Europa am Dienstag: EU-Bashing

EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „EU-Bashing“ für 19 Teilnehmende.

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21 05 11 EaD EU Bashing Praesentation 300Nach einem Jahr Corona-Krise zeigen sich einmal mehr die Defizite europäischer Öffentlichkeit und Identität. Zwar hat sich die Aufmerksamkeit für das Regieren der EU in den letzten Jahren deutlich erhöht. In den nationalen Medien verfestigen sich aber zunehmend Kritik und Abgesänge, das so genannte "Brüssel-Bashing": Die EU sei eine ineffiziente Bürokratie; der europäischen Gemeinschaft fehle es an Solidarität, gemeinsamen Werten und an dem Willen zur Zusammenarbeit. Für die Zugehörigkeitsgefühle der Bürger*innen finden sich in der EU-Debatte hingegen kaum Anknüpfungspunkte.

21 05 11 EaD EU Bashing 300Als Referent für den Abend stand Kommunikationswissenschaftler Dr. Dennis Lichtenstein zur Verfügung. Die Diskussion mit dem Publikum wurde von Journalistin Eva Onkels moderiert. Herr Lichtenstein sieht die gestiegene Aufmerksamkeit für die EU als gute Entwicklung. Vor einigen Jahrzehnten sei das noch nicht so gewesen. Heute könne man seiner Ansicht nach von einer europäischen Öffentlichkeit sprechen. Dennoch gebe es Verbesserungspotenzial: Europäische Projekte wie die Zeitung The European seien gescheitert, der Erfolg des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE sei mäßig. Durch den Aachener Vertrag wurde mit der Initiative The European Collection ein neuer Versuch gestartet. In der Initiative haben sich mehrere europäische öffentlich-rechtliche Mediatheken zusammengeschlossen.

Die Publikumsdiskussion drehte sich um die Fragen: Wie erreicht man junge Europäer*innen? Wie können Medien zu einer europäischen Identität beitragen? Welche Rolle spielen die Medien bei der Konferenz zur Zukunft Europas?

'EUROPE DIRECT Aachen und Digitalisierung' beim Europatag

Am Europatag am 9. Mai luden die Europäische Kommission und das Europäische Parlament in Berlin zu einer hybriden Veranstaltung ein. Dabei wurde über die Themen "Green Deal", Digitalisierung und "Europa in der Welt" diskutiert. Zuschauende zu Hause konnten sich mit ihren Fragen in den Livestream und damit in die Diskussionen einbringen.

Europa vor Ort Grashaus 1 300Verknüpft wurden die drei Themen mit je einem EUROPE DIRECT Zentrum, über die ein Videoclip gedreht wurde. Aachen war als gutes Beispiel für das Thema "Digitalisierung" dabei.

Dafür wurden nicht nur im Grashaus Videoaufnahmen mit dem EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel gemacht, sondern auch im neuen OecherLab im Kapuzinerkarree mit Annika Nube, der dortigen Projektleiterin.

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Das OecherLab ist Aachens erstes "Co-Creation-Center": eine Ideenschmiede, um ein smartes und digitales Aachen von Morgen zu gestalten. Dialog und Austausch spielen eine zentrale Rolle, weil sich im OecherLab Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger begegnen und austauschen können.

Am 9. Mai ging es beim Livestream um 11:30 Uhr um Digitalisierung. Als Einspielfilm wurde das Video aus Aachen gezeigt. Später am Abend gab es dann nochmal einen Zusammenschnitt der Diskussionsrunden.

Erwartungen an die Zukunftskonferenz der EU

Wird Europa diese Gelegenheit nutzen?
Spannende Diskussion über die Konferenz zur Zukunft Europas

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Mit einiger Verspätung beginnt am Europatag, 9. Mai 2021 die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Europäische Union lädt hierbei die Bürgerinnen und Bürger aus allen Mitgliedstaaten ein, in öffentlichen Debatten und Diskussionsreihen ihre Ideen über zentrale Prioritäten und Herausforderungen auszutauschen und die Zukunft der EU mitzugestalten.

Heutet versammelte die Karlspreisstiftung in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung wichtige Akteure aus den beteiligten Institutionen und junge Stimmen aus Wissenschaft und Öffentlichkeit, um ihre Erwartungen an die Zukunftskonferenz zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde simultan in Deutsch und Englisch übersetzt und von der Moderatorin des ARD-Europamagazins, Hendrike Brenninkmeyer, moderiert. Es gab einen integrierten Chat, in dem von den knapp 80 Gästen viele Fragen eingereicht wurden. Diese wurden in den Diskussionsrunden ausführlich angesprochen.

