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15 05 09 Grashaus TorAktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und Aktionen.
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Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und nichts verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

19 08 02 AEGEE Workshop 1Spannender Workshop mit internationalen Teilnehmenden

Unter dem Titel "Von Westen nach Osten: Trampen wie eine Bestie" organisieren die pro-europäischen Studentenvereinigungen AEGEE-Leiden (NL), AEGEE-Aachen und AEGEE-Dresden eine mehrtägiges Event. In diesem Rahmen lud EUROPE DIRECT Aachen heute die 28 Teilnehmenden in Grashaus zu einem Workshop ein.

Die jungen Leute kamen aus vielen Landern der EU, aber auch aus der Türkei und Russland. Der Workshop im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses behandelte mit vielfältigen Methoden die Themen Identität, interkulturelle Zusammenhänge und die soziale Situation in Europa.

19 08 02 AEGEE Workshop 2Neben vielen Gemeinsamkeiten bezüglich der Geschichte und Kultur auf dem europäischen Kontinent wurden jedoch auch die großen Unterschiede in sozialen Bereichen deutlich, zum Beispiel im Arbeitsmarkt, der sozialen Sicherheit und den Lebenshaltungskosten. Auch Differenzen bei Pressefreiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für Minderheiten wurden thematisiert, vor allem im Vergleich von EU-Ländern mit Nicht-EU-Ländern. Die Strategien der EU zur posititven Weiterentwicklung des sozialen Europas wurden vorgestellt und besprochen.

Für die meisten der jungen Teilnehmenden ist Europa und die EU der Rahmen und die Hoffnung auf eine gute und sichere Zukunft in einer globalisierten Welt.
Im Anschluss an den Aufenthalt in Aachen reist die Gruppe per Anhalter nach Dresden.

Im Rahmen der AEGEE Summer University waren 20 Studierende aus ganz Europa zu Gast im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

19 07 10 AEGEE Summer UniversityDie AEGEE Summer University ist ein Projekt für den Dialog und kulturellen Austausch zwischen jungen Europäerinnen und Europäern. AEGEE Aachen e.V. nimmt an diesem Projekt bereits seit 1992 erfolgreich teil und hat auch dieses Jahr Studierende nach Aachen eingeladen. Über einen Zeitraum von 16 Tagen haben die Teilnehmenden aus ganz Europa die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse bei einem 40-stündigen Sprachkurs zu verbessern und zusätzlich von einem kulturellen Programm in Aachen, der Euregio und der umliegenden Region zu profitieren.

Als Teil dieses Programms organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen im Europäischen Klassenzimmer einen einstündigen Vortrag über die EU und die EU-Flüchtlingspolitik für die Studierenden. Dabei erfuhren die Teilnehmenden zunächst etwas über die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros in Aachen. Außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Auch aktuelle Herausforderungen für die EU, wie die schwindende Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, wurden im Vortrag angesprochen.

Anna-Louisa Lobergh vom EUROPE DIRECT Team informierte die Studierenden schließlich über die Flüchtlingspolitik der EU. Dabei ging sie besonders auf die weltweiten Auswirkungen der Flüchtlingskrise ein. Außerdem gab sie einen Überblick über verschiedene Fluchtursachen und über bisherige Maßnahmen der EU zur Reduzierung illegaler Migration wie das EU-Türkei-Abkommen. Die Teilnehmenden brachten ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten aus den jeweiligen Länderperspektiven ein.

Im Anschluss an den Vortrag von EUROPE DIRECT nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers zum Thema "Migration und Grenzen in Europa" teil. Innerhalb von zwei Stunden erarbeiteten sie in den Räumen des Grashauses Informationen zu den Grenzen Europas, der Asyl- und Migrationspolitik der EU und der Entwicklungshilfe der EU. Unter anderem recherchierten sie dazu im Urkundensaal des Grashauses.

Um den Studierenden auch über diese Workshops hinaus Informationen mitzugeben, steuerte das EUROPE DIRECT Büro Aachen passende Infomaterialien bei.

Griechenland näher vorzustellen war das Ziel der Veranstaltung aus der Reihe "Europäisches Forum". Die 40 Teilnehmenden konnten sich auf einen länderkundlichen Abend mit Kurzvorträgen, Musik und Tanz freuen.

19 06 27 Quiz Sieger 300Holger Dux führte durch den Abend, der mit einer Einführung in das griechische Alphabet begann. VHS–Dozentin Sotiria Savrakidu zeigte den Teilnehmenden spielerisch, dass es gar nicht so schwierig ist, die griechische Sprache zu lernen. Am Ende des Abends konnten sich alle Anwesenden auf Griechisch vorstellen: Με λένε … (me léne).

Einen kurzen Einblick in die griechische Mythologie, Sagenwelt und antike Kultur gab Andreas Düspohl. Er brachte den Gästen die lebhafte Götterwelt näher. In der griechischen Philosophie unterscheidet man gemeinhin zwischen Vorsokratikern – also Philosophen, die vor Sokrates gewirkt haben – und klassischen Philosophen. Den Anfang letzterer machte Sokrates, der Wissen und Glauben trennte. Leider ist von der griechischen Philosophie nur ein Bruchteil der Schriften erhalten, sodass einige Denker lediglich unvollständig überliefert wurden. Natürlich darf im Zusammenhang mit Griechenland nicht vergessen werden, Demokratie zu erwähnen: Athen gilt als Wiege unserer modernen Demokratie in Europa.

In einem kurzen historischen Abriss wies Holger Dux auf die griechische Bau- und Architekturgeschichte hin und machte darauf aufmerksam, dass das Aachener Theater sowie der Elisenbrunnen mit Vorbau und Säulen nach den Vorbildern in Griechenland erbaut wurden. Sie sind ein Zeichen dafür, dass selbst im frühen 19. Jahrhundert u. a. Reiseliteratur die Sehnsucht erweckte, das Land der Hellenen zu besuchen.

Maria Riga und Elisavet Pachatyroglu erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen damit, wie es war, als junge Frauen aus der griechischen Diktatur der 70er Jahre nach Aachen auszuwandern, um dort studieren zu können. Sie waren und sind bis heute angetan von der Gastfreundschaft, mit der sie hier empfangen wurden. Diese erinnert sie an die Großherzigkeit der griechischen Kultur.

