jahr 1950, in der der damalige französische Außenminister seine Vision einer neuen friedlichen Zusammenarbeit in Europa vorstellte, feiern wir jedes Jahr am 9. Mai Europatag. Aus diesem Anlass war in diesem Jahr die Künstlerin Suna T.O.P. aus Bad Neuenahr mit ihrer "reisenden Skulptur" zu Gast im Grashaus.
Das Team des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen war bei der Live-Übertragung der Karlspreisverleihung 2016 im Aachener Rathaus mit einem Informationstand vertreten.
Im Rahmen eines Europatages veranstalteten das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen Workshops zum Thema " Wege ins Ausland" am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen.
Vom 25. bis 27. April tagte das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) am Paul-Julius-Reuter Berufskolleg in Aachen. Das EJP organisiert als gemeinnütziger Verein Parlamentssimulationen für Jugendliche.
Das Interesse an Europa ist auch bei der Jugend in Aachen hoch. Rund 60 junge Menschen haben sich heute in der Cafè und Bar „Zuhause“ in Aachen drei hochinteressante Talkrunden zum Thema „Europe needs YOUth – Europa, wie geht’s weiter?“ angehört. Organisiert wurde der Abend von AEGEE-Aachen, JEF Aachen, der Karlspreisstiftung, dem Hochschulradio, dem MES Studiengang der RWTH und dem EUROPE DIRECT Büro Aachen.
Als Teil des Karlspreisrahmenprogramms fand im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen eine Diskussionsveranstaltung zu den Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Religionen in Europa statt.
Ein Abend ganz im Zeichen der "grünen Insel, organisiert von Europe Direct, der Volkshochschule Aachen und dem Masterstudiengang Europastudien der RWTH.
Nach diesem Exkurs in die Geschichte Irlands, gab Anne Pauli vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen einen Überblick über die heutige wirtschaftliche und politische Lage der grünen Insel. Als Gründe für die Wirtschaftskrise im Jahr 2007, welche Irland besonders hart traf, gab Frau Pauli die Abhängigkeit Irlands von Foreign Direct Investments, die Immobilienblase, sowie die hohe private und staatliche Verschuldung in Irland an. Dieselben Gründe halfen Irland allerdings auch, die Krise schneller zu überwinden als manch andere EU-Staaten. Nichtsdestotrotz mussten die Iren harte Sparmaßnahmen hinnehmen. Die Folgen waren eine Abstrafung der Regierung bei der Wahl im Februar dieses Jahres und dadurch sehr schwierige Koalitionsverhandlungen.
Im Rahmen des Fachforums Politik des Karlspreisrahmenprogramms diskutierte am 7. April der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz mit Bernd Mathieu (Chefredakteur Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten), mit dem Bestsellerautor Manfred Lütz (Theologe und Psychologe), sowie mit vier jungen Studenten aus Aachen. Zu diesem Anlass machten sich etwa 800 interessierte Bürger aus Aachen und Umgebung auf den Weg in den Krönungssaal des Aachener Rathauses.
Anschließend konfrontierten die vier Studenten von FH und RWTH Aachen (Viktoria Süß, Felix Krampel, Lucia Welter, Malte Wirthmüller) Martin Schulz mit Fragen zur aktuellen Krise der EU. FH-Studentin Viktoria Süß leitete diese Fragerunde ein: "Herr Schulz, wie geht es Ihnen, wenn sie an die EU denken? Schlecht wie noch nie?" auf die Martin Schulz mit einem knappen "Ja. so kann man es sagen" antwortete. Weiterhin sprachen die Studenten den Parlamentspräsidenten auf das Problem der Entsolidarisierung, auf Populismus und Extremismus in Europa und den Einfluss des Parlaments auf die europäische Politik an.
„Im Prinzip ist es einzigartig, was wir hier haben“, so beschreibt Ralf Welter, Dipl. Kaufmann, Lehrbeauftrager an der FH Aachen, den Euro-Währungsraum. Über nationale Grenzen hinweg eine Währung zu nutzen - das gibt es sonst nirgendwo. Mit der gefühlt immer noch neuen Währung und der Währungsreform Anfang der 2000er sind mittlerweile unzählige Probleme und große Krisen verbunden. Stimmen werden laut, die einen Austritt Deutschlands aus dem Euroraum fordern - innerhalb und außerhalb der deutschen Grenzen.
Heute besuchten rund 20 Studierende der Hogeschool Zuyd des Studiengangs "European Studies" aus Maastricht das EUROPE DIRECT Informationsbüro in Aachen. Die Studierenden sind Teil des Projekts "Zukunft Deutschland". Im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus stellte Winfried Brömmel zunächst das Informationsbüro in Aachen vor.
Herr Brömmel vermittelte den Bachelorstudenten zudem einen Eindruck von der Stadt Aachen als Europastadt. So wurde ihnen zum Beispiel die Vernetzung mit den Grenzregionen in den Niederlanden und Belgien erklärt, u.a. durch den "Runden Tisch der Bürgermeister", durch die Kooperation der MAHHL-Städte und nicht zuletzt durch die Euregio Maas-Rhein.
Studenten des Studiengangs „European Studies“ von der Haagse Hogeschool informieren sich bei ihrem Besuch bei EUROPE DIRECT über die Europaarbeit in Aachen
Bevor die Bachelorstudenten das Grashaus wieder verließen, nutzten sie noch die Möglichkeit Fragen an das Team von EUROPE DIRECT zu stellen und genauere Einblicke zu erhalten. Außerdem bot sich unseren Besuchern die Möglichkeit, speziell für ihre Zielgruppe bereitgestellte EU-Infomaterialien mitzunehmen.