21 05 06 Karlspreis CoFE 2Nach einem Statement der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, sprachen im ersten Panel der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, Gunther Krichbaum, und der ehemalige Stipendiat der Karlspreis-Europa-Akademie, Prof. Federico Fabbrini, über mögliche strukturelle und institutionelle Reformen. Als zentrale Herausforderung sahen die drei Panelmitglieder mehr denn je die Solidarität der EU-Staaten untereinander.

Federico Fabbrini skizzierte eine derzeitige Dekade der Krisen in der EU und sieht die Konferenz zur Zukunft Europas als große Chance, um strukturelle Reformen in der EU voranzubringen. Dabei bedürfe es politischer Führung (von einzelnen) und juristischen Einfallsreichtum. Da Änderungen der EU-Verträge von allen MItgliedsstaaten einstimmig angenommen werden müssten (was nicht wahrscheinlich sei), könne eventuell ein "politischer Pakt" mit eigenen Regeln die EU weiter bringen, auch ohne die EU-Verträge komplett zu ändern.

21 05 06 Karlspreis CoFE 3Im zweiten Panel stellten die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Dubravka Šuica, der Aachener Europaabgeordnete Daniel Freund, der Generalsekretär der Europa Union Deutschland, Christian Moos, und die Akademie-Stipendiatin Sophie Pornschlegel vor allem die zivilgesellschaftliche Perspektive in den Mittelpunkt. Kritisiert wurde an der Konferenz zur Zukunft Europa, dass die Dauer von einem Jahr zu kurz sein könne und die Zielsetzung unklar sei.
Geht es um deliberative Demokratie oder "nur" um eine Kommunikationskampagne der EU?

Um eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, bedarf es nach den Panelteilnehmenden eines klaren Signals, dass man es ernst meint und dass die besten Ideen der Konferenz am Ende auch umgesetzt werden. Ergänzend wies Sophie Pornschlegel darauf hin, dass auch die nationalen Öffentlichkeiten die aktuellen europäischen Themen diskutieren sollten, denn "Europa wird auch in den Nationalstaaten gemacht".

Mein Europa - Reise nach Österreich

21 04 28 Mein Europa 1 300Neue Veranstaltungsreihe: Mein Europa

Zur Auftaktveranstaltung der neuen Reihe 'Mein Europa' lud heute EUROPE DIRECT Aachen zusammen mit einem großen Netzwerk an Partnern ein. 'Mein Europa' ist eine interaktive digitale Veranstaltungsreihe, die ihre Gäste Europa entdecken lässt.

Zum Auftakt ging die virtuelle Reise mit Canan Yasar nach Österreich. Die gebürtige Wienerin ist Sonderschullehrerin und seit November 2015 Bundesvorsitzende der Muslimischen Jugend Österreichs. Beim Wettbewerb um den Europäischen Karlspreis für die Jugend gewann sie 2019 mit ihrem Projekt "MuslimInnen gegen Antisemitismus" die nationale Vorausscheidung in Österreich und zählte europaweit zu den drei Hauptgewinnenden.

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Aufzeichnung bei YouTube

Canan Yasar nahm die knapp 30 Online-Gäste mit nach Österreich und stellte uns ihre Heimat vor. Dabei spielte sie mit den Gästen ein kleines Quiz über interessante Fakten über das Alpenland.

21 04 28 Mein Europa 2 300Ausführlich sprach sie danach über ihr Engagement gegen Antisemitismus und für Toleranz und Dialog. Die vielen Fragen, die die Gäste in das Frage & Antwort-Werkzeug eintippten, wurden von Moderator Melvin Klein aufgegriffen und von der Referentin ausführlich beantwortet. Als weitere Themen stellte sie noch die Unterschiede zwischen dem österreichischen und deutschen Bildungssystem dar und gab anschauliche Beispiele für gelebte Solidarität aus der Perspektive der Jugend.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe 'Mein Europa' finden immer am vierten Mittwoch eines Monats statt.
Die Reihe wird von einem großen Netzwerk organisiert. Mit dabei sind AEGEE Aachen, das Deutsch-Französische Kulturinstitut Aachen, JEF Aachen, JEF Köln, die EuroTeachers Maastricht, die Karlspreisstiftung, die StädteRegion Aachen, EUROPE DIRECT Ostbelgien und EUROPE DIRECT Aachen.

Diskussion über Europa im Klimawandel

Europa im Klimawandel

Zusammen mit der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen organisierte EUROPE DIRECT Aachen heute eine spannende Diskussion zum "Green Deal". 77 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich online bei diesem spannenden Abend.