Durch den Abend hinweg leiteten Mona Nymphius und Eva Onkels ein interaktives Pub–Quiz, welches den Gästen Wissen in den Disziplinen "Geografie", "Kultur und Politik" und "Leute" abverlangte. Es wurde in Gruppen gerätselt und über mögliche Antworten diskutiert. Am Ende wurden drei Siegergruppen geehrt, welche sich über ein Buch zur griechischen Mythologie, ein mediterranes Kochbuch oder ein anderes interessantes Buch freuen durften.

Wir von EUROPE DIRECT bedanken uns bei den Gästen und unseren Partner für einen gelungenen und unterhaltsamen Abend.

Am 25. Juni konnten wir Prof. Dr. Hauke Brunkhorst zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion vor ca. 30 Personen begrüßen. Der Titel dieses Vortrags war "Die Wiederkehr der Politik - Hoffnungsschimmer für Europa". Der Vortrag war zugleich die Abschlussveranstaltung der Reihe "Europäische Horizonte".

19 06 25 Brunkhorst 300Die Reihe "Europäische Horizonte" war eine Initiative von fünf Kooperationspartnern in Aachen, Bonn und Essen, die durch gemeinsame Veranstaltungen und Veröffentlichungen in regelmäßiger Folge zentrale Zukunftsfragen Europas erörterte. Das Ziel der Partner, zu denen sich auch EUROPE DIRECT Aachen zählen kann, war es, politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen im europäischen Einigungsprozess zu thematisieren, die angesichts der Dominanz drängender politischer und ökonomischer Probleme leicht in den Hintergrund rücken.

Prof. Brunkhorst, der zurzeit als Seniorprofessor für Soziologie an der Europa-Universität Flensburg tätig ist, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Weltwirtschaftskrise von 2008 und den Umgang der Politik mit ihr.

Brunkhorst begann seinen Vortrag mit einer historischen Einbettung der jeweiligen Akteure. Er beschrieb eine Ordo-Liberale Haltung der relevante Akteure im Vorhinein der Krise: Der Europäische Binnenmarkt diene zur Befriedigung des Kapitalinteresses und die, von den Staaten losgelöste, EZB, die Marktkräfte an Stelle von politischem Willen stellt. Er nahm in diesem Kontext Bezug zu Hayek, der von einer Einbettung der Demokratie in die Märkte sprach und in einflussreiche Investoren, die die Wirtschaft eher als Naturgesetz, denn als politisches Konstrukt sahen.

Im Moment der Krise konstatiert Brunkhorst den angelsächsischen Akteuren eine Kehrtwende: So haben nicht nur der US-Präsident und der britische Premier, sondern auch die jeweiligen Chefs der Zentralbanken die "revolutionäre Idee" des "Flutens der Wirtschaft mit Geld" und der Rolle der 'Federal Reserve Bank' als letztem Kreditgeber für Banken den nötigen Raum gegeben um die Wirtschaft weltweit zu stabilisieren.
Im Gegensatz dazu haben die entsprechenden Akteure der Europäischen Union, so Brunkhorst, das Problem nicht erkannt und wurden nicht durch eigene, sondern durch die Maßnahmen der US-Regierung gerettet.

Zum Abschluss seines Vortrags und als Ausblick für die Zukunft zeichnete Hauke Brunkhorst ein Bild, in dem durch den, nun nicht mehr vorherrschenden Zwang eines "Naturgesetzes des Marktes" Raum für eine politische Gestaltung der globalen Wirtschaft. Er widerspricht hierbei explizit Wolfgang Streek, der eine Re-Nationalisierung der Politik fordert und sieht stattdessen eine Trans-Nationalisierung als beste Möglichkeit: Er fordert nicht nur eine europäische Sozialpolitik und eine politisch beeinflussbare Zentralbank, sondern auch das offene Austragen von politischen Konflikten. Insbesondere durch Konflikte sieht Brunkhorst die Chance einer Re-Politisierung der europäischen Gesellschaften und eine Wiederkehr der Politik.

Publikationen zum Thema:

Schülerinnen und Schüler des Juliusz Słowacki Liceum Chestochowa (Polen) waren in der Zeit vom 12.-19.06.2019 zu Gast im Aachener Couven Gymasium. In Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen konnte die Gruppe gemeinsam heute das Europäische Parlament in Brüssel besuchen.

Der Besuch setzte den deutsch-polnischen Austausch im Rahmen des Projektkurses „Klima.Kohle.Knete – Braunkohleförderung und die Folgen für Mensch und Umwelt“ unter der Leitung von Andrea Genten und Axel Huppertz fort. Wie schon beim Besuch der Couven-Schülerinnen und Schüler im März in Polen ging es auch in Aachen darum, „den Blick zurück nach vorn“ zu richten, um gemeinsame Zukunftsperspektiven von Jugendlichen in Deutschland und Polen für eine gerechte und nachhaltige Welt im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) in einem vereinten Europa zu entwickeln.

Die Notwendigkeit einer europäischen bzw. globalen Perspektive zum Schutz des Klimas wurde beim Gespräch mit der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen im Europaparlament in Brüssel deutlich. Sabine Verheyen unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen für den Klimaschutz nicht nur der europäischen Staaten sondern der internationalen Staatengemeinschaft auf globaler Ebene. Explizit nannte sie hier China und die USA.

Wer hat bei der Europawahl wie abgeschnitten? Was bedeuten die Wahlergebnisse für ihre jeweiligen Länder und die Europäische Union und wer wird künftig die EU-Kommission führen und die EU nach außen vertreten? Diese und viele weitere Fragen beantwortete der Politologe Siebo Janssen gestern im Rahmen der von Jochen Leyhe moderierten Veranstaltung "Europa hat gewählt - was kommt jetzt?" den 25 anwesenden Gästen.

19 06 04 EaD Europawahl 300Siebo Janssen begann seine Analyse mit einem kurzen Überblick über die deutschen Wahlergebnisse und beleuchtete daraufhin insbesondere die Ergebnisse von SPD und CDU: Beide Parteien haben, so Janssen, in der Vergangenheit diejenigen Themenbereiche nicht genügend besetzt, welche die deutsche Wahl maßgeblich beeinflusst haben, nämlich Klima und Umweltschutz. Mittel- bis langfristig prognostizierte er, dass beide Parteien als "Mittelparteien" mit Wahlergebnissen zwischen 15 und 20 Prozent weiter bestehen werden, die Fragmentierung der deutschen Parteienlandschaft jedoch ein bleibendes Phänomen sei.

