Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „Europas digitale Souveränität stärken, aber wie?“. Die EU-Kommission ist entschlossen: Europa muss jetzt seine digitale Souveränität ausbauen und eigene Standards setzen, statt anderen zu folgen. Doch Hat die europäische Digitalwirtschaft die Systemfähigkeit, unsere Wirtschaft umfassend zu digitalisieren? Der Referent, Patrick Häuser vom BITMi, näherte sich dem komplexen Thema gemeinsam mit den 20 Teilnehmenden an.

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21 03 16 EaD Digitales BegriffseinordnungModeriert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen. Florian Weyand studiert Politikwissenschaft an der RWTH Aachen und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit Digitaler Wirtschaft und Netzpolitik sowie den Sozialen Medien. Der Moderator hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen. Für den thematischen Einstieg umriss Weyand die Digitalstrategie der Europäischen Union, welche die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität aus dem Europäischen Grünen Deal unterstützen soll.

21 03 16 EaD Digitales FragenPatrick Häuser referierte im Anschluss über die digitale Souveränität Europas. Häuser ist beim Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) für die politische Interessenvertretung zuständig. Er erklärte den Teilnehmenden, was die digitale Souveränität für die europäische Wirtschaft und die einzelnen Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Häuser ordnete den Begriff der digitalen Souveränität als Zielvorstellung ein, auf der die politische Programmatik aufgebaut würde. So wolle die EU in Zukunft eigene digitale Produkte anbieten und Prozesse wie die Verwaltung digitalisieren können, um Unabhängigkeit von z. B. amerikanischen oder chinesischen Digitalprodukten zu erlangen. Es gehe dabei nicht um Abschottung, sondern um Wahlfreiheit. Dabei betonte Häuser die Wichtigkeit der europäischen Zusammenarbeit, um die Zielvorstellung der digitalen Souveränität zu erreichen.

Mittels des Frage und Antwort-Tools stellten die Teilnehmenden kritische Fragen zum Datenschutz und der DSGVO sowie bezüglich Deutschlands Position im Vergleich zu den europäischen Nachbarn.