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21 04 21 Klimawandel 1 300Was taugt der "Green Deal" für Europa und die Regionen?

Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat die EU-Kommission einen Vorschlag für einen "European Green Deal" vorgelegt, um bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden. Doch kann damit die dringend notwendige ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft gelingen? Unterstützt die deutsche Bundesregierung den europäischen Plan ausreichend? Und was bedeutet das für die Menschen und Unternehmen vor Ort?

Mit diesen und weiteren Fragen befasste sich heute der Referent Sven Giegold. Er ist Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er engagiert sich für die Regulierung der Finanzmärkte im Interesse der Realwirtschaft und Bürger*innen und für die ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft. Seit über 20 Jahren ist der Wirtschaftswissenschaftler in sozialen und ökologischen Bewegungen aktiv. Er ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

21 04 21 Klimawandel 2 300Die Begrüßung übernahmen Martin Stankewitz von der Bischöflichen Akademie und Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen. Nach Sven Giegolds fundierter Einführung in das Thema des Abends schrieben die Online-Gäste viele Fragen in den Frage- & Antwortbereich. Die Moderatorin Eva Johanna Onkels griff die Fragen auf, so dass ein lebendiger Dialog mit dem Referenten entstand.

Dabei ging es u.a. um Fragen wie: Wie kann die Sozialverträglichkeit des Green Deal oder des ökologischen Wirtschaftswandels gestaltet werden? Ist die EU im Verhältnis zu Deutschland eher Bremser oder Treiber des Klimaschutzes? Soll es im Europäischen Grünen Deal und Next Generation EU Fördermittel auch für Privatpersonen oder Bürgerenergiegenossenschaften geben, die lokal autark erneuerbare Energien aufbauen wollen? Welche Rolle wird "grüner Wasserstoff" auf dem Weg zur Klimaneutralität in Europa spielen? Was kann die EU tun, damit nicht nur Industrieländer, sondern auch Länder des globalen Südens bis 2050 Klimaneutralität erreichen? Müssen wir nicht in Europa wieder eine Industrie aufbauen, die Photovoltaik-Anlagen produziert, anstelle alles aus China zu kaufen?

Auf die Frage, ob der "Green Deal" und das noch immer postulierte Wirtschaftswachstum zusammen passen, meinte Sven Giegold: Es gehe darum, ob wir in den ökologischen Grenzen wirtschaften und den Planeten nicht "übernutzen". Die Ressourcenprobleme beträfen vor allem die Bereiche Landwirtschaft, Flächen und Artenvielfalt usw., nicht aber Energieprobleme. Der Referent stellte dar, dass 1 % der globalen Sonneneinstrahlung (theoretisch) den Energiebedarf der gesamten Menschheit decken würde. Giegold strebt danach, dass wir mit der Bekämpfung der Klimakrise eine Hoffnungsgeschichte erzählen und eine Veränderung der Art wie wir wirtschaften erreichen.

 

Interaktive Online-Diskussion: Nach dem Brexit - wie geht es jetzt weiter?

EUROPE DIRECT Aachen und das Europäische Klassenzimmer im Grashaus organisierten in Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (Regionalkreis Aachen) eine interaktive Online-Diskussion zum Brexit und seinen Konsequenzen. 47 Teilnehmende diskutierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ mit dem Referenten Dr. Robert Flader vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Dr. Flader hat zur öffentlichen Akzeptanz der EU in Großbritannien promoviert.

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21 04 20 EaD Brexit FragenModeriert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent bei EUROPE DIRECT Aachen. Der Moderator begrüßte die Teilnehmenden im digitalen Format und übergab das Wort an den Referenten. In einem kurzen historischen Abriss zeigte Dr. Flader auf, wie es zum Referendum über den britischen EU-Austritt 2016 gekommen war und wie die britische Medienlandschaft den Prozess begleitet hatte. Dabei beleuchtete Dr. Flader die Rolle der britischen Printmedien als aktiver politischer Treiber im britisch-europäischen Verhältnis. Dazu stellte er die Titelseiten bekannter britischer Zeitungen vor und nach dem Brexit-Referendum 2016 sowie nach dem endgültigen Austritt im Januar 2020 gegenüber.

21 04 20 EaD Brexit PollIn einer Umfrage ließ der Referent die Teilnehmenden ihre Einschätzung zur Entwicklung der britisch-europäischen Beziehung abgeben. Mit 66 % ging die Mehrheit der Zuschauer*innen davon aus, dass Großbritannien und Kontinentaleuropa den Brexit langfristig bereuen werden. Nur wenige Teilnehmende erwarteten, dass das Vereinigte Königreich historisch betrachtet als Gewinner hervorgehen wird.