In Bezug auf die übrigen europäischen Länder betonte er sowohl die länderübergreifenden Themen, wie z.B. der Wettbewerb zwischen EU-Befürwortern und Gegnern, wie auch nationale Besonderheiten; so war die Wahl etwa in Frankreich auch ein direkter Wettstreit zwischen dem amtierenden Präsident Macron und seiner aussichtsreichsten Herausforderin Marine Le Pen. Ebenfalls beleuchtete Siebo Janssen einzelne Sonderfälle wie Portugal, in dem es bis heute keine erfolgreiche Rechtspopulistische Partei gibt, sowie die nicht-europäischen Reaktionen auf die EU-Wahl.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Siebo Janssen, Jochen Leyhe und den Gästen für einen lehrreichen Abend sowie die spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 09.07.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Bullerbü war einmal? - Der Norden der EU"

19 05 29 Karlspreisfest 1EUROPE DIRECT beteiligt sich mit einem Stand mit Infomaterial, Europaquiz und Kinder-Malecke am Karlspreisfest

In diesem Jahr wurde die Verleihung des Karlspreises wieder mit einem großen Fest auf dem Katschhof gefeiert. UN-Generalsekretär António Guterres wurde am Himmelfahrtstag mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.

Das Karlspreisfest fand wieder am Vorabend und am Tag der Verleihung statt. EUROPE DIRECT war mit seinem Informationsstand im großen Zelt an beiden Tagen vertreten und durch die Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten kaum zu verfehlen. Angeboten wurden fast 60 verschiedene Informationsmaterialien zu unterschiedlichen Themenfeldern, wie den EU-Institutionen, Währung, Umwelt- und Grenzschutz, aber auch Ratgebern zu Verbraucherfragen, die natürlich kostenlos von den Bürgerinnen und Bürgern mitgenommen werden konnten.

19 05 29 Karlspreisfest 3Am Donnerstag versammelten sich bereits um 11.00  die Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz, um die Übertragung des Festaktes im Krönungssaal des Rathauses auf einer Video-Großleinwand zu verfolgen. Anschließend folgte auf dem Katschhof ein buntes Kulturprogramm aus Tanz, Musik und Diskussionen, welches bis in den Abend hinein dauerte.

Wie sehr die Aachener Bevölkerung die europäische Idee angenommen hat zeigte sich nicht nur durch die Begeisterung für den diesjährigen Preisträger, sondern auch durch den großen Andrang am EUROPE DIRECT Stand. Dort konnten Fragen gestellt und Diskussionen zu Europa geführt werden.

19 05 29 Karlspreisfest 4Beim EUROPE DIRECT Infostand gab es u.a. ein großes Interesse an Informationen zu Auslandsaufenthalten und -praktika. Die Broschüren und Hefte richteten sich jedoch nicht nur an Erwachsene. Auch die Angebote für Kinder, darunter spannende Hefte wie "Europa kinderleicht", "Sophie und Paul entdecken Europa" und diverse Malbücher, waren sehr begehrt.
Das EUROPE DIRECT Team tauschte sich auch mit einigen Lehrern aus, die großes Interesse an den vielseitigen Unterrichtsmaterialien zeigten, welche in Grundschulen und weiterführenden Schulen Verwendung finden können.

Neben der Vielzahl an Informationsmaterialien gab es am Stand noch ein Europa-Quiz, um das eigene Wissen zu testen und eine Kinder-Malecke, in der sich die jüngsten Europäerinnen und Europäer kreativ austoben konnten.

19 05 27 BK Frechen 1Berufskolleg Frechen trifft Europaabgeordnete im Grashaus

EUROPE DIRECT Aachen lud heute 22 Schülerinnen und Schüler des Nell-Breuning-Berufskollegs (Kaufmännische Europaschule des Rhein-Erft-Kreises) ins Grashaus ein. Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT, führte die sehr interessierten jungen Menschen in die Themen "Was ist die EU?", "Die EU im Alltag" und "Europastadt Aachen - grenzüberschreitende Aktivitäten" ein und nahm noch wirtschaftliche Aspekte mit hinzu.

Zu Beginn der Veranstaltung war es jedoch ein besonderes Highlight, dass die frisch wiedergewählte Europaparlamentarierin Sabine Verheyen mit der Gruppe über die Europawahl und ihre Arbeit beim EU-Parlament sprach. Die Schüler konnten ihre vorbereiteten Fragen stellen und ihre Wünsche und Vorstellungen zum Beispiel zur EU-Flüchtlingspolitik an die Abgeordnete geben.

19 05 23 Katho 1Workshop mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen

EUROPE DIRECT Aachen hat heute zusammen mit Andreas Reiners, Professor für Soziologie und Sozialpolitik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, einen Workshop zur EU und den sozialen Rechten durchgeführt. Es war Teil eines Blockseminars zur Europäischen Sozialpolitik.

Zunächst führte Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, die 28 Studierenden in die Geschichte und Arbeitsweise der EU ein. Zudem stellte er die Grundlage der Europäischen Sozialpolitik vor, vor allem die Europäische Säule sozialer Rechte.

Prof. Reiners vertiefte das Thema der Europäischen Sozialpolitik in Kleingruppen und vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden. Das Europäische Sozialmodell wurde kritisch beleuchtet und die soziale Lage in Europa erörtert.

Ergänzend ist eine Fahrt zur Europäischen Kommission in Brüssel geplant.

Welches Europa wollen wir – und wie viel?
Lars Klingbeil MdB
Generalsekretär der SPD

In fünf Veranstaltungen erläutern europäische Persönlichkeiten im Ludwig Forum für Internationale Kunst, welches und wie viel Europa sie wollen. Heute skizzierte Lars Klingbeil seine Vorstellung, wie sich die EU weiterentwickeln soll und muss, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das europäische Projekt zu stärken.

