Rückblick: 'Mein Europa - Ungarn'

Am 22. April fand die Ausgabe unserer interaktiven Reihe „Mein Europa – Ungarn“ mit knapp 20 Teilnehmenden statt. Der Abend bot einen lebendigen Einblick in ungarische Geschichte, Gesellschaft, Kultur und aktuelle politische Entwicklungen und wurde von Felix Schneider moderiert. Zu Gast war Dániel Kovács, Gründer von Forum Europaeum, einem paneuropäischen Medienunternehmen, das Inhalte zu Kultur und Politik im europäischen Kontext produziert.

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26 04 22 Ungarn Essen 300Dániel Kovács ist ein 19-jähriger Ungar. Sein Medienunternehmen Forum Europaeum wurde 2025 mit dem 1. Platz des Europäischen Karlspreises für die Jugend (ECYP) ausgezeichnet. Nach einer kurzen Vorstellung beleuchtete Dániel sein Heimatland aus einer persönlichen Perspektive. Im Zentrum stand die Frage nach den „zwei Identitäten“ Ungarns: dem Blick nach Westen und dem historischen und kulturellen Bezug zum Osten. Diese Spannung zog sich auch durch den Bezug zur jüngsten Wahl, die Dániel als eine Art Richtungsentscheidung zwischen West und Ost beschrieb. Dániel berichtete von der großen Euphorie, die Ungarn nach der Wahl erfasste - fast so, als hätte das Land eine Fußballweltmeisterschaft gewonnen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf kulturellen Besonderheiten und bekannten ungarischen Spezialitäten. Dabei ging es unter anderem um typische Gerichte wie Gulasch, aber auch um bekannte Erfindungen aus Ungarn, etwa den Rubik’s Cube und den Kugelschreiber. Dániel gab zudem einen kurzen Überblick über die Geschichte Ungarns und die osmanisch-türkischen Einflüsse, die das Land bis heute geprägt haben. 

26 04 22 Ungarn Ranking 300In einem interaktiven Ranking-Spiel konnten die Teilnehmenden ihr Wissen über Ungarn testen und gleichzeitig mehr über Humor, Nobelpreisträger und weitere landestypische Besonderheiten erfahren.

Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Fragerunde intensiv. Dabei ging es unter anderem um die Besonderheiten der ungarischen Sprache, um den Stolz vieler Ungarinnen und Ungarn auf ihre Lösungsfähigkeit sowie um die politische Zukunft des Landes nach der Wahl. Dániel sprach außerdem über seine mediale Arbeit in Ungarn und die Hoffnung, dass sich die Medienlandschaft künftig weiter diversifizieren werde.

Besonders unterhaltsam war ein zweites interaktives Modul mit ungarischen Redewendungen, bei dem das Publikum die Bedeutung skurril klingender Sprüche erraten musste. Zum Abschluss stellte Dániel sein Projekt „Forum Europaeum“ vor und betonte, wie wichtig ihm die Verbindung von Kultur und Europa bleibt.