Sodann stieg Dr. Flader mit dem Publikum in eine rege Diskussion ein. Per Frage-Antwort-Tool im Videokonferenzsystem stellten die Teilnehmenden Fragen zur zukünftigen Beziehung zwischen der EU und Großbritannien, dem Umgang mit Russland und China sowie zu ausstehenden Ausgleichszahlungen. Auch der neu aufflammende Nordirland-Konflikt sowie schottische Unabhängigkeitsbestrebungen wurden kritisch diskutiert.

Diskussion über die Gefahr des Populismus

21 03 18 Populismus 1Kulturkampf gegen das liberale Europa

EUROPE DIRECT Aachen beteiligte sich heute mit einer spannenden Veranstaltung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Das sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich rund um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden. Thema des Abends war die Frage, für welches "Volk" eigentlich der Populismus spricht. Der Referent war Richard Gebhardt, ein Politikwissenschaftler, Publizist und Referent in der Erwachsenenbildung, u.a. bei der VHS Aachen, welche auch Veranstaltungspartner war. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die "neue", extreme und populistische Rechte in Deutschland.

Der Vortrag führte in die aktuelle Dimension des Themas ein, klärte den Begriff "Populismus" und untersuchte zentrale Fragen: Welche Ideologie bzw. Rhetorik der Ausgrenzung wird beim Populiusmus sichtbar? Welche Bedeutung hat der kulturelle Wandel, welche die soziale Frage? Zudem wurde beleuchtet, welche unterschiedlichen Ausprägungen der Populiusmus in der EU hat und welche besondere Bedeutung der deutsche Rechtspopulismus in Europa hat.

Ein Fazit war, dass Populismus ein Ausdruck eine Kulturkampfes ist: eine Gegenmobilisierung gegen die Liberalisierung in (West-)Europa. Dabei gehen populistische Kräfte von einem homogen gedachten "Volk" aus und bedienen Ressentiments gegen "Eliten". Der Rechtpopulismus spricht "im Namen des Volkes" und zielt auf Ausschluss.

Nach dem Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion mit den knapp 50 Online-Gästen an, welche von Andreas Düspohl geleitet wurde. Besprochen wurden u.a. Fragen wie "Können wir davon ausgehen, dass die rechten Ränder immer radikaler werden je liberaler eine Gesellschaft insgesamt wird?", "Welche Gefahren gehen von China, Russland oder und anderen autoritäre Staaten aus?", "Lebt der Populismus von bestimmten sozialen Misständen?", "Wann ist der Begriff Wutbürger angebracht, wann nicht?" Auch der differenzierende Begriff des "Grollbürgers" wurde diskutiert.

Eine Fortsetzung des Themas spätestens in den Internationalen Wochen gegen Rassismus im nächsten Jahr wurde in Aussicht gestellt.

Interaktive Online-Diskussion: Die digitale Souveränität Europas

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte eine interaktive Online-Diskussion zum Thema „Europas digitale Souveränität stärken, aber wie?“. Die EU-Kommission ist entschlossen: Europa muss jetzt seine digitale Souveränität ausbauen und eigene Standards setzen, statt anderen zu folgen. Doch Hat die europäische Digitalwirtschaft die Systemfähigkeit, unsere Wirtschaft umfassend zu digitalisieren? Der Referent, Patrick Häuser vom BITMi, näherte sich dem komplexen Thema gemeinsam mit den 20 Teilnehmenden an.

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21 03 16 EaD Digitales BegriffseinordnungModeriert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen. Florian Weyand studiert Politikwissenschaft an der RWTH Aachen und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit Digitaler Wirtschaft und Netzpolitik sowie den Sozialen Medien. Der Moderator hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen. Für den thematischen Einstieg umriss Weyand die Digitalstrategie der Europäischen Union, welche die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität aus dem Europäischen Grünen Deal unterstützen soll.

21 03 16 EaD Digitales FragenPatrick Häuser referierte im Anschluss über die digitale Souveränität Europas. Häuser ist beim Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) für die politische Interessenvertretung zuständig. Er erklärte den Teilnehmenden, was die digitale Souveränität für die europäische Wirtschaft und die einzelnen Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Häuser ordnete den Begriff der digitalen Souveränität als Zielvorstellung ein, auf der die politische Programmatik aufgebaut würde. So wolle die EU in Zukunft eigene digitale Produkte anbieten und Prozesse wie die Verwaltung digitalisieren können, um Unabhängigkeit von z. B. amerikanischen oder chinesischen Digitalprodukten zu erlangen. Es gehe dabei nicht um Abschottung, sondern um Wahlfreiheit. Dabei betonte Häuser die Wichtigkeit der europäischen Zusammenarbeit, um die Zielvorstellung der digitalen Souveränität zu erreichen.