Lars Klingbeil kritisierte die zunehmenden Polarisierung in der Politik und in der Gesellschaft. Während ein Teil der Gesellschaft zum Beispiel Angst davor habe, wegen der Digitalisierung ihren Job zu verlieren oder der Wandel von Arbeitszeitmodellen für sie zu schnell gehe, fordere die junge Generation einen noch schnelleren Fortschritt. Man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen, sonst füllten populistische Parteien diese Lücke. Zudem habe die Politik in den vergangenen Jahren zu wenig betont, dass Europa ein Erfolgsmodell ist.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Klingbeil den Fragen des Moderators und des Publikums. Es waren ca. 75 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Da die bevorstehende Europawahl die Weichen für die Zukunft Europas stellt, wurden wichtige EU-Themen aufgegriffen.

Welche Akzente setzen die Stadt Aachen und die Karlspreisstiftung im Karlspreisrahmenprogramm? Welche Preisträger und Personen hinterließen einen besonders bleibenden Eindruck und woher stammt eigentlich die Idee für ein kulturpolitisches Rahmenprogramm? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen, den 21 Gästen im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses.

19 05 21 EaD Olaf MüllerOlaf Müller, der schon das erste Rahmenprogramm des Karlspreises 1991 mitorganisierte, begann seinen Vortrag mit einer kurzen Auflistung der Preisträger seit 1991. Er stellte die jeweiligen Preisträger kurz vor und berichtete von den jeweiligen Besonderheiten der Rahmenprogramme. So erzählte er beispielsweise vom Jahr 2004, in dem nicht nur der Karlspreis an Patrick Cox verliehen wurde, sondern auch ein außerordentlicher Karlspreis an Papst Johannes Paul II verliehen wurde.

Im Anschluss daran erläuterte Olaf Müller den Gästen die Geschichte und die Idee des Karlspreisrahmenprogrammes: Vom Vorschlag des OB a.D. Jürgen Linden die Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen bis zum heutigen Rahmenprogramm mit ca. 50 Veranstaltung, die sich über 4 Wochen erstrecken. Zusätzlich berichtete er von einzelnen Veranstaltungen, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind, so z. B. die Vorführung des Films "Before Flying Back to the Earth" von Arunas Matelis und die anschließende Übergabe der gesammelten Spenden an die Kinder-Krebsstation in Vilnius.

In der anschließenden lebhaften Diskussion stellte sich Olaf Müller den Fragen der Gäste: Es wurde nicht nur über vergangene und nicht-gewählte Preisträger wie Michail Gorbatschow diskutiert, sondern auch über das Rahmenprogramm an sich sowie die Ausgestaltung und Wahrnehmung des Rahmenprogrammes durch Veranstalter und Besucher.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Olaf Müller und den Gästen für einen lehrreichen Abend und eine spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 04.06.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Europa hat gewählt - was kommt jetzt?"

EUROPE DIRECT Aachen lud heute Isabel Hohmann vom CIVIC Institute ein, 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Europaschule Langerwehe zu besuchen. Im Rahmen der Frage "Die Daten sind frei?" wurde dort ein Workshop zur Datenschutzgrundverordnung und dem Gesetzgebungsprozess der Europäischen Union durchgeführt.

19 05 17 Vermittlungsausschuss 300Der Workshop begann mit einer kurzen Vorstellung der für den Gesetzgebungsprozess relevanten Institutionen durch Frau Hohmann. So stellte sie insbesondere die Kommission, die Fraktionen des Europäischen Parlaments und den Europäischen Rat vor.

Im Anschluss an die Einführung wurden die Schülerinnen und Schüler zufällig auf die drei Institutionen und in ihre jeweiligen Räume verteilt. Nachdem in der ersten Phase die Schüler der Kommissions-Gruppe einen Entwurf der DSGVO erstellten, stellten sie diesen Entwurf jeweils dem Europäischen Rat und den Vertretern des Europäischen Parlaments vor. Beide berieten daraufhin intern über die von der Kommission vorgeschlagenen Artikel und bereiteten Änderungsanträge vor. Der Workshop endete feierlich, als durch den Vermittlungsausschuss eine Einigung gefunden werden konnte.

Das Spiel hat vor allem verdeutlicht, wie schwierig und langwierig ein kompliziertes Gesetzesvorhaben wie die DSGVO ist, wenn verschiedene Institutionen und ihre Mitglieder einen tragfähigen Kompromiss finden müssen. Insbesondere durch die unterschiedliche Gewichtung der Landesvertreter im Europäischen Rat und der Fraktionen im Europäischen Parlament wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie schwer es sein kann stabile Mehrheiten für Vorschläge auszuhandeln.

In der abschließenden Feedback-Runde konnte dann das spielerisch gelernte auf die Realität übertragen und ein gemeinsames, von allen Seiten positives, Fazit des Workshops gezogen werden.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für die gelungene Durchführung!

16 04 19 Geschwister SchollPressefreiheit in Gefahr?!?
Im Rahmen des Karlspreises findet seit vielen Jahren im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen jeweils eine Veranstaltung statt, die sich aus Schülersicht mit den Preisträgern oder drängenden Themen für die Einheit Europas auseinandersetzt. Heute fand in der Aula des Gymnasiums vor 250 Schülerinnen und Schülern eine Podiumsdiskussion zum Thema "Pressefreiheit in Europa" statt.

Das demokratische Europa lebt von der Akzeptanz und der Mitwirkung seiner Bürgerinnen und Bürger. – Die EU wird nur erfolgreich sein, wenn die Europäer diese Gemeinschaft befürworten und verteidigen. Dies erfordert die Möglichkeit, sich objektiv zu den verschiedenen Themen informieren zu können. Neue Medien, deutlich dezentraler wirkende Soziale Medien, erreichen immer mehr Europäer, während Zeitungen und Info-Sender immer weniger wahrgenommen werden. Staaten und Organisationen außerhalb der EU versuchen, mit Falschmeldungen oder bewusster Themensetzung Meinung zu beeinflussen.

Hinzu kommt in einigen EU-Staaten politischer Druck auf die freie Presse. Wie verändert sich unter diesen Bedingungen die Arbeit der Journalisten? Ist die Pressefreiheit in Gefahr? Wird die gewohnte Medienlandschaft vielleicht sogar zwischen Google und Co., wirtschaftlichen Zwängen und gelenkter Demokratie zerrieben? Und was bedeutet das für das ganze Haus Europa?

