Die Europäische Kommission hat zwei neue Strategien vorgestellt: eine Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter und eine Strategie zur Generationengerechtigkeit. Die Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter für den Zeitraum 2026 bis 2030 integriert Gleichstellung in alle Lebensbereiche, sowohl online als auch offline, von Bildung und Gesundheit bis hin zu Arbeit und öffentlichem Leben, und befasst sich mit modernen Bedrohungen wie Cybergewalt und KI-bezogenen Risiken, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. Mit ihrer ersten Strategie für Generationengerechtigkeit möchte die EU-Kommission das langfristige Denken in der EU-Politikgestaltung weiterentwickeln und gleichzeitig den Anliegen junger Menschen mehr Gewicht verleihen.
Gleichstellung der Geschlechter
Zur Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter für den Zeitraum 2026 bis 2030 sagte Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Gleichberechtigung: „Während andere bei der Gleichstellung der Geschlechter Rückschritte machen, geht die Europäische Union voran. Wir werden hart erkämpfte Rechte schützen, ins Stocken geratene Fortschritte wieder in Gang bringen und Widerstand mit Mut und Klarheit begegnen. Gleichstellung macht unsere Gesellschaften innovativer und unsere Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger. Gleichstellung für alle ist unser Ziel. Das ist das Europa, in dem wir leben wollen.“
Die Strategie übersetzt die Ziele des Fahrplans für die Rechte der Frau, in konkrete Maßnahmen
- zur Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen,
- zur Einbeziehung von Männern und Jungen,
- zur entschiedenen Ablehnung jeglicher Rückschritte bei den Grundrechten
- und zur Beschleunigung der Fortschritte auf dem Weg zu einem wirklich geschlechtergerechten Europa.
Generationengerechtigkeit
Zur Strategie für Generationengerechtigkeit erklärte Glenn Micallef, EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport: „Der Schutz des Friedens, der Menschenrechte, des Völkerrechts und unseres Planeten ist für die langfristige Sicherheit und den Wohlstand Europas von entscheidender Bedeutung. Unser Ziel ist es, bei allem, was wir tun, systematisch sowohl die heutigen als auch die zukünftigen Generationen zu berücksichtigen. Dies ist die erste Strategie dieser Art auf EU-Ebene, die auf bestehenden Initiativen aufbaut und den Zukunftspakt der Vereinten Nationen in konkrete Maßnahmen umsetzt. Und das ist erst der Anfang.“
Die Strategie steht im Einklang mit den weltweiten Bemühungen um einen langfristigen Planungs- und Politikansatz und orientiert sich am Konzept eines „Generationenvertrags“. Sie enthält eine Reihe von Maßnahmen, darunter:
- einen generationenübergreifenden Fairness-Index,
- ein mehrsprachiges Paket für eine zukunftsorientierte Politikgestaltung z.B. in öffentlichen Verwaltungen in den EU-Mitgliedstaaten,
- die Organisation eines demografischen Forums,
- die Initiative „Voices of the Future“ für Zukunftsgestaltung in den Regionen.
Weitere Informationen
- Quelle: EU-Pressemeldung
- Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2026-2030
- Fahrplan für die Rechte der Frau
- Jahresbericht über die Gleichstellung der Geschlechter
- Portal zur Überwachung der Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter
- Informationsblatt zur Gleichstellungsstrategie
- Strategie für Generationengerechtigkeit
- Informationsblatt zur Strategie für Generationengerechtigkeit
- Europäisches Bürgerforum zur Generationengerechtigkeit
- Gemeinsame Forschungsstelle und Generationengerechtigkeit