Mittels des Frage und Antwort-Tools stellten die Teilnehmenden kritische Fragen zum Datenschutz und der DSGVO sowie bezüglich Deutschlands Position im Vergleich zu den europäischen Nachbarn.

Virtueller Besuch bei der EU-Kommission mit Hagener Berufskolleg

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission für eine Klasse des Cuno-Berufskollegs II in Hagen. Circa 22 Schülerinnen und Schüler konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele des EU-Organs mit Sitz in Brüssel lernen.

21 03 12 WortwolkeAntje Terhechte von der Generaldirektion Kommunikation in Brüssel begrüßte die Teilnehmenden und fragte zu Beginn mittels eines kurzen Quiz via sli.do den Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler über die EU ab. In einer Wortwolke trugen die Teilnehmenden Begriffe ein, die sie mit der Europäischen Union verbinden. Die Schülersprecherin stellte kurz ihre Klasse und die Schule vor, sowie was sie bereits im Unterricht zum Thema Europa behandelt hatten.

21 03 12 EU KOMAnschließend führte Anne Neumann von der Generaldirektion Kommunikation in die Funktions- und Arbeitsweise der Europäischen Kommission ein. Sie zeigte dabei die verschiedenen Zuständigkeiten auf, die sich zwischen der EU und den Mitgliedsstaaten verteilen. Den komplexen Gesetzgebungsprozess verdeutlichte Neumann anhand des alltagsnahen Beispiels des Roaming-Gesetzes.

Nach einer kurzen Pause stellte Herwig Ranner von der Generaldirektion Landwirtschaft im zweiten Teil die europäische Agrarpolitik vor. Er legte dabei den Schwerpunkt auf den Europäischen Grünen Deal, der die ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung der EU sicherstellen soll.

Zwischendurch stellten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Fragen, teilweise auch kritische wie zur Bio-Landwirtschaft und der Flächennutzung. Zwischen den Referenten und den Teilnehmenden entstand so eine rege Diskussion.

Virtueller Besuch beim Rat der Europäische Union

EUROPE DIRECT Aachen organisierte einen virtuellen Besuch beim Rat der Europäischen Union für interessierte Bürgerinnen und Bürger. In einem kurzen Vortrag über die Rolle des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Rats konnten die Teilnehmenden vieles lernen und ihre Rückfragen stellen.

21 03 03 Screenshot 300Thomas Brandtner vom Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union begrüßte die zwölf Teilnehmenden und begann seinen Vortrag mit den Vorteilen der Europäischen Union für die Bürgerinnen und Bürger. Anschließend erklärte er den Unterschied zwischen dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Rat.

Im Rat der Europäischen Union, landläufig auch "der Rat" genannt, kommen Ministerinnen und Minister aus allen EU-Ländern zusammen, um Rechtsvorschriften zu diskutieren, zu ändern und anzunehmen. Außerdem koordinieren sie ihre Politikbereiche. Alle auf den Ratstagungen anwesenden Minister sind befugt, "für die Regierungen der von ihnen vertretenen Mitgliedstaaten verbindlich zu handeln".
Zusammen mit dem Europäischen Parlament ist der Rat der Europäischen Union das Hauptbeschlussorgan der EU.

Eine andere Instanz ist der Europäische Rat: Mindestens vier Mal im Jahr kommen die EU-Staats- und Regierungschefs zusammen. Der Europäische Rat legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten der EU fest. Er gehört nicht zu den Gesetzgebungsorganen der EU und erörtert oder verabschiedet daher keine EU-Rechtsvorschriften. Er bestimmt vielmehr die politische Agenda der EU; hierzu nimmt er auf seinen Tagungen jeweils sogenannte "Schlussfolgerungen" zu wichtigen anstehenden Themen und den zu ergreifenden Maßnahmen an.

Zum Abschluss seines Vortrages ging der Referent auf die aktuelle Arbeit der EU ein, wie zum Beispiel dem EU-Haushalt (Next Generation EU), der intensiven Pandemiebekämpfung oder der allgemeinen strategischen Agenda.
Nach dem Vortrag nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen, wobei u.a. die Beziehung der EU zu Russland oder die Impfstoffstrategie diskutiert wurden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Referenten Thomas Brandtner und allen interessierten Teilnehmenden für einen spannenden Austausch.