Zu diesen Fragen sprach und diskutierte heute der polnische Journalist und Publizist Adam Krzeminski mit Robert Esser, Redakteur der Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Adam Krzeminski gab vor dem Hintergrund seiner Lebens- und Berufserfahrung Einschätzungen zur Situation der polnischen und europäischen Presse. Er berichtete von Gängelungen der Presse und den staatlichen Versuch, die Medien unter Kontrolle zu bringen. Aber auch die deutsche Presse nimmt er eingeengter als in den vergangenen Jahrzehnten wahr.

Am 15. Mai 2019 nahmen rund 20 Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums in Stolberg an einer Debatte über die Zukunft der Außenpolitik der Europäischen Union teil.

19 05 15 Schueler vor Plakaten 300Diese wurde durch drei Leitfragen strukturiert:

  • Soll die Außenpolitik künftig stärker gemeinschaftlich oder national konzipiert werden?
  • Welche Rollen sollen der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament im Rahmen der Außenpolitik zukommen?
  • Welche Rolle soll die Entwicklungspolitik künftig im Rahmen der Außenpolitik spielen?

Zur Bearbeitung dieser Fragen wurden die Schülerinnen und Schüler in mehrere Spielgruppen unterteilt, welche die Staaten der EU, das Europäische Parlament und den Europäischen Rat repräsentierten.

Nach einer kurzen inhaltlichen und methodischen Einführung durch Dr. Ralf Hell, der das Planspiel im Auftrag von EUROPE DIRECT Aachen durchführte, arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Rollen ein. Anschließend ging es zügig in die Verhandlungen: Wie in echten Verhandlungen wurden Koalitionen geschmiedet und Absprachen getroffen. Dabei gelang es den beteiligten Gruppen in unterschiedlichem Maße ihre Interessen durchzusetzen.
Am Ende der Simulationen kam es zu einer Abstimmung über die künftige Gestalt der europäischen Außenpolitik in einer Welt, die von zahlreichen Interessengegensätzen, Krisen und Kriegen geprägt ist. Wie in der Realität konnten in einigen Fragen Annäherungen erzielt und gemeinsame Positionen erarbeitet werden, viele Fragen blieben aber auch offen.
Die Schülerinnen und Schüler äußerten sich in der anschließenden Feedbackrunde sehr positiv über den Lerneffekt des Planspiels und betonten, dass diese Art des Lernens auch noch viel Spaß gemacht habe.

 

Mit mehr als ein Dutzend Städtepartnerschaften sind Aachen und die umgebenen Städte und ihre Bürger weltweit vernetzt. Dies nahmen EUROPE DIRECT Aachen, das Deutsch-Französische Kulturinstitut, die Stadt Aachen und die Städteregion Aachen zum Anlass um im Rahmen des Karlspreisrahmenprogramms interessierte Bürger und Vertreter der Städtepartnerschafts-Vereine ins Haus Löwenstein einzuladen.

19 05 15 Workshop Städtepartnerschaften 300Andreas Christ führte die 35 Teilnehmer des Workshops durch den Abend, in dem es unter anderem darum ging wie die Vereine die jüngere Generation für Städtepartnerschaften begeistern können und Anregungen für das eigene Engagement zu bekommen.
Nach einem Grußwort von Winfried Brömmel und Angelika Ivens informierte Jochen Butt-Posnik in einem kurzen Vortrag über das EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" , welches Projekte und Vereine finanziell fördert.

Im Anschluss an den Vortrag teilte Andreas Christ die Teilnehmer in drei Gruppen auf um, mit Hilfe der sogenannten "Walt-Disney-Methode", die Teilnehmer zu einem aktiven Austausch von Know-How zu ermutigen:
Er selbst leitete die Gruppe "Jugend, Zukunftsfähigkeit", Jochen Butt-Posnik die Gruppe "Finanzierungs-möglichkeiten" und Raphaela Kell die Gruppe "Nachhaltigkeit". Die Gruppen durchliefen jeweils drei Phasen: Die "Träumen"-Phase, in der die Teilnehmer zusammen mit den Referenten sich zu den jeweiligen Themen erträumen sollten wie es sein sollte, z.B. schnelle und unbürokratische Finanzierung von Projekten. In der zweiten Phase, dem "Realisieren", waren die Teilnehmer dazu angehalten sich dazu auszutauschen wie man die "Träume" aus Phase eins in die Realität umsetzt und in der dritten Phase, dem "Kritisieren", reflektierten die Teilnehmer sowohl über die Träume als auch über die Realisierung. Da zwischen den Phasen die Gruppen die Themen wechselten konnte so ein fruchtbarer Austausch stattfinden, der in Form von Flipcharts dokumentiert werden konnte.

Andreas Christ rundete die im Anschluss stattfindende, lebhafte Abschlussdiskussion mit einem Schlusswort ab in dem er dazu aufrief sich nicht davor zu scheuen politische Funktionsträger auf die wichtige Arbeit der Städtepartnerschaftsvereine hinzuweisen.

In Zeiten zunehmender Agitation gegen die Europäischen Union und ihre Institutionen ist es wichtig zu wissen, was dieser supranationale Staatenverbund überhaupt ist, was ihn auszeichnet und wie er Politik betreiben kann. Um diese Bereiche mit Leben zu füllen und diese den Schülerinnen und Schülern der 9a des Goethe Gymnasiums Stolberg praktisch, nachhaltig und unterhaltsam zu vermitteln, hat Dr. Ralf Hell im Auftrag von EUROPE DIRECT Aachen mithilfe des Planspiels „60 Jahre EU: Wohin auf der internationalen Bühne?“ dazu angeregt über die Zukunft der Europäischen Union im Themenfeld Außen- und Migrationspolitik zu diskutieren und zu verhandeln.

19 05 14 Schuelerin vor Plakaten 300Das Ziel des Planspiels war es den 22 Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Politikbildung der Europäischen Union im Bereich der Außen- und Migrationspolitik zu vermitteln. Um dies zu erreichen erhielten die Schülerinnen und Schüler die Rollen verschiedener EU-Mitgliedsstaaten, des Rates der Europäischen Union sowie der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments. Sie hatten die Aufgabe gemeinsam einen Gesetzesentwurf zur europäischen Außen- und Migrationspolitik zu erarbeiten, zu diskutieren und zu verhandeln sowie nach Möglichkeit einen Kompromiss zu finden, der alle Beteiligten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zufrieden stellen würde.

Während die meisten Schülerinnen und Schüler also die Vertretung der EU-Mitgliedsstaaten übernahmen, haben zwei Schülerinnen die Rolle der Europäischen Kommission übernommen. Einige weitere Schülerinnen und Schüler vertraten das Europäische Parlament. In Partner- oder Kleingruppenarbeit wurde fortan die Position des jeweiligen Staates oder Institutionen erarbeitet; zur späteren Präsentation sollten die wesentlichen Forderungen und Bedenken auf Plakaten festgehalten werden.

Nach einer kurzen Pause wurden die Plakate vorgestellt. Daraufhin fanden sich die Staaten, die ähnliche oder gleiche Positionen vertraten in Ländergruppen zusammen, um infolgedessen zu kooperieren und geschlossen ihre Meinung zu vertreten. In der anschließenden, von der Europäischen Kommission geleiteten, Diskussion traten die verschiedenen Interessen der EU-Mitgliedsstaaten offen hervor. Für die Schülerinnen und Schüler war dies ein besonderer Moment, da sie erkannten, warum eine politische Entscheidungsfindung häufig viel Zeit in Anspruch nimmt und dennoch nicht für alle Teilnehmer ein befriedigendes Ergebnis hervorbringt.

Abschließend kann festgehalten werden, dass Planspiele das Wissen über politische Prozesse deutlich besser vermitteln können als die Lektüre diverser Texte sowie die Erläuterung von Schaubildern. Laut Evaluation bereitete den Schülerinnen und Schülern die Arbeit im Planspiel eine interessante und informative Alternative zum gewöhnlichen Unterricht, die sie gerne öfter wahrnehmen würden.

19 05 09 Hallo Europa 1Heute organisierte EUROPE DIRECT für 12 Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklasse des Rhein-Maas-Gymnasiums (Aachen) einen Workshop zum Thema "Hallo Europa, Hallo Demokratie?".

Das Gymnasium ist Teil des Bündnisses "Schule ohne Rassismus". In diesem Jahr gibt es deshalb für alle Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Aktionen zu dem Oberthema Respekt. In dieses Themenfeld gehört auch die Auseinandersetzung mit Fragestellungen wie Demokratie, Grundrechte, Gleichberechtigung.
Hinsichtlich der Europäischen Union wurden Beispiele für Solidarität erarbeitet. Ein Schüler: "Solidarität meint Zusammenhalten. Sie sind so wie eine Familie oder eine Mannschaft. So machen sie Europa stark und die EU sorgt dafür, dass es keinen Krieg gibt."
 
Die Aufbereitung dieser sehr komplexen Themengebiete speziell für diese Zielgruppe durch den Museumspädagogischen Dienst empfanden sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler als sehr ansprechend. Die unterschiedlichen Sprachniveaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden durch die verschiedenen Aufgabenstellungen genauso berücksichtigt wie die persönlichen Erfahrungen der Einzelnen. .

19 05 09 Hallo Europa 2Das Gebäude mit seiner Geschichte hat ebenso beeindruckt, wie auch die offene Arbeits- und Lernatmosphäre. Es wurde sehr offen diskutiert und auch von den Schülerinnen und Schülern empfundene Ungerechtigkeiten in der deutschen Gesellschaft konnten offen angesprochen und diskutiert werden. Auch die selbst erarbeiteten Vorträge zeigen, wie intensiv die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist. Oft wurde nach neuen Wörtern gesucht, um sich differenziert ausdrücken zu können. Die Jugendlichen gewinnen an Ausdrucksvermögen, lernen ihre Gedanken zu besser verbalisieren. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für demokratische Prozesse.

Im Zeichen des europäischen Schwerpunktes der Gesamtschule Eifel feierten am 9. Mai 2019 die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrpersonen den Europatag auf dem Finkenberg in Blankenheim.

19 05 09 Blankenheim 300Im Anschluss an die Begrüßung durch die Schulleitung haben sich die einzelnen Jahrgänge altersgerechten Aktivitäten rund um das Thema "Europa" gewidmet.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen haben sich auf Informationsveranstaltungen der IHK Aachen, dem Institut Francais und EUROPE DIRECT Aachen aufgeteilt und sich über Wege ins Ausland informiert.
Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen führte zusätzlich einen Workshop zum Thema "Welche EU willst Du?" durch, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich im Rahmen eines Quiz Gedanken über die Vor- und Nachteile der Europäischen Union in ihrem Alltag machen und Wünsche bzw. Erwartungen für die Zukunft formulieren konnten.

So diskutierten die Schülerinnen und Schüler z. B. über die von ihnen wahrgenommene mangelnde Beachtung der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der EU-Urheberrechtsreform.

Durch die vielen, zum Teil sehr leidenschaftlich geführten Diskussionen, wurde bemerkbar, dass die Jugendlichen sich sehr für Politik, auch auf europäischer Ebene, interessieren.

Welches Europa wollen wir – und wie viel?
Dr. Andreas Pinkwart
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

In fünf Veranstaltungen erläutern europäische Persönlichkeiten im Ludwig Forum für Internationale Kunst, welches und wie viel Europa sie wollen. Heute skizzierte Andreas Pinkwart seine Vorstellung, wie sich die EU weiterentwickeln soll und muss, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das europäische Projekt zu stärken.

Andreas Pinkwart lobte wie die Spitzenpolitiker, die in dieser Reihe bereits gesprochen hatten, zunächst die großen Errungenschaften Europas bevor er seine Kritik formulierte: Zu häufig verliere sich die EU in Kleinigkeiten statt die großen Fragen anzugehen. Es sei notwendig, die Beteiligung der Bürger zu stärken und digitale Wege der Partizipation zu nutzen. Die Europawahlen alle fünf Jahre reichten nicht aus, um die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen.

Der NRW-Wirtschaftsminister sah für Europa große Chancen in der Digitalisierung, aber man müsse diese frühzeitig erkennen und nutzen. Er wünsche sich ein "Europa der Innovationen" als Voraussetzung für gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Pinkwart den Fragen des Moderators und des Publikums. Es waren ca. 65 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Da die bevorstehende Europawahl die Weichen für die Zukunft Europas stellt, wurden wichtige EU-Themen aufgegriffen.

Welches Europa wollen wir – und wie viel?
Elmar Brok MdEP
Brexit-Beauftragter der EVP-Fraktion und Brexit Sherpa des Europäischen Parlaments

In fünf Veranstaltungen erläutern europäische Persönlichkeiten im Ludwig Forum für Internationale Kunst, welches und wie viel Europa sie wollen. Heute skizzierte Elmar Brok seine Vorstellung, wie sich die EU weiterentwickeln soll und muss, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das europäische Projekt zu stärken.

Mit seiner seit 1980 fast vier Jahrzehnte währenden Mitgliedschaft ist der gelernte Rundfunkjournalist aus dem ostwestfälischen Verl der dienstälteste Abgeordnete im Europäischen Parlament. 13 Jahre lang leitete er den Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, war Hauptberichterstatter über die Erweiterung der EU und vertrat das Parlament in allen Regierungskonferenzen seit Maastricht bis hin zum Vertrag von Lissabon, in den Verhandlungen über die Einrichtung des Europäischen Auswärtigen Dienstes, den Europäischen Stabilitätsmechanismus, den Fiskalvertrag – und bei den Brexit-Verhandlungen.

Elmar Brok würdigte die Erfolge der europäischen Integration. Als er in Brüssel zu arbeiten begann, hatte die EU nur neun Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament kaum Mitspracherecht. Europe vereine nicht nur der wirtschaftliche Wohlstand sondern der Zusammenhalt, den es man weiter stärken müsse. Ärmere Länder hätten einen Anspruch auf die Solidarität der reicheren Mitgliedsstaaten.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Brok den Fragen des Moderators Siebo Jansen und des Publikums. Es waren ca. 90 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Da die bevorstehende Europawahl die Weichen für die Zukunft Europas stellt, wurden wichtige EU-Themen aufgegriffen.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen hat heute im Rahmen des Europafestes eine Fahrt zum Tag der offenen Tür der EU-Institutionen nach Brüssel durchgeführt. 56 Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Aachen nutzten ihre Chance, einen Tag lang einen Eindruck von den EU-Institutionen und dem EU-Viertel in Brüssel zu erhalten.

19 05 04 BruesselParlament 300Nach der gemeinsamen Busfahrt und dem Passieren der Sicherheitskontrollen im EU-Parlamentsgebäude hatten die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit den Mitarbeitern von EUROPE DIRECT die Möglichkeit zu einem Austausch mit Niels Fischer aus Aachen, der Referatsleiter in der EU-Parlamentsverwaltung ist. Herr Fischer konnte spannende Hintergründe aus dem Arbeitsalltag des Europäischen Parlaments erläutern und die vielen Fragen der Bürger beantworten. Vielen Dank dafür!

Anschließend stand es den Teilnehmern offen, das Europa-Viertel auf eigen Faust zu erkunden und die zahlreichen Veranstaltungen und Infostände vor und in den EU-Institutionen selbst zu besuchen. Diese informierten zum Bespiel über Praktikumsmöglichkeiten, EU-Förderungen, politische Vereinigungen und aktuelle Arbeitsbereiche der EU-Institutionen.

Im ganzen EU-Viertel wurden zudem eine Vielzahl von weiteren Attraktionen für Besucher und Besucherinnen jeden Alters angeboten. So präsentierten sich z.B. einzelne Regionen aus der EU auf kulturelle Weise mit typischem Essen, Tänzen oder einer Darstellung der landschaftlichen Höhepunkte.
Somit war für jeden etwas dabei und je nach Interesse konnten auch individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.
Wie auch in den letzten Jahren kehrten die Teilnehmer mit vielen Eindrücken und Taschen voller Informationsmaterial über die Akteure der Europäischen Union nach Aachen zurück.

Welches Europa wollen wir – und wie viel?
Fabio De Masi MdB
Stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

In fünf Veranstaltungen erläutern europäische Persönlichkeiten im Ludwig Forum für Internationale Kunst, welches und wie viel Europa sie wollen. Heute skizzierte Fabio De Masi seine Vorstellung, wie sich die EU weiterentwickeln soll und muss, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das europäische Projekt zu stärken.

Der 39-jährige Deutsch-Italiener studierte über den zweiten Bildungsweg Volkswirtschaft in Hamburg und Kapstadt. Anschließend arbeitete er zunächst als Vorstandsassistent einer gemeinnützigen Unternehmensberatung unter UN-Schirmherrschaft. Nach Abschluss zweier weiterer Studien war er als Dozent für Volkswirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht tätig. Von 2014 bis 2017 gehörte er für Die Linke dem Europäischen Parlament an; im September 2017 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt, wo er stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

Fabio De Masi hat eine klare Vorstellungen, wie sich Europa ändern müsse: Es soll eine sozialere Union sein, die gleichzeitig für Abrüstung steht. Es reiche nicht, auf den Frieden innerhalb der EU zu verweisen, weil um die EU herum die Welt in voller Konflikte sei. Verantwortlich seien dafür auch die EU-Mitgliedsländer, weil sie internationale Konflikte u.a. mit Rüstungsexporten befeuern, was wiederum eine Ursache für Terror und Flucht wäre.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich De Masi den Fragen des Moderators Siebo Jansen und des Publikums. Es waren ca. 70 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Da die bevorstehende Europawahl die Weichen für die Zukunft Europas stellt, wurden wichtige EU-Themen aufgegriffen.

Was ist Europa: das Bindeglied zwischen Karamellbonbonvorschriften, griechischer Mythologie und dem Friedensnobelpreis? Es gibt bessere Antworten - und noch mehr Fragen: Wer ist Europa? Wer gestaltet den Kontinent und die Europäische Union? Und welchen Einfluss hast Du persönlich? Bei EuropaGestalten wurden auf diese Fragen Antworten gesucht.

19 05 03 EuropaGestalten 2Der Tag bestand aus einem vielseitigen Programm: Vom Kneipequiz über Kunst und Musik bis hin zu Poetryslams rund um die europäische Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieses Angebot, speziell für junge Menschen, die sich mit dem Thema Europa auseinanderzusetzen wollten, wurde vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen in Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen organisiert.

Über 70 junge Leute kamen am Abend im Café & Bar Zuhause zusammen, lernten sich kennen und stellten sich den Fragen der Quizmaster. "An wechem Tag findet die Europawahl in den Niederlanden statt?" war eine von vielen Fragen in den vier Runden des Kneipenquiz.

Zwischen den Runden des Kneipenquiz fand eine Mischung aus Kunst und Kultur statt. Den Anfang machten zwei junge, kosovarische Musiker, die mit heimischen Instrumenten ihre Lieder zum Besten gaben und mit der "Ode an die Freude" den krönenden Abschluss spielten. In der zweiten Pause des Kneipenquiz stellte Alfred Mevissen von Art moves Europe e.V. seine ausgestellten Kunstwerke vor und erläuterte dem Publikum den Bezug seiner Kunst zu Europa.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Poetry Slammer Florian Schreiber und Paul Bank das Wort und faszienierten das Publikum mit ihren Texten über Europa. Den Abschluss machten die Partnerorganisationen, die sich und ihre Arbeit in kurzen Vorträgen vorstellten.

Am Ende der Veranstaltung hatten sich drei der 15 Gruppen im Kneipenquiz abgesetzt und gewannen Gutscheine der Café & Bar Zuhause aber auch der letzte Platz ging nicht leer aus und wurde mit einem großen Paket an Informationsmaterialien über die Europäische Union für das nächste europäische Kneipenquiz unterstützt.

Patnerorganisationen: AEGEE Aachen, JEF Aachen, Koordinationsstelle Jugendpartizipation, Hochschulradio Aachen, Studentischer Arbeitskreis für Außen- und Sicherheitspolitik, EuroPeers, Pulse of Europe Aachen, Karlpreisstiftung, Schülerinnen der Maria Montessori Gesamtschule Aachen, Boxhorn, Art Moves Europe e.V.

Welches Europa wollen wir – und wie viel?
Annalena Baerbock MdB
Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

In fünf Veranstaltungen erläutern europäische Persönlichkeiten im Ludwig Forum für Internationale Kunst, welches und wie viel Europa sie wollen. Heute skizzierte Annalena Baerbock ihre Vorstellung, wie sich die EU weiterentwickeln muss, um zu einer Union der Bürgerinnen und Bürger zu werden die weltpolitikfähig ist und die großen Herausforderungen unserer Zeit lösen kann.

Die gebürtige Hannoveranerin studierte Politikwissenschaften und Öffentliches Recht an der Universität Hamburg sowie Völkerrecht an der London School of Economics. Ab 2005 leitete sie das Büro einer Europaabgeordneten, bevor sie 2008 in die Dienste der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen trat. 2009 wurde sie Vorsitzende des Brandenburger Landesverbandes. Vier Jahre darauf zog sie erstmals in den Deutschen Bundestag ein, wo sie u.a. klimapolitische Sprecherin ihrer Fraktion war. Im Januar 2018 wurde sie neben Robert Habeck zur Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen gewählt.

Annalena Baerbock hielt ein Plädoyer für ihre Vision einer europäischen föderalen Republik. Mit ihrer Rede wollte Sie Zuversicht und Mut stiften. Man brauche große Visionen für große Herausforderungen und könne nicht mehr nur den Status quo verwalten. Um Europa aus der Krise zu holen, dürfe sich die Politik nicht von Angst leiten lassen.

Im Anschluss an ihren Vortrag stellte sich Frau Baerbock den Fragen der Moderators und des Publikums. Es waren ca. 260 Bürgerinnen und Bürger gekommen. Da die bevorstehende Europawahl die Weichen für die Zukunft Europas stellt, wurden wichtige EU-Themen aufgegriffen.

Auf Initiative und Einladung der Studierenden-Vertretung des Weiterbildungskollegs (WBK) der StädteRegion Aachen hat das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen anlässlich der am 26. Mai stattfindenden Europawahl einen Workshop mit Studierenden des IV. Semesters des Bildungsgangs Kolleg veranstaltet.

19 04 10 WBK ZukunftEuropa 300Die gut 25 TeilnehmerInnen - junge Erwachsene und oftmals ErstwählerInnen bei der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament - erwarben Grundlagenwissen zu Europa, entwickelten in interaktiven Methoden ihre eigenen Ideen zu Europa und formulierten Wünsche für die Zukunft der Europäischen Union.

Auch hatten die Teilnehmenden die Chance, vor und nach der Veranstaltung ihre Stimme abzugeben und zu zeigen, in welchem Europa sie in der Zukunft leben möchten. Sabina Becker-Lelabi, Leiterin des Bildungsgangs Kolleg und Lehrerin für Volkswirtschaftslehre, unterstützte die Referenten von EUROPE DIRECT und die Studierenden.

Zum Abschluss und als Höhepunkt des Europatags am WBK hatte Armin Goffin, Studierendensprecher des WBK und Moderator der Veranstaltung, Politiker aus der StädteRegion Aachen eingeladen, miteinander über unsere Zukunft in Europa zu diskutieren und Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Zu Gast im bis auf den letzten Platz gefüllten Forum in Würselen waren Daniel Freund (Die Grünen), Christian Arnd (Die Linke), Hendrik Schmitz (CDU), Patrick Schunn (FDP) und Norbert Spinrath (SPD).

Alle Politiker verwiesen engagiert auf die Errungenschaften der Europäischen Union seit ihrer Gründung und machten den jungen Studierenden deutlich, dass der Frieden in Europa ein kostbares Gut ist, dass es zu bewahren gilt. Auch verwiesen sie auf die Errungenschaften des europäischen Binnenmarktes, der den EU-Bürgern ein Leben und Arbeiten in den 28 EU-Mitgliedsstaaten ohne Grenzen eröffnet hat.

Unterschiedliche Akzente wurden bei der Behandlung von Themen wie einer gemeinsamen Umweltpolitik und einer EU-Wirtschaftspolitik gesetzt. Einig waren sich die Politiker, dass mit dem Gang zur Wahl am 26. Mai 2019 auch über ein Ja oder Nein zu einem Europa abgestimmt werden wird, das sich gegen Nationalismus und Rechtspopulismus in Stellung bringt. Eine Umfrage unter den Studierenden des WBK vor und nach dem Workshop und der Podiumsdiskussion, welche Partei sie bei der Europawahl wählen würden, ergab interessanterweise ein unterschiedliches Meinungsbild. So hatten sich die jungen Kollegiaten ausgiebig mit den Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt und sich zum Teil um entschieden.